Zeronic sind zurück: Mik Tanczos spielt keine Nostalgie-Show
Shownotes
Nach 14 Jahren sind Zeronic zurück – aber warum eigentlich? Lange war es still um die burgenländisch-wienerische Alternative-Rockband. Jetzt gibt es mit „Modernism“ ein neues Album und vor allem eine neue Lust am gemeinsamen Musikmachen. Im Gespräch erzählt Sänger und Gitarrist Mik Tanczos, warum die Bandgeschichte damals langsam ausgetröpfelt ist, was den entscheidenden Ruck für die Rückkehr gegeben hat und warum sich das neue Kapitel für ihn erstaunlich selbstverständlich anfühlt. Wir sprechen darüber, was es bedeutet, mit der Geschichte einer Band im Rücken wieder ins Musikgeschäft einzusteigen, in einer völlig veränderten Musiklandschaft und unter neuen wirtschaftlichen und medialen Bedingungen. Und darüber, wie man sich als Musiker eigentlich erklärt, dass Bands wie Deftones oder Arctic Monkeys plötzlich wieder ein sehr junges Publikum erreichen. Außerdem geht es zurück zu den Anfängen: Wie war es, als Musiker im Burgenland aufzuwachsen und eine Band aufzubauen, obwohl in der eigenen Gegend musikalisch nicht wahnsinnig viel passiert? Wie findet man von dort seinen Weg auf österreichische Bühnen und darüber hinaus? Und was macht es mit einer Band, wenn sie nach 14 Jahren Pause plötzlich wieder gemeinsam im Proberaum steht?
Die Folge wurde am 26. August 2026 aufgezeichnet.
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Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.
Transkript anzeigen
00:00:00: Und es war wichtig, also zwischendurch hättest du ja schon immer wieder von außen so Ideen geben, dass wir ein Show spielen sollen oder so und ob man das darf auf keinen Fall zu irgendeiner Nostalgie-Show verkommen.
00:00:15: Also das geht nicht!
00:00:16: Das heißt, wir müssen eine neue Platte machen.
00:00:19: Wir müssen uns irgendwie verorten im Jetzt und dann quasi Leuten alle Freude machen... mit den älteren Songs, aber leider reichen die von dieser Band noch nie was gehört haben.
00:00:31: Weil natürlich ... Die Pause ist so lang dass es da jetzt vielleicht gibt das ich für diese Ort Musik interessieren, die noch nie einen Ton fahren zu können bis jetzt.
00:01:00: Du Michi wo erreiche ich dich gerade?
00:01:02: Wo sitzt du denn
00:01:04: in welchem Studio?
00:01:05: Ich sitze jetzt bei mir im Studio.
00:01:07: genau
00:01:08: Das ist dein Wiener Studio
00:01:09: Genau Und ich sitz quasi im Aufnahmeraum.
00:01:16: Was ist das für ein Raum?
00:01:17: Wie kannst du dem beschreiben?
00:01:19: Er ist recht wohnlich.
00:01:22: Also das war so ein bisschen die Idee, dass jetzt das ganze Studio soll was sein wo man gerne ist also sowohl die Gäste die da sein als auch ich.
00:01:34: Es ist wohnlicht eingerichtet es ist zum Glück mit Tageslicht was in Wiener echtes Plus ist vor allem wenn er dafür arbeitet dass es Licht gibt Und es sind teppische Herrinnen, schöne Lampen und relativ viel Kabel in Instrumente.
00:01:53: Also man kann sagen du fühlst dich sehr wohl dort?
00:01:57: Ja
00:01:59: auf jeden Fall.
00:02:01: Hättest du jemals gedacht dass du quasi zu diesem Anlass wieder mal Interviews gibst oder darüber redest?
00:02:08: Ehrlich überhaupt nicht!
00:02:13: Einz, mal sagen wir mal ein-zwei Jahren war jetzt das Thema dass wir mit Syronik noch mehr Album machen und dieses Thema aufgemacht wird.
00:02:21: überhaupt nicht im Kopf.
00:02:23: Gar nicht!
00:02:23: Aber schön, dass es jetzt passiert!
00:02:25: Ein kleines musikalisches Wunder dann quasi fast?
00:02:28: Es war auch nicht so, dass man das zum Ende – und das ist jetzt doch dreizehn, vierzehnt Jahr her gesagt haben Wir sind ja nach wie vor wirklich best friends muss man sagen die drei Leute.
00:02:41: Und das hat ja nicht aufgehört, weil wir uns nicht mehr vertragen haben.
00:02:44: Sondern weil es auch musikalisch ein bisschen die Luft draußen war.
00:02:48: Das Thema ist dann eigentlich inzwischen nie mehr so groß angesprochen worden und ist jetzt relativ locker passiert ohne großes Drama oder ohne große Initialzündung.
00:03:02: Ist das dann quasi auch etwas dem Alter geschuldet?
00:03:06: Dass man quasi nicht mehr ganz jung und wild ist?
00:03:10: Warum macht man das nicht nochmal, quasi?
00:03:15: Ich habe es ja eigentlich weiter gemacht.
00:03:18: Ganz normal noch halt unter meinem Namen und der Reiner, der Gitarist war immer wieder dabei.
00:03:27: Es ging ja weiter nur vielleicht nicht so intensiv oder nicht unter dieser Band-Idee die natürlich dann trotzdem was anderes ist vor allem wenn man's schon so lange gemeinsam macht.
00:03:41: War das vielleicht auch irgendwie so ein notwendiger Schritt, um euch auch musikalisch nicht dann doch aus den Augen zu verlieren?
00:03:49: Weil wenn man das ewig weitermacht und sich von Album zur Album kämpft.
00:03:54: Und irgendwann das Touren vielleicht auch nicht mehr so viel Spaß macht?
00:03:57: Genau!
00:03:58: Also es war schon der Punkt wo wir gesagt haben, wir machen jetzt nie mehr weiter... ...war gut gewählt weil man einfach ein bisschen müde wird Und vor allem wenn man sehr gut befreundet ist, der Fokus vielleicht mehr auf dem Freundschaftlichen liegt und man sondert mal das Feuer oder die Power hat um das jetzt so weiter zu betreiben.
00:04:25: Das ist jetzt eigentlich wieder zurück, muss man sagen!
00:04:31: Man könnte das ja eigentlich auch anders sehen und man hat irgendwie einen gewissen Status erreicht, kann tun und kann Alben veröffentlichen was ja auch ein mega Privileg ist.
00:04:43: Und dann könnte man es ja ewig so weitermachen und vielleicht ist zwar ein bisschen die Luft draußen aber man melkt die Kuh quasi so lang wie's geht.
00:04:54: Das kommt dir sicher auch vor!
00:04:57: Ist auch zu verstehen.
00:04:58: also... Wir haben zu dem Zeitpunkt, wo wir dann diese doch jetzt sehr lange Pause gemacht haben.
