Musikerin Ava Fina und ihr Mut zur „Wild Woman“

Shownotes

Die Musikerin Ava Fina ist zu Gast und spricht über ihre Debüt-EP „Simultaneously Stimulating“, eine Sammlung von Songs über Gegensätze, Selbstbehauptung und den Versuch, sich selbst, die Welt und die Menschen darin zu verstehen. Wir reden über das Spannungsfeld zwischen leisen Momenten und Ausbrüchen, über Erwartungen an Frauen im Musikbusiness und darüber, wie man lernt, sich selbst ernst zu nehmen. Ava Fina erzählt von ihrem Weg zum eigenen Sound, von Pausen und Neuanfängen, von Einflüssen aus Peru, Südkorea und Hamburg – und davon, wie aus Gefühlen Songs werden. Ein Gespräch über Widersprüche, Entwicklung und den Versuch, sich selbst und andere besser zu verstehen.

Die Folge wurde am 17. Februar 2026 aufgezeichnet.

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Was soll das alles? Philip Dulle spricht im Podcast mit Künstlerinnen, Musikern und Filmemacherinnen. Die dritte Staffel von “Was soll das alles?” erscheint jeden Freitag auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

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Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich würde es sehr schön finden, wenn das so ein Raum der Begegnung ist wo man einfach so miteinander für einen Abend hat und das Gefühl hat man kennt die Person da jetzt irgendwie.

00:00:12: Weil ich finde immer wenn ihr auf der Bühne stehst also ultra wichtig dass sie eine Antwort kriegt vom Publikum und deswegen bin ja auch vorher auf die angewiesen.

00:00:19: irgendwie das denen gefreut und wenn ich das spüre dann ist es einfach nur viel schöner und ein hin und her an Freude.

00:00:49: Deine neue EP, du hast gerade im Vorgespräch gesagt.

00:00:53: Du hast jetzt die Songs quasi neu geordnet.

00:00:56: Wie ist das passiert?

00:00:58: Um ehrlich zu sein wie ich die EP angefangen habe war das Konzept nun also ganz klar und das hat sie immer weiterentwickelt und es immer klarer geworden.

00:01:06: und jetzt hat sich einfach richtig angefühlt dass es so einen Hörflow gibt und deswegen haben wir die Songs nur mal neu angeordnet.

00:01:15: Ich hoffe, man taucht dann ein von Track eins bis Track sechs und man denkt, das macht alles viel Sinn.

00:01:21: Und es ist geil!

00:01:23: Fühlt sich's für dich jetzt richtig an?

00:01:25: Ja, auf jeden Fall.

00:01:26: Das ist voll schön weil... Es ist immer so ein ultralanger Prozess sowas und ganz viele Entscheidungen enttreffen und dass man dann sagen kann okay jetzt so passt es.

00:01:36: Es freut mich voll, eine große Erleichterung.

00:01:41: Aber wenn du gemeint hast Trackanordnung auf der EP noch verändert, war das dann irgendwie schwierig diesen ganzen Prozess überhaupt abzuschließen?

00:01:51: Ja schon.

00:01:52: Aber irgendwann muss er Ende sein.

00:01:53: Irgendwann muss man die finale Entscheidung treffen.

00:01:55: Gab es so eine Deadline für dich oder auch für dir selber?

00:01:59: Genau.

00:02:00: Also ist ja schon am zehnten vierten kommt's raus.

00:02:04: Zeit für den Knopf!

00:02:06: Aber das war ja eigentlich einmal für den Herd, dass es zu viel geplant ist.

00:02:11: Du

00:02:11: bist aufmerksam!

00:02:14: Es verschiebt sich

00:02:15: dann noch alles ganz.

00:02:17: Ab bis sie, aber es ist okay.

00:02:20: Wenn man darüber redet wird's besser.

00:02:23: Ich habe die ersten drei Tracks mit Johannes Madl gemacht.

00:02:28: Das war mega cool.

00:02:29: Aber dann hat sie aus Zeitgründen halt, weil sich alles so verschoben hat, haben wir gesagt okay das passt jetzt da so

00:02:38: und habe

00:02:38: eben den neuen gesucht und hab die so viele Link-Dinger gefunden.

00:02:42: mit der war ihr eh schon länger im Gespräch und das hat dann so gut gepasst dass wir die letzten drei Nummern zusammen gemacht haben.

00:02:48: Und da dir selber sehr busy ist mit MyAgglyClementine und anderen Projekten ist es dann die Timeline halt so geworden wie sie jetzt ist.

00:02:58: Okay, das heißt die IP spiegelt auch so ein bisschen zwei Phasen irgendwie von deinem Projekt wieder.

00:03:05: Ja

00:03:05: voll und es war aber alles extrem wichtig weil ich bin oder war oder bin noch immer auf Sound suche irgendwie so was ist mein Sound?

00:03:14: Und es kristallisiert sich immer mehr raus und ich glaube so wie sie jetzt gedauert hat was genau richtig weil sich da ja persönlich einmal ganz viel tut bei jedem sagen den man aufnimmt und rekordet und produziert.

00:03:28: Also ich bin gerade mega zufrieden mit dem Prozess und dass ich diesen Prozess durchleben habe.

00:03:34: Ist so sechs Nummern, also jetzt vielleicht auch gar nicht so ein ganzes Album gleich mal zu planen?

00:03:40: war das schon auch die Idee von dir dich nicht auch quasi mit zu vielen Songs dann auseinandersetzen zu müssen?

00:03:46: Vielleicht gleich zwölf, dreizehn Songs was da unser ganzes album wäre?

00:03:50: Boah, gute Frage.

00:03:52: Also ich habe ja für diese EP Simultaneously Stimulating Musik vorbekommen und da war eben die Frage, reich ich eine EP ein oder reiche ihr Album

00:04:02: ein?

00:04:03: Und für mich war halt so okay Traum in und mit einem Album zu starten und es hat sich irgendwie sinnvoller angefühlt mit einer EP zu starte.

00:04:13: Das war eigentlich der Grund.

00:04:14: Ja und ohne den Musik vor hätte das eh... nie so machen können in der Qualität und das war eine Riesenunterstützung, richtig dankbar.

00:04:26: Ist es dann wenn du sagst okay das wurde so eingereicht und irgendwie macht man das halt auch so viel?

00:04:32: Das ist für sechs Songs quasi vorgesehen.

00:04:35: Wenn man auf der einen Seite diese kreative Freiheit hat und eigentlich alles Mögliche machen kann musikalisch, aber ein bisschen eingeschränkt ist.

00:04:44: Ist das vielleicht auch ganz gut für die Kreativität?

00:04:48: Ja, auf jeden Fall!

00:04:49: Deadlines helfen mir extrem viel,

00:04:51: weil

00:04:53: es ist ein endloser Prozess.

00:05:01: Voll.

00:05:02: Also hätte ich jetzt nicht die Unterstützung von Musik vorbekommen, dann wäre das alles viel zu frei und vielleicht so ah ja, vielleicht in vier Monaten, vielleicht ein sechs.

00:05:11: Ah es wird doch ein Jahr oder so.

00:05:13: Und so ist es halt irgendwie vorgegeben okay es muss fertig werden und die Wüse auch fertig machen.

00:05:18: Dann hat man auch irgendwie den kleinen sanften Stoß.

00:05:23: Den braucht man ja manchmal doch.

00:05:24: Ja voll.

00:05:27: Wann hast du überhaupt angefangen dass du quasi diesem Projekt mit dem Namen überhaupt gedacht hat, da will ich was machen.

00:05:38: Das Projekt Aberfina gibt es jetzt im Jahr zwanzig und davor habe ich ein Projekt gehabt das hieß Mirada Und da habe ich aber nur so akustische Klavierbeladen gemacht und das war mir dann irgendwann zu wenig.

00:05:51: Ich habe mir gedacht, na du musst mehr internationaler Sound her und mehr Produktion und so.

00:05:56: Das war dann der Grund warum ich meinen Projektnamen geändert hab und so andere Richtungen eingeschlagen habe.

00:06:04: Der erste Song ist dann eben im Jahr einundzwanzig rauskommen in Alice.

00:06:09: Da war leider eine lange Pause.

00:06:12: War das so coronamäßig auch die Pause?

00:06:16: Die Pausen, nicht.

00:06:20: Es ist eher das Leben dazwischen.

00:06:22: Wir haben uns am Studieren angefangen in Wien und habe zwar immer Musik gemacht und war immer unterwegs bei irgendwelchen Netzwerktreffen beim Musikstammtisch oder so... Ich glaube, ich habe mich da einfach nicht getraut weiterzumachen.

00:06:41: Ich habe in der Zwischenzeit zwar immer die Musik vorangesucht aber ich habe es nie bekommen und ich glaube jetzt noch mal fünfmal hat's dann eben geklappt.

00:06:48: Und das war dann so.

00:06:49: der Startschuss... Jetzt kann ich das machen!

00:06:52: Jetzt mache ich das!

00:06:53: Du musst das auch machen irgendwie?

00:06:55: Ja voll!

00:06:56: Ich hab nur gedacht wegen Corona auch weil du einundzwanzig gesagt hast und das war ja schon irgendwie auch diese Zeit der großen Ungewissheiten startet man vielleicht so was und ist sich nicht ganz sicher.

00:07:08: Ja,

00:07:09: also in Corona hat es jetzt Jahr zwanzig begonnen.

00:07:13: ich bin ja gerade nach Wien zogen da habe ich gerade noch mein Musikprojekt Mirada gehabt hab dort ein paar Online-Sessions gespielt auch Tracks veröffentlicht dann habe ich aber jahreszahlen schwierig Irgendwann in dieser Zeit.

00:07:35: Ja, das verschwindet ja auch so alles oder?

00:07:37: Also die sind ja so drei Jahre oder so zwischen zwanzig-zwanzig und dreihundzwanzigt ist so... Es fühlt sich wie ein großes Jahr

00:07:45: an irgendwie.

00:07:45: Genau voll!

00:07:46: Bei

00:07:46: mir zumindest.

00:07:47: Bei mir auch komplett.

00:07:49: Komplett.

00:07:51: Also irgendwann in der Zeit habe ich den Luca Piwitz kennengelernt, der dann eben den Track Ain't Alice gemacht hat Und das ist eine Song, die ich in der Corona-Zeit geschrieben hab in der Pandemie um irgendwie mit dem ganzen klarzukommen.

00:08:04: Aber die Namensänderung zu Aberfina, das trinke ich kurz am Schluck.

