Musiker Ro Bergman: Von Pferden, Bergen und großen Träumen

Shownotes

Ro Bergman ist im Salzburger Lungau mit Pferden und Bergen aufgewachsen. Heute bewegt sich der Musiker zwischen Indie-Rock und Pop, zwischen Stadt und Land. In seinem Debütalbum „Saum“ beschäftigt er sich mit dem Dazwischen, mit Aufbruch, Veränderung und dem Loslassen. In dieser Folge von „Was soll das alles?“ spreche ich mit Ro Bergman über seine Kindheit im Lungau, das Jodeln, seine Leidenschaft fürs Berggehen und die Bedeutung von Heimat. Außerdem geht es um die Entstehung seines neuen Albums, seine musikalischen Ziele und die Frage, wohin die Reise noch gehen soll.

Das Gespräch wurde am 10. September 2026 aufgezeichnet.

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Was soll das alles? Philip Dulle spricht im Podcast mit Künstlerinnen, Musikern und Filmemacherinnen. Die dritte Staffel von “Was soll das alles?” erscheint jeden Freitag auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

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Wer spielt das alles? Die Spotify-Playlist zum Podcast.

Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.

Transkript anzeigen

00:00:00: Ja, ich will halt einfach mit Zuversicht Mut und Leidenschaft das Ding machen.

00:00:08: Da etwas ausser kommt, kommt außer Und wie kann weit gehen wenn ich nicht zu schnell gehe?

00:00:41: Kannst du mich hören?

00:00:43: Kannste jodeln

00:00:46: Ich kann jodlen Aber es klingt schrecklich

00:00:48: Hat gut geklommen.

00:00:50: Also ich hab's mir irgendwie so beigebracht Mit keine Ahnung.

00:00:52: sieben Wirklich?

00:00:54: Ja, das machen wir.

00:00:55: Aber dann bringt es

00:00:56: alles nach... Ne Mach!

00:00:59: Ich lasse jetzt das genug, aber ich mach das natürlich jeden Tag

00:01:09: zum Aufwärmen.

00:01:10: Nein, ich mach's nicht jeden Tag.

00:01:12: Aber ich weiß eigentlich nicht wieso ich's kann.

00:01:14: Keine Ahnung

00:01:15: Wie lernt man das?

00:01:17: Machen

00:01:19: Nachmachen quasi

00:01:20: Autos die zackt Was?

00:01:22: Ich keine Ahnung von mir an.

00:01:23: wie Rudeln können?

00:01:25: Lern man das in den Saal zum

00:01:27: Glück?

00:01:28: Nein.

00:01:29: Also nein, wo das herkommt.

00:01:33: Ich kann melden, kann ich schon auch.

00:01:35: Das muss mal üben und so ähnlich ist es wahrscheinlich mit dem Jodeln.

00:01:39: Hat er das gedacht als siebenjährige?

00:01:43: Ja na sicher.

00:01:45: Kann mich nicht mehr erinnern aber auf jeden Fall irgendwie kann ich halbwegs jodeln.

00:01:51: Aber glaube ich würde jetzt nicht über Täler hinweg Verständigen des Jodels zusammenbringen Ja.

00:01:59: Kommt das Jodeln daher, dass man sich so verständigt?

00:02:02: Da

00:02:02: gibt es mehrere Theorien.

00:02:03: oder warum's geodelt haben?

00:02:05: aus Freude glaube ich oder auch weil sie sich irgendwie was zaubern wollten wie die Post oder Whatsapp heute oder Telegramm.

00:02:15: Vielleicht wollt ihr

00:02:18: da schon als Signal ins All raus schicken

00:02:21: Oder nur irgendwelche Freunde kontaktieren, die vielleicht in der Nähe gewohnt haben

00:02:25: Ihr hätt's am Hund nicht sagen sollen, dass ihr ein bisschen jodelt.

00:02:27: Aber jodeln drehen nur beim Skifahren eigentlich.

00:02:31: Während dem Skifahrern?

00:02:32: Ja!

00:02:34: Das ist gut weil dann halt man hätte Luft an.

00:02:36: zum Beispiel ist es auch gut wenn man pfeift während einem Skifahnen oder summt.

00:02:40: Weil wenn man im Buckelpisten auch befährt und dann heute mit der Luft an länger wie drei Sekunden dann ist das nicht so gut.

00:02:47: Und wenn wir pfeiften muss man dazwischen Luft holen.

00:02:52: Aber macht man das automatisch, wenn man jetzt so ein Buckelpisten fährt?

00:02:54: Ja.

00:02:55: Aber automatisch würden wir quasi die Luft anhalten, weil man sie so anspannt und dann muss man aber schauen, dass man aufs Atmen nicht vergisst.

00:03:03: Sonst übersäuert man jetzt auch schnell.

00:03:06: Also zu einem Pro-Tipp gewesen von jemandem, aber keine Ahnung

00:03:12: mehr.

00:03:12: Das macht man ja auch oder?

00:03:14: Wenn man irgendwie so sportelt und man summt irgendwas vor sich hin vielleicht...

00:03:20: Beim Reiten war es auch so, ich war Früher-Springreiter und beim Parkour-Reiten hat man auch ... Schauen wir jetzt, dass man weiter atmet.

00:03:26: Und dann war Summen auch gut.

00:03:27: Pfeifen nicht so, weil das das Pferd irritiert.

00:03:30: Mhm.

00:03:31: Aber dass man halt quasi im Flow bleibt.

00:03:33: Also Atem ist schon was Zentrales bei einem Sport natürlich.

00:03:38: Und hast du das irgendwie professionell gemacht?

00:03:42: Ja, glaubt schon!

00:03:44: Mhm.

00:03:45: Das heißt, du glaubst schon?

00:03:47: Was ist professionell?

00:03:49: Also hier hab ich sehr viel gemacht.

00:03:52: Ja, also ich könnte jetzt irgendwelche Fakten nennen aber das wäre irgendwie komisch.

00:03:57: Aber ich habe einige Pferde gehabt alle davon geliebt und bin mit denen ziemlich viel herumgefahren.

00:04:04: Und hat er so angefangen?

00:04:06: Der ist halt wirklich angefangen so mit sieben... wie das sieben Schau!

00:04:13: Na das hat mein Familie auch mal zu Haflinger gehabt.

00:04:18: Das haben wir gritten Und dann in Kuchel, da wo ich aufgewachsen bin.

00:04:22: Da war halt eins Komma drei Kilometer davon entfernt, wo ich wohnt hab der Reitsteuer und da...

00:04:28: Eins Komma Drei Kilometer?

00:04:29: Ja weil ich weiß das ganz

00:04:30: genau.

00:04:30: Ich hab's mit Roller Skates probiert.

00:04:32: Ich habe es zu Fuß probiert, laufen probiert mit dem Radl nachgefahren und dann haben wir gewusst wie weit sie ist.

00:04:40: Also ich bin halt jeden Tag gefahren die Strecken

00:04:42: Aber so reiten, da muss man auch fast ein bisschen familiär vorbelastet sein oder?

00:04:47: Gar

00:04:47: nicht.

00:04:47: Bei mir war es eigentlich nicht so.

00:04:49: Also wir haben dann mal, ich glaube weil mein Papa gerne eine Pferd gehabt hat, hat er sich dann einfach zu einem Haflinger gegönnt.

00:04:56: Kornhautreitenkinder und wir sind ja echt oft obig fallen.

00:04:59: aber so sind wir dort durch einen Lungau geritten und ja, war abenteuerlich.

00:05:06: Wir sind zu dritt auf einem Pferddesessen des Kinder und mir wunderts das gar nicht so richtig zerstört hat, weil das war also... und die Pferd waren halt auch echt süß.

00:05:16: Also Mütos, Mira, Max.

00:05:22: Das klingt total schön!

00:05:24: Und das war es ja.

00:05:25: Also sofern man nicht runtergefahren ist, was cool oder sofern der Pferddurchgang nicht, das war's cool.

