Christoph Moschberger und Matthias Werner bespielen den Weltenbaum
Shownotes
Der Trompeter Christoph Moschberger und der Komponist Matthias Werner verbindet eine musikalische Geschichte – von der gemeinsamen Zeit beim Bläserensemble Federspiel bis zu ihrem aktuellen Album „Songs & Tales“. Gemeinsam mit dem WDR Funkhausorchester entstand daraus eine Klangwelt zwischen orchestraler Musik, Jazz, Pop und Improvisation. Herzstück des Albums ist das Trompetenkonzert “Yggdrasil”, das Matthias Werner Moschberger sprichwörtlich auf den Leib geschneidert hat. Im Gespräch mit den beiden geht es um den Entstehungsprozess dieses außergewöhnlichen Werks, um die besondere Verbindung zwischen Komponist und Interpret und um die Frage, wie viel Freiheit in einem eigens komponierten Konzert steckt. Christoph und Matthias erzählen im Podcast “Was soll das alles?” von musikalischen Weggefährten, warum sie nichts von Genregrenzen halten und davon, warum Musik am Ende immer auch eine Geschichte erzählt.
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Die Folge wurde am 1. Juni 2026 aufgezeichnet.
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Wer spielt das alles? Die Spotify-Playlist zum Podcast.
Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.
Transkript anzeigen
00:00:20: Lieber Christoph, lieber Matthias.
00:00:22: Wir hatten ja eigentlich schon letzte Woche ausgemacht uns in Wien zu treffen weil Federspiel mal wieder im Konzerthaus aufgetreten ist.
00:00:30: da habt ihr ja auch gemeinsam gespielt.
00:00:33: Wie hat denn jetzt für das neue Album Songs und Tales vom Christoph quasi wir haben dann eure Wege wieder zusammengefunden?
00:00:40: Die Wege haben sich eigentlich nie getrennt.
00:00:42: bisher, klar man glaub ich sagen Weil zum der Zeit als ich bei Federspielen eingestiegen bin es war gerade so mitten in der Pandemie, so im Jahr zwanzig.
00:00:53: Da war Matthias ja noch dabei und wir haben auch das erste Programm, das erste Bühnenprogramm eigentlich noch gemeinsam erarbeitet, haben einen gemeinsamen Kinderprogramm gemacht.
00:01:01: also haben durchaus noch ein paar mal auf der Bühne gestanden gemeinsam und waren einfach ständig in Kontakt und dann war es ja gar nicht so viel vor dem Punkt wo dann diese Anfrage des WDRs kam an mich für dieses Projekt.
00:01:17: Das war in den Jahren und ich glaube der Vorlauf war knapp zwei Jahre.
00:01:23: Also wenn ich jetzt zurückgerechnet bin, dann waren wir noch gemeinsam zugang und da war das Projekt schon im Gespräch und dann war mir eher relativ klar oder relativ schnell der Wunsch da von meiner Seite dass Matthias damit involviert ist in irgendeiner Form.
00:01:36: Wir haben sie quasi bei Federspiel die Klinke noch in die Hand gegeben.
00:01:42: aber die Wege haben sie Gott sei Dank nie getrennt.
00:01:45: Ihr wart's ja ein Jahr, dann quasi?
00:01:47: Habt ihr noch gemeinsam gespielt oder du bist zwanzig-einundzwanzig ausgestiegen.
00:01:53: Genau, also ich mein wir haben davor eben schon ein ganzes Programm irgendwie vorbereitet.
00:01:58: Also aber auf der Bühne... Ich weiß jetzt gar nicht was... Ein ganzes Jahr!
00:02:02: Aber ein ganzer Programm dieses ganzen Luxemburg Kinderprogramm haben wir noch gemeinsamgespielt auf jeden Fall.
00:02:09: Und habt sie euch dann so musikalisch gleich irgendwie auch gut verstanden?
00:02:13: oder war da irgendwie auch menschlich sofort zur Verbindung da?
00:02:16: Beides würde ich sagen.
00:02:17: Das war musikalisch für mich relativ schnell ersichtlich, dass Matthias Musik schreibt die ich super erfassen kann, die mich berührt und wo ich immer super Zugänge dazu finde, wo Bilder in meinem Kopf aufgehen und die mich irgendwie sehr natürlich erwischt so und es mir leicht fällt sie jetzt interpretieren.
00:02:35: und menschlich hat sowieso super funktioniert.
00:02:37: auch also genau wir haben uns da relativ schnell lieben gelernt würd' ich sagen Schätzen und Lieben
00:02:42: Ver schönes Kompliment, danke aber das kann ich genauso zurückgeben.
00:02:46: Also es hat sofort irgendwie bei der Seite sehr geflutscht.
00:02:53: und vor allem eben die musikalische Sprache wo immer das Gefühl habe dass der Christoph die Dinge so auf dem Punkt trifft also sei es jetzt zylistisch in verschiedenen Fasetten oder auch am Instrument.
00:03:08: Das war sehr schnell!
00:03:09: Sehr cool.
00:03:11: Wie merkt man denn das überhaupt?
00:03:13: Also, er spielt sich immer in unterschiedlichen Formationen zusammen oder du als Komponist natürlich auch arbeitest immer mit anderen Musikerinnen und Musikern zusammen.
00:03:22: Aber wie spürt man es eigentlich, ob das irgendwie zusammenpasst, dass man eine Connection findet?
00:03:29: Ich denke, es ist ziemlich schnell klar!
00:03:33: Ich glaube, es ist mittlerweile natürlich ein bisschen so.
00:03:36: Man kennt ja meistens dann schon die Menschen mit denen man zusammenarbeiten wird über andere Projekte oder man hat schon mal zusammengearbeitet von dem her.
00:03:46: Es ist irgendwie das eine führt, so habe ich zumindest im Gefühl, so und immer zum nächsten und ja von demher entweder man weiß schon dass die Zusammenarbeit gut funktionieren wird oder man spürt ziemlich schnell
00:04:01: Im Zentrum von Songs and Tales, deinem Album Christoph steht ja jetzt die Komposition Iktrasil von dir Matthias.
00:04:09: Und rund um dieses Werk hast du noch so Lieblingskompositionen und auch Klassiker quasi komponiert oder halt hingelegt.
00:04:18: wie schnell war diese Idee da?
00:04:20: Oder wie kam es überhaupt zu dieser Idee das genau so zu aufzunehmen?
00:04:25: Die Basis dieses Albums ist quasi ein Live-Konzert, also die Konzeption eines Live-Concertes.
00:04:30: Weil das war die Vorgabe erst mal oder der Wunsch und die Einladung des WDR Funker-Orchesters zu einem Projekt wo sie so okay Christoph ihr würdet gerne etwas mit dir machen.
00:04:39: wir würden gerne eine Abend gemeinsam gestalten.
00:04:42: was schrieb ihr denn vor?
00:04:43: Was würdest du gerne machen?
00:04:45: Dann habe ich mir das überlegt und dann sieße quasi okay, es darf einen Moschberger Abend geben mit Musik die mir gefällt.
00:04:51: Und da bin ich ein bisschen in mich gegangen und hab natürlich ja überlegt was könnte ich da machen?
00:04:57: Was möchte ich zeigen und was bewegt mich?
00:04:59: Da kam relativ schnell so das Thema Lieblingslieder ein bisschen auf... auf dem Tisch, weil es einfach Songs gibt die ich sehr mag und sehr gerne interpretieren wollte in diesem ganz besonderen Kleid.
00:05:10: Das man ja nicht alle Tage bekommt nämlich ein Riesenorchester mit Band und allem was dazugehört.
00:05:15: das ist ja wirklich eine once-in-a-lifetime Chance vielleicht?
00:05:18: Vielleicht nicht ganz once in a lifetime aber es ist eher selten und genau!
00:05:23: Und deswegen habe ich da Musik angesammelt.
00:05:25: Ich habe selbst geschrieben hab die ich von Musikern, die ich mag auch von Interpreten, die sich sehr gerne mag.
00:05:30: also Also ein bisschen ein Tribute an verschiedene Heroes meinerseits.
00:05:37: Aber der Wunsch war von Anfang an auch da etwas Neukomponiertes zu haben, also etwas was wirklich den Gehalt einer Uraufführung hat.
00:05:45: irgendwie und da habe ich direkt an Matthias gedacht das ist jetzt dann Ein solch viersetziges Monsterwerk im positivsten Sinne wird, das war von Anfang an nicht ganz klar.
00:05:56: Das ist dann immer größer geworden und umfangreicher aber ja am Ende ist es das gewonnen was es ist und ich bin mega stolz drauf und genau.
00:06:03: Und aus diesem Live-Konzert wurde parallel auch natürlich ein Album dass jetzt rauskommt ein bisschen verspätet weil einfach das Leben so bisschen dazwischen gefunkt hat in verschiedenen Ebenen.
00:06:12: Es hat einfach Zeit gebraucht Aber genau, die Aufnahmen, die man jetzt hören kann sind die Studieaufnahmen.
00:06:17: Die wir eben auch in dieser ganzen Phase in dieser Produktion gemacht haben.
00:06:20: Was würde ich auch irgendwie ganz angenehm denn Matthias als Komponisten dieses Stück an Bord zu holen und um quasi da schon einen fast alten Bekannten an Borden zu haben?
00:06:33: Ich habe eigentlich genau dieses Konzept grundsätzlich schon mal verfolgt alte Bekannte.
00:06:37: Du hast es gerade gesagt also vertraute Menschen um mich zu schauen.
00:06:40: Ich hab so quasi versucht ein Kreativteam zu formieren, um diesen Abend zu gestalten.
00:06:44: Weil alleine kann man sowas nicht machen.
00:06:47: Das war ganz klar!
00:06:47: Ich brauche einfach Leute mit Fähigkeiten und im besten Falle bring ich Leute mit verschiedenen Fähigkeiten zusammen die sich ergänzen und dann kommt am Ende was Fantastisches bei raus.
00:06:56: Dann ist das Ergebnis so gut es sein kann in bestem Falle.
00:06:59: Und das habe ich gemacht.
00:07:00: deswegen war der Matthias ein Teil einerseits als Komponist für diese neue Komposition Iqtrasil aber eben auch als Arangier von Stücken die es eben schon gab oder, die ich geschrieben habe.
00:07:10: Oder auch als Orchesterator in Zusammenarbeit mit Chris Nehmet.
00:07:15: Das ist ein weiterer Weggefährter von mir, mit dem ich schon lange gearbeitet habe der als Producer gearbeitet hat bei diesem oder als Produser mitgewegt hat In diesem Projekt jetzt bei Songs and Tales oder bei einem ganzen Geschichte und auch Arrangements geschrieben hat Die Matthias dann man könnte sagen für so ein Chester orchestriert hat quasi das dann dem Orchester auf den Leib geschneidert hat.
00:07:37: Und Matthias, hattest du da von vornherein einmal freie Hand?