00:05:08: Wir haben davor auch schon fünfzehn Jahre gemacht.
00:05:13: Also das erste Album war zwei Tausend Eins, aber die Band gibt es seit Siebenundneinzig, Achtundneunzig also wahrscheinlich eine sehr lange Zeit davor und natürlich im Nachhinein könnte man sagen Hätte man vielleicht nur kürzere Pause gemacht und sie wieder mehr ins Zeug geschmissen, wäre mehr Musik passiert für die Band.
00:05:40: Aber es hat sich zu dem Zeitpunkt damals einfach nicht richtig angefühlt, einfach weiterzumachen.
00:05:46: Das wäre jetzt ein bisschen zu fad gewesen eigentlich.
00:05:50: Hat sich das vielleicht auch für euch nicht so ehrlich angefühlen quasi?
00:05:53: Auch für die Fans und für die Menschen, die euch auch die fünfzehn Jahre begleitet haben?
00:05:58: Ja
00:05:59: stimmt auf jeden Fall!
00:06:01: Wenn man das Gefühl hat, die Idee ist verbraucht fürs erste Mal.
00:06:08: Und man muss schon sehr viel links und rechts an Zusatzmotivationen und an so Geschichten bauen damit es für die Band und für das Publikum interessant wird.
00:06:21: also wir haben das letzte Album vor der Pause zehn, elf dann in Italien aufgenommen haben um irgendwie so ein bisschen diese klassischen Klischees jetzt vor allem in irgendeinem Haus.
00:06:31: In Italien nehmen wir alles mit und Rekorden dort eh alles schön.
00:06:35: aber das waren auch schon so ein bissel wo man merkt okay jetzt muss man von außen reinschütten damit wieder ein bisschen mehr raus kommt und... Jetzt ist eine Natürlichkeit wieder da.
00:06:47: was wirklich ums Musik machen geht um Songs schreiben und auch gemeinsam sein, gemeinsam arbeiten.
00:06:55: Was ja Teil der Freude ist, dass man sagt, man verbindet sich wieder im gemeinsamen Tun.
00:07:02: Ist dann da so ein gewisses Gefühl gleich wieder da?
00:07:05: Wenn ihr ... ich meine, du sagst jetzt immer beste Freunde aber auch so musikalisch habt ihr euch nicht ganz aus den Augen verloren.
00:07:15: Aber ist dann trotzdem als Band bewusst Musik zu machen, mit dem Ziel was Neues zu kreieren.
00:07:22: War dann gleich wieder so ein altes Feuer da?
00:07:25: oder braucht das doch irgendwie eine Zeit bis sich das wieder so eingrooft auf der Art?
00:07:32: Ich war ehrlich selber überrascht vom ersten Tag hier im Studio.
00:07:36: wie gesagt haben es gibt die Songideen.
00:07:39: wir stellen uns jetzt einfach mal rein und spülen wir drauf los und schauen wie das wird.
00:07:46: Das war ehrlich so es wäre die Zeit inzwischen nicht vergangen.
00:07:51: Man glaubt es nicht, ich glaube wenn man so gemeinsam und wir haben das vielleicht auch so ein Faktor der seit wir vierzehn-fünfzehn-, sechzehn sind mehr oder weniger fast nur gemeinsam Musik gemacht.
00:08:06: Das war jetzt auch so... Nicht so dass wir in anderen Bands aktiv waren oder dass es irgendwie einen großartigen Nebenprojekt gab.
00:08:13: Es war immer quasi diese Idee und es war dann schön zu sehen dass die eigentlich noch so da ist und relativ schnell wieder quasi anzuzünden.
00:08:26: Das hat schon so früh, das war mir jetzt gar nicht bewusst, dass ihr da erst zu vierzehn-fünfzehn wart?
00:08:31: Also es waren halt die ersten Dinge wo wir gemeinsam das gemacht haben und somit Cyrano ging's dann glaube ich inoffiziell wahrscheinlich sechsundneunzig los mit Dingen die man lieber verschweigen will und dann offizieller halt so achtundneinzig neuneinzig genau.
00:08:49: Gibt es denn auch so Aufnahmen von damals?
00:08:51: Ja.
00:08:55: Gibt's dann einen eigenen Save für diese Aufnahmen oder... Nein, es
00:08:58: gibt ein Tape!
00:08:59: Es gibt das erste quasi damals natürlich Tape.
00:09:02: Ich glaube, das sechste und neunzigste steht drüben im Regieraum.
00:09:06: Hat ein paar Momente ist aber natürlich schon ein bisschen peinlich mit dem Abstand hier.
00:09:15: Habt ihr jetzt, wo ihr euch quasi dann auch so als Band wieder zusammengefunden habt?
00:09:19: Dann auch so ganz alte Aufnahmen anhört oder vielleicht das erste Album oder die ersten Gehversuche um sich wieder auch vielleicht da so rein zu versetzen wie sie es damals irgendwie angefühlt hat und wie sich das vielleicht auf ein heute übertragen könnte.
00:09:37: Nicht jetzt dem Sinne von einem wir setzen uns jetzt hin und machen unseren Tag und gehen alte Sachen durch.
00:09:42: Ich glaube jeder hat für sich dann so ein bisschen mal sich den Katalog angeschaut und es gibt ja relativ viele Fotos und Videos aus der Zeit, die jetzt eigentlich niemand gesehen hat weil zu dieser Zeit wurden sie auch nicht so verteilt.
00:09:57: Und diese Geschichte kann man jetzt auch visuell ein bisschen erzählen.
00:10:01: Und das Interessante war dass wir uns, ich glaube so bei den Alben-... ...achtern neuer und zwartausendzwölf rückblickend auf die ersten beiden, die ein bisschen heftiger waren gedacht haben um Gottes Willen also Warum so?
00:10:17: Und jetzt eigentlich ist es so, dass man sich denkt, das war eh gut.
00:10:23: Nachher war ein bisschen der Fahrt!
00:10:25: Dass man den Blick aufs eigene mit etwas mehr Abstand vielleicht besser findet.
00:10:32: Oder was war die Ausgangsidee für euch das neue Album zu starten?
00:10:37: Wie wolltet ihr klingen nach einer langen Bandpause oder... teilweise auch gar nicht klar, ob es jetzt nur eine Bandpause ist oder quasi ob sie euch wirklich aufgelöst habt so oder so.
00:10:48: Oder vielleicht war ich das gar nicht so wichtig, dass jetzt irgendwie zu definieren.
00:10:51: aber wie geht man da so rein?
00:10:55: Wie fängt man dann wieder an?
00:10:59: Du sagst das eh ganz richtig, es war eigentlich nie definiert.
00:11:01: also wir haben jetzt nix sagt, wir haben uns aufgelösst und es ist eine bewusste Pause wenn du ihn einfach aufgehört und dann weil er's unkommentiert ist das quasi so stehen geblieben.
