Marilies Jagsch (MAIIJA) besingt die Themen, die im Alltag keinen Platz finden
Shownotes
„Was wäre wenn?“, diese Frage öffnet Räume: In dieser Folge von „Was soll das alles?“ spreche ich mit der Singer-Songwriterin Marilies Jagsch, die unter ihrem Künstlerinnennamen MAIIJA genau diese Räume in ihrer Musik erforscht. „What If“ ist mehr als ein Album. Es ist eine Auseinandersetzung mit der Zerbrechlichkeit des Menschseins und der Stärke, die in der Verletzlichkeit liegt. Wir sprechen über das, was unter der Oberfläche brodelt: wie Marilies ihre persönliche Geschichte mit Endometriose in eine universelle Sprache übersetzt und warum sie gesellschaftliche Krisen nicht ausblendet, sondern in ihre Songs einwebt. Es ist ein Gespräch über den schmalen Grat zwischen Stille und Aufbruch, über ihren künstlerischen Ausdruck und die Notwendigkeit, in einer Welt voller Gewissheiten wieder das Fragen zu lernen. Was auch immer kommt, wir stecken da gemeinsam drin. Eine Einladung, innezuhalten und genau hinzuhören.
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Die Folge wurde am 30. April 2026 in Wien aufgezeichnet.
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Was soll das alles? Philip Dulle spricht im Podcast mit Künstlerinnen, Musikern und Filmemacherinnen. Die dritte Staffel von “Was soll das alles?” erscheint jeden Freitag auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
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Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.
Transkript anzeigen
00:00:00: Was mir wichtig ist bei allen Arten von Kunst, glaube ich.
00:00:04: Dass da ein Raum dafür da ist für Themen die in unserem Allgleichsleben keinen Platz haben weil sie zu dunkel sind und damit zu tun haben dass man jetzt einmal zum Beispiel einen Tag nicht so leistungsschark ist.
00:00:20: eigentlich wäre es viel besser man könnte solche Dinge gemeinsam spüren und gemeinsam verarbeiten.
00:00:27: Platz da draußen dafür und ich hab das Gefühl, dass Musik kann so ein Raum sein der dann eben auch Menschen miteinander verbindet die selber solche Themen durchmachen.
00:00:41: Und dann so ein bisschen an zu Hause finden.
00:00:44: für eine Zeit
00:01:07: Brauchst du das auch diese Ruhe um in Ruhe nachdenken zu können?
00:01:13: Ich denke auf jeden Fall, dass Ruhe wichtig ist.
00:01:18: Musik produzieren für mich, weil ich das mal dieses Nichts brauche glaube ich aus dem dann etwas entstehen kann.
00:01:28: Zu viel Eindrücke zu viel Lärm und zu viel Geräusche teilweise auch andere Musik lenken mich in solchen Prozessen auf jeden Fall ab.
00:01:40: Haust du dich dann aber auch so ins Getümmel dann wieder absichtlich um dann wieder zurück in die Ruhe zu kommen?
00:01:47: Machst du das auch?
00:01:48: Immer weniger, wobei das auch ein wichtiger Teil des Musikerinnen sein ist.
00:01:54: Das Konnekten und mit anderen Leuten gemeinsam machen und auch teilzunehmen wie in der Nacht und Musik leben.
00:02:05: Früher habe ich das sehr viel gemacht mittlerweile immer weniger oder ich brauch mehr Phasen wo ich so ein bisschen runterkomme von dem Ganzen und deswegen versuche ich mir das gut einzuteilen.
00:02:19: Du hast es gerade gesagt, das hat so geklungen.
00:02:21: Das bräuchte du wie ein leeres Blatt Papier um kreativ sein zu können?
00:02:25: Kann man sich das so vorstellen?
00:02:27: Ja ich denke schon dass ist ganz unterschiedlich.
00:02:31: manchmal brauche ich diese Lehre und Ruhe.
00:02:33: bei dem Projekt an der mich jetzt gerade Arbeit habe ich viel gelesen und was ich gelesen hab verarbeitet wobei das auch viel Ruhe und Konzentration braucht.
00:02:43: Und manchmal sind's aber schon auch Begegnungen mit Menschen die einen dazu inspirieren, jetzt zum Beispiel dann so zu schreiben.
00:02:53: Das ist irgendwie so eine der emotionalsten Dinge, die man so erleben kann.
00:03:00: Also deswegen zu lang allein sein oder sich zu lange zurückziehen ist auf jeden Fall nicht gut für künstlerische Prozesse genau.
00:03:11: Aber das Song Schreiben ist so eine emotionale Tätigkeit für dich?
00:03:14: Auf jeden Fall!
00:03:16: Es steht immer irgendwie ein... Gefühl am Anfang, den man in irgendeiner Form Ausdruck verleihen möchte und dann versuche ich dieses Gefühl in Worte und im Musik zu übersetzen.
00:03:33: Das heißt das kann auch nicht irgendwie was Banales manchmal sein vielleicht wenn du einfach Lust hast jetzt etwas zu schreiben sondern es muss dich schon irgendwie richtig berühren oder irgendwie Emotionalisieren oder so.
00:03:45: Manchmal löst auch aus einer Eisgefühle
00:03:47: mir
00:03:47: raus, da würde ich jetzt nicht unbedingt ausschließen.
00:03:51: Aber es muss man irgendwie trotzdem ein bisschen auf der Seele brennen.
00:03:54: Ich lerne das gerade erst wieder so, weil ich jetzt gerade so viele schweren Themen beschäftigt habe einfach auch mal über was leichtes zu schreiben.
00:04:05: Es schreibt gerade in einem Song wo es nur ums... tanzen geht und sonst nichts.
00:04:09: Und ich habe vorgenommen, es soll umsonst nix gehen.
00:04:11: Fällt mir schwer, aber es geht auch!
00:04:14: Aber ist das für dein aktuelles Projekt oder für was anderes?
00:04:20: Das wird sich noch rausstellen, das weiß ich zu dem Zeitpunkt oft noch gar nicht so genau.
00:04:27: Vielleicht fürs übernächste Mai-Album.
00:04:29: Okay.
00:04:30: Weil das aktuelle ist ja jetzt gerade erst entschieden und ich glaube
00:04:33: es ist
00:04:34: gerade mal ein Monat alt, oder?
00:04:37: Aber ich habe schon wieder das nächste Fertig geschrieben.
00:04:40: Wirklich?
00:04:41: Also ein ganzes Album!
00:04:42: Ja, ich hab letztes Jahr das Glück gehabt Kompositionsstipendium zu bekommen von der Stadt Wien.
00:04:49: Das heißt es war meine Hauptaufgabe Stücke zu schreiben und langsam hat sich so auskristallisiert dass es wohl auch mein Album werden wird.
00:05:02: im Endeffekt also das ist fertig geschrieben.
00:05:06: Ich bin gerade dabei, das zu produzieren.
00:05:09: Das heißt die Lieder, die man jetzt auf What If?
00:05:12: Auf deinem aktuellen Album hört sie sind noch älter oder sind die in derselben Zeit entstanden?
00:05:17: Die
00:05:17: sind noch Älter ist es ja auch immer so ein Erdenster zwischen.
00:05:22: also wenn man die Songs fertig geschrieben hat dann hat's in dem Fall noch einen Jahr gedauert bis wir fertig waren mit der Produktion und dann dauerts nochmal circa ein halbes Jahr bis es dann erscheint.
00:05:36: Also wenn's dann rauskommt, fühlt sich eigentlich alles schon wieder alt an.
00:05:41: Aber ich hab doch zu den Songs noch einen nahen Bezug.
00:05:48: beim ersten Mayer Album des zwanzig kleinen Zwanziger Schienen ist bei AM.
00:05:52: Da waren die Songs teilweise schon wirklich Alt und da war's dann schwierig so... Gemeinsam zu fühlen.
00:06:01: und ich habe es dann, glaube ich doch geschafft.
00:06:03: Und auch in der Life Umsetzung ist das ja dann wieder so ein Schritt, um mal schauen können dass das Ganze so einen koherenten Wald hat Genau.
00:06:13: Aber ja zu dem Zeitpunkt wo man was released Was für alle Menschen neu ist Es ist vor allem an selber eigentlich schon wieder von gestern
00:06:24: Ist es dann oft schwer noch selber die Verbindung zu den Songs zu finden?
00:06:30: Nein, so lange ist das noch nicht her.
00:06:35: Dadurch dass wir es ja jetzt auch erst zum allerersten Mal ... Wir sind Februar bei der Album-Präsentation zusammen live gespielt haben, ist das eben auch was, wo man's wieder ganz aktuell erlebt und was wieder ein ganz neues Erlebnis ist.
00:06:51: Bist du dann selber von deinen Songs irgendwie überrascht?
00:06:54: Wenn du siehst so, dass erstemal dann selbst auch live spielst?
00:06:58: Nein!
00:06:59: Darf ich gleich zuschauen?
00:07:01: daran gearbeitet und wir schauen schon, dass wir relativ nah an dem bleiben wie wir es im Studio gemacht haben.
00:07:10: Also zumindest beim Parkkonzert.
00:07:11: Ich bin jetzt auch relativ free Solo weil man immer schauen muss wie die Umstände passen und das geht sich nicht in meinem Band Konzert aus.
00:07:19: aber wenn was mit Bands spielen sie mir relativ nah dran wie wir's im Studio produziert haben können.
00:07:26: Aber das spricht ja dann eigentlich auch für die Songs, auch wenn sie schon ein bisschen älter sind.
00:07:30: Oder dass du jetzt nicht das Gefühl hast, du musst dir jetzt irgendwie neu auch entschieden oder so?
00:07:34: Das hatte ich tatsächlich früher bei meinem zweiten Album... ...das haben wir so lange gespielt bis irgendwie... ...und es ist nichts Neues rausgekommen,... ...dass ich dann dachte, wir müssen neue Versionen von den Songs spielen und haben dann so ganz schön, so ein kleines Sinü mit zwei Songs im ganzen anderen Arschmaus gemacht von einem allerersten Album.
00:08:00: Weil man sich ja auch mit der Zeit ein bisschen entfernt und nicht nur richtig identifizieren kann mit den Songs wenn... ...so viel Zeit vergeht und muss ich selber weiterentwickelt Und da braucht das ganze dann manchmal so ein neues Gewand.
00:08:14: Aber das sind jetzt die zwei Alben, die du unter Marie-Lise Jagdschreffer öffentlich tast?
00:08:20: Genau!
00:08:21: Und die sind ja doch schon Einige Jahre alt jetzt, oder?
00:08:24: Und im Jahr twohundzehn war das ja schon sehr lange her.
00:08:28: In der Zwischenzeit hast du eigentlich unter deinem Namen dann kein Album mehr veröffentlicht, oder ?
00:08:35: Hast Du da überhaupt viel Musik gemacht?
00:08:38: Ich habe schon für Theater- und Performances Musik gemacht, hab bei Vienn Resting Peace gespielt.
00:08:45: Aber hatte einfach nicht wirklich den Raum in meinem Leben so... Oder vielleicht auch die Kraft und Energie so ein großes Projekt wie ein Album zu realisieren, da hat schon viel dazu.
