Live-Spezial: Pianistin Angelika Ortner und die Kunst einer besseren Zukunft
Shownotes
Die Pianistin und Podcasterin Angelika Ortner feiert die 100. Folge ihres Podcasts “Kulturmenü” – und das live und vor Publikum im schönen Wiener Borromäus-Saal. Und ich frage mich: Was soll das alles, Angelika? Gemeinsam sprechen wir über das Podcasten als intime Kunst und wie es sich anfühlt, diese Intimität auf die Bühne zu bringen. Es geht um künstlerische Wege zwischen Unterricht, Ensemble und Mikrofon, um die Suche nach guten Gesprächen, um Zweifel, Stimme und Sichtbarkeit. Musikalisch spannt die Folge einen weiten Bogen: von Jean-Philippe Rameau über Ralph Vaughan Williams und Jutta Hipp bis zu Alicia Keys. Vier Stücke, vier Geschichten und die Frage, wie wir hören, erinnern und einordnen. Außerdem: erste Gäste, schwierige Gespräche, die Rolle von Frauen im Podcast, Finanzierung, Reichweite und was Kunst zu einer besseren Zukunft beitragen kann.
Die Folge wurde am 11. April 2026 live im Wiener Borromäus-Saal aufgezeichnet.
🎧 Audio-Optionen für Spotify, Apple, Audible und Co.
📺 Abonniert “Was soll das alles?” auf YouTube: YouTube.com/@philipdulle
📸 Follow “Was soll das alles?” auf Instagram: Instagram.com/philipdulle/
Was soll das alles? Philip Dulle spricht im Podcast mit Künstlerinnen, Musikern und Filmemacherinnen. Die dritte Staffel von “Was soll das alles?” erscheint jeden Freitag auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
Du hast Feedback oder einen Gesprächsvorschlag? Dann melde dich gerne per Mail an: philip.dulle@gmail.com
Wer spielt das alles? Die Spotify-Playlist zum Podcast.
Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.
Transkript anzeigen
00:00:03: Kulturmenü, Podcast mit Angelika Ordner.
00:00:12: Ich spreche mit meinen Gästen über bekannte Musikstücke aus allen Stil- und Zeidepochen.
00:00:19: Wir hören passende Musikbeispiele und versuchen in unseren Gesprächen einen neuen Zugang zur Musik zu ermöglichen.
00:00:45: Was für ein schöner Willkommensablaus!
00:00:47: Wir waren uns nicht sicher ob das Publikum überhaupt applaudieren wird wenn wir auf die Bühne kommen.
00:00:52: Herzlichen Dank für diesen schönen Empfang.
00:00:54: herzlich willkommen An diesem wunderbaren Abend hier im Borromeo-Saal, wir feiern heute hundert Jahre ... nein!
00:01:01: Wir feiern fünf Jahre.
00:01:04: Wir feieren, das fängt ja gut an, ja?
00:01:06: Wir feiren fünf Jahre Podcast Kulturmenü und nehmen gleichzeitig die hunderte Sendung auf.
00:01:11: Heute ist der elfte April zwanzig sechsundzwanzig und am elften April zwantsich einundzwantig ging die erste Folge online.
00:01:20: Zu meiner Seite heute ist kein Musikexperte, sondern mein Podcast-Kollege Philipp Dulle.
00:01:27: Er ist Kulturjournalist und host seines eigenen Podcasts.
00:01:31: Was soll das alles?
00:01:32: Und er spricht mit Künstlerinnen und Künstlern über ihre Inspirationen und Kreativität, über Zweifel und die großen und kleinen Fragen des Lebens.
00:01:42: Das bekomme ich denn zuerst eine große oder kleine Frage...
00:01:46: Das ist die Frage, liebe Angelika!
00:01:49: unglaublich dieser dieser Saal.
00:01:50: noch schöner jetzt, wenn er so voll ist mit so vielen Menschen.
00:01:55: Ich würde dich gerne fragen eingangs du bist ja Musikerin nicht nur Podcasterin wie ist das für dich seinen Saal zu betreten seiner Bühne zu betreeten und gar kein Konzert spielen zu müssen sondern einfach heute mal zu plaudern.
00:02:11: Ja, eigentlich könnte ich darauf sagen es ist überhaupt keinen Unterschied ob man sich ans Instrument setzt oder ob man einfach nur plaudert.
00:02:18: Wenn ich Konzerte spiel moderiere auch meistens also plaudere ich genauso wenn ich ein Instrumentspiel.
00:02:22: aber das wirklich Schöne ist dass man in diesem Setting was wir jetzt haben in lauter freundliche Gesichter blickt und es wird wohlwollend genickt.
00:02:33: Wenn man jetzt in einem großen Saal ist, ist die Gefahr natürlich gegeben dass ein Handyleute da runter fällt.
00:02:38: Heute natürlich nicht!
00:02:39: Das passiert nur beim Konzertpublikum.
00:02:42: Ein sehr dezenter Hinweis von
00:02:44: dir
00:02:46: Du spielst ja Klavier und Klarinette Und wie ist das?
00:02:51: Ich kann mir vorstellen ich bin ja leider selbst Nicht Musiker Aber wenn man auf seiner Bühne steht und vor so einem Saal spielt musst du dich dann auch irgendwie oder Kann man sich auch hinter so einem Instrument irgendwie verstecken?
00:03:06: Weißt du,
00:03:06: was ich meine?
00:03:08: Ja.
00:03:08: Die Clarinette bietet ein bisschen weniger Platz zum Verstecken als vielleicht ein Klavier.
00:03:12: Also ich würde mal sagen dass da jeder Künstler oder jede Musikerin, jeder Musiker vielleicht dasselbe sagt.
00:03:19: wenn man diesen Beruf ergreift dann will man sich im besten Fall natürlich nicht
00:03:25: verstecken
00:03:26: denn dieser Künstlerin Rische Beruf hat schon so ein bisschen was Exhibitionistisches an sich, das heißt mal für sich schon präsentieren und zeigen.
00:03:33: Und ich will mich wenn ich auf die Bühne gehe auf keinen Fall verstecken weil würde ich das wollen würde nicht die bühne betreten.
00:03:39: Du sprichst ja in deinem Podcast Kulturmenü mit Gästen über bekannte Musikstücke aus eigentlich allen Epochern und Musikrichtungen.
00:03:49: Was ist denn bei dir so zuerst da?
00:03:51: Ist es eher dass du einen Gast hast und dir denkst ah dazu wird mir jetzt ein Musikstück einfallen oder ist das Musikstück zuerst da?
00:03:59: Meistens ist es das Musik-Stück zu erst und dann überlege ich mir, wen ich dazu einladen könnte.
00:04:07: Ich sage es an einem Beispiel ja also Folge Achtzig zum Beispiel war mit dem Nikolas Habian Popspieler und den habe ich gefragt für die Muppet Show Musik Nummer Manamana.
00:04:19: Und wenn der nicht zugesagt hätte Also da war zuerst mein Gedanke, ich möchte über diesen Song sprechen mit dem Nikolas Habian.
00:04:27: Wenn der nicht zugesagt hätte dann hätt ich die Folge mit niemandem anderen gemacht.
00:04:31: Ich habe übrigens eineinhalb Jahre auf ihn gewartet.
00:04:33: also er hat so viel zu tun dass es wirklich lange gedauert hat bis wir einen Termin hatten.
00:04:37: Die Folge ist sehr schön geworden und
00:04:40: Aber das zeigt sich dann auch oft aus, oder?
00:04:42: Ja.
00:04:42: Es muss sich aufzaußen und es wartet... ja natürlich!
00:04:45: Also Marine Monroe hat einmal gesagt in dem Film.
00:04:48: manche mögen's heißen, es kommt nicht drauf an wie lange man wartet sondern auf wen.
00:04:53: Das habe ich sehr oft eingebaut so im meinem Alltag irgendwie.
00:04:58: Und dann sind so Ideen wo ich mir denke Dann ist doch vielleicht der Gast zuerst da.
00:05:04: Es gibt zum Beispiel die Folge – «Zweierneinzig mit dem Physiker Martin Apolin».
00:05:09: Und ich habe mir gedacht, das ist eigentlich ein großes Thema.
00:05:11: Also Akustik und Schall und Klang rede ich mit einem Physiker darüber!
00:05:17: Ich hab seine YouTube-Videos gekannt.
00:05:21: Der ist sehr erfolgreich auf YouTube.
00:05:23: Wahnsinnig
00:05:24: viele!
00:05:24: Ich hätte auch gerne so viele Abonnenten.
00:05:25: Ja, ich glaube wir hätten alle gern so viele abonnent.
00:05:28: Ich weiß gar nicht ob es einen Österreicher gibt der mehr Abonenten auf Youtube hat.
00:05:32: Also Martin Apolin beantwortet physikalische Fragen gekonnt und sehr originell.
00:05:40: Und ich habe ihn gefragt, ob er mit mir eine Folge machen möchte über Physik und Musik?
00:05:44: Allerdings muss ich dazu sagen der Martin ist mit meinem ältesten Bruder in die Schule gegangen also dann hab' ich schon gekannt.
00:05:49: Praktisch!
00:05:50: Manchmal ist es so dass ich mir denke der Gast ist so prominent das sich ihn oder sie frag.
