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Live-Spezial: Pianistin Angelika Ortner und die Kunst einer besseren Zukunft

Live-Spezial: Pianistin Angelika Ortner und die Kunst einer besseren Zukunft

59m 3s

Die Pianistin und Podcasterin Angelika Ortner feiert die 100. Folge ihres Podcasts “Kulturmenü” – und das live und vor Publikum im schönen Wiener Borromäus-Saal. Und ich frage mich: Was soll das alles, Angelika?
Gemeinsam sprechen wir über das Podcasten als intime Kunst und wie es sich anfühlt, diese Intimität auf die Bühne zu bringen. Es geht um künstlerische Wege zwischen Unterricht, Ensemble und Mikrofon, um die Suche nach guten Gesprächen, um Zweifel, Stimme und Sichtbarkeit.
Musikalisch spannt die Folge einen weiten Bogen: von Jean-Philippe Rameau über Ralph Vaughan Williams und Jutta Hipp bis zu Alicia Keys. Vier Stücke, vier Geschichten...

Musikerin Ava Fina und ihr Mut zur „Wild Woman“

Musikerin Ava Fina und ihr Mut zur „Wild Woman“

73m 26s

Die Musikerin Ava Fina ist zu Gast und spricht über ihre Debüt-EP „Simultaneously Stimulating“, eine Sammlung von Songs über Gegensätze, Selbstbehauptung und den Versuch, sich selbst, die Welt und die Menschen darin zu verstehen.
Wir reden über das Spannungsfeld zwischen leisen Momenten und Ausbrüchen, über Erwartungen an Frauen im Musikbusiness und darüber, wie man lernt, sich selbst ernst zu nehmen. Ava Fina erzählt von ihrem Weg zum eigenen Sound, von Pausen und Neuanfängen, von Einflüssen aus Peru, Südkorea und Hamburg – und davon, wie aus Gefühlen Songs werden.
Ein Gespräch über Widersprüche, Entwicklung und den Versuch, sich selbst und andere...

Sängerin Sanna Frankie: Verletzlichkeit als Superpower

Sängerin Sanna Frankie: Verletzlichkeit als Superpower

66m 11s

Sanna Frankie ist zu Gast und spricht über ihr Debütalbum „Cerberus“, ein intensives, sehr persönliches Indiepop-Projekt über Verletzlichkeit, Selbstschutz und radikale Ehrlichkeit.
Wir reden über Neurodivergenz, strukturellen Sexismus und die Frage, wie politisch persönliche Erfahrungen werden können. Außerdem geht es um ihren Zugang zu Pop: Warum ihre Songs trotz Schwere oft tanzbar sind und was Musik ausdrücken kann, wofür es keine Worte gibt.
Es geht um den Moment, in dem sie begonnen hat, ihren eigenen „Cerberus“ nicht mehr als Bedrohung, sondern als Schutzmechanismus zu verstehen und darum, was passiert, wenn man versucht, diesen Wächter loszulassen.

Ansa Sauermann greift zur Rockgitarre in diesen unruhigen Zeiten

Ansa Sauermann greift zur Rockgitarre in diesen unruhigen Zeiten

99m 32s

Mit “Gehts noch?” bündelt Ansa Sauermann Themen, die sich über Jahre angestaut haben: gesellschaftliche Debatten, politische Verhärtungen und die Frage, wie man darauf musikalisch reagiert, ohne belehrend zu werden. Dafür greift der in Wien lebende Musiker diesmal hörbar stärker zur Rockgitarre – geprägt auch von seiner Jugend in Dresden, vom Aufwachsen mit Die Toten Hosen und frühen Konzertfahrten mit seiner Mutter.
Im Gespräch erzählt Sauermann von Rebellion gegen den Vater, vom Wechsel vom Schlagzeug zur Gitarre, von Support-Shows für Element of Crime und davon, warum auch leise Songs laut sein können. Aufgenommen wurde diese Folge von “Was soll das alles?”...

Jazzmusikerin Yvonne Moriel sucht keinen Plan B

Jazzmusikerin Yvonne Moriel sucht keinen Plan B

93m 20s

Yvonne Moriel zählt zu den spannendsten Stimmen der jungen österreichischen Jazzszene: Mit ihrem Quartett Sweetlife verbindet die Saxophonistin und Komponistin Jazz, Improvisation, Dub und elektronische Klangflächen zu einem eigenständigen Sound zwischen Groove, Offenheit und klanglicher Irritation.
In dieser Folge von “Was soll das alles?” spricht sie über ihr neues Album “Sweetlife III”, das in einem langen kollektiven Prozess entstanden ist, über freie Improvisation, elektronische Sounds und darüber, warum sie musikalisch immer wieder neue Herausforderungen sucht.
Außerdem geht es um ihren Weg von Tirol nach Wien, um Eiskunstlauf in ihrer Jugend, um ein abgeschlossenes Medizinstudium und um die bewusste Entscheidung, sich...