00:07:41: Oder habt ihr da auch zuerst mal irgendwie Ideen gespannen?
00:07:44: oder wie kann man sich das vorstellen.
00:07:46: Ja wir haben zu Anfang auf jeden Fall Ideengespannen und eben der Christopher Zeig erwähnt er wollte ihm auch ein Stück des vielleicht nicht dass eben in seiner Feder kommt aber irgendwie auch den Abend irgendwie mit gestaltet.
00:08:07: Diese Situation hat man eigentlich nicht oft, dass dann der Auftrag gab und in dem Fall war das ja der Christoph sagt, ich gebe dir freie Hand.
00:08:17: Mach mal!
00:08:19: Dann haben wir uns immer so Teile hin- und hergeschickt.
00:08:22: Und dann ist es irgendwie immer größer geworden, das Ganze.
00:08:28: Ich glaube, das hat man nicht alle Tage.
00:08:32: Weil oft habe ich so Vorgaben zum Beispiel, das Stück soll jetzt drei Minuten da an oder es soll zwanzig Minuten da ein.
00:08:40: Das ist so gewachsen!
00:08:43: War da quasi diese kurze Zeit auch bei Federspiel dann auch hilfreich schnell auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen?
00:08:51: Oder euch da zusammenzufinden?
00:08:55: Ja absolut, die Basis von allem.
00:08:58: Wir haben uns einfach sehr gut kennengelernt.
00:09:00: Ich habe sehr viel Vertrauen geschöpft, dass ich mir auch quasi vertrauen darin hatte.
00:09:06: Dass wenn Matthias etwas schreibt das ist dann wirklich auch zu mir passt und dass sich mich damit wohlfühlt.
00:09:11: aber das ist natürlich schon... Man gibt schon viel Verantwortung!
00:09:14: aus der Hand, denn ich lasse ein Stück schreiben in einem Projekt was ganz klar ein Ziel hat.
00:09:19: Weil ein Konzert an zudem mit dem Datum einen Album und ich kann dann wenn das Stück kommt auch nicht sagen ne, das gefällt mir nicht so komplett, wir machen es nicht weil dann fehlt einfach mal in dem Fall eine halbe Stunde Spielzeit.
00:09:30: Das geht nicht!
00:09:31: Es ist jetzt nicht mal schreibt man mal etwas sondern schauen wir mal ob wir es irgendwo aufführen sondern das war natürlich der größtmögliche Multiplikator war halt einfach da ein Konzert, eine Albumproduktion, Livestream also alles quasi was dazugehört zu dreihundertsechzig gradmäßig.
00:09:45: Also das heißt es ist schon ein bisschen Last auf seinen Schultern gewesen aber ich hatte das Vertrauen und weil er's eben finde ich gerade bei Federspiel auch immer wieder bewiesen hat dass er den Leuten das auf den Live schneidet schreibt nicht Schneider sondern den auf den live komponiert damit das Assemble einfach bestmöglich klingt und best authentisch irgendwie auch klingt.
00:10:06: Und das finde ich aber interessiert ganz gut gelungen!
00:10:10: Dann ging es um Kleinigkeiten, wie du sagst wir haben uns Dinge hin- und hergeschickt.
00:10:13: Es gab natürlich dann der Anzug hat grundsätzlich schon mal gut gepasst die Farbe hat gepasst Das Muster hat gepasst Der Stylert gepasst und dann ging's eben darum dass man den einmal ein bisschen kürzer macht und hier ein bisschen enger wird vielleicht ein bisschen mehr Luft schafft Dass man sich da bewegen kann.
00:10:28: Das waren letztendlich die Dinge die passiert sind Aber Grundsätzlich ist er ein sehr guter Schneider in musikalischem Sinne.
00:10:35: Du
00:10:35: streust heute so viele Lorbeeren, ich kann mit dem schwer umgehen!
00:10:39: Aber Superbasis war natürlich in der Arbeit mit Federspiel dass wir da gemeinsam ja immer arbeiten und diese Arbeit war dann in diesem Prozess natürlich total von Vorteil weil einfach Ihnen Christoph schon gekannt hat wie er natürlich tickt und wie wir gemeinsam auch irgendwie in der Probe an Sachen arbeiten.
00:11:02: Das ist dann genau dem auch wieder zugute gekommen, ja?
00:11:06: Das stimmt.
00:11:06: Federspiel ist eine Band die... ...die ist einer Arbeitsband.
00:11:10: das ist nicht so dass einer was aufs Pult liegt.
00:11:11: es ist ein fertiges Stück und es wird genauso gespielt sondern es entsteht etwas aus Pult gelegt und die Stücke sind teilweise auch fertig aber sie entwickeln sich dann einfach noch sehr viel weiter Und man geht wirklich tief rein und es ist auch erlaubt zu kritisieren und Vorschläge zu machen.
00:11:25: Es ist quasi unantastbar der Komponist aufs Pult legt.
00:11:29: Und das ist wahnsinnig wichtig.
00:11:31: und dann lernt man sich wirklich sehr gut kennen als Musiker, weil man einfach merkt wie schnell setzt derjenige zum Beispiel Dinge um mit was tut er sich leicht?
00:11:39: Mit was tut es sich schwer?
00:11:41: Ich bin ja auch beim Scheitern erlebt in Echtzeit an Dingen und das ist nämlich auch das Thema dass man dann auch weiß, na sag ich jetzt einfaches ist ja auch... Man lernt eben auch die Dinge kennen, die vielleicht nicht so leicht vor der Hand geht.
00:11:52: und dann geht's ja darum wenn ich mein Maßanzug bekomme, dann möchte oder nicht so ins Däne gesetzt wird?
00:12:01: Also es war natürlich schon irgendwie aus meiner Sicht der Wunsch da, dass ich den Christopher natürlich fordern will.
00:12:09: Aber natürlich nicht überfordern.
00:12:11: aber natürlich ist dann ein Stück rausgekommen wo man auch an die Grenzen gehen muss.
00:12:17: Aber ich hätte jetzt keine Stelle in Erinnerung die du nicht bravourös gemeistert hättest.
00:12:22: also das ist vielleicht zu dir eigen Wahrnehmungen kann ich mir vorstellen.
00:12:27: Zu mir getrunken sind immer nur schöne Töne.
00:12:32: Christoph, du hast gesagt der Matthias hat dich auch scheitern gesehen.
00:12:36: wie kann man sich dieses Scheitern vorstellen?
00:12:38: Ist das dann auf der Bühne wo du da quasi oft bei Konzerten nicht zufrieden warst mit dir?
00:12:42: oder wie kann er sich das vorstellen?
00:12:45: Du bist ein guter Journalist direkt den Finger in die Wunde.
00:12:48: Ein Stückchen hinschmeiß damit direkt.
00:12:51: Das ist natürlich spannend.
00:12:52: Absolut nicht.
00:12:53: ich bin da auch ganz offen.
00:12:54: es ist jeder Musiker Scheitert mal und es ist ja auch ganz normal.
00:12:58: Also scheitern, ich meine einfach Dinge die einem nicht so leicht zu der Hand gehen, Töne die nicht anspringen.
00:13:02: also trumpeterisch gesehen wenn's einfach Passagen gab die vermeintlich gar nicht schwer sind aber wo ich einfach merke hey der Ton springt mich an.
00:13:09: in dem Moment gerade weil ich einfach davor irgendeine einen dreifachen Rittwerker machen musste und noch unter Spannung bin und dann nicht locker genug bin sag jetzt einfach mal einen leisen, tiefen Ton anzustoßen oder zu spielen.
00:13:22: Das sind ganz banale Dinge ja und aber solchen Dingen kann man aus dem Weg gehen wenn man genau weiß hey ich brauche da jetzt eine kurze Moment einmal durchatmen länger und dann funktioniert solche Sachen Genau.
00:13:33: das war vielleicht Dinge.
00:13:35: mal lernt sich einfach kennen.
00:13:37: Wo liegen die Stärken?
00:13:38: Wo liegen sie?
00:13:38: Ich bin nicht sagen Schwächen Aber einfach wo braucht wer den Raum in die Zeit um die Dinge so machen zu können?
00:13:45: genau Und es war sicherlich Definitiv haben wir uns da einfach gut kennengelernt.
00:13:50: Und ich weiß jetzt nicht, wie viel Trombetenkonzerterfahrung die Zuhörerinnen von diesem Podcast haben.
00:13:59: Aber normalerweise sind Trombettenkonzerte viel kürzer!
00:14:02: Das hat natürlich auch einen Grund und das war noch dazu ein Trombeton-Konzert in einem Gesamtprogramm.
00:14:09: also der Christoph hat ja zwei Stunden eigentlich durchdragen müssen.
00:14:14: Alleine dies ist ja schon Herausforderungen Egal, welche Töne da drinnen vorkommen in den zwei Stunden.
00:14:21: Zusätzlich dann eben diese stilistische Vielfalt wo du natürlich ja total flexibel sein musstest.
00:14:29: also sicher ein paar Pausen dazwischen waren halt einfach notwendig.
00:14:33: das ist auch dem Instrument und der Physikalität sag ich mal des Menschen geschuldet.
00:14:41: Wenn ich dich Matthias auch richtig verstehe, dann war die Kunst ein wenig in der Komposition und im Arrangement eine gute Balance zu finden zwischen Herausforderung, dass dem Christoph nicht zu langweilig wird oder sich er sich vielleicht irgendwie unterfordert fühlt.
00:14:57: Aber das Ganze natürlich auch so einem guten Balance quasi zu finden.
00:15:05: Ja auf jeden Fall!
00:15:07: Das war genau so...
00:15:09: Was siehst du im Christoph eigentlich, wenn du da vor einem leeren Blatt Papier sitzt und quasi mal anfangs zu denken?
00:15:15: Und was du immer auf den Leib schneidern, ich glaube, du hast es so genannt, möchtest.
00:15:22: Was siehst du immer als Musiker?
00:15:26: Das Beste!
00:15:27: Weil er hat natürlich diese Vielfältigkeit.
00:15:32: aber wenn ihr das jetzt alles runterbringen würde... ...was Musik halt auch ausmacht ist das dass wenn du dem Christoph eine Melodie mit nur drei Tönen gibst, dann wird die fantastisch musiziert sein und mit Gefühl.
00:15:46: Und ich glaube das war das was alles durchgetragen hat, sowohl beim Konzert natürlich aber auch im Schreibprozess.
00:15:56: also ich musste eigentlich jetzt nicht denken okay was kann er?
00:16:00: Was kann er denn nicht?
00:16:00: sondern wie frasiert es?
00:16:03: Wie spielt er das dann?
00:16:05: Wie macht er das zu seinem eigenen?
00:16:08: Und eben dann damit erzählen.
00:16:10: Das ist die größte Stärke und von dem her war es irgendwie leicht, sie da reinzufühlen um reinzusetzen.
00:16:17: Wie war denn quasi dieses erste Erlebnis?