00:05:30: Ja und im Winter war es für die Pherde anstrengend, weil dann war halt Schnee und dann haben wir schon eigentlich Gewicht verloren.

00:05:37: Wir sind halt in den Wochenende immerhin gefahren und unter der Woche nix gemacht Und am Wochenende war es dann nicht überbetrieb, quasi.

00:05:45: Aber es war schön.

00:05:47: und dann im späteren Kuchel da waren wir bereitsteuern, der berühmte Gerbert Esseln war ein Reitlehrer... ...und dann ist es losgegangen.

00:05:55: und so mit zehn glaube ich bin mir erst das Turnier geritten.

00:05:58: Wow!

00:05:59: Vier Kampf damals.

00:06:01: Das Laufen durch so reiten Springreiten und Schwimmen.

00:06:04: So als Einstieg und dann halt später springt Turniere her.

00:06:09: Wie lange hast du das gemacht?

00:06:11: Ja, ich habe es so ein bisschen auslaufen lassen.

00:06:13: Ich würde sagen bis zum Jahr also schon ewig her und wenn man's halt zu viel gemacht hat wie ich das gemacht hab... Also zum einen haben wir die Pferde bis der Leiter an angefangen oder vor allem wenn die dann soweit fahren zu den Turnieren hin.

00:06:29: und dann reiten wir da seit Turnier und auch mal gewinnt man und meistens verliert man.

00:06:32: und irgendwie war diese Sinn erfüllende nicht mehr gegeben.

00:06:38: Aber ich bin super dankbar, weil ich viel gelernt habe über mich selber.

00:06:42: Du scheiterst schon viel und darum glaube ich bin ja so hartnäckig beim Musik machen also ich geb nicht auf.

00:06:51: Und wenn ich was liebe dann bleibe ich dran und schaue wo Hinz mich führt würde man sagen

00:06:57: Also da gibt es quasi schon Parallellen auch in deinem Leben, im sportlichen Leben.

00:07:04: Ja, vom Sport merkt man schon ... Man ist schon zach.

00:07:08: Man ist niederlagenkompetent.

00:07:10: Nein bin ich nicht.

00:07:11: Aber man verliert oft oder man scheitert eben oft.

00:07:15: und von dem her ja auch vom Berg gehen weiß ich auch dass man sehr weit gehen kann wenn man nicht zu schnell geht Und manchmal muss man der Pause machen oder wieder bergab gehen damit wir den Berg aufgehen können.

00:07:27: Das sind so meine Beobachtungen.

00:07:34: Also am Anfang im Schaffungsprozess hat die größte Freude, das ist für mich auch das Erfüllendste.

00:07:40: Wenn man so im Studio anfängt und dann der erste Skizze in einem Dauermann zusammenschustert ... Und dann hört man sich, obwohl man's eh die ganze Zeit im Studio ankommt beim Hornfahren mit dem Radel oder wie du es immer noch an- und sinkt dazu.

00:07:59: Das ist toll!

00:08:00: Und dann kommt vielleicht so, natürlich kommen Mühseligkeiten auch dazu.

00:08:03: Wie eben so Austexten.

00:08:05: Wir singen irgendwie so Fantasie-Englisch drüber zuerst und das sind ein paar Wörter oder Wortfetzen... ...und die klaube ich dann raus.

00:08:13: und dann sammle ich jetzt zu diesem Thema.

00:08:16: Eben wie bei Skin.

00:08:19: Haut, was ist unter der Haut?

00:08:21: Was versteckt man vielleicht?

00:08:23: Was darf sich noch schälen oder herauskristallisieren?

00:08:26: Was isst man noch?

00:08:27: Was ist man nicht mehr?

00:08:29: Was kann man nur werden?

00:08:31: Ja.

00:08:34: Und du veröffentlicht jetzt dein Debütalbum, obwohl du eigentlich schon relativ lange Musik auch veröffentlichst.

00:08:43: Warum hat das so lang... also blöde Frage aber warum hat es so lange gedauert?

00:08:47: oder warum hast du dir so viel Zeit gegönnt quasi?

00:08:50: Für mich war davor dieses Maß einer EP, also der Hälfte von einer LP sehr cool.

00:08:57: Es waren ja immer so vier fünf Songs ist innerhalb recht kompakter Zeit entstanden und dann haben wir einfach gedacht, die Piece ist ein cooles Format für mich.

00:09:09: Und dann habe ich mir gedacht jetzt wäre es um mal an der Zeit der Album zu machen und dann war es eine Zeit der album zu machen.

00:09:15: Es hat schon zweieinhalb Jahre gedauert und es waren so fünfundzwanzig, dreißig Skizzen und zehn davon sind in wirklich ausformulierte Songformen jetzt am Album.

00:09:28: Falls dir grundsätzlich leichter mal mit einem Song zu starten, also mit deinem Song eine Skizze zu machen wie du sagst und dann das ausformulieren ist dann quasi eher dass es ein bisschen mühsam wird vielleicht auch oder wusst ihr dann vielleicht gar nicht mehr so frei das auszuformuliert?

00:09:44: Ja das eine ist halt so wie wenn man verliebt ist und das andere ist halt dann die Liebe.

00:09:51: Da muss man mehr Arbeit reinstecken.

00:09:52: Aber das

00:09:53: ist so hart, aber mehr Leidenschaft oder mehr Commitment vielleicht immer haben.

00:09:57: und ja der Anfang ist meistens sehr zauberhaft und dann gehen die Songs unterschiedlich schnell.

00:10:03: Manche gehen schnell wenn man wirklich intensiv und sehr akut was spürt, was gerne erzählt werden möchte und manchmal ist man nur so ein bisschen auf der Suche was es denn sein soll, was das Song erzählen

00:10:16: soll.

00:10:18: Du hast gesagt, vor zweieinhalb Jahren hat quasi dieser Albumprozess angefangen.

00:10:22: Was war für dich so das Ausschlaggebende?

00:10:25: Um zu sagen okay, das möcht ihr jetzt machen?

00:10:27: Ja ich war da vorne auf Tour und dann bin ich eben von Tirol nach Wien gezogen.

00:10:34: Dann habe ich so eine Musikwirtschafts-Lärgung beim Hannes Schürz und Paulina und... Und so gemacht.

00:10:42: und ja und dann machte ich es an der Zeit ein Album zu machen.

00:10:46: Die Zeit war reif!

00:10:47: Und es war einiges zu erzählen da.

00:10:50: Und dann wird eben so diesen Unterschied zwischen Land und Stadt, weil zum Teil auch noch in Berlin ... Ein Song ist in Zizilien entstanden bzw.

00:10:59: finalisiert worden.

00:11:04: Das war die Frage.

00:11:05: oder was war nochmal die

00:11:06: Frage?

00:11:06: Ja, wieso?

00:11:06: quasi der, das so losgegangen ist mit Saum.

00:11:11: Schöner Titel!

00:11:13: Ja, finde ich ja... Was

00:11:17: bedeutet Zaum für dich?

00:11:18: Ja, Übergang, Grenzlinie an der Zwischenkante anfangen Ende.

00:11:26: Und ich stelle mir das dann auf zu fassen in so diesen Bergzone gibt es saumlandschaften Bäume, wo der Wald übergeht, wo nur mehr Buschen sind und wo da nur mehr Gras ist oder nur mehr Fels ist.

00:11:41: Es sind immer diese Zonen.

00:11:46: Wenn du jetzt quasi ... Jetzt sitzt man ja hier, muss das kurz beschreiben.

00:11:50: In einer Galerie im siebten Wiener Bezirk.

00:11:54: Im Kellern-Reise?

00:11:57: Inside Out Gallery!

00:11:59: Was passiert da jetzt?

00:12:00: Ich bin da ja so reingeplatzt jetzt während Vorbereitungen laufen.

00:12:05: Ja heute Abend ist so der Pre-Album Release Gallery Event Konzert happening.

