Musikerin Baiba lebt die Kunst des „delulu“

Shownotes

Mit ihrem dritten Album „Delusional“ verabschiedet sich die Musikerin Baiba von den Erwartungen, die an Frauen in ihren Dreißigern gestellt werden. Sie entscheidet sich stattdessen für mehr Freiheit, mehr Spiel und mehr künstlerischen Eigensinn. Die in Innsbruck lebende, aus Lettland stammende Musikerin hat ihre Akustikgitarre gegen tanzbaren Indie-Pop, mehr Gitarren und eine gehörige Portion Energie eingetauscht. Auf „Delusional“ verhandelt sie Themen wie Erwachsensein, Erfolg, Verliebtheit und das innere Kind. Im Podcast “Was soll das alles?” erzählt Baiba, warum es manchmal gesund ist, ein bisschen delulu zu sein, wie sie Frieden mit ihrer lettischen Herkunft gefunden hat und was sie in Österreich über das Erwachsenwerden gelernt hat. Außerdem spricht sie über männerdominierte Strukturen in der Musikbranche, die Bedeutung von Community und Repräsentation sowie über ihre ganz persönliche Definition von Welterfolg: die Freiheit, einfach das zu tun, was Spaß macht und sich echt anfühlt.

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Die Folge wurde am 8. Juni 2026 aufgezeichnet.

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Was soll das alles? Philip Dulle spricht im Podcast mit Künstlerinnen, Musikern und Filmemacherinnen. Die dritte Staffel von “Was soll das alles?” erscheint jeden Freitag auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

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Wer spielt das alles? Die Spotify-Playlist zum Podcast.

Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.

Transkript anzeigen

00:00:00: diese delusional Seite, was da in der Album auch sehr sichtbar ist genau absichtlich mit das aufgebaut.

00:00:06: Das bedeutet nicht jetzt Realität zu vermeiden oder politisch irgendwie nicht präsent zu sein.

00:00:12: aber das bedeutet ich weiß alles was in der Welt passiert und trotzdem wähle ich heute ein bisschen Delusional zu sein weil dass es ja derart wie ich das überleben kann und einfach Spaß um diese innere Ruhe und Leichtigkeit in meinem täglichen Leben tragen kann.

00:00:50: Du trinkst gar keinen Kaffee?

00:00:53: Nein.

00:00:53: Wie schaffst du das?

00:00:56: Ich krieg immer Herzklopfen von Kaffees.

00:00:59: Wirklich?

00:01:01: Ja, weil ich bin immer so ein bisschen nervös und habe viel Energie.

00:01:05: Und dann muss ich immer schauen, dass sich nicht zu viele Koffein trinken.

00:01:08: Weil dann kann ich gar nicht schlafen und bin den ganzen Tag am Weg.

00:01:11: Okay!

00:01:12: Also ich bin jetzt auf Invertieh.

00:01:14: Kann ich auch empfehlen sonst zum Aufstehen... Aber das heißt du hast schon quasi in dir so viel Energie, dass du jetzt Kaffee oder Koffein gar nicht brauchst.

00:01:26: Genau!

00:01:26: Das sagen auch immer meine Freunde.

00:01:28: sie sagen hey bei mir glaube manche Menschen brauchen keinen extra Boost.

00:01:35: Ich kann das mit mir eigentlich gar nichts vorstellen.

00:01:37: aber ich bewundere also Menschen die einfach so eine grobizetzliche Energie haben... Das ist was Tolles.

00:01:44: Oder ist das auch manchmal irgendwie anstrengend, weil du ständig irgendwas tun musst?

00:01:48: Weil du dich ständig auch irgendwie vielleicht kreativ ausleben musst?

00:01:53: Ja, dass nicht!

00:01:54: Bei mir ist eigentlich ziemlich interessant.

00:01:56: ich kann auch... Normalerweise so in fünf Minuten einschlafen.

00:02:00: Ein Bus oder ein Büro.

00:02:01: manchmal, wenn ich eine Pause brauche... ...oder gehe ich dann einen Jig rauchen auf dem Balkon und schlafe eine.

00:02:07: Und jetzt auch zum Beispiel wir haben um acht ausgemacht ein Podcast zu machen.

00:02:12: Ich bin zehn vor acht aufgestanden und dann wirklich so plopp!

00:02:16: Und dann zuck-zuck-Zuck schnell gelaufen.

00:02:19: Es ist so ein bisschen on and off switch bei mir vielleicht.

00:02:23: Das klingt aber gut.

00:02:27: War denn Musik für dich immer so ein Weg auch mit diesem An und Auf, umgehen zu lernen oder das auch irgendwie einsetzen zu können?

00:02:39: Ja vielleicht fast umgekehrt.

00:02:41: Normalerweise im kreativen Prozess muss ich schon ein bisschen vorsichtig sein.

00:02:45: wenn man neue Ideen kommen oder ich ein bisschen zu viel begeistert über irgendwas bin dann kann man schon passieren dass sich Schlaf komplett vergesse.

00:02:54: Und dann muss ich auf mich ein bisschen schauen und jetzt denken, okay.

00:02:57: Jetzt muss sich ein bisschen Abstand nehmen und mich wieder beruhigern und schlafen gehen.

00:03:02: zum Beispiel also...

00:03:04: Wann hast du so diese Dinge über dich herausgefunden?

00:03:07: Hat das lange gedauert oder ist es noch immer so ein Prozess in dem du feststeckst oder wo du grad so drinnen bist?

00:03:16: Ja!

00:03:17: Ich habe das schon den letzten Jahren.

00:03:19: Also das hab' ich immer in meinem Leben gehabt.

00:03:32: Ich habe immer gedacht, so ist es ein Business.

00:03:34: So muss das sein.

00:03:35: und irgendwann mal dann habe ich gecheckt eigentlich so mental gesund, hundertprozentig ist es natürlich ... auch nicht diesen kompletten, konstanten Drang immer zu haben weiterzuschaffen.

00:03:47: Weiterzuentwickeln usw.

00:03:49: Und momentan bin ich so ein bisschen wie alte Frau in meinen Gedenken und sage nein jetzt ist schon sechs Uhr, jetzt hör' ich auf zum Arbeiten!

00:03:57: Jetzt schaue ich einen Romcom auf Netflix und trink Comalty und um zehn gehe ich schon schlafen und morgen um sieben kann ich wieder

00:04:05: weitermachen.".

00:04:07: Das ist schon auch angenehm, wenn man so ein bisschen rausfindet oder was einem gut tut.

00:04:13: Ja ja natürlich!

00:04:15: Ich finde es so spannend weil du hast jetzt das dritte Album veröffentlicht dass sich sehr unterscheidet teilweise von den ersten zwei Alben.

00:04:28: aber du hast gefühlt zu jedem Song noch eine eigene Single rausgebracht gebracht.

00:04:34: Mit eigenem Artwork, wo man ja wirklich merkt du nimmst das wirklich sehr ernst und du schaust wirklich dass da was weitergeht und passiert?

00:04:42: Ja vielleicht in diese Sinne nicht so klassisch ernst zu nehmen.

00:04:47: aber bei mir ist es so wenn ich ein Album machen wollt oder IP machen wollte dann sehe ich das ganze Konzept und das ganze Prozess ein bisschen als Kunstwerk.

00:04:57: Und dann gehört da natürlich dazu, wie klingt jeder Single?

00:05:01: Wie schaut der Cover für jedes Single aus?

00:05:03: Wie passt das im Konzept gemeinsam zusammen?

00:05:06: Wie schaue ich auf die Bühne auf?

00:05:09: In diesem Zeitspannen, wo das Album dann entsteht ist es auch meine Personalität irgendwie.

00:05:15: Ich bin so stark verbunden weil jetzt mit dem neuen Album The Lushen und da merke ich auch... ...ich bin selber auch mehr der Lulu geworden auf die Bühne und auch untermenschlich eigentlich auch zwischentäglich in meiner Routine zum Beispiel viel witziger und einfach ja Jolo let's go!