00:08:10: Vielleicht füft es, die Verwirrungen mir aufzuklären.

00:08:17: War das einfach der Name dann quasi auch ein neuer Name?

00:08:20: Also neuer Sound braucht auch irgendwie einen neuen Namen zum Neustart?

00:08:25: Genau!

00:08:26: Das war eigentlich der Grund.

00:08:28: Ich war in der Zeit in Südkorea im Auslandssemester und habe dann so zwei Monate nach einem Namen gesucht, was könnte das sein?

00:08:38: Und ja, wollte unbedingt end Alice unter einen neuen Projektnamen rausbringen und es wurden eben auf China.

00:08:45: Was geht sie denn end Alice?

00:08:49: Eigentlich... also du kennst dich sicher!

00:08:52: Alice ist im Wunderland.

00:08:53: Ja

00:08:54: sicher.

00:08:55: voll verrückt und auf dem Kopf stehen.

00:08:58: Dann wird sie groß, dann wird sie klein.

00:09:00: So hat es für mich die Pandemie angefühlt.

00:09:03: Dass das eine absurde Welt ist, ist jetzt real?

00:09:06: Ist es nicht real?

00:09:07: Es passieren so viele schlimme Orge, Menschen sterben ... Alles fühlt sich wie in der Matrix an oder so.

00:09:16: Es war auf jeden Fall eine sehr schräge Zeit.

00:09:21: Und deshalb versuchte ich, den Song zu packen.

00:09:24: Was ist los gerade?

00:09:26: Gestern war doch nur alles gut.

00:09:28: Was ist das gerade so?

00:09:29: Und ich bin nicht die Alice und das ist nicht das Wunderland, also was passiert gerade so in der Art?

00:09:36: Das ist ja ein bisschen absurd weil irgendwie hat man ja seit dieser Zeit das Gefühl dass es natürlich jetzt keine Pandemie mehr aber so andere multiple Krisen eine nach der anderen folgt oder?

00:09:47: Also irgendwie ist man ja ständig in so einer Art Simulation.

00:09:53: Also der Track ist ja eigentlich leider noch immer relativ aktuell geblieben.

00:09:58: Ja, kommen

00:09:58: wir auf verschiedene Situationen anwenden oder anhören und...

00:10:03: Und du hattest was in Südkorea?

00:10:04: Genau!

00:10:06: Im Außensemester vier Monate.

00:10:08: Wie war das?

00:10:09: Sehr cool aber ich bin Ankelmann, war gleich mal zwei Wochen im Quarantäne in einem winzigen Zimmer Das Gitterstebe vor dem Fenster kaputt hat und vor mir war direkt eine Hausmauer.

00:10:22: Das heißt, das ist kein wirkliches Tageslicht reinkommen.

00:10:26: Die ersten drei Tage ist vergessen worden dass mir um Essen gebracht wird weil man kann dort nicht selber kochen oder nicht wirklich, wir haben keine Zutaten gehabt.

00:10:36: also es war alles sehr intensive Zeit habe aber mein Medikler dabei gehabt und begonnen mit Ableton zu produzieren.

00:10:47: auch eine gute Zeit, weil ihr das jetzt mal endlich gemacht habt.

00:10:52: Ja und nach dieser Quarantäne war alles sehr absurd, weil ich war dann zwar... also ich war in Incheon so zweieinhalb Stunden im Zug von Seoul und ich war da um zu studieren und ich bin die ganze Zeit nur mit dem Zimmer gesessen, weil alles online war.

00:11:10: Ich war in keinem einzigen Klassenraum.

00:11:13: Das ist es auch aus Österreich machen

00:11:15: kann?

00:11:17: Schönes Ding gesehen oder hätten ja so schöne Menschen kennengelernt und jetzt so geiles Essen gegessen.

00:11:23: Also es war alles extrem cool, aber halt auch irgendwie so zu schräg.

00:11:31: Die Pandemie hat dich verfolgt quasi?

00:11:32: Ja

00:11:33: die hat uns alle verfolgen.

00:11:35: Aber das klingt... Aber irgendwie diese Zeit in der Quarantäne hast du dann doch irgendwie auch nutzen können für die Musik.

00:11:44: Ist das jetzt auch so dass dieser Ich meine, das sind ja doch dann schon wieder fünf Jahre seit diesem ersten Song.

00:11:52: So

00:11:52: arg wie die Zeit vergeht.

00:11:54: Absurd eigentlich!

00:11:55: Wie schnell es vergangen ist... Aber fühlt sich diese EP jetzt auch irgendwie so anders?

00:12:01: Wärst du jetzt quasi angekommen mit diesem Projekt auf der Art oder wär's jetzt erst irgendwie so richtig da?

00:12:16: Ich bin nicht ganz angekommen.

00:12:18: Gleichzeitig glaube ich auch, dass man als Artist nie ankommen kann, ist richtig weil man verändert sich immer persönlich ganz viel und äußere Umstände wirken ja immer auf einen ein.

00:12:29: aber ich glaube, ich bin gerade sehr nah dran und bin gerade einfach wirklich voll erleichtert und froh das jetzt die EP fertig ist und da sie das jetzt einfach so backelhoppt, dass ihr jetzt jedem zeigen konntest, schau!

00:12:42: Das ist meine DP-EP und ich freu mich wahnsinnig machen können dürfen und dass ich so tolle Unterstützung gehabt habe.

00:12:51: Auch weil du gemeint hast, du bist so mit der Sound-Suche noch nicht quasi dort geworden.

00:12:56: oder fühlt sich das jetzt schon ein bisschen anders?

00:12:58: Ja

00:12:59: immer mehr!

00:13:01: Ich bin drauf gekommen also ich singe auch auf Spanisch jetzt, weil ich im Jahr drei Jahre in Peru gelebt hab eigentlich dann spanisch einfließen lassen.

00:13:12: In meinem Musik habe ich aber lange nicht getraut und jetzt fühlst du das so ganz natürlich an, das ist mega cool!

00:13:22: Im Mark wenn Dinge so bis sie, wie sagt man, Korki klingen?

00:13:27: So wie... Ich finde Shark Tank ist auch sehr gut.

00:13:29: Das Beispiel die haben so geile Drums und diese Zwischen-Sounds und so, das finde ich super.

00:13:38: In so eine Richtung gehen.

00:13:44: Die Gesang wird immer im Vordergrund stehen, weil mir das so viel Spaß macht.

00:13:48: Aber es wird immer mehr klarer wohin ich gehe.

00:13:54: Wann hast du gemerkt dass du mit deiner Stimme sowas auslösen kannst oder dass du so eine Stimme hast?

00:14:00: Was löse ich

00:14:00: aus?!

00:14:00: So eine

00:14:03: Eindringlichkeit, doch irgendwie zwischen Soul und auch irgendwie so in die Alternative Pop-Song singen kannst.

00:14:15: Boah!

00:14:17: Ich komme eigentlich aus der Klasse, ich habe das Kind im Jugendalter ganz viel einen Körn gesungen.

00:14:23: Okay.

00:14:25: Genau.

00:14:26: Wo bist du aufgewachsen?

00:14:28: In Salzburg.

00:14:29: In Staatshalsburg oder Landshalzburg?

00:14:31: Ziemlich statt,

00:14:32: ja.

00:14:33: Doch kann man einen Stadt sagen...

00:14:34: Speckgüttel!

00:14:36: So in der Art, ja Und also ich war immer voll viel umgeben eben von Körner.

00:14:43: Musik und Instrumente lernen.

00:14:45: Okay Und in der Schule war er dann im Theater zweig und dann spielte auch ein Chor zweiger Musik zweig.

00:14:53: Also das war eigentlich so eine ganz große Teil für mich.

00:14:56: Alles irgendwie so normal.

00:14:57: Ja, das macht man halt so.

00:14:59: Ich habe angefangen mit elf Songs zu schreiben.

00:15:03: Mit elf schon?

00:15:04: Ja, weil meine Klavierlerin ist damals ein Krebserkrank und irgendwie hat mir das voll mitgenommen und wollte dann unbedingt ... Ja, in einen Song verpacken.

00:15:19: Also wenn ihr den jetzt anschaut... Ich weiß gerade leider nicht mehr wie er so ganz genau geht aber ich habe ein Text nur zu Hause.

00:15:25: Es ist also mal voll lieb.

00:15:28: Gibt es da Aufnahmen davor?

00:15:29: Stimmt

00:15:30: irgendwo.

00:15:31: Vergraben irgendwo auf einer Festplatte Genau, und dann habe ich auch ein Jahr so braunen Klassikunterricht gehabt.

00:15:42: Und da habe ich gemerkt, das ist doch nicht so meins.

00:15:45: Ich habe dann Jazz und Popgesang gehabt.

00:15:48: Vier, fünf Jahre bei der Irene Kaltenberg die wahnsinnig toll war und die mir mein Selbstbewusstsein und meinen Weg irgendwie vorbereitet hat.

00:15:59: Also sie waren einfach so arg unterstützend.

00:16:03: Ich glaube, da kann man auf ganz viele andere leerende Personen treffen und die einen dann nicht so unterstützen.

00:16:08: Und sie waren einfach... Also jede Stunde haben wir mal ca.

00:16:13: zwanzig Minuten nur geredet wie es mir so geht.

00:16:16: Das

00:16:17: ist auch wichtig?

00:16:18: Ja, voll!

00:16:20: Aber ich habe mich total immer wohl gefühlt.

00:16:22: Es war einfach vor der sicheren Ort für mich.

00:16:27: Dann hat sich mich vorher aus meiner Schelle rausgeheut und hat immer von Anfang an an mich geglaubt Und das war ultra schön.

00:16:36: Ich vermisse sie schon sehr, irgendwann muss ich sie mal anrufen.

00:16:42: Genau und auf diesem ganzen Weg habe ich extrem viel Abneigung erfahren.

00:16:53: Was ist das Wort?

00:16:55: Abneigungen oder was meinst du?

00:16:58: Also... Sehr viel Absagen, Ablehnung!

00:17:04: Das ist das Wort.

00:17:05: Viel Ablehnung erhalten, keine Ahnung.

00:17:08: ich singe nicht richtig, Aussprache ist komisch meine Texte sind grammatikalisch extremst falsch.

00:17:15: Von wem hast du das gehört?

00:17:16: Von vielen verschiedenen Menschen die mir da so untergekommen sind also erwachsene Menschen hauptsächlich Genau, und deswegen habe ich Musik immer so für mich gemacht eigentlich hauptsächlich.

00:17:29: Und die hab dann schon Auftritte gehabt mit einer...

