Kabarettist Christian Dolezal feiert die eigene Würstelhaftigkeit
Shownotes
Christian Dolezal ist zurück mit „Tante Pepi“ und mit Geschichten, die so absurd wie wahr sind. Im Podcast spricht der Schauspieler und Theatermacher über das Erarbeiten seines neuen Kabarettprogramms “Tante Pepi”: vom ersten Notizzettel bis zur Premiere. Es geht um Humor an der Schmerzgrenze, um das Sich-Nackert-Machen auf der Bühne und wie man in einem Kabarett auch über einen Suizid sprechen kann. Christian erzählt von seinem Aufwachsen im Wiener Gemeindebau, seiner Sozialisation als Arbeiterkind und warum er eigentlich am liebsten „nur Platten hören“ würde. Wir tauchen ein in seine Zeit bei den Sofa Surfers, reden über künstlerischen Antrieb zwischen Zweifel und Selbstfindung und darüber, warum wir alle mehr Freundlichkeit wagen sollten.
Die Folge wurde am 23. April 2026 im Cosmix Studio in Wien aufgezeichnet.
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Was soll das alles? Philip Dulle spricht im Podcast mit Künstlerinnen, Musikern und Filmemacherinnen. Die dritte Staffel von “Was soll das alles?” erscheint jeden Freitag auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
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Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.
Transkript anzeigen
00:00:00: Und dann mache ich einen Schmatz von einer Kugel-Eise in einem Stanitzel, von einer Sorte die ich vorher nicht kannte und dieses Aroma war so neu für mich.
00:00:09: Da kommen so viele neue Empfindungen und Eindrücke zusammen.
00:00:13: So was einfaches ist es!
00:00:15: Was für ein Moment einen Frieden schließt.
00:00:19: und diesen kleinen Frieden in sich zu finden.
00:00:21: auf dem kann man aufbauen der kann optimistisch machen das sind ganz einfache Dinge.
00:00:28: Und daran zu arbeiten, freundlich den anderen zu begegnen.
00:00:33: Mit dem Versuch die Situation des Anderen zu verstehen – das ist das was wir tun können.
00:00:38: und das ist so wie der Flügelschlag des Schmetterlings.
00:00:42: Das kann eine Kettenreaktion in sich tragen.
00:01:05: Hast du das Gefühl wenn du jetzt so am Gespräch kommst dass du dann besonders lustig sein musst gleich mal?
00:01:11: Nein!
00:01:13: Also ich denke mir schon, wenn ich was erzähle dann sollte es möglichst unterhaltsam sein weil das ist irgendwie der widmungsgemäße Gebrauch von so einem Podcast.
00:01:24: Aber ich glaube die Leute mögen das ganz gerne wenn man schlicht und einfach natürlich und ehrlich ist.
00:01:29: also dieses übertriebene selbst belachen finde ich eigentlich eher störend
00:01:36: auch wenn wir so proaktiv schon einmal drauf loslacht.
00:01:41: Das ist auch anstrengend.
00:01:43: Ja, es ist immer anstrengend auch wenn man auf der Bühne ist in einer Rolle und man äußert eine große Emotion die aber für das Publikum nicht nachvollziehbar ist.
00:01:55: Ist das für das publikum eher anstrendend?
00:01:57: Großes Weinen oder großes Lachen?
00:01:59: muss das Publikum das schon selbst empfinden.
00:02:03: Und wenn ich... Du hast ja meinen Stück angeschaut.
00:02:07: Da zeige ich ja nicht wahnsinnig viel Emotion sondern ich achte darauf
00:02:11: dass das
00:02:11: Pubrikum dass ich in den Zuhörerinnen diese Emotion provoziere oder stimuliere.
00:02:20: Also die müssen fühlen, nicht dich?
00:02:24: Aber du machst sehr viel Körperarbeit habe ich mir gedacht.
00:02:29: Tatsächlich noch viel weniger als beim Erstprogramm.
00:02:32: Herz und Schlampe rein aber schön, dass das eh noch nie mehr so ist.
00:02:35: Ist das bewusst?
00:02:38: Wo worden hast denn du die Körperarbeit gesehen?
00:02:41: Wie du dich auf der Bühne gibst?
00:02:42: vielleicht ist es gar nicht so bewusst gewählt.
00:02:45: Es gibt ja nicht viel auf der Bühne, oder?
00:02:47: Oder bist du?
00:02:49: Gibt es einen Stuhl?
00:02:50: Auf dem...
00:02:51: Ein Sessel!
00:02:53: Na diese Figur die ich da spiel ist ein bisschen eine Übertreibung meiner selbst und das ist ein sehr unsicherer Mensch und der kratzt sich halt dann am Oberkörper oder ist halt nicht so still und
00:03:07: durch die Haare fahrst du dir sehr oft diesmal aufgefahren.
00:03:09: Ich weiß gar nicht, ob die das selber
00:03:13: auch... Das ist man nicht ganz so bewusst.
00:03:14: Aber diese sich kratzen und sich unbehaglich fühlen auf den Situationen.
00:03:19: Da ist es schon bewusst.
00:03:22: Und ja, das ist halt ein sehr unsicherer Typ!
00:03:27: So.
00:03:28: Der ist halt nicht in sich ruhend.
00:03:31: Und wagt sich trotzdem auf so eine Bühne?
00:03:34: Ja Ich glaube oder weiß inzwischen, dass das ein Gaudium oder Interessant ist für die Zuhörerinnen.
00:03:42: Wenn sie jemanden sehen der von seinen Unsicherheiten und Unzulänglichkeiten und von seinem Scheitern erzählt
00:03:51: Weil wir das eh alle durchmachen oder?
00:03:53: Ja die meisten schon.
00:03:54: ja ich glaube schon.
00:03:55: also ich stelle mich da als großes Würstel Und wir sind ja alle irgendwo Würsteln So muss man sich auch nicht viel schämen.
00:04:06: Und die Kunst ist dann quasi aus dieser Wurst der Lei irgendwie was zu machen oder halbwegs glücklich durchs Leben zu gehen, oder wie?
00:04:14: Die Kunst ist seine eigene Würstelhaftigkeit anzuerkennen und zu respektieren und umarmen.
00:04:23: Und daran wächst man.
00:04:26: Dann macht man sich auch weniger lustig über die Würstellhaftigkeit der anderen.
00:04:31: Ich habe ja einen tollen Abend gehabt weil neben mir saß ein bisschen älteres ehepaar, schätze ich mal und er war von der ersten Sekunde an also wie du die bühne betreten hast.
00:04:45: Ich weiß nicht wie du das geschafft hast aber er war sofort mittendrin als würde es mit durchleben hat sich ständig auf den Oberschenkel geklatscht vor Begeisterung und hat auch alles, was du gesagt hast mitkommentiert.
00:04:59: Also ich hatte dann quasi so links neben mir.
00:05:01: rechts von mir saß ein guter Freund von mir ja und links neben wir saß quasi einen Kommentator im Publikum und hat alles, das du gesagt hattest mit kommentiert.
00:05:15: Zum Glück
00:05:15: habe ich den nicht dauernd gehört, weil das wäre schon irritierend
00:05:18: für mich.
00:05:18: Das ist wahrscheinlich so leise, dass du musst schon direkt sitzen aber er war total begeistert und hat eigentlich teilweise mitgesprochen.
00:05:27: also jetzt nicht deinen Text.
00:05:29: wie wenn man's haus sitzt hab immer gedacht sich eine Sportveranstaltung anschaut und das auch alles mit kommentiert was da passiert im Film oder was am Fußballfeld passiert obwohl es ja eh Kommentatoren gibt.
00:05:43: Ich fand nur diese Kombination, ich fand das großartig.
00:05:46: Ich habe mich sehr amüsiert.
00:05:48: Danke!
00:05:49: Ich glaube vielleicht liegt es daran dass sich wahrscheinlich wie viele Darsteller auf der Bühne oder Kabarettisten ich sehr direkt mit dem Publikum spreche.
00:06:01: also da ist dieser bekannte vierte Wand die im Sprechtheater behauptet wird einfach nicht mehr da und da ja so direkt die Menschen ansprech haben sie natürlich auch eine geringere Hemmschwelle Zurück zu reden.
00:06:15: Daher kommt das wahrscheinlich.
00:06:16: Das ist ja wichtig, dass die das Gefühl haben wir unterhalten uns jetzt in einem einigermaßen privaten Rahmen miteinander.
00:06:25: Ist es auch oder?
00:06:26: So soll's sein.
00:06:27: Bis
00:06:27: zu einer gewissen Frage.
00:06:28: Wenn da dreihundert Leute
00:06:29: im Rahmenhoftheater sitzen, ist das natürlich alles andere als ein privater Rahmen.
00:06:33: aber der Ton und die Kommunikation untereinander muss so sein.
00:06:38: Zumindest Hast du es, glaube ich an dem Abend geschafft irgendwie diesen doch öffentlichen Rahmen zum privaten Rahmen zu machen bis mir vorgekommen?
00:06:48: Ja das ist ein bisschen das Ziel.
00:06:51: Weil ist das Publikum eigentlich also unsere Zuhörerinnen jetzt schon dass wir über mein Programm Tante Pet besprechen?
00:06:58: Ich glaube noch nicht nein.
00:07:00: aber ich versuche immer so ein bisschen reinzukommen erstmal und irgendwann kommt man vielleicht selber drauf um was es geht.
00:07:10: Ich habe mich amüsiert.
00:07:13: Ich liebe auch... ich hab extra davor, weil schon ein bisschen was gelesen war und du mir Karten reserviert hast.
00:07:20: Natürlich liest man kurz rein um was es da geht aber ich gehe gerne in so Abende ohne irgendwie einen Plan zu haben.
00:07:27: Ja, das sollte man einem Kunstwerk begegnen finde ich!
00:07:31: Oder sich nicht vorzubereiten?
00:07:33: Also ein Kunstwerk, auf das man sich großartig vorbereiten muss.
00:07:38: Damit es bei einem ankommt gibt's wohl Schwächen.
00:07:41: dann am Kunstwerk denke ich mal.
00:07:45: Das muss er für sich sprechen und seine Wirkung ausstrahlen.
00:07:50: Das darf er nicht Vorbildung verlangen!
00:07:54: Oder?
00:07:54: Na gar nicht, dass du das verlangst.
00:07:55: Aber man könnte sie natürlich irgendwie mit dir mehr beschäftigen vielleicht oder mit dem Stück.
00:07:59: Das ist
00:08:00: nicht nötig... sich
00:08:01: Kritiken durchlesen schon vorab.
00:08:03: Okay!
00:08:04: Aber man muss eigentlich eh sofort drinnen.
00:08:06: Ja Es geht um einen Mann der dir sehr ähnlich ist.
00:08:12: Es geht im Grunde genommen um mich und meine Nöte und Schwächen, um Situationen an denen ich gescheitert bin.
00:08:25: Und um eine Tante die mich zu Zuversicht und Optimismus in der heutigen Welt animiert woran es uns ja fehlen kann.
00:08:39: zurecht aber diese Philosophie vertritt auf Pessimismus lässt sich nichts aufbauen.
00:08:47: man muss schon irgendwie Hoffen, dass was weitergehen kann.
00:08:51: Sonst sind wir ja auch unseren Kindern schuldig.
00:08:54: Also wenn wir irgendwie weiterkommen wollen und aus dieser Misere raus kommen wollen dann bedarf es schon einer Zuversicht.
00:08:59: Und wie kommt man zu dieser Zuversich?
00:09:02: Das erzählt sich über diese Situationen und die langen Fahrt mit der Tante Peppi in ihrem VW Käfer und über diese Gespräche
00:09:12: Und da wechselst du auch die Rollen.
00:09:14: Ja,
00:09:14: also ich spiele auch die Tante Pepi dann sozusagen.