00:05:57: worüber möchten Sie sprechen?
00:05:59: ja also das passiert auch.
00:06:00: aber um die Frage jetzt konkret zu beantworten lange Rede kurzer Sinn.
00:06:04: meistens ist das Musikstück zuerst da.
00:06:07: Jetzt sind wir unglaubliche fünf Jahre und einhundert Folgen, heute ist die einhunderste Folge.
00:06:13: Ja?
00:06:13: Also war das ein Corona-Projekt.
00:06:16: hattest du mehr Zeit als sonst vielleicht so was anzugehen?
00:06:22: Ja gut kombiniert ja es waren natürlich einen Corona Projekt.
00:06:25: wir Musikerinnen und Musikern konnten alle nicht auftreten.
00:06:28: Natürlich ist es schön Zeit zu haben.
00:06:31: zum üben und neue Stücke einzustudieren habe ich alles gemacht.
00:06:34: Und dann kam schon diese Idee mit dem Podcast, weil das auch zu einer Zeit war.
00:06:40: In der also vor fünf Jahren ich nicht wirklich viele österreichische Podcasts angehört habe selbst sondern vorwiegend aus Deutschland.
00:06:50: und dann haben wir gedacht dass ein Podcast da kann man geht zum reden um es vermitteln.
00:06:54: Das kann ich gut das würde ich gerne machen.
00:06:57: und dann bin ich mit mir selbst in so eine sehr intensive brainstorming Phase gegangen.
00:07:01: Ich habe überlegt, was könnte das sein?
00:07:03: Worüber könnte ich sprechen.
00:07:05: Wie ist das Konzept?
00:07:06: Möchte ich jemanden einladen oder alleine spielen?
00:07:08: Mäuchte ich Musik einspielen?
00:07:10: Und habe mir halt ein sehr dickes Buch gekauft und alle meine Fragen da eingetragen.
00:07:17: Ein paar Monate später waren diese Fragen alle beantwortet.
00:07:22: Ich hatte auch sehr große Hilfe, die diese ganze technische Geschichte betrifft weil ich habe gedacht wenn ich das mache dann mache es gescheit!
00:07:29: Vielleicht auch aufgrund meines Berufs und wie ich das halt gelernt habe.
00:07:36: Also bedammtisch will ich nicht sagen, aber sehr perfektionistisch.
00:07:39: Genau das ist das Wort.
00:07:41: und dann muss es halt das gute Mikrofon sein und dann muß es die richtige Aufnahmemethode sein.
00:07:46: und da hatte ich einen Freund und Kollegen den Darius Edlinger der mir das alles gezeigt hat.
00:07:52: also für die heutigen Techniker und Leute die halt damit arbeiten ist es nicht so wie man schneidet und wie man Musik einblendet und fädelt.
00:08:02: Ich habe wirklich von Null anfangen müssen, wo stecke ich das Kabel rein?
00:08:05: Welches Kabel brauche ich überhaupt?
00:08:07: und da hatte ich Hilfe.
00:08:09: Der Darius Elinger hat dann auch meine Signation produziert und die läuft also seit der ersten Folge am Anfang und am Ende jeder Folge.
00:08:17: Wie lange hat es denn so von dieser ersten Idee bis zur ersten Folge eigentlich gedauert?
00:08:22: Na ja, ich würde sagen fünf sechs Monate.
00:08:26: Also, es war viel Zeit.
00:08:27: Wir haben alle viel Zeit gehabt.
00:08:30: Es war wirklich ein intensives Überlegen und ich habe auch nicht mit vielen Leuten darüber gesprochen weil wenn man mit vielen Leute redet dann sagt jeder was anderes und dann habe ich selbst entschieden... Ich habe jetzt vor kurzem mal nachgeschaut wie so die ersten Titel gewesen sind bevor ich Kulturmenü gefunden hab.
00:08:47: da war zum Beispiel dabei Da Vinci trinkt Oder das blau gestreifte Zebra, also so mit völlig abstrusen Dingen habe ich halt und dann überschläft man das.
00:08:58: Und dann überschleft man es noch einmal in irgendeines Kulturmenü geblieben?
00:09:02: Ja bei mir war's ja irgendwie auch so weil was soll das alles ist zwar eine ein bisschen sehr allgemeine Frage.
00:09:07: Es sind nicht so konkret jetzt wie bei dir.
00:09:09: Bei dir kann man sich schon gleich mehr vorstellen.
00:09:11: Irgendwie hab' ich das Gefühl aber trotzdem ist er so offen Dass ich mir gedacht habe, okay im Prinzip könnte ich darüber mit jedem Menschen sprechen.
00:09:20: Das hat mich dann eigentlich bei meinem Titel ganz gut gefallen.
00:09:22: Und man merkt sich's gut!
00:09:25: Ich hoffe
00:09:25: ja... Was soll das alles?
00:09:28: Das haben wir jetzt schon mehrmals gesagt, gerne abonnieren genau.
00:09:32: Hast du eigentlich so ein Ziel beim Podcasten?
00:09:35: kann man das so sagen?
00:09:38: Ja, würde ich so beantworten.
00:09:42: es wäre schön wenn jeder Podcast Host ein Ziel hätte Weil dann würde die Statistik, dass die meisten Podcasts nach der fünften Folge enden.
00:09:54: Ist das wirklich
00:09:54: so?
00:09:55: Ja, vielleicht anders ausschauen.
00:09:58: Wenn man sich ein Ziel steckt... Also mein Ziel ist halt unendlich weil es gibt keine Ende im Sinne von.
00:10:07: ich möchte auf jeden Fall neugierig wecken Ich will was lernen und ich will etwas zeigen begeistern für etwas, was sie vielleicht noch nicht kennen an Musikstücken und dieser Begriff Schoregrenzen öffnen.
00:10:25: Das wird heute vielleicht nochmal fallen.
00:10:27: also das wäre so... ich weiß nicht ob Ziel das richtige Wort ist?
00:10:31: Also das ist der Inhalt für mich, nennt man es vielleicht so.
00:10:34: Weil wenn du ein Ziel hast dann erreichst du das Ziel irgendwann und dann ist Schluss!
00:10:39: Das stimmt ja.
00:10:40: Ja, wie hast du das
00:10:41: bei dir
00:10:41: ... Hast du ein Ziel?
00:10:43: Nein.
00:10:43: Ich hatte eigentlich überhaupt keinen Ziel.
00:10:44: Es war ein total gestehen eigennütziges Projekt, dass ich da gestartet hab.
00:10:51: Weil ich den Job gewechselt habe plötzlich nicht mehr so im täglichen Kulturgeschäft schreiben konnte nach fünfzehn, sechzehn und siebzehn Jahren.
00:11:01: Mir gedacht hab okay, ich will aber auch in dieser kleinen Auszeit, die ich mir da gegönnt hab irgendwie gleich sofort weitermachen Und deshalb habe ich es eigentlich als ziemlich eigennütziges Projekt gestartet, um dabei zu bleiben und das hat sich dann erst im Laufe der irgendwie so dahin entwickelt wo sie jetzt wahrscheinlich ist nach gut zwei Jahren.
00:11:24: Die ja noch drei Jahre.
00:11:25: Ja aber das ist ein guter Grund, um zu beginnen mit einem Podcast weil der Grund darf nie sein, berühmt werden will oder weil ich Geld verdienen will, also dass am allerwenigsten kommen wir vielleicht noch drauf zu sprechen.
00:11:40: Oder weil mir so fad ist oder so ja?
00:11:43: Also das... Ich finde schon, wenn man einen Podcast startet dann muss es schon wirklich auch Inhalt haben.
00:11:49: Ja
00:11:50: absolut!
00:11:51: So wie bei uns zwei.
00:11:53: Ich hoffe du machst ja.
00:11:57: Wir haben uns jetzt schon anklingen lassen.
00:11:58: Du spielst Klavier, du sprichst Klarinette... ...du hast ein eigenes Ensemble gegründet,... ...du unterrichtest auch selber der Podcast in den letzten fünf Jahren.
00:12:09: Ich glaube, seit zwei Wochen erscheint immer eine neue Folge.
00:12:13: Aber war dir so eine künstlerische Karriere?
00:12:16: War dir das je wichtig oder hat sich das von selbst so ergeben?
00:12:20: Immer mehr und breiter aufstellen?
00:12:23: Also die künstlärische Karrière... War mir schon wichtig, aber nicht so wie du jetzt das wahrscheinlich meinst.
00:12:31: Weil für eine wirklich künstlerische Karriere war ich ehrlicherweise zu Frau, würde ich jetzt mal sagen.
00:12:37: Die schönere Antwort ist vielleicht dass ich viel zu viele Interessen hatte und mich für mehrere Dinge interessiert habe als dass ich mich nur auf eine Sache fokussiere Weil wenn man eine ernsthafte Karriere im künstlerischen Sinn betreiben möchte, dann muss man wirklich total fokussieren.
00:12:55: Und das konnte ich nicht und wollte ich nicht.
00:12:58: Mir war viel wichtiger die künstlersche Karrierei sondern dass sich von der Musik leben kann.
00:13:03: Das funktioniert und das ist glaube ich gelungen.
