Mwita Mataro lebt zwischen Musiktraum und Kellnerjob
Shownotes
Ein Soloalbum, große Ambitionen – und trotzdem kellnern, um über die Runden zu kommen. Der Wiener Musiker und Filmemacher Mwita Mataro kennt den Spagat zwischen künstlerischem Anspruch und wirtschaftlicher Realität. Mit seinem Album „Austrodrama“ schlägt er ein neues Kapitel auf. Doch wie viel Platz lässt das Musikbusiness für Träume? Und für wen macht man eigentlich Musik, wenn man sich nicht auf seine Geschichte reduzieren lassen will?
Das Gespräch wurde am 23. September 2026 aufgezeichnet. Die Folge mit Andreas Dorau und Mwita Mataro findet ihr hier.
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Was soll das alles? Philip Dulle spricht im Podcast mit Künstlerinnen, Musikern und Filmemacherinnen. Die dritte Staffel von “Was soll das alles?” erscheint jeden Freitag auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
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Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.
Transkript anzeigen
00:00:00: Deswegen war das Album-Ausodrama auch für mich so eine Challenge, weil man möchte sich ja nicht zu wiederholen als Künstler.
00:00:07: Weil irgendwie auch so schwarz war es schon sehr plakativ um die Hautfarbe, um eben Migration und Zugehörigkeit.
00:00:15: Da geht's um dieses Thema.
00:00:18: Und bei dem Album Ausodrama wollte ich ein Album schreiben wo es textlich nicht nur ... eine Bevölkerungsgruppe ansprechen sollte, also die migrantische Bevölkerungs-Gruppe.
00:00:31: Und ich wollte ein Album schreiben textlich dass irgendwie alle in Österreich ansprechen sollten.
00:00:37: so wie kann man einen Album schreiben als österreicher mit zichtbaren Megasunzergrund das die Personen in, I don't know, in St.-Pölten oder in Wien oder in Vorarlberg sich damit identifizieren können Finde ich sehr gut.
00:01:19: Ende Oktober kommt das Album?
00:01:21: Ender Oktober, der Dreiundzwanzigste Oktober.
00:01:23: Zwartausendsechs und zwanzig.
00:01:27: Ist das ein wichtiges Datum jetzt quasi für dich zum Arbeiten?
00:01:35: Das Ding war... Ich hatte einen anderen Plan gehabt.
00:01:40: tatsächlich weil so marketingtechnisch war ich sehr beeindruckt vom Farber Weil.
00:01:48: der hat das für seinem Album Adio, das hat er veröffentlicht vor drei oder vier Jahren.
00:01:54: Ich weiß nicht mehr genau wann es war.
00:01:57: Er hat so einen Orgenmarketing zugemacht.
00:01:59: Er gemeint, hey Leute ich bring mein Album raus erst in einem Jahr aber ihr könnt's das schon haben ein Jahr davor mit einem Konzertticket und das habe ich uhr Flasche gefunden weil dann hab' ich natürlich gleich mir das angekauft Mit der Konzertticket, das waren glaube ich siebzig Euro.
00:02:20: Und dann konnte man ein Jahr davor das Album anhören und auf einen Konzern gehen... ...und es war so ein bisschen oldschoolmäßig wie früher.
00:02:28: weil dann habe ich natürlich bei Freundinnen und Freunden angegeben.
00:02:32: Ich habe schon die Farberplatte und dann haben sie gesagt was?
00:02:34: Wie cool!
00:02:35: Dann kann man's anhören, dann hab' ich die Platte zu meinen Freunden gebraucht und da haben wir uns einfach gemeinsam angehört.
00:02:41: Das fand ich so cool dieser Move.
00:02:45: Dann habe ich das mit einem Level vorgeschlagen.
00:02:47: Ich wollte einen ähnlichen Move machen, aber dann habe ich es nicht geschafft in der Dezember.
00:02:52: Weil ich wollte eigentlich, dass man schon im März ein Album kaufen kann mit einem Konzertticket.
00:03:01: Aber dann kam halt die Realität und da musste ich mir eingestehen, dass sich das nicht schafft mit der Abgabe...
00:03:07: Dass das Album noch nicht fertig war?
00:03:08: Das Album nicht
00:03:08: fertig ist genau weil ich habe gelächelt rausgelernt nie Dezmber.
00:03:14: Das ist fürchterlich, weil natürlich alle krank sind Familienverpflichtungen, Privatverpflichtung wegen Weihnachten und so weiter.
00:03:22: Ich habe viel aus gelernt.
00:03:23: genau somit der dräumste ist Oktober eher ein Zufall.
00:03:27: Und auch noch dazu was ich ja noch erwähnen musste.
00:03:30: dann hab ich eigentlich wollte mich es abends in September ausbringen Dann hab' ich gesehen so oh shit Bilderbuch Uchiyara Margie Clementine.
00:03:39: alle veröffentlichten im September, dann habe ich gesagt okay können wir das bitte im Oktober machen weil sonst habe ich zu großer Konkurrenz mit.
00:03:46: Also da habe ich immer gedacht dann ist es irgendwie schwer sein für Zeitungen oder für Radio Stationen was sie jetzt spielen.
00:03:54: natürlich werden sich die coolen Leute spielen.
00:03:57: Ich bin ja noch nicht so.
00:03:58: auf diesem Coolness Radlar habe ich das Gefühl.
00:04:01: Fühlst
00:04:02: du dich noch nicht angekommen?
00:04:05: Philipp das ist gerade echt ein zahres Thema.
00:04:11: Du wischst mich gerade in einer Phase, in einer Hochphase von wo grad alles so zusammenkommt an Promo, an Proben und Konzerten.
00:04:21: Und es ist ziemlich zack weil im FFIV hat letztes Jahr auch so Drama sehr soforted.
00:04:29: ich bin sogar in den Top-Hundert Charts in dem Jahr zwölfundzwanzig Die Single Und seitdem habe ich nur Pech.
00:04:40: Zudem gibt es eine Ablehnung wegen Rotation.
00:04:46: Es ist erwähnt, ich meine ein guter Freude hat zu mir gemeint man muss das Business halt professionell auch irgendwie wahrnehmen und das nicht persönlich auffassen.
00:05:00: Und ich verstehe natürlich seitens FNV dass die in einer sehr schwierigen Position sind weil sie jetzt schon Gatekeeper innen sind.
00:05:09: Aber ich demal so, ja es wird schon nett dass sie halt noch irgendein Song in Rotation nehmen können.
00:05:16: Also jetzt irgendwie grüßes.
00:05:17: sie ist gerade rausgekommen die Single letzte Woche.
00:05:22: Das war dann glaube ich der Freitag der achtzehnte September wieder Ablehnung und jetzt hoffe ich das vielleicht im Oktober.
00:05:29: dann was... Dass sich am Oktober als eine Single in Rotaton bringen aber parallel lustigerweise.
00:05:37: Ich habe es geschafft mit Grüße Sie in diese Alternative Austria Playlist reinzukommen.
00:05:45: Es ist sehr so, ich hab irgendwie das Gefühl man kann sich nie so richtig freuen.
00:05:50: oder soll ich jetzt traurig sein?
00:05:52: Soll ich jetzt fröhlich sein?
00:05:55: Es ist gerade eine schwere Zeit!
00:05:57: Ja und dabei sollte es ja doch auch ein leichter Zeit sein.
00:06:01: oder weil du hast, du hast es geschafft einen Debütalbum, dein Solo-Debutalbum aufzunehmen und das ist ja auch nicht etwas, was man jetzt einfach so vom Tisch wischen kann und sagen kann.
00:06:11: Ja wie du es halt gemacht oder?
00:06:12: Also dass ihr etwas tolles
00:06:14: gehört
00:06:14: ja auch gefeiert.
00:06:15: vor allem ich bin noch extrem dankbar, dass der Musikfall das auch gefördert hat.
00:06:19: Das ist sehr eh.
00:06:20: also jetzt davor war ich tätig bei Parvillon und da haben wir auch den Musikfall bekommen und dass sie mich wieder fördern für mein solo Projekt ist auf jeden Fall etwas, wo ich sehr dankbar bin und mich das extrem errt.
00:06:37: Aber trotzdem muss ich ja irgendwie schauen... Also ich will ja nicht irgendwie, dass sich jetzt irgendwie so komplett gehypt wird, aber ich möchte einfach Show spielen, auch Festival spielen.
00:06:47: Ich würde mir dann mal das Leute diese Musik halt irgendwie wahrnehmen.
00:06:52: Und da braucht es halt eben fmv halt Oder Ö-III oder so, aber ich glaube FNIV ist eher mehr wahrscheinlich dass sie das spielen um halt Konzerte zu bekommen.