00:09:17: Das sind Dialoge, die ich mit mir selbst
00:09:19: spielte
00:09:21: und ich erzähle lange Geschichten.
00:09:22: und ich erzählt auch von einem Freund der sehr seltsam ist, der einerseits ein Genie ist auf der anderen Seite ein sich selbst zerstörender Suchtmensch, der nochmal Liebe erleben kann Und mit dem das ein tragisches Ende nimmt.
00:09:41: Das ist halt alles in einer Art und Weise, dass die Leute sehr lustig finden.
00:09:46: Und dann natürlich wie immer im ersten Programm auch komme ich immer wieder auf Tiere zu sprechen, dich dann auf der Bühne auf eine sehr einfache Art und Weise darstellt was auch ein Gaudium ist.
00:09:59: Zum Beispiel einen Tintenfisch oder einen Huhn oder eine Seegurke oder ein Seepferdchen Sehr berühmt, mittlerweile der weiße High.
00:10:07: Den hast du noch nie gesehen?
00:10:09: Den habe ich nicht gesehen.
00:10:10: Dann spiele
00:10:11: ich das dann nachher da vor wenn es willst.
00:10:13: Das kann man jetzt leider nichts sehen.
00:10:14: Nein, das
00:10:14: muss man sehen.
00:10:16: Aber die Seepferdchen an das kann ich mich gut erinnern und das Hohn auch.
00:10:21: Die zwei sind zumindest hängengeblieben.
00:10:23: In
00:10:23: einem Küchenhandschuh am Kopf und schon ist man ein Hohen.
00:10:28: Gibt's diese Tante Peppe wirklich?
00:10:30: Die gab´s!
00:10:32: Ja.
00:10:33: Das war wirklich deine Tante
00:10:35: meine tante Peppi, die Schwester von meinem Vater.
00:10:39: War das so die Grundidee wo du angefangen hast das zweite Stück zu schreiben?
00:10:42: Das ist dein zweites Solo-Kavare-Stück.
00:10:47: Was stand sie am Anfang mal da?
00:10:50: Am Anfang wenn ich so ein Programm schreibe es sind einmal einzelne Geschichten von denen ich mir denke die sind so unterhaltsam und interessant und überraschend dass sich sie erzählen möchte und auf denen Baue ich dann auf und fantasiere die weiter.
00:11:09: Und irgendwann, so in der Mitte der Arbeit kommt die Frage was möchte ich dem Publikum eigentlich erzählen?
00:11:14: Was ist denn das Hauptthema?
00:11:18: Dann habe ich viele Erzählstrengen und die verschränke ich dann und verflächte ich dann miteinander... ...und so entsteht das langsam über Monate.
00:11:28: Über Monate!
00:11:30: Und das ist eine schreibende Tätigkeit, oder schreibst du dir mal Stichworte auf?
00:11:33: Oder wie kann man sich das vorstellen.
00:11:35: Wenn ich einen wehrten Gedanken habe dann schicke ich mir sofort selbst ein Erinnerungs-Mail mit den Stichworten und dann hab' ich bevor euch anfangen zu schreiben Mal bei Dante Peppe dreihundert Erinnerungsmails gehabt
00:11:50: E-Mails an dich selber quasi E-mails
00:11:51: an mich selbst und dann formuliere ich diese Gedanken aus.
00:11:56: und dann habe ich irgendwann mal in mein ganzes Wohnzimmer und mein Büro am Boden ausgelegt, mit lauter Vier-Zetteln mit Betruckten.
00:12:04: Und dann wären diese Geschichten immer länger und länger... ...und dann fange ich an dieser Geschichte miteinander zu verpflichten, aber rein optisch schon indem ich schaue wo ist welche Geschichte?
00:12:16: Wo können sich die miteinander...?
00:12:19: Wo können sich die treffen und damit auseinandergehen?
00:12:21: Also das ist eine auch optische Arbeit.
00:12:25: Und da gibt es natürlich Momente, wo ich so wahnsinnig viele Zetteln im Wohnzimmer rum liegen habe und mal den Überblick verlieren und dann auch kurz verzweifeln und gar nicht mehr weiß was weitergeht.
00:12:35: Das ist zum Verrücktwerden zum Teil.
00:12:37: Und irgendwann nimmt das Form an.
00:12:42: Dann habe ich diese eigenen Geschichten aber schon so oft gelesen oder vor mich her gedacht, dass Ich die Flust darauf verliere und mir denke warum soll sich das Eregen jemand anhören wollen?
00:12:53: Und dann mache ich so ein Tryout für Freunden und Freundinnen
00:12:57: Im Wohnzimmer im
00:12:58: Wohnzimmern.
00:13:01: Die lachen sich dann so schäckig, dass ich immer denke okay das hat offenbar wirklich eine Qualität.
00:13:06: Das machen sie nicht nur weil Sie beste Freunde sind.
00:13:08: Nein nein ich
00:13:09: verbiete ihnen Jedes künstliche Gelache.
00:13:12: Sie müssen mich überhaupt nicht unterstützen Sondern es reicht mir nur, ich spür das ja eh ob sie gern zuhören oder nicht.
00:13:19: Wenn jemand gerne und unangestrengt zuhört ist das eh schon einmal das beste Qualitätsmerkmal.
00:13:25: Sind die dann auch so ehrlich dass sie sagen du Christian die Geschichte kannst nicht bringen?
00:13:30: Oder die zündet nicht oder die versteht niemand?
00:13:34: Ja Es Schon immer wieder.
00:13:37: Es Geht ja auch in dem Stück um einen Suizid.
00:13:43: von diesem einen Freund, von dem ich erzählt habe und da haben schon ein paar gesagt also ob sich das in einem Kabarettprogramm oder die Leute in erster Linie lachen sollen auch ausgeht dass sich diese Figur, die man beginnt so gern zu haben sie irgendwann suizidiert.
00:13:57: Das wird schwierig aber dann hab' ich mal auf der anderen Seite gedacht.
00:14:01: erstens einmal will Ich das erzählen was das für Dimensionen haben kann, was das für einen Schaden nehmen kann wenn Kinder etwas... Wenn Gewalt an Kindern stattfindet in der Kindheit und Jugend zu Hause.
00:14:20: Das ist mein Anliegen dieses Thema und auf der anderen Seite habe ich das vor dem Suizid und das nach dem Suizeit so geballt lustig gemacht, dass man das lange kurz dazwischen einbauen kann.
00:14:31: Ich glaube da fest dran, dass die Leute einen auch lieber zuhören wenn man ihnen das Gefühl gibt, dass es ernst mit ihnen meint und dass man jetzt nicht nur einen Hof nahe ist oder herum blödelt und nur Beinden schiebt oder so sondern dass man wirklich eine ernsthafte Geschichte zu erzählen hat.
00:14:50: Das ist meine Überzeugung
00:14:52: Und das ist wahrscheinlich auch... Das Schöne an Cabaret, dass das ja nicht der reine Pointennummer sein sollte.
00:15:00: Vielleicht im Idealfall sondern halt...
00:15:03: Ja für mich
00:15:04: schon,
00:15:08: dass es so lange große Geschichten sind in denen so viel passiert macht mich als Schauspieler einfach auch glücklicher.
00:15:15: Im Moment macht mich nichts glückler als mir selbst solche Geschichten auszudenken oder zusammenschreiben die ich zum Teil selbst erlebt habe Und damit dann Leute zu unterhalten.
00:15:29: und dann kommen noch dazu so viele?
00:15:31: Das ist für mich das Schönste.
00:15:32: Du machst es ja jetzt nicht erst seit ein, zwei Jahren in die Schauspielerei auch.
00:15:37: So dreißig.
00:15:38: Dreißig!
00:15:39: Dass man sich irgendwann denkt okay warum soll ich immer warten darauf dass mir irgendwer eine perfekte Rolle auf den Leib schreibt?
00:15:45: Dann schreibe ich's mir gleich selber.
00:15:47: Naja Perfekte Rolle auf dem Live-Schreib, das ist ja eh schon sehr hochgegriffen.
00:15:51: Schlicht
00:15:51: und einfach Tierangebote macht Dreh oder Theaterangebotte macht wo du dir denkst.
00:15:57: Darauf habe ich wirklich große Lust.
00:15:59: Das ist selten.
00:16:04: Also wenn ich da immer nur darauf warte dass mir etwas anbietet was ich gut finde
00:16:10: wird mein erstens verhungern wahrscheinlich Verhungen
00:16:13: Depressiv werden.
00:16:15: zum Saufen anfangen.
00:16:18: Nein, ich empfinde mich ja.
00:16:19: Das klingt jetzt ein bisschen hochtrabend aber als Künstler und als Künstler schafft man.
00:16:26: Und wenn mir jetzt niemand gerade eine Rolle anbietet die ich interessant finde dann schreibe ich mal eben selbst was.
00:16:35: Und das kann man ja üben da muss man ja nicht genial sein.
00:16:39: Man hat selbst Qualitätsmerkmale wo man sich denkt okay das ist jetzt gut.
00:16:45: also jetzt die Qualität.
00:16:47: Ich glaube, ich kann man verkaufen.
00:16:49: Wie machst du das fest?
00:16:50: Quasi diese Qualitätsmerkmale oder was muss das sein?
00:16:53: Da
00:16:54: hat richtig jeder und jeder seinen eigenen Geschmacksinn im Leib... ...und jeder hat schon viele Sachen gesehen und jeder weiß, was einem gefällt und was nicht.
00:17:06: Und ich stecke da für mich die Latte sehr hoch weil ich bin im Theater- oder im Kabarett sehr schnell gelangweilt.
00:17:19: So!
00:17:20: Ich lache auch lieber über Situationen als über Pointen.
00:17:25: Und ich schreibe dann so lang und feil, so lange an diesem Programm herum, dass jetzt das so daherkommt, als würde es mir gerade im Moment einfallen was ich so erzähle wenn wirklich hätte es ganz lange überlegt.
00:17:35: und irgendwann sagen wir okay das ist jetzt spannend.
00:17:43: Wie merkst du das?
00:17:45: Also da sind ja so viele Geschichten ein Wohnzimmer voller Zettel und dann so quasi Probeauftritte vor Freundinnen und Freunden.
00:17:54: Wann merkst du so, okay jetzt ist es fertig?
00:17:56: Jetzt kann ich's auf eine richtige Bühne bringen.
00:18:03: Oder entwickelst du das eh ständig auch weiter?
00:18:06: Ich habe in der Garderobe vor der Premiere noch höchste Zweifel.
00:18:11: Diese Zweifeln vergehen erst im Laufe der Premiere wo ich merke die Leute sind total dran und gespannt.
00:18:19: Als.
00:18:19: dann denke ich mir, okay das hat mich mein Gefühl jetzt nicht total getäuscht.
00:18:25: Es geht jetzt schon!
00:18:27: Wie lange hat es gedauert?
00:18:29: Was?
00:18:30: Also wann hast du gemerkt bei der Premiere dass ist...
00:18:32: Schon nach ein paar Sätzen.
00:18:33: Ja, das merkt man sofort
00:18:35: Das merkt mal sehr schnell.
00:18:37: Okay
00:18:38: Das merke wir sehr schnell.
00:18:38: ja.
00:18:41: Und Dann sind die Leute Merk' ich auch Die lachen nicht nur viel sondern sie sind auch gerührt.
00:18:49: Und sobald diese Situation eintritt, weißt du, du musst jetzt nicht dich dauernd abstrudeln und performen.
00:18:56: Und Druck-und Energie geben, sondern dann kannst du dich auch zurücklehnen.
00:18:59: Dann verstärkt sich die Situation noch mehr, dass ein Gespräch zwischen Publikum und mir wird.
00:19:10: Ich glaube nicht daran, dass die Leute das sehr mögen wenn sie spüren, dass es irgendwas auswendig lernt ist oder der will jemand performen... Großes Game glaubt die Leute.