00:13:07: Ist es das was wir da jetzt machen?
00:13:09: Ist das für dich eher oder wie wardet sie so die Ausgangslage?
00:13:14: Interview, das du führst.
00:13:16: Also du befragst
00:13:16: jemanden
00:13:17: und willst dazu einen gewissen Ziel kommen.
00:13:19: oder ist es vielleicht im Idealfall auch ein Gespräch?
00:13:24: Es muss ein Gesprächen sein!
00:13:26: Ich meine für dich als Journalist ist es eher immer so eine Interviewsituation weil Journalisten führen in erster Linie Interviews.
00:13:34: Für mich sind Interviews ein bisschen negativ besetzt Weil ich Interviews nicht gerne zuhöre Weil da kommt, wird eine Frage gestellt und es wird eine Antwort im besten Fall gegeben.
00:13:45: Und dann kommt die nächste Frage und dann wieder eine Antwort.
00:13:47: Ich habe vor kurzem ein Interview gehört.
00:13:51: Da hat ein Schlafexperte gesprochen.
00:13:53: Der hat großartig geredet.
00:13:54: Es war irrsinnig interessant!
00:13:56: Und der Interview oder Fragesteller hat eben Frage für Frage gestellt und ist nie darauf eingegangen, was er geantwortet hat.
00:14:04: Für mich macht das dann immer so ein bisschen den Anschein.
00:14:07: Der ist überhaupt nicht vorbereitet.
00:14:09: Er hat sich nur die Fragen zurechtgelegt.
00:14:11: Im künstlerischen Bereich ist es oft so, dass viele Musikerinnen und Musiker oft sagen, sie haben jetzt eine Plattenpräsentation wo?
00:14:18: Und der Journalist kommt und sagt, was machen Sie heute hier?
00:14:22: Also wirklich überhaupt nicht informiert!
00:14:25: Das finde ich schade und deshalb bestehe ich darauf, dass es bei mir bei Kulturmenü unbedingt ein Gespräch sein muss.
00:14:32: Du siehst dich ja wenn ich dich zuerst richtig verstanden habe doch irgendwie dann als Kulturvermittlerin kann man das so sagen?
00:14:39: Ja unbedingt!
00:14:42: Und die
00:14:42: Klassik ist ja dann auch irgendwie so dein Steckenpferd oder auch wenn du dich in andere Gefilde wachst.
00:14:47: Ja das bringt so der Titel ein bisschen mit, dass die Leute in Erseline glauben, dass das klassische Musik ist.
00:14:55: Wie ich vorhin schon gesagt habe, die Genregrenzen zu durchbrechen, das versuche ich halt mit unterschiedlichen Themen.
00:15:02: Weil es ist ja so dass dazugang zur klassischen Musik oft schwierig ist.
00:15:07: und da hab' ich zum Beispiel in Folge siebzig mit dem Norbert Ravöga über prognos fünfte symphonie gesprochen und die bietet sich an um die popmusik ein bisschen einzubauen weil da gibt es eine melodie die wird im fußballstadion gekrült also beziehungsweise wurde das aufgefangen von der band white stripes, der song heißt seven nation army.
00:15:30: Und das ist natürlich ein gelungenes beispiel um zu zeigen dass es kommt eigentlich von ganz woanders her.
00:15:37: Oder auch mit dem Dirigenten Daniel Bayer, habe ich gesprochen in Folge sixty-eight über den vierten Satz von Gustav Mahlers Fünfter Symphonie.
00:15:45: Und wir sind aber ausgegangen von einem Filmtod in Venedig und das ist dann auch wieder ein anderer Bereich, den man hinein nimmt.
00:15:54: Aber es ist natürlich schwierig, den Leuten das zu vermitteln, dass das auch gut ist.
00:15:59: Also diese Hochkultur unter Anführungszeichen und dann in Kombination vielleicht sogar mit Populärkultur zu verbinden Idealfall, oder?
00:16:08: Ja.
00:16:09: Nicht unbedingt und das bietet sich auch nicht immer an aber es wäre halt schön weil ich beschäftige mich halt schon mit der Frage wie kann man die klassische Musik wieder populärer machen?
00:16:21: und Ich habe eigentlich noch keine Antwort gefunden.
00:16:23: also wenn irgendjemand eine antwort weiß Oder hat also bitte gerne melden bei mir weil Wir reden auch nicht seit gestern darüber Also jetzt die leute die in der klassischen musik tätig sind sondern wirklich schon lange.
00:16:38: Und ein Kollege Gouda Mancusi hat zum Beispiel gesagt über die Operette, weil immer so gesagt hat er die Operitte stirbt und er hat gesagt naja die Operite stirbt nicht sie wird getötet.
00:16:49: Das sind dann so Sätze wie es ist das fällt in einem Gespräch und ich denke dann erst nicht viel darüber nach und sage ja was machen wir jetzt dagegen?
00:16:58: Da ist der Podcast schon ein Medium wo ich mir denke da könnte man vielleicht auch einwirken.
00:17:03: also es ist schon ein Anliegen die klassische Musik auch für Jüngere zugänglicher zu machen.
00:17:10: Hat sich da deine eigene Wahrnehmung seit vielleicht auch in den letzten fünf Jahren, seitdem du dem Podcast machst, auch schon irgendwie verändert?
00:17:17: Also hat sich das schon ... vielleicht auch was getan?
00:17:19: Nein eben nicht!
00:17:21: Also ich meine einen ganz kleinen.
00:17:22: Du musst
00:17:23: weitermachen.
00:17:24: Ja auf jeden Fall.
00:17:25: Nicht aufgehören jetzt.
00:17:26: Das Ziel ist nicht erreicht.
00:17:28: In deinem Podcast geht es ja immer um ein gewisses Werk und ein gewises Stück dass mal da ist.
00:17:36: Heute gibt es was Besonderes, kann man glaube ich sagen oder wir wollen nämlich insgesamt über vier Stücke sprechen?
00:17:44: Die mir wichtig sind und die aber auch nicht den einzugenden Podcast in eine reguläre Folge schaffen.
00:17:50: Es hat unterschiedliche Gründe auf die ich dann eh kurz eingehen möchte also weil ich immer wieder gefragt werde ob ich denn beurteilen kann
00:18:03: Also ob ein Stück bekannt ist oder
00:18:06: ob
00:18:06: es genug Leute anhören.
00:18:09: Ist das bekannt genug, dass es in den Podcast kommt?
00:18:12: Und natürlich kann ich das nicht beantworten, ob etwas bekannt genug ist.
00:18:16: und die erste Musikeinspielung ist ein super Beispiel dafür!
00:18:23: Vorletztes Jahr im Herbst, im Herbz.
00:18:28: in Linz und habe das Lentos Museum besucht und dort war eine wunderbare Ausstellung.
00:18:32: Komsing mit vom Erheben der Stimme, hat diese Ausstellung geheißen und war so wunderbar präsentiert alles.
00:18:40: und da gab es eine Videoinstallation von einer Aufnahme aus der Pariser Oper.
00:18:48: Das war eine Ballettoper von Jean-Philippe Rameau, die ich vom Titel schon gekannt habe.
00:18:56: Und das wurde modern interpretiert.
00:18:59: Man hat auf der Videoleinwand gesehen, wie da zu modern getanzt wird und die Musik wurde eingespielt.
00:19:06: Die Ballettopper heißt Les Sains-Galants Und das Stück war Dors Desovage und ich war also völlig geplättet, und war ganz begeistert von dieser Kombination zeitgenössischer Tanz mit der Barockmusik.
00:19:20: Wir haben gedacht, dass es kommt!
00:19:21: Das bespreche ich mit wem?
00:19:22: Dann habe ich so herumgefragt in meinem Umfeld, in meinem nicht-musikalischen Umfeld – und es hat keiner gekannt.
00:19:28: Nein, das kenne ich nicht.
00:19:29: Jeder hat gesagt, nein, das kenn' ich nicht, dann haben wir gedacht, ja gut vielleicht kennen das nur die Musiker... Und die Leute, die sich mit Barockmusik auseinandersetzen.
00:19:35: Also ich bin nach wie vor der Meinung, dass das schon bekannt ist.
00:19:38: Ich spiele es jetzt gleich einmal ein und dann werden wir merken, wo das Publikum reagiert.
00:19:41: Schauen wir mal!
00:20:26: Hast du's gekannt?
00:20:48: Wie ist es bekannt vorgekommen?
00:20:50: aber ich glaube nicht
00:20:51: nein.
00:20:51: Ich würde ganz gerne mal unser Publikums fragen.
00:20:54: Bitte Hände hoch wer es gekannt hat.
00:20:57: Ja doch.
00:21:00: Es ist dann eben schwierig zu sagen ja natürlich habe ich ein tolles Publikus.
00:21:03: Ist auch dein Publikuum heute?
00:21:05: Ja, also wie gesagt ich kann es nicht beurteilen.
00:21:08: Es ist einfach eine Gefühlsache und letztendlich hat das auch mit Qualität zu tun.
00:21:12: Also ich würde nicht über ein Musikstück sprechen was ich selber nicht gut finde.
00:21:18: Wäre das für dich eine Herausforderung vielleicht auch irgendwas zum nehmen?