00:11:14: Also meine Idee war schon auch so ein bisschen, dass man sagt wir bringen die Energie der ersten zwei Alben zurück.
00:11:23: Weil das so ein bissel die DNA der Band ist.
00:11:26: Weil es etwas ist wo es definiert worden ist was diese Band eigentlich ist und verbinden das mit dem was uns jetzt zutaugt.
00:11:35: Und das ist vielleicht eher... banal und so, aber wir wollen eigentlich immer so versuchen die Musik zu machen, die wir gern hören wollen.
00:11:45: Jetzt haben wir den Vorteil dass wir das gleiche ziemlich das gleichee cool finden.
00:11:51: Also so die großen Differenzen, dass man jetzt sagt wie ist die Ausrichtung für dem Album?
00:11:57: oder wie is die ausrichtung von Ceylonik-Sechs?
00:11:59: und Ceylix gab's nicht?
00:12:00: Das war nicht einmal diskussionswürdig weil man hat einfach die Songs genommen und hat sie so gebaut.
00:12:08: bauen würden, relativ ohne großes Drama.
00:12:13: Aber ist es dann auch quasi dem geschuldet dass ihr euch so lange kennt und einfach auch so blind versteht's musikalisch und menschlich dann wahrscheinlich ja auch?
00:12:24: Glaub ich schon, glaub ich schon!
00:12:26: Und das es eine sehr offene Ort der Kommunikation gibt und ein Humorfalle in der Bewertung des kreativen Tunis von jedem, glaube ich.
00:12:42: Und diese Sicherheit, dass man weiß... Man kann einfach sagen was man sich denkt.
00:12:47: Jeder kann immer sagen was er sich denkt!
00:12:49: Niemand ist böse wenn jetzt seine Idee vielleicht nicht funktioniert.
00:12:57: Also ich fand das schon lustig weil es ist ja auch eine Musik die ihr gemacht habt mit Saronic damals bis zum Jahr zwölf war dann quasi einmal Schluss vorerst, die natürlich auch sehr in dieser Zeit verhaftet ist.
00:13:14: Aber jetzt habe ich das Gefühl ja auch irgendwie wieder mehr da ist oder?
00:13:18: Also hab' ich zumindest das Gefühl!
00:13:20: Das sind so diese Nullerjahre-Bands und diese Musik und diese getanne Musik auch.
00:13:29: Vielleicht hat es dem Ganzen auch ein bisschen gutgetan, ein bissel zu liegen und jetzt wieder mit neuer Energie zurückzukehren.
00:13:36: Ja... Also wäre schön, wenn es so ist.
00:13:40: Ich glaube unsere Verordnung beginnt wahrscheinlich ein bisschen früher.
00:13:45: Es ist eher so End-Ninziger wo wir uns gefunden haben und der Kern, der Band liegt dass das jetzt eventuell auch wieder mehr Platz hat.
00:14:03: diese Art von Musik ist natürlich schön Und ich würde immer gerne, also es war schon immer so die Idee irgendwas zu machen, was ein bisschen zeitlos funktioniert.
00:14:16: Und trotzdem... Gut das ist jetzt vielleicht zu viel verlangt, dass man sagt, es soll ja im Jetzt sein aber quasi eine Mischung aus dem, was irgendwie im Jetzt ist, aber nicht in drei Jahren dann irgendwie komplett dated ist.
00:14:29: Das
00:14:31: wäre wichtig.
00:14:33: Ich habe lustigerweise beim Hörden vom neuen Album Modernism.
00:14:38: Gleich wieder so dieses erstens, das war so eine lustige Mischung aus... Ich habe diese Zeit auch als Musik-Fan natürlich total miterlebt.
00:14:48: Irgendwie war ich total zurück katapultiert auf eine Art in dieser Zeit.
00:14:52: aber auf der anderen Seite holt sich diese Musik auch ins Hier und Jetzt.
00:14:57: also man merkt sofort wieder wer da quasi an den Regeln sitzt und wer da quasi wieder am Start ist, aber auf der anderen Seite ist man trotzdem so im Hier-und-Jetzt verankert.
00:15:10: Das freut
00:15:10: mich sehr.
00:15:11: also wenn das in irgendeiner Form gelingt dann wäre uns viel gelungen mit dem Ding.
00:15:18: Und die Band hat irgendwie dann... Wenn man sie lasst wie sie ist, hat sie einen Sound schon auch glaube ich So wie du sagst, den man schon spüren kann.
00:15:34: Der halt Elemente hat die Eigensein.
00:15:39: Auch wenn es jetzt nicht das experimentellste Zeug ist oder irgendwie das schrägste, das ist ganz klar.
00:15:43: also unsere Arbeit baut rund um einen Pop-Song auf.
00:15:49: Das taugt uns auch so.
00:15:52: Darf dann aber doch ein bisschen abdriften und experimenteller sein?
00:15:57: Darf härter sein und wieder ruhiger... Aber so der Kern ist quasi dieser Pop-Song, von dem alles ausgeht und dann
00:16:08: verstehe ich
00:16:09: dich da richtig.
00:16:09: Ja genau also im Prinzip das Song an sich... ...ist die Basis, es beginnt nicht mit Chams oder irgendwie.
00:16:21: somit wenn man sagt man probiere einmal herum und ich schreibe die Songs und dann schauen wir an wie arrangieren wir und wie spüren wir das?
00:16:30: Von der Arbeitsweise hat sich dann nicht wirklich was verändert in den letzten Jahren.
00:16:35: Nein, also im Vergleich zu ganz früher vielleicht wo man sehr viel in einem Proberaum gestanden ist und halt wirklich laufen zur Miedeinander gespürt hat, ist es jetzt schon konzentrierter.
00:16:46: Also jetzt schaut man schon, da arbeitet man sich quasi an einem Album entlang von der Skizze übers Demo über die Vorproduktion bis dann zum fertigen Ding relativ konzentriert.
00:16:59: Das hat sich vielleicht geändert zu früher.
00:17:00: Früher sind so Songs herum geschwiert ausgesucht und dann nehmen wir jetzt was auf oder nicht, nah später.
00:17:07: Und jetzt ist es so, ich glaube wir machen Blocken Wir brauchen... ...vielfünfundzwanzig bis dreißig Songs damit am Ende... ...zehn da sind mit dem Herbst sein.
00:17:22: Ist das so ein guter Richtwert quasi?
00:17:25: Ich hätte lieber
00:17:26: anders, weil's wird natürlich für Umwägern viel Zeit ersparen wenns noch notwendig wäre.
00:17:31: aber ich glaub ja.
00:17:32: also es ist dann schon Schon so, dass sich ein Destillat bildet.
00:17:40: Es dauert natürlich dadurch ungleich länger und vielleicht wäre manchmal ein frischerer Zugang das man sagt zehn Songs oder fünfzehn Songs schreiben zwölf Songs aufnehmen.
00:17:52: Alle sind zwei Monate herrlich aber es gelingt man nicht!