00:19:20: Das Stärkste ist es, wenn die Leute das Gefühl haben dass du mit ihnen ganz persönlich sprichst Mit jedem und jeder Einzelnen.
00:19:29: So da will ich in diesem Ton zu treffen Dass sich die Leute ganz persönlich angesprochen fühlen.
00:19:35: Machst Du das Stück wie es jetzt so ist, ist das jeden Abend in mehr oder weniger gleich?
00:19:41: Oder gibt's da auch Szenenpassagen die du austauschst, die du irgendwie variierst?
00:19:47: Ehen auch Stimmung vielleicht auch.
00:19:48: Ja
00:19:48: auch ein bisschen.
00:19:49: also ich habe so Dramaturische Säulen.
00:19:52: an die muss ich mich halten weil sonst funktioniert der ganze Abend in sich nicht
00:19:58: Dann wird es irgendwie zerfließen.
00:20:01: Ich muss genau wissen, wann muss ich einen anderen Erzählstang wieder aufnehmen damit der in Erinnerung bleibt?
00:20:07: Damit die Dramatur G stimmt!
00:20:10: Das braucht also eine Dynamik und einen Rhythmus und eine Dramaturgie Und dazwischen improvisiere ich schon immer wieder weil wenn ich mich zu sehr genau an den Text halte, dann findet das nicht statt was ich versucht habe gerade zu beschreiben.
00:20:27: Ich hoffe es war jetzt nicht
00:20:27: so kompliziert.
00:20:28: Na gar nicht!
00:20:29: Aber manchmal spreche ich einen Satz aus der nie ein Lacher war aber plötzlich ein Lachels und dann kann ich auf diesen Satz, den ich grade gesprochen hab, auf diesen Gedanken noch etwas draufsetzen und diesen Gedanken weiterführen schon mal zur Folge gehabt, dass manche Abende zwanzig Minuten länger dauert.
00:20:51: Okay
00:20:52: also doch so... Ja
00:20:54: oder dann fällt mir eine Geschichte spontan ein die ich noch erzähle wo ich mir denke das muss ich Ihnen kurz erzählen.
00:20:59: und dann rufe ich rauf in die Technik achten und es steht nicht im Skript.
00:21:02: soweit und erzähl nach diese Geschichte auch um flechter sein Dann bleibt das lebendig.
00:21:06: Es kommen
00:21:07: doch manchmal so ein paar Geräusche vor, ich glaube man hört das Auto oder?
00:21:10: Also das meinst du mit der Technik quasi... Ja na
00:21:12: die halten sich ganz genau.
00:21:14: es gibt ja so Einspielungen, Soundeinspielungen zum Beispiel von dem VW Käfer und so weiter Und die.
00:21:21: die Technik muss darauf achten.
00:21:22: wann kommt das?
00:21:23: und dann kommt auf einmal Erzählt ihr da eine lange Geschichte überhaupt nicht im Text steht und fangen die an hektisch zu platteln.
00:21:29: Darum rufe ich auf Achtung das steht nicht im Skript So
00:21:33: Taugt ihr das ab wenn du quasi so aktiv in den Abend eingreifen kannst?
00:21:38: Ja, ich will ja genauso auf einer Reise sein wie das Publikum.
00:21:42: So in einem Film sind und dann haben die Zuhörer... Im Zuhörerinnen auch manchmal das Gefühl, okay jetzt kriegen wir ganz exklusiv eine Geschichte.
00:21:54: Die hat er noch nie erzählt.
00:21:55: und dann habe ich gesagt, das muss ich Ihnen noch ganz kurz erzählen was eine ganz private erzählt.
00:21:59: Aber
00:21:59: nicht weitererzählt?
00:22:00: Ja, da sage ich sowieso immer ja wenn ich ganz wehr der Orge oder politisch unkorrekte Gedanken habe wo das Sachen ausspreche, dann sage ich bitte erzählen Sie das nicht weiter weil sonst habe ich einen Schiedsdorm, ich schäme mich für diese Gedanken aber das habe ich damals gedacht.
00:22:14: Also
00:22:16: es geht schon darum, dass du den Abend dann nicht nur performst, also gar nicht performst aber auch wirklich genießen kannst selber.
00:22:24: Kann man das so... Dass du dich auch einmal zurücklehnen kannst und das auf dich wickeln lassen kannst?
00:22:29: Weil wenn du das jeden Abend oder immer wenn du spielst einfach so runterspielen würdest, das wäre wahrscheinlich nach ein paar Wochen, Monaten wär das ja nicht mehr lustig.
00:22:40: Das ist schon der Schöne, dass ich mich auch in diesen Abendreien plumpsen lassen und mal schauen, wie er sich entwickelt haben.
00:22:50: Das Publikum reagiert ja nicht immer gleich überhaupt nicht.
00:22:54: Du bist auch nicht?
00:22:54: Ich bin auch nicht
00:22:55: immergleich.
00:22:56: Und dem dieser Chance auch einmal für Phasen zu scheitern vielleicht oder so... Also dieser Gefahr sich auszusetzen halte ich für wichtig für mich zumindest, dass es auch ein Drahtseilagd ist.
00:23:12: Das ist spannend!
00:23:14: Also wenn das nur ein perfekt getimtes von oben bis zum Schluss runtergebetetes Programm ist.
00:23:24: Was passiert das, dass du du kompletten Faden verlierst und irgendwie neue Ansätze musst oder verwandelst du das dann automatisch auch ins Stück?
00:23:37: Das ist mir schon zweimal passiert bei Dante Peppi!
00:23:42: Und das ist ganz interessant.
00:23:44: also da wird man jeder Musiker oder Musikerin recht geben, man spürt selbst wie lange eine Pause trägt.
00:23:52: Das trägt manchmal ganz schön lang und wenn mir nicht einfällt, wo geht jetzt der Zählstrang weiter?
00:24:00: Dann stehe ich manchmal da und schaue mir das Publikum an Und die wundern sich und fangen manchmal zum Kichern an.
00:24:08: und wenn ich an die denke, wenn ich nicht mehr darüber nachdenke, wie geht es denn jetzt weiter sondern mit dem Publikums anschaut dann fällt mal wieder ein, wie es weitergeht.
00:24:18: Weil das Publikum weiß ja nicht, gehört du es jetzt dazu zum Stück?
00:24:23: Ja
00:24:23: und das weiß ich nicht.
00:24:26: Aber... Das Publikums weiß schon nach der Vorstellung wie gespannt es war und wie gut er sich unterhalten hat.
00:24:35: Und wenn ich was Wichtiges auslasse eine wichtige Erzählpassage dann funktioniert das alles nicht mehr so gut.
00:24:42: Dann war's nichts eine gute Vorstellung.
00:24:43: Das ist das Schlimmste für mich.
00:24:47: Kiefelst Du da dran
00:24:51: dass mir eine Vorstellung in dem Sinne misslungen ist, das ist mal Gott sei Dank bei diesen Zweigabere Programme noch nicht passiert.
00:24:59: Aber weil ich mich auch immer wie narisch vorbereite, manisch im Rabenhof.
00:25:06: der Direktor Thomas Kratzer sitzt ja gerne vorher mit den Künstlern in der Garderobe und blau hat es sehr gern.
00:25:12: Das ist ja auch schön und ich habe den ja sehr gerne.
00:25:15: aber vor so einer Vorstellung muss ich mich auf konzentrieren mal und Gedanken nochmal durch den Kopf gehen, da kann ich nicht plaudern.
00:25:24: Und dann stampfe ich ihn raus aus der Karobe... ...und das verstehe er gar nicht.
00:25:30: Aber es muss sein!
00:25:31: Nachher würde ich lang plauden.
00:25:33: aber vor der Vorstellung so eine Stunde vor der vorstellung muss ich mich da schon rein denken in das was ich da jetzt erzählen werde.
00:25:39: Hast
00:25:40: du da ein Ritual mit dir selber?
00:25:43: Vor der Vorstellungen?
00:25:44: Ja
00:25:44: nein das ist ja ganz banal.
00:25:46: Ich sitze da auf der auf dem Sofa und fang mal an, reinzulesen ins Skript.
00:25:52: Und dann bleibe ich an diesen Gedanken hängen und denke das für mich weiter... Also es ist einfach nur ein bisschen in mich und in diese Geschichte gekehrt sein.
00:26:02: Wie ist das?
00:26:03: Du brauchst ja auch eine gewisse Masern Energie oder um so auf die Bühne zu treten.
00:26:09: am Abend Im Rabenhof beginnt das glaube ich so klassisch um zwanzig Uhr paar Minuten vielleicht später, da musst du ja auch so eine gewisse Energie zusammenbekommen.
00:26:18: Was machst du wenn das einmal nicht da ist?
00:26:21: Ich stelle mir das oft so... ich mach gern Sachen zum Beispiel am Vormittag.
00:26:25: So Martinee fände ich super!
00:26:27: Ja.
00:26:28: Ich stell immer das schwer vor, wenn man so immer im Abend, dass man das dann nach seinem ganzen Tag oder hast du das gar nicht?
00:26:36: Naja, ich muss mich an die Spürregeln halten.
00:26:39: Wenn ich am
00:26:40: Vordag mit Freunden lang unterwegs war und Alkohol trunken habe, dann ist es schlecht.
00:26:47: Wenn ich vor der Vorstellung was Schweres ess', dann ist das schlecht!
00:26:50: Das alles darf man halt nicht machen.
00:26:53: Was die mindeste Pflichte ist, ist ausgeschlafen und nüchtern zur Vorstellung zu kommen.
00:27:00: So... das ist alles ganz banal Und nichts Schweres vorheressen.
00:27:06: Jetzt mache ich das schon so lange auf einer Bühne stehen, dass ich sagen kann die Vorstellung beginnt, die Einstiegsmusik erklingt und dann kippt sich von selbst ein Schalter um.
00:27:21: Dann sehe ich den Menschen und bin ich automatisch sehr schnell in der richtigen Spannung.
00:27:27: Das ist beim Rausgehen quasi.
00:27:29: Beim
00:27:29: Rauskeln, die applaudieren auch immer schon bevor ich noch was gesagt habe und
00:27:35: Vertrauensvorschuss.
00:27:36: Und dann ist man sehr ja ein paar kennen mich hier und die mögen mich gerne und da ist man in diesem sogenannten Autonus.
00:27:45: also das ist der Zustand der Konzentration ist immer ein unangesträngter Zustand Auch kein Schlaferzustand, sondern es ist immer ein so ein Eutonus.
00:27:57: Eine angenehme richtige Spannung.
00:27:59: In dem Moment wo ich merke... Ich streng mich gerade an oder das erschöpft mich dieses viele Erzählern dann bin ich nicht in der Konzentration.
00:28:06: die Konzentriation ist immer einen relativ unangestrengter Zustand.
00:28:12: Ist das eine gute Antwort?
00:28:14: Ist jetzt so?
00:28:15: versteht
00:28:15: man das?
00:28:15: oder ist das zu elaborieren was sich
00:28:17: da macht?
00:28:17: Na gar nicht!
00:28:18: Aber was ist so in der... Es gibt ja bei dir auch eine Pause Felder diese Spannung auch mal komplett ab.
00:28:24: Also musst du dich da wieder irgendwie hoch rappeln und...
00:28:27: Nein, ich denke mir nur hoffentlich gelingt man der zweite Teil so gut wie der erste!
00:28:31: Ich würde auch sehr gerne keine Pausen machen aber das muss man machen weil viele Veranstalter auch von der Gastro leben
00:28:39: ja die sollen was konsumieren.
00:28:40: natürlich Das Publikum
00:28:43: hat es auch meistens ganz gern und vielleicht ist es auch gut dass sich mal gewisse Geschichten und Bilder in den Leuten setzen können.
00:28:50: Das ist nicht aus den Ohren bluten, wenn ich da eineinhalb Stunden durchrede.