00:05:34: Und das ist ein großes Teil vom ganzen Prozess.

00:05:38: Du musst für dich, bevor du jetzt wirklich dann ans Schreiben von neuer Musik damit beginnst auch einmal dieses Konzept einmal stehen.

00:05:47: Damit du überhaupt anfangen kannst?

00:05:50: Ja aber mehr so gefühlsmäßig dass ich einfach spüre Jetzt ist meine innere Zustand so und deswegen will Ich das das IP so klingt oder dass es ein Album so klingt Und bei dem letzten album das war wirklich irgendwie Endlich wahrgenommen, dass ich habe so viele Seiten in mir.

00:06:13: Schattige Seiten und fröhliche Seiten und witzige Seiten.

00:06:16: Und irgendwann mal dann hab' ich gedacht Dann mache ich ein Album wo das alles drin steht Ohne Druck ohne irgendwelchen Gedanken.

00:06:24: Man ist es jetzt schwer zu vermarkten Weil die Lieder so verschieden sind zum Beispiel weil eigentlich So diese große Ambition jetzt weltbekannt zu werden habe ich nicht.

00:06:33: Ich will einfach irgendwas machen was authentisch zu mi passt irgendwie und deswegen ist es dann auch so passiert.

00:06:42: Hattest du das mal, dass du diesen Wunsch auch so weltbekannt zu werden?

00:06:50: Nein!

00:06:51: Also auf gewissen Grad welbekannt zu werden, wer von mich zum Beispiel in Innsbruck bekannt zu werden.

00:06:58: Und dann kann ich irgendwie das gleiche Leben still an Listen ausleben mit schönen Konzerten und cuten Outfits und ab und so irgendwelche Interviews.

00:07:08: Natürlich ist es nett wenn ich irgendwo gehe und die Leute sagen Hey Biber!

00:07:12: Ich habe ein Album angehört und das hat wir immer so beibet.

00:07:16: beigebracht und voll cool.

00:07:17: Und natürlich diese Wertschätzung ist ja unglaublich wichtig, aber irgendwie in meiner Sicht kann ich gleich cooles Leben haben auch In kleinerer Radius ist als, jetzt weiß ich nicht, irgendwelche Weltbekanntschaft.

00:07:33: Weil das kommt ja mit unglaublichem Stress auch und diese Stress kann ich nicht tragen.

00:07:38: Und ich bin einfach ein Mensch der wirklich empfindlich auf solchen Sachen ist.

00:07:42: Man muss immer mich es allegulieren.

00:07:44: wie schon gesagt Jetzt gehe ich um zehn schlafen dann morgen ist ein neues Tag.

00:07:49: also die Routine ist mir unglaublich wichtig und ich glaube dass mit dem Fame kommt dann natürlich sehr viel.

00:07:57: Wie sagt man, dass mentale Crimskramps dabei, der nicht so gut ist?

00:08:03: Ja und du müsstest dich wahrscheinlich auch musikalisch irgendwie verbiegen oder könntest vielleicht gar nicht einfach so frei von der Leber jetzt schreiben.

00:08:10: Und halt das eine Album mal wie ein Fock-Album klingen lassen, ein sehr ruhiges und dann so einen Aufbraus in das neues aufregendes Album machen, dann wieder das nächste Mal!

00:08:24: Also so weltberühmt in Innsbruck, das wäre so dein Ziel?

00:08:29: Ja vielleicht.

00:08:31: Weil Auftreten mag ich schon gern und natürlich von Livekonzerten brauchst du ein bisschen Bekanntheit.

00:08:40: Du willst ja auch nicht nur in Innesbruck auftreten, nehme ich mal an, sondern auch ein bisschen herumreisen!

00:08:49: Also diese Routinen, die du gerade angesprochen hast.

00:08:52: Die du auch so im Alltag anscheinend brauchst?

00:08:54: Hast du also musikalische Routienen, die Du verfolgst?

00:08:58: Es kommt normalerweise in Phasen!

00:09:00: Weil jetzt zum Beispiel die letzten zwei Jahre war dann natürlich Album-Phase und Dann habe ich schon Dottinia gehabt mit Texteschreiben, mit Konzepten, wirklich Zeit vor das genommen.

00:09:13: Jetzt brauche ich zum Beispiel Pause von den ganzen musikalischen Sachen jetzt.

00:09:16: Das einzige was Musikalisch passiert ist Proben mit Band und Konzerte live spielen.

00:09:23: weil Wie gesagt, manchmal gehe ich ein bisschen zu tief in diesen kreativen Prozess drin und dann brauche ich wieder einen oder zwei Jahre Abstand.

00:09:30: Manchmal noch halbes Jahr weil natürlich nach dem Album sagt ja jeder.

00:09:33: das mache ich niemals in mein Leben mehr und drei Monate später machst du noch ein Single oder irgendwas was Spaß macht.

00:09:41: aber wenn ich diese Albumphase drinnen bin dann ist wirklich so täglich umdenken und so wirklich spüren Welche Farbe hat ein Album, wie riecht das Album?

00:09:52: Was trage ich auf die Bühne?

00:09:54: Welche Vibe strahlt der Album aus?

00:09:56: und dann abhängig von des baue ich das ganze Universum irgendwie um.

00:10:02: Das heißt du würdest jetzt gar nicht auf die Idee kommen so bewusster neuen Song zu schreiben.

00:10:07: schon wieder?

00:10:09: Nein!

00:10:09: Und es passiert dann auch gar nicht dass du plötzlich eine Idee hast und denkst ach das muss jetzt doch irgendwie verarbeiten oder in ein neues Stück gießen.

00:10:18: Na das passiert oft, weil die Ideen sammeln sich und dann natürlich wenn der richtige Zeitpunkt kommt, dann sitze ich und mache ein neues Lied oder ein neues EP.

00:10:28: Aber das war gleich auch mit letzten Album.

00:10:30: diese Ideen habe ich schon getragen.

00:10:33: hier hab ich schon jahrelang getragen auf die Themen, die mir wichtig sind oder irgendwelche schwierige Sachen, die nicht so hundertprozentig ausgearbeitet sind.

00:10:43: Und dann denke ich, das wär cool jetzt wirklich dieses Gefühl in ein Lied einzupacken.

00:10:48: und diese Impulse kommen schon natürlich ständig.

00:10:51: Die hab' ich auch jetzt.

00:10:52: also kann's schon sein, dass in einem halben Jahr bin ich per iPhone neues IP zum Beispiel.

00:10:57: Ah ok!

00:10:57: Das verarbeitest du denn quasi so in kleinen Veröffentlichungen?

00:11:03: Ja

00:11:05: Du hast früher gesagt, dass das der Titel Delusional und dass du auch dann dieses Konzept von delulu quasi sein auch auf die Bühne irgendwie übertragen willst.

00:11:15: Und irgendwie so alles egal Mentalität auch ein bisschen hast.

00:11:19: Und Delusion klingt ja auch irgendwie so negativ auch irgendwie konnotiert grundsätzlich für dich aber bei dir wirkt es schlägt also komplett in die andere Richtung aus?

00:11:34: War das so bewusst, so gewählt?

00:11:36: Genau.

00:11:36: Also diese Delulo-Thema da ist eigentlich mit dem Ziel absichtlich ein bisschen delusional zu sein weil sonst ist das Leben einfach manchmal ein bisschen zu schwer zu verpragen alles was in der Welt momentan passiert, was politisch passiert und... Und für mich zum Beispiel, das ist was schon sehr sichtbar auch mit dem letzten IP.

00:11:59: Ich verarbeite die Sachen wirklich auf sehr humoristische Weise.

00:12:03: Ich bin einfach auch so ein Person.

00:12:04: wenn z.B.