00:07:07: Ja das ist so... Man hat da schon irgendwie einen Tunnelblick und du hast vollkommen recht Aber es sind halt... Es sagen auch viele Friends und viele Bekannte von mir ja hey aber Solo Album, Debüt Album ist doch geil.
00:07:21: Ich sag ja eh, aber es wäre doch noch geiler wenn ich einfach spielen kann live
00:07:27: Ja, und es geht ja auch um Anerkennung oder?
00:07:30: Also für das was man macht habe ich da oft das Gefühl.
00:07:33: Ja also Anerkendungen glaube ich.
00:07:36: Oder ist das vielleicht gar nicht das richtige Wort?
00:07:40: Ich glaube... Du steckst dir viel Herzblut rein, du steckest Ideen rein, sprichst über persönliche Dinge auf dem Album oder singst darüber.
00:07:51: Es ist musikalisch aufregend, was du da machst.
00:07:55: Das ist ja nicht irgendetwas, das jetzt irgendwie ein O-Lacht-Fünfzehn-Wahre ist.
00:07:58: Ja danke!
00:07:58: Also du steckst ja wirklich viel rein und wie will man dann auch etwas zurückbekommen oder?
00:08:03: Auf eine Art...
00:08:04: Ja also ich sehe es sogar noch prognatischer.
00:08:07: Ich denke mal so eben dass das Fieser... Wir sind die Zuhörende zu beschreiben wo wir gerade uns befinden.
00:08:15: Stimmt, das haben wir doch gar nicht erwähnt.
00:08:16: Wir befinden uns im Proberaum von Las Vegas Records beim Label
00:08:21: Im siebzehnten Bezirk.
00:08:23: Das
00:08:23: ist schon sechzehn?
00:08:25: Oh, Verzeihung!
00:08:26: Und es habe ich eher gerade zu meinem Kollegen gesagt zum Gerrit der Teil von Lassweger sich so... Ich hab gesagt wird nicht Künstler weil das einfach... Es gibt diese Businessseite in der Kunst und es gibt die kreative Seite und nichts hat und diese zwei Seiten sind halt nicht Verwandt.
00:08:53: Nicht einmal irgendwie verwandt, das muss man echt getrennt sehen und es ist natürlich extrem schwer weil wenn... Es ist so interessant, ich mache jetzt die Musik schon sehr sehr lange also seitdem ich fünfzehn bin, jetzt bin ich dreißig, er hat dreiundreißig.
00:09:12: erste Platte mit der Farbe habe ich rausgebracht mit glaube nicht vierundzwanzig oder sowas Und wir hatten nie das Glück, dass ich das Gefühl habe, so Sachen fliegen mir einfach auf einem Schoß.
00:09:28: Es ist immer ein Kampf!
00:09:31: Weil wenn ich mal andere Bands vergleiche und andere Solo-Künstlerinnen und Künstler hab' ich's gefühlt so die überließen ihre ersten zwei drei Singles dann sind sie Support für die großen Bands im deutschsprachigen Raum bringen eine Platte raus und zwei Jahre später verkaufen sie Rena Open Air aus.
00:09:52: Ja, aber das sind wir glaube ich nur eine Handvoll oder?
00:09:56: Also die anderen, die es wahrscheinlich nie so weit schaffen, die sieht man dann ja oft überhaupt nicht mit.
00:10:02: Aber ich verstehe dich auch total gut.
00:10:03: manchmal gibt's so Lebensphasen oder wo man nur das Gefühl hat bei den anderen klappt überall und die kriegen die tollen Jobs oder tolle Aufträge oder was auch immer und man selber Wurstelt halt so dahin.
00:10:19: Ich habe mir auch gestern schon gedacht, weil wir eben gestern die Absage bekommen haben von fmv und ich dachte mit welcher Haltung steige heute einen in den Podcast.
00:10:30: Und da hab ich mir gedacht ja heute bin ich einfach ehrlich und sorry dass das sich da schon nochmal so bad vibes spreader.
00:10:40: Aber du wirkst gar nicht so!
00:10:42: Ja, ich versuche mein Bestes.
00:10:45: Es ist auch gewisse Professionität und ich finde es extrem schön dass du dann interessiert bist an dem was ich mache und dir die Mühe gibst mich da anzufragen um zu recherchieren.
00:11:00: das ist der Minimum was ich machen kann.
00:11:05: Aber du hast gesagt, dass du früher geredet hast zwischen dieser Business-Seite und der künstlerischen Seite.
00:11:12: Weil natürlich kannst du gewisse Sachen von der Businessseite abgeben oder musst es wahrscheinlich auch abgeben aber trotzdem hängst du dir trotzdem voll mittendrin?
00:11:21: Also du kannst das ja gar nicht komplett losgelöst sehen.
00:11:25: Ja
00:11:25: also ich glaube ich habe so wenn da werde Leute, die mit mir arbeiten eher auch so kritisiert dass ich da irgendwie gerne überall mitreden möchte und über mein Senf dazu geben möchte.
00:11:40: Aber das hat sich auch eher herausgestellt aus einer Not weil ich habe das Gefühl, dass meine Projekte keine Selbstläufe sind.
00:11:51: Das ist jetzt im besonderen Mess in meinem Solo-Projekt.
00:11:53: Ich hab das Gefühl so... Tausend Steps machen mehr.
00:12:04: Aber vielleicht machen das auch die anderen und ich bekomme es nicht so mit, aber ja deswegen ist es immer voll der Hass.
00:12:17: Im Marketing wenn ich jetzt ein Solo-Projekt mache also ein Album mache im Jahre, oder generell als ich dann diese Überlegung hatte ok ich möchte solo weitermachen und möchte mich von meiner Band emanzipieren.
00:12:34: Von Ed Parbler habe ich mir gedacht, wie kann man das interessant machen?
00:12:41: Ich habe mir schon gedacht es wäre schon Fahrt wenn ich jetzt einfach in die TV-Kleidung sage ok ich mache Musik so.
00:12:49: Ich habe immer gedacht ich muss mich da schon mehr reinflaschen im Sinne von okay wie ist die visuelle Sprache Was sind die Themen?
00:12:59: Und ich habe auch das Gefühl, in meiner Arbeit gibt es sehr viel um Zugehörigkeit und dass das anders sein etc.
00:13:12: Das war bei Parlaments-Thema ist auch bei meinem Solarprojektes Thema.
00:13:15: Dann dachte ich mir doch okay aber wie kann man das noch gestalten, wo sich Leute vielleicht auch irgendwie... provoziert fühlen oder so.
00:13:26: und dann habe ich immer okay, dann vielleicht die österreichflagge.
00:13:28: Und hab dann eben mein Manager Stefan Redelsteiner so ein Manifest geschickt so genau was genau passieren soll.
00:13:37: Das ist eine Mischung glaube ich zwischen künstlerischer Herangangsweise als auch Business-Herangangsweise.
00:13:48: Ist das auch das Video mit der Österreich Flagge zu Austroschwarz?
00:13:53: Also diese östere Flagge, die zieht sich quasi in allen Musikvideos.
00:13:59: In meinem Solo-Projekt im Rahmen von auch so Drama.
00:14:02: Das ist das Leid der rote Faden zu quasi.
00:14:06: Aber provoziert
00:14:08: das noch immer Menschen?
00:14:10: Ich glaube schon!
00:14:14: Weil ich kann mich erinnern... Ich hatte bei den ersten Photosessions verschiedene Fotografen angefragt, wer das Bock hatte.
00:14:28: Und da hat mir schon eine Fotografin gesagt, die auch eben so wie ich mich als Sohnshintergrund hat, dass ihr die östere Flagge... Dass sie sich damit schwer tut und das fand ich irgendwie...
00:14:44: Überhaupt zu fotografieren.
00:14:46: Ja, dass du fotografierst.
00:14:48: Genau genau und das war nicht halt extrem spannend weil ich das Gefühl habe, ich komme immer so... Manche feiern es komplett manche sind so boah ich weiß nicht Ich hab jetzt noch nicht irgendwie vom Viertraum oder wie man das ausspricht negative Kritik bekommen.
00:15:09: zudem aber mir ist schon bewusst dass ich mich da mit der Ausdruckflage in einem sehr, das die Fallhöhe sehr groß ist.
00:15:20: Aber genau das finde ich irgendwie spannend.
00:15:23: Immer du hast dir deine Lebensgeschichte auch verfilmt und sehr erfolgreich verfilmte auch oder muss man sagen?
00:15:32: Ja voll!