00:17:32: Das war in deiner Jugendzeit

00:17:33: eigentlich noch?

00:17:36: Aber das ist ja Aage eigentlich oder dass da wirklich mit Ablehnung eigentlich fast irgendwie konfrontiert wird.

00:17:45: Aber ich glaub es war irgendwo voll wichtig für mich weil ich dann... Ich war dann halt einfach so ja ich mach Musik für mich also Ist das halt nicht für die anderen, ist ja okay.

00:17:54: Also dann habe ich meine Nöttern halt vorgespielt und die haben sich freit.

00:17:59: Genau!

00:18:02: Ich glaube es war ein Motivator einfach nie aufzuhören weil's mir so extrem viel bringt und so gut tut.

00:18:09: Aber das ist auch wichtig oder überraschend.

00:18:12: dann fast, dass immer das hätte auch in eine andere Richtung gehen können, da sagst du ok, das müsste jetzt so verkrollt worden.

00:18:18: Das ganze... ich will eigentlich gar nichts mehr mit Musik zu tun haben Ja.

00:18:24: Das hätte ja auch passieren können, aber irgendwas war da so wichtig quasi dass du festgehalten hast dran?

00:18:31: Voll!

00:18:31: Ich bin eh sehr dankbar an mein jüngeres ich.

00:18:35: Aber das meint die eine Lehrerin hat dich aus einer Schelle rausgeholt, hatte ich irgendwie so wie ... War das so selbstbewusstseinsmäßig oder so ein bisschen freilegen was eh quasi...

00:18:48: Ich glaube sie hat das Beste in mir raus geholt.

00:18:53: Wenn man so Techniken und Atemübungen lernt, dann ist es ja auch voll oft irgendwie voll unangenehm oder peinlich.

00:19:00: Vor allem als Jugendliche, dass sie alles peinlig sind.

00:19:02: Dann muss man mal die Zunge rausstrecken oder die Körperhaltung irgendwie komisch machen und irgendwelche komischen Töne machen, die nicht richtig oder nicht schön klingen.

00:19:11: aber das gehört halt viel dazu zu dem Prozess Und sie hat mir halt irgendwie gezeigt, dass das halt so okay ist und halt

00:19:20: Spaß machen kann Schön.

00:19:24: Du hast früher gemeint, dass so quasi Instrumentlernen auch in Köhren singen und das war also ganz normal dort wo du aufgewachsen bist?

00:19:34: Und es waren klassische Köhre wie man sich so vorstellt.

00:19:38: oder ist das so familiär irgendwie auch bei dir?

00:19:43: Oder Freundinnen-Freunde?

00:19:48: Das waren jetzt viele Fragen.

00:19:51: Also, er hat die Frage.

00:19:55: Es war also der Kinderchor, der war jetzt nicht unbedingt klassisch alleine da haben wir auch so keine Ahnung von Aber irgendwas gesungen oder von Queen.

00:20:04: Ist es zur Volksschule noch?

00:20:05: Ja genau, also ich glaube ich war dann ab sechs Jahren bis zu elf oder zehn irgendwie sowas noch.

00:20:13: Wir hatten bei den Festspielen oder Landestjahres das Kinderkorps und das haben wir dann manchmal eingesetzt worden sozusagen.

00:20:19: Das war dann schon wieder sehr klassisch.

00:20:22: Und dann im Chor von der Schule, beim musischen Gymnasium, da haben wir eigentlich auch alles mögliche gesungen.

00:20:30: Aber es war halt so ein richtig geiler fetter Chor mit allen Stimmlagen und manchmal das Schulorchester dazu.

00:20:36: Das waren dann schon große Produktionen, die an meistens in den Klassikbereich waren z.B.

00:20:41: requieren vom Mozart oder so.

00:20:42: Das war das Tollste überhaupt hier.

00:20:45: Das ist Wahnsinn!

00:20:46: Genau, wenn man bei der anderen Frage war...

00:20:52: Ich hab noch gemeint, du brauchst dir auch so ein bisschen umfällt und dann überhaupt in so einem Kinderkorr wahrscheinlich zu landen oder dass das über deine Idee kommt.

00:21:00: Oder haben das eher alle Kinder gemacht?

00:21:03: Nein, es haben gar nicht alle Kinder macht.

00:21:07: Irgendwie war das meinen Eltern extrem wichtig, dass wir da so kreativ musikalisch gefördert werden.

00:21:12: woher hat jetzt unbedingt... kommt, war sie nicht.

00:21:15: Aber meine Schwester, die ist ein bisschen älter als ich, die hat auch so eine Ausbildung gehabt und hat klassischen Gesang gehabt und halt Musicalsungen und so.

00:21:25: Also irgendwie wurde uns das so nahegelegt dass das irgendwie coole Sache ist und wenn wir wollen können wir das machen?

00:21:32: Und dann haben wir das gemacht!

00:21:34: Ob ihr denn was draus macht quasi ist eure Sache ja.

00:21:37: aber so mal

00:21:38: als

00:21:38: Stadthilfe oder so als Möglichkeit einfach.

00:21:41: Ich bin ja extrem dankbar, weil das eben einfach nicht selbstverständlich ist.

00:21:45: Was für Hose wieder alles Besuchung haben dürfen!

00:21:47: Also schon org.

00:21:49: Die Querflöte,

00:21:51: ihr habt vorhin ein Jambe gespielt also so afrikanische Trommeln in so einem Trommelkreis.

00:21:56: Es war extrem süßig.

00:22:01: Ja, Querflötter, Blockverlötter...

00:22:04: Das ganze Programm?

00:22:05: Ja, Gitarreklavier.

00:22:07: Es ist leider nicht so viel Hängenblieben außer Klavier.

00:22:10: Okay, Gitarre auch nicht?

00:22:12: Ein

00:22:12: bisschen.

00:22:13: Ich würde gerne E-Gitarre jetzt gescheit lernen so.

00:22:18: Aber ein bisschen gitarres mit Gitarren ja...

00:22:20: Hast du E-gitarre mal so richtig gespielt oder...?

00:22:22: Nur klassische Gitarra.

00:22:26: Und das Klavier?

00:22:27: wann hast du mit Klavier angefangen?

00:22:30: Oh Gott!

00:22:31: Zicker.

00:22:32: Ich glaub' mit sieben oder so.

00:22:35: Und das war so die erste wirkliche Ausdrucksweise neben dem Gesang quasi, dich auszudrücken und dann auch mit Elf oder so schon an der ersten Lieder zu schreiben.

00:22:47: Ich habe davor Gedichte in ein ganz kleines Heft geschrieben, die überhaupt keinen Sinn ergeben.

00:22:53: Ich hab das nämlich vor einem Jahr oder so mal gelesen.

00:23:00: Ich hab das dann manchmal meinen Eltern vorgetragen und die waren irgendwie da sehr stolz drauf.

00:23:03: Und irgendwie so, mach super, mach weiter!

00:23:05: Und es war einfach viel schön wie motiviert ich geworden... Also wie meine Eltern mich immer motiviert haben.

00:23:16: Ja.

00:23:17: Und dann ist von Gedichte eben zu irgendwann Songs.

00:23:20: Das ist quasi der natürliche Weg.

00:23:23: dann zuerst... Gedichte zu schreiben und dann Songtexte.

00:23:26: Ja, vielleicht.

00:23:27: Vielleicht war das schon eine super Übung auch wenn die jetzt nicht mehr so viel Sinn für dich ergeben, die Texte aber... Ich glaube

00:23:32: auch, ich glaub dass es hängt alles zusammen?

00:23:35: Ich denke schon weil sich einfach also Themen irgendwie von der Seele zu schreiben um Sachen aufzuarbeiten oder ob ich das jetzt in einer Gedichtform mache oder irgendwas male vielleicht irgendwie was mich beschäftigt oder oder dann in späterer Folge irgendwie ein Song draus machen.

00:23:53: Das ist

00:23:55: schon eine coole Sache, wenn man seine Gedanken und Gefühle irgendwie auf Papier bringen kann.

00:24:01: Oder ein Leimwand oder so immer.

00:24:02: Setzt du dich dann manchmal zum Klavier oder zum Keyboard?

00:24:06: Wenn es dir nicht gut geht und spielst einfach einmal drauf los, machst du sowas?

00:24:13: Ja also...

00:24:15: Du nix!

00:24:16: Ich nicke

00:24:17: ganz groß.

00:24:20: Manchmal, wenn es mir nicht gut geht dann ist es leicht auch sehr schnell zu versumpern und manchmal schaffe ich es aber eben mich ganz glücklich zu setzen.

00:24:27: Und dann habe ich da mein ganze Seele rein und ich denke mal in dem Moment das ist so egal ob das jetzt gut ist oder näher oder was hilft mir voll und manchmal bei mir dann dabei weil da halt irgendwas rauskommt und das fühlt sich dann irgendwie an wie eine Therapie und eine Reinigung meiner Gedanken und Gefühle.

00:24:53: Aber das passiert dann oft so im Moment, dass du das dann versuchst quasi so zu lösen mit dem Klavier.

00:24:59: Aber hast du auch so Rituale?

00:25:02: Dass du so jeden Tag zu einer gewissen Uhrzeit dich ans Klavier setzt?

00:25:07: Na, das schaffe ich nicht!

00:25:10: Also wenn ihr üben muss für Konzert oder meistens für Konzernt oder einfach mich selber... Ich setze mich einfach hin und dann mache ich das.

00:25:22: Aber so neue Gesangs- oder neue Songideen kommen meistens in sehr weirde Momente, und dann nehme ich es entweder am Handy auf kurz, schreibe sie meine Notizapp nieder oder wenn ihr eben zu Hause bist, sitzen wir schon ans Klavier und dann schreiber manche mal innerhalb einer halben Stunde oder so ein Song runter.

00:25:41: Wirklich?

00:25:42: Okay!

00:25:42: Ja

00:25:42: aber hast du jetzt nicht, dass du gut ist, aber halt das ist halt so... ich spür das gerade und das muss raus.

00:25:49: Genau Aber es ist jetzt nicht so am Montag oder am Dienstag setzen wir hin, sondern das klingt immer ganz überraschend auch.

00:25:57: Und das ist schon ein Thema, dass die irgendwie unter dem Fingerniegen brennt und das muss dann irgendwie zu Papier gebracht werden?

00:26:07: Genau.

00:26:08: Oder ich habe irgendeine Melodie in meinem Kopf.

00:26:12: Das wäre cool!

00:26:14: Dann setzen wir und spielen meistens einfach nur die Bass-Töne, singen die Melodie drüber ohne Wörter.