00:12:05: mir wirklich schlecht geht dann sehen die Leute mehr normalerweise irgendwo in der Arbeit mit so schwarzen Ditzen und voll nicht holistisch aber trotzdem sehr humorisch unterwegs weil das meine Art wie ich die Sachen verarbeitet und deswegen diese Delusional-Seite, was da in der Album auch sehr sichtbar ist genau absichtlich mit das aufgebaut.

00:12:26: Das bedeutet nicht jetzt Realität zu vermeiden oder politisch irgendwie nicht präsent zu sein.

00:12:33: aber das bedeutet ich weiß alles was in der Welt passiert.

00:12:36: und trotzdem wähle ich heute ein bisschen Delusionier zu sein weil dass es ja derart wie ich das überleben kann und einfach Spaß um diese innere Ruhe und Leichtigkeit in meinem täglichen Leben tragen kann.

00:12:51: Und so sehe ich das ganze Leben.

00:12:52: Ich war immer schon so ein Mensch irgendwie nicht illistisch positiv, wollte ich sagen und deswegen mache ich auch Bockmusik zum Beispiel weil ich habe eigentlich akademische Literaturwissenschaft studiert und Shoppenhauer gelesen und voll Existenzialismus.

00:13:12: kommen auch von akademischem Hintergrund und manche sagen dann manchmal auch zu mir, das ist jetzt sehr interessantes Schnitt.

00:13:21: Von diesen schweren philosophischen Hintergrund irgendwie in diesen vierakordigen Pop-Lieder gehen.

00:13:30: Und deswegen finde ich es auch so ein irgendwie interessant.

00:13:33: Das finde ich einen schönen Gedanke, muss ich sagen.

00:13:37: Ist das dann auch dieses... So delusional zu sein, auch ein Selbstschutz für dich aber vielleicht auch für dein Publikum.

00:13:45: Für die Menschen, die deine Musik hören weil ich denke mir wenn du jetzt nur nicht listisch wärst und ohne die positive Seite zu sehen des Lebens das würde dann ja auch weder dir helfen noch wird es quasi dein Publikum helfen bei Konzerten oder die Menschen die dich auf Platte hören oder streamen.

00:14:08: Genau Also, nicht imistisch ist vielleicht ein falsches Wort.

00:14:12: Das Album ist schon sehr positiv gestalten und auch die Texte in Lieders sind normalerweise schon sehr optimistisch und positiv mit diesen nostalgischen Denkäusen aber natürlich weil bei mir es ja auch in meinem persönlichen Leben also Ich musste viel in meinem Leben arbeiten und da war immer diese seriöse Seite von mir, was ich auch momentan zum Beispiel sehr stark habe mit meinen Arbeit.

00:14:40: eine Musiklaunche mit Veranstaltungen und so weiter, wo ich immer sehr erwachsen sein muss.

00:14:45: Und da...und so war schon mein ganzes Leben auch mit Anfang zwanzig war ich unglaublich erwachsen weil in Lettlern das war eigentlich ...das hast du gebraucht zum Oberleben und deswegen irgendwann mal habe ich angefangen diesen innerlichen Kind wieder zu suchen Wo ist der kind?

00:15:02: Und dann hab' ich auch gefunden und jetzt habe mich ein bisschen gefühlt Weil jetzt bin ich schon über dreißig Das ist der Kind irgendwie aktiver und aktiver wird.

00:15:10: Und das wollte ich auch den anderen Leuten ein bisschen zeigen, sagen hey du hast es verdient wirklich ein bisschen frei zu sein und nicht immer unglaublich politisch korrekt oder nicht immer so ernst unterwegs.

00:15:25: Nicht immer komplett ekologisch und ethisch hundertprozentig auf der richtige Seite weil wir sind alle nur Menschen Und Fehler passieren und wir machen unsere eigenen Entscheidungen.

00:15:38: Wir müssen auch uns selbst ein bisschen schützen, du hast das verdient weil eigentlich bist eine gute Mensch und das wollte ich dann auch weitergehen mit dem Album.

00:15:50: Das wäre wahrscheinlich grundsätzlich gut wenn alle Menschen so ein kleines inneres Kind behalten würden oder?

00:15:58: Genau!

00:15:58: Das

00:15:59: wird der ganzen Gesellschaft gut tun.

00:16:04: Da steht ja auch ein bisschen diese Paradox, was ich auch manchmal nach Konzerten her, wo die Menschen sagen.

00:16:10: Ja und bin hier eigentlich wachsende Flauern sehr seriös in mein Arbeit über dreißig und so und auf der Bühne tanze ich da, so wie irgendwelche sechzehnjährige Pops da mit so einem kleinen Rocken und komplett yeah!

00:16:25: Hallo!

00:16:27: Du bist ja in Lettland aufgewachsen hast du gesagt warum musstest du da so früher wachsen sein?

00:16:36: Die Letten sind einfach so.

00:16:38: Das ist natürlich eine komplett andere politisch-ekonomische Situation, also ich habe schon mit vierzehn angefangen zu arbeiten weil muss einfach ein Studium bezahlen und Schulbuch erkaufen usw.

00:16:50: Und es ist einfach ein Teil von unserem täglichen Leben.

00:16:53: Und irgendwie, ich glaube es deswegen die Leute sind wirklich ernst.

00:16:57: Das merke ich auch jetzt manchmal wenn ich zurückfahre und da gibt's Frauen, die einundzwanzig Jahre alt sind, zwanzig Jahr alt sind.

00:17:04: sie wirken viel älter als ich!

00:17:07: Weil du musst einfach dein Platz verdienen um seinen Platz kämpfen weil wir sind sehr wenig das Konkurrenz ist ziemlich hoch das Arbeitsmarkt ist nicht so leicht und dann kämpfen wir miteinander?

00:17:22: Ja und deswegen, wenn ich nach Innsbruck gezogen bin an Anfang war ich voll schockiert.

00:17:27: Dass manche Leute mit dreißig studieren noch oder leben bei einem älter.

00:17:32: Wie ist das in Lettland?

00:17:33: Mit zweiundzwanzig hast du schon Familie und Eigenwohnung.

00:17:40: Also dass wäre so in Inlet-Land nicht wirklich möglich, so mit dreizig noch zu Hause zu leben und zu studieren und mal das Leben aus sich zukommen zu lassen.

00:17:50: Jetzt vielleicht, wir haben ja auch in den letzten zehn Jahren viel geändert.

00:17:54: Aber natürlich diese postsovietische Trauma ist da... Wir sind ziemlich stark im Kapitalismus drin, Geld verdienen und arbeiten, arbeiten.

00:18:04: oder mein Lieblingsspruch hier zum Beispiel wenn jemand hier in Lettland fragt wie es dir geht du darfst nicht sagen dass der gut geht weil dann das bedeutet ...hard genug arbeitest hast.

00:18:18: Du sagst immer, ich

00:18:19: kämpfe.".

00:18:20: Und bist du da in einer Stadt aufgewachsen oder am Land?

00:18:24: Oder wie kann man sich das von... Am Land!

00:18:25: Ja?

00:18:26: Ist er im kleinen Dorf oder...?

00:18:29: Ja so drei Kilometer vom Dorf.

00:18:30: Da war wirklich nur zwei Häuser und Wald.

00:18:33: Ich bin fast komplett allein aufgewachsen mit meinen zwei Brüdern um Kartoffelfeld.

00:18:40: Was ja auch irgendwie total schön klingt aber natürlich wahrscheinlich auch dann aber der gewissen Alter nicht mehr so einfach ist.

00:18:48: Es hat beides, würde ich sagen.

00:18:50: Das ist schon auch sehr schönes Kindheit in Natur und ein großes Freiheit.

00:18:55: viel Natur.

00:18:56: da habe ich also.

00:19:00: deswegen bin vielleicht mit Musik unterwegs wegen mein Kindheit weil da haben wir so viele Zeit gehaft wirklich in meinen Fantasiewelt irgendwie zu leben Einfach im Wald hoppen mit Tieren spielen oder irgendwelchen Welten ausdenken und schreiben und Klavier zu spielen.