00:15:33: Genau ausdrutschwad, Kino-Doko war das Und wir haben nicht damit gerechnet, dass wir dann sogar nominiert waren beim österreichischen Filmpreis für Beste Doku.
00:15:43: Das war schon crazy!
00:15:45: Ja und vor allem du hast unglaublich viele Zuseherinnen und Zusehe in das Kino gebracht.
00:15:52: Es ist ja eine sehr persönliche Doku auch mit so... Spielfilmelementen fast ein bisschen oder wo du Szene nachspielst auf eine Art und Druckus haben sie ja grundsätzlich, glaube ich im Kino eher schwer.
00:16:11: Also du hast da schon irgendwie was angestochen auch damit?
00:16:17: Ja!
00:16:18: Ich glaub mir eben... also das finde ich ja so spannend weil ich mir immer gedacht habe mit Austro-Schwarz dass wie sagt man so schön, dass es mir quasi auch Rutsche legen würde zu meinem Solo-Projekt und das es dann dadurch leichter wird die Musik an Menschen näherzubringen.
00:16:45: Also nicht das Gegenteil passiert, ich merke schon, dass jetzt die Interviewanfragen schon größer geworden sind.
00:16:55: aber dann wenn man wieder in dieser Geschäftsseite sind, dass Leute sich Konzertdickets kaufen für ein Konzärtvermehr als vor allem im Wien.
00:17:07: Es war so meine Homebase.
00:17:10: Schwierig!
00:17:11: Es ist extrem absurd weil auch so schwarz haben über dreizehntausend Menschen in vielen gesehen und die meisten Zuseherinnen waren aus Wien für mich dann urschwer zu knacken.
00:17:28: Wie kann ich jetzt diese dreizehntausend?
00:17:30: Also wie erreiche ich diese dreizehntausenden Menschen?
00:17:36: und das tut mir auch so wem, also es tut mir so weh im Sinne von eigentlich sollte ich mich uffreuen dass viele Leute die Film gesehen haben, dass sich viele Leute damit identifizieren können.
00:17:51: Ich bin dann voll trotzdem voll in diesem Business ...aspekt drinnen, wenn man denkt so ja ich muss irgendwie überleben und ich... ...und ich arbeite noch immer in der Gastro als Kellner Teilzeit um überhaupt mir meine Miete zahlen zu können.
00:18:07: Um dann Kunst machen zu können!
00:18:09: Und ich glaube weil ich diesen Sprung nicht geschafft habe dass ich jetzt Kunst vollzeit mache bin ich voll dieser A-K.
00:18:18: wie kann man da irgendwie das Ganze monetarisieren?
00:18:21: So was eigentlich uhr ist auch, weiß ich, was vielleicht für Zuhörungssuche auch wenig nachvollziehbar ist.
00:18:31: So habe ich das Gefühl weil es vielleicht dann undankbar wirkt.
00:18:37: aber ist immer wichtig die Realität zu sagen Weil mir hilft es nicht irgendwie wenn ich sage so Boah ich bin so dankbar Ich bin so froh dass der Film so viele Herzen berührt hat bla bla bla.
00:18:50: Und ja Sondern ich finde es so Ja Aber Es ist so...
00:18:56: Da hört es halt nicht auf, oder?
00:18:58: Genau.
00:18:58: Weil es hört nicht auf.
00:19:00: Das heißt genau, das ist ein Berichterpunkt.
00:19:01: Es hört ja nicht auf weil ich bin noch immer in Gemeindenbau und muss irgendwie auch meine Miete zammkratzen.
00:19:08: also ich muss immer meine Fixkosten zahlen.
00:19:10: Ich kann nicht irgendwie wie alle im Sommer nach Griechenland oder nach Kroatien und Urlaub machen weil eine Woche Verlust an Trinkgeld weil ich einfach So viel verdiene in der Gastro, dass es sich gerade ausgeht.
00:19:27: Eben eine Fixkosten zu zahlen damit ich eben Kunst machen kann.
00:19:31: und das ist glaube ich etwas womit Ich einfach grad sehr hartere weil ich grad nicht weiß so okay wie lange noch für dich.
00:19:45: dreiunddreißig Jahre alt Bin zum glück singel und sowas hatte ich aber irgendwie keine Verpflichtungen.
00:19:52: Ich hab auch keine Kinder.
00:19:55: Aber es wär aber schon geil, so eine gewisse Lebensqualität zu haben!
00:20:00: Ich will nicht mehr... ich will einfach nur meine Tour haben, was ist das?
00:20:05: So hundert Konzerte im Jahr,
00:20:08: da mach' ich so... Hundert Konzerte im Jahr?
00:20:09: ...oder
00:20:09: keine Ahnung.
00:20:10: Fünfzig wie hundt Konzernte im Jahr.
00:20:11: Da mache ich mir ne Kohlemann und dann mache ich meine Platte und so und kann irgendwie mein Alltag nachgehen, aber es ist gerade noch immer sehr ... auch immer ein sehr prekärer Lebensziel den ich habe.
00:20:32: Ja vor allem das ist total nachvollziehbar dass du das für das du brennst auch irgendwie dass du da der Zeit reinstecken willst oder nicht nur irgendwie einen Brotjob nebenbei machen musst und anders gefragt hemmt dich das dann auch kreativ quasi am hasselnd bist und halt Nebenjobs machen muss, um überleben auch zu können.
00:20:56: Um die Miete zahlen zu können weil es bleibt ja nicht mehr so viel Zeit dann, um sich einmal in Ruhe hinzusetzen, sich was zu überlegen oder?
00:21:04: Ja voll!
00:21:05: Also ich muss schon sagen also das habe ich schon gemerkt mit der Arbeit mit Austro-Schwarz.
00:21:14: wir haben begonnen Ende Und im Jahr und zwanzig kam der Film raus, also fünf Jahre haben wir daran gearbeitet.
00:21:23: Die Höchstphase von Austo Schwarz war dann im Jahr ... ... zweiundzwanzig, würde ich sagen mit dem Schneiden.
00:21:32: Weil das halt schon eine sehr intensive Phase war.
00:21:35: Und dann habe ich noch parallel begonnen meine ersten Singles zu veröffentlichen als Solo-Künstler.
00:21:41: Da hab' ich schon festgestellt, also Privatleben ist gerade eher... nicht so der Fokus, weil ich das Gefühl habe, jedes Mal wenn ich mich mit Menschen treffe geht es nur um Arbeit.
00:21:58: Und da muss ich auch irgendwie lernen dass ich da irgendwie versuche mein privates Umfeld mir auch Zeit zu nehmen.
00:22:11: Aber es ist halt schwierig, weil Kunst macht halt schon extrem Spaß und das gibt mir schon noch Orientierung im Alltag.
00:22:22: Und das möchte ich auch nicht missen halt so.
00:22:26: Aber ja... Es ist schwerer Grad!
00:22:30: Aber wenn du gesagt hast fünf Jahre, da habt ihr daran gearbeitet?
00:22:33: Das vergisst man ja auch wie lange dann so Projekte dauern oder?
00:22:37: Absolut!
00:22:39: Um Menschen ins Kino zu bringen die dann eineinhalb, zwei Stunden sich quasi einen Film ansehen oder eine Dokumentation ansehen.
00:22:46: Absolut!
00:22:47: Also wie viel Lebensenergie da reinbliesst?
00:22:50: Ja und da bin ich schon stolz.
00:22:52: Da bin ich ja schon stolzt dass dann eben diese fünf Jahre in Arbeit das es so viele Leute auch berührt und dass wir nach wie vor noch Anfragen bekommen für den Film.
00:23:01: Und da merke ich...und dann kann ich halt schon so quasi so quer Promotion machen, dass ich dann zu Flyers bei den Streetings Leuten gebe.
00:23:11: So zu meinem Konzert.
00:23:12: Das freut mich schon, dass sich dadurch irgendwie auch so eine Möglichkeit habe durch mein Film dann auch wiederum Promo zu machen.
00:23:20: oder zum Beispiel haben wir in Salzburg gespielt letzte Woche beim Atrain Festival und da haben sie selber noch auf so schwarz vorgezeigt das wir gespielt haben.
00:23:29: Und es ist halt schon geil!
00:23:30: Es ist extrem cool, dass du dann Leuten around-Package gehen kann.
00:23:37: Sie schauen sich zuerst einen Film an und dann das Konzert, und das ist halt schon cool.
00:23:41: Und glaube ich hat man dann schon einen größeren Impact auf die Leute.
00:23:49: Ich fand ja so schön auch beim Filmen.