00:09:00: Viel Geld, viel Zeit, viel Energie und das ging sich einfach mit allen Jobstich hatte fit war ich auch fasenweise nicht ging es sich einfach nicht aus.
00:09:14: und dass es gibt glaube ich sehr viele Gründe wieso es so lange gedauert hat.
00:09:18: aber das ist auf jeden Fall sind auf jeden fall einige davon.
00:09:23: Hast du da oft schon gedacht, ob das überhaupt noch was wird?
00:09:26: Dass du quasi selber etwas rausbringst oder hast du das dann komplett irgendwie auf die Seite gelegt?
00:09:33: Ja ich hatte schon Phasen wo ich auch wirklich so Blockaden hatte und Zürichgefühl hatte.
00:09:37: Ich kann mich gar nicht mehr hinsetzen Phasem wo ich ... ich konnte nicht mehr Gitarre spielen weil ich so Handgelenkprobleme hatte.
00:09:44: Dann habe ich angefangen gravier zu spielen Was dagegen geholfen hat.
00:09:48: aber trotzdem gab es dann so Phasene wo ich Jedes Mal wenn ich mich zum Klavier gesetzt habe, ist mir ganz übel geworden und ich konnte irgendwie nicht weitermachen.
00:09:57: Das war so eine Phase wo ich wahrscheinlich selber mit mir nicht im Reinen war und das nicht aufmachen wollte weil Musik machen bei mir auch viel bedeutet sich mit den eigenen Emotionen auseinanderzusetzen und dazu muss man mal bereit sein.
00:10:12: Und ich glaube es war so ne Phase wo wir in diversen Jobs so gut funktionieren muss und das Gefühl hat, man muss ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft sein.
00:10:23: So wie ich das damals gesehen habe mittlerweile sehe ich das eh anders ist es so schwierig wenn man dann sowas macht wo man so schnell auch mal zerbricht wie bei... Wenn man sich halt mit dem was tiefer sitzt aus einer anderen Seite und ich glaube dazu war ich mir einfach eine lange Zeit nicht bereit.
00:10:44: und ich habe auch eine chronische Krankheit, mit der ich sehr viel zu kämpfen hatte.
00:10:47: Und die hat sehr viel meiner Freizeit in Anspruch genommen, weil man sehr lange nach Behandlungsmöglichkeiten sucht und viele ... also zuerst einmal sehr viel tun muss auch an jetzt so etwas wie Bewegung und Spannung
00:11:02: usw.,
00:11:03: ein sehr dichtes Programm hatte ich dann schon teilweise oben überhaupt in die Arbeit gehen zu können musste ich schon sehr viel rundum machen, damit sich das ausgeht und dann war einfach kein Raum
00:11:17: mehr.
00:11:18: Das ist ja auch Teil des neuen Albums.
00:11:20: oder diese chronische Krankheit?
00:11:22: Habe ich jetzt eben auch zum ersten Mal erzählt... Also erzählt habe ich schon ein bisschen vorher begonnen irgendwie auch auf Social Media das zu schreiben.
00:11:33: aber jetzt ist es leichter weil jetzt hatte eine einschneidende Operation und seitdem geht's mir deutlich besser.
00:11:40: Das wusste ich lange nicht, ob das eine Möglichkeit ist oder ob es hilft.
00:11:44: Es war auch keine leichte Entscheidung, wo sehr viel verändert.
00:11:48: Aber mir geht's jetzt deutlich besser.
00:11:51: Ich will sagen, schmerzfrei ist ein großes Wort vor allem bei einer chronischen Krankheit, wo man nicht weiß, ob dies wieder zurückkommt ...
00:11:59: Endometriose?
00:12:00: Ändometriosa habe ich noch gar nicht erwähnt.
00:12:04: Danke dir!
00:12:05: Genau, endometrioser hab' ich Und Und genau ich weiß eben, man weiß nicht zu hundert Prozent ob es zurückkommt.
00:12:16: Aber in meinem Fall hatte ich jetzt das Glück dass es mir deutlich besser geht und jetzt auch mal so ausschaut als würde so bleiben.
00:12:23: Deswegen ist es leichter darüber zu sprechen weil ansonsten ist es ja auch schwierig wenn man so schnell einen Stempel auf der Stirn hat und weil wir ja auch zum Beispiel Sorge haben müssen da offen drüber spreche oder wenn man meinen Namen guckt und gleich rausfindet, dass ich Endometriose hab.
00:12:41: Ist die Frage, wenn ich mich wofür einen Jobbewerb, ob ich dann genommen werde?
00:12:45: Oder ob sich die denken vielleicht schafft ihr das nicht?
00:12:48: Vielleicht ist dir dann viel in Krankenstand
00:12:50: usw.?
00:12:52: Und im Wirklichkeit ist es aber so, dass die Menschen, die ich kenne, die Endometriose haben ... Die Zähesten sind überhaupt!
00:13:00: Ich war ... keinen einzigen Tag.
00:13:03: So ist es wirklich eine wegen der Schmerzen im Krankenstand, was aber auch nicht gesund war.
00:13:09: also das war definitiv nicht gut für mich.
00:13:13: und ja viele Jahre habe ich jetzt auch nicht so richtig geschafft darüber zu reden weil's auch irgendwie sehr viel wenn man das erzählt und dann beschäftigen oder dann schauen die Leute was das is oder sie wissen schon und dann hat sich doch sehr viel mit intimen Dingen zu tun und das erzählt mir einfach auch nicht zu gern.
00:13:31: Aber jetzt habe ich entschieden, dass der Zeitpunkt ist wo ich auch das in meiner Musik verarbeiten möchte und auch darüber sprechen weil es einfach so viele Leute betrifft.
00:13:44: Und weil ich immer wieder erstaunt bin wie viele davon noch nie irgendwas gehört haben obwohl's wahrscheinlich circa zehn Prozent aller Frauen betriften was eine absurde Zeit
00:13:56: ist.
00:13:56: Also doch!
00:13:59: Viele wissen davon nichts und das haben nicht alle Beschwerden.
00:14:04: Aber es sind alles eher dunkelziffern, weil sehr viel nicht diagnostiziert sind.
00:14:11: Weil es ein sehr langer Weg ist bis zur Diagnose bei mir hat sicher zehn Jahre gedauert.
00:14:18: Man braucht auch eine Operation, eine Bauchspegelung um überhaupt die Diagnosis stellen zu können.
00:14:23: Das ist halt das Problem, weil das nicht so leichtfertig gemacht wird Und ich hoffe einfach, dass sich da in der Forschung demnächst was tut.
00:14:34: Damit das schneller geht und als Erstens braucht es neue Behandlungsmöglichkeiten und auch schnellere Diagnoseverfahren.
00:14:45: Und zuallererst muss da mal irgendwie Geld investiert werden, was viel so lange nicht gemacht worden ist weil es eben keine Männerkrankheit ist.
00:14:57: Das Einzige, was irgendwie aufgetaucht ist, ist jetzt zum Beispiel in Kinderwunschkliniken.
00:15:02: Weil die meisten kommen erst drauf, weil sie z.B.
00:15:07: Schwierigkeiten haben, Kinder zu kriegen und dann stellt sich raus, dass sie in der Mitte Rosa haben.
00:15:13: Also wenn es um so eine praktische Sache geht wie jetzt da funktioniert irgendwas nicht, dann gibt's Grund dafür das zu behandeln aber rein... weil jemand leidet und Schmerzen
00:15:25: hat.
00:15:25: Das reicht dann nicht, sich mehr damit auseinanderzusetzen.
00:15:30: Vor allem wenn die Männer diesen Schmerz nicht selbst kennen ... Du musst immer schwer was zu sagen, wo ich mir nicht hundertprozent sicher bin.
00:15:42: Aber es ist auf jeden Fall Personalist mit den zehn stärksten Schmerzens oder so.
00:15:49: Knapp nach Jahrzehntfakt oder so, irgendwie endometriose gelesen und das ist schon... Also mir ist es bewusst weil ich bin durch den Schmerz viele Jahre durchgegangen.
00:16:00: Diese Stigmatisierung die du auch angesprochen hast oder diese mögliche Stigmatisierung ist dir dasselbe auch passiert?
00:16:07: Oder hast du das auch gemerkt in Gesprächen oder auch in Jobs oder bei Bewerbungen oder so wenn man sowas anspricht dass das Probleme machen könnte?
00:16:18: Ich hatte das Glück, in meinen Jobs zu sich da eine sehr gute Atmosphäre hatte.
00:16:24: Was ich dazu beitragte, dass viele Frauen mit mir zusammengearbeitet haben und mehr Verständnis haben.
00:16:32: In meinem Fall grebe ich etwas mehr.
00:16:33: der Druck, den nicht mal selber gemacht habe, bis ich das Gefühl hatte ... Ich hab mich dann zwar rausgenommen im Homeoffice zu arbeiten, wenn ich starke Schmerzen hatte aber in Wirklichkeit war das teilweise auch zu viel was man wirklich hätt ich in Krankenstand gehen soll.
00:16:46: Und ich glaube, das ist dann mehr so der Druck, den man sich selber macht.
00:16:49: Wenn ich viel hab irgendjemand hat ... Hat denn verdacht, biet dich an darüber zu sprechen?
00:16:57: Weil mir das am meisten geholfen hat.
00:16:58: Vielmehr als die Besucher bei allen Ärzten und Ärztinnen, weil er nicht war, haben wir ja die Selbstbetroffene geholfener Unstückwerte zu kommen.
00:17:09: Hilft dir das auch wenn du merkst okay... Also erstens hilft es dir vielleicht, das auch verarbeiten zu können jetzt in deiner Musik auch und damit nach außen zu gehen.
00:17:20: Und Leute direkt damit auch zu konfrontieren irgendwie über die Bühne, über das Album aber dadurch auch andere Menschen den Mut zu geben sich damit auseinanderzusetzen oder sich da nicht stigmatisiert zu fühlen?
00:17:35: Ja also ich habe viele Rückmeldungen bekommen von Betroffenen.
00:17:43: Also ich glaube es ist schön, dass es immer mehr auftaucht jetzt das Thema und da muss sich so eine Spur weniger allein füllt damit.
00:17:51: Das ist auf jeden Fall die eine Sache und ich glaube, es ist schon ein bisschen Aufklärungsarbeit.
00:17:57: Es ist auch immer dabei weil wie gesagt... Ich sage mal zum Beispiel Männer ab einem gewissen Alter sind jetzt circa zu.
00:18:10: Wenn ich davon erzähle, wissen die von also achtzehn Prozent nichts davon.
00:18:14: Was auch eigentlich erschreckend ist und wo man einfach merkt dass da noch viel passieren muss
00:18:25: Wie du beschäftigst ihr dann durch dich selber schon länger mit dem Thema war?
00:18:29: Hat sich in der Forschung jetzt in den letzten Jahren was getan?
00:18:33: Ich merk zumindest nur in gewissen Publikationen und so das es halt öfters in Magazinen,
00:18:40: etc.,
00:18:40: dass es öfters jetzt Thema ist auch.