00:19:21: Also es war auch sehr schön, muss ich sagen

00:19:25: Wie bist du zum Musik gekommen?

00:19:26: Oder waren das Instrumente die einfach bei dir Zuhause waren?

00:19:31: Das ist jetzt eine gute Frage, die ich nicht so gut antworten kann.

00:19:34: Weil jeder in meiner Familie ist eigentlich Bauer.

00:19:37: Wir sind so akademische Bauern.

00:19:39: Mein Papa hat studiert, mein Mama hat studieren aber alle in Landwirtschaft und mein Bruder ist Baumpflege und irgendwie ... Ich hab gar keinen Zugang als Kind zu Kultur oder Musik gehabt Aber das hat mir einfach immer sehr stark interessiert.

00:19:55: Und dann hat die Mama das gesehen und dann hat sie Klavier gekauft Gitarre auch, Akkordeon und dann mit sieben habe ich einfach mit Musikschule angefangen.

00:20:06: Damals war ich sehr krank ganz in der Zeit und dann kann ich noch erinnern das die erste Schultage war ich nicht da aber irgendwie ja... Ich war so begeistert und hab selber gelernt Klavier zu spielen ein bisschen singen und so ist es weitergegangen.

00:20:23: Das heißt du bist jetzt mehr mit den Instrumenten irgendwie aufgewachsen oder zumindest musikalisch aufgewachst und gar nicht so mit anderen, mit Künstlerinnen und Künstlern.

00:20:32: Oder war das schon auch irgendwie dass du irgendwas gehört hast oder irgendwas zu dir vorgedrungen ist?

00:20:39: Nein wir haben nur... Postoffice in unserer Dorf gehabt, da kann man so kleinen Kassetten kaufen mit Kinderlieder und danach später war manche CDs dabei.

00:20:51: Aber ein CD von Eminem, ein CD vom Avril Lavigne habe ich gehabt und einen CD von Linkin Parki.

00:20:58: Ich glaube das die drei Möglichkeiten, was zum Kauf da war, die hab' ich dann auch gehabt mit diesem Narrow Burning Room oder irgendwas, habe ich von Torrance noch was herunterladen und so.

00:21:11: Aber der Zugang zu Musikmarkt war ziemlich schwierig.

00:21:15: So ein Anfang Pubertät spielte er schon natürlich mit Freunden umgetauscht und dann habe ich mein Freundeskreis gefunden.

00:21:22: aber als ich Kind war fast nix weil meine Mama hat nur Schlage angehört das war laufend bei uns.

00:21:31: Ich habe auch keine Ahnung, woher ich so eine große Liebe vor Musik entwickelt.

00:21:36: Eigentlich ist es einfach gekommen.

00:21:38: Und war das so dazwischen Eminem und Linkin Park dann irgendwie auch klar?

00:21:43: So was möchte ich auf die Art machen?

00:21:48: Avril Lavigne!

00:21:50: Ich war der größte Fan von Avril LaVigne.

00:21:55: Ich kannte wirklich seine Stimme imitieren.

00:21:58: Alle Lieder habe ich gekannt und dann habe ich angefangen auch selber Lieder zu schreiben, mit Spiegel und Performances gemacht und dann hab' ich so eine große Plastiktube eigentlich in Garten gefunden wie ich als Mikrofon nutzen könnte und dann war es ziemlich laut.

00:22:17: Und dann haben manchmal die Leute von der Dorf gesagt dass sie hören kann wie laut ich das singe.

00:22:23: Das ist eine schöne Geschichte.

00:22:27: Wie bist du dann in Innsbruck eigentlich gelandet?

00:22:31: Wie ist das passiert?

00:22:33: Vor zwölf Jahren habe ich mein Studium fertig gemacht und damals habe Schade, also wie sagt man das?

00:22:46: In einer nachtslebend lokal gearbeitet, wo ich so wirklich Nachtschichte gehabt habe von zwölf bis acht so morgens und dann gleich nach Uni gegangen.

00:22:56: Und dann hab' ich immer viel Zeit gehabt zu googeln.

00:22:59: Irgendwann mal habe ich gedacht, ich will jetzt der Welt anschauen und Europa fahren!

00:23:04: Dann habe ich einfach gegoogelt Kulturarbeit-Europa... Und dann habe ich verschiedene Möglichkeiten da gefunden und hab damals über diesen europäischen Solidaritätskorps erfahren.

00:23:21: Da war eine Stelle in der Bäckerei Kulturbachstube an Innsbruck, wo ich auch jetzt arbeite – offen!

00:23:26: Und da habe ich mich beworben und Gott sei Dank hat es auch funktioniert und habe diese Ställe gekriegt.

00:23:32: Also ich war noch nie in Innsbrück, habe noch nie die Berge gesehen.

00:23:36: Ich habe dann einfach meine Sachen zusammengepackt und mit dem Flixbus losgefahren.

00:23:43: Und du hast in Riga studiert, oder?

00:23:46: In Leerbayer.

00:23:47: Das wird groß der Stadt in Lettland.

00:23:50: Und dann eine Direktverbindung nach Innsbruck.

00:23:53: Genau!

00:23:55: War das für dich ein Kulturschock im Innsbrück anzukommen?

00:24:00: Kultureschock würde ich nicht sagen weil ich glaube ich bin einem sehr flexibel Mensch.

00:24:06: Also ich kann mich gut anpassen und irgendwie eine Situation eingehen.

00:24:10: Und diese letzte Arbeit, was sich in Lettland gehampt habe in diesem Nachtlokal, da hab' ich in zwei Jahren glaube ein ganzes Leben hundert Jahre irgendwie erlebt weil so viel passiert, so viele verschiedene Menschen, soviel auch gefährliche Situationen und danach hat mir nichts mehr erschockiert.

00:24:30: also Kulturschock würde ich nicht sagen.

00:24:32: aber natürlich Kleinigkeiten habe ich schon gemerkt, die ein bisschen anders sind.

00:24:37: Das zum Beispiel mit mit dreißig Jahren noch studieren oder bei den Eltern zu wohnen.

00:24:42: Oder da hab' ich mich zum ersten Mal erlaubt auch ein bisschen verloren in Leben zu fühlen weil in Ländern hast du einfach kein Kapazität und keinen Zeit vor das.

00:24:54: Und dann bin ich nach Hinsburg gezogen und hab' gedacht woah das ist jetzt interessant?

00:24:57: Die Leute sind Mitte zwanzig und wissen nicht was sie studieren sollen oder arbeiten sollen und deswegen sind sie ein bisschen depressive, oder hatten ein bisschen Ängste und so.

00:25:06: Und es ist ein Teil von der Prozessung.

00:25:08: Ich war so wow!

00:25:10: Gut für die Menschen.

00:25:12: Dann habe ich das langsam auch ein bisschen gelernt weil natürlich in ersten Jahren habe ich diesen großen Druck gespürt.

00:25:19: Mir ist diese Möglichkeit gegeben geworden und ich muss diese Möglichkeit nutzen.

00:25:25: Und ich muss jetzt die Menschen zeigen, wie gut ich arbeiten

00:25:28: kann.".

00:25:29: Und dann habe ich auch echt hart gearbeitet und irgendwann mal schon Jahre später habe ich bemerkt, hey ihr habt mein Platz jetzt verdient und Ruhe verdient – das passt!

00:25:39: Ich kann jetzt auch ein bisschen chillen und nicht ganze Zeit in der Rad einfach arbeiten.

00:25:47: Also, dass auch dieses nicht funktionieren müssen.

00:25:49: Auch ein bisschen als Befreiung zu sehen und Dinge vielleicht auch einmal auf dich zukommen zu lassen?

00:25:58: Genau!

00:25:59: Aber das musste ich lernen.

00:26:01: Hast du das erste Album ist dann schon in Innsbruck entstanden?

00:26:07: Genau Das letzte Album war von zwei tausend siebzehnt oder sechzehn, das bedeutet zwei Jahre nach meinem Einkommen.