00:23:50: erstens lernt man dich dabei kennen aber es erzählt natürlich auch eine universelle Geschichte über Migration oder Menschen, die vielleicht nicht so... grundsätzlich ins Bild passen oder auffallen, allein durch ihre Migrationsgeschichte und dass du damit auch irgendwie so schön was verarbeiten konntest auf eine einfach eine Art um dann irgendwie frei zu sein.
00:24:17: Also frei in deine Solo-Karriere auch zu starten das habe ich mir damals gedacht.
00:24:22: also sich manche verarbeiten das vielleicht in Texten was du natürlich auch machst Ich weiß nicht in einem Buch versuchen das als Buch zu veröffentlichen und du hast es halt als der Dokumentation gemacht, um auch irgendwie dir das mal von der Seele zu drehen in dem Fall.
00:24:43: Und dann auch irgendwie freier daraus loszugehen oder?
00:24:47: Ja voll!
00:24:48: Also ich fand es eh sehr lustig dass eben letztes Jahr Marco Wander ein Buch veröffentlicht hat ... über sein Leben, oder auch mein Manager Stefan Rehlsteiner.
00:25:03: Ich glaube man hat das so... ich hab das Gefühl, man hat so Punkte im Leben, dass man irgendwie was gerne möchte, dass mal ein Revue passieren, also dass man gerne reflektieren möchte.
00:25:14: und ich hatte da schon extrem Glück, dass ich dann so coole Leute gefunden habe die mit mir gemeinsam diesen Film machen wollten.
00:25:21: Und das ist schon etwas... Also ich hab mich schon gedacht!
00:25:27: Also ich dachte es so Als wir den Film gemacht haben, dachte ich, wenn der Film so draußen ist.
00:25:34: Da dachte ich jetzt fühle mich irgendwie anders?
00:25:37: Klar fühle ich mich anders aber es nicht so dass ich mich jetzt so uhrfrei fühle oder dass ich gewisse Sachen jetzt anders wahrnehme.
00:25:49: Ich habe das Gefühl dann Menschen die mich kennen, so persönlich kennen Ich weiß.
00:26:01: Ja, ich verliege gerade den Faden.
00:26:03: Also mich hat das schon das Gefühl... Beziehungsweise ich kann es schwer beschreiben.
00:26:10: Ich glaube deswegen war das Album auch so dramatisch für mich eine Challenge weil man möchte sich nicht wiederholen als Künstler.
00:26:22: Weil irgendwie auch zu schwarz war schon sehr plakativ um die Hautfarbe um eben Migration und Zugehörigkeit.
00:26:33: Da war es für alle Klaukäher, da geht's um dieses Thema.
00:26:37: Und bei dem Album auch so Drama wollte ich ein Album schreiben wo man textlich nicht nur eine Bevölkerungsgruppe ansprechen sollte, also die migrantische Bevölkerungs-Gruppe sondern ich wollte einen Album schreiben textlich dass irgendwie alle in Österreich ansprechen sollten.
00:26:59: das war es so.
00:26:59: glaube Wenn ich darüber reflektieren darf, so mein Anspruch.
00:27:05: Wie kann man ein Album schreiben als österreicher mit zichtbaren Megasunzergrund?
00:27:11: Dass die Person in ... I don't know... In St.Pölten oder in Wien oder in Vorarlberg sich damit identifizieren können voll.
00:27:26: Somit hab' ich da jetzt im Ich weiß
00:27:29: nicht, wie ich
00:27:30: mich wieder bei Gangern ist.
00:27:33: Aber das war dann schon so okay... ...ich kann es nicht irgendwie erzählen über meine Hautfarbe.
00:27:40: Außer halt ja voll.
00:27:42: Es ist ein total vielschichtiges Album.
00:27:44: Es geht um die Beziehung zu deiner Familie, zu deinem Vater oder der Schwester.
00:27:51: Es wird um Freunde und Liebe.
00:27:54: Oder unerwiderte Liebe.
00:27:58: Es geht ums Großwerden überhaupt, oder?
00:28:01: Ja, du
00:28:02: Schweste hab ich nicht.
00:28:03: Geschwister!
00:28:07: Genau.
00:28:07: und es ist eigentlich so ein Album dass man sich das viele Menschen wahrscheinlich anspricht die gerade noch am Suchen sind wo sie vielleicht hingehören und was sie vielleicht machen sollen.
00:28:22: Das kann ja eigentlich von null bis neunundneinzig sein, oder?
00:28:26: Du kannst ja auch mit über sechzig-siebzig vielleicht noch irgendwie auf der Suche sein nach deinem Lebensweg.
00:28:33: und ich finde so das Thema Hautfarbe bzw.
00:28:38: Migration ist gar nicht so, weil man vielleicht hat man es hin und wieder beim Hören im Hinterkampf wenn man deine Geschichte kennt aber es sticht überhaupt nicht heraus.
00:28:49: Das habe
00:28:50: mich gar nicht drüber nachgedacht lustigerweise beim
00:28:53: Hühren
00:28:55: vielleicht weil es auch nicht irgendwie plakativ ist oder
00:28:58: so.
00:28:58: Ja, also ich find's ehemaligerweise jetzt... Also ich bin sowieso bei uns, du bist natürlich auch bei uns wenn du den Film noch gesehen hast
00:29:06: und wer will
00:29:08: das auch kennen genau.
00:29:09: aber ich würde mich echt interessieren oh da läuft gerade die Kaffeemaschine.
00:29:14: sie macht grad nur soige Geräusche
00:29:16: Die Kaffeemaschine macht sich grad selbstständig.
00:29:20: Vielleicht will sie auch was zu sagen.
00:29:23: Wie können wir diesen Kommentar jetzt einordnen?
00:29:27: Vielleicht einen Zuspruch.
00:29:28: Aber ich habe gerade den Pfarrer verloren... Es wäre extrem spannend, dann eben dieses Album Leuten zu zeigen die noch gar nicht mich kennen und die noch nicht die Musik wie sie gesehen haben weil es finde ich auch immer sehr rein musikalisch.
00:29:52: Ja, wäre es interessant.
00:29:55: Aber dann stellst du mir die Frage warum ist das interessant?
00:29:59: Eigentlich kann's uns erwurscht sein wer ja quasi die Musik geschrieben hat.
00:30:04: aber natürlich jetzt um einen Kontext zu geben ist schon cool zu wissen okay wer steckt dahinter?
00:30:13: Das interessiert man sich ja grundsätzlich für Künstlerinnen und Künstlern.
00:30:16: also ich zumindest will relativ schnell wissen Ich auch.
00:30:20: Was sind das für Menschen?
00:30:21: Wie alt sind die, wie schauen sie aus?
00:30:25: oder also wo leben die?
00:30:27: und so vielleicht anderen ist es vielleicht eher wurscht aber ich finde das schon immer irgendwie interessant.
00:30:33: Aber das heißt du hast dich schon bewusst auch jetzt irgendwie ein bisschen von diesem Thema dass dein Film war auch ein bissel emanzibiert und wollte es da sagen okay das habe ich jetzt einmal so für mich aufgearbeitet unter Anführungszeichen
00:30:50: So gut wie es geht, also so gut wie's geht natürlich.
00:30:53: Das ist Teil deines Lebens.
00:30:57: Im schwarzer Hase der Song... Also das war schon zu etwas... ...das war so der Übergang glaube ich von Austo Schwarz zur Aus-to-Drama Album.
00:31:10: weil ich mir gedacht habe, okay mir war schon das Wort schwarz schon sehr wichtig.
00:31:16: Das war die erste Single, oder?
00:31:17: Schwarze Hase war nicht die erste single.
00:31:19: Also das erste single begann alles mit Feuer dann kam Netz Dann kam schwarzer Hase und dann schwarz-hase kam auch so Drama Und dann kam Musik vor Zusagen, dann kommt
00:31:31: man nach der andern Dunkelbahn.
00:31:32: Wenn zu schwarzen Hase haben wir dann das erste mal, glaube ich, miteinander
00:31:36: Richtig, genau.
00:31:37: Das
00:31:37: war diese lustige Konstellation mit Andreas Doro.
00:31:42: Genau und bei Schwarzer Hadet war genau die Geschichte weil ich mir gedacht okay ich finde warum ist das Wort schwarz so negativ konnotiert in unserer Sprache?
00:31:50: So Schwarzmarkt, Schwarzfahrer, Schwarzgeld etc.
00:31:56: oder das schwarze Schaf in der Familie.
00:31:58: Ich finde es irgendwie spannend, wenn wir vielleicht dieses schwarze, in einem positiven Kontext-Fase geben und sich dann ein Wort mehr erfunden zu Schwarzer Hase.