00:28:55: Hast du so ein Gespür für dein Publikum?
00:28:57: Weil du hast früher gesagt... das weiß man ja auch nie!
00:29:00: Welche Menschen da heute an dem Abend auf einen warten?
00:29:04: Bei der Premiere weiss man es vielleicht.
00:29:06: Da
00:29:07: sind sehr viele Bekannte und Freunde drin.
00:29:09: Was auch strechig
00:29:10: sein kann
00:29:10: wahrscheinlich?!
00:29:13: Nein, nein, es gibt so Veranstaltungsorte Zum Beispiel im Stromboli, in Hall in Tirol.
00:29:22: Da kommen immer ganz viele und die mögen das besonders gerne.
00:29:26: Die lachen wirklich extrem ab dort!
00:29:28: Da weiß ich schon... Das
00:29:29: ist ein gemadet Wiesen?
00:29:31: Na gemadete Wiesen darf sowas nie sein.
00:29:33: aber da weiß ich auch schon okay, da hab' ich ja mal gute Karten.
00:29:37: Ich habe jetzt vor einem halben Jahr gespielt das erste Mal in der Brugmühle in Pre-Garten.
00:29:43: Das Publikum habe ich überhaupt nicht gekannt Wie das sind?
00:29:47: Und dann haben wir gedacht, hoffentlich gefallt denen das.
00:29:50: Vielleicht ist es zu urban oder sonst irgendwas und es sind auch nicht sehr viele gekommen.
00:29:55: aber die haben dann so an Stellen so gut reagiert bei den großen Pointen gar nicht so viel gelacht sondern immer über die Situationen gelacht.
00:30:04: Dann haben wir gesagt ein wiffes Publikum der Stalker.
00:30:07: da möchte ich gerne wiederkommen.
00:30:10: Ja
00:30:12: Du hast ja schon zwanzig dreiundzwanzig glaube ich hast du Ein Kabarettpreis oder den Kabarett-Preis.
00:30:19: Der österreichische
00:30:20: Kabarettreis
00:30:21: für dein erstes Stück bekommen,
00:30:23: oder?
00:30:23: Für die Kategorie bestes Programm war das.
00:30:27: Herz
00:30:27: und Schlampe rein!
00:30:28: Gleich für das erste Kabarett.
00:30:31: War das dann jetzt für das zweite?
00:30:33: Hattet ihr das irgendwie mehr Druck gemacht... ...oder war das die Bestätigung auch okay?
00:30:38: da bin ich jetzt auch richtig im Kabarett?
00:30:41: Naja das hat mich natürlich überrascht und mich sehr gefreut.
00:30:44: aber Der Druck für das nächste Programm, den habe ich sicher gehabt.
00:30:48: Wenn man dachte, hoffentlich gelingt mir das ein zweites Mal.
00:30:51: Ein One-Trick-Pone möchte nicht sein!
00:30:56: Aber das zweite ist dann der Peppi.
00:30:59: Das habe ich zumindest ein paar mal gehört, dass es sogar noch besser war.
00:31:03: Weil's mehr Tiefe hat und weil viel runtergeschrieben ist und nicht so spektakulär ist.
00:31:10: Hast du da jetzt... durch das zweite auch, also durch diesen gleich Erfolg mit dem ersten Kabarett und auch das zweite dass gut läuft hast du dann gleich los weiter zu schreiben für ein nächstes oder machst du das nebenbei?
00:31:23: Oder geht sich das
00:31:24: schwer aus?
00:31:24: Diese Erinnerungsmehl schicke ich mir schon jetzt noch.
00:31:28: Und ich würde auch jetzt gern weiterschreiben weil es kommt.
00:31:29: ja der Theater Sommer Haag
00:31:32: wo ich da
00:31:32: künstlerisch weiter bin Beansprucht mich halt auch voll.
00:31:37: Also jetzt muss ich mal eintauchen in Haag, wo wir der Geiziger spielen im nächsten Sommer und da habe ich ja wieder den Druck.
00:31:43: Das war letzten Sommer sehr schön und erfolgreich und jetzt hoffentlich gelingt uns das jetzt wieder so.
00:31:48: Dann muss ich mich dem hundertprozentig widmen aber ich hoffe dass ich dann im Herbst Ruhe hab um am nächsten zu schreiben.
00:31:55: Bist du ein Mensch der so ständig in Bewegung sein muss?
00:31:59: Nein.
00:32:00: Das
00:32:00: gar nicht!
00:32:01: Also aktiv, also neu schreiben.
00:32:04: So ständig was machen?
00:32:06: oder kannst
00:32:07: du ein bisschen... Ich komme aus einem sehr sozialdemokratischen Haushalt.
00:32:13: das hat sehr viele Vorteile aber auch den Nachteil dass man nur etwas gegolten und eine Existenzberechtigung hatte.
00:32:24: ich spreche jetzt von meinem Bruder und von mir wenn geleistet hat, gearbeitet hat und erfolgreich war.
00:32:31: Wenn du dich durchhängen lässt oder so was nix wert das ist halt dieses Arbeitermilie.
00:32:36: Hakel und dann büsst was!
00:32:38: Und wenn ich... Ich liege irrsinnig gern zu Hause rum und höre nur Platten aber wenn ich das ein paar Tage zu viel mach habe ich sofort ein schlechtes Gewissen.
00:32:49: Das geht man nicht los?
00:32:50: Nein
00:32:50: das kriegste es mir nicht mehr raus.
00:32:53: Ich habe ein schlechtes Gewissen.
00:32:54: Bei jedem Tag, wo ich mich durchhängen lasse, denke ich mir... Jetzt hab' ich aber gar nix weitergebracht!
00:33:00: Aber kannst du das überhaupt gut dich durchhängeln lassen?
00:33:02: Ja,
00:33:03: mein Grundsätzlich wird am liebsten die ganze Zeit nur rumhängen und Musikzeitschriften lesen und Platten hören.
00:33:15: Was hört was hörst du da?
00:33:17: Naja schon alles also von meiner Lieblingsbente Cure
00:33:21: über
00:33:22: neue Erwand kathistische Musik, aber ich liebe in letzter Zeit ganz stark Astor Piazolla.
00:33:32: Also Tango, der Tango Nuevo das ist eine wahnsinnig schöne Musik.
00:33:37: Wie
00:33:37: bist du auf das kommen?
00:33:39: Ich bin nicht auf das kommende.
00:33:41: ich habe einmal in einem Theaterstück gespielt Roberto Zucco und da hat der Regisseur Astor Piazzolla Musik einspielen lassen ein bisschen und das ist mir irgendwann wieder in die Erinnerung kommen.
00:33:53: Ich möchte es wieder hören, dann habe ich immer diese Platten besorgt und da waren Stellen dabei wo ich mir gedacht habe, dass gehört zum schönsten was ich je gehört hab.
00:34:05: Also das ist unendliche Musik.
00:34:08: Gibt's einen Album falls ihr es wenig interessiert Das heißt Zero Hour.
00:34:13: Das fand ganz hektisch und verrückt an Aber schon nach ein, zwei Minuten kommt eine ganz langsame Passage.
00:34:21: Da habe ich mir gedacht, so was Schönes habe ich noch nie gehört.
00:34:26: Verrückt!
00:34:27: Und der Rastopierzoll ja weil er den Tango so novelliert hat, so verändert und weiter getrieben hat auch sehr gehasst worden.
00:34:37: am Anfang war nur im Rest der Welt beliebt und berühmt Und das hat dann in Argentina länger dauert, bis die das gemerkt haben, dass das große Musik ist.
00:34:48: Und geliebt werden kann?
00:34:50: Ja.
00:34:51: Du bist ja eigentlich Musiker!
00:34:52: Ist das die größere Liebe der Musik?
00:34:55: Musik halte ich grundsätzlich für die direkteste und stärkste Kunstform.
00:35:02: Dass ich jetzt schon seit Jahren keine Band mehr habe und wenig Gitarre spiele, ist eine offene Wunde auf meiner Seele.
00:35:11: Aber ich muss mich auch ein bisschen auf was konzentrieren und das, was sich halt jetzt macht, braucht schon viel Zeit und Aufmerksamkeit.
00:35:23: Also das klingt ein bisschen nach einem schmerzlichen
00:35:27: Prozess?
00:35:28: Ja, es ist ein schmerzlicher Prozess!
00:35:30: Wenn ich gute Gitaristen oder Gitaristinnen höre... Vor allem wenn ich Flamenco höre, das habe ich ja zeitlang sehr gerne gemacht.
00:35:38: Habe es aber irgendwann aufgegeben weil ich da bemerkte bei Flamengo würde ich nie im Leben über den Durchschnitt hinauskommen.
00:35:44: dann hab' ich das lassen.
00:35:45: also wenn ich von Flamencon höre... ...habe ich Wasser in den Augen!
00:35:51: Warum hast du dich so entfernt selber Musik zu machen?
00:35:57: Oder ist das eine ganz praktische Grund des Aufwands?
00:36:02: Ich muss So viel arbeiten, dass es irgendwie weitergeht mit mir als Schauspieler und Kabarettist.
00:36:10: Ich muss da so viel investieren... ...und arbeiten, das dafür keine Zeit ist.
00:36:15: Irgendwann habe ich dafür keine zeit gerade!
00:36:18: Aber du hast aber kann man das so verstehen, dass du ein bisschen gemerkt hast okay?
00:36:24: Das was ich mit dem ja auch Geld verdienen kann, das ist auch nicht so wichtig.
00:36:29: Leider.
00:36:31: Das ist ganz wichtig!
00:36:32: Das
00:36:32: kann ich besser in der Schauspielerei auf der Kabarettbühne als Intendant
00:36:37: begonnen hat
00:36:38: und das andere ist eher so die große Leidenschaft, dass sich jetzt aber nicht wirklich etwas Konkretes umwandeln kann.
00:36:48: Am Anfang war es so, dass ich mir dachte... Ich steige jetzt aus der Band aus weil mir eine neue... Die
00:36:55: Sofa-Surfers.
00:37:00: weil ich jetzt eine, mir gefällt diese Kunstform sich vor Menschen hinzustellen ohne Gerätschaft, ohne Aufwand und nur zu erzählen mit seinem Körper.
00:37:11: Das gefällt mir jetzt gut!
00:37:12: Und ich muss nicht mehr verstärker schleppen.
00:37:15: Dieser Gedanenverstärker ist ja schwerer, dieser immer brummende Gedanverstärke.
00:37:20: so hat das mal begonnen und jetzt mittlerweile denke ich man ja gut Auch Arbeit und ich muss Geld verdienen.
00:37:28: Ich bin ein Singlehaushalt, ich teile mir meine Miete nicht.
00:37:32: Ich muss Geld reinschaffen!
00:37:35: Ich bin kein Filmstar, wo man viel Geld verdient.
00:37:40: Das muss was weitergehen, das braucht einfach sehr viel Zeit.
00:37:43: Hast du die Sofa-Swerfers mitgegründet?
00:37:46: oder wie war das?
00:37:47: Wir haben eine Band gegründete, da war ich aus achtzehn.
00:37:52: Die hat geheißen... Red-Red-Roserie, wo man so Indie Rockmusik gemacht hat.
00:37:59: Wann war das?
00:38:01: Wann waren ich achtzehn?
00:38:05: Achtzehn war ich vor vierunddreißig Jahren, vor sechs und dreißig jahren also das war neunzehntneinzig Und diese Band hat sich immer sehr verändert, auch vom Stil her.
00:38:23: Und irgendwann wurden das Sofa-Surfers und es war die Zeit wo ich dann die Schauspielerei für mich entdeckt habe und gegangen bin.
00:38:29: Da ist es am Anfang eine sehr avantgardistische elektronische Band geworden ja und da war ich schon weg und dann sind sie ziemlich berühmt worden wie ich dann weg war.