00:26:17: Und das erste Album hat dann wirklich sehr viele Einflüsse von meinem lättischen Leben, weil als ich nach Innsbruck gezogen bin war ich sehr, sehr schuchtern.

00:26:29: Ich habe mich nicht so wirklich getraut.

00:26:33: Ich hab genau zum ersten Mal erfahren dass eigentlich die Zeit nehmen darf zu finden wer ich bin, weil ich bin ja noch sehr jung damals gewesen Und das ist sehr hörbar in diesem ersten Album, weil er erst sehr akustisch, sehr melancholisch und er tragt diese Seele die ich damals in Lettland gehabt habe.

00:26:55: Und dann irgendwann mal mit Zeit hab' ich ... Diese Seele hat sich ein bisschen geändert.

00:27:00: natürlich Diese nostalgische, traurige Seite habe ich noch in mir.

00:27:05: Aber die ist jetzt nicht mehr so dominant weil irgendwie... Ich weiß nicht ob das mit Wetter zu tun hat oder mit Leben in Lettland generell.

00:27:13: In Lettlern war ich einfach immer unglaublich nachtdenklich.

00:27:16: Ich hab nur Nick Cave gehört und Leonard Cohen im Winter immer nur Gedichte geschrieben und das Leben war so schön.

00:27:24: aber die Schönheit habe ich wirklich mit Traurigkeit und Tiefe immer.

00:27:30: verbunden.

00:27:32: Musstest du dieses erste Album vielleicht auch schreiben, um dich ja ein bisschen abzunabeln von deiner lättischen Kindheit, Jugend, jungen Erwachsenen sein?

00:27:43: Ja ich glaube schon!

00:27:45: Das war der erste Shit.

00:27:46: aber muss ich auch ehrlich sagen das erster Album habe ich schon seit sieben Jahren oder so nicht angehört.

00:27:54: Ich hab vielleicht ein bisschen Angst das zu machen.

00:27:58: Schauen wir mal

00:28:00: Ich habe es mir gestern noch einmal stückweise angehört und ich finde, dass das auf dem neuesten Album sogar noch so ein bisschen rausschimmert in manchen Momenten.

00:28:12: Das bist natürlich auch du aber das ist wahrscheinlich normal, dass man Sachen natürlich nie ganz ablegen kann und die dann immer irgendwie nachschimmern auf eine Art und Weise oder noch immer Teil von dir sind!

00:28:29: Genau und jetzt bin ich in Friede mit dem, weil ich glaube das mit dem zweiten Album braucht sich diese radikale Abstand von dieser Traurigkeit.

00:28:39: Und dann deswegen der zweite Album war natürlich auch traurig aber sehr elektronisch und nicht mit diesen Folg- und Singles Songreiter einflussend.

00:28:47: Ich glaube es hat wirklich sehr viel Verbindung zu meinem Heimat.

00:28:56: Ostereich gezogen und dann die ersten drei Jahre habe ich wirklich diese Abstand gebraucht.

00:29:01: Na, ich will jetzt ein anderes Mensch

00:29:04: sein.".

00:29:04: Und dann war dieser Grandphase ein paar Jahr, wo das Leiter entstanden ist.

00:29:09: und wer bin ich?

00:29:11: Will jetzt durchbrechen von diesen Traurigkeit!

00:29:14: Jetzt mit dem Delusional-Album habe ich ein bisschen gefühlt... mehr musikale Ständer angekommen und kann wirklich die beiden Seiten in mir respektieren ohne Drama, ohne was.

00:29:25: Letzland ist meine Heimat, es ist Teil von mir – ich liebe das sehr auch diese traurige Seite von mir.

00:29:31: und trotzdem fühle dich jetzt hier angehörig und hier habe ich meine Freiheit und mein Leben erfunden und die beiden Saiten leben einfach zusammen.

00:29:41: Aber du hast dann zwei Jahre nachdem du in Innsbruck warst dieses erste Album veröffentlicht, Damals klar, dass das mal sein muss.

00:29:50: Dass du jetzt auch ... Du bist ja als Kulturarbeiterin quasi nach Österreich gekommen, dass du schon auch selber Musik veröffentlichen willst?

00:29:59: Dass das nicht nur was ist, was du für dich vielleicht machst und du machst deine Arbeit und so...

00:30:08: Ja ich weiß nicht warum aber diese Ambition habe ich schon immer gehabt, muss ich sagen.

00:30:14: Also hobbymäßig Musik zu machen ist nichts von mir.

00:30:19: Manchmal bin ich ein bisschen eifersuchtig auf die Menschen, die das wirklich machen und dann nur an Jam Sessions teilnehmen.

00:30:26: Und selber was produzieren weil ich bin eigentlich irgendwie so gebaut auch jetzt wenn ich Musik-Production-Workshops für andere Menschen mache.

00:30:36: Da kommen unglaublich talentierte Leute, talentierte Frauen oder flinte Personen zu diesen Workshops und da ist so viel Potenzial.

00:30:47: Sag gleich, hey das müssen wir veroffentlichen.

00:30:49: Wir müssen das machen dass es noch fertig ist und manchmal sagen die Leute ich habe gar keinen Interesse dran Und dann muss sich das auch annehmen sagt okay passt also Das welt muss nicht alles hören.

00:31:00: aber irgendwie in meinem fall Irgendwie will ich dass die leute hört und sich verbirten kann und das bringt mir auch sehr vielen zurück.

00:31:08: wie hat sich nun so diese zähne?

00:31:10: das scheint ja sehr wichtig zu sein.

00:31:12: nach dieser Szene in insbrock diese musik- und kulturszene Wie hat sich denn die seit deiner Ankunft in Innsbruck verändert auch in diesen letzten zwölf Jahren?

00:31:24: Das ist jetzt so eine gute Frage.

00:31:26: Wie hat sie die Szene geändert?

00:31:30: Gibt es schon mehr flinter Personen, die Auftritte machen, die veröffentlichen und die Platz finden vielleicht auch in der Szene?

00:31:38: Also ich habe ein bisschen gefühlt, dass unsere Stärken... Unsere stärkste Exporten sind flinte Personen, wenn wir Nende anschauen oder Spillif anschauen.

00:31:48: Oder Janka jetzt eine neue Indie-Band die auch stark unterwegs sind.

00:31:53: Früher war Medina von White Miles.

00:31:55: ich glaube schon dass wir haben sehr starke weibliche Figuren in der lokale Szene der wirklich das auch dann weiter wird.

00:32:03: und Und es war auch eine große Inspiration für mich am Anfang, zum Beispiel das allererste Konzert.

00:32:09: Was ich damals gesehen habe, war ein Treibhaus von Medina von Whitemares und ich hab wirklich das angeschaut, hab gedacht oh mein Gott diese Frau spielt jetzt Sän-Gitarren und ist ein komplettes Abriss da!

00:32:22: Das haben wir nicht erlebt weil in Lettlern habe ich ja auch so Band in Bands gespielt, aber da war normalerweise genau.

00:32:29: Als Frau kannst du Frontfrau sein, Senkerin kannst du sein, Repräsentation von irgendwas kannst Du

00:32:36: sein.".

00:32:37: Aber eigentlich das kreative Prozess oder alles was herum der Business passiert ist immer sehr sehr sehr Männer dominiert.

00:32:44: jetzt hat sich das auch noch ein bisschen geändert, was mich freut und das für mich war schon in Innsbruck ein bisschen frisches Luft wo ich dann auch gedacht habe Hey, das will ich auch jetzt alles lernen.

00:32:57: Selber produzieren lernen selber Videoschneiden lernen Auch wenn ich später mit anderen Menschen zusammen arbeite.

00:33:04: Ich will einfach diese Fähigkeiten haben Dass ich weiß, ich bin von niemandem abhängig.

00:33:16: Ich muss keinen Mann fragen Kannst du bitte das für mich erledigen?