00:18:44: Vielleicht wenn man selber mal sich damit beschäftigt hat schaut man da genauer hin, wenn so Themen vorkommen aber hast du das Gefühl, dass ich da auch in der Forschung, in der Medizin was tut?
00:18:54: eher langsam also.
00:18:56: es gibt immer wieder so ein Artikel wo steht ah jetzt gibt's eine neue Diagnose Methode und Manchmal stellt sich es auch als Fake-News heraus.
00:19:09: Manchmal erkennt man dann, dass das Studien sind mit Hundert Teilnehmerinnen und ... Also so was nicht wirklich jetzt zu einem Einfluss hat, so groß kann sein, dass ich da auch irgendwas übersehen hab.
00:19:24: Aber es gibt viel versprechende Nachrichten manchmal aber bis das alles wirklich so umgesetzt worden ist, als Methode eingesetzt werden kann.
00:19:35: Das wird sicher noch viele Jahre dauern und das ist so ein bisschen das Problem, denke ich.
00:19:43: Also aktuell gibt es keine deutlich neuen Behandlungsmöglichkeiten im Vergleich zuvor zur Zeit wo ich begonnen habe rauszufinden was ich da hab.
00:19:59: Aber was besser ist, dass Gynäkologinnen mittlerweile besser aufgeklärt sind und dann ihre PatientInnen an Endometriroso-Zentren weiterleiten.
00:20:14: Und das Wichtige ist auch, dass sie manchmal auch erkennen müssen, dass Sie da nicht die SpezialistInnen sehen, sondern dass Sie jemanden da auch weitergeben müssen – ich glaube es ist so!
00:20:28: Da ist auch noch viel zu tun.
00:20:33: Ja, das ist dann eher schreckend wenn man denkt dass es dann oft an solchen Dingen vielleicht auch hakt, dass es nicht irgendwie dann
00:20:40: eine
00:20:40: spezielle Listin in dem Fall weitergeleitet wird sondern...
00:20:45: ja absolut also so für ich war da ganz ganz schlimme Geschichten von Betroffenen die deren Diagnose eben so lange gedauert hat weil die behandelte Könäkologin sagt Das ist normal.
00:21:00: Das ist nicht endometriose oder gar nicht mal auf die Idee kommt, den Verdacht zu aussehen und diese Gefahr wie das es normal ist, dass man Schmerzen hat... Leider sehr, sehr tief verankert in unserer Gesellschaft!
00:21:16: Und da muss sich einfach noch einiges tun und ich glaube auch, dass es so ein bisschen... Also natürlich ist immer auch das das persönliche Verarbeiten von solchen Themen wo ich lang ganz schwer darüber sprechen konnte, aber andererseits ist es schon noch das Thema gehört ausgesprochen.
00:21:37: Ist dann sowas auszusprechen auch für dich ein Antrieb mit der Musik auf weiter zu machen?
00:21:44: Also dass das auch so umgekehrt wirken kann?
00:21:48: Das weiß ich nicht, aber es fühlt sich alles vielleicht so ein bisschen relevant an.
00:21:54: also ich könnte wahrscheinlich jetzt nicht Ausschließlich sagen sie über Tanzen schreiben, weil ich das nicht will.
00:21:59: Das braucht niemanden und davon gibt es schon genug.
00:22:04: Obwohl's wahrscheinlich hin- und wieder auch ganz gut tut sich oder
00:22:07: damit so was
00:22:10: zu beschäftigen.
00:22:11: Aber du nutzt quasi dann deine Bühne wehst Du dann auch bewusst aus oder solche Themen auch anzusprechen.
00:22:20: Du kannst Alpen veröffentlichen, du kannst solche Themen in Songs verbackern.
00:22:25: Das ist ja auch wahrscheinlich jetzt nicht so einfach, schätze ich mal!
00:22:29: Und du kannst damit auftreten und Konzerte spielen und solche Themen thematisieren.
00:22:35: Nutzt du das dann bewusst mittlerweile?
00:22:41: Oder war da schon immer ein Anliegen die Bühne für schwierige Themen zu nutzen?
00:22:48: Ich glaube, das habe ich grundsätzlich immer gemacht über Themen zu schreiben die in unserer Gesellschaft nicht wirklich am Platz haben.
00:22:57: Weil sie alles was mit Leistung zu tun hat muss sich damit quasi nicht vertragen.
00:23:09: und das ist grundsätzlich etwas, was mir wichtig ist bei allen Arten von... Kunst, glaube ich.
00:23:18: Dass da eine Raum dafür da ist für Themen die in unserem Alplex leben keinen Platz haben weil sie zu dunkel sind und damit zu tun haben dass man jetzt einmal zum Beispiel einen Tag nicht so leistungsschark ist.
00:23:37: So Themen wie Trauer ist z.B auch sowas was das in unserer Gesellschaft trauert mal Zuhause für sich.
00:23:50: Eigentlich wäre es viel besser, man könnte solche Dinge gemeinsam spülen und gemeinsam verarbeiten und es gibt Platz da draußen dafür.
00:24:01: Ich habe so das Gefühl dass Musik kann ein Raum sein der dann eben auch Menschen miteinander verbindet die selber solche Themen durchmachen und zu Hause finden für eine Zeit
00:24:21: Wenn du Leistung gesagt hast und siehst, dass du selber gesagt hast, dass in den Jobs quasi dir nie einen Tag mal Ruhe gegönnt hast.
00:24:31: Und das ist dann trotzdem so tief verankert oder dass man das dann selbst oft gar nicht auch abstellen kann und sagen kann okay es geht aber heute nicht.
00:24:40: Ist eigentlich doch irgendwie Paradox auf deiner Seite.
00:24:45: Ja einerseits, manchmal hilft es schon wenn man sich darüber bewusst ist andererseits muss man halt auch irgendwie mitmachen.
00:24:52: Weil wenn man nicht so mitmacht wie alle anderen behält man dann den Job bekommt man dann genug Aufträge und so weiter.
00:25:02: das heißt so richtig aussteigen ist schwierig.
00:25:07: also so wie mein stipenden Jahr letztes jahr hat mir tatsächlich die möglichkeit gegeben einmal einen Schritt zurückzugehen, mir alles von außen anzuschauen und mein Leben genauso zu leben wie ich es will.
00:25:21: Was einem ganz andere Möglichkeiten bietet weil man plötzlich so viel Zeit hat sich mit Themen auseinanderzusetzen und ja vielleicht ein bisschen mehr einen kritischen Blick auf alles zu werfen oder einfach was man oft erst kann wenn man so ein bisschen Abstand davon nimmt durchgehend nur in irgendeiner Form.
00:25:46: entweder mal.
00:25:48: Man arbeitet oder man konsumiert, also eigentlich besteht ja dann das Leben nur noch aus von auf dem Handy scrollen bis über Serien schauen am Abend bis über selbst beim Ausgehen ist es irgendwie alles.
00:26:03: also eigentlich bestät alles nur aus irgendeinem Arzt von Reizüberflutung und Dadurch wird einem ja die Möglichkeit genommen selbstständig zu denken.
00:26:16: Und das habe ich schon auch immer selber wieder bemerkt, wenn ich in so einer Phase drin gesteckt bin, dass man kann nicht zum Beispiel auch jetzt... Ich möchte gerade versuchen noch mit diesen Freiräumen ein bisschen zu behalten, weil man so schnell in sowas reinhutscht und dann eben dieses... Also ich meine selbstständige Denken ist natürlich radikal formuliert aber Unabhängig, denke ich, ist vielleicht das Wichtigste geworden.
00:26:41: Weil man so viel in diesen Strukturen feststeckt, dass man einfach den Raum nicht mehr hat und Abstand auf die Dinge zu blicken.
00:26:53: Und ja... Deswegen sind auch solche Steppendien so wichtig!
00:26:59: Das schaut ja momentan so aus als würde es immer alles weniger werden.
00:27:03: also das Steppende, was mich begonnen habe da gab's in dem Jahr Zwei Personen haben das bekommen und jetzt gibt es noch mal fünf.
00:27:09: Und wir werden sehen, bis dann nächstes Jahr ist.
00:27:13: Du hast das ... ... zwanzig-fünfundzwanzig
00:27:15: gehabt?
00:27:16: Genau.
00:27:16: Okay, und jetzt, zwanzigs-sechsundzwantzig wurde's schon so eingekürzt quasi.
00:27:25: Das trifft natürlich alle Künstlerinnen und Künstlern.
00:27:30: aber dass diese Kürzungen treffen dann ja auch wiederum irgendwelche Veranstaltungsdocations oder Vereine
00:27:38: etc.,
00:27:40: dreht sich ja dann auch weiter.
00:27:42: Das ist ja dann noch das Schwierige.
00:27:45: Aber vielleicht ganz gut, wie schaut denn so ein ideales Ja oder so ein ideales Leben für dich aus?
00:27:51: Du hast es glaube ich jetzt gerade früher so gesagt!
00:27:53: Wieso?!
00:27:55: Diese kreative Arbeit...
00:27:57: Ich weiß nicht ob ich's so ideal gestaltet habe, wie ich mich jetzt hin nachher vielleicht machen würde.
00:28:05: Ich glaub' ich hab vielleicht auch den Fehler gemacht zu viel Zeit so alleine in Kemmerland zu vergeben.
00:28:14: Ist das dann bei dir in der Wohnung?
00:28:15: Ja, aber also erstens einmal die Möglichkeit zu experimentieren nicht nur gezielt an irgendwas zu arbeiten um irgendwie einen Output zu haben sondern freier Dinge auszuprobieren den man noch nie gemacht hat.
00:28:37: was ich jetzt auch.
00:28:37: ich habe jetzt irgendwie gelernt, was jetzt irgendwie Produktionsprozess betrifft.
00:28:44: Da hab ich immer Peter Ball-Aufreiter, mann Produzenten gebraucht für alles und mittlerweile bin ich da schon viel selbstständiger.
00:28:52: also das nächste Album wird so die Hälfte Ich machen, die hälfte er... Und dass ist auch etwas, wo ich in dem Jahr da viel weitergekommen bin.
00:29:03: Das wäre nicht möglich gewesen wenn ich diese Zeit unter den Raum nicht gehabt hätte.
00:29:09: Also diese diese Ruhe zu haben und die existenziellen, so einmal kurz ruhen zu lassen.
00:29:17: Ich glaube das ist das was sonst so schwierig ist weil man halt immer im Kopf hat wie geht es jetzt weiter?
00:29:23: Wo verdiene ich Geld?
00:29:25: Wie mache ich weiter?
00:29:26: Und da mal irgendwie mal kurz eine Sicherheit zu haben schafft halt auch ganz viele Möglichkeiten.
00:29:36: Was ich jetzt vielleicht anders machen würde doch mehr kollaborieren, was ich schon zum Teil auch gemacht habe.
00:29:47: Aber das ist auch etwas, was einfach unglaublich viel Energie gibt.
00:29:52: und bei so Dingen wo man selbst festhängt kommt man dann sehr viel schneller weiter wenn man mit jemand anderen zusammenarbeitete oder gut ergänzt.