00:38:41: Dann war ich an einem Landesteater engagiert und hab zum Teil in wirklich sehr kreuzbiederen Klassiker aufwironen gespielt und dann waren die Sofa-Surfers zufällig in der Nähe, ich war in Innsbruck engagiert.
00:38:55: Dann haben sie ein großes Konzert gespielt im Hall vor tausend Leuten.
00:38:59: Und da habe ich mir gedacht, nein...
00:39:01: Ob das jetzt richtig
00:39:02: war?
00:39:02: Das war keine dicke Scheideentscheidung.
00:39:04: Also es ist schon cooler was die gerade machen als das was ich mache
00:39:08: Aber du bist trotzdem quasi bei dem geblieben für dass du dich entschieden hast.
00:39:12: Ich bin damals.
00:39:14: Ja, ich bin bei denen geblieben Gott sei Dank!
00:39:16: Bist Du jemand der Sachen so etwas bereutern auch
00:39:20: Für Momente oder für Tage schon.
00:39:23: Aber das Schüttel ist dann wieder ab?
00:39:25: Oder kannst du das dann wieder abschütteln, dass dieses... Das war eine große
00:39:28: Frage!
00:39:33: Ich bereue viele Fehlentscheidungen oder ein oftmaliges falsches Verhalten in gewissen Situationen.
00:39:44: Wenn ich mich manchmal nicht falsch verhalten hätte Hätte ich vielleicht schon mehr Erfolg oder so eine Karriere.
00:39:54: Aber dann muss man sich auch irgendwo, muss man damit Frieden schließen.
00:40:00: Dass man halt der geworden ist, der man is'.
00:40:04: Und also um das konkreter zu sagen wenn ich oftmals selbstbewusster und in mir ruhender wo in Erscheinung getreten wäre Dann hätte da sicher mehr Eindruck gemacht als mich unsicher und so zu sehen.
00:40:23: Ich weiß nicht wie tief ich da reingehen kann aber Aber was soll es?
00:40:32: Ich bin halt auch das Resultat meiner Geschichte und meiner Erlebnisse.
00:40:37: Und das ist halt ein bisschen unsicherer, grüblerischer Typ... ...und das ist nicht immer von Vorteil gewesen.
00:40:55: Das Thema deines Stücks oder Tante Beppi aus diesen Unzulänglichkeiten die man vielleicht besser verstecken können als andere auch irgendwie auf Art das Beste zu machen für sich selber.
00:41:10: Ja, das Gefühl habe ich jetzt... Also das
00:41:13: beste weiß nicht ob es der richtige Ausdruck ist?
00:41:16: Oh
00:41:16: ja!
00:41:18: Das ist ein guter Ausdruck weil diese Kabarettprogramme erzähle ich eben von meinen Schwächen und dass ist der Erfolg.
00:41:31: warum?
00:41:31: deshalb warum diese Kabaretprogramme sehr erfolgreich sind.
00:41:34: daraus schöpfe Der ganze Inhalt von diesen Programmen wird aus meinen Unsicherheiten und aus meinen intensiven Beobachtungen, die daraus resultieren, genährt.
00:41:47: Du hast vor ein paar Minuten Karriere gesagt?
00:41:51: War dir das je wichtig so eine künstlerische Karrierei zu haben?
00:41:56: Ja... Das verändert sich halt!
00:42:00: Als gejunger Schauspieler habe ich davon geträumt einen berühmten Schauspiller zu sein Und jetzt träume ich davon dass ich das, was ich mache wie groß oder klein der Rahmen noch immer sein mag so gut wie möglich ist.
00:42:25: Wie hättest du damals berühmter Schauspieler?
00:42:27: Dass dich möglichst viele Menschen kennen oder dass man in tollen Produktionen mitspielt?
00:42:32: Naja es ist am Anfang... Viele Fans
00:42:35: da sind!
00:42:37: Wenn ich so jemandem habe würde ich ihn nie als Fan bezeichnen sondern als jemandem, der sich für meine Arbeit oder vielleicht sogar für mich interessiert.
00:42:43: aber Damals habe ich natürlich, also Schauspieler bin ich bestimmt aus einer nazistischen Störung herausgeworden.
00:42:53: Weil ich Aufmerksamkeit haben wollte und auch mal was Besonderes sein wollte wo ich mein Leben lang immer nur gehört hab dass ich genau das Gegenteil bin.
00:43:05: Also ich wollt beklatscht und bewundert werden Und mich selbst darstellen vor hunderten Menschen.
00:43:14: Das war der erste Beweggrund, warum ich in einer Schauspielschule wollte.
00:43:22: Und heute... das ist sich im weitesten Maße austherapiert durch dieses Jahrzehntelang mit sich selbst beschäftigen.
00:43:30: Es ist auch ein Privileg und hat eine therapeutische Wirkung.
00:43:34: Heute merke ich zum Beispiel wie ich jetzt hierhergekommen bin.
00:43:39: Einerseits ist es schon schmeichelhaft dass mich jemand in seinen Podcast einlädt.
00:43:47: Und ich bemerke auch, dass mir das noch immer angenehm ist wenn sich jemand für mich interessiert und mir Fragen stellt.
00:43:59: Vielleicht wird es allen Menschen besser gehen wenn sich mehr für sie interessieren würden?
00:44:08: Vielleicht
00:44:10: ist das aber auch so was was du deinen Publikum halt gibst.
00:44:14: Das Gefühl... Ich bin zwar jetzt der, der das stellvertretend für euch auf der Bühne steht und sich ein bisschen knockert macht.
00:44:23: Und unwohl fühlt und wie du gesagt, sich kratzt und dass die anderen das in dem Fall nicht machen müssen.
00:44:30: aber sie können es an dem Abend halt miterleben.
00:44:33: Ja,
00:44:33: Katasis!
00:44:35: Genau.
00:44:36: Aber das ist dann ja eigentlich was du jetzt erzählt hast total folgerichtig, dass du aus einer Bein rausgegangen bist oder?
00:44:45: Und das allein machen wolltest.
00:44:47: Obwohl man dann natürlich auch wieder ein Ensemble wahrscheinlich spielen will, aber als Schauspieler bist du natürlich für dich alleine und nicht Teil einer mehrköpfigen Gruppe.
00:45:00: Also dieser Schritt den du da ganz jung eigentlich noch gesetzt hast, der hat eigentlich alles weitere dann irgendwie geebnet so gesehen.
00:45:12: Das sind interessante Fragen die du stellst und ich merke aber es müssen wir manchmal nachdenken.
00:45:19: In der Band ging es immer um die Band, in uns Gemeinsame.
00:45:27: Ich wollte dann als Schauspieler auch unbedingt in ein Assamble.
00:45:32: Wenn ein Assamel gut miteinander funktioniert ist das auch eine Band.
00:45:38: aber vielleicht ist das richtig wenn ich sage... Als Schauspieler beschäftigt man sich schon viel mit sich selbst und mit seinem Gemüt.
00:46:00: Und ich habe zum Beispiel einmal ein Stück gespielt, der Theatermacher von Thomas Bernhardt wo er einen leicht zurückgebliebenen Sohn gespielt hat mit einem despotischen Vater, wo ich so stressige Situation immer wieder rekapituliert hab und gespielt hab und ich habe gemerkt dass in dieser Probenzeit ungewöhnlich ausgeglichen war.
00:46:29: Also das hat eine heilsame Wirkung, also dieses sich mit sich selbst beschäftigen muss ich leider sagen wirklich auch ein bisschen eine therapeutische Wirkung.
00:46:41: Aber es klingt natürlich bescheuert weil man macht ja Theater oder darstellt den Kunst für die Leute.
00:46:47: aber ist es auch für einen Selbstgut wenn man aufrichtig mit sich umgeht.
00:46:52: Geht er das manchmal auch ab auf der Bühne Teil so einer Band?
00:46:57: eines Kollektivs vielleicht zu sein.
00:46:59: Das muss man ja nicht abgehen, weil das habe ich immer wieder.
00:47:00: Ich spiele noch die anderen Stücke.
00:47:03: Wenn du Kabarett machst?
00:47:05: Nein überhaupt nicht!
00:47:07: Ihr seid nicht allein auf der Bühne zu stehen.
00:47:09: Weil du nicht Rücksicht nehmen musst oder...
00:47:13: Ich nehme gerne Rücksichts aber sich so alleine in so einem Pool rein plumpsen zu lassen und schauen dass man auf der Wasseroberfläche bleibt und wenn es gut funktioniert ist schon sehr schön.
00:47:23: Das fühlt sich dann nachher super an.
00:47:27: Das gefällt mir gut.
00:47:28: Aber wenn ich jetzt in einem Theater-Assamble bin, um ein Stück zu probieren ist für mich der erste Fokus nicht darauf wie spiele ich meine Rolle sondern wie finde ich mit den anderen zusammen?
00:47:44: einen gemeinsamen Sound eine gemeinsame Spielweise?
00:47:49: Das ist das was für mich als erstes herzustellen gilt sehr auf die Anderen zu hören und wie sie sind Und dann ergibt sich das alles selber.
00:47:58: Ich denke relativ wenig über meine Rollen nach, dann...
00:48:03: Ist dieses Bedürfnis so beklatscht zu werden?
00:48:06: Ja!
00:48:07: Ist das noch immer gleich?
00:48:09: Brauchst du das...?
00:48:09: Nein
00:48:10: es ist... Der Grund des Motivs ist ein anderes.
00:48:14: Früher als junger Schauspieler wollte ich viel beklatschen zu werden um mich zu
00:48:18: spüren
00:48:21: und jetzt möchte ich gern dass das Publikum lauter applaudiert damit ich weiß, meine Kundschaft ist zufrieden.
00:48:29: Einfach ein Rechnung!
00:48:30: Es hat sich quasi für das Publikum ausgezahlt...
00:48:33: Das ist noch wichtig?
00:48:34: Na ja, das ist für mich heute noch beeindruckend und rührt mich wenn sich jemand in die U-Bahn setzt ins Theaterfahrt, sich da der Eintrittskarten kauft und sich hinsetzt um mir eineinhalb Stunden zuzuhören.
00:48:44: Das muss dann mal schaffen.
00:48:45: Das ist schon großartig, wenn es wer für dich macht.
00:48:50: Und dann will ich dass dir auch ordentlich bedingt werden.
00:48:54: Ich kriege dann einen Special-Treat und ich möchte, dass die dann happy sind mit dem was sie da erlebt haben.
00:49:02: das ist mir schon extrem wichtig.
00:49:04: Weißt du noch woher der so kommen ist?
00:49:06: So dieses Du wolltest dich spüren und du wolltest beklatscht werden.
00:49:10: kommt also aus der Kindheit oder wie du aufgewachsen bist.
00:49:13: Ja Ja Ja Bist im Karl Marxhof aufwachsen?
00:49:17: Die ersten Lebensjahre waren in Karl Marxhoff Und Wir haben ein Wochenend Häusel gehabt in der Nähe von Thulm, in Neu-Eigen.
00:49:30: Und ich sage jetzt noch mal so... Ich will nicht zu sehensdetail gehen aber die Möglichkeit einer Runde auf Augenhöhe anzugehören ist mir nicht so mitgegeben gewesen.
00:49:44: Ich war ohne dass ich es sein wollte immer einen Außenseiter.
00:49:51: Ich weiß was Mopping ist!
00:49:54: vorgeführt werden ist, ich weiß was nicht gemacht wird.
00:49:59: Das kenne ich sehr gut und deshalb wollte ich irgendwann einfach gemocht werden.
00:50:06: Darum habe ich heute einen besonderen Blick oder ein besonderes Interesse an Menschen die nicht gemoacht werden.
00:50:14: Das interessiert mich sehr.
00:50:15: die Fangen dann für mich auch interessant zu werden.