00:32:09: oder was das bedeutet.
00:32:10: Und ich habe es dann so beschrieben, dass der Schwarzer Hase für mich eben diesen Rebellen quasi symbolisieren sollte, eine Person die jetzt nicht mit dem Strom spielt sondern der Schwarze Hase steht für sich ein kann er bitte schräg auch sein und so.
00:32:25: aber der ist so ein Unikat und das war so für mich dann ein Kompromiss, da kann ich noch dieses Schwarz-Thema noch einbauen in den Schwarzerhase Voll.
00:32:41: Aber sonst war ich dann schon sehr, sehr streng.
00:32:45: Ich musste mich da jetzt so ein bisschen... weil eben auch so schwatter habe, aber ich habe eh schon so viel erzählen können.
00:32:52: Aber es freut mich extrem, dass du da nicht das Gefühl hattest!
00:32:56: Aber wann ist die erste Single schon erschienen?
00:32:59: Die erste Single von meinem Solo-Projekt ist erschienen, glaube ich, eh ... Ich finde
00:33:17: die
00:33:28: Frage immer extrem spannend, weil ich mir auch die Frage es aufstelle.
00:33:36: Ich glaube, es ist ganz cool, dass das Album auch so zeitnah erschienen ist mit dem Film.
00:33:46: Natürlich wäre es ein Bass-Cass-Szenario gewesen.
00:33:49: Der Film kommt raus und ein Jahr später kommt mein Album raus.
00:33:54: aber ich konnte mich jetzt nicht in zwei Teilen.
00:33:57: Und natürlich wegen Musik vor uns hat mir noch damals noch die Zusage gehabt.
00:34:03: Aber es war schon... Ich glaube, es war so ein Dry Falt da.
00:34:11: Aber ich mir dachte okay na, ich muss auf jeden Fall als Nachschießen weil sonst wird man wieder uninteressant und ich denke mehr dass sich dann mich dafür fürs zweite Album mir auf jeden fall mehr Zeit lassen geben möchte.
00:34:28: Also ich glaub eben ich glaube ich muss dann auf jedenfall für mich den Anspruch beim zweiten Album wenn Förderungen da sind oder wenn ich das Geld habe dass ich dann schon etwas machen möchte, was... ...ich nicht einmal irgendwie vermuten würde.
00:34:51: Weil das Album auch so dran war, aber auch voll auf schnell schnell schnell Teufel kommen raus.
00:34:57: So hey wir müssen es irgendwie arbeiten um quasi auf diese Aufsorgschwarzwelle zu reiten.
00:35:03: Was okay ist.
00:35:05: Ist legitim Aber ich habe das Gefühl mehr geht.
00:35:12: Habe ich das Gefühl, so musikalisch und textlich?
00:35:16: Vielleicht war es jetzt auch einmal notwendig das abzuschließen oder dass ist... Und du hast ja erzählt eigentlich wäre die Idee schon gewesen das vielleicht vor einigen Monaten rauszubringen Jetzt wieder irgendwie kurzfristig ein bisschen weiter in den Herbst hinein verschoben Ja!
00:35:30: Und jetzt muss es dann aber auch mal raus oder in die Welt
00:35:34: Absolut
00:35:35: Dann bekommt sie ja eh auch irgendwie einen eigenen Leben sich entwickeln auch.
00:35:42: Und dann kommen die Menschen und machen dann wieder selber was draus quasi.
00:35:46: Ich hoffe, ich hoffe es ist eine interessante Zeit.
00:35:54: Und ich bin auch gespannt wohin die Reise geht.
00:35:58: also auch jetzt so.
00:36:01: natürlich habe ich mich in außerdem auch mit Österreich befasst und auch bei Grüße sehe Der
00:36:10: Album Open, oder?
00:36:12: Genau.
00:36:12: Ich habe auch noch mal meinen Kommentar zu Österreich gegeben als Migrant weil ich das Gefühl hab in Österreich... Ich weiß nicht wohin die Reisart geht so, weil ich habe keine Ahnung wegen der Politik und so haltet was es dann für einen Einfuß hat auf die Kunst und wer dann gefördert wird
00:36:34: etc.,
00:36:37: weil eben die Leute die da irgendwie Die Big Players in der Musikindustrie oder in der Kunstkulturbranche sind halt noch immer weiße Personen.
00:36:48: und wir sind an Österreich ist divers, vielfältig.
00:36:54: Und an Österreich hat auch asiatische Wurzeln, arabische Wurtzeln oder in meinem Fall tansanische Wursteln.
00:37:01: Warum gibt es da noch keine Person die das Arena Open Air ausverkauft?
00:37:09: Natürlich habe ich Hoffnungen an Ucheyara und so weiter und sofort.
00:37:14: Oder an Chobo oder andere migrantische Acts, aber... Ich hab das Gefühl wir müssen auch irgendwie checken in der österreichischen Konsumkulturbranche, dass man auch so eine gewisse... Das ist jetzt auf jeden Fall extrem plagativ, aber ich denke mir, dass so ne Quote auch gar nicht mal so schlecht wäre im Zeiten wie diesen
00:37:35: in Führungsebenen.
00:37:38: Ja, es ist ein Führungs-Ebenen aber auch jetzt, dass man sich bewusst dann auch abtötbar eben hat.
00:37:43: Also eben fmv und uiii oder wie die alle heißen, das sind natürlich alle Gatekeepers und können Karrieren extrem pushen halt so ne?
00:37:54: Und wenn du jetzt in der fmvi Redaktion sitzen würdest bei Uiii Multiplikatoren, Plattformen und ich irgendwie sehe okay die meisten die jetzt in den Schad sind haben keinen sichtbaren Migrationshintergrund.
00:38:14: Würde ich mir schon denken wie können wir das anders gestalten?
00:38:20: weil wir müssen auch irgendwie das Bild von Österreich auch die Defizite abbilden wenn es nicht passiert größer werden, etc.
00:38:33: dann ist es halt irgendwie... würde man sich glaube ich ins eigene Zwar schießen.
00:38:41: Somit das war jetzt auch gerade so ein Thema was mir immer wieder in meinem Kopf natürlich schießt wenn man sich die Wahlen anschaut im Sachsen-Anhalt und so weiter wie wir denken okay, wie wird das an Österreich sein?
00:38:58: Wie hast du überhaupt so das Gefühl, so Österreich zwanzig sechsundzwanzig oder wie ... Hast du da ein Gefühl dafür?
00:39:06: Wie sich das Leben heute sich anfühlt.
00:39:11: Ja also ich kann es schwer beurteilen weil ich so sehr eben in der Gastro bin und dann halt wenn ich frei hab mache ich halt Kunst mit.
00:39:21: zumindest habe ich jetzt nicht so einen Alltag, wo ich da irgendwie regelmäßig wohin gehe.
00:39:29: Aber bei dem Caféhaus, wo Ich arbeite... Das ist
00:39:34: ja ein guter Gratmesser wahrscheinlich
00:39:35: oft oder?
00:39:36: Ja, aber es ist so wie ein Vakuum habe ich das Gefühl weil dort schon eher Menschen abhängen die jetzt nicht unbedingt xynophobisch sind und ich weiß nicht vielleicht auch, wenn mein Schäfer auch eine sehr klare Haltung noch zeigt Aber ich sehe es halt immer wieder auf Social Media, wenn natürlich Freunden und Freunde aus Niederösterreich oder Salzburg dann über rassistische Alltagsgeschichten erzählen.
00:40:11: Wenn man denkt okay shit das hat noch immer ein großes Thema.
00:40:19: Ich glaube mich ist auch bewusst.
00:40:20: Natürlich lebe ich in Wien so.
00:40:23: Also eine Ausnahme statt, glaube ich in Österreich.
00:40:29: Aber hast du das Gefühl jetzt auch dass du trotzdem... Hast du das Thema auf deinem Debütalbum ein bisschen zurückgeschraubt?
00:40:37: Das ist nicht so plakativ aber hast du trotzdem das Gefühl dass du auch als Sprachrohr natürlich für ein diverses Österreich sage jetzt einmal halt da bist und dass vielleicht auch eine Bühne quasi nutzen solltest ... die du auch hast?
00:40:54: Also, ich... so gut wie's geht!
00:40:57: So gut wie es geht.
00:41:00: Es gibt schon... also ich hab schon das Gefühl, wenn man als... jetzt sage ich mal in meiner Position, als bewusst so... Ich habe schon das Gefühle, dass ich als Schwarzer... als schwarzer Person in der Öffentlichkeit schon aufpassen muss wie ich zu gewissen Themen stehe, weil ich habe das Gefühl so mir kann man easy den Hahn abdrehen und es ist in Leuten Wurst quasi.