00:18:00: Fällt euch das dann auch schwer, quasi Songs zu sagen?
00:18:03: Okay.
00:18:03: Das ist zwar die Idee war vielleicht gut aber irgendwie schafft man es nicht den auf einen Punkt zu bringen oder irgendwie auf dem Boden zu bringen und den müssen wir einfach lassen und liegen lassen oder vielleicht sogar sogar irgendwie in den Mülleimer geben.
00:18:20: Na das freut eigentlich gar nicht so schwer.
00:18:23: also für mich ist das so wenn ich gerade jetzt auch für die Band oder für Sylvanik und Song Schreib.
00:18:31: Und sie dann quasi mal vorstellt, ihr sagt so ob das cool ist oder nicht?
00:18:36: Aber wenn irgendwer es sagt bitte nicht, dann is der Auffa von Tisch!
00:18:41: Also ich schreibe ja bevor diese zwanzig-fünfezwanzig da sind sein natürlich noch mehr Ideen da und ein bisschen Skizzen... und wenn ich schon merke dass Skizza scheitert, geht das in die Tomme.
00:18:55: also
00:18:56: okay Also dann kriegen's quasi deine Bandkollegen gar nicht zu hören.
00:19:01: Genau,
00:19:01: ich muss schon das Gefühl haben... ...das ist zumindest wert, dass man sich zwei Minuten anhört.
00:19:12: Hat sich das für dich verändert beim Songschreiben selber?
00:19:15: Also dass du schneller ein Gefühl dafür hast okay das funktioniert jetzt oder das funktioniert gar nicht?
00:19:24: Ich hab den Songwriting-Prozess radikal verschlankt für die Platte, weil wenn man im Studio arbeitet was ich ja die meiste Zeit mache vor diesen ganzen Dingen sitzt und dann relativ schnell was relativ Fertiges machen kann.
00:19:42: Und ich habe das jetzt eigentlich so gemacht dass ich nur mit einer ganz klaren Akustik Gitarre versucht hab in jeden Tag einen Song mal zu schreiben.
00:19:52: Ja, es war die Idee!
00:19:56: Und das dann quasi einfach ins Handy rekordet, gar nicht mehr groß anhören ist einfach da.
00:20:01: Das hat eine Zeitlaube... Es hat eigentlich sehr gut funktioniert!
00:20:03: Man kann es schon so ein bisschen... Da ist natürlich viel Ausschuss dabei aber man lenkt weniger ab und dann habe ich diese ganze Skizzen durchgeholt und auch von dem heraus dann so Layouts gebaut.
00:20:21: Wie schaffst du es?
00:20:22: Also bist du dann in dem Studio, indem du jetzt sitzt wo du quasi an diesen Skizzen arbeitest oder brauchst du da irgendwie einen anderen Raum wo du dich zurückziehen kannst.
00:20:31: Ich
00:20:31: bin eigentlich dafür überhaupt das alles dargemacht.
00:20:35: also ich bin gerne da im Studio drüben im Regieraum ist einfach ein netter Platz für mich da wohl und bin eigentlich auch relativ ungestört da und kann dann mich schon darauf konzentrieren.
00:20:55: hat sich das eigentlich für dich so als Songschreiber?
00:20:58: seit seinen Teenager Jahren, muss man ja sagen irgendwie verändert quasi dieses Bedürfnis auch Songs zu schreiben, Lyrics zu schreiben mit deinen Gedanken nach außen zu gehen?
00:21:17: Ja glaube ich schon, dass es verändert hat vor allem weil mal ganz ehrlich sagen musst du's in den ersten jahren die Lyrics irgendwie.
00:21:26: Es waren jetzt zwei Tage vorher, wenn man wusste, jetzt muss man ins Studio.
00:21:33: Kurz dann merkte man okay es gibt erst vier Texte von zehn und dann sitzt man halt und schreibt Und das war mir ehrlich am Anfang nicht so wichtig.
00:21:46: Ich finde es nach wie vor noch so dass die Melodie und quasi die Ausstrahlung einer Nummer Ascherinhalt vermittelt.
00:21:56: Aber bei den Texten bin ich jetzt länger dran.
00:22:01: Ja, auf jeden Fall!
00:22:04: Also da schaust du genauer hin auch, dass du jetzt quasi nicht nur Lyrics schreibst um die Melodie zu transportieren sondern auch... ...dass du ein gutes Gefühl dabei hast oder
00:22:16: so?
00:22:16: Genau, das beschreibt es schön.
00:22:19: Wenn man ein gutes Gefühlen nachher hat dann passt das eh schon sehr gut und ja ist es auch so klischee.
00:22:28: Im Prinzip ist es der anstrengendste Teil, finde ich nach und vor.
00:22:33: Und auch der, wo man halt an einem Satz dann oft dafür doch herumtut... ...und kein Mensch wird's je merken ob das nicht gleich der erste auch getan hätte aber er... Man kämpft dann heutzutage mit sich.
00:22:50: Das heißt so dass schreiben?
00:22:53: Auch damals schon war jetzt nicht wahnsinnig wichtig.
00:22:56: du wolltest eher mit der Musikgefühle transportieren kann man da sagen
00:23:01: Ja, weil es mal leichter fällt.
00:23:03: Also der Teil quasi Musik zu schreiben und also Gesangmelodien zu schreiben, fällt mir deutlich leichter als Texte zu schreiben.
00:23:13: Und es ist aber ähnlich wie bei der Musik, das ist ja bei den Texten ein bisschen so eine Art Muskel wenn man... Wenn man den Kanal einmal aufgemacht hat, wenn man sich traut und wenn man dann mal intuitiv schreibt ohne groß nachzudenken zumindest die ersten Ideen ist dann schön, wenn so ganze Sätze oder oft sogar halbe Songs mehr oder weniger aus der Intuition auch von den Lyrics her passieren.
00:23:39: Dann weiß man das jetzt irgendwas da was man sich nicht erzimmert hat sondern was wirklich aus einem herausgekommen ist.
00:23:48: Weißt du noch so wie du was so deine ersten Song Gehversuche waren?
00:23:53: Oder wie alt du da warst?
00:23:54: Kann ich
00:23:56: mich erinnern?
00:23:59: Ich habe so eine ganz alte klassische Konzertgitarre, so spanische Fiddle-Gitare gehabt und eigentlich habe ich überhaupt nicht getauscht bin können aber glaube mal versucht irgendwie so Songs zu schreiben oder irgendwie Melodien zu finden, Texte zu finden.
00:24:16: Ich kann mich sogar an den ganz ersten erinnern.
00:24:19: da weiß ich zehn, elf oder so war ziemlich depri eigentlich komisch für ein Zehnjährig.
00:24:28: Was war denn los in deinem Leben?
00:24:29: Das weiß ich nicht mehr Aber es war auf jeden Fall jetzt nicht so die Vielgut-Nummer.