00:21:21: Was auch vielleicht
00:21:22: ganz
00:21:22: trashige sage ich jetzt mal um dich...
00:21:26: Es ist schon eine Herausforderungen aber es gibt halt auch einfach viele Sachen die ich wirklich nicht gut find'.
00:21:31: Ich sage mir gefällt bald einmal nix.
00:21:37: Du Angelika, wer war eigentlich dein erster Gast in deinem Podcast?
00:21:41: Kannst du uns das verraten.
00:21:42: Das war ein Tenor der Wiener Staatsoperjörg Schneider und wir haben über Ness & Dorma gesprochen.
00:21:50: Wie ist diese Konstellation zusammengekommen?
00:21:53: Na ja ich habe in den ersten Folgen vorwiegend halt Kollegen und Kolleginnen gefragt die schon lange kennen mit denen ich viel zusammen gearbeitet hab Mit denen ich auf der Bühne gestanden bin die ich auch aus einem anderen Umfeld kenne, also mit Guderman Kusi.
00:22:07: Ich habe ihn vorher schon erwähnt.
00:22:08: er hat oft dirigiert wenn ich im Orchester gesessen bin.
00:22:11: Ich hab gewusst der hat damals in Mörbisch Die Wester Story dirigiert, mit dem habe ich über Maria gesprochen in Folge neun oder die Sängerin Jana Werner in Folge fünfzehn.
00:22:20: Mit ihr habe ich das Disney-Universum musikalisch gesprochen und die kenne ich ja auch schon sehr lange.
00:22:26: Also es sind die ersten Folgen wenn die Gäste dir auch so vertraut sind Ein leichtes gewesen.
00:22:32: Wer war denn dein erster Gast?
00:22:34: Bei mir
00:22:35: war es der Nino aus Wien, auch sehr prominent und da auch mein Glück dass ich ihm davor schon zwei drei mal in einem anderen Setting interviewen durfte und schon Geschichte mit dem gemacht hat.
00:22:51: das heißt er kannte mich auch irgendwie noch von unseren Treffen.
00:22:56: Aber ich war natürlich total nervös, ich weiß nicht wie es dir ging.
00:22:59: Und zwar jetzt nicht den Nino aus Wien zu treffen aber dieses quasi... Ich komme eigentlich vom
00:23:06: Schreiben
00:23:07: und das war dann doch ein ganz anderes Setting und ich weiß noch nicht wie das bei dir war.
00:23:11: plötzlich sitzt man sich gegenüber und man denkt so okay, quasi dass was wir besprechen wird ja auch ausgespielt.
00:23:18: Natürlich kann ich ein paar S- und Quasis rausstreichen.
00:23:23: dann wieder auf einen Grunde Wenn ich das Interview einfach transkribieren würde, wäre er dann einfach.
00:23:30: Da hört man nicht, wenn ich herumstammel.
00:23:32: Aber das war schon toll und ... Ich bin ihm eigentlich noch immer sehr dankbar, dass er da gleich mitgemacht hat.
00:23:40: Das ist ja auch nicht selbstverständlich bei so einem neuen Projekt aber er war irgendwie gleich dabei, hat gleich mit gemacht und es war ein toller Erster Gast.
00:23:48: Ja, man muss eigentlich jeden Gast dankbar gegenüber sein, dass du
00:23:51: da mitmachst.
00:23:51: Absolut!
00:23:53: Wir hatten einen Gast, den wir beide hatten.
00:23:55: Den Wolfgang Mut Spill war bei dir und bei mir Und das ist dann auch interessant weil du natürlich ganz andere Sachen fragst als ich.
00:24:01: Bei mir ist es halt so dass der Gast im Idealfall nicht von sich sprechen soll.
00:24:05: Ich würde wahnsinnig gern mit Till Brönner mal sprechen Aber ich weiß nicht ob ich den dazu bringe, dass er nicht über sich spricht.
00:24:14: Also der will halt gerne über seine Musik reden und über sein Album.
00:24:17: Und
00:24:18: er redet schon sehr gern über sich,
00:24:20: ja?
00:24:20: Das stimmt.
00:24:20: Deshalb war er gut aufgehoben auch bei dir.
00:24:23: Absolut!
00:24:25: Was muss denn eigentlich so ein Gast bei dir im Idealfall mitbringen?
00:24:31: Ja eine erste Linie Begeisterung.
00:24:34: die habe ich auch und der Gast muss auf jeden Fall Begeistungen mitbringen für das worüber er spricht Und ich meine, es sind halt einfach wirklich nicht alle so.
00:24:46: Was fällt mir ein oder ehrlicherweise was habe ich hier aufgeschrieben?
00:24:51: Ich liebe die Folge Penny Lane mit Andy Bartosch, Folge zehn war das.
00:24:55: also wenn man dem zuhört wie der über die Beatles spricht und das ist das ist so ansteckend!
00:25:02: Wenn die Begeisterung in den Worten und in dem was erzählt wird auch so rüber kommt... Auch die Folge sixty-fünf Die passt da gut herein, weil wir vorher gesprochen haben wie man das irgendwie mischen kann.
00:25:12: Klassisch und popularmusik habe ich mit dem Mario Berger gesprochen der kein klassischer Musiker ist in erster Linie und wir haben aber bewusst ein klassisches Werk ausgesucht nämlich den Feuervogel und der hat auch also von erzählt wer das entdeckt hat.
00:25:26: und also voller Begeisterung ja und ich glaube dass wenn man begeistert über etwas spricht dass das auch ansteckend ist dann ist natürlich wichtig Wissen und Erfahrung.
00:25:37: Weil mit jemandem zu reden, der nicht weiß wovon er spricht.
00:25:40: Das geht eher nach hinten los!
00:25:43: Also wenn man zum Beispiel einen Ausspruch tätigt... Man braucht eine gewisse Reife um Mozart lebendig spielen zu können.
00:25:52: Maria Radotto, die Pianistin hat das gesagt Folge dreizehn über ein Mozartklavierkonzert, habe ich mit ihr gesprochen.
00:25:58: Sowas kann man nur sagen wenn man weiß wovon man spricht und alles andere wäre halt so eine herumgedruckse und das kann ich dann nicht ernst nehmen.
00:26:07: ja also Wissen und Erfahrung gehört dazu und dann muss der Gast natürlich gut reden können weil das beste Wissen die dollste Erfahrung nützt nichts wenn der Gast nicht sprechen kann und auch nicht sprechen will.
00:26:24: Ja, also ich war zum Beispiel der Folge einundseipzig.
00:26:27: mit Werner Sobotka haben wir gesprochen über always look on the bright side of life und man weiß auch nicht wie viel Zeit sich der Gast nimmt.
00:26:38: Ist das in einer Stunde vorbei oder in zwei?
00:26:40: Und er redet selber so gern dass wir, ich glaube, vierinhalb oder fünf Stunden zusammengesessen sind und wirklich geredet haben gerede haben.
00:26:52: dann muss man sich halt überlegen, gut wie kriege ich das jetzt hin auf die?
00:26:56: eigentlich versuche ich unter einer Stunde zu bleiben.
00:26:58: Es ist ein bisschen länger geworden also wer nicht gern redet ist auch nicht der ideale Gast.
00:27:04: Wann ist eigentlich so ein Gespräch für dich erfolgreich?
00:27:08: Für mich persönlich wenn ich was Neues lern und das lerne ich eigentlich in jeder Folge entdecke ich etwas Neues.
00:27:19: und im Nachhinein wenn ich das Feedback von Hörerinnen und Hörern bekomme.
00:27:25: Wenn die sagen, das war aber großartig!
00:27:26: Und der war toll, der Gast oder diese Musik habe ich jetzt neu entdeckt?
00:27:30: Oder... Ich hab mir das ganze Werk angehört.
00:27:32: Wir reden nur über einen Satz und dann wird aber die ganze Symphonie oder die ganze Gliwisonate oder das ganze Konzert angehören.
00:27:39: Das ist auf jeden Fall ein schöner Erfolg.
00:27:42: Was sich für mich auch so mitnehmen sind Sätze, die die Gäste fallen lassen.
00:27:48: Unlängst war Roland Neuwirt bei mir und der hat so aus dem Nichts, da ging es um Schönheit.
00:27:57: Hat er gesagt, ihr wütest die Eingangstür mit mir spricht?
00:28:00: Das ist ein Satz, den man sich gut merkt.
00:28:03: oder in Folge thirty-fünf habe ich mit Robert Kohler über Georg Kreisler und Daumenvergiften gesprochen Und da gibt's dann manches Folgen wo ich dann zu sage warum soll man sich das jetzt anhören?
00:28:13: Und ich hab gefragt, warum sollen sich die Leute Musik von Georg Kreisler anhören?
00:28:17: Er hat gesagt, das ist wie Fitnessstudio fürs Hirn.
00:28:22: Das sind so geniale Aussagen, die man sich mitnehmen kann und ... Die vergisst man noch nicht mehr oder?
00:28:28: Die vergiss man dann noch nicht, die kann man zitieren, was ich unlängst gehört habe.
00:28:33: Und das finde ich auch für unsere Sprache schön, weil es einfach sehr lebendig ist.