00:50:19: Ist das deshalb in deinem Programm auch dass du da auch härtere Themen reingibst?
00:50:26: Ja,
00:50:26: der von dem ich erzählt.
00:50:27: Der Action Jackson hat solche Erfahrungen gemacht und er erzählt ja dann auch weil ich fragen woher kommt sein Selbstzerstörungstrieb seine Tendenz?
00:50:39: Und da sagt es ist in seiner Kindheit und in seiner Jugend zu Hause oftmals was sehr Unangenehmes vorgefallen und dann hat man kein Vertrauen mehr in alles Auch wenn man es unbedingt möchte.
00:50:53: Und dann erzählt er nicht weiter.
00:50:54: und dann denke ich mir, ja, manche Kapitel seines inneren Buches liest man leise!
00:51:00: So... Und tiefer möchte ich da gar nicht reingehen, weil ich will das nicht zu konkret machen.
00:51:04: Da soll sich jeder der zuhört selbst aus seinen Erfahrungen so im Kopf aufblubbern lassen.
00:51:11: Das ist ein eindringliches Bild?
00:51:12: Ja.
00:51:14: Ich glaube, das sind prägende Erlebnisse.
00:51:17: Ich glaub auch dass solche Sachen wie Gewalt an Kindern oder so, halt dich für das Größte verbrechen und die Konsequenzen daraus sind schwerstwiegend.
00:51:33: Und deshalb wollte ich es anklingen lassen auch.
00:51:36: Hast du mit dieser Möglichkeit auf Bühnen stehen zu können?
00:51:44: deine eigenen Gedanken, deine eigenen Geschichten erzählen zu dürfen.
00:51:48: Auch das ist ja auch ein Privileg.
00:51:49: Das
00:51:49: ist ja aber so ein Riesenprivileg!
00:51:52: Hast du aber auch quasi oder möchtest du diese Bühne nutzen um solche Themen anzusprechen?
00:52:00: Ja
00:52:02: ich muss was erzählen was mir am Herzen liegt
00:52:06: und
00:52:06: dass es nicht immer uneingeschränkt lustig Das muss vom Leben handeln und das Leben ist nicht nur lustig.
00:52:21: Also es ist ein schöner Gedanke quasi dieser Bühne auch, die ihm gegeben ist irgendwie nutzen zu können oder?
00:52:28: Ja naja natürlich.
00:52:32: Hat sich das bei dir auch gewandelt quasi so von auch anderen Menschen vielleicht eine Stimme geben zu können auf der Bühnen durch dich?
00:52:42: ja
00:52:44: Ich denke mal, wenn man jünger ist und irgendwie achtzehn, neunzehntzwanzig ist und ein großer Schauspieler werden will.
00:52:50: Dann sieht man vielleicht im ersten Moment wirklich nur sich selber und will sich nach vorne bringen.
00:52:55: aber nach ein paar Jahren oder so hat es gesagt du machst das seit drei Jahrzehnten denkt man sich okay ich gebe auch anderen eine Stimme.
00:53:03: Ja das ist ja das Grausliche Am jung sein oder zumindest in meinem Fall so gewesen, dass es grauslicher ist, dass da für mich immer nur um mich ging.
00:53:14: So vielleicht war dieser Prozess wichtig, das noch eine Zeit lang nur um sich geht.
00:53:19: Dass jeder Antrieb meines Tums selbst motiviert.
00:53:23: Aber jetzt weiß ich, es geht mir schon um uns!
00:53:28: Es muss jeden betreffen dazuhören.
00:53:34: Also du siehst, du hast mich eingangs gefragt, ob ich eine Notverspüre möglichst lustig zu sein in so einem Podcast.
00:53:41: Bis jetzt war er nicht sehr lustig?
00:53:43: Ja auch!
00:53:45: Ich habe mir eh gedacht, hab ich das überhaupt jetzt fragen soll, was irgendwie passend ist eigentlich.
00:53:52: Weil es ist ja falsche Erwartungshaltung mit der man vielleicht in so Gesprächen geht.
00:53:58: Das Wichtigste ist dass es ein Gespräch wird Das ja manchmal mag diese Sendung Willkommen Österreich so gerne.
00:54:06: Da warst du jetzt Zugast?
00:54:07: Ja, und die spannendsten oder interessantesten Talks sind immer jene mit Gästen, die sich nicht versuchen irgendwie bestimmt zu wirken oder lustig zu sein sondern die schlicht und einfach auf diese Fragen versuchen möglichst ehrlich zu antworten.
00:54:25: Es sind immer die besten Gespräche, die versuchen Lustig zu seien oder etwas anderes.
00:54:29: exaltiert ist zum Einschlafen befürchterlich.
00:54:31: Das trifft man niemand.
00:54:34: Wann hast du denn da das erste Programm angefangen zu schreiben?
00:54:36: War das so ein Corona-Thema damals auch?
00:54:39: Ich
00:54:39: habe vor Corona begonnen, dann zu arbeiten.
00:54:42: Dann hätte das Primäre haben sollen und dann war aber diese Pandemie... Und dann ist das immer wieder verschoben worden.
00:54:49: Und dann hab ich letztlich jahrelang daran herumgeschraubt.
00:54:54: Und es ist aber auch irgendwie immer besser geworden.
00:55:00: Kurz vor der Premiere hat das Programm mit dem wie es war, wie ich begonnen habe damit er also wirklich nicht mehr viel zu tun gehabt.
00:55:10: Also hat das quasi dieser Zeit diesem Stück zumindest auch irgendwie gut getan?
00:55:15: Ja, das ist total gut
00:55:15: getan.
00:55:17: Ich hab
00:55:17: die Proben wieder
00:55:18: aufgenommen und so.
00:55:20: Man dachte entweder das finde ich überhaupt nicht mehr lustig oder überhaupt nicht mal gut.
00:55:24: eigentlich will ich das nicht mehr erzählen Und dann ist natürlich ganz wichtig dass man das danach deleteet.
00:55:32: Also das ist schon wichtig.
00:55:36: Das spürt ja auch jeder, der zuhört ob dir das ein Anliegen ist etwas zu erzählen.
00:55:41: Wenn du dann nicht mehr diese Kraft und Energie dahinter hast Dann kommt es auch nicht an.
00:55:49: Es muss immer eine Notwendigkeit da sein Ein Not da sein Er
00:56:03: macht ja nix.
00:56:04: Kein
00:56:04: Übergang ist auch ein Übergang.
00:56:06: Ist er so?
00:56:08: Ja Ja sicher Da habe ich immer den Schädel zermattet beim Schreiben von den Programmen.
00:56:13: Ja, aber wie komme ich jetzt von dem einen aufs andere?
00:56:16: Und das braucht man ja überhaupt nicht!
00:56:17: Man braucht nicht.
00:56:18: in meiner Apropos, man kann auch sagen... So und dann erzählst du einfach was anderes?
00:56:24: Dann
00:56:24: erzählste einfach etwas anderes.
00:56:26: Was geht es bei dir?
00:56:28: Das ist auch so eine Pointe wo glaube ich viele sich irgendwie festhalten können.
00:56:33: Das Ketchup, das scheint wichtig zu sein.
00:56:37: Naja, wie gesagt ich diese Figur die ich da spiele ist eine Übertreibung meiner selbst.
00:56:41: Es ist zwar wahr dass ich catch-up liebe und für das die erfolgreichste Soße aller Zeiten halte.
00:56:50: es ist ja auch so du kommst ja heute wenn du in ein Burgerlokal gehst oder so gibt's wahnsinnig viele Tipps usw.
00:56:57: aber catch up wird sich immer gegen den anderen durchsetzen.
00:57:02: können sie halt alle darauf einigen oder?
00:57:03: Ja und
00:57:04: ich halte auf diese vollkommen falsch kalkulierte Ketchup-Menge wie kaum aus.
00:57:15: Seitdem es diese Ketchupbackeln gibt, zu meiner Kindheit hat sie ja noch die Ketchupflaschen gegeben aber jetzt gibt's auch diese einzelnen Backelen.
00:57:22: Wer soll denn dann mit wo mit auskommen?
00:57:27: Überbraucht ihr in dem Fall nur ein Stichwort geben und du kommst in Rage?
00:57:30: Ja, es ist ja auch dieses... wenn ich einen Schnitzel esse.
00:57:34: Ich möchte einen Schnitzel mit Ketchup essen!
00:57:37: Wenn ich dann schon einmal Nase rümpfen ernte vom Servierpersonal halte ich das schon für übergriffig weil was geht denn den das an außer dass er mir ein weiteres
00:57:48: bringt?!
00:57:48: Ich bezahle es ja auch!
00:57:50: Ich will nicht wissen wie er drüber denkt dass ich Ketchup zum Schnitzel ist.
00:57:56: Das geht den gar nichts an!
00:57:59: Gar nichts an, bitte einfach bringen, wenn ich es sage, ich sag immer dazu bitte viel Ketchup und dann kommt ein Backel.
00:58:07: Da hat mich nicht ernst genommen.
00:58:10: Hin und wieder kommt das vor, dann nehmen sie mich ernst und dann kommen so eine ganze... So ein kleines Schüsselchen dazugehen.
00:58:15: Okay, so kann ich auch arbeiten.
00:58:18: So ein richtiges Wo Wo normalerweise da ober oder die Milch für einen Kaffee trinken, so ein großes... wie nennt man das?
00:58:26: Da gibt es ja einen Begriff dafür.
00:58:27: Einen Societ.
00:58:29: So
00:58:32: eine
00:58:33: Sausengockelhahn der da steht.
00:58:38: Dann fühlst du dich ernst genommen quasi
00:58:41: weiter.
00:58:41: ich fühle mich geborgen.
00:58:44: mit Richtig, Dosiscatcher fühle ich mich geborgen.
00:58:48: Das ist meine Droge!
00:58:51: Baust du so eine kleinen Geschichten auch ein?
00:58:54: Weil da eigentlich jeder sich irgendwie was dazu... Also machst du das absichtlich?
00:58:59: Das
00:58:59: wundere ich ja.
00:59:00: unabsichtlich mache es nicht.
00:59:01: aber Ich habe mir schon gedacht vielleicht wird mich der eine oder die andere verstehen in dieser Problematik Aber dass was mich daran amüsiert hat wie ich begonnen hab das Ketchup Kapitel zu schreiben, wie ich mich da reinsteigern kann.
00:59:20: Also ich hätte da wirklich drei Hundertzeiten drüber schreiben können und ich habe mir gedacht dieses Wie sich dieser Typ in diesen Schaas rein steigert Das ist schon ganz schön lustig.
00:59:33: Dann weiß das Publikum gleich einmal, mit wem sie es tun hat.
00:59:37: Dann kann das Publikum auch die anderen Geschichten, die ja zum Teil wirklich weird sind, richtig einschätzen wie Sie die zu nehmen haben.
00:59:45: Also dass das ein bisschen ein Irrerer ist auch.
00:59:48: Das amüsiert mich!
00:59:51: Mit was für einem Gefühl soll denn so eine Publikume im Idealfall aus deinem Stück rausgehen?
00:59:57: Vergnügt und versöhnt mit der Welt.
01:00:03: Also jetzt gerade bei Dante Beppe, wo es ja um Zuversicht geht... ...die uns allen fehlt und werden alle immer aggressiver.
01:00:13: Ist das so?
01:00:14: Ja!
01:00:15: Ich glaube schon dass die Leute immer frustriert und aggressiver werden.
01:00:19: Wegen diesem ganzen Zeug was da um uns herum zusammen kracht.
01:00:26: Der verlässt schon viel in der Mut.
01:00:29: Und wie man aber zu Versicht schöpfen kann, das erzähle ich.
01:00:36: mit ein bisschen seinem Frieden in sich rausgehen und vergnügt habe ich das Gefühl viel geleist zu haben.