00:33:20: Weil es ein bisschen Zyklus, der immer in Lettlern sehr präsent ist und von das wollte ich auch dann ein bisschen Abstand haben.

00:33:27: Und deswegen habe ich schon gefühlt, dass wir jetzt ein Interroll generell auf einen guten Weg, weil jetzt zum Beispiel mit meinen Kollegen Little Element Lisa Aumeier machen wir immer Flinte Workshops und sie ist auch sehr stark in die Szene involviert – mit der Bavariage Festival, mit seinem Kollektiv Innerwild, die die Flinte Person sehr stark pusht.

00:33:49: Jetzt mit dem Arbeit, mit Music Austria und mit Micke.

00:33:51: Da bin ich auch in Beratungsteam.

00:33:54: Ich hab einfach so ... sehr schönes Gefühl, irgendwas an die Szene zurückzugeben.

00:34:00: Weil ich habe ein Wissengefühl damals vor zwölf Jahren.

00:34:03: Haben wir alles selber irgendwie gelernt?

00:34:06: Und ich hab alles gegoogelt!

00:34:07: Ich hab keine Ahnung von nix gehabt.

00:34:10: Wie geht das mit Verträgen?

00:34:11: Wie geht es mit SVS oder Steuern?

00:34:16: unglaublich irgendwie ein riesige Baustelle und ich glaube schon, dass wir mehr und mehr Frauen ermutigen.

00:34:26: Und ja das habe ich in den letzten Jahren schon sehr stark gesehen.

00:34:30: Was für mich sehr wichtig in Ennsbruck und die Rolle ist und was mir in Lettlern gefällt hat es einfach diese Community-Gefühl.

00:34:39: Weil hier spüle ich wirklich, dass die Menschen hängen sich zusammen in Kulturszene.

00:34:45: Weil wir haben immer politische Problemen und da fehlen immer Kulturräume oder Proberäume.

00:34:50: Da muss man immer politisch kämpfen.

00:34:53: Und auch musikalisch unterwegs ist.

00:34:55: Die Leute will unbedingt gern miteinander arbeiten das sie kann wirklich an ... weißte nicht?

00:35:01: An die Bettine einfach WhatsApp nachtlich schreiben und sagen hey Bettina kannst du sein Musikfonds, ähm, Formular durchschicken.

00:35:10: Weil ich weiß du hast einen Fonds gekriegt und ich muss schauen dass mein auch irgendwie passt.

00:35:14: und also die Kleinigkeiten die schon sehr sehr wichtig ist äh die Szene weiter zu pushen und einander zu unterstützen.

00:35:21: Also diese Konkurrenzgefühl habe ich zum Beispiel hier nicht Und in Ländern dieser Konkurrentsgefühle Irgendwie war immer sehr stark.

00:35:30: Ja und wenn ich das so richtig raushöre ist es natürlich auch wichtig dass auch so im Hintergrund dann sehr viele oder möglichst viele flinter Personen auch sind, weil natürlich auch das dann oft die Menschen sind, die halt Festivals kuratieren.

00:35:45: Die neue Sachen ausprobieren, die vielleicht auch Förderungen irgendwie vergeben und so... Also dass das nicht in Männerbünden hängen bleibt?

00:35:55: Genau!

00:35:56: Da bin ich dran.

00:35:58: Sehr gut.

00:36:00: Das ist gut zu hören.

00:36:01: Ja, das ist mein Kampf eigentlich.

00:36:04: Ich weiß nicht warum aber da bin ich.

00:36:07: Aber das ist für dich dann eine besondere Herausforderung, die du auch annimmst.

00:36:12: Dass du halt einerseits selbst auf der Bühne stehst und auf deiner Seite aber auch im Hintergrund arbeitest also genießt du das auch da so switchen zu können?

00:36:23: Ja ich glaube es ist mein Special Power und das muss man einfach nutzen weil natürlich... Ich habe einfach viel mehr Gespür und Einblicke, wie es sich anfühlt als Künstlerin zum Beispiel auf die Bühne zu stehen oder irgendwas nicht technisch verstehen.

00:36:39: Oder Schwierigkeiten in verschiedenen Bereichen zu haben.

00:36:42: Und natürlich wenn du nicht diese Seite selber erlebt hast dann ist das wirklich manchmal sehr schwer vorzustellen.

00:36:52: Deswegen kommt da sehr oft diese Diskrepanz.

00:36:54: Und in diesen Diskrepans kann ich genau jetzt einsteigen und deswegen arbeite ich auch sehr gerne mit Stadt zusammen, mit verschiedenen Projekten schon mit den Stakeholders weil es einfach Sinn macht.

00:37:06: und natürlich wir müssen in allererste Stelle an die Arte schauen.

00:37:11: Die Leute, die in der Szene arbeiten, dass sie unterstützt sind, dass Sie fair bezahlt sind und sich weiterentwickelt können mit Know-how, Workshops, Beratungen politische Unterstützung und wie gesagt manchmal von da oben siehst du nicht was da unten passiert.

00:37:29: Und hast Du ein Gefühl, wieso die nächste Generation oder die nächsten zwei Generationen also hat sich da auch irgendwie etwas verändert?

00:37:38: Wie die so in den Musik hinein starten.

00:37:41: Also gibt es jetzt auch schon jüngere Frauen die vielleicht mehr Musik machen, mehr Bands gründen?

00:37:48: Hast Du Dein Gefühl dafür?

00:37:51: Was ich wirklich stark gesehen habe, ist dass die jüngeren Menschen sind unglaublich gut technisch begabt.

00:38:00: Das ist ein bisschen mindblowing weil wir machen auch ab und zu Workshops in Schulen mit Ableton Live um.

00:38:07: da sehe ich das.

00:38:08: jetzt sitzen so dreißigjährige Mädels, die in zwei Stunden alles schon verstanden hat.

00:38:16: Der Beat ist schon gebaut!

00:38:18: Die Freundin rappt schon irgendwas dazu und dann manchmal bin ich so Gott das hat mir in fünf Jahre gebraucht irgendwie das alles zu verstehen und diese sind so schnell und da kommen schon... Da muss man jetzt TikTok machen und so könnt ihr das Video ausschauen.

00:38:33: Da habe ich schon ein Filter dazu.

00:38:34: also diese technische Möglichkeiten was momentan im Raum stehen sie unglaublich groß und natürlich da sind Sie eingeboren in diesen technischen Knowledge.

00:38:44: Und das finde ich schon sehr, sehr interessant und auch irgendwie schön zu sehen weil die Frauenproduzenten zum Beispiel, die wirklich alles selber machen kann – das ist ja unglaublich cool!

00:38:56: Dass du nicht nur Lieder schreiben kannst und Textes schreiben kannst aber auch gleich selbst produzieren und visuelle Ideen und einfach das Gesamtprozess gestalten könntest.

00:39:07: Siehst du dich da auch irgendwie als Vorbild?

00:39:14: Geleugt ein bisschen.

00:39:18: Ich wollte mich gerne so sehen, also das freut mir wirklich sehr.

00:39:22: wenn ich zum Beispiel an Konzert spiele und da stehen sehr junge Frauen bei der Bühne und wollen dann danach Fotos machen oder es ist schon oft was passiert dass dann kommt der Papa und sagt meine Tochter wollt zum Konzern weil sie will auch sinker werden.

00:39:37: Und dann find ich das schon cool, dass sich zeigen kann hey, wenn du alleine ... Ich hab das alleine gemacht und du schaffst es auch.

00:39:46: Solche Vorbildes sind schon ziemlich wichtig, wollte ich sagen.

00:39:51: Ja, dass das nicht so ein Mysterium bleibt oder was irgendwie nicht greifbar ist?

00:39:56: Oder wie du sagst okay die sind dann fix mit der Technik und können das gleich aufnehmen Und dann wird gleich dazu gerappt oder gleich irgendwie ein Beat gebaut, dass das jetzt nicht so irgendwas ist was nur irgendwie einer kleinen Teil der Menschheit irgendwie geben sein muss.