00:28:38: Ich meine, ich kann doch so erzählen, Wenn bei mir ist eine Folge auch erfolgreich, würde ich sagen.
00:28:44: Ich kriege manchmal am Ende, wenn man das Mikro ausgeschaltet hat und dann spricht man ja noch kurz weiter ... Manchmal lernen
00:28:51: Menschen
00:28:52: nach dem Gespräch noch etwas über sich selber oder erfahren noch was von sich selber quasi.
00:28:58: Über dass sie vielleicht erst so im Gespräch drauf gekommen sind.
00:29:01: Das finde ich extrem
00:29:03: schön!
00:29:04: Also, wenn die Chemie stimmt ist es das Optimum würde ich sagen.
00:29:08: In meinem Fall ist es so, wenn ich davon ausgehe... Es geht ja nicht nur um die Chemies zwischen uns als Host und dem Gast sondern es geht auch eben was kann der bieten?
00:29:18: Ja also in meinem fall einfach wirklich praktisch ist, wenn ein Verwandtschaftsverhältnis zu der Person besteht über die ich sprechen möchte.
00:29:29: Das große Glück gehabt.
00:29:31: Ja natürlich passiert näher, das kann man sich überlegen wenn man da fragt.
00:29:34: ich habe zum Beispiel den uro-enkel vom Johann Strauß zu Gast gehabt von Johann Strauss Vater, den Professor Dr.
00:29:41: Eduard Straus in Folge seventy-sech.
00:29:43: Das ist übrigens auch so großartig dem zuzuhören, dem kann ich stundenlang zuhören weil der ja auch so begeistert spricht und er hat jetzt zwar seinen Ururgroßvater nicht kennengelernt aber der hat natürlich jahrzehntelang Familienforschung betrieben, kann natürlich wahnsinnig viel erzählen und auch Wolfgang Pfeffi Bissecker kann über seinen Vater viel erzählten.
00:30:03: In Folge siebenundachtzig war das.
00:30:04: Wir haben gesprochen über Eliassat Kirschen für die Wachsen Und sein Vater hat den Text geschrieben und der kann natürlich in einem direkten Verwandtschaftsverhältnis Dinge erzählen, die niemand irgendwo nachlesen kann.
00:30:17: Also das ist ein irrsinniger Gewinn wenn man Verwandte kriegt oder zumindest Leute... Das ist halt schwierig, wenn du jetzt in die Vergangenheit gehst.
00:30:30: Natürlich finde ich niemanden, der Bruckner gekannt hat aber ich find schon Leute die schon verstorben sind, persönlich gekannt haben.
00:30:40: Also ich wollte zum Beispiel noch einmal so dieses Was ist zuerst da?
00:30:44: Der Gast oder der Song?
00:30:46: Ich wollte unbedingt über Mercy Mercy Mercy von Jodzavi nun sprechen und natürlich gibt es sehr viele Musiker in Wien mit dem aufgetreten sind.
00:30:55: aber ein wirklich sehr enger Freund war Frank Hoffmann Und der hat halt auch Dinge erzählt, die extrem berührend waren und ich habe den Frank gut gekannt weil wir haben unterschiedliche Programme schon miteinander auf die Bühne gebracht.
00:31:09: Mit meinem Assemble Wild haben wir viel Filmmusik natürlich mit ihm gemacht und er hat moderiert und wir haben das am zweiten Jänner, zwanzig-zweiundzwanzig, aufgenommen dieses Gespräch und fünf Monate später ist Frank Hoffmann verstorben.
00:31:21: Und das war so, also wenn du das jetzt heute hörst mit dem Wissen dann hört man auch noch mal anders hin.
00:31:28: Also was der erzählt hat über seinen Freund und ein paar Monate später ist ihm ähnliches selbst passiert... Das hat mich extrem geflasht!
00:31:36: Es ist einfach eine schöne Folge nicht?
00:31:41: Einfach weil es inhaltlich sehr gut ist und Frank Hoffmann hört man immer gerne zu.
00:31:47: Es hat mich sehr gefreut dass ich ihn noch gekriegt habe.
00:31:50: Was würdest du machen, wenn unser Gespräch jetzt gar nicht funktionieren würde?
00:31:56: Hättest du irgendeine Strategie
00:31:58: um das Doktor zu machen?
00:32:02: Also die Strategie wäre es auf jeden Fall trotzdem zu senden.
00:32:07: Aber ich glaube ist flutscht ganz gut heute oder?
00:32:08: Ich
00:32:08: glaube auch ja.
00:32:09: Fast zu gut weil die Uhr verrät mir, wir sollten schön langsam zu Lied zwei
00:32:15: springen.
00:32:16: Das Lied Zwei... Ja, das wollen wir unbedingt.
00:32:20: Vor allem dieses Lied zwei ist ein schönes Beispiel dafür wie ich eine Musik kennengelernt habe.
00:32:25: also vor gar nicht langer Zeit hat mich ein Kollege einen Sänger gefragt ob ich mit ihm bei einem Hausmusikabend spielen möchte.
00:32:31: er möchte ganz gerne von Ralph Vaughan Williams die Songs of Travel spielen.
00:32:36: Das ist so wie die britische Winterreise ähnlich wie Schubert.
00:32:39: es ist ein bisschen kürzer.
00:32:40: Es geht um Natur und Einsamkeit und Liebe.
00:32:44: sehr melancholisch.
00:32:45: Es ist ein bisschen kürzer, es hat nur neun Lieder und ich sag' du das kenn ich nicht.
00:32:49: Ist das schwer?
00:32:50: Nein, ist eigentlich nicht sehr schwer.
00:32:52: Ich war nicht das nächste Woche gut.
00:32:53: Er schickte mir die Noten dann, er schickten mir die noten.
00:32:55: Das war natürlich sehr schwer!
00:32:58: Ich habe also wirklich sehr viel geübt, hab mich also reingekniet, hab mir das angeschaut, hab das geübt.
00:33:02: wir haben's geprobt Und es war dann noch ein schöner Erfolg.
00:33:06: Ich habe dadurch einen völlig neuen Liederzyklus kennengelernt, der mir völlig unbekannt war und ich hab heute mitgebracht nur den ganz kurzen Teil aus der Nummer drei und das ist The Roadside
00:33:17: Fire.
00:34:25: Könnte man sich ewig anhören hier oder?
00:34:26: Ja
00:34:27: absolut!
00:34:28: Hörst ihr an den ganzen Zyklus.
00:34:30: Songs of Traveller.
00:34:31: Es ist wirklich großartige Musik
00:34:32: Fällt mir in diesem Saal auch.
00:34:34: Ja es passt wunderbar her.
00:34:35: Also ich habe mich schon überlegt man müsste eigentlich auch seine Live Folge machen live gespielten.
00:34:41: Das wäre schön, gute Idee.
00:34:43: Gute
00:34:43: Idee!
00:34:45: Sag's weiter und beschaff meinen Sponsor dafür.
00:34:48: Ja weil was schon ist?
00:34:49: natürlich meine Gäste die kriegen alle keine Garsche.
00:34:52: Kriegen deine Leute etwas?
00:34:53: Nein natürlich nicht.
00:34:54: das ist ja.
00:34:54: also das wär journalistisch wäre das hier nicht vertretbar jemanden.
00:34:59: Ah so na gut.
00:34:59: Also
00:35:00: das finde
00:35:00: ich ja... Ja aber podcast technisch?
00:35:03: Also nein würde ich nicht machen.
00:35:06: Nein, aus Prinzip nicht.
00:35:08: Aber meine Gäste bekommen alles ein bisschen ein kleines Geschenk.
00:35:11: Also ich hab so was Schönes zum Trinken oder eine Schallplatte oder ein Buch oder Schokolade als Anregung für deine
00:35:18: Gäst.
00:35:19: Ja ja, okay, das ... Bei mir gab's manchmal.
00:35:23: bei mir gibt es dann eher schlechten Kaffee und
00:35:25: ... Gut dass wir heute hier sind!
00:35:31: Aus der Mockerkanne wurde dann so als Campingcafé beschrieben, oder?
00:35:38: Ich glaube das kann man auch irgendwie als Kompliment sehen.
00:35:40: Ja ist doch durchaus nett wenn man das dann trinkt nämlich es ist ein Kompliment!
00:35:45: Du gibst bei dir auch Stücke die du vielleicht gern behandeln würdest oder Künstlerinnen und Künstlern dir war aus unterschiedlichen Gründen vielleicht jetzt nicht mehr vertretbar wären.
00:35:58: ja Natürlich!
00:36:00: Also an erster Stelle, ich würde so gerne eine Folge über Michael Jackson machen.
00:36:05: Ich meine der ist nach wie vor der erfolgreichste Künstler.
00:36:09: Der Musikgeschichte Thriller ist das meistverkaufte Album und ich hab's... mich noch nicht getraut.
00:36:17: Also ich glaube erstens einmal, man kriegt einen Shitstorm weil er ist doch vor Gericht gestanden.
00:36:23: wegen Pädophilia wurde zwar nicht angeklagt aber es hat irgendwie so ein Bittering beigeschmack.
00:36:28: Es kommt jetzt Ende April, im Jahr zwanzig sechsundzwanzig kommt eine Biografie raus, ein neuer Film.