Karin Rabhansl singt zwischen Humor, Tod und Teufel (LIVE)

Karin Rabhansl singt zwischen Humor, Tod und Teufel (LIVE)

62m 41s

Diese Folge entstand live beim Passauer Podcast-Festival: Zu Gast ist Karin Rabhansl, eine Künstlerin, die Dialekt, Indie, Rock und heitere bis düstere Geschichten auf besondere Weise verbindet.
Wir sprechen über ihr Aufwachsen im Bayerischen Wald, erste musikalische Prägungen zwischen Rainhard Fendrich, Georg Danzer und Nineties-Rock, den Weg von der Banklehre zur Musik, frühe Aufmerksamkeit durch FM4 und den Song „Magst schmusen? mir wad's wurscht“.
Außerdem geht es um den Stilwandel seit ihrem Album “Tod und Teufel”, um dunkle Themen wie Schuld, Einsamkeit und toxische Beziehungen, politische Haltung in Songs und die Frage, was Musik gesellschaftlich erzählen kann.
Zum Schluss sprechen...

Voodoo Jürgens feiert den Zweifel als Aufbruch

Voodoo Jürgens feiert den Zweifel als Aufbruch

78m 29s

Voodoo Jürgens ist zurück mit “Gschnas”, seinem vierten Album, das vieles neu denkt und trotzdem unverkennbar nach dem Wiener Dialekt-Liedermacher klingt. Drei Jahre nach “Wie die Nocht noch jung wor” sprechen wir über neue Arbeitsprozesse, über Zweifel als Ausgangspunkt des Schreibens und darüber, warum seine Band heute viel stärker an seinen Songs beteiligt ist als früher.
Es geht darum, wie er sich den Dialekt als künstlerische Sprache zurückerobert hat, warum er aufpassen will, nicht zur Comicfigur seines Alter Egos zu werden und größere Bühnen für ihn nicht automatisch das nächste Ziel sind. Wir reden über seine Ausflüge ins Schauspiel, über...

Yasmo rappt mit offenen Augen durch den Sturm

Yasmo rappt mit offenen Augen durch den Sturm

77m 31s

Seit zehn Jahren stehen Yasmo und Die Klangkantine gemeinsam auf der Bühne – mit einem Sound zwischen HipHop und Bigband-Jazz und Texten, die nicht ausweichen. Zum Jubiläum erscheint ihr viertes Album “Augen auf und durch”. Der Titel ist Programm: hinschauen statt wegsehen.
In dieser Folge spreche ich mit Yasmin Hafedh, wie Yasmo eigentlich heißt, darüber, warum gerade jetzt die Zeit für klare Worte ist, wie sich politische Diskurse verschieben und wo für die Musikerin die persönliche Schmerzgrenze liegt. Wir reden über Protest als Motor und Lebenselixier und wie man politisch sein kann, ohne belehrend zu werden.
Außerdem geht es um...

Andreas Spechtl (Ja, Panik) lässt die Masken fallen

Andreas Spechtl (Ja, Panik) lässt die Masken fallen

56m 6s

Macht, Geld, Gier und ein Casino als Parabel auf den Kapitalismus: Ich spreche mit dem Musiker Andreas Spechtl (Ja, Panik) über seinen Auftritt im Spielfilm “Un Gran Casino” von Filmemacher Daniel Hoesl.
Das Casino di Campione wird darin zur Bühne eines essayistischen Fiebertraums zwischen Apokalypse und Revolution; Andreas spielt einen Spieler – Figur und Symptom zugleich – und erzählt von Dreharbeiten und der Faszination eines Ortes, der ganz dem schnellen Geld verschrieben scheint.
Außerdem sprechen wir über 20 Jahre Ja, Panik: Wie hat sich die Eigen- und Fremdwahrnehmung der Band verändert? Wir reden über Kapitalismuskritik im Pop, Witz und Diskurs...

„Wortwiege“-Kuratorin Anna Luca Krassnigg erkundet das Ungeheuer Mensch

„Wortwiege“-Kuratorin Anna Luca Krassnigg erkundet das Ungeheuer Mensch

86m 50s

Theater als Denkraum, als Brücke, als Widerstand: In dieser Folge spreche ich mit Anna Luca Krassnigg über ihre Arbeit zwischen Regie, Lehre und Festivalleitung.
Seit 2012 ist sie Professorin am Max Reinhardt Seminar, seit 2020 leitet sie das „Wortwiege“-Festival in den historischen Kasematten von Wiener Neustadt – ein Ort, an dem Theater, Literatur, Musik, Film und Wissenschaft aufeinandertreffen. Wir sprechen über ihre Vision eines politischen Theaters, über das Spannungsfeld zwischen Klassikern und Gegenwartsdramatik, über Macht, Mythos und das aktuelle Spielzeitmotto „Ungeheuer… ist viel“.
Es geht um interdisziplinäres Arbeiten, auch in ihren eigenen Projekten wie Fox On Ice, um Empowerment, welche...