00:12:14: Ja, das wird ungefähr da passieren.

00:12:17: Ich spüre ein paar Songs live, Strip Down und mir das Album kommt zur Welt.

00:12:22: Und ja wir haben uns gedacht weil es doch immer so eine gewisse Zeit war und auch mehrere Singles geben hat und dann gibt's im diverses Artwork auf Videos.

00:12:33: Das zeigt man heute, stellen wir da aus!

00:12:38: Dann gibt's nur die Videopremiere von First Cut City Love.

00:12:42: Und ja, ich wollte gerne so diese Welt von Saum irgendwo darstellen.

00:12:49: Also das Visuelle quasi ist ja auch extrem wichtig...

00:12:54: Was gehört dazu?

00:12:56: Es gehört dazu aber ich finde wir haben immer Fotoshooting gemacht im Lungau wo es ganz gut gelungen ist diesen Kontrast zwischen Stadt und Land und alt und neu irgendwo zu zeigen und dann macht okay was mache für ein Album Release Ding Und dann macht das wäre cool, eben so mehrere Versetten von diesem ganzen Schaffungsprozess zu zeigen.

00:13:20: Wie fühlt sich das jetzt an?

00:13:21: quasi für dich?

00:13:22: Weil das Album erscheint jetzt wo wir aufnehmen ja am Freitag, also am Tag danach.

00:13:27: Wir zeichnen am zehnten September auf, am elften September erscheinendes Album.

00:13:32: Das ist vor der interessante Frage weil ich denke selber darüber nach es ist dann in diesen Phasen wo sie alles zusammen spitzt wirklich so viel was passiert, dass die Wahrnehmung dafür auch irgendwie begrenzt ist.

00:13:47: Weil es so viel passiert und ... Ich versuch mir in manchen Momenten dann schon ein Bewusst rauszunehmen zu überlegen, wow das passiert jetzt.

00:13:55: Das ist mein Debütalbum also ... Wow!

00:14:00: Und dann passiert wieder so viel.

00:14:03: Es ist freudig und es ist ... Es ist schon cool.

00:14:08: Ja, es ist zur Ende von diesem Album und vom ganzen Prozess.

00:14:14: Und wirken und schaffen... Also es ist so zwischen fremdvoll und irgendwie sehr emotionalisiert und dann auch wirklich viel zu tun und eben am Versuchen wahrzunehmen was das bedeutet.

00:14:30: Es uns duscht es vorbei!

00:14:32: Also das auch zu genießen auf eine Art und nicht...

00:14:35: Ja, das ist sowieso ein Konzert.

00:14:36: Das bei mir auch so, da denkt man sich ja genießt es.

00:14:38: Und davor sterbe ich fast, weil ich's so aufgeregt bin tatsächlich!

00:14:42: Und dann ja genieße es und ja danke schaffe ich mir halt, ich bin wie stirbkleid.

00:14:46: Und dann so noch in der ersten zweiten Song gehts dann irgendwie... Es hat natürlich auch mit Routine zu tun, ob ihr oft mal manche Lieder dann schon gespielt habt oder wie viel noch schiefgehen kann mehr oder weniger?

00:14:58: Ist das so ein Prozess, wo du noch so mittendrin steckst?

00:15:01: Dass auch mehr genießen zu können vielleicht dann auch in weiterer Folge.

00:15:05: Das

00:15:05: ist nicht immer gleich und es finde ich ja voll schön dass das nicht immer Gleiches.

00:15:10: Man trachtet natürlich oder das menschliche Gehirn tracht jetzt vielleicht noch so.

00:15:15: Standardisierungen oder Dinge die gewohnt sind mag uns erhehren Und zu viel Veränderung mag unser Hirn dann wiederum näht und ich finde aber Gott das Spannende passiert da wo im veränderungen passieren.

00:15:25: Veränderungen passiert immer Und ich bin von meinem Typus her auch so, dass ich mir dann denke, war es gerade nicht für viele Veränderungen in der Bock mehr ist.

00:15:36: Wenn ich es fühle, okay, ich kann gut mit Veränderung umgehen und dann fühle ich mich

00:15:41: also

00:15:42: ganz gut finanziell.

00:15:43: Und wenn ich so merkbar Veränderungsgegger gar nicht, dann merke das halt ... Dann muss man sich selber wieder ein bisschen einen Schuss bringen.

00:15:52: Dabei wirkst du so von außen betrachtet oder wenn man sich auch Interviews mit dir durchlässt, deine Biografie ein bisschen studiert.

00:15:59: Wirkt das ja eh so als würdest du dir immer wieder diese Herausforderungen selber schaffen?

00:16:03: Also du bist jetzt niemand der nur an einem Flecken irgendwie verharrt und sich quasi in so einer Sicherheit wiegen will.

00:16:11: Sondern du suchst schon die Herausforderungen, habe ich das gefühlt?

00:16:14: Ja, wenn du das so sagst, Leil!

00:16:17: Ich glaub schon... Aber das stresst mir nicht mehr.

00:16:21: Ich würde schon weiterkommen und will mich herausfordern, aber immer ist es auch nicht so easy.

00:16:34: Wie bist du überhaupt zu Musik kommen?

00:16:38: oder wie lang verfolgst du das?

00:16:41: Ja meine Eltern haben immer musiziert und dann haben wir als Kinder ein bisschen mitgesungen.

00:16:50: Keiner konnte den Text von den englischen Liedern, das war aber wurscht.

00:16:54: Und es war immer sehr laut und inbrünstig ... Ja, dann war das irgendwie wie ein Teenager war, Musik war so wesentlich wichtig.

00:17:02: Ich hab wirklich das Glück gehabt da in meiner Schulklasse, den Dino Spilottini zu haben der unglaublich begabt war mit zwölf oder dreizehn, vierzehnt schon.

00:17:12: Der Text hat uns so Angst geschrieben wo ich mir dachte wow was geht?

00:17:15: Man macht das schaffe nie!

00:17:17: Und ich habe da noch so eine knappenhafte Stimme gehabt und war dann irgendwie sehr ... noch nicht ganz on top.

00:17:24: Ich war noch jetzt um ein Peakzeit im stimmlichen Kontext, sportlich hat es gut hingekaut, aber stimmlich nicht so.

00:17:33: Ja, und dann haben wir da Band gehabt und haben wirklich schon erste Konzerte gespielt.

00:17:37: und wenn man das dann irgendwie mal gespürt hat was das bedeutet?

00:17:42: Ich weiß nicht mehr, ob wir am Schulball gespült werden durften Dreizehn, glaube ich.

00:17:45: Oder vierzehn im Schulball sein, wo wir an den ersten mit fünfzehn hinderften, weil wir da gespürt haben und die siebten Klassen im Gymnasium uns gefragt ob wir spüren wollen.

00:17:55: und dann haben wir jetzt so einen klassen Raum halt unsere Lehre zum Besten geben und alles hat Auszug und es war irgendwas zwischen überfordern und Sauwitzsehkeit.

00:18:06: Aber das waren eigene Lieder schon?

00:18:08: Ja!

00:18:08: Also keine Cover-Version oder was?

00:18:10: Nein also

00:18:10: vielleicht auch mal A-Cover Portis Head, Glory Box.

00:18:17: Ich weiß gar nicht mehr.

00:18:20: Das haben wir mal gespielt irgendwann.

00:18:23: Ja und dann habe ich halt so gute erste Lieder geschrieben?

00:18:29: Not!

00:18:31: Mit der Band noch oder Solo quasi schon?

00:18:36: Sowohl als auch.

00:18:36: aber da war die auf jeden Fall der Hauptsongwriter und dann hab ich das halt immer weiter gemacht Und am Anfang findet man sich natürlich, also ich habe mich immer grässlich gefunden.

00:18:48: Aber dann ist es glaube ich wichtiger zu lernen dass das nicht so tragisch ist.

00:18:51: Also einfach mal machen und schauen was passiert.