00:36:34: einer seiner Neffen spielt ihn.
00:36:36: Ich habe schon einen Trailer gesehen den ich ganz großartig finde.
00:36:41: Ich kann dir das echt nicht beantworten, warum ich das nicht mache.
00:36:45: Vielleicht ist die einfache Antwort – ich wüsste nicht mit wem ich hier bei uns im deutschsprachigen Raum über Michael Jackson sprechen soll!
00:36:52: Es gibt schon einen deutschen Künstler der alles über ihn weiß und dass immer wieder sagt, dass er der größte Michael Jackson-Fan auf Erden ist.
00:37:05: Prop-Sänger, sehr berühmt.
00:37:07: Aber ich ... Irgendwie weiß ich nicht.
00:37:10: Soweit bin ich noch nicht, dass ich über Michael Jackson spreche.
00:37:12: Aber das ist der Einzige gekommen?
00:37:13: Vielleicht
00:37:14: wäre es ein guter Film jetzt.
00:37:15: Das ist ein Biopic nämlich.
00:37:16: Ja natürlich und gut gemacht.
00:37:19: Und ja vielleicht überschlafe ich das nochmal.
00:37:22: Also in jedem Fall gibt's wahnsinnig viel zu erzählen.
00:37:28: Lassen wir es mal offen!
00:37:30: Ich finde wenn du das auch ... dementsprechend einmoderierst und das auch zum Thema machst.
00:37:36: Ja, aber du, das ist ein Riesenthema!
00:37:38: Natürlich!
00:37:39: Die Kunst vom Künstler trennen – ich meine, das kennen wir bei der Architektur, das können wir da bildenden Kunst.
00:37:44: Das ist wirklich schwierig.
00:37:45: Also das ist einfach ein Thema, wo wir schon sagen können, wenn wir uns nicht drüber trauen, dann lassen wir es.
00:37:52: Denk darüber nach?
00:37:54: Vielleicht kommt irgendwann der richtige Gast und das passt dann gut...
00:38:00: Ja, auf jeden Fall.
00:38:01: Weil ich meine es gibt immer Gäste die was zu sagen hätten und dann denkt man sich nach den Kammern nicht einladen weil halt irgendwas passiert ist.
00:38:11: Lass mal so stehen!
00:38:13: Bleiben wir trotzdem bei der Popmusik.
00:38:16: Du machst ja immer wieder Ausflüge sage ich jetzt mal in die Pop-Musik.
00:38:21: Nirvana fällt mir zum Beispiel ein war einmal ein Thema.
00:38:25: wie kommt das?
00:38:27: So bei deinem Publikum an, wenn du solche Themen einstreust.
00:38:32: Oder führt das auch irgendwie zu Irritationen?
00:38:35: Nein ganz im Gegenteil.
00:38:37: natürlich führt es nicht so irritationlich.
00:38:38: Es ist aber so lustig dass du das sagst weil... Und
00:38:41: ist Nirvana eh schon Klassik mittlerweile?
00:38:43: Nein, Nirvana ist noch nicht klasik.
00:38:44: Auch Pink Floyd ist nicht klassik.
00:38:46: also in dreißig Jahren wird vielleicht dem Musikverein Pink Floyd im Original eingespielt wäre vielleicht möglich.
00:38:52: Nein, es ist keine Irredation weil ich habe mir jetzt anlässlich dieser hundertsten Folge ein paar Zahlen angeschaut und du sagst Ich streue so ein bisschen Popmusik ein.
00:39:02: Es ist eigentlich schon
00:39:04: richtig.
00:39:04: Ja auch Wiener Musik.
00:39:05: also das sind schon... Und ich bin jetzt draufgekommen was die drei meist geklicktesten Folgen sind.
00:39:12: Das sind nämlich ja das verrat dich hier und heute verrate ich dass weil da sind alles drei keine Klassische Folgen, also keine klassischen Musik.
00:39:21: Auf Platz eins ist Folge fünfundneunzig A Case of You ein Song von Johnny Mitchell und ich habe gesprochen mit Katharina Debus eine deutsche Sängerin die bei uns jetzt nicht so bekannt ist in Österreich.
00:39:34: das heißt es muss sehr an dem Song oder an Johnny Mitchell liegen dass das auf Platz Eins ist.
00:39:38: Das ist aber auch, Entschuldige, dass ich da kurz kurz reinkriege Aber das ist so ein beliebter Song.
00:39:42: Es ist immer wieder.
00:39:44: In meinen Gesprächen wird dieses Lied
00:39:46: genannt Ja, aber Wish You Were Here von Pink Floyd ist auch ein beliebter Song.
00:39:52: Auch nicht
00:39:52: schlecht!
00:39:52: Ich habe mit Walter Kröpchen gesprochen in Folge three und neunziger.
00:39:55: Das sind beides neunzig Folgen.
00:39:56: das ist nicht lange her und die haben die meisten Klicks.
00:39:59: also da ist Platz zwei.
00:40:00: Vielleicht weil
00:40:01: du schon so etabliert bist jetzt
00:40:02: sonst?
00:40:03: Naja dann müssen die anderen Folgen auch alle mehr Klicks kriegen.
00:40:06: und auf Platz drei Folge fünf Mischen Impossible Wobei, die Titelmelodie von Mission Impossible.
00:40:14: Lalo Schiffrin mit Sascha Peres habe ich darüber gesprochen.
00:40:18: Das ist auch großartig!
00:40:19: Vielleicht hat das auch was damit zu tun dass es halt natürlich diese Filmserie gibt, ja?
00:40:23: Mit Tom Cruise, dass das einfach sehr beliebt ist und bei den Klassikfolgen sind also da wirklich lange nix bis da die höchsten Klicks kommen und der ist an erster Stelle Tchaikovsky's Violinkonzert Folge zwanzig auch eher eine ältere Folge auf Platz zwei, Folge acht Mozart-Klarinettenkonzert zweiter Satz und Folge drei die Nummer eins.
00:40:46: Die Folge Nummer eins mit Nesson Dorma.
00:40:49: also das ist schon ich muss das öfters machen dass sich mir meine Zahlen anschauen weil das wirklich nicht uninteressant ist.
00:40:54: Ich werde auch zwischendurch immer wieder gefragt was ist denn?
00:40:57: Was kommt denn gut an?
00:40:58: Und jetzt könnte man die Frage stellen Also wenn du dir deine Zahlen anschaust hast du mehr Klicks bei Musikerinnen?
00:41:05: Hast du mehr klicks bei Filmschaffenden?
00:41:08: Ich kann eindeutig sagen, bei Prop-Musik habe ich mehr Klicks.
00:41:12: Also für mich ist es total unterschiedlich.
00:41:16: Es ist manchmal so tief wo man es quasi eh schon irgendwie erwartet dass sie gut gehört werden.
00:41:24: zum Beispiel hatte ich den Jackatobi der dieser bayerischer Rundfunk der letzten dritten Kinofilm Anfang des Jahres rausgebracht hat.
00:41:35: Und der ist durch YouTube und bayerischer Rundfunk, wird das grundsätzlich aus... Der ist halt in Deutschland eigentlich.
00:41:42: Aber bei uns auch nicht nur bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen und Eltern ein Superstar.
00:41:47: Das ging dann natürlich gut.
00:41:49: Auf der anderen Seite war er halt auch in vielen Interviews und daher... ...aber trotzdem so was wird natürlich gut gehört?
00:41:55: oder jetzt letztens Wudu Jürgens vor zwei bis drei Wochen, der hat ein neues Album.
00:42:00: So was geht schon sehr gut.
00:42:01: Aber es sind dann auch oft Musikerinnen und Musiker, vor allem auch die jetzt noch nicht so viele Interviews gegeben haben oder vielleicht überhaupt
00:42:10: noch keine Interviews.
00:42:11: Ja aber die haben dann weniger Downloads, oder?
00:42:13: Zum Beispiel
00:42:13: die Sängerin von das schottische Prinzip ganz eine tolle junge Wiener Band.
00:42:20: ich glaube das war wahrscheinlich eines der ersten Interviews überhaupt die sie gegeben hat oder Gespräche die wir geführt haben Unglaublich gut, ich weiß nicht genau warum.
00:42:30: Aber die machen auch tolle Musik.
00:42:33: aber vielleicht auch weil es nicht so viel gab bisher zu... Du vielleicht kurz eine technische Frage auch, weil du da auch Musik abspielst?
00:42:40: Das gibt's ja in meinem Podcast jetzt leider nicht.
00:42:42: also ich versuche dann mit dem Gast quasi über ... sind ja nicht nur Musikerinnen und Musikern, sondern da redet man halt drüber.
00:42:50: bei dir hört man ja auch die Musik.
00:42:53: ist das teuer Musik in deinem Podcast
00:42:57: abzuspielen?
00:42:59: Ich bin schon, dass das teuer ist.
00:43:00: Weil ich zahl AKM-Gebühren und LSG Gebühren.
00:43:04: Das ist Gestapfel.
00:43:05: Also da hab' ich einen Grundvertrag... Und ich muss mich also an gewisse Dinge halten, darf die Musikstücke nicht komplett ausspielen usw.. Ich find schon, was aber auch teuer is'.