00:16:20: Die Komposition auch dann vom Christoph gespielt zu hören oder Teile davon halt gespieltzuhören?
00:16:26: Es war besser als beim Schreiben.
00:16:29: also zum Beispiel... Man stellt sich das vor und man hört ja, wie das Orchester dann klingt oder wie es dann auch live klingen wird.
00:16:39: Aber dann gibt's so Passagen wo es eigentlich in die Improvisation geht oder wo es verschiedene Spannungsauf- und Abbauten gibt.
00:16:51: Und das kann man sich vorstellen aber wenn man es richtig erlebt ist es einfach... Es ist hundertundans!
00:16:58: Das ist auch die Hoffnung auch weiterhin so sein wird, dass quasi menschliche Musik dann wirklich zum Blühen anfängt wenn es in menschlicher Hand genommen wird.
00:17:14: Aber das wirkt schon auch so als würdet ihr das auch genießen euch da gegenseitig herauszufordern und ein bisschen das Beste rauszukitzeln?
00:17:25: Ja ich glaube wir haben eine gute Art miteinander zu reden.
00:17:29: auf Wie soll ich sagen?
00:17:31: Also sehr zielführend.
00:17:33: Es ist jetzt auch immer noch ein Nachig daraus in der Fall, dass wir hier zusammen arbeiten weil Matthias ja auch nach wie vor Musik schreibt für Federspiel.
00:17:40: Auch jetzt war er nicht mehr Bühnenmitglied.
00:17:42: Das ist ein sehr wichtiges Mitglied im Sinne von oder Teil der Federspiel-Familie als Komponist und da ist es immer so das Stück gekommen und dass man dann Feedback gibt.
00:17:50: Und eigentlich bin ich jetzt dahingehend an der Position genau in der gleichen Stelle.
00:17:55: Ich darf Musik interpretieren von ihm und meines daraus machen.
00:18:00: Und da gibt's natürlich Dinge, wo man auch Sachen zurückgeben kann einfach sagen hey vielleicht wäre da noch so eine Wendung oder es geht eher um emotionale Dinge manchmal auch so.
00:18:10: Dass er dann einfach sagt das wär cool.
00:18:12: jetzt dass wir bei dieser Nummer brauchen wir im Programm einen lauten Schluss und keinen leisen Schluss.
00:18:17: der war fürs Album super.
00:18:18: Wir brauchen da zum Beispiel ein Grandioso weil die letzte Nummer von der Pause ist, die super ist.
00:18:24: Also
00:18:25: diese Idee kam von dir
00:18:28: Ja, ja schon.
00:18:30: Und da stößt man nicht immer auf Begeisterung aber es ist dann am Ende das was kommt ist einfach super und das Endergebnis ist dann auch super.
00:18:40: weil natürlich ich glaube dass ein gegenseitig so Vertrauen da und ich glaub Matthias weiß dass wenn ein Wunsch von mir oder meinen Bandkollegen kommt jetzt in dem Fall über Federspiel dann wird es kein totaler Humbug sein und es ist sondern... Auf der anderen Seite muss ich sagen es ist eh spannend manchmal auch Matthias schon jemand ist, der dann sagt.
00:18:59: Wenn man Dinge zu früh quasi in Zweifel stellt einfach weil sie noch nicht gut geprobt sind und noch nicht umgesetzt sind und denkt ich weiß nicht ob das funktioniert da hast du letztendlich muss ihr echt sagen immer recht behalten weil selbst wenn ich manchmal dachte aber ich weiß es nicht was er davor hat irgendwie das ist gerade das passt nicht und dann gibt man dem ein bisschen Zeit und am Ende ist es dann tatsächlich wenn alle das tun was sie eigentlich tun sollten in deinem Kopf tun sollten so laut deinem Vorstellungen und dann das menschliche noch dazu kommt, dann ist am Ende was Gutes herauskommen.
00:19:29: Das ist wirklich gut zu sagen.
00:19:31: Ja, das ist schon sehr schön!
00:19:34: Matthias bist du dann bei vielen Federspielkonzerten noch dabei oder im Publikum?
00:19:38: Oder schaust Du das an?
00:19:41: Also wenn ich Zeit habe... also immer wenn es möglich ist bin ich dabei ja.
00:19:47: Wenn's irgendwo in der Region ist oder in Wien, dann bin ich schon sehr oft dabei.
00:19:53: Es ist schon irgendwie schön, das aus der anderen Perspektive mit erleben zu können.
00:19:59: Im Publikum ist es einfach weg so ein Gefühl, dass wahrscheinlich niemand andere im Publikums teilen kann.
00:20:05: weil ich da einfach siebzehn Jahre lang auf der Bühne Mitglied war und es fühlt sich trotzdem so anders wäre ich dann noch dabei aber nicht mit auf der bündelste von dem her.
00:20:17: Ich gehe immer wieder und ja, das darf man nicht so laut sagen Ich bin halt ein großer Fan von Federspielen.
00:20:24: Und ich glaube, wir sind in meinem Leben nicht mehr ändern.
00:20:30: Fällt dir das dann auch schwer?
00:20:31: Nicht mehr selber auf der Bühne zu stehen?
00:20:35: Also es juckt natürlich schon so in den Beinen aber dass sie mich jetzt aufs Komponieren konzentrieren kann und dort dieser Leidenschaft nachgehen kann überwiegt einfach total.
00:20:49: So lange diese Freude die Federspiel versprüht noch Herunter kommt Freime mit und mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen.
00:21:01: Lebst du diese Bühnen, dieser Live-Erlebnis auf der Bühne auch irgendwie anders aktuell aus.
00:21:07: oder hast du dich da quasi komplett zurückgezogen?
00:21:11: Ich habe mich komplett zurück gezogen also... Ich rau da mal Werte für vielleicht Ur-Aufführungen und kurz zur Verbeugung auf die Bühne geholt.
00:21:19: Aber das ist immer ein sehr kurzes, schnelles Erlebnis.
00:21:23: Da muss man so überlegen was zu sehen.
00:21:26: Wie schauen die Haare aus?
00:21:27: Aber sonst... Sumpa ich bei mir zu Hause Tag und Nacht dahin gehe viel in den Wald und muss mich nicht auf Bühnen begeben!
00:21:38: Ist das für dich auch ganz angenehm jetzt so?
00:21:40: Also es wirkt so?
00:21:42: Ja total!
00:21:44: Also ich hatte einfach immer das Gefühl, dass wenn man als Performer oder als Interpreter auf der Bühne steht, da gehört viel dazu.
00:21:55: Da geht es jetzt nicht nur unbedingt um dieses Instrument, da geht's auch natürlich um den Auftritt nach außen und da gehts um ganz andere Koordinationen- und Organisationsthemen.
00:22:10: Und das hat so viel Zeit eingenommen Die wollte ich einfach ins Schreiben legen.
00:22:16: Ich hatte immer dann das Gefühl, ich habe zu wenig Zeit für das was ich wirklich machen will und deswegen genieße es total.
00:22:23: ja so wie sie jetzt ist Tag und Nacht schreiben bis sie rausfahren bis sie Freunde treffen bis sie ins Federspielkonzert gehen.
00:22:35: Aber da muss man dann quasi die das eigene Ego schon auch ein bisschen hint anstellen oder?
00:22:41: Oder hast du das Gefühl gar nicht.
00:22:44: Wie meinst du das?
00:22:46: Naja, wenn man quasi die Stücke, die du schreibst.
00:22:49: Wenn man nicht mehr so im Rampenlicht stehen kann vielleicht.
00:22:54: Also immer wieder schreibt mir irgendwer hey ich habe dein Stück dort gehört und es war super!
00:23:02: Man macht es natürlich zu einem großen Teil für sich selbst aber Ich denke, Musik natürlich auch für die Menschen, die es hören.
00:23:11: Und so ein Kompliment ist einfach großartig und es ist auf Social Media vielleicht wieder was anderes geworden, wenn der Untersehter über cool oder so.
00:23:20: Aber wenn man dann einmal eine E-Mail kriegt ja das Stück hat mit deswegen berührt oder dass er gerade im Konzertdruck hört... Dann ist das quasi mein Applaus!
00:23:30: Christoph, du hast früher gesagt das ist natürlich auch eine ziemlich körperliche Herausforderung so ein Konzert zu spielen.
00:23:38: Wie bereitest du dich da eigentlich drauf vor?
00:23:41: oder kann man sich da eigentlich wirklich darauf vorbereiten?
00:23:46: Ja üben in erster Linie also körperlich gesehen als Trompeter heißt natürlich dass man sein Instrument gut beherrscht und es hat schon mit Füßes zu tun, es hat mit Kraft zu tun es hat ausdauer zu tun.
00:23:57: und das was ich hier so mache wenn ich versuche die Trompete zu beherrschen oder wenn ich übe, dann geht es muss ich andersrum sagen erst mal darum die Trompeten zu beheirschen also die Technik um das Instrument zu bedienen und das dann eben auch über einen gewissen Zeitraum.
00:24:14: Das sind wirklich Geschicklichkeitsübungen Kraft-Übungen Ausdauer Übungen ähnlich wie ein Sportler würde ich mal sagen.
00:24:19: Und dann kommen natürlich das ganze inhaltliche das ganze kreative das musikalische dass man die Musik die man zu interpretieren hat oder zu spielen hat einfach sehr gut kennt und da sich im besten Falle blind auskennt in der Musik, dass wenn Dinge passieren die vielleicht nicht voraus sehbar sind das man reagieren kann.
00:24:38: Dass man einfach weiß hey ich habe das unter den Füßen ich kenne mich aus wenn es Licht ausgeht ist wurscht so auf die Art und da sind so zwei paar Stiefel ja genau diese zwei Ebenen die da sind wenn das aufeinandertrifft dass mein füßig gut ins Shape ist und musikalisch über den Dingen steht dann ist man bestmöglich vorbereitet.
00:24:58: So das sind so die zwei Dinger und es braucht nicht immer beides weil Die Musik hat man irgendwann in besten Falle verstanden, wenn man einen Repertoire spielen kann zum Beispiel oder ein Programm kennt.
00:25:07: Dann geht es in dem Fall beim Üben bei der Vorbereitung mehr um das Geschickliche und die Kraft einfach, um die Fertigkeit, die spielerischen Fertigkeiten.
00:25:17: Und wenn's um die Vorbereitungen geht von neuen Dingen jetzt wie z.B.
00:25:21: die Vorbearbeitung vom Songs and Tales Abend oder den Art der Aufnahme.
00:25:26: da ist natürlich ganz viel!
00:25:27: neben dem reinen technischen Lernen natürlich auch einfach Musik kennenlernen und ja, Stücke kennenlern, Musik erfassen.
00:25:33: Und genau das gehört beides dazu.
00:25:35: also ich finde es immer sehr spannend weil die sind mal Phasen in meinem Alltag wo's mal das eine mehr ist, mal das andere weniger ist und ich brauche das aber irgendwie regelmäßig auch neue Musik lernen zu müssen in neuer kalter Wasser geworfen zu werden und ein neues Umfeld getaucht zu werden Das ist oder einfach neue Dinge zu tun.