01:00:46: Dann kannst du gut schlafen gehen, dir ruhig
01:00:48: schlaven
01:00:49: gehen.
01:00:51: Das ist das was ich zu bieten habe und wenn ich das geboten hab denke ich mir okay well done
01:00:58: Auf zum nächsten Projekt.
01:01:00: Nein zur nächsten Vorstellung.
01:01:01: hoffentlich ist die nächste Vorstellung wieder so geil.
01:01:06: Machst Du Dir da Druck dann auch?
01:01:08: Wenn die heutige Vorstellung gut war dass das nächste besser werden muss?
01:01:12: Nein, besser nicht.
01:01:13: Aber zumindest gleich gut und nicht schlechter!
01:01:16: Es wäre ganz frustrierend für mich wenn ich im Programm schreibe und spüre... Das ist schwächer als das davor.
01:01:24: Ich meine da denken sehr viele Künstlerinnen anders Die haben als Hauptaufgabe, dass sie sich nicht wiederholen oder so Und unbedingt was Neues machen So.. Ich möchte nur einfach nicht schlechter werden.
01:01:41: Du diese Tante Beppi, die dir auch im Stück und anscheinend im echten Leben Zuversicht gegeben hat.
01:01:49: Und ein
01:01:49: positives
01:01:50: Denken.
01:01:51: Brauchten wir nicht alle irgendwie so diese Tante-Beppi an unserer Seite?
01:01:55: Es ist ein Glück wenn man seine Tante Pepi hat!
01:02:00: Meine Tante Peppi war in Wirklichkeit schon ein bisschen anders als die weil meine echte Tante So ganz sanftmütig.
01:02:13: Und die Tante Pepe im Stück ist eine doch reiche Figur, ja?
01:02:19: Quirlik, warisch, dialekt, bodenständig... Handtick!
01:02:26: Aber auch
01:02:26: so was Mondenes hat sie irgendwie auch.
01:02:29: Ja,
01:02:30: aber weiß ich nicht wie es sich für die drüber kam.
01:02:32: Auf jeden Fall ist sie deutlich gescheiter als ich Und ich habe mich sehr daran, wie ihre Glugheit nicht gleich annehmen und diese Glugkeit erst viel später in mir langsam aufgeht.
01:02:48: Das finde ich interessant zu erzählen.
01:02:52: Ja und der Gedanke ist ja auch faszinierend weil es ist ja ganz angenehm wenn man jemanden neben sich hat oder begleitend hat der vielleicht gescheiter ist.
01:03:01: Ja das ist herrlich!
01:03:03: Also meistens.
01:03:04: Ich habe einmal eine Freundin gehabt, die ist viel intelligenter als ich.
01:03:08: Das war auch oft...
01:03:09: War das beim ersten Stück oder?
01:03:10: Ja, das war
01:03:11: bei Herz und Schlampe rein.
01:03:12: Kommt man bekannt vor!
01:03:15: Die ist ... Ich habe heute noch Kontakt zu ihr.
01:03:18: Die heißt in dem Stück ... Die nervdötend intelligente Ex-Freundin Louisa, die übrigens sich das angeschaut hat.
01:03:30: Wie war die Reaktion?
01:03:32: Ich habe sie eingeladen.
01:03:33: Ich habe gesagt, ich erzähle so viel über dich.
01:03:37: Chiller heißt den wirklich.
01:03:38: Das kann ich ja sagen... Und ich erzähl' so viel um uns.
01:03:43: Ich möchte dich da einladen und dass du dir das auch einmal anschaust ob wir einverstanden oder bist.
01:03:48: aber es sind keine Rückschlüsse auf dich zu ziehen und wirst doch nicht mit Klarnamen erwähnt.
01:03:54: Und der hat dann mal ihre Mutter vorgeschickt in die Prämiere, dass er mal schaut wie das ist.
01:04:00: Und die hat dann gesagt, das ist lustig.
01:04:02: Schau dir das an.
01:04:03: und dann ist sie gekommen zweimal sogar.
01:04:06: Aber was wollt ihr eigentlich erzählen?
01:04:10: Dieses ständig jemanden intelligenteren Nebensicht zu haben mit dem man auch noch dazu zusammen ist oder so eine Liebesbeziehung führt, setzt einen schon ein Auge unter Druck.
01:04:21: Also da überlegst du ja schon oft etwas drehend.
01:04:24: Weil sich natürlich oft in den Nasenwurzel gezwickt nach Aussagen von mir.
01:04:29: Und so weiter.
01:04:30: Wer sitzt da neben mir?
01:04:32: Ja, ja,
01:04:33: auf die Art!
01:04:34: Also... ...kuhaufentrag ist das keiner gewesen.
01:04:39: Das muss man schon auch sagen.
01:04:40: Aber ich bin ja dann ihr auch gereift und das ist natürlich dann der wesentliche Ertrag an zweiter Begegnung.
01:04:49: Hast du jetzt mit dem zweiten Stück das erste Stück auch noch
01:04:53: oder?
01:04:53: Ja hin und
01:04:54: wieder.
01:04:54: Ich
01:04:55: hoffe dass ich es irgendwann auch wieder aufnehmen kann.
01:04:59: Macht das Spaß, das gleichzeitig noch zu spielen?
01:05:02: Ja.
01:05:02: Das hat man ja früher... Wie in einem Theater-Ansäuble war im Landestheater hatte man das auch gehabt, dass man mehrere Stücke im Repertoire hat.
01:05:08: Das macht mir überhaupt keinen Stress.
01:05:10: Ich mag immer gerne die Abwechslung.
01:05:12: Aber auch, dass es ganz angenehm ist, dass das andere dann vielleicht ein bisschen variieren kannst auch.
01:05:20: Kann ich mal vorstellen!
01:05:22: Ist ganz schön.
01:05:23: Sobald drei Jahrzehnten auf Bühnen Hast du das Gefühl, dass du so im Kabarett wo du dich da alleine auf der Bühne vor das Publikum stellst und dich eigentlich ausziehst?
01:05:39: Mehr oder weniger.
01:05:41: Dass du das gefunden hast vielleicht irgendwie was wo du wirklich zu Hause bist obwohl du andere Sachen auch noch machst aber trotzdem dass dieses runtergebrochene vom Kavaree.
01:05:55: Du brauchst eh, was du früher gesagt hast?
01:05:57: Du brauchste sonst nichts!
01:05:58: Du brauchtest nur dich, deinen Körper deine Stimme und Geschichten.
01:06:03: Es ist ja nicht das erste Mal, ich bin ja schon davor alleine auf der Bühne gestanden zum Beispiel mit einem Artur-Schnitzel monologisch eine Novelle mir zusammen gekürzt habe und diese wirklich Haarsträubend spannende Arturschnitzle Geschichte erzählt hab.
01:06:20: Und ich bin damit als junger Typ, weil ich keine anderen Auftrittsmöglichkeiten hatte, damit auf eine Balkantour nähe gegangen und habe das zum Teil in Bergdörfern gespielt vor Menschen die noch nie in ihrem Leben eine Performance gesehen haben.
01:06:38: Das ist simultan übersetzt worden und so.
01:06:41: Die dann zum Teil auch aufgelassenen Klassenzimmer, wo nie durchgehend Strom war.
01:06:48: Wo immer das Licht... Da habe ich immer schreibt die Schlampe so ein Licht gebaut und ich habe das vor Bäuerinnen vorgespielt.
01:06:54: Das Licht ist immer wieder ausgegangen.
01:06:55: Ich habe gesagt soll man jetzt warten bis das Licht wieder angeht oder soll ich als Hörerspiel weitermachen?
01:07:01: Dann habe ich im Dunkeln das weiter gespielt!
01:07:02: Und die waren so gespannt von dieser Geschichte dass sie glücklich waren da habe ich irgendwie diese Feststellung gemacht Komfortabel und schön und eindrucksvoll in einem großen, schönen Theater zu spielen.
01:07:14: Aber das was dich zufrieden macht findet auch in einem Ziegenstall statt.
01:07:22: Kann auch in dem Ziegen-Stall stattfinden.
01:07:24: So ein großes Theater kann ja wahrscheinlich die Aufmerksamkeit von dem Stück von dir wegziehen oder?
01:07:30: Also das ist ja wenn du auf so einer großen Bühne in einem tollen Theater vielleicht spielst.
01:07:37: Das hat schon so eine gewisse Erwartungshaltung an das Stück, dass da stattfinden wird.
01:07:42: Das ist schon so aufgeladen
01:07:45: und bei einer
01:07:46: reduzierteren Bühne
01:07:49: kann ja auch förderlich sein,
01:07:50: aber die Reduktion
01:07:51: um auf deine Frage zurückzukommen stimmt schon.
01:07:54: es reduziert sich dann auf die Geschichte, die man zu erzählen hat.
01:07:58: Die muss das Spannende sein.
01:08:03: Ob die jetzt in einem Ziegenstall stattfindet oder in einem blüchigen, rotsamtenden Theater ist dann letztlich wurscht.
01:08:12: Nur das war jetzt nicht dein Stück?
01:08:16: Nein, es war von Autoschnitzeln.
01:08:18: Aber da habe ich mir gedacht diese Geschichte ist so wahnsinnig gut Spiel im Morgengrauen von Autoshnitzer!
01:08:23: Diese Novelle ist so unfassbar gut... Ich will das den Leuten erzählen.
01:08:30: Dann muss man es halt richtig kürzen und spannend eine spannende Fassung, eine clevere draus machen.
01:08:38: Und das ist total aufgehangen.
01:08:39: Das habe ich über hundert Mal dann gespielt auch in Theatern nachher.
01:08:45: Nach dieser Balkantournee hab' ich eine E-Mail bekommen aus Chicago von einem Solo Performance Festival, wenn man dacht, dass er Spam oder so wird... ...und bin nicht sogar nach Chicago damit gereist.. ..und da habe ich eben auch nichts anderes.
01:09:01: Es gab da so Milch auf der Bühne ...emigrierten Jüdinnen und Juden gespielt.
01:09:09: Ihren Arthur Schnitzler, den wollten... Da leben ganz viele emigrierte Jugendchen.
01:09:13: Die wollten nochmal ihren Schnitzel in ihrer... Also auf Deutsch hören.
01:09:17: Das war natürlich dann auch eine... das war Druck!
01:09:20: Da haben wir gedacht, wann?
01:09:21: jetzt spiele ich der jüdischen Autor?
01:09:26: Hoffentlich gefällt es denen.
01:09:30: Und die haben danach gesagt, ja, das war gut, war gut.
01:09:34: War
01:09:34: okay.
01:09:36: Ja, wenn die ist hat so... Wenn die sagen, das war gut, dann war das schon sehr viel.
01:09:41: Dann war das wahrscheinlich wirklich gut?
01:09:45: Ja
01:09:45: vielleicht.
01:09:48: Was ich darauf ein bisschen hinaus wollte war ob du quasi mit diesen Solo-Programmen und ich schreibe mir meinen eigenen Text, ich erzähle mein eigenes Leben auch wenn es überhöht ist teilweise autobiografisch ist autofiktional sagt man ja auch auch das Gefühl hast, weil es ist ja so irgendwie eine Reise dieses Schauspielerleben.
01:10:12: Dass du irgendwas gefunden hast wo du bleiben willst.
01:10:16: oder kann es auch gut sein dass du das irgendwie widerlässt?
01:10:21: Das weiß ich nicht.
01:10:22: meine berufliche Laufwand macht mit mir fast was sie will.
01:10:26: Keinen Einfluss darauf!
01:10:28: Am liebsten wäre er mir... am liebesten ist man selbst etwas aufschreiben und den Leuten erzählen allein auf der Bühne, das ist das schönste.
01:10:41: Braucht man keine Gitarre dazu?
01:10:44: Nimm doch die Gitarren mit auf die Bühne.
01:10:47: Vielleicht schreibe ich auch Lieder für das nächste.