00:30:07: also zb hab ich jetzt einen von den Songs, die mich jetzt irgendwie so ein Jahr rumgewurscht hat.
00:30:15: Ich bin damit zu Peter Paul ins Studio gegangen und wir haben an einem Nachmittag die ganzen Probleme gelöst und denen ich ewig festgehängt bin.
00:30:26: Das heißt manchmal ist es einfach auch gut einzusehen dass jemand andere Dinge besser kann oder nicht unbedingt besser kann aber das wäre halt ganz gut.
00:30:39: also in dem Fall Natürlich kann das besser, aber es muss nicht unbedingt... ...muss nicht unbedingt dass sein.
00:30:44: Sondern manchmal ist es einfach auch hilfreich so eine andere Perspektive mit reinzubringen.
00:30:50: Genau.
00:30:51: Ja oder manchmal ist man vielleicht eh im selber schon am richtigen Weg und man wird dann noch so auf ja vielleicht auch bestärkt einfach nur in seiner Idee weil man sich unsicher fühlt.
00:31:01: Das hilft ja dann auch schon manchmal oder denke ich mir
00:31:04: dazu.
00:31:05: Aber du machst das bei dem aktuellen Album ja eben mehr?
00:31:07: Oder es gibt einige Kollaborationen.
00:31:12: Zumindest
00:31:13: wurden mit anderen Musikerinnen und Musikern...
00:31:15: Bei dem What-If Album habe ich zumindest das gesamte Album gemeinsam mit Peter Parra aufreitergemacht, und außerhalb davon habe ich zum Beispiel mit Tobias Cott einer Single gemeinsam gemacht und mit Tell, die auch ein ganzes Album gemacht haben mit verschiedenen Personen, die gesungen haben und die Songs mitgeschrieben haben.
00:31:37: Und das sind schon so ... schöne Erfahrungen.
00:31:40: Weil man da so ein bisschen was anderes macht, dass man so allein machen würde und das finde ich auch immer sehr bereicher.
00:31:48: Ist dir das früher schwerer gefallen?
00:31:50: So deine Kunst zu teilen sage ich jetzt mal?
00:31:56: Nein eigentlich nicht.
00:31:57: Da habe ich
00:31:58: immer wieder etwas mit anderen Personen gemacht.
00:32:00: Was ich vielleicht nicht so gut konnte oder nicht wusste, Gemeinsam Songs schreiben, das war so ein bisschen.
00:32:11: Das habe ich schon auch gemacht früher aber es war so eine schwierige Prozesse und jetzt merke ich dass ist teilweise auch bei der Performance Produktion wird zum Beispiel irgendwie Songs zusammengeschrieben Und zwar faszinierend wie schnell das ging, wie lange ich brauche dafür und dann mit einer anderen Person zu zweit war irgendwie sehr gut die richtigen Akkordfolgen zu finden und ich bin gut mit den richtigen Vocal Melodien zu finden usw.
00:32:43: Und wenn man zwei Personen zusammen was machen lässt, die unterschiedliche Bereiche gut können geht meistens doppelt so schnell.
00:32:52: Das muss natürlich auch menschlich dann irgendwie passen wahrscheinlich oder so?
00:32:55: Ja
00:32:56: das ist die Grundvoraussetzung dass es geht.
00:32:58: Ich mache grad auch Musik für einen Film und es gibt mir total viel Freiheit da sich nicht noch eine andere Person... Zusätzlich auch
00:33:05: einen Soundtrack quasi.
00:33:08: Das machst du alleine oder?
00:33:11: Teile vom Soundtrack mache ich alleine und dann machen wir noch andere, sondern mit.
00:33:15: aber die Dinge, die ich mache, mache ich allein.
00:33:18: Kannst Du schon erzählen was das für ein Film wird?
00:33:23: Ja, ich denke schon!
00:33:26: Es wird heißen Schimmer und es ist zum Beispiel Michael Poczko
00:33:32: Schimmer?
00:33:32: Ja, Schimmer.
00:33:34: Unser Produktionsfirma heißt End-End-End Films und das ist gerade in Postproduktion.
00:33:40: Die
00:33:40: Woche gibt es noch eine Nachtdreh und Musik gibt sich schon viel.
00:33:44: jetzt wird noch so ein bisschen ausgewählt was dann tatsächlich genommen wird oder ob man noch etwas Neues brauchen soll.
00:33:53: Ende vom Sommer sollte der ganze Prozess abgeschlossen sein und damit mein Festival ist eingereicht.
00:33:59: Aber hast du so Soundtrackarbeiten schon gemacht
00:34:02: im Kleinen für Kurzfilme.
00:34:05: Macht nur total viel Spaß und auch was, was wir vorstellen können öfter zu machen in Zukunft wenn man es wieder ein ganz anderer Zugang auf so ein bisschen ein Experimenteller braucht.
00:34:18: nicht unbedingt so.
00:34:20: also dass ich beim Songwriting anstrengend finde ist das man so verschiedene Teile braucht bei einem Song die irgendwie zusammen passen und dann auch leerex, die das alles miteinander verbinden.
00:34:36: Und beim Filmen ist es manchmal auch nur ein Teil der sich wiederholt und aufbaut oder man braucht nicht unbedingt einen Text oder manchmal ist es sogar besser ohne Text.
00:34:47: Es erlaubt einen viel freier Zugang
00:34:49: und kann
00:34:49: irgendwie viel ausprobieren.
00:34:52: Ich glaube es ist auch wichtig dass wir mit den richtigen Leuten zusammenarbeitet, aber das macht mir gerade sehr viel Spaß.
00:34:59: Mehr Freiheit beim Experimentieren?
00:35:01: Aber auf der anderen Seite wahrscheinlich auch eine gewisse Unfreiheit oder weil man natürlich auch muss ja dann auch zusammenpassen.
00:35:07: natürlich Regisseurin, Regisseure muss sich da auch wiederfinden.
00:35:14: Oder kann es vielleicht auch ganz angenehm sein um frei zu sein und jetzt
00:35:20: gar
00:35:20: nicht so ausrufend
00:35:21: sein zu können.
00:35:26: grundsätzlich das Schätzen, was man macht.
00:35:30: Und ich glaube wenn es ein grundsatzliches Verständnis gibt fürs Arbeiten dann kann ich zum Beispiel auch damit umgehen wie man doppelt so viel Macht und nur die Hälfte davon verwendet wird vor allem wenn ich selber sehen kann vielleicht sogar diesen Prozess ein bisschen mit beobachten kann wieso diese Entscheidungen getroffen werden Und dann stört mich das auch nicht.
00:35:56: Ich habe auch nicht das Gefühl, dass die Dinge, die ich zu viel gemacht hab, umsonst sind, weil vielleicht baue ich dann da wieder was Neues draus und... Aber wie gesagt, auch der Großteil davon ist jetzt in diesem Ja-Einstanden, wo ich Zeit dafür hatte.
00:36:12: Wenn ich dazwischen ganz viele andere Jobs gehabt hätte, würde ich das anders sehen.
00:36:18: Da hat sich wahrscheinlich mehr genervt, dass ich soviel umsonsten unter Anführungszeichen gemacht
00:36:23: habe!
00:36:25: Es ist ja eigentlich eine Auftragsarbeit, die du dann für jemand Anderen machst.
00:36:29: Ist es dann auch ganz angenehm dass das jetzt nicht unter deinen Namen oder unter deinem Künstlerinnen-Namen oder Projektnamen erscheint sondern quasi halt Teil des eines größeren Projekts.
00:36:42: vielleicht ist?
00:36:42: Das schon, aber es wird da schon auch stehen.
00:36:46: Musikmeier also insofern verstecken kann ich mich da auch nicht.
00:36:50: Würdest das vielleicht manchmal gern.
00:36:53: Solche
00:36:53: solche Projekte möchte ich gar nicht machen, wo ich mich verstecken muss.
00:36:57: Also das ist natürlich auch immer so schwierig.
00:37:00: wenn so... Ich habe es bis jetzt geschafft nur bei Dingen mitzumachen die ich wirklich unterstützen kann also wo mir nichts unengenehm ist und mir weiß dann nicht mal lieber wenn ich Geld verdienen muss einen anderen Job zu machen.
00:37:21: Also bevor ich jetzt irgendwie zum Beispiel noch Musik für eine Theaterproduktion mache, die schrecklich findet.
00:37:27: Es ist mir lieber... Ich mach ganz was anderes, was gar nichts mit Musik zu tun hat und dann in der restlichen Zeit das, was mir gut gefällt.
00:37:38: Da achte ich schon glaube ich sehr drauf weil es bringt einfach niemanden irgendwas also wenn nicht auch nicht dahinter stehen kann und mich dann irgendwie so verstecken will.
00:37:49: Das tut doch niemandem gut.
00:37:52: Aber hast du das Sachen auch schon abgebrochen oder nach kurzer Zeit gemerkt, dass passt nicht?
00:37:58: Und wir sollten doch
00:38:00: gedeihte
00:38:01: Wege gehen?
00:38:02: Nein,
00:38:02: ich weiß das meistens vorher schon.
00:38:05: Spürst du das relativ?
00:38:06: Ja, ich
00:38:06: sag's dann halt ab, wenn ich das fühle.
00:38:09: Da fühl' ich mich jetzt so nicht zu hundert Prozent wohl.
00:38:12: Ich glaube, da habe ich ein ganz gutes Gefühl für ihn.
00:38:18: Hast du in diesem Jahr Auszeit oder kreative Zeit die du gehabt hast letztes Jahr, dass du dann doch wahnsinnig viel gemacht oder einen Algum fertiggestellt, das aktuelle What If?
00:38:33: Dann das dritte quasi geschrieben und Musik also ein Soundtrack auch noch nebenbei gemacht.
00:38:42: Mach dir das dann auch Druck, dass du?
00:38:44: okay ich habe jetzt Zeit.
00:38:46: Jetzt hab' ich so'n zuviel Monate nach Zeit und ich soll diese Zeit auch wirklich ausnutzen?
00:38:52: Nein, das Schöne war, dass sich den Druck zum ersten Mal nicht hatte und deswegen ist es viel verstanden glaube ich.
00:38:56: Okay, weil es kann ja auch sein, dass man sagt ok jetzt... Kann ich aber wirklich nicht auf der Vorhaut liegen, quasi unter Anführungszeichen?
00:39:04: Kenne ich auch von anderen Leuten die dann in der Zeit weniger machen und wenn sie wieder die Freiheit haben.
00:39:09: Weil ich habe ja auch etwas abliefern müssen.
00:39:12: also ich habe dann irgendwie auch abgeben müssen was sich komponiert hab.
00:39:17: Nein mir hilft es einfach dran zu bleiben und ich kann sagen das ist jetzt mein Job Das muss ich jetzt machen hilft mir das total.
00:39:26: Und ich bin eben sehr organisiert und mache immer alles früher als nötig, weil ich glaube, dass es im Schluss Stress wird.
00:39:34: und unter Stress mag ich.
00:39:36: Bei künstlerischer Arbeit mag ich nicht unbedingt unter Scheiß arbeiten.