00:41:32: Ich hab das Gefühl, ich glaube ich bin noch nicht so in einer Position dass ich wirklich ... sich denke okay wenn er das jetzt sagt dann müssen wir uns zusammen reißen.
00:41:45: Das braucht doch glaub ich ein bisschen.
00:41:48: Es hat schon einen Potenzial.
00:41:51: Aber ich glaube, da wo ich mich noch befinde ist es noch so ein... ...ja der liebe Mütter, der jetzt so einen Film gemacht hat und das ein Album gemacht hat.
00:42:01: Und den hören wir gerne zu.
00:42:03: Aber ja vielleicht ab und zu übertreibt er schon so zu seinen Aussagen aber solange irgendwie nett ist, laden wir ihn irgendwie ein.
00:42:10: So gibt's Veranstaltungen oder so gibt's Panel Discussions und so.
00:42:16: Aber ich habe jetzt auch nicht das Gefühl dass ich jetzt in seiner.
00:42:22: Ich glaube, wenn David Alaba etwas sagen würde in der Öffentlichkeit, hat es auf jeden Fall mehr Impact.
00:42:36: Hast du eher das Gefühl, dass du noch dankbar sein solltest unter Anführungszeichen?
00:42:42: Also jetzt darf er eh schon ein Film machen und der darf ihr Alben veröffentlichen.
00:42:47: Ja
00:42:47: dankbar, das ist ein sehr gutes Thema.
00:42:52: Ich glaube ich bin nicht dankbar.
00:42:55: Das steht mir schon zu aber auf jeden Fall vorsichtig.
00:43:01: Nein, ich meine dass die Gesellschaft dir quasi so... Dass du das Gefühl hast, die Gesellschaft gibt dir da somit auf dem Weg.
00:43:07: Du bist halt auch dankbar, du kannst ja eh alle Möglichkeiten, musst dich jetzt nicht noch auch...
00:43:13: Ja, voll!
00:43:15: Das würde ich schon sagen.
00:43:17: Ich habe auch das Gefühl, dass die Leute... Das heißt, die Leute muss immer sehr explizit sein.
00:43:24: Ich hab schon das Gefühl Die Gatekeeper halt so eben, die Meinungsträgerinnen und so.
00:43:35: MeinungsmacherInner oder die Plattformen quasi... ...die Leute wurscht Zeitungen oder halt Radios und so, ich hab schon das Gefühl dass die noch nicht checken wie wichtig gerade diese Themen sind, die ich anspreche weil ich habe das Gefühl was jetzt irgendwie gut läuft.
00:43:57: Im Radio sind es so Themen, die irgendwie niemanden weht.
00:44:04: Es geht viel um Hedonismus, um dieses Feiern und sich betrinken und Drogen nehmen oder eine gewisse Phase wo alle Probleme weg sind.
00:44:16: Da habe ich das Gefühl wenn man sich diese Themen annimmt textlich ist es schon einmal geil weil es tut jemanden weh.
00:44:25: aber Und bei mir sind so Themen, was passiert eigentlich nach der Party?
00:44:30: Wenn man dann nach Hause geht und wird angesprochen wird aufgrund of whatever oder am nächsten Tag steht man auch verkatert hat mit Depressionen zu kämpfen.
00:44:41: Das sind so Thema die mich irgendwie interessieren aber natürlich popmäßig halt auch schwerer sind das
00:44:50: zu... zu verkaufen.
00:44:53: Das spricht natürlich auch ein bisschen für die schwierige Zeit, glaube ich, die wir jetzt eigentlich schon seit Jahren haben.
00:44:59: also wirtschaftlich schwieriger Zeit... Menschen leisten sich, können sie immer weniger leisten.
00:45:05: Das Essen wird immer teurer und die Mieten werden immer teuerer.
00:45:09: Also das wirkt sich natürlich aus und wahrscheinlich suchen dann viele auch irgendwie so Zuflucht im Hedonismus.
00:45:16: Im einfachen Anfang mal weg, also sich wegbiehmen quasi mit.
00:45:22: Sei das mit irgendwelchen Substanzen oder was auch immer!
00:45:27: auch auf eine Art Legitim, dass das so ist und sich vielleicht dann weniger mit irgendwelchen Problemthemen oder sich beschäftigen will.
00:45:37: Das ist echt... Und der Anführungszeichen.
00:45:39: Ja voll!
00:45:40: Und ich
00:45:40: glaube es ist auch die Arbeit, die ich interessant finde.
00:45:44: wie kann man dann an den Brück geschlagen?
00:45:47: Weil ich habe auch das Gefühl klar wenn man einen Tag hat Und dann sich da irgendwie ein Lied anhört, wo man nicht irgendwie sich kritisch mit Österreich befassen möchte.
00:45:58: Erfordert es wieder halt Energie.
00:46:01: Aber dann denke ich mir auch so... Weil wir meinen das sind alles teurer!
00:46:04: Ich finde es gerade extrem lustig was mal gerne Geld ausgibt für große Konzerte, so Taylor Swift oder sowas Für hunderte von Euros Aber dann so zwanzig Euro auszugehen für einen lokalen Artist.
00:46:24: Schwierig!
00:46:26: Es ist ein Umdenken stattfinden, gell?
00:46:28: Das finde ich urschwannend.
00:46:29: warum die Leute wenn alles so teuer ist dann irgendwie Geld sparen Für ein Konzert im Jahr Obwohl sie eigentlich mit dreieinhalb Euro könnten die töretisch Ich bin nicht gut in Mathe aber auf jeden Fall mehr als zehn Konzerte sich anschauen.
00:46:44: Absolut sehr
00:46:45: Sehr Interessant, was da abgeht.
00:46:48: Ja das ist leider so eine Entwicklerin glaube ich die seit Corona noch mal zugenommen hat glaub' ich dass halt so vor allem so Acts glaube ich in der Mitte waren also die doch relativ gut verkauft haben und davon leben können, dass dafür weniger Geld da ist.
00:47:05: Also ich glaube es geben vielleicht nur ganz kleine Geschichten ganz gut die halt auch nicht davon leben und dass das geht glaube.
00:47:15: Aber ich sage mal, vielleicht so die normale Arena-Halle oder so.
00:47:18: Diese Acts tun sich glaube ich immer schwerer und die Menschen geben halt, glaube ich kaufen eher spontan ein Konzertdickads und nicht Monate im Voraus.
00:47:31: Und was funktioniert sind dann diese Riesen-Acts, die halt im Stadion spielen?
00:47:38: dass halt so ein Event-Charakter hat und weniger ... So ein
00:47:41: Happening.
00:47:42: Ein Happening,
00:47:43: ja.
00:47:44: Warum auch immer?
00:47:46: Da ist die Schere wahrscheinlich wie zwischen Abend und Reich es da auch irgendwie die Schäre so auseinandergegangen
00:47:53: oder?
00:47:54: Absolut!
00:47:56: kleinere Acts unter Anführungszeichen, struggling halt.
00:48:01: Also das vollkommen recht.
00:48:02: eben so Acts die dann so eben jetzt keine große Produktion haben, keine Tontechnikpersonen, kein Tourmanagerin haben Die machen ihre Shows halt so und da kommen mir gerne Leute.
00:48:14: aber wenn du dann irgendwie einen Anspruch hast
00:48:19: Dann wird es schwieriger.
00:48:20: ja Wenn sie Produktion schon ein bisschen mehr kostet, wenn man mehr Menschen mit braucht.
00:48:26: War das glaubst du in den Jahr- und Jahrzehnten?
00:48:29: Na gut, ein anderes Thema dann.
00:48:30: Aber ich hab ... In den Jahrzehn Jahren war es eher crazy, wenn man einen Ekti Arena buchen würde aus Österreich.
00:48:39: Da war man noch dankbar, wenn mir das Chassis ausfällt.
00:48:41: Ja,
00:48:45: aber andere Seiten.
00:48:47: Trotzdem schaffst du's ja auf deinem Album doch auch so schön mit so einer positiven Energie auch reinzugehen, also auch die schwierigen Themen.
00:48:59: Es ist ein super Indy-Rock Album geworden oder?
00:49:03: Dass man jetzt vielleicht auf großen Festivalbühnen spielen kann aber auch dann gibt
00:49:09: es...
00:49:10: Also auch gleich die ersten zwei Nummern sind voller Energie, cooler getan Sound Weniger Poppig vielleicht dann auch.
00:49:22: Und dann kommst du aber wieder zurück ins Poppige und dann auch wieder sehr nachdenkliche, ruhige Nummern.