00:43:17: Und das hat mich eigentlich sehr ... Damit stellst du dich drauf ein.
00:43:21: Wenn du weißt, ich spiele Musik ein Gut, das kostet was!
00:43:25: Was ich wirklich nicht für möglich gehalten hätte... Ich hatte in Folge forty-fünf einen Solisten aus der Staatsoper auch eingeladen und habe über den Vogelfänger aus der Zauberflöte gesprochen mit Clemens Unterreiner.
00:43:37: Und ich wollte eine Aufnahme von ihm spielen und er hat diese Aree aber noch nicht aufgenommen auf CD.
00:43:42: Dann habe ich gesagt, nehmen wir doch etwas an den Mitschnitt aus der Staatsoper.
00:43:48: Ja, Frage ob es einen gibt.
00:43:51: Und die Staatsoper hat dann gesagt also wenn ich zwei Minuten Aria haben möchte kostet das dreihundert Euro nur für diese zwei Minuten aria.
00:43:59: und dann habe ich mir gedacht habt's mich gern!
00:44:03: Also ich fand das wirklich schal... Dankeschön!
00:44:09: Dann singen wir selber!
00:44:10: Nein aber ich meine dass ein so großes Haus den eigenen Solisten nicht unterstützt.
00:44:16: Bei so einer Sache, weißt du das?
00:44:17: eine kleine Broadcasterin nicht unterstützt wird die halt anfragt.
00:44:21: Ich bin nicht der ORF damit kann ich leben aber dass der hauseigene Solist nicht unterstütz wird das fand ich eigentlich sehr frisch.
00:44:28: Aber ich habe Gott sei Dank einen Sponsor gefunden beziehungsweise hab ich den nicht gesucht weil ich nicht gewusst hätte wo ich suchen soll.
00:44:35: und mein Sponsore der sämtliche technische Fixkosten übernimmt für dieses Jahr hat also jetzt mit Kultur auch nicht so viel zu tun, das ist die IAV.
00:44:44: Die Industrial Alpinist Vienna eine Baufirma.
00:44:48: herzlichen Dank für dieses Sponsoring.
00:44:58: Schau mal wer sich den nächsten hundert Folgen findet dafür?
00:45:01: Ich glaube jetzt ist alles möglich.
00:45:04: Ja hoffen wir es!
00:45:06: Du.
00:45:06: eine
00:45:06: andere Frage drängt sich aber schon auf warum sind bei dir eigentlich so viele männliche Gäste beziehungsweise Experten zu Gast
00:45:15: und weniger Frauen, wennst du?
00:45:17: Und weniger Expertinnen.
00:45:19: Ja einfach weil die Frauen nicht zu sagen oft aber nicht.
00:45:24: also gut Wenn ein Gast nicht zusagt unabhängig davon ob männlich oder weiblich dann kann das sein.
00:45:29: keine Zeit keine Lust keine Gage ja.
00:45:32: Aber die meisten frauen kommunizieren dass dann tatsächlich so.
00:45:37: Ich bin da nicht die Richtige, ich kann das nicht.
00:45:40: Nein, ich bin nicht intellektuell genug oder ich bin kein Expertin.
00:45:44: Wir reden davon von Künstlerinnen, die seit Jahrzehnten teilweise auf der Bühne stehen, die dann sagen ja es ist so toll was du machst, ich kenne ihn aber ich trau mich das einfach nicht und das finde ich sehr erschreckend und das wäre schon ein Appell an alle Künstlernen da draußen oder überhaupt an alle Frauen dass man sich einfach mehr trauen muss.
00:46:05: Es ist einfach so, das klingt zu komisch.
00:46:08: Frags eine und sagt ja, mach ich!
00:46:10: Wann und wo soll ich sein?
00:46:12: Keine
00:46:12: Ahnung was ihr erzählen soll.
00:46:13: Aber die stehen einfach drüber.
00:46:15: Und das finde ich dann schon interessant.
00:46:18: Also ich versuche immer mehr Frauen zu bekommen... ...und es gibt natürlich auch großartige Musik von Frauen.
00:46:25: Es gibt zum Beispiel Jutta Hip.
00:46:27: Kennst du Jutta hip?
00:46:28: Ja,
00:46:29: kenn ich.
00:46:31: Du hast sie mir nahegelegt.
00:46:32: Ich bin ein großer Fan.
00:46:35: Jutta Hebry ist eine deutsche Testspianistin.
00:46:37: Ein Satz, ich habe lustigerweise bei mir... also merke ich dieses Problem lustigerweise nicht
00:46:43: so.
00:46:43: Nicht
00:46:43: so?
00:46:44: Nein!
00:46:45: Na ja aber du bist ein Mann der eine Frau einlädt.
00:46:49: Das ist ja auch noch einmal ein großes Thema.
00:46:51: oder Ich bin eine Frau die eine Frau anlägt.
00:46:54: Dieses Konkurrenzdenken hast Du nicht.
00:46:57: So hab' ich das noch nicht gesehen.
00:46:58: aber...
00:46:59: Überleg das mal, das ist ein Riesenunterschied.
00:47:02: Ja, also ich meine es ist wirklich ein großes Thema.
00:47:06: Ich werde
00:47:06: drüber nachdenken.
00:47:08: Dann könnte man sagen vielleicht sagen die Männer bei mir zu weil ich eine Frau bin?
00:47:13: Hast du mehr Frauen oder Männer?
00:47:15: Vielleicht sagen dann die Männer bitte nicht
00:47:16: zu... Ich versuche halt so die Waage zu halten.
00:47:19: Das versuch' ich auch wenn's nicht gelingt.
00:47:21: Also das gelingt mir manchmal... Es geht nicht immer so wie ich es mir
00:47:27: wünschen
00:47:27: würde aber ich versuch´s halt.
00:47:31: wie so der Schnitt genau ist oder das Verhältnis.
00:47:33: Ja, Jutta
00:47:36: Hip eine deutsche Jazz Pianistin.
00:47:37: Wir ziehen
00:47:38: schon!
00:47:38: Ja wir müssen ein bisschen schneller sprechen.
00:47:41: Sie erhielt als erste europäische Jazz Musikerin einen Vertrag bei Blue Note Records und zu Blue Note records möchte ich ganz gerne sagen mein schönes Logo ist der Farbigkeit unter Grafik der alten Blue Note Jazz Platten angepasst.
00:47:55: Ruchen wir mal kurz Ladybird.
00:48:15: Schön oder toll?
00:48:34: Schön großartige.
00:48:36: Ich bin echt großer Fan geworden.
00:48:38: Ja.
00:48:38: Ich kannte sie davor nicht, durch dich kennengelernt.
00:48:43: Das freut mich.
00:48:43: Dankeschön!
00:48:45: Wir haben es ja schon angesprochen.
00:48:47: aber wie finanzierst du dieses doch sehr aufwendige Projekt überhaupt?
00:48:52: Kulturmenü mit dem Überziehungsrahmen meines Kontos.
00:48:56: Vielleicht kann man das so sagen... Naja, ich finanziere das halt selbst und habe jetzt einen Partner gefunden.
00:49:04: Einen Podcast-Vermarkter Content Link.
00:49:08: Und der kümmert sich um Werbung.
00:49:09: also wenn man meinen Podcast auftritt hört man am Anfang und am Ende einen Werbespot und wir werden schauen was daraus wird.
00:49:15: Ich kann dazu noch nicht viel sagen außer dass ich mir natürlich wünsche dass es sich zumindest einmal so von selbst, dass es selbst sich finanziert ohne dass ich zumindest etwas drauflegen muss.
00:49:26: Genau nächstes Thema
00:49:27: Natürlich, die Stimme ist ja schon ein wichtiger Teil.
00:49:31: Du hast natürlich... oder wir beide haben immer unterschiedliche Gäste
00:49:35: in unserem
00:49:35: Podcasts aber dich bzw mich hört man ja immer.
00:49:38: Hast du dich eigentlich so an deine eigene Stimme
00:49:42: erst gewöhnen müssen?
00:49:43: Nein!
00:49:43: Du kennst doch deine Stimme
00:49:47: nicht?!
00:49:50: Eigentlich
00:49:50: dann nicht mehr, aber das liegt auch daran dass ich davor schon Interviews gemacht habe und gefühlt runterte Interviews von mir transkribiert habe und dann oft meine Stimme immer leiser gedreht hab, damit sie nicht so laut ist.
00:50:04: Und daher wenn man das irgendwie jahrelang macht, dann gewöhnt man sich schon an diesen doch am Anfang ungewohnten Klang der eigenen Stimme aber ... Nein mittlerweile habe ich das Problem nicht mehr.
00:50:15: Wirst du schon erkannt auf der Straße?
00:50:17: Ja und längst hat mich tatsächlich... Das war eine großartige Geschichte!
00:50:21: Ich war in der Apotheke Und die Apothekerin, die ich wirklich nicht gekannt habe, sagt, Ich liebe den Podcast-Kulturmenü.
00:50:29: Und ich hab mich so gefreut, weil sie mich tatsächlich an der Stimme erkannt hat.
00:50:34: Aber normalerweise eigentlich nicht.
00:50:36: Nein!