00:39:42: Deswegen bin ich da eigentlich so nie ins Schleudern gekommen, sondern diese Lockerheit, die jetzt also die Voraussetzungen mit sich bringen hat mich auch ganz viel Ruhe und Lockerheit gegeben beim Arbeiten.
00:40:00: Also es wäre schon nicht längerfristig, die ideale Voraussetzung so mehr arbeiten zu können.
00:40:06: aber nach dem künstlerischen Arbeitmusik speziell aber auch auf viele andere
00:40:13: Dinge
00:40:14: sehr schlecht bezahlt hin ist das leider kein realistisches Bild für die Zukunft, weil solche Dinge wie so ein Stipendium sind eben, wo man's in der Lifetime Chance sehr glücklich bringt dass ich sie hatte.
00:40:26: Und zu dieses kontrollierte Arbeiten hast du da auch so Rituale zur täglichen, die Du machst oder ein Tägliches Üben.
00:40:33: Ein tägliches Singen und ein täglichisches Schreiben, dass Du irgendwie einhältst?
00:40:39: Oder stellst Du Dir den Wecker immer zu einer gewissen Zeit oder keine Ahnung?
00:40:45: Nein das brauche ich gar nicht, weil ich wache eigentlich immer von alleine auf!
00:40:48: Das ist ja mein schönster Luxus.
00:40:49: wenn ich irgendwie in der See... Ich stehe immer früher auf, dass das dich braucht.
00:40:55: Gerade keinen Wecker wenn ich nicht irgendwie einen Termin habe irgendwann immer früh.
00:41:03: Also am besten kann ich arbeiten an so einem Tag wo ich die Freiheit hab aufzustehen und selber den Wunsch zu haben mich wohinzusetzen.
00:41:12: Diese Ritualen unterscheiden sich ein bisschen.
00:41:15: jetzt in dem Stipendienjahr mich tatsächlich täglich hingesetzt und immer irgendwas gemacht, egal ob da was Gutes rausgekommen ist oder nicht.
00:41:24: Jeden Tag so ein Experiment würde ich jetzt mal sagen ... eine kleine Melodie aufgenommen irgendwo ein bisschen weitergearbeitet.
00:41:33: Und ansonsten jetzt beim What-If Album habe ich eher ... so ein bisschen warten müssen bis zu dem Moment wo irgendein Thema so trinklich ist das ich jetzt drüber schreiben will.
00:41:49: Und da ist wieder dann auch ganz wichtig, sich den Raum zu geben.
00:41:54: Dass man jetzt nicht ... dass er bringt, sich oft nichts hinzusetzen und gezwungen zu sagen ich schreibe sein Lied weil da nix Gutes auskommt dabei sondern der muss auf das Gefühl sein.
00:42:05: und da hat es mir dann oft geholfen zum Beispiel wenn ich die Möglichkeit hatte irgendwo hinzufahren und dort ein paar Tage zu verbringen um Raum und Ruhe dafür zu haben und keine Ablenkungen Dass ich dann, also wenn ich das gemacht habe, dass ich jetzt so ein Wochen war und Zeit und Ruhe dafür hatte.
00:42:27: Dann ist es eigentlich immer entliegt im Stamm.
00:42:34: Aber manchmal gehört zu einem Ritual auch, dass man... Also bei mir funktioniert's am besten, wenn ich mal zum Beispiel zwei Tage vornehme.
00:42:44: Das ist so wie andere halt einen Wochenende machen.
00:42:47: Weil als Künstlerin hat man ja irgendwie keine keine klare Freizeit, sondern man muss sich irgendwie immer... Also ich arbeite auch an Wochenenden.
00:42:56: An anderen Tagen wieder nicht zu viel.
00:42:59: Aber wenn ich mir mal vornehme zwei Tage wirklich nichts zu arbeiten und nur Dinge zu machen auf die ich Lust habe dann bin ich spätestens nach einem halben Tag so unrund, dass ich mich nicht einsetzen muss.
00:43:14: Also das ist so glaube ich der Trick wie ich mich entbesten.
00:43:18: Das muss dann nicht Samstag, Sonntag so klassisch sein.
00:43:20: Nein,
00:43:21: nein!
00:43:23: So wie dieses Direkt... Was man eben selten macht, weil man jeden Tag sich denkt, in der Weise auch schön ist die Arbeit, wenn man jeden tag sich denkt heute könnte ich wieder das ein bisschen machen oder zumindest da und da ein bisschen weiter machen.
00:43:37: Wenn wir jetzt gerade nicht mit irgendwelchen Momenten habe ich zwischendurch Rottjobs für eine Zeit und dann wieder Raum für Musik Ja, also das ist tatsächlich das Beste.
00:43:51: Dieses Sich-Vornehmen nichts zu machen und ich halte dich dann nicht aus und dann werde ich irgendwann sehr unrund.
00:43:58: Aber was machst du denn diese eineinhalb Tage lang wenn du nix machst?
00:44:03: Ich weiß ja nicht rumhängen vielmehr schon... Was andere halt auch noch über Wochen endeschätzt sich mal.
00:44:12: Also nichts Aufregendes!
00:44:17: Ist so Weil wir ganz am Anfang auch gesprochen haben, dass ihr zwischen deinem ersten Solo-Projekt und quasi diesem neuen Projekt oder nicht mehr auch nicht mehr ganz so neu im Projekt da doch viele Jahre vergangen sind.
00:44:31: Hast du da auch nach anderen Ausdrucksmöglichkeiten gesucht?
00:44:35: Vielleicht hast du anders geschrieben oder hast du was anderes gemacht um dich künstlerisch quasi auszudrücken?
00:44:45: Ich glaube ich jetzt eben ein Leben lang zumindest zeitig schreiben kann.
00:44:51: Denke ich immer mal wieder darüber nach, ob ich nicht meinen Roman schreiben möchte aber... Ich verwerfe das dann immer sehr schnell wieder und es kann sein dass das noch irgendwann kommt.
00:45:08: Aber momentan ist jetzt die Musik einfach das wo ich weiß.
00:45:11: Das kann ich bis zum Gewissen.
00:45:13: gerade da fühle ich mich wohl Und ich glaube das wäre so ein Neugebiet wo ich irgendwie auch sehr Unsicher wäre uns auch viel selbst Zweifel hätte, und da braucht noch Motivation im Raum.
00:45:25: Aber
00:45:27: hättest du schon so ein Thema?
00:45:30: Ich hatte
00:45:31: schon fünf verschiedene, aber wenn man zu lange erwartet, dann fühlt sich das wieder nicht dringlich genug an.
00:45:36: Und das Schwierige ist beim Song geht so... Wenn ich sage es gibt so einen Thema und das beschäftigt mich und dann will ich's verarbeiten und dann gehts relativ schnelles dauert manchmal auch länger bis so ein Song fertig ist.
00:45:46: Aber beim Roman muss man das ja irgendwie über sehr viele Monate oder ... Jahre noch.
00:45:53: Also, der Thema, dass mich so sehr packt, dass ich mich so lange damit beschäftigen will, das hab' ich vielleicht noch nicht gefunden, weil weiß ob das noch passiert.
00:46:03: Aber auch das ist was, was sich einfach in der Zeit mit anderen Beschäftigungen nebenbei nicht ausgegangen wäre für mich.
00:46:10: Ich bewundere Leute, die das schaffen.
00:46:12: Die irgendwie... was im Büro rausgehen und dann nachher oder in der Früh ganz früh hinweg erstellen.
00:46:20: Zwei Stunden an ihrem Rom-Anwärter schreiben, arbeiten gehen... Das kann ich nicht, weil alles was ich mache mit mich sehr ein.
00:46:30: Und mein Kopf ist da einfach so viel mit diesen Dingen beschäftigt.
00:46:36: Diese hohe Lehre von dem ich mal von gesprochen habe, die fehlt dann einfach.
00:46:42: Aber so dieses Schreiben, das ist auch etwas was du schon immer gemacht hast.
00:46:46: So für dich.
00:46:47: oder waren da so kurze Geschichten?
00:46:49: Oder Tagebuch?
00:46:52: Wie bist du dort dazugekommen?
00:46:57: Kurze Geschichte glaube.
00:46:58: ich habe mich schon immer so ein bisschen geschrieben eher früher und dann wieder damit aufgehört und dann irgendwann mehr... Ich hab schon mal angefangen irgendwo anzuschreiben, die irgendwie wieder verworfen aber ja nämlich
00:47:10: schreiben Okay.
00:47:16: Lyrics schreiben ist ja auch schreiben in irgendeiner Form, man ist ein bisschen eingeschränkt.
00:47:22: Ich glaube aber das hilft mir manchmal auch weil wenn man jetzt so einen Text auf Papier schreibt dass es keinen klaren Rhythmus haben muss und wo irgendwie alles möglich ist das überfordert mich auch manchmal.
00:47:38: Vielleicht ein bisschen einfacher, weil ich mir dann auch nicht so hohe Ansprüche... Also ich stelle da nichts zu hoher Ansprechungen und Text.
00:47:43: Weil der muss ja so viele Funktionen erfüllen.
00:47:46: Der muss ja irgendwie Metron funktionieren.
00:47:48: Da muss die.
00:47:49: teilweise achte ich drauf dass die Silben mit der Melodie gemeinsam funktionieren damit das alles irgendwie schön aufgeht.
00:47:57: Das heißt man kann jetzt Nicht jedes Wort da einsetzen für ein anderes, weil es dann Weil ein I einfach anders klingt als ein A Man ist auch total eingeschränkt.
00:48:11: Das ist mehr so wie so ein Rumfuzzeln und Suchen nach richtigen Silben und Worten, mehr als jetzt irgendwie ein freies Schreiben.
00:48:21: Deswegen stelle ich vielleicht nicht zu hohe Ansprüche dran.
00:48:26: Weil das auch so gesehen ... ja, weil es weniger frei ist und weil ich auch nichts alles so beeinflussen kann.
00:48:35: Es passiert halt viel wie Du hast die Melodie verlangt, sag ich jetzt mal.
00:48:40: Wann hast du so deinen ersten Song geschrieben oder die ersten Lyrics für einen Song?
00:48:44: Weißt du das noch?
00:48:45: Mit elf.
00:48:46: Mit elf!
00:48:50: Mit Gitarre... Ich hab in der Volksschule begonnen, Gitarren zu spielen und mit elf habe ich zum ersten Mal ein Chor gesammelt und dann ich weiß nicht mehr sehr viel darüber.
00:49:05: Ich weiß nur dass es darum ging Vögel von Baum runterfallen, weil die Luft zu schlecht ist.
00:49:13: Damals habe ich mich schon mit einem schweren Thema beschäftigt oder in der Zukunft geschaut.
00:49:19: Weil das vielleicht
00:49:24: ja... Also es war schon ein Thema was dich irgendwie beschäftigt hat?
00:49:27: Oder irgendetwas?
00:49:29: Auf jeden Fall.
00:49:30: und dann hab' ich mich jetzt wieder erinnert durch mich bei dem Projekt.
00:49:33: Das sprecht mir so viel über das was du hast.