01:10:51: Ich weiß es noch nicht, ich mache einen großen Bogen um meine Gitarra.
01:10:57: Aber vielleicht wäre das ja ein schöner
01:10:59: Anlass, dieses Gitarrenspielen... Ich fühle mich
01:11:02: wieder in der Wunde boah an aber... Nein
01:11:04: also ist nur gut!
01:11:05: Ich bin als Gitarist nur gut in einer Band mit anderen.
01:11:11: Müsste eine gute Band da sein.
01:11:12: Aber es gibt so wahnsinnig viele saugute Bands, wo ich mir denke, er braucht's mich wirklich nicht!
01:11:21: Alles voll mit guten Bands.
01:11:24: Ja aber vielleicht auch wenn das nicht bräuchte, weil vielleicht tut's dir gut damit... Vielleicht auch abzuschließen auf der Bühne Man sieht euch die Zähne knirschen'n.
01:11:37: Ich will
01:11:38: jetzt nicht nur drüber reden Das reicht.
01:11:40: Es ist
01:11:47: ein schlechtes Gewissen, weil ich auch so gute Gitarren habe!
01:11:54: Die Instrumente sind genau so wie ich sie brauche und will.
01:11:58: Und jetzt liegen die da rum... ...und jetzt liegt da vielleicht ein Talent drum, das sich verkommen lasse aber dafür... Ach Gott, red mir nicht mehr drüber, ich bin kopfig wenn ich dran denke.
01:12:12: Ich weiß gar nicht ob du das in deinem Stück thematisierst, ich glaube nicht.
01:12:15: Aber vielleicht kannst ja darüber reden und es hilft dir dann damit umzugehen in weiterer Folge
01:12:22: Wenn ich eine Weise dazu finde vergnüglich drüber zu reden, dann rede ich auf jeden Fall drüber.
01:12:29: Das ist schon wichtig dass man über alle Problematiken dich da behandelt Dass man über die vergnüglich reden kann.
01:12:36: Es muss Vergnügen bereiten
01:12:38: Nicht Zähne knirschen
01:12:39: Nicht zähne Knirschen!
01:12:42: Ich glaube, mit dem Lachen macht man die Leute auf und dann kann man alles erzählen.
01:12:50: Mich bringst
01:12:50: du gerade zum Lachen also... ich hoffe das überträgt sich auch in die Welt hinaus!
01:12:57: Das
01:12:57: hoff' ich gerne!
01:13:00: Du so abschließend was dieser Tante Peppi mit ihrem Optimismus und der ja auch auf deine Figur ausstrahlt ...was können wir denn machen?
01:13:14: Dass es nicht schlimmer wird, dass man mehr Optimismus wieder in die Welt bringt.
01:13:18: Hast du da mit deiner Lebenserfahrung?
01:13:21: Die Tante
01:13:21: Pepi sagt ich bin nicht optimistisch sondern zuversichtlich.
01:13:28: Ich traue von einer besseren Welt weil ihr nicht von einer schlechteren Drammen möcht sonst ist die gegenwärtige noch schlechter und das ist unmöglich.
01:13:36: Und sie animiert mich immer mal zu verreisen, was ich nicht gerne mache.
01:13:41: Und sie sagt immer fahr mal nach Rom!
01:13:44: Stimmt
01:13:44: Das wird dich erlösen.
01:13:46: und ich sage ich will nicht verreißen, was mache ich in Rom?
01:13:49: Die alten Gebäude die beeindruckend mich acht Sekunden lang und das machen.
01:13:56: dann bin ich in rom und dann beschreibe ich aber das möchte ich jetzt nicht so ausformulieren meine dann freise ich wirklich nach Rom und was sich dafür Eindrücke sammeln für neue Eindrücke sammeln und eine Begegnung hat mit einer Hummel, die sich auf einer langstieligen Blume labt.
01:14:18: Und warum diese Blume, diese bizarre Formen und diese Farbe hat?
01:14:23: Das hat sie nur weil die Hummel das gut findet!
01:14:26: Wir finden es auch gut und das haben wir gemein mit der Hummel.
01:14:29: Dann mache ich einen Schmatz von einer Kugel-Eis in einem Stanitzel von einer Sorte, die ich vorher nicht kannte und dieses Aroma war so neu für mich.
01:14:39: Da kommen so viele neue Empfindungen und Eindrücke zusammen, sowas Einfaches ist es.
01:14:44: Was für einen Moment einen Frieden schließt.
01:14:50: Und diesen kleinen Frieden in sich zu finden Auf dem kann man aufbauen Der kann ihn optimistisch machen Das sind ganz einfache Dinge.
01:15:00: Und daran zu arbeiten Freundlich den anderen zu begegnen Mit dem Versuch die Situation des anderen zu verstehen.
01:15:18: Das ist das, was wir tun können und das ist so wie der Flügelschlag des Schmetterlings.
01:15:24: Das kann eine Kettenreaktion in sich tragen.
01:15:29: Da schließt sich jeder Kreis quasi zu deinem Kabarett wo man zusammen kommt, wo man sich vielleicht mit alten Freunden verabredet.
01:15:36: Man macht wieder etwas gemeinsam, kommt zusammen, trinkt was schaut sich was an gibt es sich dem hin öffnet sich spricht danach vielleicht weiter und eh, wie du gesagt hast.
01:15:47: Geht mit einem guten Gefühl
01:15:49: nach Hause.
01:15:50: Genau.
01:15:52: Mehr kann man nicht erwarten.
01:15:54: oder ist
01:15:55: es schon sehr viel?
01:15:56: Ich halte das nicht für wenig.
01:15:59: Das hat jetzt falsch geklungen aber... Nein
01:16:01: nein nein ich habe sie richtig verstanden!
01:16:02: Aber das
01:16:04: ist nicht wenig.
01:16:05: Wenn nur mal einer einmal mehr freundliches als sonst pro Tag Ist schon was getan.
01:16:17: Christian, vielen Dank!
01:16:19: Danke fürs Interesse.
01:16:20: Ich würde zum Abschluss noch gerne ein paar kurze Fragen stellen.
01:16:24: Sind das so Wordrap-artig?
01:16:26: Mit gutem Antworten?
01:16:28: Einer ist leider etwas über das haben wir gerade gesprochen Die erste die eigentlich immer stell Und zwar in welche Stadt würdest du immer wieder gerne reisen?
01:16:42: Kopenhagen und Lissabon?
01:16:44: Ach doch,
01:16:45: dann doch gern verreisen.
01:16:47: Ja dort habe ich mich sehr aufgehoben gefühlt.
01:16:52: in beiden Städten ja
01:16:53: Lisa Bonn und Copenhagen waren mir die liebsten städte dich bis jetzt bereist
01:16:59: du.
01:16:59: gibt es eine serie oder ein film die dich zuletzt verstört haben
01:17:04: in einem positiven sinne verstört
01:17:06: Oder auch negativ.
01:17:07: Wie du?
01:17:07: Verstört, also... Das lasse
01:17:09: ich ganz offen!
01:17:10: Der neue Film von Markus Schleinzer-Rose ist
01:17:14: die Wahnsinnig
01:17:16: starke
01:17:16: Film.
01:17:18: Bist du
01:17:18: debatt?!
01:17:19: Also positiv verstört.
01:17:21: Ja ja, auch schockiert, auch... Ich kann nicht darauf näher eingehen.
01:17:28: Es war wahnsinnig berührend und dieser Film hat eine ganz starke Form in sich gefunden.
01:17:36: Es ist ein wirklich formvoll endetes starkes Kunstwerk, Rose von dem Markus Schleinzer.
01:17:42: Das habe ich jetzt erst vor meiner Woche gesehen.
01:17:44: das war ganz toll.
01:17:47: und dann gibt es auch meinen Lieblingsfilm wo ich immer den Titel vertrete heißt Outside In Inside Out glaube ich einen Arthaus Film der sehr sehr stark ist.
01:18:00: Den habe ich mir schon vier oder fünf mal angeschaut.
01:18:03: Da sind die da sind die besten Filmkunstwerke die mir einfallen.
01:18:08: Gibt es ein Buch, das du uns gerade empfehlen kannst?
01:18:14: Na da gibt's viele weil ich lese viel.
01:18:17: Immer gleichzeitig auch.
01:18:20: Nur wenn ich muss lese ich parallel...
01:18:24: Ich glaube jetzt ist Welttag des Buchers.
01:18:25: kann das
01:18:26: sein?
01:18:26: Ist das so?
01:18:26: Aha das wusste ich gar nicht!
01:18:31: Ich liebe die Bücher von meinem Freund Robert Seethaler.
01:18:36: Ich liebe Arthur Schnitzler.
01:18:39: Es sind manchmal die Frauenfiguren In den Schnitzelern.
01:18:44: Nouvellen und Romanen sind wirklich nicht gut gealtert, wie die manchmal beschrieben sind.
01:18:49: Aber manchmal sind sie auch sehr gut beschrieben.
01:18:51: Also Fräulein Elsen ist zum Beispiel toll!
01:18:52: Das hat noch immer totale Gültigkeit.
01:18:54: Auch wieder Artoschnitzler psychologisch setziert es atemberaubend.
01:19:02: Was ist das schönste Lied der Welt?
01:19:05: Das war für mich jetzt immer mein Leben lang Just Like Heaven von The Cure.
01:19:10: Vielleicht ist es das noch immer, aber in den letzten Monaten denke ich mir Paul Wellers In Better Times.
01:19:21: Vielleicht ist das noch ein schönerer Pop-Song als Just Like Heaven vielleicht.
01:19:25: Das höre ich in den Letzten Monaten fast jeden Tag.
01:19:29: Kann
01:19:29: sich aber wieder drehen.
01:19:31: Nein ja, Just Like heaven seit sieben und achtzig.
01:19:35: um Gottes Willen Just Like Heaven ist seit malen sieben und achtzig das beste Lied, was ich hier gehört habe.
01:19:42: Das lässt sich nicht so leicht verdrängen?
01:19:43: Das
01:19:43: lässt es sich nicht zu leicht verdrehen, oder?
01:19:45: Das ist wirklich... das hab' ich immer so viele Jahre über mich immer wieder gedacht.
01:19:49: Wie kann man so einen wunderschönen Pop-Song schreiben der so erbaulich ist Und von Liebe handelt?
01:19:59: das ungeheuer guter Song.
01:20:02: Was soll von dir und deiner Kunst einmal bleiben?
01:20:08: Von mir hoffe ich die Erinnerung, dass ich ein netter Mensch war.
01:20:16: Von meiner Kunst bleibt nichts und ist okay so.
01:20:21: Es gibt ja auch andere Künstlerinnen und Künstlern, die etwas Zeitgemäßes und Relevantes machen.
01:20:27: Da soll sich die Konzentration drauf legen.
01:20:30: Von mir muss nix bleiben.
01:20:32: Lieber im Hier-und-Jetzt was auswirken.
01:20:34: Ja,
01:20:35: wenn ich tot bin, dann bin ich tot Wird das mehr oder weniger wurscht sein, dass ich wahr.
01:20:44: Tut.
01:20:44: irgendwelche letzten Worte für heute?
01:20:48: Ich glaube und hoffe, dass sich schon den einen oder anderen Satz gesagt habe, dem man vielleicht mitnehmen kann, das mit dem Freundlichsein.
01:21:00: Danke dir!
01:21:01: Danke, danke für die Einladung.
01:21:21: Was soll?
01:21:22: das alles ist eine Produktion von mir, Philipp Dolle.
01:21:25: Folgen gibt es jeden Freitag überall wo es Podcasts gibt.
01:21:29: Damit ihr keine Folge verpasst, folgt dem Podcast auf der Plattform Eurer Wahl.
01:21:34: Vielen Dank fürs Zuhören und ich freue mich schon auf kommende Woche!
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