00:40:13: Sondern dass das im Prinzip jeder der Lust hat kann sich ausprobieren und kann diese Leidenschaft irgendwie entdecken.

00:40:22: Das ist schon schön.

00:40:25: Ja genau weil es ist generell mein Stand.

00:40:27: irgendwie will einfach sehr ehrlich und authentisch zum Menschen sein.

00:40:31: Weil ich habe auch schon jahrenlang dieses Gefühl gehabt, dass die Industrie hat Musik zu so einem exklusiven Produkt gemacht wo der Artist muss immer mysteriös sein und immer irgendwie ungreifbar nicht so nah und das wollte Ein bisschen ändern, dass die Menschen sehen was da passiert hinter den Kulissen.

00:40:59: Wie ist das Prozess entstanden?

00:41:04: Wie kriege ich Kohle davor?

00:41:06: wie viel kostet diese Sachen?

00:41:07: und deswegen zum Beispiel ich teile auch sehr gerne das sehr ehrlich auf Instagram und da kommen so wirklich schockierte Fragen dann schreibe ich hey das Album hat mir zwanzigtausend Euro gekostet und die Leute sind schockiert.

00:41:20: Sie schreiben sie, ja ich habe letztes Monat ein Auto gekauft.

00:41:23: Wie kann es sein dass du jetzt dein Album vor zwanzigtausend Euro gemacht hast?

00:41:27: Du sagst ja das kann ich gleich in der Details erzählen was da alles drin steht.

00:41:33: Ich schicke dir meine Excel-Tabelle mit all den Kosten.

00:41:38: Ja aber das ist auch total wichtig oder so diese Art von Aufklärung zu machen.

00:41:43: und

00:41:46: ja und ich will auf nicht mehr irgendwie diese Kapitalismusmasche bei wir unterstützen.

00:41:52: Weil natürlich, bei mir gilt es ja gleich ich habe ein Instagram Profil und da teile ich täglich.

00:41:58: gestern Workshop gehalten, Morgenkonzert am Freitag gehe ich hin Studio und das gibt die Menschen diesen Einblick.

00:42:05: Ja, die Biber ist immer unterwegs und immer so cool habe ich nicht so viel Energie und will nur Pizza essen und Netflix schauen.

00:42:15: Und dann natürlich, also ein bisschen diese Reality-Check ist schon bei mir immer sehr, sehr wichtig!

00:42:20: Ich will das nicht unterstützen, diese Workerholissen oder dann wirklich sehr ehrlich auch da sein.

00:42:26: zum Beispiel hey die Fotos von Konzert sind echt geil.

00:42:30: aber eigentlich war ich da... war mein erster Tag von Perioden und ich habe zehn Minuten vor den Performance noch in Backstage geweint.

00:42:38: Und dann auch die Bühne gegangen, also einfach ein bisschen der Menschlichkeit wieder in den Ganzen einzubringen.

00:42:45: War dieses ... weil du gerade gesagt hast auf die Büne zu gehen und du am Anfang doch so schüchtern warst oder in Innsbruck warst, hast du gemeint?

00:42:55: Das erste Album ist ja noch sehr zurückgenommen und ruhig.

00:43:00: Aber Hast du trotzdem diesen Zug auf die Bühne gehabt?

00:43:03: Also war das schon irgendwas, wo du hin wolltest?

00:43:07: Ja.

00:43:07: Die Bühnen waren meine Suche nach Wahrheit und irgendwie habe ich das dann auch geschafft weil am Anfang war es so unsicher und schuchtern dass ich hab irgendwann mal gedacht mit meinen Artispersonen kann ich eigentlich mein alter Ego etablieren.

00:43:27: Ego bin ich mutig, bin ein bisschen frech.

00:43:32: Bin ich ein bisschen stolz manchmal?

00:43:34: Mein Ego ist ein bisschen großer da kann ich komplett frei sein und durch diese Spielereien und diesen Bühnenpräsenz was damals dann langsam entstanden ist habe ich als Person unglaublich viel geändert und irgendwann mal sind die beiden dann so zusammengewachsen.

00:43:52: aber ich muss denn wirklich ehrlich sagen das ohne... Bühne und ohne Musik, ich glaube nicht dass ich könnte von das jetzt raus zu steigen.

00:44:01: Von dieser Schukterkeit und Unsicherheit.

00:44:05: Aber du hast quasi diese Bühnen-Personen irgendwie entwickelt für dich.

00:44:09: aber mittlerweile findest Du, dass die schon durchaus zusammengewachsen sind.

00:44:14: Richtig richtig verstanden Hört man das dann auf dem neuesten Album oder?

00:44:20: Das ist dann das Produkt aus diesem Zusammenwachsen vielleicht auch?

00:44:26: Ja, ich glaube schon.

00:44:28: Und das große Kompliment was ich über das Album gehört habe ist dass die Leute sagen dass sie sich hören mich wirklich in diesem Album.

00:44:37: Dass der Album sehr authentisch zu mir als Persona ist.

00:44:40: und dann denke ich ja passt!

00:44:42: Dann ist gut gelungen weil irgendwie durch den Kunst was ich gemacht hab... Ich habe mich auch als Mensch Mensch geändert.

00:44:50: Und am Anfang, es war ein bisschen nur dieses Wunschgedanken dabei und deswegen war ich ein bisschen immer frächer als ich war und mutiger als sich war.

00:45:00: aber durch den Prozess bin ich dann ein Ende doch generell mutiger geworden oder auch witziger.

00:45:06: jetzt mache ich auch Standup zum Beispiel.

00:45:09: vor zehn Jahren könnte ich das sicher niemals vorstellen.

00:45:13: Jetzt denke ich ja jetzt bin ich delusional jetzt mach' ich viel krasser Pizza auf der Bühne

00:45:17: Aber während des Konzertes, oder machst du auch so Auftritte?

00:45:22: Nur in die Bäckerei mache ich einen Hosting von verschiedenen Veranstaltungen.

00:45:28: Einfach als Moderator und witzig zu sein.

00:45:30: Auf den Konzerten muss ich manchmal aufpassen weil es schon oft ist.

00:45:34: passiert das dann nicht irgendwelche traurigere Setspiele, weil so kleinere Café- oder Club ist und plötzlich kommen so schwarze Witze inzwischen und passen nicht so gut zusammen!

00:45:48: Das ist alles ein Prozess, oder?

00:45:50: Genau.

00:45:50: Mit dem neuen Set passt ... mit dem Festival-Set fast jetzt da kann ich witzig sein.

00:45:55: Änderst du dein Set auch irgendwie spontan noch wenn du dir denkst oh nein heute fühle ich mich nicht nach der großen Party sondern heute brauche ich ein bisschen mehr Herzschmerz oder so.

00:46:07: Ja schon Aber normalerweise ist das natürlich abhängig von Veranstaltung und die Bühne spürst du ja ganz am Anfang, was da eigentlich gehören könnte.

00:46:19: Aber natürlich wie immer bei Menschen wenn mein Herz gebrochen ist dann will ich nicht dieses liebes Lied das sich über den Mensch geschrieben haben jetzt unbedingt live spielen.

00:46:28: zum Beispiel nur Trauma

00:46:33: Du vielleicht so.

00:46:34: abschließend noch ist so quasi dieses dritte Album und ich glaube ja vor dem dritten Album gab es auch noch eine IP.

00:46:40: aber ist das jetzt auch so dass ankommen?

00:46:43: Bei dir ist das bis das du quasi so ein kleiner Weg jetzt mal abgeschlossen oder eine Triologie, die ein bisschen abgeschlossen ist.

00:46:51: Und jetzt kannst du dann beim vierten Album vielleicht schon für Ausblickern vielleicht ganz wieder etwas anderes machen?

00:46:58: Ich glaube schon!