00:25:52: Ich bin sehr schlechterin Das lange hinten anzustellen, dann wird mir sehr schnell langweilig.
00:25:58: Also das reine Üben der Fertigkeit halber, das langweilt mich und dann mache ich es eigentlich auch nicht mehr.
00:26:03: Und dann fängt das Strudel nach unten nämlich an.
00:26:06: Dann fängt man's an.
00:26:08: zu faken und zu machen ist nicht so schön.
00:26:09: genau deswegen mich motiviert einfach auch neue Dinge zu tun.
00:26:12: Das merke ich schon.
00:26:14: Hast du da eigene Rituale auch beim üben?
00:26:16: Beim täglichen?
00:26:19: Rituelle klingt sehr groß würde ich sagen.
00:26:22: aber es gibt natürlich ganz viele dinge.
00:26:24: üben ist ganz viel Wiederholung Und Rituale sind auch Wiederholungen.
00:26:27: Es gibt einfach Abläufe, es gibt Sachen die man immer wieder tut Übungen, die man macht.
00:26:33: Sei es Atemübungen oder Übung am Instrument und da ist das schon ... Man könnte sagen, du könntest von ritualen sprechen vor Konzerten oder so einen Warmspielen aufwärmen.
00:26:45: Das hat was mit immer wiederkehrenden Dingen zu tun, die einem eine gewisse Sicherheit geben.
00:26:50: Oder zumindest eine Vergleichbarkeit, dass ich weiß, wie spürt sich das heute an?
00:26:55: eventuell zu reagieren.
00:26:56: Wenn man etwas einfach jeden Tag macht, jeden Morgen aufsteht und versucht, Fünfzig Liegestütze zu machen dann geht's mal besser und manchmal schlechter und dann wird man denken okay ja woran hat es jetzt vielleicht gelegen?
00:27:08: Vielleicht habe ich so wenig geschlafen vielleicht bin ich krank vielleicht umso weiter und sofort.
00:27:12: das ist genau das Ding.
00:27:13: also dass so funktioniert würde ich sagen genau oftmals üben auch dass man eben eine Sensibilität entwickelt für fürs eigen Instrument und dann die richtigen Methoden an der Hand hat um eben das zu reparieren, falls was nicht funktioniert.
00:27:29: Ich fand es so schön weil bei den Videoaufnahmen die man auch sieht von dem Konzert und von den Stücken von dir mit welcher Begeisterung und du wirkst auch sehr gelöst kommt man vor also das ist ja bei so einer großen Produktion wahrscheinlich gar nicht so einfach sich dann so frei zu spielen und nicht vielleicht irgendwie verkrampft zu sein oder?
00:27:48: Ja absolut da war sehr viel Druck da das kann ich schon sagen um das kurz abzu- zu umreißen.
00:27:55: Also diese ganze Zeit der Produktion, also die Zeit in Köln vor Ort, das waren glaube ich zehn Tage ungefähr.
00:28:01: Wir haben erst mal geprobt und dann haben wir ein erstes Konzert gespielt nach vier, fünf Tagen ohne Aufnahme einfach nur quasi ihren ersten Konzern nicht in dem Saal sondern an anderen Stellen.
00:28:12: Und es war goldwert weil da schonmal das Ding auf der Bühne und dann kamen drei Tage... Die Studieaufnahmen wurde auch die Aufnahmen kennst aus dem Sendesaal wo wir Das Album, wenn man es jetzt hören kann eben aufgenommen haben und dann kam am Ende dieser Zeit nochmal eine Generalprobe.
00:28:26: Und das eigentliche Live-Konzert ist dann auch live gestreamt wurde.
00:28:30: Ich muss sagen ich habe da für mich im Nachhinein gemerkt dass das eigentlich eine wahnsinnig ideale Konstellation war.
00:28:39: Erstens war ich einfach immer an dem Ort.
00:28:42: Ich konnte mich akustisch und vom ganzen Raum her super einstellen.
00:28:47: Man hat sich eingehört und ich hatte eigentlich am Ende der Zeit wo es wirklich um den Livestream geht, wo das Konzert dann gespielt wurde.
00:28:54: Eigentlich wusste ich jetzt ist es nur wie eine Zugabe – eine große Zugabe!
00:28:57: Sie sehen alles schon passiert.
00:28:58: Das Album ist aufgenommen und wir haben alle schon so oft gespielt.
00:29:00: Es kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.
00:29:01: Und das hat es glaube ich auch allein erst möglich gemacht, dass ich das so diesen ganzen Abend erstens bewältigen konnte mit dieser vielen Musik die man spielen musste zwischen moderieren und einfach am Start sein oder präsent sein.
00:29:15: Da gab's wenig Möglichkeiten zum Durchatmen Aber ich kann es auch noch genießen, das kann ich jetzt im Nachhinein sagen.
00:29:20: Also gerade dieser Konzertabend, den konnte ich richtig genießen und das ist eigentlich ein sehr gutes Zeichen dass vieles drum herum passt und da spielen natürlich auch wieder die Leute mit, die vor Ort waren und die mir zugearbeitet haben unter Andra Matthias und Chris Nemeth Und ein guter Dirigent und einen Tonmeister dem man sich verlassen kann und viele andere kleine Dinge auch.
00:29:36: also einfach Ein super Teamwork.
00:29:39: Das macht letztendlich aus der so bisschen mein Learning aus der ganzen Geschichte Mein gutes Team eigentlich erstmöglich macht, so Spitzenleistungen quasi faked zu sein.
00:29:49: So ein bisschen wie im Sport wahrscheinlich auch.
00:29:51: Also ohne mir selber auf die Schulter zu klopfen aber ich sehe ja eben nach innen auch was das... Wie schwer es ist jetzt auch das zum Beispiel zu wiederholen?
00:29:58: Da muss schon viel passen!
00:29:59: Das ist gar nicht so leicht.
00:30:03: Und wie war so die Arbeit mit dem WDR Funkhausorchester?
00:30:07: Das war sehr schön.
00:30:08: also erstens fühle ich mich dort sehr zu Hause, weil ich einfach in meiner Zeit, in der ich in Köln gelebt habe, sehr viel im Haus WDR gespielt habe.
00:30:18: Anders als bei der WDR Big Band als Auseelfer aber auch genau in diesem Orchester schon immer wieder gespielt haben als Gast für einzelne Produktionen wo ich sozusagen der eingekaufte Lieder für die Bläser war wenn es zum Beispiel in stilistische modernere Gefilde gab wo jetzt die Orchestermusiker nicht zu hundert Prozent wie soll ich sagen, fest im Sattel sind.
00:30:40: Und das hilft dann einfach wenn man einen Lightwolf vorne dran setzt oder wenn es einen gibt der zum Beispiel die improvisierten jazigen Part zu übernehmen.
00:30:45: und sowas habe ich öfter gemacht.
00:30:46: und deswegen sind auch persönliche Beziehungen entstanden in dieser Käste.
00:30:49: Es war ein bisschen wie Homecoming irgendwie so.
00:30:53: Das war wirklich sehr schön!
00:30:55: Geh da rein, ich kenne den Fertner noch.
00:30:56: Ich weiß wo der Kaffeeautomat ist.
00:30:59: Es hat sich vertraut angefühlt ja obwohl die Rolle eine völlig andere war.
00:31:03: Das heißt es ist dann wirklich ein ganz anderen Fokus und insgesamt war das ein sehr wohlwollendes Ambiente miteinander also ein sehr wohlwollenes Miteinander.
00:31:16: Die haben auch gecheckt.
00:31:16: hey da hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht, da hat jemand Leute mitgebracht die können was Wir haben alle relativ bald gemerkt, dass das Projekt Hand und Fuß hat.
00:31:25: Und es hat dann wirklich Spaß gemacht.
00:31:27: Was mich am meisten freut ist, dass ich immer wieder von Leuten höre auf die verschiedenen Arten involviert bin.
00:31:33: WDR, die sagen, das war eines unserer Highlights in den letzten Jahren.
00:31:36: Ich denke immer gerne daran zurück, cool, dass jetzt das Album kommt usw.
00:31:38: Das ist eigentlich ... Weil sie sehen wirklich viel!
00:31:41: Das sind Super-Erkäste, die ständig produzieren.
00:31:43: Die super Leute haben Super-Gäste in völlig verschiedenen Stilistiken irgendwie Dinge abliefern und das ist sehr cool dass es am Ende des Tages dann eben auch gewertschätzt wird.
00:31:52: also macht mich sehr stolz und sehr froh.
00:31:55: ist das Matthias, weil du gesagt hast okay du arbeitest mal vor dich hin und wälzt Ideen und überlegst dir was könnte zum Christoph passen?
00:32:02: Und dann wird es immer größer.
00:32:03: Dann besprechts ihr dass also du zuerst einmal nur mit dir allein quasi in deinem Camel-Line dann mit dem Christoph und dann wird sie immer grösser.
00:32:11: und dann kommt das Archester dazu unsere Riesenproduktionen und Livestream und Publikum Ist da so der Idealzustand wie ein Werk auch wächst und dann so vollendung kommt auf eine art und weise
00:32:27: ich glaube es ist einer der ideal zustände.
00:32:29: ja weil also ich glaub der idealzustand eines heutzutage lebenden komponisten ist schon mal dass ein werk überhaupt auf die bühne kommt und wenn da noch so viel drum herum passt und man dann auch noch spaß hat und in den pausen gemeinsam essen geht Und auch abseits der Musik mit den Menschen Freude hat, dann ist das wirklich ideal.
00:32:55: Weil das haut man natürlich in seinem Kompositionshäuschen nicht, dass man schnell mal zwischendurch von Kaffee gemeinsam geht und einfach ein bisschen Spaß miteinander hat.
00:33:08: Es
00:33:09: war eine unbändige Energie in dieser Zeit weil du gemerkt hast es waren ja keine Leute von überall her zusammen Es ist reich.
00:33:18: Dann war unser Dirigent, der kommt aus Birmingham, dann der Chris Nemeth aus Süddeutschland und die ganzen Musiker, der Band, die ich mitgebracht habe also die drei, die kam ja auch teilweise aus Hamburg, das heißt es waren aber auch so eine kleine Community in Köln, die da eben abseits dieser Probenzeit beim WDR einfach Zeit miteinander verbracht hat und immer... Alle haben eigentlich die ganze Zeit irgendwie versucht... Man ist dann, das ist so glaube ich wenn man Musiker ist.
00:33:42: Wenn man in einem Projekt drinsteckt, man redet über die Musik, über dieses Projekt und es entwickeln sich Ideen und dann schraubt jeder und probiert noch ein bisschen zu verfeinern und das ist ein ganz ganz wichtiger Punkt gewesen dass jeder an seinen Schräbchen dir in der Hand hat ein bisschen gedreht hat und abgestimmt hat und es war eine unglaubliche Motivation da und einfach ein super Fokus!