00:49:36: Irgendwann rauskommen nicht!
00:49:38: Wenn ein Projekt durch mich jetzt dran gearbeitet hat, habe ich auch mit Klimawandel beschäftigt.
00:49:42: Aber auch schon bisschen bei What If?
00:49:45: Aber gibt es dir noch irgendwo diese Texte von damals oder...
00:49:49: Ich hätte so gerne als kann mich leider auch nicht erinnern und die Melodie finde sehr schade dass das nicht angezeichnet wurde.
00:49:59: Und du hast da klassisch getan Unterricht genommen in der Volksschule.
00:50:03: oder wie war das bei dir?
00:50:05: Ich bin sehr katholisch aufgewachsen.
00:50:10: In meiner Religionslehrerin habe ich getan und für die Blockflöten unterricht.
00:50:15: mein erstes Konzert war in einer Kirche.
00:50:18: Wo bist du aufgewachsen?
00:50:20: In der Oberstreich-Innenkreis.
00:50:25: Und ja, da habe ich mich dann aber sehr schnell entfernt davon an meine Jugend.
00:50:32: Das war so vor allem Schulzeit damals?
00:50:35: Dann habe ich aber auch lange aufgehört Instrumente zu spielen und erst so mit fünfzehn, um euch dann begonnen in einer Grunge Band zu singen.
00:50:46: Da war es dann auch sinnvoll, E-Gitarre zu lernen, sodass dann begann alles die Richtung, die dann wegweisend war für die Zukunft glaube ich.
00:50:57: Hast du diese paar Jahre gebraucht, um dich quasi von der Volksschule und diesem Unterricht quasi zu emanzipieren oder das?
00:51:08: Ja, ich glaube der Unterricht selber war jetzt nicht dramatisierend, aber grundsätzlich.
00:51:13: Der katholische Kirche kann schon manchmal auch bei Engsticken
00:51:16: sein
00:51:18: und da ja es war bestimmt was wo ich mich irgendwie entfernen müssen davon auch lernen.
00:51:23: Also wie ich begonnen habe in der Band zu singen hab, hab' ich auch mal irgendwie singern lernen müssen weil so wie man so in der Kirche singt das unterscheidet sich dann doch sehr von dem auch wir hier zingen also dass ich erst mal Stimmen euer Kennenglernen haben müssen und andere Ausdrucksmöglichkeiten finden.
00:51:45: Wie lange hat es diese Crunch Band gegeben?
00:51:48: Zwei Jahre, glaube ich.
00:51:50: Mit eigenen Liedern oder...?
00:51:53: Dann hatten wir nur zwei Auftritte
00:51:56: in Oberösterreich auch.
00:52:00: Hatte ich das irgendwie auch... also beide... Also das ist ja das eine quasi das klassische, ich sage mal am Land in Österreich aufgewachsen und die katholische Kirche und so.
00:52:11: Und dann die Rebellion, in der Bubertät oder als Teenagerin mit Grunge-Musik... ...und dieser ganzen Kultur.
00:52:19: hat sich das irgendwie geprägt?
00:52:21: Oder gibt es da was, was dich bis heute geprägte?
00:52:25: Es hat mich definitiv alles geprägen, glaube ich, so wie man alles, was man erlebt, mitnimmt.
00:52:31: Was jetzt irgendwie interessant ist, dass ich eher wieder ein bisschen einen Zugang finde.
00:52:39: Also lang konnte ich ja auch nichts anfangen mit so Kirchenmusik, sagen wir es mal.
00:52:45: Und mittlerweile liebe ich aber höhere und schreibe gerade sehr viele Coa-Sachen... Du
00:52:52: schreibst doch
00:52:53: Coa!
00:52:55: ...was irgendwie dann schon auch so Ähnlichkeiten hat, die man in der Kindheit kennengelernt hat bis zu einem gewissen Grad natürlich auf meiner Art Und finde da jetzt auch so wieder mit dem Abstand, glaube ich, ein bisschen positiveren Zugang dazu.
00:53:21: Aber die Garanzzeit hat mich sich mehr beeinflusst.
00:53:29: Aber das ist natürlich eh spannend wie dass alles prägend ist und man sich dann trotzdem irgendwie obwohl man es hinter sich gelassen hat, dann auch später noch die Dinge raus... ... zieht, die man vielleicht braucht in dem Moment oder...
00:53:43: Ein Teil davon.
00:53:44: Ein Teil davor
00:53:44: immer irgendwie mit von allem was er irgendwo aufschnappt.
00:53:49: Das ist auf jeden Fall so.
00:53:50: ja
00:53:51: War das also du da irgendwie auch schnell gemerkt dass das irgendwie deins ist zu singen, Gitarre zu spielen Dass das deine Möglichkeit ist dich auszudrücken?
00:54:04: Auf jeden Fall gesungen habe ich schon immer gern und so In meiner Jugend.
00:54:11: Mir ging es nicht so gut in einer Phase und da habe ich dann gemerkt, dass das Gitarre spielen was ist wo ich plötzlich das Hirn ausschalten kann.
00:54:22: So wenn man immer denkt und immer Sorgen hat und immer alles irgendwie sich schwierig anfühlt.
00:54:27: und dann hatten wir so ein Instrument wo man während der Zeit wo man sich damit beschäftigt plötzlich an nichts denkt.
00:54:36: Das ist glaube ich so... das schönste, was man haben kann.
00:54:41: Das kann ich mittlerweile nicht mehr.
00:54:42: Mittlerweile ist es nur mehr, dass sie mich in einem Instrument wieder finden oder einfach so mich hinsetzen ohne Ziele und drauf loszuspielen.
00:54:54: Das mache ich mittlerweile immer.
00:54:57: Deswegen bin ich wahrscheinlich auch keinem Instrument so richtig gut geworden.
00:55:02: Aber mittlerweile ist es vielleicht eben dieses Entwicklung von... von neuen Ideen, wo ich so reinkippen kann und wo ich einfach auch mal die Zeit vergesse.
00:55:12: Und das ist glaube ich irgendwie sowieso das Schönste, wenn man so reinfallen kann und nix mehr... Alles was einen Sorgen bereitet hat, ist plötzlich verschwunden.
00:55:27: Singst du dann auch für dich?
00:55:29: Machst du das also jetzt nur so für Dich?
00:55:31: Einfach nur so irgendwas dahin singen oder weniger aber halt eben eine neue Idee weiterarbeiten.
00:55:39: Das singe ich dann schon viel!
00:55:43: Ist das, weil du früher gesagt hast es ist oft nicht möglich?
00:55:47: Du hast ja eine Band bei deinem Maya-Projekt.
00:55:51: Du musst oder darfst auch immer wieder alleine auftreten oder wechselst da auch hin und her.
00:55:59: Ist das was, was du genießt?
00:56:02: Es geht sich halt nicht immer aus, dass wir alle gemeinsam irgendwo hinfahren und dann Auftritt absolvieren.
00:56:08: Oder wie ist das für dich?
00:56:11: Es gibt bei beiden Varianten Dinge die ich schätze.
00:56:16: also es ist auf jeden Fall super schön mit den Bandkolleginnen gemeinsam auf der Bühne zu stehen und das zu teilen und sich auch irgendwie so in einem Netzwerk einen Teil von was... groß um zu sein und auch aufgefangen flühen will.
00:56:38: Wenn man sich selber mal verspielt, merkt es vielleicht keiner, weil alle anderen eh weiter spielen.
00:56:43: Das ist schon noch sehr schönes und auch gemeinsam unterwegs sein ist schön.
00:56:51: Solo-Spielen ist, oder bin ich meistens nervöser?
00:56:54: Weil wenn man halt wirklich alles merkt was irgendwie schief geht und weil ich weiß okay, wenn ich da jetzt was verhaut habe dann ist gleich... Alles dahin, was jetzt in Ben-Kontext manchmal auch so ist.
00:57:06: Weil irgendwie viel davon... weil ich meistens so das Hauptinstrument spiele und singe und wenn es wegfällt dann geht sich auch nichts mehr aus!
00:57:15: Aber man fühlt sich immer viel stärker, wenn man solo spielt.
00:57:19: Gleichzeitig mag ich aber jetzt gerade auch ganz gerne diese Unabhängigkeit, falls meistens mein Zug muss nicht viel organisieren, bin eben da recht flexibel und kommt dann in irgendwelchen Venues, wo ich ihn nicht kennen muss mal Leute kennengelernt.
00:57:43: Es ist immer aufregend.
00:57:44: also das ist wieder auch... Hat auch was Schönes oder was
00:57:48: Abweiliges.
00:57:49: Muss neue Menschen kennenlernen und es kann sich gut verstehen, das tut gut aber... Es
00:57:55: ist ein Unterschied ob man jetzt wenn man nicht da bei einem unterwegs ist hat man die Option.
00:57:58: Kann man die anderen vorleschen?
00:57:59: Ja!
00:57:59: Und wenn man alleine unterwegs ist dann ähm.. ...ist es mehr so bisschen zwingender die Situation außer weil wir nicht so komplett als weirdo daherkommen mag ich sitze noch manchmal ganz gerne in der Ecke allein aber genau.
00:58:15: Aber dieses Verspielen oder wenn einmal irgendwas nicht so funktioniert.
00:58:19: Ich war jetzt am Wochenende in Villach, im Kärnten wo ich herkomme und Freunde von mir haben ein Konzert gespielt.
00:58:27: dort seit eineinhalb Jahren ging es sich mal wieder aus dass sie einen Konzern gespielt haben Und das gleich beim zweiten Lied ist beim Gitaristen eines Seite gerissen.
00:58:36: Das war die neue tolle Gitarre auf die er irgendwie lange gewartet hat oder so Die Band war total unbeeindruckt weitergespielten Song.
00:58:47: Er hat in Ruhe seine uralte Gitarre rausgekramt, hat sie gestimmt und dann ist er wieder eingestiegen.
00:58:53: Und das war irgendwie so fürs Publikum.
00:58:56: Die Band hat die überhaupt nicht rausbringen lassen von diesem kleinen Mal her dass da passiert ist Das waren die irgendwie so schön weil er einfach so in totaler Ruhe dann irgendwie die neue alte Gitarren rausgepackt hat um mit der dann weiter gespielt hat als wäre nichts passiert und ihm wie das Publikon hat auch so reagiert Okay, gehört das jetzt irgendwie zu dem Song?
00:59:14: Hat das bewusst die Gitarre mitten im Song gewechselt.
00:59:18: Das hat mich nur daran erinnert dass es auch so beruhigend sein kann wenn man sich da bei seiner Bein so fallen lassen kann auf so einer Art.
00:59:29: Ja absolut und ich meine in diesen Momenten wo solche Sachen passieren von denen hat man glaube ich jetzt immer selber mehr Stress.
00:59:37: Das Publikum findet das eh oft auflockend.
00:59:40: Also, die für mich die Hölle waren, wenn sie mal irgendwie ein Lied unterbrechen mussten weil ich nicht mehr wusste wie es weitergeht und bin da im Erdboden versunken.
