Sodl träumt von Fabelwesen und sucht nach der Stille im Lärm

Shownotes

Sodl ist eine der spannendsten neuen Stimmen der österreichischen Musikszene – kompromisslos, eigenständig, voller Kontraste. Im Wiener Café Weidinger erzählt sie von ihrem Weg zur Musik. Gerade erst hat sie den FM4-Award der Amadeus Awards gewonnen. Aufgewachsen im Salzkammergut, in einer musikalischen Familie, war Musik für Anja Sodnikar von Anfang an die natürlichste Form des Ausdrucks. Angefangen hat sie mit Klavier, hat es aber nie richtig gelernt. Danach aber Akkordeon, mit 15 kam der Gesang und die Gitarre dazu. Ein Jahr später wurde sie bereits auf FM4 gespielt – mit Unterstützung ihrer Mutter, die sie ins Studio begleitete. Dass Musik mehr als nur ein Hobby ist, war von Anfang an klar. Ihr Sound bewegt sich zwischen Indie-Rock, Folk und experimentellen Klängen. Das Debütalbum „Flowers on the Moon“ war noch stark folkig geprägt, während das aktuelle Album „Sheepman“ zwischen treibendem Gitarrenrock und intimen Balladen wechselt. Sodl braucht diese Kontraste – besonders deutlich wird das in der Single „I am a Woman“, die zwischen zerbrechlicher Country-Strophe und eruptivem Refrain pendelt. Sodl nimmt ihre Texte direkt aus ihrem Leben. Sie streift gerne durch die Stadt oder über das Land, beobachtet Menschen und Tiere und lässt das auf sich wirken. Auch Natursalismus ist für sie ein wichtiges Thema. Die Kraft der Natur bringt ihr viele Themen, sie inspiriert sie und fließt in ihre Songs ein – oft ohne dass sie es bewusst plant. Gleichzeitig hat sie Schwierigkeiten mit dem Wiener Lärm, fühlt sich davon oft erdrückt. Doch auf der Bühne genießt sie es, selbst laut sein zu können – eine Art Aufbegehren gegen diese Geräuschkulisse. Mit ihrer Musik betreibt sie eine Form des Exorzismus – sie treibt innere Dämonen aus, verwandelt Schmerz in Klang und findet darin eine eigene Art von Erlösung. Inhaltlich setzt sich Sodl mit struktureller Gewalt gegen FLINTA-Personen, Feminismus und dem Aufbrechen von Geschlechterstereotypen auseinander. Ihre Musik ist ein Mittel, um Themen anzusprechen, die oft tabuisiert werden – so etwa weibliche Lust, wie in „Mary, the Anarchist“.

Die Folge wurde am 18. Februar 2025 aufgezeichnet.

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Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.

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