00:24:36: Okay, aber das zieht sich ja bis heute ein bisschen durch, oder?
00:24:40: Diese sanfte Melancholie und... Das hört man auch beim neuen Album noch immer raus, würde ich mal sagen.
00:24:48: Ja
00:24:49: also euphorische, aber auch die Melancholie.
00:24:51: Ja genau!
00:24:51: Ich glaube beides ist so ein bisschen das was meine Songs halt so sind Und was wahrscheinlich auch die Dinge sind, die man über Musik oder über einen kreativen Ausdruck eher vermitteln kann als im alltäglichen Leben.
00:25:14: Also es soll schon ein ... Musik soll für mich immer etwas Schönes sein und Erhebenes sein, aber so etwas, das ein bisschen emotional berührt.
00:25:26: Habt ihr jetzt wieder schon live gespielt?
00:25:29: Konzert gespielt.
00:25:31: Auf einem Festival, am Pic-Tone-Festival, am siebten August.
00:25:36: Das war das erste, das allererste seit dreizehn Jahren.
00:25:39: also es gab keinen Warmup-Konzert.
00:25:41: Es war komplett irre... Also sollte man so, würde ich nicht empfehlen für den inneren Stress dabei sind.
00:25:50: Der Doc hat super funktioniert.
00:25:54: Es gibt eher auf unseren Social Star Videos davon.
00:25:57: Ein super Tag und ein super Energievolf von der Band wie vom Publikum.
00:26:02: Also weit über Erwartung.
00:26:07: Das heißt, ihr habt es davor nur
00:26:08: geprobt?
00:26:09: Genau!
00:26:09: Und auch nicht allzu oft.
00:26:14: Genau.
00:26:16: Kannst du dieses Gefühl beschreiben dann nachs dreizehn Jahren wieder auf einer Bühne zu stehen?
00:26:23: Die Tage oder Wochen davor, wo man so versucht hat das vorzubereiten, hat man sich immer gedacht Wie soll das... Wie soll das funktionieren?
00:26:33: Und an dem Tag selbst hat dann irgendwie alles sehr easy funktioniert und selbst die Natürlichkeit rauszugehen war eigentlich da wie früher.
00:26:48: Hängt natürlich auch immer vom Publikum ab, also wenn du merkst als Erwandt, da kommt nichts reduer oder wenig oder man ist am falschen Platz mit der falschen Musik dann ist es harte Arbeit.
00:27:00: Aber das war an dem Tag ganz anders, sehr herzlich empfangen und dann geht's irgendwie auf.
00:27:08: Habt ihr schon viel Feedback bekommen über diese Vioenien?
00:27:13: Vielleicht kann man das so nennen... Oder was ist denn so?
00:27:16: das Feedback?
00:27:16: quasi, was ihr kriegt?
00:27:19: Also auf die Musik, auf die Singles ist das Feed back eigentlich sehr gut!
00:27:23: Und auch so dass die Leute überrascht sind ob da Ich sag jetzt mal Energie vielleicht und so.
00:27:28: Das ist nicht dieses getragene Comeback von älteren Herren, sondern dass es schon irgendwo anders ansetzt.
00:27:39: Und natürlich bei so einem Konzert, das war ein Mix aus alten und neuen Songs... Man hat gemerkt, dass die Leute auf Freude gebraucht haben, einfach die Songs vor früher dann auch wieder zu hören in Verbindung.
00:27:56: Genau, also das Feedback bislang ist Freude und es ist sehr positiv.
00:28:03: Das gehört ja wahrscheinlich dazu.
00:28:05: oder wenn man sich da quasi wieder dann in die Welt hinaus wagt mit einer Band-Tisch und ein bisschen irgendwie Geschichte war dass man nicht nur selbst Freude hat sondern auch jemanden noch erreichen kann nehm ich mich mal an oder?
00:28:18: Also dass man's nicht nur für sich selber mag.
00:28:21: Genau!
00:28:22: Und es war wichtig also vielleicht auch so zwischendurch hätte schon immer wieder von außen so Ideen geben, dass wir ein Show spielen sollen oder so.
00:28:32: Und ob man das darf auf keinen Fall zu irgendeiner Nostalgie-Show verkommen?
00:28:40: Das geht nicht!
00:28:42: Wir müssen eine neue Plotte machen und uns irgendwie verorten im Jetzt.
00:28:48: Und dann quasi Leuten alle Freude machen... mit den älteren Songs, aber leider reichen die von dieser Band noch nie was gehört haben.
00:28:57: Weil natürlich ... Die Pause ist so lang dass es da jetzt vielleicht gibt das ich für die Ort Musik interessieren, die noch nie einen Ton fahren zu können bis jetzt
00:29:06: Ja oder wo der Name vielleicht noch irgendwie im Hinterkopf irgendwo ist, weil man das nicht mehr genau zuordnen kann und ihr hättet's keine Lust gehabt einfach nur aufzutreten ohne neues Material.
00:29:22: Das wäre ja nicht in eurem Interesse.
00:29:25: Also das hätte ich ganz sicher nicht gemacht, ja?
00:29:28: Und es geht auch darum und es klingt jetzt ein bisschen hart aber... Ich finde das Ende der Band war nicht so musikalisch und für die Energie wie sein hätte sollen.
00:29:41: Das ist so auströpfelt!
00:29:44: Deswegen war's wichtig dass man sagt wenn wir wieder was machen dann starten wir quasi ein neues Kapitel und kommen mit einer anderen Energieretour.
00:29:55: Aber jetzt quasi so, mit einem neuen Namen zurückzukommen also einen neuen Bandnamen wirklich ein neues Buch aufzuschlagen das gab solche Ideen auch.
00:30:04: oder sich vielleicht sogar irgendwie was nicht andere Musikerin-Musikern mit reinzuholen um das aufzufrischen unter Anführungszeichen.
00:30:13: gab es solche Überlegungen?
00:30:16: Nein!
00:30:20: Jetzt denke ich darüber noch.
00:30:23: Die Überlegung hat es eigentlich nicht gegeben, also wir sind auch sehr happy mit... Also wir sind quasi die Band so, die Kernband und die produziert sind zu dritt, live sind wir zu fünft.
00:30:31: Also das sind jetzt zwei Leute dabei, die dem Ganzen ohnehin schon mal ein bisschen auf der Bühne und im Vogelraum dann einen Blick von außen.
00:30:41: Das ist die
00:30:44: Erweiterung der Band?
00:30:44: Genau, genau!
00:30:46: Und die tun auch sehr gut.
00:30:47: Es war super, sie dabei zu haben.
00:30:49: Immer, das ist eine große Frage.
00:30:50: Ich habe früher so ein bisschen Botschat fast gefragt oder quasi als Nullerjahre-Band, zumindest hab ich euch ... Zumindest der Sound war in Erinnerung.
00:31:01: Dann hast du irgendwie gemeint ja aber eigentlich der Kern war eher Ende Neunziger.