00:33:58: Und das ist was unbezahlbar ist finde ich den Fokus zu haben von Menschen die etwas können zusammenkommen.
00:34:06: Weil das hat man manchmal nicht, wenn man zum Beispiel irgendwo arbeitet, wo jeder nach der Probe wieder in sein altes Leben oder altes Lebensblöd ins ein normales Leben zurückgeht und dann noch die Kinder ins Bett bringt und den nächsten Morgen im Kindergarten und dann zur Probe und dann wieder... Das ist der Normalfall und damit bin ich ja auch mein Leben und auch das Ding.
00:34:25: aber es hat eine wahnsinnige Qualität, wenn alle mal so gefühlt an einen nicht einsamen oder externen Ort gehen und da einfach Vollgas geben.
00:34:34: eine super Energie, die da geherrscht hat.
00:34:36: Und dann waren es einfach auch gute Leute und nette Leute und da hatten wir wirklich sehr viel Spaß miteinander.
00:34:41: Es ist ein bisschen wie auf Tour zu gehen nur dass man den Ort nicht verändert quasi.
00:34:46: Das trifft ziemlich gut genau ja.
00:34:49: Tour auf Tour sein hat auch eine ähnliche Dynamik.
00:34:52: Da sitzt man auch abends im Nightliner oder immer und ist noch irgendwie immer in dieser Blase.
00:34:57: Oder sitzt zusammen und redet über, hey wie war's?
00:34:59: Und was können wir?
00:35:00: Das wäre doch so ein Hey!
00:35:01: Wie werden die Idee?
00:35:02: Dann tauscht man sich aus.
00:35:03: genau das ist eine ähnliche Dynamik.
00:35:07: Was für einen Einfluss hat der Raum eigentlich?
00:35:09: weil du gesagt hast ihr musst dort nicht wechseln.
00:35:11: es fand alles immer am selben Ort statt macht das große Probleme.
00:35:17: Na Probleme vielleicht nicht, aber es ist eine Herausforderung.
00:35:20: Sich in einer Örtlichkeit zu akklimatisieren, das braucht einfach Zeit.
00:35:27: Da geht's um... wie soll ich sagen?
00:35:32: Das Justieren und das Kalibrieren, das Gehörs, wie spielt man zusammen?
00:35:35: weil jeder Raum hat unterschiedliche Räumlichkeiten also sprich unterschiedlich einen langen Hall oder Nachhall oder eine gewisse Dummheit.
00:35:42: Also es ist all, wenn man in verschiedenen Konzertszeiten spielt, selbst wenn wir die besten Zähle Europas zusammennehmen und man spielt einen Abend im Konzärtgebäude in Amsterdam dann im Wiener Konzertoß, dann im KKL in Luzern und dann in der Karnige Hall was auch immer, dann wird man quasi Zeitbrauch um sich ein bisschen zu... Akklimatisieren.
00:35:59: und gerade für so eine Aufnahme, wo es wirklich um die Feinheiten geht.
00:36:02: Wo es nicht nur darum geht jetzt dass man irgendwie durch kommt ohne auf die Nase zu fallen sondern was will ich drum geht das Optimum irgendwie rauszuholen?
00:36:09: Was Zusammenspiel angeht und Internationen so da ist es einfach total super wenn man sich auf einen Raum ein Grooven kann und das ist halt auch selten der Fall dass man mit einem Orchester in dem Fall oder überhaupt nur im Klangkörper, mit dem man arbeitet von Anfang bis Ende.
00:36:24: Abgesehen von diesem einen Konzert das ich vorhin erwähnt hatte was extern war immer im selben Raum arbeitet.
00:36:28: weil oftmals ist es ja so wenn du mit einer Band ein Programm machst dann arbeitest du erst mal die ersten Probe sind in irgendeinem Kellerloch und dann geht's immer weiter und irgendwann hat man eine Generalprobe im B-Saal und dann ist man im A-Sal und das ist dann wieder anders.
00:36:40: also da einfach auch ein Luxus genau Und ich finde es beruhigt eben auch, wenn man einfach Wege kennt.
00:36:46: Also ich bin jemand der wahnsinnig gerne unterwegs ist und ich bin jetzt gewohnt morgens aufzuwachen aus dem Nightliner raus zu putzeln und erstmal schauen zu müssen wo muss ich denn die Halle rein oder wo ist denn die Dusche und so was?
00:36:56: Das habe ich lange genug gemacht und das hat mich eigentlich nicht gestresst.
00:36:59: aber Ich merke schon auf der anderen Seite dass solche eine Konstanz Zu haben immer ein vertrautes Umfeld des setzt auch wieder ein paar prozent energiefrei und Sicherheit irgendwie weil man verweist hey mich stresst jetzt nicht.
00:37:13: Ich muss es nicht schauen, dass ich rechtzeitig ankomme und das noch mache sondern ich habe zehn Minuten Fußweg vom Hotel zur Venue oder zum WDR und bin dann irgendwie kann man einspielen und weiß es ist alles safe.
00:37:23: Das ist eine gewisse Sicherheit!
00:37:25: Und ich glaube am Ende des Tages wenn's wirklich gut ist sind so viele kleine?
00:37:31: ja wie soll ich sagen wie beim Kochen?
00:37:32: Dann gehts halt noch um die letzte Prise Salz die halt noch dazu kommt.
00:37:35: Die macht vielleicht auch nochmal oder denn spritzt halt die Drohne oder so.
00:37:38: Das war vorher schon wirklich lecker aber Das ist dann vielleicht noch so das kleine Tüpfelchen auf dem i. Genau, die kleinen Dinge entscheiden es manchmal doch.
00:37:49: Matthias was ist dieses Iktrasil jetzt eigentlich?
00:37:53: Ich hoffe ich habe es richtig ausgesprochen!
00:37:55: Ja total gut, Iktrazil.
00:37:59: Iktrosil ist die Bezeichnung für den Weltenbaum aus der nordischen Mythologie und man kann sich das so vorstellen wie einen übernatürlichen Baum, einen sehr magischen Baum alle Welten umspannt, die somit mächtig ist.
00:38:13: Und das war so das Bild, das beschrieben wird in der Komposition und was sich da alles tummelt in diesem Baum seines Eichhörnchen, seines dann die Götter oder sei es die Unterwelt seines Riesen, des tummels ich dort alles unter.
00:38:32: Christoph Müster hat ungefähr jedes von diesen Wesen- oder Stimmungen transportieren.
00:38:42: Sind das so Themen, die dich vor allem faszinierst Matthias?
00:38:45: oder kann der Christoph auch was damit anfangen?
00:38:49: Also ich weiß dass es mich sehr fasziniert weil ich gerade jetzt für Märchen und Mythologie auch griechische Mythologie und jetzt in dem finalischen Mythologie habe irgendwie immer schon seit Kindestagen einen Hang dazu gehabt und bei Federspiel hin und wieder so Stücke in diese Richtung mitgebracht.
00:39:08: Aber es wird mich total interessieren, was der Christian dazu sagt.
00:39:15: Ja das kommt schon absolut von dir dieser... wie soll ich sagen?
00:39:21: Die Liebe zum Märchen und zu diesen Bildern definitiv.
00:39:24: Das kam nicht vor mir.
00:39:25: also ich bin da... Ich find's sehr spannend das dann mitzubekommen oder auch von dir dann zu hören, ah guck mal hier hörst du diese goldene Brücke!
00:39:32: Das ist zb dieses Detail oder solche Dinger an der Stelle.
00:39:35: Also das ist schon so.
00:39:37: Was er uns verbindet ist glaube sind Melodien.
00:39:43: Das Matthias meines Erachtens in Kompany ist der dessen Stärke, es ist einfach super Melodin zu schreiben und die im Ohr bleiben und das Musik funktioniert halt oftmals nicht nur.
00:39:55: aber Melodie ist ein ganz wichtiger Faktor und ich bin jemand der sehr fanatische Melodinen und wie du vorhin gesagt hast gerne interpretiert und diese Melodine irgendwie interpretiert.
00:40:07: Das macht uns irgendwie, das bringt uns zusammen und vielleicht dazu einen guten Team.
00:40:10: Wie man vielleicht dann auch jetzt am Ende dann spürt wenn es auf geht ja?
00:40:14: Und genau also ich brauche da nicht unbedingt dieses Bild dahinter diese Metaebene mich kriegen die Melodien einfach immer so.
00:40:27: Ich habe dann auch ein eigenes Bild vom Kopf oder ein Bild im Kopf und merke dass fühlt sich für mich sehr natürlich an diese Melodie zu spielen und daraus was draus zu machen.
00:40:38: Ich muss nicht mehr überlegen, was könnte das denn sein?
00:40:40: Wie betone ich das oder sowas?
00:40:42: Und das ist glaube ich... Ja ein Faktor der uns gut zusammenbringt und warum es eigentlich auch angenehm ist miteinander zu arbeiten.
00:40:51: Das habe ich bei Federspiel halt gleich gemerkt.
00:40:52: Entschuldigung dass ich die unterbreche!
00:40:53: Das war eben wo du vorhin von dem kennenlernen dachte, das merkt man natürlich wie jemand Musik schreibt und was man damit anfangen kann.
00:41:00: Da spricht mir jemand aus der Seele und macht's mir total leicht quasi das Wort zu erheben.
00:41:05: Genau, wenn andere Dinge kommen die vielleicht auf andere Dinge bauen als Melodien dann kann es auch funktionieren.
00:41:11: aber so macht's mir halt wirklich sehr leicht.
00:41:15: Aber das ist ja auch total schön.
00:41:16: oder dass dann Musik auch absetzt?
00:41:19: Bei euch ist es ja teilweise sehr virtuos und groß, überwältigend.
00:41:24: Dann ist das wieder sehr reduziert und leise und im Detail verhaftet.
00:41:29: Und trotz der Meda macht sich so seine eigene Geschichte.
00:41:33: Matthias spandt also meine große Mythologie.
00:41:36: Christoph zieht sich quasi dann seinen eigenen Teil daraus oder was ihm daran fasziniert.
00:41:41: Irgendwie trifft man sich in den Bitte und findet zusammen.
00:41:44: Das ist total spannend.
00:41:46: Passt er dann wieder schön zu diesem ... Weltenbaum, wenn ich es richtig verstanden habe.
00:41:51: Total!
00:41:54: Du hast es gut kondensiert
00:41:58: und auch ein bisschen wie du das beschrieben hast auch dieses Chaos der Welt oder natürlich das Zusammenspiel mit dem Orchester wo alles in einem gewissen sicheren Hafen stattfindet und man kennt sich, und man vertraut aufeinander was man irgendwie busst.
00:42:16: Aber trotzdem spiegelt er so viel auch mit rein oder jeder ist von seinem Alltag teilweise überwältigt wenn es nur die Kleinigkeiten sind.