00:59:51: Wenn man dann noch zwei, drei Mal beginnt bis es endlich wieder geht also für mich irgendwie absolute Hölle und dann sagen einem die Menschen auch, das war der schlimmste Moment!
01:00:01: Weil da merkt man dann dass es irgendwie... Die Fehler sind ja auch spannend für den Leuten
01:00:05: zu sehen.
01:00:07: Wenn alles irgendwie nur so eine perfekte Show ist, dann könnte man sich gleich Roboter auf der Bühne
01:00:15: anschauen.
01:00:16: Wie ist das Auftreten für dich?
01:00:18: Fällt dir das leicht?
01:00:20: Unterschiedlich!
01:00:21: Also ich bin schon sehr nervös meistens an anderen Tagen wieder weniger.
01:00:28: also es verlangt mir schon viel ab würde ich sagen.
01:00:31: aber gleichzeitig merke ich auch wenn ich Phasen habe wo ich wenig Auftritte hab dass es mir extrem abgeht, sodass ich das in irgendeiner Form brauche.
01:00:41: Ich bin jetzt grundsätzlich nicht unbedingt so ein Mensch der immer diese Bühne braucht.
01:00:46: also ich bin ja auch jemand der manchmal so ein bisschen zurückhaltend gern ist oder auch ein bisschen schüchtern würde ich mal sagen auf der bühne wirkt.
01:00:56: Also manchmal ist es wenn ich Leute im privaten Umfeld kennenlernen und denen dann erzählt, dass ich Musikerin bin sind die dort einfach wundert, weil sie es nicht mit meiner Persönlichkeit in einen Klang trinken können.
01:01:08: Und ich habe das Gefühl... Ich kann verschiedene Menschen sein oder ein Mensch der verschiedene Eigenschaften hat.
01:01:17: Also ich fordere mich gerne... Ich hasse es zum Beispiel vor mehreren Menschen zu sprechen.
01:01:24: Davor hab' ich auch Angst aber es ist kein Problem mich vor vielen Leuten hinzustellen und zu singen und dann schon auch kurz zwischendurch was zu sagen.
01:01:34: Es ist mal früher ein bisschen schwerer gefallen, mittlerweile geht das auch weil ich da irgendwie in einer Rolle bin, in der ich mich sicher fühle, die sich für mich einfach richtig anfühlt.
01:01:46: und wenn ich aber jetzt zu einer Bodiumsdiskussion teilnehme muss über irgendein Thema wo ich mir nicht sicher bin ob ich was sinnvolles sagen kann oder irgendjemanden also auch so.
01:01:58: dieses Frontalunterrichten zum Beispiel ist nicht so mein Ding.
01:02:02: Aber das ist einfach eine andere Voraussetzung.
01:02:05: Beim Musikmachen habe ich diese Sorgen und Ängste nicht, dass es in der Nervosität aber eine gewisse Art von Nervosität ist ja auch produktiv.
01:02:17: weil also wenn ich das auf die Bühne gehe und das ist mir alles egal dann spürt man das glaube ich auch wie vielleicht auch keiner zuhört.
01:02:25: Das heißt wenn da so Text mit Musik funktioniert im Idealfall arbeitet er so gut zusammen ganz eigenes entsteht, quasi.
01:02:34: Das transportieren lässt vielleicht oder was jetzt bei so einem reinen Vortrag dann wahrscheinlich irgendwie anders wäre?
01:02:44: Ja ich glaube.
01:02:45: aber es hilft natürlich auch dass das vorbereitet ist und nicht frei improvisiert was ich da mache sondern ich mal lang überlegt hat zu einer klaren Struktur.
01:02:58: das macht's auch leichter Aber
01:02:59: du schärfst ja nicht so gern aus quasi das hast Du früher auch gesagt dass die Lieder verändern sich jetzt nicht wirklich live, oder?
01:03:08: In kleinen Dingen immer und ich mache schon kleine Variationen.
01:03:12: Aber jetzt so komplett was anderes, das funktioniert jetzt auch mit dem Songgespiel, also auch mit Playback.
01:03:18: Das heißt da haben wir jetzt keinen Spielraum mal einen Teil länger zu spielen sondern muss auch diese Struktur haben.
01:03:25: Da hört man so ein Klick im Ohr, das heißt man muss sich genau anrufen und halten.
01:03:30: Also... bei denen sagen es nicht so viel Raum dafür, von jetzt zu Impro-Phasen oder so.
01:03:38: Aber das war auch noch nie unbedingt so meins.
01:03:40: Ähm... aber ja wenn ich jetzt einen Text sprechen würde, wenn ich ihn so spreche wie früher auch der Arter gespielt, dann geht's schon und wenn er auch so vorbereitet ist sozusagen.
01:03:51: Wenn ich den ... aber wenn ich so mehr frei sprechen muss, dann fällt mir das schwerer.
01:03:59: Du hast früher Ich glaube im Vorgespräch gesagt, dass du jetzt eine kurze Pause hast vom Live spielen.
01:04:05: Es geht dann aber wieder weiter.
01:04:08: Würdest du jetzt gerne gleich irgendwie an einem neuen Album arbeiten?
01:04:11: An dem dritten?
01:04:12: oder bist du jetzt eher gerade noch so in dieser Live-Phase und würdest eigentlich gern herumreißen oder ... Bist du jetzt in seiner Wartehaltung auch ein bisschen grad?
01:04:22: Nein,
01:04:23: ist halt eh schon mal am nächsten Abend gestern ums Studio
01:04:27: und
01:04:28: übernächste Woche wieder!
01:04:30: Also ich bin eh...
01:04:31: Das heißt du muckst diese Zeit jetzt auch?
01:04:33: Ja, im Sommer ist es auch wieder ein bisschen Pause dann.
01:04:37: Und einerseits war's jetzt auch schön so fast jede Woche irgendwie einen Konzert zu haben weil man da so in einer Routine drinnen ist dass man nicht mehr so viel üben
01:04:44: muss und
01:04:45: dann ist das irgendwie alleine geht und dass man dann auch weist.
01:04:48: also je öfter man spielt desto weniger nervös ist man dann aber auch einfach weil man gemerkt hat okay jetzt hats fünfmal funktioniert jetzt wirds beim sechsten mal wahrscheinlich auch funktionieren.
01:04:57: Das lehnt spannend!
01:05:04: Ich würde jetzt nicht sagen, dass das so Phasen sind.
01:05:06: Das überschneidert sich eigentlich immer ein bisschen, dass es anderes noch einem arbeiten und live spielen.
01:05:14: nur wenn ich wirklich eine intensive Vorbereitungsphase habe für was dann habe ich meistens nicht den Kopf an neuen Dingen weiter zu arbeiten.
01:05:22: aber jetzt so fünf Wochen Pause sind auf jeden Fall lang genug Krüfe
01:05:27: Um da weiterzuarbeiten, ist das so der Idealzustand für dich in dem du jetzt eigentlich gerade bist?
01:05:34: Die Frage stelle ich mir auch auf wie lange man das durchziehen kann.
01:05:40: Aber ich denke ja... Der Ideal-Zustand wäre natürlich ein Konzert der besser bezahlt werden grundsätzlich wenn diese Sorge wegfallen würde.
01:05:51: Da gehört schon noch viel dazu.
01:05:55: aber jetzt was die Arbeit grundsätzlich betrifft, denke ich doch dass mich das sehr glücklich macht.
01:06:04: Aber abgesehen von der Bezahlung aber so die Möglichkeit aufzutreten da gibt es jetzt keine Probleme.
01:06:12: also die gibts schon genug Konzerte spielen zu können?
01:06:17: Es ist schon ein Prozess.
01:06:21: oder brauchst du auch immer neues Album, neues Songs und quasi wieder Interessant, sage ich jetzt mal zu sein.
01:06:29: Das brauche ich auf jeden Fall.
01:06:30: Also in den drei, dreizehn Jahren zwischen dem letzten Mareles Jagdschalb und dem ersten Meier-Album natürlich viel weniger Konzerte gespielt haben oder auch nichts Neues hat oder irgendwie so ein bisschen Mediale-Auchmerksamkeiten oder irgendwie das dafür dass man wieder spielen kann.
01:06:46: also man muss auf jeden fall immer wieder produzieren was es sich auch schwierig macht wenn man wieder Geld reinstecken muss und sowas kommt dann ja alles nicht zurück.
01:06:56: Das heißt, das ist schon so eine Spirale durch die man immer durch muss.
01:07:02: Dass man jetzt einfach mal sagt, man spielt fünf Jahre nur live funktioniert dann meistens nicht, dass es ebbt dann
01:07:07: irgendwie ab.
01:07:07: Es geht meistens rund im Jahr vom Release oder vielleicht im Jahr danach.
01:07:14: Geht noch einiges und dann wird's wieder weniger.
01:07:16: Das ist alles sehr kurzlebig.
01:07:18: Die Musik bräuchte.
01:07:19: D.h.,
01:07:20: man muss sie auch liefern, weil halbe ich sie auch nachdem man was released hat haben wir es schon wieder all vergessen.
01:07:26: Das wird sich auch schon immer mehr in diese Richtung entwickelt und vergleichtert zu der Zeit, wo ich begonnen habe Musik zu machen.
01:07:34: Und das verlangt einem schon einiges ab.
01:07:39: Aber ja es ist nicht immer so leicht an genügend Konzerte zukommen im Moment.
01:07:45: Dann gehts ganz gut.
01:07:47: Ich hab selber sehr viel Arbeit dran gesteckt mit meiner Booking-Agentur um mal schauen wie's weitergeht.
01:07:55: Im Herbst spielt man noch eine kleine Tour, also ich mit dem Zoo gemeinsam.
01:08:02: Da sind wir gerade in der Pleinungsfahrt.
01:08:04: Siehst du auch auf deinem Album zu hören oder?
01:08:06: Genau, das sind die Leute bei Trust.
01:08:09: Kommt jetzt dann vorbei zum Fotoshooting!
01:08:12: Jetzt dann?
01:08:15: Spannend!
01:08:18: Vielleicht so.
01:08:19: abschließend noch hast Du jetzt mit Maya nachdem Du das ja quasi zwanzig-dreiundzwanzig... neu so gestartet hast unter diesem Namen auch jetzt das zweite Album veröffentlicht hat, dass dritte schon in der Arbeit ist.
01:08:36: Du unter dem Namen ja auch anscheinend den Soundtrack machst und so.
01:08:39: Hast du so ein bisschen einen künstlerischen Plan für die nächsten Jahre?
01:08:44: oder lasst du das lieber mal auf dich
01:08:47: zukommen?
01:08:49: Dadurch, dass ich eben schon zum Beispiel vorgearbeitet habe gibt es natürlich was Releases betrifft.
01:08:57: Schon einige Ideen, also das auch und übernächste ist vielleicht schon zwei drei.
01:09:04: Some Ideen oder so, insofern ja.
01:09:08: Wie sich das jetzt insgesamt entwickeln wird... Das ist noch die Frage des Wortes.
01:09:14: ist wahrscheinlich so das poppigste Album dass ich bis jetzt gemacht habe.
01:09:18: Das nächste geht wieder mehr in eine Special interest Richtung mein Produzent sein würde.