00:31:06: Das ist jetzt ein großer Zeitraum, der seit dem vergangenen ist.
00:31:10: Also wenn du gut früher gesagt hast, ich hab so'n nineteen sieben und neunzig war so inoffizieller Staat schon fast Das sind ja schon fast dreißig Jahre dann jetzt bald.
00:31:22: Wie hat sich auch die ganze Musikszene oder das Musik machen, aber wie Musik heute gehört wird so viel weiter verändert?
00:31:34: Ist es auch eine Herausforderung quasi da neu wieder aufzuschlagen?
00:31:38: für euch?
00:31:40: Auf jeden Fall!
00:31:43: Man kann sich nicht erwarten dass man irgendwo anschließt noch so lange Zeit.
00:31:49: Also man beginnt ja ein gewisses Spiel von neuem bei null und viele da wie du sagst, viele der Umfeldfaktoren des Spielregeln oder rund ums Musik machen weil das Musikmachen an sich hat sie jetzt zum Glück jetzt zumindest für uns nicht verändert sondern die die Art wie Musik gehört wird wie sie verteilt wird.
00:32:15: Und das sind eigentlich Szenadini dazugekommen, die uns freuen und die früher nicht möglich gewesen wären.
00:32:24: Also wir machen... Das was ihr macht, um so ein bisschen in die Breite zu kriegen.
00:32:31: Weil man sagt es hört irgendwann Japan, das hört irgendwann Mexiko, das hat irgendwie keine Ahnung.
00:32:35: In Australien bringt Null Kohle.
00:32:39: Klar weil die Dimension oder die Dimention nicht gegeben ist dafür aber es ist einfach eine schöne Sache.
00:32:47: Man hat jetzt Hörer in Mexiko, die das täglich hören.
00:32:51: Das wäre jetzt ... nicht passiert.
00:32:54: Also wenn man es aus der Ökonomie rausnimmt und einfach nur mal sagt, welche Möglichkeiten gibt's?
00:33:00: Dass der Song den du da jetzt schreibst gehört wird, dann ist auch Gutes passiert.
00:33:05: Aber noch einmal, da müssen wir jetzt die ganze ökonomische Seite und ob das fair ist oder nicht, steht auf einem ganz anderen Zettel.
00:33:12: aber die Idee wie das Song fliegen kann ist jetzt eine andere.
00:33:16: Und das gab es damals in der Hinsicht fast gar nicht.
00:33:19: Oder außer durch Zufälle vielleicht, dass irgendwie eine CD oder eine ... Ich weiß nicht.
00:33:25: Damals gab's dann wahrscheinlich schon gebrannte CDs?
00:33:27: Genau!
00:33:28: Oder irgendwelche...
00:33:29: Also das wäre wirklich ein grober Zufall gewesen.
00:33:31: Ich glaube wir werden im Jahr- und Jahrzehnts sagen, dass Syronik-CD in Mexiko landet.
00:33:35: Da wär eher irgendwas schiefgekommen.
00:33:37: Ist vielleicht auch passiert, weil er weiß.
00:33:46: Wenn du jetzt quasi mit dieser, auf der anderen Seite haben sich natürlich wie du gesagt hast so die Spielregeln komplett verändert und ich meine glaube es macht jetzt auch nicht wirklich einen Sinn zu versuchen einen TikTok Hit oder so zu schreiben.
00:34:01: Das passiert wahrscheinlich eher auch zufällig.
00:34:04: aber hast du dann trotzdem das Gefühl auch mit der ganzen Band-Erfahrung und Musikerfahrung dir habt dass das So funktionieren kann, als Band wieder einzusteigen?
00:34:20: Das wissen wir ehrlich gesagt noch nicht.
00:34:23: Also... Wir starten jetzt und schauen uns das mal an wie es angenommen wird und aufgenommen wird.
00:34:34: Ich finde es irgendwie ganz wichtig zwischen dem künstlerischen Prozess unter Verwertung und der Erfolgschancen ganz klar zu trennen.
00:34:45: Also man macht was, man macht das fertig und da ist das ganze andere noch nicht im Vordergrund.
00:34:50: Da geht es jetzt weh, wie du sagst, man versucht jetzt nicht... wenn wir versuchen werden ein Tiktok hinzuschreiben, wäre das wahrscheinlich eher lustig oder halt irgendwie so in diesem Genre wirklich zu greifen.
00:35:03: Das wird nicht passieren.
00:35:04: Also dass man bis zur Zeitpunkt wo man sagt ja jetzt ist die Platte fertig, jetzt hat's ja keiner... Und jetzt kann man sich überlegen, was passiert denn nicht?
00:35:13: Aber bis sie fertig ist, soll eigentlich eher der künstlerische Prozess im Vordergrund stehen.
00:35:18: Wie sie dann verwertet wird hat man oft gar nicht selber in der Hand und man ist auch oft überrascht, weil hier ein bisschen schee, aber man ist ja oft überrauscht welche Songs funktionieren und welche nicht.
00:35:27: Mir ist aufgefallen, ich habe letztens mit einem guten Freund geredet über die Testdowns und die waren ja so... Ich hab die auch glaube ich Ende der Neunziger viel gehört Anfang der Nullerjahre viel gehört Und die sind jetzt viel größer und beliebter als damals.
00:35:45: Die waren damals natürlich auch beliebt, aber eher quasi in einem überschaubareren Rahmen und jetzt fühlen die riesigen Stadien halt.
00:35:53: Stimmt!
00:35:53: Ich glaube ich auch durch TikTok und so Zufälle halt irgendwie so groß geworden.
00:35:58: also das passiert dann ja auch wiederum oder?
00:36:01: Es passiert
00:36:01: mir ist es so gegangen...
00:36:03: Vielleicht ist das für die auch absurd.
00:36:07: Die haben irgendwann jetzt da französisches Festival angeschaut, wo die Dev-Doms waren.
00:36:11: An Slot gespült hat man auch gesagt, wow also das ist ja eigentlich irre wie gut es funktioniert.
00:36:16: und den ersten Moment quasi diese Erfahrungen die du jetzt beschrieben hast habe ich gehabt bei den Arctic Monkeys vor einigen Jahren in Linz.
00:36:24: Man macht so okay, die Arctic Monkey spülen vor sieben oder achttausend Leuten in Linzen und ich stehe dort und das sind sehr viele junge Leute Also ganz junge.
00:36:38: Dabei waren die letzten zwei Alben der Arctic Monkeys alles andere als irgendwie für junge Leute gemacht, das ist zum Beispiel fast das Salon-Loungepop und es hat mega funktioniert!
00:36:50: Und es gibt dann schon... Es ist ein gutes Gefühl, einfach schön, wenn so was passiert.
00:36:54: Egal ob das jetzt die Deftons oder die Arctic Monkies sind, wenn sie aus irgendeinem Grund das Ding übersetzt ein großes Publikum ermöglicht.
00:37:08: Super!