00:49:27: Voll!
00:49:27: Das ist
00:49:28: eigentlich so die ganze Bandbreite deiner Musik irgendwie vertreten oder?
00:49:34: Ja okay mir war es halt schon wichtig halt auch dass das zu widerspiegeln was ich selber konsumiere an Musik so eben wenn man sich meine Lieblings-Songs anschauen würde auf Spotify Denn es ist auch bunt gemischt.
00:49:49: Ich habe da irgendwie sehr poppige Songs, höre ich Pirat als auch wieder sehr melancholische Verschnurks mit der Absrakt-Lieder.
00:50:01: Das ist immer schon wichtig dass ich wollte mir doch keine Grenzen aufsetzen weil ich glaube ich habe mich schon schwerer.
00:50:09: generell als ich begonnen hab Musik zu schreiben habe ich immer viele Songs geschrieben die sehr mollig sind.
00:50:16: Wenn Leute, die sich nicht mit Musiktheorie auskennen, es gibt so Tour und Moll-Lieder.
00:50:22: Und Tour-Lieders sind so fröhliche Lieder... ...und Molllieder sind so traurige Lieder.
00:50:27: Am Anfang habe ich sehr gehadert Fröhliche zu schreiben.
00:50:32: Und eben glaube ich mit dem zweiten etwa für ein Album... ...hab' ich dann mir leichter getan, Tour- Lieder zu schreiben.. ..und das wollte ich quasi auch fortsetzen bei meinem Solo-Album,... fröhliche oder positive Lieder schreibt dann wirklich dann sehr bewusst und sehr kompromisslos, so einfach wirklich okay.
00:50:55: jetzt machen wir so gut weibend Mucke.
00:50:58: Und dann wiederum findest du auch interessant wenn man sich die Zeit nimmt, auch die Freiheit nimmt um wieder sehr mollige traurige langsame Songs zu schreiben.
00:51:10: Ja
00:51:10: traurig finde ich jetzt gar nicht eher so nachdenklich weiß gar nicht Melancholisch vielleicht, oder?
00:51:17: Kalenderjahr für
00:51:17: mich ist schon hart.
00:51:18: Bitte?
00:51:18: Kalendarjahr!
00:51:19: Das ist der letzte
00:51:20: Song am Eimer.
00:51:20: Ja, stimmt ja.
00:51:21: Also das meint ich so...
00:51:23: Da
00:51:23: muss man auch so kennenlernen.
00:51:25: Man weiß nicht so was ist jetzt der Refreuer, was ist es jetzt...
00:51:28: Stimmt ja.
00:51:29: Das ist das, was euch eher gemeint aber freut mich ja.
00:51:34: Aber es hat trotzdem irgendwie überwiegt so dass doch das positive also es ist überwiegend bei dir dann doch immer noch... Du baust auch die Hörerinnen und Hörern dann immer wieder auf.
00:51:47: Ja, so gut wie es geht!
00:51:51: Ich lasse mich ja auch gerne reinfallen in diese Musik aber trotzdem bleibe ich da nicht unten sondern stehe quasi wieder mit dir auf.
00:52:01: Wenn
00:52:01: ich das so beschreiben kann...
00:52:02: Ja voll, du hast
00:52:05: schon recht.
00:52:06: Du hast früher gesagt, du denkst irgendwie schon über das zweite Album nach oder so?
00:52:11: Ja, aber das
00:52:12: ist eben ein Gespräch jetzt heute.
00:52:15: Aber ist es auch mit dieser längeren Beschäftigung schon?
00:52:20: Mit diesem Debutsolo Album jetzt, dass du automatisch irgendwann gesagt hast okay da sind die Songs, ich glaube sie sind elf oder?
00:52:27: Das sind zwölf.
00:52:32: Ich bin nachgedacht.
00:52:34: Dass du irgendwann gesagt Das sind jetzt die Lieder, die kommen fix rauf und da sollen wir das erste Phase quasi widerspiegeln.
00:52:43: Aber jetzt irgendwie juckt es mir schon in den Fingern und ich habe Bock wieder etwas Neues auszuprobieren und das soll dann irgendwie aufs zweite Album kommen?
00:52:53: Es ist so schwer!
00:52:57: Eben, jetzt bin ich gerade in der Phase.
00:52:59: Ich weiß nicht wie es dann auch schon wird wenn das Album draußen ist.
00:53:01: Jetzt bin ich keine Phase wo mir denkt so Boah Scheiße irgendwie auch so Drama war die einzige Signal bis erst die es so gut funktioniert hat radio technisch und jetzt Bin ich so eine Schwebe weil wir noch wieder eine Absage bekommen haben Und es kommt da in noch eine Single raus danach mit dem album halt geht heute das leid kommt mit dem Album raus am dranzel des noctober.
00:53:25: Ich hab das Gefühl, Philipp so.
00:53:29: Es hat Potenzial ... meine Musik mit Potenziale mein ich und es ist Größenwahne nicht.
00:53:35: aber so denke ich bin ich.
00:53:38: Ich habe das Gefühl so, dass Arena Open Air auch zu verkaufen ist.
00:53:43: Ich hab dieses Gefühl.
00:53:45: Deswegen denk ich immer so, ich seh das Ganze wie ein Spiel.
00:53:48: Okay, ich hab jetzt eben meinen Album, mein Package so und hau das so raus in die ... In die Welt, wenn ich sage ok fuck hat das nicht kommerziell funktioniert.
00:53:59: Wie kann man das jetzt irgendwie anders gestalten?
00:54:01: Vielleicht geht es mit dem zweiten Album in einer ganz anderen Weg so und vielleicht kann man dann dadurch die Leute erreichen.
00:54:11: Und ich weiß, so sollte man nicht denken als Kunstschaffender aber es gibt ja keine Regeln, aber mir ist einfach wichtig das auch ganz ehrlich zu sagen weil... was mir halt irgendwie so Motivation gibt.
00:54:28: Ich weiß dann nicht und ich weiß, falls wir gemeinsam Arena Open Air sind, weiß ich sicher, dass wenn du mich wieder interviewen würdest, denkst du, ah Scheiße!
00:54:41: Warum ist das nicht die Stadtteil?
00:54:42: Warum
00:54:42: ist es die Stadtteile?
00:54:43: oder warum?
00:54:44: Warum haben sie sich ausverkauft?
00:54:47: Aber...
00:54:48: Wir hätten ja noch hundert Dicke zu verkaufen können.
00:54:50: Ja genau,
00:54:51: du sagst so, da waren eh schon so viele Leute, was willst du?
00:54:55: Ja, aber so.
00:54:56: Ist
00:54:56: ja das schon über ein bisschen schwer gefallen dann auch zufrieden zu sein quasi mit dem Erreichten?
00:55:04: Ich glaube mein Wunsch ist einfach diese Arbeit als Kunststoff und dass ich es vollzeit machen kann.
00:55:15: Ich finde es einfach extrem zart, extrem mühsam in einem Café-Haus arbeiten muss Drei Mal, dreimal in der Woche.
00:55:24: Und mich Leute dann drauf ansprechen... Also eh cool dass Leute dann an mich ansprechen im Karriere und sagen Hey!
00:55:30: Hab grad den Single gehört, freut mich mega.
00:55:33: Aber ich würde so gern einfach
00:55:36: jetzt die Zeit nutzen und im Studio sein oder wie auch immer.
00:55:40: Voll voll.
00:55:42: genau deswegen kommen wir so.
00:55:45: Aber es ist total nachvollziehbar.
00:55:47: Ich
00:55:47: finde mich jetzt so so intervies, einfach so interessant von den Leuten die dann irgendwie so... Die schon von ihrer Musik leben und so verträumt, dann sind sie so ja... Ja ich hab das einfach gemacht!
00:55:58: Und dann haben das Freunde von mir an den Anirals geschickt und dann plötzlich...
00:56:04: Ja aber vielleicht ist das jetzt auch notwendig also dass du da quasi... Dass du da durch musst durch dieses Zweifeln und Hadern?
00:56:13: Vielleicht wäre die Musik dann auch nicht dringend, also vielleicht wäre es nicht so trinklich diese Musik
00:56:19: auch.
00:56:20: Wenn man der Album hört, denkt man schon das muss raus in die Welt!
00:56:24: Das ist jetzt nicht irgendwas was irgendwie auf irgendeiner Festplatte versauern könnte.
00:56:30: Also dass sie schon da umgehört zu werden und um live gespielt zu werden.
00:56:34: Aber ich glaube ich bin auch dankbar natürlich auch um auch die andere Seite zu sehen.