00:26:24: Und dann kommt im Flow irgendwelche Wörte daher oder ich schaue mir ein Notizapp um Wörtern zu finden, die da jetzt drauf passen...

00:26:34: ...die du schon früher mal geschrieben hast quasi?

00:26:36: Genau

00:26:38: ja!

00:26:38: Dann habe ich das Gefühl manchmal okay, es geht gerade in diese Richtung dieser Song weil mir gerade irgendwas bestimmtes beschäftigt.

00:26:48: Und dann schreibe ich das einfach und passiert es einfach, dass gar nicht so viel Lobig dahinter.

00:26:55: Aber die Grundidee für einen Song kann der überall kommen quasi in der U-Bahn oder beim Spazierengehen oder beim Frühstückern?

00:27:04: Genau.

00:27:07: Kannst du das erklären?

00:27:08: also wie das passiert?

00:27:11: Also zum Beispiel, wenn ich spazieren gehe meistens alleine.

00:27:15: Aber wenn ja mit einem anderen Spazier gehen habe das Gefühl dass mein Kopf so frei ist von Ablenkung und dass ich nicht irgendwie Handyschau oder irgendwo ein Fernseher oder was auch immer.

00:27:27: Und dann inspiriert mir irgendwie alles voll schnell mal.

00:27:33: Manchmal war es nur gar nicht was ich genau gerade daran inspirierend finde.

00:27:36: aber ich find grad was nicht irgendwie ein Bild sehr schön Also ein Metapher sehr schön und dann schreibe das einfach in mein Notizapp rein.

00:27:45: Also es gab jetzt noch nie so das Problem, dass du irgendwie vor dem Leiden von deren Zettel irgendwie gesessen bist und gedacht hast, ah je, irgendwie will ich was schreiben?

00:27:54: Ich will etwas machen aber mir fällt nichts ein oder so?

00:27:57: Doch doch!

00:27:59: Das passiert schon...

00:28:00: Ja ja!

00:28:01: Und dann gehe eben die Notiz App und dann kann's aber sein Es spricht mich nix an aus dieser App.

00:28:10: Jetzt ist gerade nicht der Moment, um uns anzuschreiben.

00:28:12: Okay!

00:28:13: Die wichtige Notizeib?

00:28:14: Ja genau die ist wirklich wichtig.

00:28:17: Was ist wenn sie weg ist?

00:28:19: Das haben mich auch schon ganz oft fragt und ich wühle drüber nachdenken aber immer sind sie in der Klau oder so.

00:28:23: eigentlich

00:28:25: sollte

00:28:25: das

00:28:26: immer wieder finden.

00:28:27: wie ist es dann quasi wenn jetzt du hast gesagt muss dich dann auch bewusst hinsetzen und üben, zum Beispiel mit einer Konzerte jetzt anstehen.

00:28:42: Wie ist das jetzt wenn quasi die IP mal so fertig ist?

00:28:47: Und du weißt es stehen auch Konzerten an!

00:28:50: Ist das ein befreiender Moment, dass in so einem Livegewand zu verbacken alles was du dir über Jahre ausgedacht hast oder stresst dich das irgendwie gerade?

00:29:02: Oder wie fühlt sich das für dich an?

00:29:05: Ich glaube es stresst mir eigentlich gar nicht, weil ich eine extrem tolle Band habe die mir voll unterstützt.

00:29:11: So wie macht man das am besten?

00:29:12: Wie machen wir den Song geil?

00:29:15: Und jetzt gerade haben wir die Entscheidung getroffen um die Songs die jetzt eben draußen sind von der EP so zu spielen wie sie halt zu hören sind online und wir haben jetzt auch schon Ein, zwei Konzerte gespielt mit auch Backing Tracks aber halt auch ganz viel live.

00:29:34: Aber halt in diesem Klang-Gewand von der IP und das macht extremst viel Spaß.

00:29:43: Also kann man vorstellen dass sie das irgendwann wieder ändert wenn dann diese Songs vielleicht etablierter sind oder so?

00:29:49: Dass man das dann wieder irgendwann ändern möchte aber jetzt gerade macht es extremstviel Spaß einen großen Klang auf der Bühne zu haben und jeder So ein Teil und so.

00:30:00: Also jetzt gerade stressen wir überhaupt nicht, das kann sich aber wieder ändern.

00:30:04: Du wirkst da grad recht entspannt.

00:30:06: also jetzt grad?

00:30:09: Ja, also da bin ich unglaublich dankbar für mein Band.

00:30:12: die ist einfach mega toll!

00:30:15: Aber wenn ich dir richtig verstehe ihr spielts dass jetzt quasi so wie es auf der IP auch ist und war da mal die Idee dann mehr auszuwufeln oder das ganz anders dann live zu bringen?

00:30:26: Genau bevor die IP die sind noch nicht draußen.

00:30:30: Aber bevor sozusagen auch die ganzen Songs draußen waren, haben wir ja schon live gespielt und ich wollte diese Songs irgendwie schon live spielen.

00:30:44: deswegen haben wir das heute sozusagen... mit viel, wie sagt man, Gehirnschmalz.

00:30:49: Aber halt doch irgendwie gespielt.

00:30:51: und jetzt war aber die Entscheidung nahe gemacht.

00:30:53: Und das ist wirklich so, wie die Produktionen aus sind.

00:30:55: Damit Leute, die vielleicht den Track online hören und dann ins Konzert kommen, sie denken, ah stimmt cool!

00:31:02: Das klingt genau gleich, ich kann da mitsingen oder umgekehrt.

00:31:05: Neue Leute kommen ins Konzept, denken sie, boah diese Saison ist geil, hören Sie denn zu Hause an...

00:31:10: Dass dann nicht falsche Erwartungen sehen

00:31:12: oder so?

00:31:12: Genau vor allem.

00:31:13: Irgendwie war mir das sehr wichtig.

00:31:15: Aber unser Set Länge, wir haben ja mehrere Songs und wenn wir zehn Songs oder elf Songs spielen dann sind ja trotzdem fünf oder sechs Songs die eben noch nicht ausproduziert sind.

00:31:27: Und da haben jetzt unsere eigenes Eurer Schmack gemacht.

00:31:29: Okay das sind dann Songs die noch gar nicht veröffentlicht worden sind quasi?

00:31:33: Genau.

00:31:35: Und die sich wahrscheinlich auch noch weiter entwickeln werden oder?

00:31:38: Ja

00:31:38: freu mich schon drauf!

00:31:40: Es ist alles eine große Reise und ein großer Prozess.

00:31:44: Ich finde es ja schön, weil so IP einmal jetzt quasi als Thron-Träger mal so ein Startschuss fast ist und das kann ja dann in unterschiedliche Richtungen aus Franzen oder sich weiterentwickeln.

00:31:58: Es wirkt nicht so abgeschlossen vielleicht wie so ein ganzes Album.

00:32:03: Es könnte so weiter leben.

00:32:05: Das macht Musik wahrscheinlich eh grundsätzlich immer sich irgendwie verändern oder die Bedeutung verändert sich dann doch irgendwie und vielleicht fühlen sie sich dann irgendwann ganz anders an als heute.

00:32:19: Das

00:32:20: auf jeden Fall, ich glaube das wird passieren.

00:32:23: Aber ist die Band so in den Schreibprozess auch eingebunden?

00:32:28: Oder machst du das hauptsächlich mal allein und dann kommt die Band dazu?

00:32:33: Bis jetzt!

00:32:34: Ich habe die Band ja erst seit letztem Jahr, so wie es jetzt ist August also noch gar nicht so lange.

00:32:44: Und jetzt schreibe ich immer die Songs und dann komme mit der Idee, mit dem Song und mit Referenzsongs in die Probe und sag so in die Richtung wär's für cool, hast du irgendwie Ideen?

00:32:57: Und dann ist es ein Pinkfunk-Spielen, so uuh geile Bassmelodie das klingt gut, uuh coole Drums, genau!

00:33:04: Also dann ist das ja ganz offener Prozess und es kann alles entstehen Genau, aber in Zukunft... Das ist gerade nur ein kleiner geheimer Gedanke.

00:33:14: Aber ich würde gerne Album jetzt bald dann auch machen

00:33:17: und

00:33:18: habe mir gefragt wie ich das gerne machen würde?

00:33:21: Und ich würde es eigentlich sehr schön finden wenn dann eben meine Band da voll beteiligt ist und wir die Songs sozusagen zusammen ausarbeiten und dann auch zusammen rekorden und vielleicht noch extra irgendwie was dazu produzieren Genau.

00:33:40: Ich glaube, das ist also... Schauen wir mal was jetzt

00:33:43: kommt und dann... Weißte Ben das schon?

00:33:45: Ja!

00:33:46: Er hat es schon mit angesprochen.

00:33:48: Es war aber... Also falls Sie jetzt im Podcast hören, wenn sie denken, ah okay, das war ein Ernst.

00:33:56: Die Anspielungen machen Sinn quasi, die du schon gemacht hast.

00:34:00: Aber dass ich aus diesem Solo-Projekt in deiner Fantasie könnte auch so ein ganzes Bandprojekt

00:34:08: werden.

00:34:08: Könnte werden ja.

00:34:12: Und das ist ja auch schön, weil du das ja auch entscheiden kannst.

00:34:19: Ist es auch praktisch dass du jetzt quasi ... Du kannst das ja wahrscheinlich im größeren Set-up spielen oder so mit Band aber wahrscheinlich auch reduzierter.

00:34:26: Nur du allein?

00:34:29: Genau.

00:34:29: Wahrscheinlich auch.

00:34:31: Ist sowas auch geplant, das so zu machen?

00:34:35: Gerade nicht!

00:34:36: Aber ich habe letztes Jahr in Innsbruck an ein Konzert alleine gespielt, jetzt gerade habe ich in Mannheim zwei Songs performt bei so einem Event und genau also ich glaube das wird immer öfters vorkommen.

00:34:52: Das macht schon auch Spaß aber halt zusammen mit der Band mindestens zu zweit, zu dritt oder eben zuviert ist einfach.

00:35:00: es macht einfach so viel Spaß mit denen auf der Bühne zu sein.

00:35:05: Es ist alles so Wertschätzend und so für die schöne Energie.

00:35:09: Und deswegen, ich glaube, spürt man das dann auch voll auf der Bühne.

00:35:12: Also egal welcher Set-up wir haben es ist sehr cool aber es macht für ihn ja meistens Spaß zu viert.