00:37:09: Ja, und dann ist auch irgendwie egal ob das jetzt ältere Musikerinnen und Musiker auf der Bühne stehen, jüngere oder das löst sich dann komplett auf.
00:37:19: Und das ist ja total schönes Zeichen für die Musik, finde ich.
00:37:24: Absolut.
00:37:24: Wie seid ihr damals eigentlich angetreten?
00:37:26: Oder was war denn euer Ziel mit Zeronik eigentlich?
00:37:29: Also wolltet ihr die größte Band der Welt werden oder was stellt man sich vor in jungen Jahren?
00:37:38: Nein, wir kommen ja aus dem Burgen an.
00:37:43: Also einer Gegend war jetzt nicht sehr viel passiert und haben dann über die Musik halt quasi so ein Ventil gefunden.
00:37:52: zu sagen das könnte jetzt... Das ist das was uns taugt und damit können wir uns bewegen quasi.
00:37:58: Das wird für uns ein künstlerisches aber auch echtes Vehikel.
00:38:02: Wir werden unterwegs sein.
00:38:04: in irgendeiner Form.
00:38:07: Das Ziel war jetzt nicht irgendwie so, wir wollen in Österreich mehr Zweckhallen füllen.
00:38:13: Irgendwo?
00:38:15: Sondern wir wollen irgendwie noch draußen und zum Glück sind uns einige tolle Sachen in die Richtung gelungen.
00:38:22: Wir waren für drei Super-Shows in London, waren mit einem Video beim Filmfestival in New York, wir waren in Deutschland auf Tour.
00:38:32: das waren so die Sachen wo man dann als Gefühl gehabt haben ja wir haben es so gut entwickelt.
00:38:37: Also es war nicht so die Größe, dass man sagt wir wollen ja eine Riesenband werden weil es uns auch glaube ich das Genre ist jetzt nichts wo du in Österreich eine Risenband wirst.
00:38:47: Aber das heißt er wollte aber immer auf einer Art international klingen?
00:38:50: Genau!
00:38:51: Auch wenn das so ein bisschen komisch klingt... Absolut!
00:38:55: Das war ganz einfach... Ist uns nach wie vor auch noch irgendwie wichtig, dass es nicht nur zeitlos klingt sondern da irgendwie nicht so plurverortet werden kann und dass man dann sagt es ist eine österreichische Band, das ist eine reine Band oder Passt dann nicht zur Musik.
00:39:11: Also international ist wahrscheinlich ein bisschen ein komischer Begriff, aber ja es soll halt irgendwie überall gültig sein, sagen wir so.
00:39:22: Also war das Musik machen damals für euch schon auch bissel so eine Flucht quasi?
00:39:28: So eine Landflucht wo halt nicht viel los war?
00:39:31: Es war Aufgabe.
00:39:33: zum einen weil man sagt man kann sie finden in irgendwas was einem wirklich taugt und wo man seine Herzblut investiert Äh, um das Leben ein Bild spannender zu machen.
00:39:46: Zum Einen im täglichen Tun aber auch in der Perspektive so dass man was haut, wo man sagt Das und das könnte passieren.
00:39:55: So und ich finde es tut eigentlich immer ganz gut wenn man sowas vor sich hat und man sagt Vielleicht tun sich Möglichkeiten auf Oder auf Flops.
00:40:03: Also natürlich geht er für schief.
00:40:05: also Dinge man fordert Dinge gegen Gewand Aber gleichzeitig gelingt dann halt wieder etwas.
00:40:13: Du hast so das Rühr gesagt, dass das erste Ende von Sironic ein bisschen ausgetäupfelt oder es gab jetzt nicht so dieses große Ende der Band.
00:40:24: Es war also die Luft draußen und es ist so ausgeträupfert wie du gesagt hast.
00:40:29: Wie würdest du das heute machen?
00:40:31: Oder hättest du eine andere Idee, wie man sowas besser vielleicht auch abschließen kann?
00:40:40: Also wir haben das letzte Konzertspiel zu meinem Radio-Kulturhaus, und ich habe es einfach nur auf der Bühne erwähnt.
00:40:47: Das war jetzt quasi... Hätte ich vielleicht anders gemacht?
00:40:55: Man kann so ein Ende natürlich auch ein bisschen inszenieren und dann mehrere Schuss spielen und irgendwie alles nochmal ein bisschen hochkochen bevor man aufhört.
00:41:05: Das haben wir verpasst!
00:41:08: Aber es war ehrlich.
00:41:09: Also das war jetzt halt irgendwie, wir inszenieren am Break und im Boi machen wieder weiter so.
00:41:14: Und es war einfach... Hey Leute!
00:41:16: Das ist jetzt irgendwie durch.
00:41:17: Danke dass du da warst und wir schauen.
00:41:20: Es wird wahrscheinlich länger nichts passieren.
00:41:23: Ja
00:41:24: Die Idee ist nicht erst auf der Bühne dann entstanden quasi jetzt mal Pause zu machen oder das zu beenden?
00:41:30: Nein die Idee ist zum Glück nicht auf der bühne entstanden.
00:41:31: Ich glaube da hätte man Wart schon eingeholt.
00:41:35: Na na, innerhalb der Band war's schon klar vorhin.
00:41:41: Es kann ja sonst auch passieren, dass sich ein Auftritt so anfühlt als denkt man sich okay.
00:41:46: Das klingt jetzt gerade nichts
00:41:48: mehr.
00:41:48: Richtig.
00:41:49: Na sowas nicht!
00:41:50: Das Konzert war okay.
00:41:51: Aber es war natürlich eine eigenartige Stimmung ab dem Moment für alle Beteiligungen.
00:41:56: Ja?
00:41:58: Für das Publikum und für euch...
00:42:00: Ja, es waren ja viele Freunde von uns die es dann auch nicht so wussten vorher.
00:42:08: Man könnte es anders lösen.
00:42:10: Jetzt wollt ihr ja wieder mehr live auch spielen, oder?
00:42:14: Genau.
00:42:15: Also wir starten jetzt mal mit Arena und dann schauen was passiert.
00:42:19: Ist das auch ein bisschen jetzt vielleicht für euch angenehm dass ihr auch vielleicht niemanden etwas beweisen müsst Dass ihr jetzt wahrscheinlich nicht irgendwie abhängig seid von dieser Band Sondern einfach mal schauen könnt Was passiert?
00:42:35: Und wenn es euch taugt Dann läufts weiter.
00:42:40: vielleicht reicht es auch dieses Album noch gemacht zu haben, dass man jetzt einfach mal so drauf los schauen kann.
00:42:51: Ich glaube ganz so locker ist es dann gar nicht.
00:42:53: also ich zumindest nicht glaub die anderen haben uns das schon gestartet, wir wollen jetzt zur Zeitung wieder gut machen.