00:50:36: Also ich hab' nicht so eine Stimme wie in meiner Signation von Cornelia Soponia, die erkennt man schon – das sind Stimmen, die man erkennt.
00:50:43: Die Stimme?
00:50:44: Lied vier,
00:50:45: oder?
00:50:45: Ja, Lied Vier.
00:50:47: Auch das können wir gar nicht verzichten, weil also großartige Musik wahnsinnig bekannt und das ist ein Beispiel Alicia Keys.
00:50:56: If I ain't got you heißt es.
00:50:57: Lied kennt man wirklich gut aus allen möglichen Bereichen Und die kommt nicht in meinem Podcast, weil ich tatsächlich nicht weiß mit wem ich über sie sprechen könnte.
00:51:09: Sie selbst kommt
00:51:26: nicht!
00:51:44: Das ist genau so schön wie die anderen Musikbeispiele, oder?
00:52:07: Ja
00:52:07: ich würde eigentlich Musik in Zukunft nur noch so hören wollen hier in diesem
00:52:11: Saal.
00:52:14: Schau mal was wir machen können!
00:52:16: Warum Alicia Keys?
00:52:18: Was bedeutet dir das dann?
00:52:20: Ich finde einfach ihre Stimme großartig.
00:52:22: Ich find sie als Frau großartigt und sie ist ein hervorragender Pianistin.
00:52:26: Das ist völlig zeitlos also es nicht ein Hit der irgendwie nur einen Sommer lang gilt.
00:52:34: Ich mag ihre Musik einfach sehr Und ich kann sie nicht einladen, weil sie nicht Deutsch spricht.
00:52:39: Das ist eigentlich der Grund!
00:52:43: Du vielleicht jetzt schön langsam Richtung Ende kommend aber was wünschst du dir so als Bordcasterin, als Künstlerin für die kommenden hundert Folgen sag' ich mal?
00:52:55: Für die nächsten fünf Jahre?
00:52:57: Noch viele weitere großartige Gäste, die ich toll finde, die etwas zu sagen haben... viele weitere Hörerinnen und Hörern, die sich freuen das zu hören.
00:53:07: Die was mitnehmen, die das gut finden.
00:53:10: mehr braucht es nicht.
00:53:12: also ich meine Streaming Zahlen sind natürlich ein Thema.
00:53:14: immer freut sich immer über große Reichweite an Streaming zahlen.
00:53:18: aber ich habe vor ein paar Tagen jemanden getroffen bei einer Veranstaltung der nicht mit mir verwandt ist und kein enger Freund ist der aber meinen Podcast kennt und gesagt hat Ich habe keine einzige Folge verpasst.
00:53:32: Schön!
00:53:33: Und das ist, ich glaube es freut mich mehr als tausend weitere Klicks.
00:53:39: Sie sind ja auch wahnsinnig zeitlos dann oder schön zeitlos würde ich sagen?
00:53:43: Ja also... Man kann
00:53:44: sie ja...
00:53:45: Ich höre mir selber auch noch alte Folgen an.
00:53:47: Machst du das auch?
00:53:49: Selten.
00:53:49: Ja mach das da lernt man echt viel.
00:53:51: Man weiß dann na na das hab' ich nicht so gut gemacht und so
00:53:55: Ich mach so, dass ich zum Schluss immer ein paar kurze Fragen stelle.
00:53:59: Ja
00:53:59: ...
00:54:00: Die
00:54:00: auch kurz beantwortet werden müssen?
00:54:02: Im Idealfall!
00:54:02: In welche Stadt würdest du immer wieder gerne reißen?
00:54:05: Das Leicht Paris.
00:54:07: Musikalisch oder privat oder wie auch immer?
00:54:10: Egal.
00:54:10: Egal, Paris.
00:54:12: Immer.
00:54:12: Gibt's
00:54:13: einen Film oder eine Serie die dich zuletzt irgendwie verstört haben?
00:54:18: Positiv verstört, negativ verstört...
00:54:19: Positif
00:54:20: verstört?!
00:54:20: Ja
00:54:20: das kann ja auch irgendwie ... Kann dich ja wachrutschen, kann dich
00:54:25: ja ... Ja, ja.
00:54:27: Auf Apple TV Disclaimer eine Serie mit Kate Blanchett und Kevin Klein.
00:54:35: Welches Buch kannst du uns heute empfehlen?
00:54:38: Also auf meinem Nachkastel liegt Hitler und sein Beiräut Richard Strauss.
00:54:45: Biographien.
00:54:46: Ich weiß nicht ob die Leute so viel Freude haben wenn ich das empfehle.
00:54:48: Ich würde ganz gerne einen österreichischen Roman empfehchen.
00:54:51: Der liegt nicht mehr auf meinem Nachtkastl weil den habe ich verschlungen von der Wehr Kaiser.
00:54:54: Das aktuelle Buch Fabula Raser.
00:54:57: Was ist das, ein bisschen meine Frage höre ich oft.
00:55:00: Aber was ist das schönste Lied der Welt?
00:55:02: Ich weiß, du fragst es immer.
00:55:05: Ich finde diese Frage echt unmöglich weil... Das soll
00:55:08: so sein!
00:55:09: Also wenn du mich das fragst, dann kann ich mir etwas aus den Fingern sorgen und irgendwie was Gescheites sagen, was ist besonders wichtig und schön für mich?
00:55:17: Und ich weiß nicht, ich habe mir gedacht einen Kinderlied, was ich den Kindern vorgesungen hab was mir wichtig ist oder die Blühmellein, sie schlafen.
00:55:27: Aber in Wahrheit ... Diese Frage kann ich nicht beantworten.
00:55:31: Niemand kann die Frage beantwortet werden.
00:55:35: Was hast du von deiner
00:55:35: Kunst
00:55:36: über dein eigenes Leben gelernt?
00:55:41: Dass es nie alleine um Geld gehen soll.
00:55:44: Nie allein um Geld geht darf!
00:55:47: Denn wenn man etwas macht, das einen nicht mit Freude erfüllt... dann fände ich das Leben traurig.
00:55:53: Also, ich könnte es nicht und es muss immer um Herzblut und Freude in die erste Richtung
00:56:01: gehen.".
00:56:03: Du, was soll von dir und deiner Kunst?
00:56:05: große Frage jetzt zum Abschluss?
00:56:06: Aber was soll vom Thema bleiben von deiner
00:56:09: Konst?
00:56:11: Naja also... Ich sehe mich ja nicht als Künstlerin.
00:56:15: Daher wäre die richtige Frage vielleicht, Was soll von mir als Mensch bleiben?
00:56:19: Nicht von meiner Kunst sondern von mir.
00:56:23: Ich würde das auch zusammensehen.
00:56:25: Ich würde es gar nicht voneinander trennen wollen.
00:56:30: Naja, ich glaube ... dass was bleiben soll ist, dass sich als liebenswerter freundlicher empathischer Mensch in Erinnerung bleibt.
00:56:41: Unabhängig davon, was ich auf die Bühne gebracht habe oder was im Podcast passiert oder wie ich war, wann und wo gespielt hab.
00:56:49: Also so würde ich das eher beantworten.
00:56:52: Ich würde mir jetzt eine Frage von dir aus borgen, die du gerne stellst in deinem Podcast.
00:56:57: Gerne stell immer Stell!
00:57:01: Und zwar was keinen Kunst und Kultur zu einer besseren Zukunft
00:57:05: beitragen?
00:57:06: Ja ich habe so viele Antworten schon gehört.
00:57:08: also ursprünglich war ja die Frage in der Coronazeit warum sind Kunst- und Kultursystem relevant?
00:57:13: Und dann war das vorbei und wurde abgeschlossen.
00:57:15: Dann kam diese Frage... Ich habe Gäste, die haben ja wirklich Monologe noch geführt, also Minuten lang gesprochen, wobei ich das auch anbiete.
00:57:25: Man kann es in einem Satz beantworten oder in einem langen Monologue.
00:57:29: Ich bin aber darauf gekommen, dass die kurzen Antworten für mich persönlich die besten sind.
00:57:34: Meine Antwort wäre jetzt... Frag sie nochmal!
00:57:39: Ich stelle die Frage noch einmal.
00:57:40: Also was können Kunst und Kultur für eine bessere Zukunft
00:57:43: beitragen?
00:57:44: Im Kleinen alles, im Großen vieles!
00:57:48: Du und...
00:57:50: Oh, danke schön!
00:58:00: Und irgendwelche letzten Worte für heute?
00:58:04: Keine Sorge nur für heute!
00:58:06: Die letzten Werte müssen natürlich Dankesworte sein.
00:58:11: Ein Danke an dich!
00:58:12: Ja ich sage Danke dass du mich da eingeladen hast das heute mit dir gemeinsam zu feiern.
00:58:20: Ein großes Danke an die Technik, die für Ton und Bild großartige Arbeit geleistet hat.
00:58:26: Danke Martin Klebern!
00:58:35: Und natürlich ein großes danke an das Publikum, dass heute hier ist – und auch zu Hause oder wo immer zuhört.
00:58:44: Weil ohne Publikums gibt es uns jetzt nicht und werden wir hier nicht zusammengekommen.
00:58:49: Also der größte Dank an das Publicum heute.
00:58:51: Herzlichen Dank!
Neuer Kommentar