00:46:59: Momentan habe ich zum Beispiel gar keine Ahnung was als nächstes kommt weil ich hab wirklich gefühlt dass dieses Chapter geschlossen ist das mit mutig zu sein, mich selbst zu finden, authentisch zu werden und dass irgendwie mit dem letzten Album habe ich es geschafft.

00:47:16: So wirklich auf... Wie sagt man das?

00:47:18: Der Album ist irgendwie... Jetzt fällt mir das Wort nicht ein auch nicht auf Englisch.

00:47:26: It's Unpretentious irgendwie.

00:47:29: Ein Album is un pretentious aber sehr authentisch und das wollte ich haben.

00:47:33: Und jetzt hab' ich schon ein bisschen dieses Gefühl was jetzt Endlich habe ich irgendwas geschafft, was ich jahrelang versucht habe und keine Ahnung.

00:47:43: Jetzt mache ich vielleicht Psychedelic Rock in zwei Jahren oder spiele ich in einen Frauenband?

00:47:48: Das weiß ich nicht.

00:47:50: Alles ist möglich!

00:47:52: Aber das ist ja auch schön.

00:47:53: oder wenn man so diesen Weg dann auch so nachzeichnen kann und natürlich hat es die anderen Alpen auch gebraucht dass dieses Album überhaupt erscheinen hat können schätze ich mal.

00:48:03: Ja sicher.

00:48:03: Fühlst du dich jetzt weil du gesagt hast okay die Bühne war der Weg, um deine Freiheit auch zu suchen oder zu finden und jetzt quasi mit vor einem leeren Blatt Papier zu sitzen für die nächsten Songs.

00:48:18: Ist das ein schöner Zustand aktuell?

00:48:21: Oder machtet ihr auch ein bisschen Stress?

00:48:24: Es ist ein schöner Zustand.

00:48:26: Jetzt will ich Urlaub machen und sehr viele Konzerte spielen, wo ich wirklich einfach ein bisschen abfeiern kann und diesen Momentum genießen kann mit einem neuen Album diese Freiheit was da auf die Bühne jetzt auch zu zweit mit meinen Schlagzeugen entsteht.

00:48:42: Wir haben sehr viel Spaß miteinander und natürlich will ich dieses Set noch ein paar Jahre einfach live spielen.

00:48:51: Das klingt schön Du, vielen Dank für das schöne Gespräch.

00:48:55: Ja danke dir!

00:48:56: Und diesen Einblick auch in die Innsbrucker Szene.

00:48:59: es war sehr spannend.

00:49:01: Darf ich dir zum Abschluss noch ein paar kurze Fragen stellen?

00:49:05: Gerne mit kurzen Antworten auch und zwar in welche Stadt würdest du immer wieder gerne reisen oder vielleicht auch gern spielen?

00:49:13: warum nicht so?

00:49:15: Welche Stadt will ich gerne reißen?

00:49:17: Ich wollte immer... In Japan wollte ich immer auftreten und in Kasachstan.

00:49:25: In den kälteren Orten des Welts wollte ich auch gerne auftreppen, das Erleben.

00:49:33: Also wirklich auch spielen dort?

00:49:35: Ja vielleicht.

00:49:37: Du hast früher gesagt du genießt manchmal Kamillentee und Romkoms schauen.

00:49:41: aber welche Serie oder welcher Film haben dich zuletzt verstört?

00:49:46: Gibt es da etwas?

00:49:47: Positiv verstört, negativ verstört.

00:49:51: Es kann ja vielleicht auch in den Raum kommen sein.

00:49:53: Das ist jetzt eine gute Frage!

00:49:56: Ich habe darüber nicht nachgedacht... Was habe ich jetzt in den letzten Tagen geschaut?

00:50:01: Ich schaue jetzt momentan lättisches Fernsehen weil ich brauche ein bisschen so Care und ein bisschen Gemütlichkeit.

00:50:09: Was

00:50:10: sieht man im lettischen Fernsehen?

00:50:12: Ja

00:50:12: ich habe jetzt zum Beispiel Bauersuchtfrau auf lättisch geschaut Weil ich habe gedacht, meine Mama braucht jetzt einen Mann und ich schaue jetzt Bauer sucht Frau.

00:50:21: Und vielleicht ist irgendetwas dabei?

00:50:24: Das Format gibt es auch in Lettland.

00:50:25: Ja!

00:50:27: Okay... das kann auch verstörend sein vielleicht.

00:50:30: Ich weiß nicht.

00:50:31: Also ich schau sehr gerne so Trash TV, Ninety Days Fiancé oder Love is Blind, Bauer Sucht Frau.

00:50:40: Sehr schön!

00:50:41: Ich bin kulturell unkulturell unterwegs.

00:50:45: Du, ich sehe bei dir im Hintergrund einige Bücher im Regal stehen.

00:50:49: Welches Buch kannst du uns gerade empfehlen?

00:50:52: Du schaust grad nach...

00:50:53: Ja, du stellst mir so eine schwierige Frage jetzt!

00:51:00: Es soll nur ein bisschen gemein sein zum Schluss.

00:51:03: Ja, verstehe es.

00:51:04: Also dieses Buch hat mir unglaublich gut gefallen.

00:51:07: von Trevor Noah kennst du?

00:51:09: Ah, also

00:51:11: das Buch kenne ich nicht aber ihn kenne natürlich.

00:51:13: ja

00:51:14: Ja, weil es ist unglaublich witzig und charmant und sehr beruhigend.

00:51:20: Weil er hat dann wirklich ein Nobel geschrieben über sein Kindheit und da ist so viel Politik dabei und kulturelle Sachen.

00:51:28: Ich habe sehr, sehr viel gelernt über South Africa und generell was da alles politisch abgegangen ist und was für eine schwierige Kindheit er gehabt hat aber das ist so unglaublich charmant, witzigt und leicht geschrieben, sodass es wirklich eine Empfehlung vor dem Menschen wie was Neues lernen will aber jetzt nicht vielleicht fünfhundert Seiten akademische Texte lesen.

00:51:52: Das ist ein super Tip.

00:51:54: ich glaube das werde ich mir auch besorgen.

00:51:55: Du hast das auf Englisch gelesen?

00:51:58: Ja!

00:52:00: Was ist das schönste Lied der Welt?

00:52:02: Ich glaube mein Lieblingslied ist von einer Bachgläder.

00:52:08: Schön, komm' over!

00:52:15: Wie heißt das Lied von Jack Buckley?

00:52:17: Lover oder?

00:52:19: Lovers.

00:52:21: Bei Jeff Buckley ist mein Lieblingslied.

00:52:25: Gar nicht Avril Lavigne.

00:52:28: Nein, da bin ich... Avrilavigne ist mein Guilty Pleasure.

00:52:33: Es ist kein Hoch-Niveaukunst wurde sagen.

00:52:36: Bist du ein bisschen rausgewachsen?

00:52:38: Vielleicht ja.

00:52:40: Du, was soll von dir und deiner Kunst einmal bleiben?

00:52:45: Ehrlichkeit!

00:52:46: Ist schön.

00:52:48: Ja

00:52:48: Und irgendwelche letzten Worte für heute?

00:52:51: Bosnüfter so hört mein Album.

00:52:53: Ich hab so ein neues Album geschrieben.

00:52:56: Delusional.

00:52:57: Delusional heißt der Album und bleibt ein bisschen de Lolo, weil jetzt kommt der Sommer.

00:53:03: Und jetzt müssen wir den Sommer genießen aber natürlich bleibt auch politisch aktiv und delusional gleichzeitig.

00:53:29: Was soll das alles?

00:53:30: Ist eine Produktion von mir Philipp Dulle.

00:53:33: Vor allem gibt es jeden Freitag überall wo es Podcasts gibt.

00:53:37: Damit ihr keine Folge verpasst, folgt dem Podcast auf der Plattform Eurer Wahl.

00:53:42: Vielen Dank fürs Zuhören und ich freue mich schon auf kommende Woche!

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