00:43:07: Das ist vielleicht weniger Druck darauf und der Vorteil was man sagt man hat quasi ein bisschen freieres Feld vor sich, weil die letzte Referenz ist so lange her dass sie eigentlich relativ egal ist.
00:43:19: Also man startet quasi wieder in ein freies Feld hinein und muss aber natürlich auch die Leute wieder von neuem überzeugen und davon wird es dann abhängen in welcher Form er das Ding weiter tragen kann.
00:43:35: Das klingt natürlich auch nach einer neuen Herausforderung, oder?
00:43:38: Also die ihr wahrscheinlich gesucht habt.
00:43:40: Eher für sich vielleicht auf eine unterschiedliche Art.
00:43:42: Ganz bestimmt!
00:43:44: Weil nichts ist selbstverständlich also alles so quasi dass man sagt wie funktioniert es beim Proben, wie funktioniert das erste Konzert?
00:43:51: zum Glück alles super hätte aber natürlich auch ganz anders laufen können.
00:43:55: Das sind Dinge die kann man eigentlich nicht wirklich vorausplanen.
00:43:59: Vielleicht so abschließend, was wünschst du dir?
00:44:02: oder was wäre so ein Idealzustand für Seronic ab zwanzig sechsundzwanzig wieder?
00:44:08: Also wenn man es wünschen darf dann dann wär's wirklich so eine quasi zweite Phase der Band.
00:44:17: Man sagt mit dem Album startet die zweite Phase im Idealfall solange ist wieder erst nicht.
00:44:25: also dass man sagt das kann man jetzt einfach... Die Band bleibt dran, man macht Plotten und man ist unterwegs.
00:44:32: Das wäre so das, was ich mir wünschen würde.
00:44:35: Nicht nur ein Album und dann ein paar Shows und dann wieder Danke des Wass sondern dass man wirklich es schafft eine zweite Phase zu starten.
00:44:44: Das ist nicht wie der Ausblätscher quasi?
00:44:45: Genau!
00:44:46: Das wär mal verhindern.
00:44:47: also wenn's wieder auffährt mit einem Bang dieses Mal.
00:44:51: Aber vielleicht ist es ja für manche Menschen, die die erste Phase gar nicht miterlebt haben dann überhaupt was ganz Neues.
00:44:57: Das kann ja auch sein.
00:44:58: oder das mal euch dann vielleicht für gewisse Menschen so als komplett neues Projekt?
00:45:03: Ich denke mir, dass wird gerade für Leute, die quasi über Spotify oder über irgendwelche anderen Dinge in den Netz auf ein Song kommen und auf die Band kommen, wird es für ganz viele so sein, die das zum ersten Mal mit der Band in Kontakt kommen und natürlich auch spannend!
00:45:23: Ich sehe schon, wir sind ein bisschen am Ende unserer Zeit.
00:45:25: Ich würde aber gerne zum Abschluss noch ein paar kurze Fragen stellen wenn sich das noch ausgeht.
00:45:34: Und zwar in welche Stadt würdest du immer wieder gerne reisen?
00:45:39: New York!
00:45:40: Okay, das kommt wie aus der Pistole geschossen.
00:45:45: Habt ihr mal dort gespielt?
00:45:47: Nein, wir haben dort nie gespielt.
00:45:50: Aber wir haben ein Video auf einem Ziemlich Kohlenfilmfestival präsentiert, ein Musikvideo.
00:45:55: Das du nominiert war für einen Festivalpreis?
00:46:00: Der Auftritt dann quasi jetzt für Phase zwei.
00:46:04: Genau!
00:46:06: Das ist ein hohes Ziel.
00:46:07: aber ja man kann ja... Man muss
00:46:08: sich immer hohe Ziele setzen und dann mal schauen was passiert.
00:46:14: Gibt es eine Serie oder ein Film der dich zuletzt verstört hat wie auch immer verstört?
00:46:36: Ah!
00:46:47: Verstört?!
00:46:56: Gibt es ein Buch, das du uns gerade empfehlen kannst?
00:47:02: Okay.
00:47:06: Ist noch nicht vorgekommen.
00:47:12: Du Michi, was ist das schönste Lied der Welt?
00:47:18: Bum!
00:47:19: Okay, das ist natürlich Hardcore.
00:47:21: Das schönste Lieferwelt.
00:47:25: Das kann ich bis keine Kreuzung beantworten.
00:47:30: Es
00:47:30: gibt es heute ja ein schönstes Lied
00:47:33: Ein schönes, heute ein schönes
00:47:34: Lied.
00:47:34: Ja das kann sich ja manchmal so täglich wechseln.
00:47:37: Ja okay, das schaffe ich vielleicht eher.
00:47:40: Das schönste Lied heute... Jetzt folgt mal der Titel nicht rein.
00:47:48: Was ich heute nur verkehrt habe, James Blake.
00:47:50: Das war richtig gut.
00:47:51: Kann jetzt noch schauen.
00:47:53: Die Zeit nehmen wir uns nach.
00:47:54: Schau jetzt kurz nach.
00:47:59: Wenn man hatte so zwanzig bis dreißig Schönste Lieder.
00:48:02: Schönste
00:48:03: Leader?
00:48:03: Gut, dass du das warst!
00:48:04: Ich war jetzt so da rüber fordert mit dieser Frage.
00:48:06: Das
00:48:07: soll ja ein bisschen gemein sein.
00:48:08: zum Schluss noch.
00:48:08: Es
00:48:08: ist auch ein bisschen gemeinsam.
00:48:09: TRIING TIMES.
00:48:11: Der schönste
00:48:11: Lead heute ist TRIing Times von James Blake.
00:48:14: Sehr gut.
00:48:17: Was sollt von dir und deiner Kunst von Seroni Camel bleiben?
00:48:22: Auch noch eine große Frage.
00:48:23: Ja hoffentlich... Schöne Erinnerungen von Leuten, die die Band gesehen haben und die dort irgendwie mit den Arbänden was Schönes verbinden.
00:48:33: Und wenn aus dem Ganzen wie man es so schön sagt Body of Work paar Songs überbleiben... ...die Leute quasi umarmen in irgendeiner Form dann bin ich happy!
00:48:49: Das wäre schön!
00:48:52: Du hast irgendwelche letzten Worte für heute?
00:48:58: Ich will mein technisches Set-up überdenken, damit er das nächste Mal mit meinem eigenen Laptop dieses Gespräch führen kann.
00:49:05: Du ist ein total schönes Gespräch, danke!
00:49:07: Hat mich auch sehr gefreut Philipp.
00:49:09: Vielen Dank.
00:49:28: Was soll das alles?
00:49:29: Ist eine Produktion von mir, Philipp Dulle.
00:49:32: Folgen gibt es jeden Freitag überall wo es Podcasts gibt.
00:49:36: Damit ihr keine Folge verpasst folgt dem Podcast auf der Plattform Eurer Wahl.
00:49:41: Vielen dank fürs Zuhören und ich freue mich schon auf kommende Woche.
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