00:18:53: Das hat aber für mich Ewigkeiten gedauert.

00:18:56: Sich selbst überwinden und seine Zweifel oder Ängste oder Unsicherheiten.

00:19:02: Und dann irgendwann checkt man das vielleicht genau da die Kernzone liegt, die eigene Vulnerabilität.

00:19:11: Da wird's halt spannend!

00:19:13: Aber du warst gar nicht in so einem jugendlichen Überschwang sogar so begeistert von dir oder so?

00:19:18: Nein.

00:19:20: Überhaupt

00:19:20: nicht,

00:19:22: nein!

00:19:22: Aber es ist trotzdem interessant dass du trotzdem weitergemacht hast... Ja das ist

00:19:26: wirklich interessant.

00:19:27: ...da nicht irgendwie selbst entmutigt danach irgendwie hast.

00:19:31: Nein und das habe ich mir auch schon echt gefragt warum eigentlich weiter gemacht haben?

00:19:34: weil unser Band war noch vorbei so mit siebzehn und ein halb oder Ja, halt wo die Schuhe aus

00:19:41: war.

00:19:41: Die hat die keins in die Band.

00:19:42: Das darf ich nicht sagen... Gibt's das Gesicht?

00:19:47: Habt

00:19:47: ihr da irgendeine Abmachung

00:19:49: vielleicht?

00:19:52: Ich hab einfach weitergemacht weil es mir zahlt hat.

00:19:55: Also ich habe dann auch nicht zu viel überlegt oder ich hab bei der Amphucht das weiter gemacht und irgendwann hatte ich Glück gehabt dass auf einen Fall der technisch guten Band war und ich war eben so autotetakter Jodler also wie beim Jodeln halt Und überhaupt geglaubt, ich schreibe halt Lira.

00:20:10: und dann waren die so, da ist der Mutter dem Studenten.

00:20:12: Supertypen Baccio, Rado Matthias... ...und an der Joe aus Amerika.

00:20:18: Da haben wir dann eine Band gehabt und den Namen nervier ich auch nicht sagen.

00:20:27: Dann hat mich das schon akkultiviert nochmal.

00:20:30: Ich habe einfach auch ein geliebtes Song zu schreiben.

00:20:32: Es ist so!

00:20:36: Was für ein Jahr sprechen wir dazu?

00:20:39: Keine Ahnung, zweitausend irgendwas.

00:20:44: Ja, vor Christus.

00:20:47: Fast!

00:20:51: Und wie hat das geklungen?

00:20:53: War das auch schon so?

00:20:54: Alternative

00:20:55: Rock

00:20:56: in diese Richtung?

00:20:59: Der Rado war extrem golder Drama zum Beispiel aber er war halt immer Queen Rolly, listen to Queen.

00:21:07: Und die sagen ja, ich kenne eh schon alles und dem an Freddie Mercury, wer will so singen wie der Freddie Mercury schafft?

00:21:11: Also ihr habt Snake schafft und dann so singe like Freddie Mercury!

00:21:15: So ein bisschen harte Nummer schaffe ich nicht.

00:21:23: Ja und irgendwann haben sie gesagt hey have you heard of Radiohead?

00:21:26: Ah cool, das ist schon einige Maßen lang.

00:21:29: jetzt so gut und dann ja Radiohead.

00:21:34: Also

00:21:35: lauter leichte Sachen.

00:21:37: Immer das ganz bekömmliche und vor allem leicht

00:21:41: zu übertreffen.

00:21:43: Ja, ist auch witzig!

00:21:46: Also es war so zwischen Queen und Radiohead?

00:21:49: Nein, also Queen ist natürlich toll aber es war jetzt nicht so mein Musik.

00:21:57: Was hast du gern gehört

00:21:59: damals?

00:21:59: Für mich war Kurt Cobain heute Gott oder was denn noch.

00:22:03: Dev-Drones haben wir erzählt Smashing Pumpkins, super Songwriting von dem.

00:22:11: So lustig dass die Deftons jetzt wieder so groß sind oder?

00:22:14: Ja,

00:22:14: Wahnsinn, ja.

00:22:16: Die werden auch gesehen als Teenager.

00:22:18: Die Defton sind so groß und das gibt mir Hoffnung!

00:22:25: Wo willst du hin mit der Musik?

00:22:26: Hast du da so ein Gefühl dafür?

00:22:28: Weil du sagst es gibt auch Hoffnung?

00:22:32: Oder Hoffnungen in welcher Hinsicht?

00:22:35: Ich will halt einfach mit Zuversicht... Und Mut und Leidenschaft das Ding machen, dass was ausser kommt, kommt außer.

00:22:50: Wie kann weit gehen wenn ich nicht so schnell gehe?

00:22:53: Wie beim Wandern!

00:22:54: Ja also da war mein Peruso-Höhlenberg steigen und mit so einem brutal finden Typen Philipp Feldbacher aus dem Niederösterreich und dann sind wir da halt auf so... Bergaufregreit.

00:23:08: Da hab ich gemerkt, wenn du auf dem hohen Bergaufweg gehst dann gehst du langsam weg weil du weißt du gehst immer so lange und wenn du schneller weggehst dann bist du ja nach drei Stunden oder zwei Stunden fertig.

00:23:19: Das habe ich übrigens auch ein paar Mal gehabt.

00:23:22: Und dann merkt man muss in seinem Rhythmus gehen, denn da kann man weit und lang gehen um eine Berganalogie mit ins Spiel zu bringen.

00:23:35: Es sind die großen Leidenschaften quasi, die bei dir immer wieder aufschlagen.

00:23:40: Hm, ja... Ja ein Berg ist eine Zeichaufwärme, aber es ist auch gut wenn man dann oben so weit schauen kann und ich fühle mich irgendwie sicherer an einem Platz, wenn ich da irgendwo auf dem Berg oben war, dann habe ich das Gefühl, dass ich mir von oben abgeschaut habe.

00:23:55: Und ja, ich will jetzt auch nicht sagen, dass es so viel wie früher bei Gott nicht.

00:24:01: Aber hin und wieder überfordere ich mich.

00:24:03: dann schaue und hau mich irgendwo auf.

00:24:06: Und dann wieder AW.

00:24:06: Auf wie geht es ja noch besser runter?

00:24:09: Wenn man auf einem hohen Berg langen AW geht, wow!

00:24:13: Gibt's einen Trick dafür?

00:24:15: Ja, bin ich am Austesten.

00:24:17: Ich habe die kleinere Schrittlänge, Stöcke und Tempo verringern.

00:24:24: Dann dauert das nicht ewig.

00:24:25: aber mein super Trick ist... Wie sagen wir?

00:24:29: Pam, pam, pam oder zack, zack.

00:24:36: Da darf man dann keiner sagen, weil es ziemlich idiotisch wirkt.

00:24:40: Aber der Trick funktioniert manchmal und hin und wieder summe ich da nach irgendwas aber dann bin ich dann schon ein bisschen geistig umnachtet.

00:24:50: Ich fand dieses Bild so schön quasi dass man auf den Berg einmal rauf geht um runter zu schauen um sich quasi Ein Bild von der Welt oder einen Überblick zu machen.

00:25:00: ist das auch um dich sicherer zu fühlen an dem Ort wo du gerade bist?

00:25:06: Also das hat für mich so gezwungen.

00:25:07: Ja

00:25:08: gut beobachtet, ja vielleicht um einen Überblick zu haben und zu schauen wo man ist eigentlich.

00:25:16: Und dann stellt man fest wie wenig man kennt.

00:25:20: Obwohl wir da schon was nicht... Man kann fünfmal vom Berg rauf gehen und wird immer wieder etwas Neues entdecken wenn man offen ist.

00:25:29: Wie man wahrscheinlich als Mensch dazu tendiert dann auch auf dieselben Wege zu gehen oder nicht einmal irgendein anderem Weg zu gehen?

00:25:37: Das fällt von mir ziemlich auf, wenn ich so ...

