Elias Hirschl und die Macht der Sprache in „Schleifen“

Shownotes

Was passiert, wenn Worte nicht nur beschreiben, sondern krank machen? In dieser Folge spreche ich mit dem Autor, Poetry-Slammer und Musiker Elias Hirschl („Salonfähig“, 2021) über seinen Roman „Schleifen“, ein Buch über die Obsession, die Welt vollständig in Sprache zu überführen. Im Zentrum stehen die Sprachphilosophin Franziska Denk und der Mathematiker Otto Mandl, angesiedelt im Umfeld des Wiener Kreises – und der Traum von einer Universalsprache, die alles ordnen, erklären und heilen soll. Ein Projekt, das immer wieder neu beginnt und zwangsläufig scheitert. Wir sprechen über Sprache als Macht, über Klarheit als Verheißung und Gefahr, über Wörter, die Realität verzerren oder auslöschen können. Über Krankheiten, die erst real werden, wenn sie benannt sind. Es geht um mathematische Beweise und literarische Formen, um Fußnoten, erfundene Quellen und die Frage, warum wir Texten vertrauen, sobald sie wissenschaftlich klingen. Elias Hirschl erzählt von seinen eigenen Zugängen zwischen Mathematik, Philosophie und Schreiben und dem Wunsch vieler Menschen nach einer Weltformel. Wir sprechen über Hirschls musikalisches Projekt Ein Gespenst, über seine Schreibroutinen zwischen Disziplin und Kontrollverlust und darüber, warum er sich mit jedem neuen Buch bewusst neu erfinden möchte, statt an einer einmal gefundenen Form festzuhalten. Über Schreiben als Risiko, als ewige Schleife mit offenem Ausgang.

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Die Folge wurde am 9. Jänner 2026 aufgezeichnet.

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Was soll das alles? Philip Dulle spricht im Podcast mit Künstlerinnen, Musikern und Filmemacherinnen. Die dritte Staffel von “Was soll das alles?” erscheint jeden Freitag auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

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Wer spielt das alles? Die Spotify-Playlist zum Podcast.

Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.

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