00:35:22: Aber das heißt ja irgendwie auch dass du die richtigen Leute jetzt gefunden hast letztes Jahr anscheinend wenn sich da so auswächst und hier so eine Gemeinschaft seid?

00:35:32: Genau!

00:35:34: Ist das für dich auch angenehm?

00:35:36: Weil wenn du jetzt quasi nur so als Solo-Künstlerin wärst, stehst du ja noch mehr fast in der Auslage.

00:35:42: Wenn du aber auch dann Teil einer Band vielleicht bist, auch als Frontfrau vielleicht in dem Kontext dann und... Aber trotzdem kannst du dich dann vielleicht auch mehr zurücknehmen oder mal nicht so im Vordergrund stehen.

00:35:58: Könnt ihr mir vorstellen?

00:35:59: Ja!

00:36:00: Und es muss halt nicht alle Entscheidungen irgendwie... selbst treffen und es ist irgendwie so ergeben und nehmen.

00:36:08: Ich hoffe, Sie sehen das auch so!

00:36:10: Aber ja also ich fühle mich einfach, ich sag mal bestärkt und es hätte so eine Rückendeckung wenn sie mir auf der Bühne stehen.

00:36:27: So ein Sicherheitsnetz auch.

00:36:28: irgendwie kann nichts passieren?

00:36:32: Wie ist das überhaupt für dich auf einer Bühnen zu stehen?

00:36:35: Mittlerweile ist es extrem cool.

00:36:38: Ich habe früher extrem langen Lampfieber gehabt.

00:36:44: Also da ist man wirklich so... Mein Herz hat so arg gebumpert, das ist mal fast ausgesprungen.

00:36:50: Es war so arg, mein Mund ist so trocken geworden und die war einfach nur so oh my god ich will nicht!

00:36:59: Aber ich hab zum Glück dort immer trotzdem gemacht.

00:37:01: Und was nach dem zweiten Song ist dann immer gut gegangen, der erste war vielleicht ein bisschen holprig.

00:37:06: Mittlerweile finde es von der ersten Sekunde an eigentlich mega cool so normal jetzt.

00:37:14: Obwohl du ja eigentlich immer auf Bühnen gestanden bist oder?

00:37:16: Ja wir waren

00:37:17: das sicher!

00:37:18: Im Chor ist man so... Das war egal.

00:37:21: Weil da ist mal ein kleines Rädchen vom sehr vielen... Das kann man sich gut verstecken wahrscheinlich auch.

00:37:29: Genau,

00:37:30: aber jetzt will ich mich gar nicht mehr verstecken.

00:37:33: Jetzt ist

00:37:35: Zeit rauszugehen.

00:37:38: Ja das ist wahrscheinlich auch so ein Prozess wo man erst so... vielleicht haben das manche Menschen die einfach so Bühnen Liebe haben von Anfang an oder so?

00:37:51: Das kann ja auch sein, aber wahrscheinlich muss man da irgendwie ein bisschen reinen.

00:37:55: Ja, hundert Prozent!

00:37:56: Es wird sehr wundern, wenn jemand noch nie Lampenfieber gehabt hätte.

00:38:01: Aber was hat das besser gemacht bei dir?

00:38:03: Ich glaube einfach machen und zu denken, es passiert ja nichts... Also was soll denn passieren so?

00:38:14: Es passiert ja nix!

00:38:15: Wenn dann ist halt der erste Song halt nicht so gut.

00:38:17: aber Vielleicht wissen sie das gar nicht, die Leute.

00:38:20: Und das Publikum findet den ersten Song trotzdem voll toll.

00:38:23: Also

00:38:23: ich

00:38:24: glaube da passiert meistens viel zuviel im Kopf mit Selbstzweifel und es muss als perfekt sein.

00:38:30: aber ich glaube das Wichtigste ist dass man Spaß hat und ich glaube dann kann man nicht haben wenn man alles immer zedenkt.

00:38:38: Hast du früher mehr Sachen zedenkst?

00:38:41: Ja!

00:38:42: Zedenkt ist das ein Wort?

00:38:45: Ich sag das also... Ich glaube es ist kaputt, aber zerdenkt.

00:38:51: Es gefällt mir eigentlich

00:38:52: ja.

00:38:52: Ja ist gut!

00:38:55: Ja ich habe immer Sachen zerdänkt.

00:39:03: Und wie hast du das abschütteln können?

00:39:06: Ich glaube hauptsächlich oder was man meistens kaufen hat war Therapie zu gehen und irgendwie mit dem umzugehen.

00:39:16: Wirklich klassisch.

00:39:17: Therapie Ja.

00:39:21: Wie unklassisch?

00:39:22: Nein, ich weiß nicht!

00:39:25: Weil du früher gesagt hast Klavier spielen als Therapie... Ah so

00:39:29: meinst du?

00:39:29: Ja ja voll.

00:39:31: Also ich habe mit einer Expertin gesprochen.

00:39:37: Nicht nur mit dem Klavier?

00:39:38: Nicht nur Mit dem Klavier und mit mir selber.

00:39:41: Das

00:39:41: ist wichtig.

00:39:45: Und das hat viel gelöst dann irgendwie auch.

00:39:48: freigemacht.

00:39:54: Das klingt ja schon so, die IP ein bisschen als Ankommen und auch so als Start-Rampen quasi jetzt dann wirklich loszulegen.

00:40:06: wenn du das jetzt dann so weiter denkst ist es so dass wo du eigentlich immer hin wolltest oder dir vielleicht lange Zeit gar nicht getraut hast das zu denken quasi als Musikerin unterwegs zu sein, Alpen zu veröffentlichen.

00:40:21: Hast du das auch irgendwie aus der Bisse lernen müssen dich mit diesem Gedanken abzufinden?

00:40:26: Ja auf jeden Fall!

00:40:29: Ich glaube irgendwo in mir war immer schon ein Gedanke dass ich ein Superstar werden möchte als kleines Kind so.

00:40:37: Da verherrlicht man das ja alles sehr.

00:40:41: aber dann habe ich das eigentlich nicht mehr glaube ich so ausgesprochen.

00:40:45: Ich wollte immer Musik machen, aber ich habe nicht gedacht, dass das wirklich ein Beruf ist.

00:40:50: Weil es so berühmt oder erfolgreich werden ja noch die anderen.

00:40:53: Das ist ein sehr komischer Klausensatz.

00:40:58: Es ist auch ein komischer Gedanke irgendwie?

00:41:02: Warum nicht du?

00:41:03: Wieso nicht ich?

00:41:05: Es kann jeder!

00:41:09: Und dann nach dem Studium ... bei Shops, in denen ich nicht sehr glücklich war.

00:41:15: Und das war dann so der Moment ... wo immer gedacht hab, hm ... wir bringen jetzt mal Zeit damit jeden Tag ins Büro zu gehen und ihm nicht so glücklich zu sein.

00:41:27: War natürlich nicht alles schlecht, gell?

00:41:29: Aber halt die Grundstimmung.

00:41:32: Oder investiere jetzt mehr Zeit und mach wirklich was mir Freude bereitet.

00:41:36: Dann war das einfach ein ganz klarer Gedanke ja, ich probiert es jetzt!

00:41:40: Weil wenn ich es nicht jetzt probiere, natürlich kann das in zehn Jahren auch probieren.

00:41:44: Aber jetzt ist so der Moment irgendwie perfekt.

00:41:49: Genau und dann habe ich meine Band gesucht.

00:41:51: Das habe ich eh schon länger probiert aber ich glaube da ich dann so selbstbewusst war und gesagt hab, mein Musik live spielen, ganz viel live spielen.

00:42:00: Ich will ins Studio gehen.

00:42:02: Habe ich tolle Menschen angezogen?

00:42:04: Und dann ist eigentlich ziemlich schnell gegangen.

00:42:05: also ich habe meine Band ziemlich schnell dann gefunden.

00:42:08: Ist es eigentlich dann auch schwer sich als Band so zusammenzufinden?

00:42:13: Da kommt ja auch jeder mit seinen eigenen Themen, mit seinen eigenen Vorstellungen.

00:42:18: Auch wenn das jetzt dein Projekt ist und am Ende bis der Du, die da vorne steht und dir das irgendwie verantworten muss, aber trotzdem kommt er jeder mit seinem Rucksack oder mit seinen Problemen und vielleicht auch mit seinen Ansprüchen.

00:42:35: Ist das so was schwierig, zusammenzufinden oder muss man sich da ein bisschen zusammenraufen manchmal?

00:42:41: Also ich habe glaube insgesamt eben so drei halbherzige Anfänge gehabt eine Band zu gründen und da hat es eben gar nicht gepasst.

00:42:51: Ich hab dann für ein paar Wochen mit irgendwelchen Leuten in der Band gespielt aber Ich glaub, da hab ich's ja aber noch gar nicht gewusst was iben möchte.

00:42:59: Deswegen hat das sicher auch nicht geklappt.

00:43:00: Aber dann... ...habe ich das gewusst irgendwie das machen und habe dann durch Connections aber auch irgendwie... Ja eigentlich sind die alle so durch Connection.

00:43:10: zu mir kommen also doch irgendwelche Freundinnen im bekannten Kreis oder aus der Musikbranche Und dann haben wir das irgendwie gleich Established Wie das sozusagen irgendwie abläuft und es war dann von Anfang an klar Okay Ich bin sozusagen die Frontfrau, ich mache meine Songs.

00:43:29: Und es ist immer sehr wichtig, dass sich jeder sehr wohl fühlt und wenn es irgendwas gibt Persönliches oder so, das man darüber redet.

00:43:39: Mittlerweile würde ich sagen, dass mein Band eben auch jetzt wirklich Freundschaften sind.

00:43:44: Lange Rede kurze Sinn!

00:43:45: Ich glaube dadurch, dass ich gewusst habe was ich will... habe ich dann diese Leute angezogen, beziehungsweise sind die irgendwie auf diesen Weg zu mir gekommen.

00:43:53: Und ich glaube das ist so wie mit Freundschaften finden im Leben...

00:43:58: Das ja auch nicht so leicht.

00:43:59: Genau!

00:43:59: Also dass man da mal wen findet, also mit dem es passt und mit dem er noch in der Wellenlänge ist wo gerade die Lebensumstände nicht komplett auseinander gehen, das ist einfach extrem schwierig.

00:44:10: und so ist das eigentlich auch mit der Band.

00:44:12: aber da hab' ich grad wirklich sehr viel Glück gehabt.

00:44:16: Jetzt muss ich ganz kurz die Namen nennen.

00:44:18: Ist das okay?