00:25:40: Bekannte Wege geht man dann.

00:25:42: Dann hab ich eine Phase gehabt, da ist es gut, einen eigenen Weg zu gehen.

00:25:45: Geht ein eigenes Weg und kommt aber schnell hin, wo wir nicht mehr so gut waren.

00:25:50: Da haben sie gesagt, die Autobahn ist doch angenehmer.

00:25:54: Die sind wieder mit dem Status zusammen, wie fit man sich fühlt, wie stark man Mentalität gerade ist.

00:26:01: Aber nur aufpiece, das hat's auch bei dir.

00:26:03: Mhm.

00:26:04: Ja.

00:26:05: Und du wohnst jetzt aber wieder in Salzburg, oder?

00:26:08: Ich bin im Lungau.

00:26:09: Das ist im Süden von Salzburg.

00:26:12: Da ist Coit, aber schön!

00:26:15: Es ist so...

00:26:17: Ist das mehr deins?

00:26:19: Also du bist aus Wien komplett wieder weg, oder...?

00:26:22: Ja dann war ich eh zu Araib ja.

00:26:25: Das reicht.

00:26:30: Also wie in... also ich bin ja neugierig und ich finde dass schon da so eine gewisse Wenn zu viel Erlebnis Armut herrscht, in dem wenn man Songs schreibt oder so und wenn man zu gemütlich ist dann was haben wir da nicht zu hören?

00:26:50: Über neugierig wie sich die Stadt anfühlt.

00:26:53: Und jetzt bin ich neugerig wie sie es im Lunge anfühlen.

00:27:00: Mehr kann ich gerade noch nicht sagen weil du nicht mehr kapiert habt!

00:27:06: Aber das heißt du brauchst aber dann doch beides, oder?

00:27:09: Also diese Überforderungen vielleicht in einer Großstadt wo so viel auf einen einprasselt.

00:27:13: Aber dann auch wieder eher die Ruhe und das Zurückgezogene.

00:27:17: Ja im Kontrast dass man die Ruhr hat und wenn es dann zu lang zurück ist dann kann man auch zu weit zu tief in sich selbst hineinschauen und sich zuviel um sich selbst drehen und dann sagen ein paar externe Reizei ganz gut in Form von einer Stadt.

00:27:30: und ja ich würde jetzt aber nicht sagen dass ich rastlos bin

00:27:38: Wie kannst du kreativ sein?

00:27:40: Wenn du jetzt denkst, ich würde jetzt gern ein Thema verarbeiten in einem Song.

00:27:45: Brauchst du da was brauchst du dann?

00:27:49: Also da gibt es kein so Rezept oder kann.

00:27:54: das kann nirgends passieren.

00:27:55: also manchmal beim Aufwachen.

00:27:58: Ich habe nicht mehr schlafen, manchmal die Gitarre und dann spür halt irgendwas wo ich noch gar nicht so wach bin und der Vormest ist ja irgendwie so Anfang von dem Song Und dann, wenn man glaubt, dass das irgendwer kauft hat nachdem er so ein paar Mal wiederholt hat, seit irgendwie dem Verlauf der Zeit und dann geht mein Studium damit und fängt es an zu produzieren.

00:28:17: Dann auszuproduzieren und dann haben wir irgendwann erliert.

00:28:22: Da gibt's verschiedene Phasen finde ich.

00:28:25: Also ist alles allow, probiere es einfach und dann halt so wirklich schon konzentriert sich in aller Ruhe hinzusetzen und beispielsweise den Text dann fertig zu machen.

00:28:36: Und da bin ich, was nicht eher so das in der Fuhr mal hierhin halbwegs funktioniert.

00:28:42: Aber dass diese Zufälligkeiten und diese ... Was nicht woher Wörter kommen, das ist dann immer oder vielleicht auch schon wenn man müde ist beim Fahren oder beim Berg gehen weiß ich nicht.

00:28:54: Wenn es zu anstrengend ist, dann ist mal hier ein ... Da braucht der Körper mehr für den Körper als fürs Hirn.

00:29:00: So geht er nicht viel.

00:29:04: Ist es so ein Trick sich die Gitarre dann gleich nehmen ins Bett zu legen, damit man nicht mit irgendwas anderen abgelenkt ist?

00:29:12: Ja, war sie nett.

00:29:13: Oder schlafst du mit der Gitarren in der Hand ein?

00:29:16: Das ist ja gut!

00:29:16: Der Punkt für mich waren oft andere Orte gut.

00:29:20: Andere Orte werden klingende Räume anders und natürlich verschiedene Tunings bei der Gittare weil man manchmal zu faul bilden, mir die alle einigzuziehen.

00:29:29: Weil diese typische Stimmung, die man heute schon hat ... ja, die kennt man irgendwie und dann sind sie eben so diese Andersartigkeiten, die einen wieder eine gewisse Schärfe geben.

00:29:40: oder ja, eine Inspiration vielleicht?

00:29:43: Und da gibt es eh diese Geschichte vom Chris Noboselec, wo der gesagt hat immer wenn er wohin kommen ist in einer neuen Stadt zum Gitarrenladen und er schaut was für left hander Gitarre geht und ich glaub das um Kurt Cobain an ihm mitbringt weil er eine neue Gitarre hat, dann hat er gleich mal zehn oder zwanzig ein Lieder geschrieben.

00:30:01: Und das ist echt oft manchmal neuer Gitarrerhüfter ... Oder ich bin zwar massiv nicht guter Klavierspieler, aber Klavier-Hüft.

00:30:12: Setzt du dich auch ans Klavier?

00:30:13: Ja, ja.

00:30:16: Einfach einmal an Neun Impulse zu

00:30:19: drehen... Genau!

00:30:21: Wenn wir Maxiane selber so wiederholen und ihm den gleichen Song schreiben.

00:30:26: Aber ist dieses Song schreiben, ist das dann irgendwas was dich so... wo du jetzt wirklich ein inneres Bedürfnis hast Themen zu verarbeiten zum Beispiel?

00:30:39: Oder ist es also wo du denkst okay jetzt habe ich irgendwie eine wage Idee oder ich möchte mal irgendetwas von der Seele schreiben.

00:30:48: Oder ist etwas was ganz natürlich einfach so in deinem Alltag ist und manchmal entsteht was draußen man halt nicht?

00:30:55: Ich bin da eher bei zweiterem Jahr.

00:30:58: Ich denke jetzt nicht so, okay das ist mein Thema und dann schreibe ich darüber später vielleicht aber in diesem Schaffungsprozess am Anfang ganz am Anfang auch.

00:31:07: Ich möchte, dass es natürlich entsteht.

00:31:10: Dann zwingen du mich schon zum Ausdachs oder das Ding fertig zu machen.

00:31:14: Aber im Anfang ist nicht viel zwingender Ball.

00:31:18: Obwohl ihr habt ... Promoto-Auto-Technik probiert, dass man eben ... Sie sagt okay ich habe jetzt nur fünf Minuten und schreibe jetzt ein Song oder zumindest einen Anfang von einem Song.

00:31:27: Okay!

00:31:27: Das ist finde ich ganz cool.

00:31:29: Habe ich dreimal gemacht.

00:31:30: Funktioniert sowas?

00:31:34: Wir hängen von der Konsequenz ab.

00:31:36: Aber ja es funktioniert besser als moment.

00:31:38: Weil früher eben so mein Anspruch immer, dass ich was schreiber, was jetzt so wertvoll ist... Und so gut und so und das gelegentlich gescheitert.

00:31:46: also und mit dem Nehmt man sich halt so mit diesen fünf Minuten Trick, nehmt mal den Stress, dass das jetzt zu gut sein muss oder so.

00:31:53: Machen wir es einfach!

00:31:56: Ja

00:31:56: und das hilft dann wahrscheinlich schon weiter wenn sowas Kleines entsteht aus dem vielleicht eh nie was wird?