01:09:27: Inwiefern?
01:09:30: Ja, es ist auf jeden Fall ein bisschen experimentell sehr dunkel
01:09:33: Aber das Tanzlied ist für... Das
01:09:34: ist dann wieder das Übernächste.
01:09:36: Das
01:09:36: ist schon für das vierte.
01:09:38: Da muss ich dann alles wieder ausgleichen und auflösen.
01:09:42: Okay!
01:09:46: musikalisch schwieriger am dritten Album?
01:09:49: Thematisch, auf jeden Fall.
01:09:50: Thematischer auch!
01:09:51: Thematische sehr düster.
01:09:53: Sehr düster!
01:09:57: Ich hab mich mit den Dingen, die in der Welt beschäftigt und da ist es halt... Das
01:10:05: hört man ja auf dem aktuellen Album auch raus aber das ist halt schon noch mehr so.
01:10:10: die Innenperspektive habe ich das Gefühl oder Da
01:10:13: habe ich mich schon ein bisschen in die Richtung bewegt, würde ich mal sagen.
01:10:16: Und jetzt bin ich so ganz tief reingesunken und hatte einfach
01:10:19: auch die Zeit.
01:10:21: Ist das dann die Idee dass das mit dem einen Album stößt man schon so ein bisschen die Tür auf für das nächste Album?
01:10:28: Also man zeigt schon ein bissel den Weg wo es hingehen könnte.
01:10:32: Vielleicht ist das ja... Wobei ich da im Zeitpunkt wo ich angefangen hab, hat's dann diesen... Ich hab so ein Zyklus oder Liederzyklus genannt!
01:10:41: Wusste ich auch noch nicht, was dort passiert?
01:10:43: Ob das jetzt irgendwie ein ganz anderes Projekt wird oder nicht.
01:10:48: Aber man kann es jetzt schon noch irgendwie so im weitesten Sinn im Pop vorwarten.
01:10:54: Absolut!
01:10:57: Das ist ja auch sehr spannend dass dann Songs über schwierige Themen auch sehr eingängig und sehr poppig auf eine Art sein können.
01:11:05: Das ist auch faszinierend finde ich.
01:11:08: Ja, man muss den Leuten schon irgendwie die Möglichkeit geben, da so einen Zugang zu finden.
01:11:13: Ganz abstoßen und nicht was das Ganze auch nicht machen.
01:11:17: Beziehungsweise ist es ja auch für mich nicht... Also jetzt auch der Song, wo's um meine endometriose Erkrankung geht, Recover heißt er.
01:11:28: Das hat
01:11:29: wirklich super, muss ich sagen!
01:11:30: Dankeschön Der ist ja auch nicht nur traurig, der geht ja um die Hoffnung und um die Kraft, die das alles braucht.
01:11:36: Und den man dann noch hat irgendwie... ...und um auch so ein bisschen anderen Leuten eine Hoffnung zu geben und zu zeigen wie viel die Menschen, die damit zu kämpfen haben da irgendwie täglich diese Kraft aufbringen müssen.
01:11:51: Das heißt es ist ja nicht immer nur negativ.
01:11:54: Aber ich schätze mal, dass wird noch wahrscheinlich beim dritten Album auch raushören oder eine gewisse Hoffnung?
01:11:59: Ich hab's versucht!
01:12:02: Am Schluss ist es dann so...
01:12:04: Gibt uns ein bisschen einen Hoffnungsschiebmann bitte für diese verrückte Welt.
01:12:08: Genau, wenn wir keine Hoffnung mehr haben, dann spätestens eines alles vorbei.
01:12:15: Die Hoffnung sind die Triebfeder für alles und das ist dann im Endeffekt ...
01:12:19: Nachdem du ja schon über das vierte Album nachdenkst muss es ja die Hoffnung geben weil sonst
01:12:28: freutest
01:12:28: du dir darüber ja keine Gedanken.
01:12:31: Aber das ist für mich auch total neu, weil es so fliegt.
01:12:34: Das würde ich alles so lange vorausplanen und das war nicht so.
01:12:38: Also ich habe immer Ehe gebracht um Songs zu schreiben und das ist jetzt eben neu.
01:12:43: einfach durch dieses letzte Jahr, wo ich da so viele Möglichkeiten hatte
01:12:49: Und das vierte Album mit dem Tanzen?
01:12:51: Ist dann die Katase quasi von den ganzen...
01:12:55: Ja also das ist auf jeden Fall jetzt gerade so das Bedürfnis da So ein bisschen mehr Lockerheit wieder zu finden und Spaß zu haben.
01:13:06: Aber magst du dir gerade Spaß mit dem Projekt, kannst du das so sagen?
01:13:10: Also macht's Freude!
01:13:12: Das findet vielleicht für andere sich nichts unbedingt so aber es macht mir durchaus Freude.
01:13:17: Du wirkst
01:13:17: auch so!
01:13:21: Danke!
01:13:21: Ich würde sagen vielleicht verabreden wie uns dann wieder bei Album Nummer drei oder vier und wir reden
01:13:28: weiter...
01:13:29: Würde ich vorschlagen.
01:13:30: Sehr gerne!
01:13:31: Danke für das Gespräch.
01:13:33: Darf ich dir zum Abschluss noch ein paar kurze Fragen stellen, die ich gerne stelle?
01:13:39: Gerne mit Kurzen oder auch mit längeren Antworten wie du magst und zwar in welcher Stadt würdest du immer wieder gerne reisen?
01:13:52: Költerburg vielleicht.
01:13:54: Ich habe mal Schwedisch gelernt und komme viel zu wenig dazu, die Sprache zu üben.
01:14:01: Möchte ich da immer wieder mal hin?
01:14:04: Gibt es einen Film oder eine Serie, du hast früher irgendwie einfach nur Serien schauen oder so angesprochen beim Nichtstun, die dich zuletzt verstört haben.
01:14:16: Positiv verstört, negativ verstört wie auch immer.
01:14:25: Vielleicht dein Mein Lauf von Lin Ramsey.
01:14:30: Läuft.
01:14:31: Auch nicht das gemeinsame Art der... Wie wir nahe gesehen haben, dass das auch schon wieder länger herläuft.
01:14:36: Läuft ihr gerade im Kino?
01:14:38: Nein.
01:14:38: Schon wieder vorbei?
01:14:39: Ja, ich weiß
01:14:41: es gerade nicht.
01:14:43: Also alle von Lin Reims ist figmen, haben mich auf irgendeine Art verstört, auf irgenden Seiten zusammen aber so noch die einen irgendwie weiter beschäftigt und wo man weiß okay das sind irgendwie Themen die spannend sind und über die mal länger nachdenken will.
01:15:01: Gibt's ein Buch, das du uns gerade empfehlen
01:15:03: kannst?
01:15:06: Naja, vielleicht angesichts der ganzen furchtbaren Dingen.
01:15:10: Die Dinge die jetzt gerade wieder so ans Licht kommen was sexualisierte Gewalt betrifft.
01:15:19: Prima Fazil von Susi Miller.
01:15:26: Zum immerwiederlesen oder liest du es gerade?
01:15:31: Jetzt... Nein ist schon ein bisschen her aber ich hab mal letztens gedacht möchte ich das Video lesen, als irgendwie wieder so ein... Es ist ein super Entschuldigung.
01:15:42: Wie empfehlen Sie mich
01:15:43: weiter jetzt?
01:15:45: Was ist das schönste Liederwelt?
01:15:49: Puh!
01:15:50: Das kann ich glaube nicht beurteilen.
01:15:53: Gibt es ein aktuelles schönstes Lieder-Welt?
01:15:55: Das Problem bei den aktuellen ist immer dass man noch nicht weiß ob man sie in ein paar Jahren immer noch mögen wird weil was für mich die ganz großen Lieder ausmacht ist, dass man sich wo ganz viele Jahre immer wieder hören kann und das immer wieder mag.
01:16:12: Und immer wieder was Neues anfühlt, oder dass sie einen jedes Mal wenn man sich hört begrünen.
01:16:17: Das ist das Besondere... Ich glaube so ein Lied, dass ich immer wieder faszinierend finde weil es eigentlich nur so ein paar hintereinander gereiten Strophen besteht.
01:16:33: Und trotzdem weine ich jedes mal fast wenn ich's höre.
01:16:37: Nick Drake's Place To Be.
01:16:39: Du sagst, ob du das kannst?
01:16:41: Genau!
01:16:42: Das ist so einer von den Songs die ich schon höre seit ich irgendwie... ...zwanzig bin glaube ich und nicht zu oft aber egal weil ich es höre finde ich immer wieder schön.
01:16:53: Das ist total schöne Antwort auf meine Frage Was soll von dir und deiner Kunst einmal bleiben?
01:17:00: Hast du deine Idee?
01:17:03: Gerade so in einer Zeit wo irgendwie alles digital so flüchtig ist.
01:17:12: Ist es ganz schön, wenn man jetzt zum Beispiel wie ich dank meines Labels Neuropil Records auch Winul... also wenn's die Musik auch auf Winul gibt oder auch auf CDs vor allem Winul ist sehr langlebig und so.
01:17:28: manchmal hätte ich schon so träume dass zum beispiel irgendwie mal ein mensch dachboden ... seiner Großeltern, meine Platte findet und das dann irgendwie sich anhalt.
01:17:41: Und so wie ich damals irgendwie die Platten meines Vaters entdeckt habe... ...und dadurch irgendwie Musik kennengelernt hab,... ...dann vielleicht ein kleines bisschen was damit anfangen kann und dass ich dadurch ein bisschen weiterlebt.
01:18:00: Das ist glaube ich so wertwärts schon!
01:18:02: Jetzt
01:18:03: muss ich doch noch kurz nachfragen, was waren das für eine Platte, die du da entdecktest?
01:18:09: Puh, was war das damals?
01:18:13: Jeff Runtal,
01:18:15: Black
01:18:15: Sabbath, glaube ich.
01:18:21: Aber so war es noch...
01:18:24: Kein Wunder dass... Wir
01:18:24: jetzt nicht so diese anderen haben irgendwie Beatles oder Rolling Stones gehört, sondern ein bisschen...
01:18:30: Aber kein Wunder, dass du dann zur E-Gitarre gegriffen
01:18:33: hast!
01:18:35: Der Zeppelin war natürlich auch dabei.
01:18:38: So in die Richtung.
01:18:40: Gitarrenmusik.
01:18:43: Und irgendwelche letzten Worte für heute.
01:18:48: Vielen Dank für das schöne Gespräch, würde ich sagen!
01:18:51: Ich freue mich schon auf das nächste Tag über die Tumpin-Theme.
01:18:57: Ich sage auch danke.
01:18:58: Danke.
01:19:17: Was soll das alles?
01:19:18: Ist eine Produktion von mir, Philipp Dulle.
01:19:21: Folgen gibt es jeden Freitag überall wo es Podcasts gibt.
01:19:25: Damit ihr keine Folge verpasst folgt dem Podcast auf der Plattform Eurer Wahl.
01:19:30: Vielen dank fürs Zuhören und ich freue mich ja auf kommende Woche.
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