00:44:19: Dann war es jeder, wer das ist wie Tolti Sand.

00:44:21: Stimmt!

00:44:22: Das habe ich noch gar nicht gefragt.

00:44:23: Klar,

00:44:24: unbedingt.

00:44:26: Am Bass und am Synthesizer spielt die Barbara Gieferl.

00:44:31: Die ist eine wahnsinnig coole Frau.

00:44:35: an Keyboard und an der E-Gitarre spielt Jessica oder Jay eigentlich Homa.

00:44:41: Und der ist immer sehr witzig... So ein lieber humorvoller Mensch.

00:44:51: Und dann der Florian Rourke, der spielt Drums und er hat einfach richtig geile, sagt man, rhythm drauf!

00:45:02: Das haben wir nie irgendwie alles so arg gut.

00:45:06: Also wirklich ich bin ohne die wird mein Projekt, die habe mich auch einfach so arg unterstützt und so auf dieser Reise begleitet.

00:45:14: Ohne die wird das jetzt also auch schon, wie es jetzt ausschaut.

00:45:16: Und ich freue mich einfach auf jedes Konzert mit ihnen, dass sie jetzt stattfinden werden diesem Jahr und stehen zum Glück auch schon einige an.

00:45:25: Ich freue mich schon voll.

00:45:26: Wahrscheinlich hast du deswegen auch gleich Lust weiter zu machen und gleich jetzt quasi das Album anzugehen oder weil quasi die Konstellation so gut passt gerade?

00:45:35: Sterne stehen gerade gut!

00:45:36: Sterne stehn

00:45:37: sehr gut

00:45:38: ja.

00:45:40: Aber hast Du so... Erwartungen schon quasi, weil du früher mal gesagt hast ja natürlich wolltest du irgendwie pops da werden.

00:45:49: Ich sag's jetzt ein bisschen falsch aber also gibt es so einen Anspruch oder irgendwie was du erreichen willst?

00:45:55: Oder ist das zu weit gedacht?

00:45:57: Also ich versuche gerade sehr hier und jetzt zu leben und eben schauen was man Freude bereitet.

00:46:04: Aber ich habe eine orge innere Sicherheit dass das gerade das Richtige ist und dass Konzertespülen, Konzerte organisieren.

00:46:14: Mir in der Musikbranche zu vernetzen ein Studio zu gehen.

00:46:16: Das macht mir einfach alles gerade so viel Spaß und es beruhigt mir extrem.

00:46:22: Und natürlich wäre das Optimale irgendwann von der Musik wirklich leben zu können ohne dass man die ganze Zeit Angst hat.

00:46:32: wie geht das nächste Monat weiter?

00:46:36: zufrieden zu sein in der Situation, in der ich bin.

00:46:40: Das ist so das Hauptziel

00:46:42: und es dauert

00:46:42: leider nur ein bisschen weil Musikbranche ist ja Zeiten manchmal nicht so gut.

00:46:51: Nur Musikerin kann man wahrscheinlich ja eh nicht mehr sein oder du musst ja auch muss die wahrscheinlich um Social Media kümmern und muss sich um Streaming kümmern, um Merchandise, um Konzerte.

00:47:03: Also du bist ja viel mehr dann wahrscheinlich als Musikerin.

00:47:07: Genau,

00:47:09: aber gar nicht Zeit für irgendwas anderes weil eben Musikerin zu sein so viele Aspekte beinhaltet.

00:47:17: Spuking zu machen ist ein Lager extremst anstrengend.

00:47:20: Macht sie das selber?

00:47:21: Ich mache das selber.

00:47:22: also ich mache alles selber.

00:47:26: Ich habe jetzt mittlerweile schon gelernt Es gibt ja ganz viele Open Calls, wo man es bewerben kann.

00:47:34: Festivals oder Konzertreihen.

00:47:36: Ich schreib da ... ich bewirbe mir bei fast jeder Sache und rechne eigentlich schon mit einer Absage, weil das einfach ... Da reichen so viele Menschen ein, die extremst talentiert sind.

00:47:49: Manchmal passt dann irgendwie vielleicht das Line-up besser zu den anderen als jetzt zu mir und für mich ist das schon so normal, Absagen zu bekommen.

00:47:56: aber im Hintergrund denke immer Jede Bewerbung nützt Feuerwörse, weil man kommt aufs Radar von denen.

00:48:05: Und das kann beim nächsten Mal klappen oder?

00:48:07: Genau,

00:48:07: dass jetzt in grad der Situation entstanden ist.

00:48:09: Ich glaube das darf nur bei einer Sorgen aber ich habe mir letztes Jahr wohl beworben und jetzt werde ich dieses Jahr auf einer großen Bühne stehen im Festival oder freien mich sehr drauf.

00:48:20: also ich glaub dann gelernt Absagen mir einzusammeln, weil ich glaube, dass jeder Absager irgendwas Positives hat

00:48:29: Und auch lernen damit umzugehen.

00:48:31: Genau, ja das

00:48:31: auf jeden Fall!

00:48:32: Ja

00:48:33: und nicht persönlich zu nehmen sondern es hängt von so vielen Faktoren an obwohl das eh nicht so einfach ist.

00:48:40: Es ist manchmal gar nicht einfach weil manchmal würde ich schon gerne wirklich wo spielen

00:48:45: dann

00:48:45: bin ich schon ein bisschen traurig aber es ist alles irgendwie nicht so schlimm

00:48:49: Weil der Klub oder das Festival taugt?

00:48:55: Oder generell dass du spielen kannst

00:48:57: Generell, dass ich spielen kann.

00:48:58: Okay,

00:48:59: hauptsache Spielen?

00:49:00: Ziemlich ja!

00:49:01: Also schon ja hauptsächlich spülen eigentlich, hauptsache.

00:49:06: Hauptsache.

00:49:07: Aber also ja Booking ist ein großer Teil dann auch so auf so Netzwerk treffen zu gehen aber das macht man eh wahnsinnig viel Spaß.

00:49:16: aber es ist ja trotzdem Energie und Zeit die man da investiert.

00:49:21: und ja so für Media...

00:49:24: Ja das sind ja auch alles eigene Berufe Also jeder Aspekt ist quasi ein eigener Beruf an sich.

00:49:34: Es ist schon zach,

00:49:36: also... Das Song schreiben kommt dann oft ganz zum Schluss wahrscheinlich?

00:49:40: Ja

00:49:40: voll oder irgendwann war der Zwischenrein

00:49:41: gezwetscht ja vor allem.

00:49:42: Was eigentlich die Hauptarbeit sein soll, also Arbeit aber.

00:49:47: Hauptvergnügen.

00:49:48: Voll, hundert Prozent!

00:49:51: Und eben auch wenn man dann releases hat sollte man dann irgendwie Werbung machen und auf sich aufmerksam Und wenn man dann ein KBG hat, um irgendwie zu engagieren muss man sich auch selber machen.

00:50:01: Also es ist alles sehr viel Arbeit und manchmal gar nicht so viele Früchte.

00:50:11: Es trägt dann gar nicht mehr so viel Frükte.

00:50:14: Auf der anderen Seite wiegt's bei dir so, als würde das alles natürlich wachsen?

00:50:22: So was ich jetzt von dir mitbekommen habe!

00:50:25: Das ist wahrscheinlich ja ganz gut... nicht vielleicht so mit gleich so zu explodieren und dann wieder schnell wegzusehen, sondern dass das so stetig wächst.

00:50:35: Und Fanbasis wird immer ein bisschen größer und so, also so ein natürliches Wachstum halt oder?

00:50:43: Wo man selber auch reinwachsen

00:50:45: kann.

00:50:45: Genau.

00:50:46: Sagt es genau richtig.

00:50:48: Also würde ich rein theoretisch morgen... keine Ahnung, aufgehen und super zu sein.

00:50:59: Dann wird mir das extrem überfordern.

00:51:01: ich würde nicht wissen wie damit umgehen soll.

00:51:03: also bin jetzt gerade wieder prozess läuft voll dankbar und es passt genauso wie sie ist.

00:51:09: dann kann man immer so mit alles processen

00:51:16: ja bewusst wahrnehmen.

00:51:17: oder.

00:51:19: Ich stelle mir schon auch sehr schwierig vor, wenn man plötzlich dann so von einem Tag auf dem nächsten irgendwie nicht mehr auf die Straße gehen kann.

00:51:34: Es

00:51:35: wäre auch interessant das mal irgendwie zu spüren oder wahrscheinlich?

00:51:39: Das dürfen die anderen machen.

00:51:43: Alles lieber mit der Ruhe und Zeit.

00:51:48: Du hast früher mal gesagt, das würde mich interessieren, dass du drei Jahre in Peru warst.

00:51:55: Wie ist das passiert?

00:51:57: Das ist ja auch nicht so alltäglich!

00:52:03: Ich bin nach der Schule, nach dem Matura, nach Peru gezogen für die Liebe und habe dort studiert Kommunikationswissenschaften auf Spanisch.

00:52:17: Und das drei Jahre dort gelebt Also

00:52:20: zweieinhalb und dann bin ich aber nachher umgereist in Südamerika.

00:52:25: Okay, das klingt auch toll!

00:52:28: Das war sehr toll, ja voll.

00:52:30: Hast du es ausgenutzt quasi?

00:52:32: Voll dass

00:52:32: ich auf der anderen

00:52:36: Seite bin.

00:52:37: Weil so dieses Reisen schon irgendwie ein wiederkehrendes Thema ist, nimmst du da schon viel mit für die Songs sehr international klingen und weil du gemeint hast, dass du willst mehr auf Spanisch singen.

00:52:51: Dass das jetzt gar nicht so in Österreich verortet ist, das Projekt an sich?

00:53:00: Also ich glaube unterbewusst nehmen wir auf jeder Reise ganz viel wahr aber muss auch sagen jede Reise inspiriert mich zu irgendwas.

00:53:11: Weil da immer irgendwelche Situationen passieren die nicht alltäglich sind.

00:53:17: Natürlich mir die in meiner Notizen-App.

00:53:19: Oder es folgt mir eh die ganze Zeit im Kopf und kann ich aufhören darüber noch zu denken, dann ist sie ganz automatisch witz zum sagen.

00:53:28: Aber auch weil dein Musikprojekt so international dann eigentlich erklingt das könnte jetzt ja... Die ist ja gar nicht so in Österreich verorten bar würde ich zumindest sagen?

00:53:40: Ja also ich hoffe Österreich lernt, aber vieler zu lieben.