00:32:01: aber

00:32:01: ja

00:32:02: Man hat vielleicht irgendwas Kleines erschaffen Und dann geht das andere wieder leichter weiter oder?

00:32:08: Kann ich mir so zumindest so vorstellen?

00:32:10: Ja

00:32:11: Voll!

00:32:12: Arbeitest du da alleine?

00:32:14: Am

00:32:14: Anfang schon, ja.

00:32:16: Oder wir haben dieses Mal Vincent Eder, möchte erwähnen, Vierker Studio Hofmüllgasse.

00:32:22: Er mit MRW schon echt viel Songs geschrieben.

00:32:25: jetzt für das Album und da war manchmal mehr davon mir schon aber ich wollte nicht so in diesem... Ich wollte gerne mit Groove auch zum Teil anfangen und dann haben wir gesagt okay vielleicht fangen wir heute mal mit Groov an und dann habe ich irgendwelche Akkorde gehabt dafür.

00:32:43: Ich wollte nicht immer den gleichen Zugang wählen von dem, wie man Song schreibt.

00:32:48: Und ... Punkt!

00:32:53: Du hast ganz früher gesagt, dass du so fünf, dreißig, fünf und dreißige Songs skitzen quasi gehabt hast und da sind.

00:33:01: dann ist das Album entstanden.

00:33:05: Fällt dir das dann leicht die anderen einmal irgendwie auf die Seite zu schieben?

00:33:11: passt jetzt gerade nicht, oder?

00:33:13: das kann ich jetzt gar nicht weiter verfolgen und ich konzentriere mich lieber auf die zehn- oder zwölf.

00:33:18: Und ... weißt du was ich meine?

00:33:20: Ja weiß

00:33:21: ich, also die klassische Antwort wäre es ist eine Katastrophe weil ich weiß nicht wo ich mich weitermachen sollte und so.

00:33:30: aber tatsächlich ist es mir ganz gut gegangen dieses Mal.

00:33:35: Also ich habe da echt versucht meinem Gefühl zu vertrauen Und sicher hat es dort da gewisse Diskrepanz gegeben, dass man sagt okay, ich möchte gerne den Song fertig machen.

00:33:45: Aber eigentlich stellen sich die Songs dann selber so ein bisschen auf wenn man seinen Impuls traut und von dem her ja hier ein bisschen umgeschissen mit der Texte aber die Lieder waren schon auch da.

00:33:58: Fällt dir das grundsätzlich leichter?

00:34:00: Die

00:34:02: Lieder zu schreiben also die Texte

00:34:05: vielleicht...

00:34:06: Oder bist du zu anspruchsvoll?

00:34:07: Dann vielleicht auch bei den Texten.

00:34:09: Ja, ich schreibe dann so vierzig-fünfzig Seiten Klumpat und da nehme ich mich raus und dann tu' ich immer dumm und dann find's immer noch kacke.

00:34:18: Und dann nehmt man so, ist alles nicht so schlimm.

00:34:21: Ist doch...

00:34:21: Aber hart hast Du das schon irgendwie damit?

00:34:24: Definitiv!

00:34:25: Mhm.

00:34:26: Aber ja, ich versuch mir auch nicht so ernst zu nehmen.

00:34:31: Aber weil du deinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden kannst

00:34:35: oder... Ja, ja.

00:34:36: Vorher.

00:34:39: Ja.

00:34:41: Aber fällt es dir dann schwer so ein Song abzuschließen und zu sagen okay jetzt reicht's aber jetzt?

00:34:47: Vom Herzen her ja auch!

00:34:48: Und vom Hirn her sage ich mir da nichts, das ist genug.

00:34:52: Und eben auch schon schauen okay passt das jetzt oder nicht?

00:34:55: und irgendwann ist es halt auch nur klar, ich hätte noch ein paar Sachen zu verändern gehabt oder noch ... drei Männern anlaufen nehmen können, für ein bestimmtes Warum.

00:35:03: Und manche sind da überbleben und dann muss man einen neuen Anlauf nehmen oder man macht was ganz Neues.

00:35:09: Aber vielleicht ist es ja schön weil jetzt so das Album erscheint und jetzt kannst du's ja nicht mehr... Jetzt ist er so wie es ist und das vielleicht auch so zu sehen als als Momentaufnahme oder auch?

00:35:20: Das ist halt ein gewisser Zeitraum deines Lebens spiegelt dieses Album wieder.

00:35:25: Und so wie das Leben halt ist mit den positiven Seiten und vielleicht auch mit kleinen Fehlern oder Sachen, die nur dir auffallen.

00:35:32: Die du vielleicht jetzt schon ändern würdest?

00:35:34: So gut dass du das sagst weil ich hab da ein Zeital braucht, dass ich das kapiert habe.

00:35:39: Es ist nicht jeder Song immer jetzt dein letzter Song es muss nicht jeder song alles machen oder die ja genau.

00:35:47: also dann kann man sich selbst schon ein bisschen den Druck.

00:35:51: Ich muss sagen, okay das ist jetzt diese Phase dieser Zyklus und innerhalb dieses Zyklos hat man eben so geklungen.

00:35:59: Und das war das Thema für Arn und ja dann kam auch ein bisschen die Macht der Beurteilung wenn wir es jetzt hochgestochen sagen möchte bei sich lassen und sagen ok ich finde den Song jetzt gut und wenn er nur für eine bestimmte Zeit ist dann war's der Song und immer hat er mal gut gefunden.

00:36:16: Dann kommt aber vielleicht ein neuer Song wieder.

00:36:18: Und ja, es ist eine Entwicklung.

00:36:20: Ich versuche mich nicht selber zu blockieren.

00:36:24: Das habe ich nämlich lange genug getan.

00:36:27: Die selber zu Blockieren?

00:36:28: Ja.

00:36:29: Inwiefern?

00:36:30: Zu hoher Ansprüche.

00:36:33: und die blockieren dann schon.

00:36:35: D.h.,

00:36:36: es gibt viele Songs oder Skizzen, die nie erschienen sind.

00:36:41: Gibt's auch ein paar!

00:36:45: Wie hast du das da rausgeschafft?

00:36:47: Weil es kann ja passieren, wenn man es gibt.

00:36:48: Ich bin müde geworden und hab gemerkt, dass er nicht vertragisch ist.

00:36:52: Sich selber nicht so ernst zu nehmen oder so wichtig zu nehmen...

00:36:56: Ja ich glaub die Unsicherheit von früher ist jetzt nimmer so da.

00:37:00: Also bin natürlich auch unsicher und sind sensitiv.

00:37:05: aber halt ihr nehmt's nicht so...ja ich weiß auch nicht was ich da für einen Schmäh habe.

00:37:08: Keine Ahnung!

00:37:09: Ich versuch mir einfach nie mehr dafür zu scheißen Weil das Leben nicht unendlich ist, so zu Tode gefürchtet ist auch für nichts.

00:37:19: Und was soll denn schon passieren?

00:37:25: Das stimmt ja total.

00:37:27: Es muss man wirklich ein Prozess anzuerkennen und sagen ich will das jetzt machen und es muss nicht perfekt sein.

00:37:39: Ich bin da seit langem immer nach Amerika fliegen dürfen müssen Weil ... weil ich da irgendwie einen Beruf gehabt hab.

00:37:48: Und dann hab ich gemerkt, wie die Amerikaner halt zu ticken.

00:37:52: und dann habe ich so öfter Open Mic-Stages bespielt.

00:37:57: Ich bin immer hingang mit dem größten Anspruch und hab mir gesagt, ah!

00:38:01: Dann hab ich merkt, okay, da geht wer auf die Bühne findet sich selber superspültig an sein A-Aquad und singt irgendein Text, der gar kein Text ist.

00:38:09: Mit dieser ... ja, ich weiß gar nicht, wie das nennen soll.

00:38:12: Ich muss sagen, es war's nicht so tragisch.

00:38:14: Und das ist finde ich auch die Konstinkt, wie zu erkennen.