00:42:25: Und dann gibt's ja noch die großen Dinge auf dieser Welt Die tagtäglich auf uns einprasseln und alles findet natürlich einen Wiederklang wahrscheinlich auch In dieser Komposition.
00:42:37: Ja ich denke auch Ich finde, wenn ich nochmal ganz kurz einhangen darf auf das Thema der Hintergrund-Story die da dahinter steckt und die Matthias eben hat auch bei anderen Stücken.
00:42:50: Es ist ja wirklich schon auch einen Unterschied glaube ich ob man die Musik jetzt hören würde egal mal wie sie jetzt entstanden ist und man würde sie null framing.
00:42:58: Man würde einfach sagen dass es sein Trompetenkonzert in... Was ist es für ein A-Door oder was für sich ja?
00:43:03: Opus irgendwas dann bleibt es ja wahnsinnig nüchtern.
00:43:08: Es ist genau die gleiche Musik, die vielleicht in deinem Kopf nordisch mythologisch, also in Matthias' Kopf Nordisch Mythologisch begründet ist und wenn man das den Leuten nicht sagen würde, dann wird's wahrscheinlich anders wirken glaube ich.
00:43:19: Und das finde schon immer auch eine Aufgabe oder auch eine Gleichzeit in Herausforderung für uns als Musiker, den Leuten einen gewissen Rahmen mitzugeben.
00:43:34: Eine Basis wie sie die Musik Rezipieren und eben auch quasi erfassen oder wie sie erreichen darf.
00:43:40: Und das macht schon was, und da ist zum Beispiel... Das ist bei Federspiel immer ein großes Thema die Moderationen, dass man quasi einen Bad schafft davor ohne nur einfach den Witz zu erzählen und dann zu sagen jetzt spielen wir die und die Nummer, die heißt so und so und von dem und dem sondern einfach irgendwie in Rahmen zu schaffen um die Leute quasi so bisschen die Rezeptoren zu öffnen für gewisse Dinge Und dann kann das einfach ganz anders reinfließen.
00:44:04: Dann können da ganz andere Wirkungen entstehen, glaube ich und das ist was Tolles!
00:44:07: Also das geht mir ja auch so.
00:44:08: Das merke ich da wirklich ein AB-Unterschied wenn man das macht oder nicht macht.
00:44:13: Und es ist natürlich... Da ist dieses Thema des Weltenbaums und diese verschiedenen Welten.
00:44:20: Das ist einfach auch sehr gut fassbar, finde ich.
00:44:23: Und das ist wahnsinnig bildlich und im wahrsten Sinne ein Universum, dass es da auftut an Klängen, an Farben, an Räumen und das war einfach eine ganz inspirierende Umfeld, was du da geschaffen hast oder eine sehr inspirierte Basis.
00:44:41: Als Matthias mit der Idee um die Ecke kam, war ich vorher am Flammen.
00:44:44: Dann brauchen wir halt vier Sätze, ist ja klar.
00:44:46: Es gibt natürlich drei Welten und ein Baum dann brauchen wir einfach vier Sätzen und dann geht das Ding eine halbe Stunde.
00:44:51: Ist ja wurscht.
00:44:52: wie haben wir Zeit?
00:44:52: Machen wir halt eine Nummer weniger an so einem herum.
00:44:56: Also genau jetzt bin ich mega happy!
00:44:59: Wie hat so das Publikum reagiert oder was man da die ersten Eindrücke?
00:45:05: Gute Frage, ich war ein bisschen beifahrermäßig an dem Abend.
00:45:09: Ich kann mich erinnern... Das gibt ja das Video vom Livestream, es war nicht die ganze Uroführung dieses Livestreaming weil wir einmal diesen anderen Konzert gespielt haben und das war sehr gut glaube ich.
00:45:18: Allein bin ich eigentlich nicht gewohnt, denn ich bin jetzt im klassischen Sektor nicht so unterwegs.
00:45:24: Das Klassischste was ich mache ist Federspiel, was irgendwie inbetween ist und was wir eben nicht haben ist dass man zum Beispiel mal eine thirty-fünf Minuten keinen Applaus hat, sondern man ist gewohnt nach einem Stück zu applaudieren.
00:45:35: Also dieses Aufstauen von Applaus so über Stunden teilweise oder über ein ganzes Konzert und dann am Ende und dann dieses ewige Bravo, bravo!
00:45:43: Und man holt es danach.
00:45:44: Das dem bin ich nicht so vertraut ja?
00:45:47: Das ist schon mal eine komische Gefühl und das war... Ich kann mich nur an einen Moment erinnern in Köln bei dem Livestream nach dem dritten Satz der extrem... Der explodiert ne?
00:45:56: Da ist so wie ein musikalischer Schrei und dann kommt's ganz leidig.
00:45:59: Dann nimmt die Leute mit da hat Hat's eine Frau halt auch nicht mehr ausgehalten, hat dann irgendwie...
00:46:04: Bravo!
00:46:04: ...gerufen
00:46:05: und das so wirklich.
00:46:06: Sie wollte schon richtig losstürmen irgendwie.
00:46:09: Ja
00:46:09: sie hat es einfach gemacht, sie
00:46:10: ist natürlich... Ja genau.
00:46:13: Es war aber egal.
00:46:16: Aber
00:46:16: total schön oder?
00:46:18: Eben,
00:46:19: also man merkt, es kommt an ja.
00:46:23: Und ich glaube dass die Leute schon mit auf die Reise genommen haben.
00:46:28: Aber ein aufstauendes Applaus, das finde ich ein schönes Bild.
00:46:33: Das kann man sich auch sehr schön vorstellen wie das brodelt dann im Publikum und irgendwann darf es doch raus.
00:46:45: Genau!
00:46:46: Aber das ist ja sowas was euch beide schon immer irgendwie umtreibt oder?
00:46:50: Auch dieses von der Plasmusik sage ich mal zum Bob zum Jazz zur Klassik, dass da auch keine großen Grenzen gezogen werden müssen für euch.
00:47:02: Das führt dir eigentlich so weiter?
00:47:05: Das war bevor mein Studium begonnen hat, habe mir natürlich irgendwie... ich hatte das Gefühl die muss mich jetzt entscheiden für eine Stilrichtung und in Wien gab es seit dem Klassiker oder Popola Musik an der Universität und ich hab dann mit befreundeten Musikern gesprochen auch mit einem Verwandten, der eben Musik studiert hat.
00:47:27: Und da war ganz klar, du musst dich für alle Richtungen entscheiden!
00:47:31: Du musst das machen oder das und es konnte ich aber nicht.
00:47:35: Also ich habe dann quasi diese beiden Richtungen trotzdem studiert und nebenbei Volksmusik gemacht und noch ein bisschen der Plasmusik gespielt.
00:47:45: Ich bin so froh und ich bin froh dass sie mich nicht beschneiden muss Und ich hoffe, dass das auch so weitergeht.
00:47:54: Dass sie mit offenen Ohren und mit offernen Augen durch die Welt gehen kann... ...und nicht Musik bewährte oder dass das jetzt besser ist.
00:48:07: Sondern es muss mir ansprechen!
00:48:09: Es muss mich berühren.
00:48:11: Das gibt's einfach in total vielen Silistiken.
00:48:15: Wir berühren viele Dinge.
00:48:17: Gott sei Dank!
00:48:18: Bei dir Christoph?
00:48:19: Ist das ähnlich?
00:48:21: Ja, für mich ... ich bekomme die Frage oft gestellt.
00:48:26: Oder genau diese Frage oder dieses ... Ich werd oft konfrontiert mit diesem Vielzeitigkeit als Aufhänger und für mich ist das natürlich der Welt.
00:48:34: Das ist immer wie wenn man darüber reden müsste, dass man ein- und außeratmet so.
00:48:38: Also so denke mir mal eher was soll ich jetzt da erzählen?
00:48:41: Wenn ich es reflektiere, dann denk ich mir natürlich klar, dieses Schubladendenken oder dieses Einordnen in Genres macht das natürlich leichter und es kommt Ja, letztendlich nicht von uns Musikern.
00:48:52: Sondern das kommt letztendling vielleicht von einem Hochschulsystem, wenn man versucht, das Ganze in geregelte Bahnen zu bekommen.
00:48:58: Das kommt natürlich vom Musikindustrie um dem auch irgendwie das gleich an jeweiliges Publikum oder ein Häuser zu kategorisieren.
00:49:06: aber ich denke mal es gibt wirklich viele Musiker eigentlich die nicht nur eine Sache machen und die verschiedene Sachen gut machen, aber die natürlich zum Beispiel in ihrem Job eine Sache machen müssen.
00:49:15: Weil sie Orchestermusiker oder Musikerin sind.
00:49:18: Und da ist es natürlich ein ganz klares gestricktes Vorgabe.
00:49:22: Da ist mein Rätchen an einem System und deswegen sieht man sich vielleicht auch dann so nach einer gewissen Zeit.
00:49:28: Für mich war es immer eine Sache der Neugier.
00:49:31: also ich habe begonnen ganz bodenständig in der Blaskapelle den nächst liegenden Kontaktmusik war die Blaskappellin im Tausend Seelendorf, in dem ich groß geworden bin sozusagen.
00:49:43: Und das hat dann eben weitergeführt über einen Lehrer zur Big Band Musik von der Big Band-Musik zum Jazz und dann irgendwie von den traditionellen Dingen ein bisschen mehr.
00:49:55: Dann kamen diese Popsachen dazu.
00:49:58: aber es ist alles so.
00:50:00: ein bisschen zum Studium wo auch vor dem Studium so den Punkt hatte wo ich nicht genau wusste soll ich jetzt Klassik studieren oder Jazz?
00:50:06: Es lässt sich alles einig wie in Zeitstrahl aufmalen und auch die Connections, die da entstehen oder ich muss anders sagen.
00:50:14: Die Entwicklungen, die davon stark gegangen sind, lassen sich immer wunderbar an gewissen Personen oder an Verbindungen festmachen.
00:50:21: Du hast es vorhin gesagt Matthias, dass nichts... Also die wenigsten Dinge, die man tut kommen komplett aus dem Nichts.
00:50:26: Das hat immer mit irgendjemandem, mit dem man schon zu tun hat oder mit irgendeinem Menschen Ort oder Umfeld zu tun, dass etwas entsteht.
00:50:37: Sonst wird es in seltenen Fällen quasi wenn man nicht gerade gecastet wird jetzt irgendwie bei was gibt's grade?
00:50:45: Deutschland sucht den Superstar oder so dann Was das nichts kommt.
00:50:49: daher kann man das immer rückverfolgen.
00:50:50: und bei mir ist es auch so.
00:50:51: da kam eine Band aus.
00:50:53: dieser Band wurde an der Abteilung ging dahin zum als Pophorn Section in einer Fernsehsendung nach Deutschland Und dann aus dieser Fernsehnung kommen irgendwie Ganz viele verschiedene Pop-Geschichten parallel, dann der WDR mit der Big Band und so weiter.