00:53:46: Aber ich bin schon auf der Suche nach internationalen Möglichkeiten.

00:53:51: Ich strecke gerade meine Fühle nach Deutschland aus und schaue dann alles was so noch passiert.

00:53:59: Also da gibt es keine Grenzen?

00:54:02: Nein!

00:54:03: Ich freu

00:54:03: mich wenn ich reisen kann und wenn ich mein Musik in andere Länder und Städte bringen kann, hätte ich voll Lust drauf.

00:54:12: Was ich bei den Songs so schön finde, ist dass sie oft sehr ruhig auch beginnen und dann seine Kraft entwickeln irgendwie.

00:54:22: Und bis sie so fast explodieren... ...und auf der anderen Seite, dass sie halt so wichtige Alltagsthemen ansprechen aber immer irgendwie so eine Hoffnung in sich tragen.

00:54:33: Ist dir das wichtig?

00:54:34: Also auch so schwierige Themen die vielleicht angesprochen werden trotzdem immer mit einem positiven Grundrunde herkommen oder mit dem Konzept von Hoffnung wiederher kommen?

00:54:49: Ich glaube, es passiert immer irgendwie automatisch.

00:54:52: Also vielleicht... Eigentlich habe ich noch nicht so viel darüber nachgedacht.

00:54:57: Vielleicht

00:54:57: da ganz

00:54:58: gut!

00:54:58: Ja, vielleicht bin ein sehr positiver Mensch und vielleicht wickt sich das dann halt eben auch auf die Lieder aus dass mir manchmal dann nicht gut geht oder das Themen Ich Themenanspreche meinen Songs, die vielleicht nicht so schön und blumig sind.

00:55:15: Aber dass sie dann sozusagen beim Optimismus doch da irgendwie nur reinbringen.

00:55:20: Vielleicht ist das einfach so?

00:55:22: Das

00:55:24: kann man hier gebrauchen oder?

00:55:27: Ja vor allem fast jede negative Situation.

00:55:34: Nicht jeder aber fast jeder hat finde ich auch immer irgendwas Positives.

00:55:38: wenn man dann noch sucht.

00:55:41: Hast du dann auch Hörerinnen und Hörern irgendwie von deiner Musik so im Hinterkopf, wenn du an den Texten schreibst oder an der Musik schreibest?

00:55:51: Oder denkst ihr vielleicht okay, vielleicht kann da auch eine andere Person etwas davon mitnehmen.

00:56:00: Also ich schreibe entweder Songs wirklich für mich weil wir irgendwas los werden wie und das sind oft sehr spezifische Themen.

00:56:12: Aber ich glaube, jeder kann da immer ganz viel selber rein interpretieren.

00:56:18: Und manchmal gibt es heute schon so universelle Themen über die man halt nachdenkt, die dann allen meine Songs verpacken.

00:56:30: Wo man dann schon denkt ja, ich hoffe die Leute spricht das jetzt an oder wie wird diese Person drüber denken?

00:56:34: So

00:56:35: Empowerment-Themen zum Beispiel.

00:56:39: Also bei Wild Women zum Beispiel... Den Song habe ich schon so für mich geschrieben, weil die mir dacht hab, hey, ich fordere mich jetzt echt heraus aus meiner Schelle rauszukommen und einfach präsent zu sein.

00:56:52: Und lauter zu sein als es früher war und einfach selbstbewusst zu sein und auf mich stolz bin und auf sich selber vertrauen kann.

00:57:01: Aber ist halt dann wahnsinnig cool wenn ihr warst das bringt's auch irgendwie beim anderen was, weil es eh so ein offenes Thema ist dass jeder gebrauchen könnte.

00:57:10: Du hast es schon für dich einmal geschrieben oder du sucht diese Wild Woman quasi in dir gesucht, die raus gelassen.

00:57:18: Aber

00:57:20: das wird wahrscheinlich eh gar nicht so wirklich gehen oder dass man jetzt so sagen bewusst schreibt um das jemanden irgendwie zu geben sondern wahrscheinlich muss das eben mal aus dir kommen und dann entwickelt sich sozusagen grundsätzlich irgendwie weiter und wahrscheinlich ziehen ja unterschiedliche Menschen auch andere Sachen aus den Songs.

00:57:43: Kriegst du da Feedback?

00:57:45: Zu den Songs?

00:57:47: Ja, live vor allem ist es voll schön!

00:57:50: Es gibt dann nach unveröffentlichem Song der heißt Rich und da geht's halt rum... wie soll ich das jetzt am besten?

00:58:03: Englische Texte irgendwie ins Deutsche übersetzt, dann wirken die immer ganz auf cringe.

00:58:08: Deswegen versuche ich das jetzt nicht zu machen.

00:58:11: Also sozusagen bei Rich geht es darum wenn man gute Wert also positive Werte hat und irgendwie an sich glaubt und stolz auf sich ist Und andere gut behandelt und so Dann isst mal finde ich reich innerlich und es geht... Also ich find Menschen für interessanter die einfach sich selber gespieren.

00:58:36: Und da geht es so in diesem Song darum und hat auch irgendwie ums Mutig sein, und nach einem Auftritt ist dann eine junge Frau zu mir gekommen und hat gesagt, ich würde jetzt grad meinen ganzen Mut zusammenknungen damit dass sie die anspricht und dir das sagt, dass dieser Song Rich mich so voll abgeholt hat und das mir gerade so viel Kraft und so viel Energie gegeben hat das zu hören und ich versuche jetzt wirklich mutiger zu sein und dabei so, ah krass cool ihr macht das!

00:59:03: Geil!

00:59:04: Also es ist irgendwie viel schön und das habe ich schon öfter gehabt, dass irgendwie noch ein Konzert Menschen auf mich zukommen sind.

00:59:10: Und gesagt haben, boah der Song, das hätte du so gerade in meinen Kopf reingeschaut oder...

00:59:18: Obwohl du das ja gar nicht steuern kannst oder was Leute daraus ziehen können Das passiert halt oder es passiert nicht

00:59:25: persönlich.

00:59:28: Aber das ist anscheinend nehmen dann die Menschen oder dein Publikum deine Konzerte auch so als irgendwie a safe space anscheinend war oder?

00:59:38: Boah,

00:59:39: ich hoffe.

00:59:39: Also das ist ein Ziel von mir aber ich kenne natürlich dann nicht alle Leute und weiß natürlich alle sich fühlen.

00:59:45: Aber das wäre so mein Wunsch und würde es sehr schön finden in so einem Raum der Begegnung ist wo man einfach so miteinander für einen Abend hat Und das Gefühl hat man kennt die Person da jetzt irgendwie

01:00:01: So gegenseitiges Bestärken.

01:00:03: auch

01:00:04: vielleicht

01:00:04: Weil ich finde, immer wenn ihr auf der Bühne stehst ist es also ultra wichtig dass sie eine Antwort kriegt von Publikum und deswegen bin ja auch vorher auf die angewiesen irgendwie das denen gefällt.

01:00:14: Und weil ich das spüre dann ist es einfach nur viel schöner und ein hin- und her an Freude.

01:00:25: Spürst du da eigentlich... Es würde mich so abschließend noch interessieren aber spürst Du da eigentlich auch so eine gewisse Verantwortung jetzt mittlerweile?

01:00:33: Auch schon gegenüber dem Publikums Und gegenüber dir auch und dem Projekt quasi, was du mit Songtexten halt machen kannst.

01:00:43: Wie die ankommen... Auch dass so ein Konzert einen sicherer Hafen ist für das Publikum.

01:00:54: Also hat sich deine Rolle vielleicht schon ein bisschen verändert von diesem.

01:00:58: Okay ich mach Musik für mich!

01:01:01: Jetzt gehe ich es an Ich will veröffentlichen und Live-Konzerte spielen.

01:01:09: Da schlüpfe ich schon in eine andere Rolle, wo Leute das dann auch quasi so rezipieren und wirklich auch da was rausziehen und dass es wichtig für sie ist.

01:01:21: Voll!

01:01:21: Ich glaube, das hat sich auf jeden Fall ein bisschen geändert weil mit jedem Konzert fühle ich mir sicherer.

01:01:31: Ich finde, in der Gesellschaft ist manchmal noch immer Musikerin zu sein und auf der Bühne zu stehen.

01:01:37: Oh mein Gott!

01:01:39: Aber eigentlich ist es einfach nur ein Beruf so.

01:01:42: Das ist halt so... aber ich glaube manche sind dann sehr romantisierend.

01:01:47: Und am Anfang war ja da auch noch sehr drin in diesem Gedanken.

01:01:51: Jetzt bin ich halt, das ist mir Beruf und eben ja, ich habe eine Verantwortung ... Das Konzert, wenn ich da irgendwas mitkriege.

01:02:02: Keine Ahnung ... wär irgendwie rassistisch schwer oder so?

01:02:07: Oder wie jemanden ... In einem Konzern ist schon mal wer zusammengebrochen und dann pausieren wir halt auch.

01:02:12: Also es ist schon so ... Geht's euch gut, brauchst du was?

01:02:15: Ich bring dir was!

01:02:16: Es ist mir schon sehr wichtig.

01:02:19: Ja, und meinen Texte ... Also ich merk schon, dass mein Kernthema ist ... So Selbstliebe- und Selbstreflektion und Mut mir selber geben aber dann in weiterer Folge eben auch den Publikum zu geben.

01:02:33: Genau, und ich möchte Musik machen damit Leute sich mehr spüren und ihre Gedanken besser hören können und sich nach der Leine fühlen und einfach bestärken.

01:02:44: weil hier bin da an sich dass jeder Mensch ganz toll und besonders ist Und die Menschen müssen einfach nur selber nur dran glauben und ich hoffe das.

01:02:54: dann mein Musik das irgendwie so bis sie schafft und da fühle mich dann wie so ein Ah, du schaffst das?

01:03:00: Ich glaub an dich.

01:03:04: Das heißt aber so Konzerte sind für dich ganz klassisch auch nicht zu einer Einbahnstraße wo quasi du bespielst den Raum und das hören sich halt Leute an sondern es ist ein Geben- und Nehmen irgendwie zwischen Publikum und dir und deiner Band.

01:03:18: Genau

01:03:19: also das ist das beste Szenario wenn das so ist.

01:03:21: aber wir haben auch schon Konzerten gespielt wo was eher so einseitig war.

01:03:27: Das ist wahrscheinlich auch so ein Prozess oder halt so ein Lernprozess.

01:03:32: Das wird halt immer wieder mal passieren, dass der Funken nicht so überspringt oder das Publikum vielleicht wegen einer anderen Band gekommen ist auf einem Festival oder so.