00:38:18: Das Schlechtes hier denkt bei jeder und für's Gute braucht es ein bisschen Fantasie, glaube ich, dass Gerome xungen.

00:38:22: Und so kann man sich selber auch in des Stündkels der Licht stellen.

00:38:30: oder man sagt hey, ich versuche etwas heller zu sein und mir selber mehr Chancen zu geben.

00:38:35: und von dem her war das schon vielleicht so ein Mindset Change.

00:38:42: Und dann habe ich gesehen, da gibt es ja Leute, die sind unfassbar gut bei so Open-Mike-Dinger.

00:38:48: Aber zum ersten Mal dachte ich mir, das geht schon, just do your thing!

00:38:56: Alle fangen irgendwo an oder?

00:38:57: Ja

00:38:58: genau und niemand

00:38:59: ist auf der Bühne geboren.

00:39:02: Und diese Chance muss uns aber geben.

00:39:05: natürlich gibt's Menschen Da ist Freddie Mercury ansprochen, die vielleicht grundsätzlich schon mehr Rampen so aus sind und mehr raus wollen oder das von Grund auf vielleicht mehr haben.

00:39:17: So diese Bühnenpräsenz aber niemand fängt also fängt auf der größten Bühne der Welt an.

00:39:24: Also muss ich irgendwo anfangen wenn man das Bedürfnis hat irgendwie rauszugehen mit seinen Gedanken.

00:39:30: Und

00:39:30: da ist auch nicht die Frage wo wir anfangen sondern es ist die Frage, wo man halt hin will oder wo man hinzieht oder was man so für sich

00:39:37: spürt.

00:39:39: Und da denke ich immer schon, dass bei mir etwas da ist und das lasse ich ja jetzt lauter sein.

00:39:47: Aber du hast gesagt, du musst es für einen Job öfters in die USA fliegen?

00:39:53: Das heißt, das war nicht irgendwas, was dich wahnsinnig glücklich gemacht hat.

00:39:58: Achso!

00:39:59: Oder das hat zumindest so geklungen...

00:40:01: Ja, ich war zu der Zeit jetzt auch nicht der größte Fan von den USA.

00:40:06: Auch Bein hatte Aussage.

00:40:12: Ich bin neugierig und offen.

00:40:13: Man kann aus diversen Dingen vieles lernen und sehen und erkennen – das war schon sehr cool dabei!

00:40:24: Es war immerhin wieder zurückflirrende, neun Stunden Zeitunterschied, komplett der Chat legt man zurück.

00:40:28: Das war ja ein bisschen mitschwindend, dass man viel Kraft gekostet hat.

00:40:33: Ich meine eher, dass du anscheinend was hinter dir gelassen hast.

00:40:38: Was für eine Zeit lang ganz gut gepasst hast und wieder etwas Neues gestartet hast.

00:40:43: Ja aber ist das nicht immer so sicher?

00:40:47: Also ich habe einen Weg verlassen wo ich geglaubt habe, dass es in meiner Zukunft sein wird.

00:40:55: Und dann braucht man bestimmte Zeit um festzustellen dass es vielleicht nicht mehr der Weg ist und das muss man dann erkennen.

00:41:02: Das ist zum Teil eben schmerzhaft, aber auch befreiend.

00:41:07: Und es fühlt sich mein Bester mal schlechter an.

00:41:11: Aber das ist ja auch nicht so leicht oder?

00:41:13: Vielleicht zu einem Weg zu verlassen?

00:41:15: Braucht man auch einen gewissen Mut dazu vielleicht?

00:41:19: Ja, braucht man.

00:41:22: Es gibt genug Menschen glaub ich, die in gewissen Situationen verharren und nicht rausfinden

00:41:28: und das leider

00:41:29: nicht schaffen.

00:41:31: Aber dann lebt man halt so ein bisschen an sich selber vorbei, finde ich.

00:41:35: Und ... aber das ist bitte jeder für sich selbst, der darf das entscheiden.

00:41:41: und den Rest kann man sich gerne auf einem Album anhören

00:41:46: wie es sich da so anfühlt.

00:41:47: Oh Mann!

00:41:48: Ja bei der Sonne hat irgendwie solider drauf vor so'n Struggle-Campf und irgendwie so Gefühl die war's in wohin und was soll jetzt werden und sein?

00:41:59: dieses Moment, um zu fühlen bei First Cut, Civil Love.

00:42:03: Wo du durch ein Stadt gehst und war Leichtigkeit spürst und eine Möglichkeit... Das habe ich schon behandelt auf dem Samenalbum.

00:42:14: Am nächsten Tag kann es sich schon wieder komplett anders anfühlen oder?

00:42:17: Das ist ja auch das Gemeinnere daran.

00:42:18: man kann sich heute irgendwie so frei fühlen.

00:42:20: und die neue Stadt wie dem Song Und alles ist noch frisch oder man kennt noch nichts, man kann neue Menschen kennenlernen.

00:42:28: Irgendwie kann man vielleicht auch seine eigene Vergangenheit zu Hause lassen und mit so einem neuen Ich reinstarten und am nächsten Tag holt er die Vergangenkeit ein und überfällt einen!

00:42:42: Ja also wenn man Frieden macht hat ... Dann ist es schon gut.

00:42:47: Wir verlieren halt am meisten Energie in ungelösten Konflikten und denen muss man sich zum Teil anstellen.

00:42:52: stellen, ich brauche jetzt auch nicht so gescheite zu herreden.

00:42:55: Ich denke sicher gibt's fünf Jahre Sachen die jetzt mitschwingen und so... Aber bei dem Song das er da cool ist, dass ein Korn erkennt, irgendwie das Gläut der Dame not Famous oder das man Ja, ich weiß nicht.

00:43:11: Dass man nicht immer so unter der Lupe lebt und einfach mal aufleben, losleben und sich selbst neu sehen ist voll spannend.

00:43:20: Und wer bin ich wirklich?

00:43:21: Und was bin ich?

00:43:21: nimmer vielleicht?

00:43:23: Und wer kann er nur werden?

00:43:25: Und Falle oder Fliege oder Schwäbe?

00:43:28: oder was ist gerade los?

00:43:32: Oft alles zusammen.

00:43:34: Das ist in einem Gefühl.

00:43:38: Keine Antwort.

00:43:41: Aber diese Schwere oder ich würde es vielleicht gar nicht schwere nennen, aber so eine gewisse Melancholie die deine Songs irgendwie durch weht.

00:43:52: Die ist natürlich da aber doch irgendwie auch so dieser positive Aufbruch immer.

00:43:58: also du bleibst jetzt gefühlt nicht hängen in der

00:44:05: Schwere.

00:44:07: Ja, ich finde dann immer wieder französische Filme als Referenz dafür ganz cool ist an irgendwas zwischen Euphorie Melancholie und Ironie.

00:44:18: Wenn ich mir jetzt live vorstöre, dann find das sehr cool wenn was nach vorne geht.

00:44:23: Und dann find es aber okay, wenn etwas wirklich tief in der Seele anberührt und dass man das sehr ertaut zu teilen.

00:44:34: Vielleicht ist es aber auch die Musik, die das bei mir auslöst.

00:44:37: Also doch die getan-Musik dieser Indie Rocker war doch immer irgendwie mit so einem Hand zur Melodie und zum Mitsingen können und zum Reinfallen lassen.

00:44:51: und so dieses Poppige auch.

00:44:53: was die Songs haben, die vielleicht dann gleich wieder positiv erscheinen lassen, auch wenn's einmal nicht zu leicht ist.

00:45:00: Das schieben wir schon immer so durch Habe ich zumindest so das Gefühl.

00:45:05: Aber

00:45:07: was dir das ist ja auch immer, wie in welcher Stimmung hört man zum Beispiel?

00:45:12: Deine Musik selber gerade, also wie es mal selber grad drauf.

00:45:15: Ja voll!

00:45:17: Was hat man für ein Vibe?