00:56:40: Natürlich bin ja auch dankba.
00:56:41: Ich bin jetzt nicht so ein wunderproduzier Kind, der schon mit siebzehn-achtzehn gepusht wird.
00:56:48: Ich glaube das ist schon... Da bin ich schon in einer coolen Position, dass ich einfach Sachen auch realistisch sehe.
00:56:56: und wenn dann der Erfolg vielleicht einschlägt habe ich dann schon das Gefühl okay, das würde ich schon
00:57:01: aushalten.
00:57:01: Du bist gut vorbereitet drauf oder?
00:57:02: Bin gut vorbereitet
00:57:03: genau!
00:57:03: Habe ich
00:57:03: zumindest das Gefühl?
00:57:04: Ja
00:57:05: voll!
00:57:05: Ich glaube eben, dass sich dann so Käsensituatione und dann vielleicht anders angehen würde als wenn jemand von Anfang an erste Single raushaut und einmal wird sie von den Medien überrannt.
00:57:21: Man wird so everybody's darling, da bin ich schon dankbar dass der sich dann auch schon sehr diesen harten Weg gehen muss.
00:57:29: Bist du total reflektiert in dem Ganzen, was deine Karriere betrifft?
00:57:32: Das freut mich sehr.
00:57:33: Also es
00:57:33: wirkt zumindest.
00:57:34: Mir das so?
00:57:35: Ja.
00:57:35: Warst du ein bisschen zu reflektierter, weil du dir dann glaube ich zu viele Gedanken
00:57:39: macht.
00:57:40: Ja, das ist die Konsequenz wenn man nicht davon leben kann.
00:57:44: Bei
00:57:44: unserem ersten Gespräch hast Du das mit der Arena oben eher schon gesagt und ich finde... Also das quasi so dieses Der Wunsch, dass halt zu schaffen auch mit dem Solo-Projekt.
00:57:54: Ja!
00:57:54: Und es ist ja total schön wenn man sowas hat oder?
00:57:58: Also das... und vielleicht dauert das jetzt noch ein paar Jahre kann ja sein aber trotzdem hast du so einen Ziel.
00:58:05: also da kannst du ja drauf hinarbeiten.
00:58:08: ich finde das ja
00:58:10: voll.
00:58:10: Ich glaube natürlich muss man auch vorsichtig sein.
00:58:18: Das Ding ist auch so, weil ich bin gesund.
00:58:23: Ich kann meine Sachen machen.
00:58:26: Ich bin nicht verschuldet oder sowas.
00:58:29: Es ist all fine so quasi und ich glaube was für mich einfach wichtig ist beim zweiten Arbeiten einen Weg zu finden eine gesunden Weg zu finden.
00:58:44: das ist mich künstlerisch so hart erfüllt so.
00:58:52: Im Endeffekt, wenn ich dann von der Musik leben würde es ist auch ein Job wie jeder andere wo es Höhe und Tiefen gibt.
00:59:05: Man weiß nicht wovon einem das Pech bewahrt.
00:59:08: Heißt das immer so schön?
00:59:10: Somit bin ich sehr gespannt.
00:59:13: Aber vielleicht, wie du richtig sagt, vielleicht kommt dann, wenn es so weit ist... ...wenn du wirklich davon leben kannst und keinen Zweitjob mehr brauchst?
00:59:21: Vielleicht gibt's dann so viele andere Probleme, dass du denkst, man hat damals zwei, zwei, sechs und zwanzig.
00:59:27: Das war noch so angenehm.
00:59:29: Ja ja, vor!
00:59:30: Da hab ich so vor mich hingetan, habe meinen Zweitjob gehabt.
00:59:33: Mega mega.
00:59:33: Und jetzt ist alles so mühs.
00:59:35: Es waren alle auch Geld von mir, oh mein Gott Das mache ich mir in der Eigentumswohnung im Ersten.
00:59:43: Das will
00:59:43: eh niemand.
00:59:47: Ganz komisch, Nalüren.
00:59:50: Ich will auch keine Eigentungswohnungen im Erste mitziehen können.
00:59:53: Brauchen wir ja nicht.
00:59:56: Du Mutter vielen Dank für das tolle Gespräch!
00:59:58: Ja und ich wollte auch sagen Philipp danke auch für deine Arbeit.
01:00:01: also... Das finde ich sehr, sehr cool, dass du jedes Mal so an vorderster Stelle bist und verschiedene Musikerinnen und Musiker aus unterschiedlichen Chores.
01:00:13: Und nicht nur das!
01:00:15: Sogar aus dem Filmbereich oder Theaterbereich einladest.
01:00:18: Also ich sehe es mal in Freude den Podcast anzuhören.
01:00:21: Danke schön, das ist total nett.
01:00:22: Vielleicht zum Abschluss noch jemanden wie.
01:00:24: Du hast das früher kurz ansprochen weil's mir gerade noch einfällt?
01:00:27: Ja Wir sitzen ja in diesem... Proberaum bei Las Vegas Records im siebzehnten Bezirk.
01:00:33: Und du probst hier auch?
01:00:35: Ja voll!
01:00:36: Genau, das haben wir
01:00:38: gar nicht gesprochen.
01:00:39: Irgendwie würde mir das noch interessieren.
01:00:42: Ja voll.
01:00:43: also das war lustig weil... Das war sogar bei den etapavelen Zeiten.
01:00:48: Wir haben mit Etapavelern in einem anderen Proben sehr gründigen Keller geprobt in Gesthof.
01:00:56: und dann hat man Schlagzeuger.
01:00:57: wie können Edda Pauli ... der jetzt bei ihr zu ist.
01:01:00: Da sind wir dann, ja... Wir können jetzt im Las Vegas-Proberaum einziehen und dann war ich so... Ich weiß ja nicht ob das so cool ist, so?
01:01:07: Weil ich so bin wie ein Gewöhnheitsmensch.
01:01:09: und dann haben sie sich in die Angeschaut mit dem Proberaums Las Vegas.
01:01:12: Und dann war es so gut ähnliches.
01:01:13: Es ist viel geiler!
01:01:14: Es ist trocken eben.
01:01:15: Jetzt gibt's eine Kaffeemaschine.
01:01:18: Ja und ich glaube hier haben wir eben das erste Album finalisiert mit Ed Pagel noch zum zweiten Mal geschrieben.
01:01:24: Das war hier genau Aber wir haben hier nicht aufgenommen, wir haben geschrieben halt so Genau, und zu dem bin ich
01:01:30: schon länger.
01:01:31: Ja ja, ich bin hier schon seit... ...zweitausendundachzehn glaube ich.
01:01:38: Ja, lange Zeit!
01:01:40: Das ist
01:01:40: ein schöner kreativer Raum.
01:01:42: dann
01:01:42: auch?
01:01:42: Ja extrem cool
01:01:43: mit netten Menschen die hier arbeiten.
01:01:45: Netten Menschen
01:01:46: eben und lebe es gerade gleich.
01:01:47: da kann man immer gleich reden so wie's ausschaut.
01:01:51: Und vielleicht noch einen Shoutout an den Gary oder...?
01:01:54: Der hier auch arbeitet.
01:01:56: Geri, genau Geri und Andreas.
01:01:59: Genau, Andreas Sanchez ist der Labelboss und der Geri ist sein angestellter Kollege, auch mein Buch,
01:02:07: für mich ein Konzertorganisier.
01:02:09: Und er macht total tolle Wienführungen!
01:02:12: Ja voll!
01:02:13: Wo ich schon eine mitgemacht habe.
01:02:15: In wiener Bobkultur-Tour.
01:02:17: Habe ich das richtig gesagt?
01:02:19: Das kann man glaube ich auch einmal erwähnen.
01:02:21: Ja, unbedingt auschecken vor
01:02:25: und... Ich habe eine Führung mitgemacht im Rahmen des Popfestes Wien in dem ersten Bezirk wo die Entstehung des Austro-Pop quasi also von der Zwischennachkriegszeit nach dem Zweiten Weltkrieg quasi bis zu den neunzehnhundertsiebziger Jahren Anfang neunzenundzipziger Jahre und jetzt so die erste Austropop.
01:02:45: Über Austropop haben wir gleich geredet!
01:03:32: Was soll das alles?
01:03:33: Ist eine Produktion von mir, Philipp Dolle.
01:03:36: Folgen gibt es jeden Freitag überall, wo es Podcasts gibt.
01:03:40: Damit ihr keine Folge verpasst folgt dem Podcast auf der Plattform eurer Wahl.
01:03:45: Vielen Dank fürs Zuhören und ich freue mich schon auf kommende Woche!
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