01:03:45: Damit musst du wahrscheinlich auch lernen umzugehen?

01:03:49: Ja und das Schöne ist also eben wie du gerade gesagt hast auf dem Festival die Leute sind für andere Band da oder ich spiele Support Und die Worten eigentlich auf die Headliner behen, aber irgendwie ist dann trotzdem dabei.

01:04:02: Die man musikal findet und auf das versuche ich mich dann zu konzentrieren und Spaß zu haben und irgendwie in den Publikum anzuschauen und die die Spaßgrad hat um dadurch irgendwie Verbindung zu schaffen.

01:04:14: Hängst du dir so eine Person raus quasi, die du so ein bisschen im Fokus hast?

01:04:21: Wenn generell das Publikums nicht so...

01:04:26: Nicht so nach vorne kommt und hier hinten steht und viel redet.

01:04:31: Aber es ist wahrscheinlich auch schön, wenn's dann gelingt, auch wenn das Publikum gerade nicht wirklich da ist und fokussiert ist, weil sie auf was anderes warten und trotzdem kann ja dort plötzlich passieren dass mehrere Personen das der Funken überspringen oder?

01:04:44: Ja voll.

01:04:45: So mittendrin stellen wir dann auch schön vor, wenn man irgendwie jemanden schafft zu überzeugen, dass jetzt doch zuhören soll.

01:04:55: Das ist wirklich schön!

01:04:56: Oder wenn sie dann die Kameras zücken und filmen werden, dann bin ich so... Ah ja!

01:05:01: Okay.

01:05:02: Ist das komisch am Anfang?

01:05:05: Wenn sowas passiert?

01:05:06: Jetzt nehmen wir aber von Anfang an schon.

01:05:08: Aber wenn ich eben sozusagen in einem fremden Publikum spiele weil ich Support-Act bin und eigentlich am Anfang vielleicht nicht so viele Leute zuhören und dann aber doch immer mehr die Aufmerksamkeit nach vorne zur Bühne kommt Und dann filmen manche Leute Das freut mich dann schon sehr.

01:05:25: Dann denke ich mir, du schaust das vielleicht später noch mal an.

01:05:29: Du schickst es vielleicht an jemanden oder machst das Story draus?

01:05:32: Oder was ist immer.

01:05:33: und dann habe ich das Gefühl so, okay, ich hab die

01:05:37: geschafft.

01:05:38: Alles erreicht!

01:05:39: Ja wirklich.

01:05:40: Die kleinen Momente sind die, was große Momente irgendwann groß machen.

01:05:49: Klar ist schon ein bisschen spät,

01:05:52: gell?!

01:05:53: Ja, vielleicht sind das dann auch oft die wertvolleren Momente als wenn man jetzt einfach nur auf einer großen Bühne stehen würde wo man eh nicht mehr so wirklich sieht wer da im Publikum ist.

01:06:05: Vielleicht sind es die Momente die dann so wirklich bleiben auch?

01:06:09: Ja, das stimmt!

01:06:11: Ich habe ein Tagebuch für Musikerlebnisse und Konzerte oder irgendwie Musikvideotrehe oder was rümmere und der schreibe dann halt immer kleine Momente rein oder halt auch wie der Tag dann so verlaufen ist.

01:06:26: Und das ist dann eben das Schöne, weil dann eben diese Minimomente da drinnen stehen und die vergisst mir vielleicht mal aber wenn ich dann wieder rein und durch Blättere erinnere mich wieder dran und es ist dann so, ach schau, viel schön!

01:06:42: Du vielen Dank, das war total schön.

01:06:44: Ja danke dir Philipp.

01:06:45: Darf ich dir nur zum Schluss ein paar kurze Fragen stellen?

01:06:48: Darfst du ja.

01:06:49: Darfe ich, haben wir noch Zeit In welche Stadt würdest du immer wieder gerne reisen?

01:06:57: Du hast viel gereist.

01:07:02: Nach Hamburg, weil das ist so eine Musikstadt und ich habe dort auch drei Monate gelebt für ein Praktikum und mein Schwester lebt dort und das ist eigentlich so meine nächste Lieblingsstadt

01:07:15: in Wien.

01:07:17: Also bist du eh öfters mal dort nehm ich an?

01:07:18: Ja ab und zu.

01:07:19: Ist

01:07:20: schon dort gespielt

01:07:21: Leider noch nicht, aber... Es wird Zeit.

01:07:25: Gibt es einen Film oder eine Serie die dich zuletzt verstört haben?

01:07:30: Wow!

01:07:31: Positiv verstört, vielleicht negativ verstört wäre immer.

01:07:35: Ich glaube Strange of Things.

01:07:39: Aber ich habe die letzte Staffel oder letzten zwei Staffeln dann gar nicht mehr geschaut weil mir das irgendwie zu gruselig war.

01:07:47: Das

01:07:48: war dann zum Schluss auch wirklich Immer brutaler und großer Liga.

01:07:52: Ja, irgendwie.

01:07:54: Es waren immer so nett wie am Anfang.

01:07:56: Nein,

01:07:57: vorne.

01:07:59: Das ist auf jeden Fall

01:08:00: eine.

01:08:02: Und ich glaube die Serie heißt Hands Made Tail?

01:08:06: Ah ja!

01:08:07: Das hat mich richtig arg verstört.

01:08:09: Da habe ich nicht mal die erste Staffel fertig schauen können weil der Gedanke dran dass das doch in der Realität nahe ist dass Frauen einfach ausgebeutet werden Und das Brutmaschinen eingesetzt werden und einfach keine Freireiher hätten wir haben.

01:08:24: Das ist extrem gruselig, finde ich, und macht mir voll Angst!

01:08:27: Ich habe auch nach ein paar Folgen... Also es war echt super gemacht aber ich hab's irgendwie nicht geschafft weiterzuschauen.

01:08:34: Mir ist es auch irgendwie so gegangen.

01:08:37: Ja, verstehe.

01:08:38: Verstehe voll.

01:08:39: Gibt es einen Buch, dass du uns gerade empfehlen kannst?

01:08:45: Oder irgendwas was du in letzter Zeit gelesen hast?

01:08:48: Ähm ja ... Was gerade die Autorin nicht, aber das Buch heißt Jin.

01:08:54: Ah!

01:08:55: Und es geht um meine türkische Familie und um Trauer und so...und das ist extremst schön geschrieben.

01:09:00: Mir

01:09:00: fällt der Name jetzt leider auch nicht an.

01:09:01: Das war vor ein paar Jahren erschienen glaube ich, also drei oder vier Jahre.

01:09:04: Ich habe das damals gelesen, das ist gut, das is super.

01:09:07: Ja.

01:09:08: Also das hat mich sehr berührt und es war voll die tollen Charaktere drin.

01:09:14: Ich muss mal Autorinnen merken.

01:09:16: Ist ja auch gemein wenn ich so Spontane Frage.

01:09:20: Was ist das schönste Liter Welt?

01:09:27: Ich finde, Feeling Good von Nina Simone und My Mind von Jeba.

01:09:34: Das kenne ich nicht!

01:09:35: Die ist eine Ultra-Orgelkünstlerin

01:09:38: mit

01:09:39: Orgerstimme und die hat ihr gerade verkürzen oder bringt jetzt mal ein neues Album raus.

01:09:43: Okay,

01:09:43: My Mind.

01:09:44: Genau ja es auch eine sehr... nur mit Gitarre und Stimme Oage range und extrem viel Kontrolle, überre Stimme und so viele Emotionen.

01:09:54: Wahnsinn!

01:09:57: Was soll von dir und deiner Kunst, von deiner Musik einmal bleiben?

01:10:01: Große Frage jetzt zur ersten EP.

01:10:07: Hast du da schon ein Gefühl dafür

01:10:10: was soll bleiben?

01:10:12: etwas positiv ist Ich habe schon gehört, meine Songs werden weitergeleitet an Bekannte.

01:10:20: Weil die gerade in einer Situation sind mit der sie nicht so ganz zurechtkommen und dann wie zum Beispiel bald woman den Song brauchen oder dir meint oder bla bla bla.

01:10:30: Und ich glaube was soll bleiben dass egal wie lang das Projekt jetzt dauern sollte Dass man irgendwann zurück geht und sagt Boah die Songs haben... Das ist ein Album das musst du anhören weil Das ist so viel gut.

01:10:44: und auch wenn das Thema nicht schön ist, das tut doch gut.

01:10:49: Ich kann es gerade noch besser sagen aber...

01:10:51: Das wird total schön dass das wirklich so weitergeleitet wird die einzelnen Songs.

01:10:58: Ja ich hoffe, dass das passiert!

01:11:00: Das wäre mein großer Wunsch.

01:11:03: Du und irgendwelche letzten Worte für heute?

01:11:07: Nur für heute keine Sorge Man hat deinen Blick jetzt leider nicht sehen können im Gespräch.

01:11:14: Große Augen!

01:11:17: Letzte Worte, ich freue mich immer wahnsinnig wenn Leute eben meine Musik hören sie teilen und so und das bringt mir ja extrem viel weil wenn man eben mal independent artists alles selber macht ist es besser was passieren kann wenn die musik an so viele menschen wie möglich geht und halt streaming zahlen hochgehen im Merk voll, wie Org E unterstützt wird von meinen ganzen Freundinnen und Familie und Partner und Schwester und so.

01:11:47: Dass immer das auch für andere Artists Wünsche und deren Freunde dass die ihre Kunst unterstützen sollen.

01:11:53: also es geht ja nicht nur um Musik sondern auch malerei oder Poesie oder was auch immer.

01:12:02: wenn das wer macht und sich traut Kunst zu schaffen und das auch nach außen bringen möchte, dann finde ich es sollte jeder gute Freundin, jeder gute Freundes unterstützen.

01:12:13: Egal ob man's gut findet oder nicht.

01:12:14: aber man kann ja immer einen Weg finden ohne da jetzt eine Meinung reinzubringen.

01:12:19: Aber halt... Das ist ganz wertvoll Unterstützung zu bekommen.

01:12:26: Danke dir!

01:12:47: Was soll das alles?

01:12:48: Ist eine Produktion von mir Philipp Dulle.

01:12:51: Folgen gibt es jeden Freitag überall wo es Podcasts gibt.

01:12:54: Damit ihr keine Folge verpasst, folgt dem Podcast auf der Plattform Eurer Wahl.

01:12:59: Vielen Dank fürs Zuhören und ich freue mich schon auf kommende Woche!

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