00:51:05: Und diese Marquester, die wir jetzt auch gearbeitet haben im Funkersorchester und irgendwann hat man genug davon und dann hört man ein Konzert von Federspiel und denkt so ach das wäre doch jetzt gerade toll so was mal etwas ganz anderes zu machen.
00:51:15: und dann kommt der Anruf ja hey wer sucht einen Trumpeter?
00:51:18: kennst du nicht jemanden?
00:51:20: Du kennst doch so viele Leute, ja.
00:51:21: Und dann denke ich, ja, ich kenne... Ich könnte mir das auch vorstellen usw.
00:51:25: Naja es sind einfach... Es ist sich alles und am Ende sitzen wir da und machen ein Orchesteralbum zusammen weil wir uns dort kennengelernt haben.
00:51:30: also es ist alles glaube ich aufeinander aufbauen war ganz natürlich und deswegen ist für mich diese vielen Musiksparten die da irgendwie mit reinfließen Für mich ist das was sehr Natürliches Ja und ich glaube dass es eben eher... Dass viele Leute glaube ich in sich haben Die Neugier diese musikalische Neugier, vielleicht haben sie nicht die Fertigkeiten das immer umzusetzen am Instrument und vielleicht haben Sie manchmal auch noch nicht die Antennen dazu.
00:51:56: Also ich rede jetzt von immer noch nicht weil es ja genau das Lernen ist, von dem ich vorhin sagte dieses diese musikalischen Antennen auf der musikalischen Ebene des Lernens nicht an den instrumentalen Ebenen des Lerns sondern da irgendwie Musik so zu erfassen dass man weiß bei der Musik muss sich jetzt genau auf das achten!
00:52:11: Ich muss schauen... Da ist es wurscht ob ich jetzt Genau, die Intonationen treffe.
00:52:15: Da muss ich schauen dass das Timing darüber steht also gewisse Priorisierungen, die einfach in der Musik schon ein Regelwerk haben das zu erfassen.
00:52:24: und was ich sagen will ist dass ich glaube da das Hochschulsystem oder überhaupt die Ausbildung wie es das Akademische ausbildt und da eigentlich auch sehr viel unterbindet irgendwie Manchmal, weil es einfach... Da wären gewisse Dinge wahnsinnig wichtig genommen und manchmal wird einem ja gewisse Dingen auch verboten.
00:52:42: Und das war lange so.
00:52:43: jetzt öffnet sich ein bisschen glaube ich auch.
00:52:45: Also merke ich am eigenen Leib, weil weil ich jetzt auch öfter mal mit Hochschulen zu tun habe und da auch irgendwie monterrichtend davon eben selber als Grenzgänger da auch mal irgendwie mit Leuten eingeladen werde oder mit Studentinnen zu tun haben die das jetzt ganz spannend finden und vor allem die Professorenriege in die jetzt jünger wird Da öffnet sich gerade schon ein bisschen, glaube ich.
00:53:07: Das Ganze weg von dem bloß nicht die anderen hereinlassen dann das vielleicht jemand merken könnte dass wir vielleicht Nicht alles können und nicht auch irgendwas gibt was wir vielleicht nicht so gut können oder vielleicht andere besser können Wenn es manchmal war das einfach sehr strikt haben ist gefühl
00:53:22: ja und dass die unterschiedlichen genre sie auch oft sehr gut zusammen passen natürlich auch Und gar nicht getrennt werden müssen.
00:53:31: genau
00:53:33: Wie ist das, wenn nach so einer langen Zeit und nach so viel Nachdenken und quasi nach diesem ganzen Projekt jetzt dieses Album auch wirklich erscheint und da ist?
00:53:44: Und so auch irgendwie abgeschlossen ist oder lebt es in irgendeiner Form auch irgendwie weiter?
00:53:49: für euch.
00:53:51: Es ist nicht spezieller Fall weil es lag jetzt ein...es ist wirklich gut abgehangen!
00:53:53: Es lag drei Jahre im Schrank, fertig im Schranke quasi.
00:53:56: also.
00:53:56: wir haben das nach der Aufnahme Anfang den Jahr-Zwanzig dann im Frühsommer gemischt also ziemlich genau vor drei Jahren, haben es fertig gemacht und dann lag's mal herum.
00:54:07: Und dann war einfach in meinem Leben wahnsinnig viel los!
00:54:10: Es hatte quasi nie die absolute Priorität dieses Albums jetzt rauszubringen.
00:54:15: Ich hab sie mir wieder vorgeschoben und das ist aber sehr angenehm weil ich habe mich dann irgendwann wieder als dieser ganze Wagen ins Rollen kam, da mal reingehört und mit diesem gesunden Abstand zu einem Projekt das eigentlich noch viel mehr genießen können.
00:54:29: Das ist immer der Punkt.
00:54:30: Ausserdem der Musiker können wir sehr viele Leute beipflichten, die schon mal eine Aufnahme gemacht haben.
00:54:34: Man ist einfach nicht weile so noch in dieser Situation.
00:54:37: Man hat das noch im Körper und man weiß genau, diese Stelle hätte ich eigentlich so gedacht, die ist mir nicht gelungen.
00:54:42: Und man hängt noch so in diesem Moment, in diesem kleinen ... Klein klein ja und das ist jetzt tatsächlich schon weg.
00:54:50: Das ist super, dass ich einfach merke hey!
00:54:52: Ich kann viel mehr das große Ganze sehen und das macht es natürlich toll.
00:54:55: Und jetzt geht's eigentlich darum diese Geschichte zu erzählen von dem ganzen Album was jetzt eben gerade der Job ist um das in die Welt hinauszubringen.
00:55:03: Und das macht irgendwie auch unglaublich Spaß.
00:55:04: und eigentlich erfüllts mich mit sehr viel Freude und sehr viel Stolz jetzt da rück... zu blicken und zu sagen, hey das ist wirklich sehr super schöne Musik.
00:55:12: Und ich bin da stolz drauf und es macht mir selber Spaß es anzuhören.
00:55:17: Das genau!
00:55:19: Ist schön.
00:55:19: also es ist ein wunderbarer Abschluss wenn nicht aber auch irgendwie ein Beginn von was neuem.
00:55:24: Also das ist jetzt ein kleiner Spoiler vielleicht?
00:55:27: Mal schauen was noch alles so kommt.
00:55:28: Aber natürlich ist alles ein bisschen.
00:55:30: wie wir ja schon gehört haben war's bisher nie die Endstation sag mal so.
00:55:35: Also Matthias schreibt schon oder komponiert quasi weiter.
00:55:39: für dich, Christoph?
00:55:41: Ja, macht er ja.
00:55:42: Aber nicht jetzt für mich solistisch gerade sondern für Federspiel eigentlich am laufenden Band immer wieder.
00:55:46: also wir sind wie gesagt ja auch da ist ständig Work in Progress und das ist irgendwie schön.
00:55:52: Es hatte zugeklungen als wäre das für das nächste Solo quasi.
00:55:55: Schauen wir mal!
00:55:58: Ich sag noch nix.
00:56:01: Stay tuned wie man so schön sagt.
00:56:05: Was sagt Matthias dazu?
00:56:07: Ja, stay tuned sage ich genauso.
00:56:09: Aber zu dem was Christoph gesagt hat mit dem Abstand dieser Gesundheit ist ja wirklich so.
00:56:16: also auch wie wir dort im Studio noch gesessen sind und gemischt haben dann denkt man sich diese Stelle ging vielleicht bei irgendeiner Probe noch besser.
00:56:26: aber das Schöne ist es hat einen einen großen schönen Bogen und sowas fällt einfach nicht mehr auf.
00:56:35: Und man hört es dann mit frischen Ohren, und man kann sich wirklich reinfallen lassen und das genießen und es gibt dann niemand diese Fehler die man damals noch gehört hat.
00:56:47: Ist das vielleicht für euch auch schön wenn's vielleicht so kleine ich sage zumal ungenauigkeiten gibt, die du gerade angesprochen hast?
00:56:55: Die wahrscheinlich eh nur ihr hört, wenn überhaupt noch.
00:56:58: also so kleine
00:56:59: Ja, gemixt
00:57:00: quasi.
00:57:02: Es sind ja keine Fehler oder unrhythmische Dinge in dem Sinn sondern es lebt und ich habe auch ganz oft als Komponist mit Samples zu tun und das ist alles so mechanisch klingt natürlich irgendwie gut, aber das lebt halt null und man kann es auch auf Dauer finde ich nicht anhören.
00:57:24: Also man stumpft dann irgendwie so ab und dann ist man ganz überrascht, wenn das richtig gespielt wird wie schön das dann musiziert wird.
00:57:32: also... Es muss Bewegung geben in der Musik!
00:57:37: Das finde ich sehr schön.
00:57:38: dass du gesagt hast, das leibt das Ganze, das passt natürlich auch zu dem Weltenbaum unglaublich gut.
00:57:45: Ja
00:57:45: es steckt natürlich gerade in so einem Projekt, wo so viele Menschen beteiligt sind hinter Mikrofonen.
00:57:51: Das ist ja wirklich rein die Anzahl der beteiligten Musikerinnen ist ja eigentlich riesig und eigentlich hat man das nicht so oft also ich habe es nicht so often in dem Sinn Und man spürt einfach diese Luft, die da geatmet wird.
00:58:03: Man hört das und jetzt nicht nur bei unserer Aufnahme, aber das finde ich einfach so diesen unglaublichen Diese Faszination von Aufnahmen, wo große Orchester oder einfach große Ensemble spielen In einem großen Raum, der natürlich klingt dass man einfach diesen Raum spürt.
00:58:17: Das ist krasse Gegenteil, das ist genau wie du gerade meintest eine Sample-Produktion wo alles aus der Dose kommt zwar nach natürlichen Instrumenten klingt aber es ist einfach künstlich zusammengesetzt.
00:58:28: oder auch wenn man Aufnahmen macht wo jeder ein Mikrofon am Instrument hat, man sitzt in einem super trockenen Studio und baut danach quasi das in einer künstlichen Ästhetik mit Hall und etc.
00:58:39: was alles da geht ja?
00:58:41: Das ist einfach das Schöne!
00:58:41: Und da ist es eben auch so wenn man so aufnimmt quasi im Labor, wo alles trocken ist.
00:58:48: Da kann man natürlich auch jeden kleinen Schnipseln in jeder Einzelstimme perfektionieren.
00:58:51: Dann schneidet man hier noch das dann rückt man das dahin dann kommt alles dann wird alles perfekt und am Ende hat man einen vielleicht perfekten Klang aber es einen langweiligen Klang und sehr wie soll ich sagen neutralen.
00:59:03: oder ja Ich komme nicht aufs Wort gerade was ich sagen möchte Nicht neutral sondern Ja nicht lebend sondern einfach.
00:59:12: es ist so tot einfach irgendwie kalt, ja.
00:59:16: Und genau das ist das Schöne.
00:59:17: wenn man da jetzt einfach eine Aufnahme hat wo sicherlich auch ich bin mir sicher dass irgendjemand von diesen wieviel waren wir?
00:59:25: Siebzig Leute oder so auf der Bühne irgendwie wahrscheinlich wenn er das hören würde auch noch den Mist habe ich einen falschen Ton gespielt aber man hört es nicht und es ist trotzdem genau in dem Moment.
00:59:34: man spürt diesen Raum und spielt diese Luft zwischen den Instrumenten und das ist einfach mega.
00:59:40: Das ist Gott sei Dank mit nichts zu faken Und deswegen ist es einfach eine wahnsinnige Wertigkeitsaufnahme, eine akustische Aufnahme egal ob im Kleinen oder im Großen.
00:59:51: Aber die einfach echt ist.
00:59:53: genau das was du meinst.
00:59:54: Das ist quasi der Gott sei Dank das was wir hier gerade noch haben.
01:00:00: also ich spüre den Unterschied ob's irgendwie künstlicherzeugt ist oder ob sich zusammengebaut wird oder ob man wirklich teilhaben kann an einer echten Session.
01:00:09: aufnahmesession
01:00:11: Ja und auch irgendwie total beruhigen dass sowas Ich sag jetzt mal noch möglich ist, dass so was entstehen kann.
01:00:18: Obwohl es so viel künstliche Musik schon entsteht.
01:00:22: Das stimmt ja!
01:00:25: Matthias Christoph vielen Dank für eure Zeit.
01:00:27: das war toll.
01:00:28: dieser Einblick in Songs and Tales euer Album.
01:00:33: ich würde euch gern zum Abschluss gerne ein paar kurze Fragen stellen wenn das geht gerne mit kurzen Antworten.
01:00:39: Das ist der schwierigste kurz antworten aber ich werde's probieren.
01:00:42: Ihr könnt auch gerne bisschen ausholen.
01:00:45: Sind Fragen, die ich immer wieder stelle und zwar in welche Stadt würdet ihr immer wieder gerne reißen?
01:00:52: Singapur.
01:00:55: Köln!
01:00:56: Das war jetzt aufgelegt.
01:00:58: Ist aber ehrlich weil ich diese Woche wieder hinfahre und merke, ich bin immer wieder gern da.
01:01:03: Ich fahr auch wieder gern weg, aber ich bin gern da.
01:01:06: Gibt es einen Film oder eine Serie, die euch zuletzt verstört haben?
01:01:11: Boah einer verstörende Serientree grundsätzlich ab?
01:01:16: Nee, habe ja nix.
01:01:17: Doch doch ich hab auch verstörende Serie durchgeschaut.
01:01:21: Na bitte?
01:01:21: Ich bin noch hängen geblieben.
01:01:23: Um Squid Game...
01:01:24: Habe ich nur kurz reingeschaut war mir zuverstörend.
01:01:27: Ja es ist, ja das stimmt ja.
01:01:28: Naja ich hab's durchgehalten.
01:01:29: ja!
01:01:31: Ich muss passen keine Zeit für sehen.
01:01:34: Vielleicht für Bücher gibt´s ein Buch dass ihr uns gerade empfehlen könnt.
01:01:39: Ich hab grad einen Segelbuch bei mir dem Nachtkastel liegen.
01:01:44: Ich würde gerne sehen gehen.
01:01:47: Und da fehlt mir meistens die Zeit, aber man kann ja ein bisschen lesen und schon mal so ein, zwei Tage fahren bis man dann irgendwann vielleicht die Welt umsegelt.
01:01:56: Bei dir Christoph?
01:01:57: Ich habe gerade dieses Buch von Rick Rubin gelesen.
01:01:59: Jetzt weiß ich nicht wie der Titel heißt mit der Kunst... Was soll ich meine?
01:02:04: Ja, mir fällt es grad nicht ein.
01:02:07: Ja, genau!
01:02:07: Da gibt's einen Buch das wo er quasi über Kreativität spricht.
01:02:10: Das war sehr spannend tatsächlich.
01:02:13: finde ich gut, als Künstler.
01:02:15: Also anderen Leuten über die Schulter zu schauen das mag ich ihm sehr gern.
01:02:19: tatsächlich liest dann doch gerne mal so Autobiografische Bücher dir aber irgendwie auch ein bisschen Messages bei Inhalten wo man vielleicht selber ein bisschen Inspiration mitnehmen kann fürs eigene Werkelen.
01:02:32: Da musst du des Hermann Hesse diesen Abschnitt lesen aus dem kleinen Büchern ihm was es heißt.
01:02:38: Aber ich kann da jetzt schicken
01:02:41: Sehr gern.
01:02:42: Da sind wir schon wieder!
01:02:42: Ja, da bist du kreativ beflügelt.
01:02:46: Was ist das schönste Lied der Welt?
01:02:51: La La Bay von Christoph Moschberg.
01:02:53: Jetzt ja auf, ja...
01:02:59: Es ist ein sehr, sehr schönes Lied.
01:03:01: Eines der schönsten Lieder.
01:03:02: Ein
01:03:03: schönes, schönstes Lied, boah.
01:03:06: Du bist doch nicht der Welt.
01:03:08: Das verändert sich natürlich auch immer oder?
01:03:11: Oft-täglich
01:03:12: Ja eben, ja.
01:03:13: Schwierig.
01:03:14: Boah!
01:03:16: Die gemeinen Fragen zum Schluss...
01:03:18: Aber schön was ist schön?
01:03:19: Also das sind so leidenschaftlich berührt oder wo man einfach die größte Emotionen hat egal in welche Richtung?
01:03:31: Du, das überlasse ich komplett dir.
01:03:35: Es gibt ein paar Sequenzen, die da würde man am liebsten auszucken oder schreien.
01:03:40: Das kann ja zum Beispiel Symphonic, Gothic oder Metal sein.
01:03:47: Absolut!
01:03:50: Oder natürlich eben Herzschmerz.
01:03:53: Aber Herzen jetzt habe ich in letzter Zeit nicht so viel.
01:03:55: Vielleicht fällt mir deswegen kein schönes Lied ein?
01:03:57: Ich weiß es nicht.
01:04:03: In der Version von Eva Keissati.
01:04:06: Da habe ich jahrelang einfach gesuchtet, wo ich so denke.
01:04:10: Das ist nach wie vor ein, dass da losgeht, das ist Wahnsinn!
01:04:12: Aber es ist auch die Interpretation.
01:04:13: Der Song ist super aber die Interpetition ist einfach saugut.
01:04:19: Schöne Antwort.
01:04:24: Was soll von euch und eurer Kunst damit bleiben?
01:04:29: Ich würde mich freuen wenn auch quasi jetzt, wenn man das was bleibt sind Aufnahmen natürlich gehe ich mal davon aus und irgendwelches Material was festgehalten ist.
01:04:39: dann wenn nicht damit einfach in der Zukunft noch Trombeter und Trompeterin Musiker und Musiker ihnen inspirieren kann.
01:04:49: So wie ich jetzt über Dinge stolperer, über Künstlerinnen die irgendwas tun und denken wow das sind das... Jetzt will ich das auch probieren.
01:04:56: Dass das genau auch vielleicht das auch schaffe oder dass Leute einfach dadurch will auch einfach Motivation finden und Inspiration.
01:05:04: Matthias?
01:05:04: Wow!
01:05:06: Große Frage.
01:05:07: Ich habe
01:05:07: mir wenig Gedanken gemacht.
01:05:10: Ja, ich frage mich ob überhaupt was bleibt.
01:05:12: Vielleicht habe ja das Stück des möglicherweise bleibt noch gar nicht geschrieben oder vielleicht hab ich es schon geschrieben und ich weiß es nicht?
01:05:19: Oder es bleibt für ein paar Jahre in meiner Familie und Freunden.
01:05:24: die können mir dann noch spüren und dann vielleicht verpufft vielleicht gehts weiter und es berührt auch nur weitere Menschen.
01:05:34: Aber riesige Frage.
01:05:36: Ich hoffe, ich habe bei Joa irgendwie auf diesem Planeten, dass sie noch ein bisschen werken kann und dann, wenn wir es sehen...
01:05:46: Also alles hier und jetzt dann eher?
01:05:48: Ja genau.
01:05:51: Auch schön!
01:05:52: Und irgendwelche letzten Worte für heute?
01:05:56: Ja danke für die Einladung.
01:05:57: Philippes war total nettes Gespräch und ich würde mich natürlich freuen jemand in die Musik, die wir gemacht haben, reinhört und vielleicht sie neue oder andere Welten auftun.
01:06:10: Und man vielleicht eben diese Zeit findet, sei es vor einem Schlafen gehen nicht True Crime Podcasts hört sondern vielleicht Musik oder beim Spazierengehen sie wieder ein bisschen länger Zeit nimmt als fünfzehn Sekunden Musik zu hören und vielleicht das ist Entspannung annutzt.
01:06:29: Da nimmst du mehr!
01:06:31: Ui, quasi das Wort aus dem Mund.
01:06:32: Nein nicht ui!
01:06:33: Das wir sprechen anscheinend auch ohne abgesprochen genau die gleiche Dinge.
01:06:36: ich glaube es ist eine Einladung zur Langsamkeit wenn man so will.
01:06:39: dieses Album jetzt wo einfach, wo ich ja selber merke dass natürlich wenn man das aufbereitet für die jetzige Geschwindigkeit der Welt medial gesehen ist es einfach so dass man merkt okay da sind Böken drin die kann man ganz schwer darstellen und wir sind einfach gewohnt.
01:06:54: Es muss einfach bambam, es muss einfach ballern.
01:06:57: so in den ersten drei Sekunden und wie lange hört man sich was an?
01:06:59: Und dann skippt man weg.
01:07:00: und das ja Das ist die Einleitung einfach mal quasi sich die Ruhe zu gönnen und einfach mal den Bogen zu hören.
01:07:07: und Ja dass zu genießen und zu schauen was da passiert ob was passiert in einem drin oder nicht und Genau herzliche Einleitungen dazu Kostet auch nichts.
01:07:19: also ist Therapeutität kleine Therapie ist kostenfrei Abgesehen von dem wahnsinnig viel Geld, das man monatlich per Streaming bezahlt und der unglaubliche Geld, was dann bei uns da ankommt.
01:07:31: Da machen wir einen Podcast, den nächsten drüber machen.
01:07:34: Ja,
01:07:37: stimmt.
01:07:38: Ja vielen Dank!
01:07:58: Was soll das alles?
01:07:59: Ist eine Produktion von mir, Philipp Dolle.
01:08:02: Folgen gibt es jeden Freitag überall wo es Podcasts gibt.
01:08:06: Damit ihr keine Folge verpasst, folgt dem Podcast auf der Plattform Eurer Wahl.
01:08:11: Vielen Dank fürs Zuhören und ich freue mich schon auf kommende Woche!
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