00:45:18: und da würde ich sagen, vor allem gerade am besten oder am wenigsten... Und dann dreht sie's halt wieder.

00:45:23: Das hat schon mit der eigenen Befindlichkeit oder Schwingung zu tun.

00:45:28: Wie schnell schlägt das Herz?

00:45:33: Was willst du so dem Publikum auch vielleicht mitgeben?

00:45:36: Hast du da so ein Gefühl dafür?

00:45:38: Ich weiß nicht.

00:45:41: Keine Ahnung,

00:45:42: was ist das denn

00:45:43: für mich?

00:45:44: Das ist ein bisschen viel...

00:45:47: Oder machst du da gar keine Gedanken drüber?

00:45:50: Was

00:45:52: will ich im Publikums mitgehen?

00:45:56: Das möchte ich dir nicht vorschreiben.

00:45:58: Es dürfen CD aussuchen.

00:46:00: Cool wäre es wenn sie nirgendwann auf Form resoniert wenn irgendwer was empfindet dabei.

00:46:08: Das andere klingt so noch leerer,

00:46:11: ich

00:46:11: weiß nicht.

00:46:11: Ich bin immer dann jetzt so dogmatisch.

00:46:15: irgendwie mehr klären, was ihr mitgeben möcht, weiß ich nicht.

00:46:19: Das soll einfach die Musik für sich selber sprechen und...

00:46:24: Ja, das darfst du jede Zuge heraus suchen!

00:46:30: Ich finde es immer spannend, woher dieser Zug quasi auf die Bühne kommt.

00:46:34: Weil du hast früher so schön gesagt ... Voll!

00:46:35: Du willst so nach außen?

00:46:37: Also die Musik soll so nach Außen gehen also raus.

00:46:40: oder habe ich dich da richtig verstanden?

00:46:42: Das heißt wenn du auf der Bühnen stehst vielleicht auch mit Band oder mit Musikerin dass du jetzt nicht sehr introvertiert bist das kann ja vielleicht auch von einer Bühnestadt finden, sondern die Energie soll schon nach draußen gehen habe ich zumindest so verstanden.

00:47:00: Mir kann doch, wie interessiert es oft bei Menschen, woher dieser Drang vielleicht auch kommt in dir?

00:47:08: Obwohl's da ja nicht so leicht fällt auf eine

00:47:10: Bühne

00:47:10: zu gehen aber du trotzdem willst auf einer Bühner stehen mit deiner Musik.

00:47:14: Absurd.

00:47:15: Kannst

00:47:15: du das irgendwie...

00:47:16: Absurd und Paradox.

00:47:17: Der war komplett überfroren.

00:47:19: Das ist genau so.

00:47:22: Au wei!

00:47:23: Ist nur Wasser.

00:47:25: Ja, das ist so diese Gegensättlichkeit von was man schon fühlt.

00:47:30: Dass man gewisse Sensitivität hat und das überfordert dann natürlich auf eine Bühne zu gehen und von so vielen Augen angeschaut zu werden.

00:47:37: Und dann würde ich sagen, ich bin sowas zwischen Intro-World und Extro-World... ...und es nennt man dann Ambivert.

00:47:45: also ich bin sehr introvertiert.

00:47:46: Ich bin sehr extrovertiert!

00:47:49: Also gibt's ein eigenes Wort?

00:47:50: Das kenne ich noch gar nicht.

00:47:51: Irgendwo

00:47:52: habe ich mal gelesen und ich weiß

00:47:55: nicht ob es stimmt aber...

00:47:55: Das klingt gut.

00:47:56: Und so möchte ich die Frage beantworten?

00:47:59: Ja, und ... Sendungsbewusstsein oder was?

00:48:02: Ist das schon ... Schwierig zu beantwortet.

00:48:06: Ähm ... Ja, man darf schon auch zu sich selbst stehen!

00:48:12: Ich glaub', das ist irgendwie das Ding wirklich so.

00:48:14: Nicht einen Kopf einziehen und nicht wegducken sondern sagen okay, das ist ja das, wofür jetzt gerade stehe und das ist das, was ich fühle.

00:48:31: Bist du jetzt nervös, quasi so strumpen vor dem Konzert?

00:48:39: Vor der Ausstellung.

00:48:41: Das ist

00:48:41: in unterschiedlichen Phasen.

00:48:42: Also manchmal ist es so wenn ihr zwei Wochen nach vorn dran denkt dann kann ich nicht schlafen.

00:48:48: Jetzt ist nur gerade zu viel im Kopf was alles zu erledigen ist und dann kurz bevor ich das mache werde ich schon wahrscheinlich ein bisschen zittern oder nicht.

00:48:57: Wenn ich zehnmal davor schon gespielt habe, dann bin ich zu müde zum

00:48:59: Zittern.".

00:49:00: Also es ist immer wieder anders.

00:49:01: Es ist wirklich immer wieder Anders und ja oft ist es am schlimmsten ein Song vor einem Menschenvorspielen also...

00:49:11: Ja das gibt's.

00:49:13: gibt's da so Personen in deinem Leben?

00:49:15: So Vertrauenspersonen wo du hingehst wenn du dir nicht sicher bist?

00:49:22: Hmm weil man gerade niemand allen.

00:49:27: Mein Mutter hat immer gesagt, dass soll nicht so laut sein Und das ist vielleicht auch so ein Punkt, dass man diese Zweifladee immer in die Stimmen beeinflusst.

00:49:36: Es ist nicht gut genug.

00:49:38: Die muss man irgendwann hinter sich lassen.

00:49:40: Also die darf man irgendwann hinten sich lassen und mein Spüren ist vor.

00:49:48: Was sind das?

00:49:51: Ich habe nicht auch so einen Kontrollorgan.

00:49:56: Das kann man sich bei dir jetzt gar nicht so vorstellen, dass du so laut bist eher oder Du wirkst dir eher sehr gelassen.

00:50:03: Also, ja ich kann mal schon vorstellen... dass ich laut bin!

00:50:08: Ich war mal ein früherer, ich habe halt die ganze Zeit denke mussiziert und gesungen dazu und dann glaube ich nervt an das einfach mit so einem ganzen Orgherd Und es ist schon laut.

00:50:18: Ja Jetzt bin ich gelassen weil ich einfach müde bin und die Wahrheit zu vermelden.

00:50:26: Energieabfall.

00:50:29: Na jetzt passt

00:50:31: Du dann vielleicht abschließend nach, was wünschst du dir jetzt mit diesem Album?

00:50:36: Oder ist das jetzt so quasi gelungener Startschuss für dich und bist du vielleicht den Gedanken eh schon beim zweiten Album und hast schon Songs geschrieben.

00:50:45: Also wie fühlt sich das gerade an?

00:50:48: Ich wünsche mir ja dass da etwas weitergeht mit dem Album.

00:50:53: also ich würde es dann live spielen Und ich bin schon wieder dran, neue Dinge zu schreiben.

00:51:01: Man schreibt da immer Enquilieder oder E-Heart und ja, einfache Entwicklungsstufe dieses Albums – das ist für mich schon ein Big-Stab jetzt!

00:51:11: Da steckt viel Emotionen, viel liebe Leidenschaften und Schmerz drinnen und Zuversicht auch.

00:51:19: Was wünsche ich mir?

00:51:20: Ich wünsch mir, dass ich coole Livekonzerte spiele.

00:51:22: Das wünsche man.

00:51:23: Meine Träume sollten wir nicht verraten.

00:51:30: Ja, weil das steckt viel Liebe und Schmerz.

00:51:33: Was hast du noch gesagt?

00:51:34: Ah, ich vergesse quasi nicht mehr.

00:51:36: Kann man sich nachhören...

00:51:39: Lebe, schmerz, Leidenschaft, was noch.

00:51:42: Mehr braucht's eh nicht!

00:51:43: Aber das ist total schön,

00:51:44: oder?!

00:51:47: Ich glaube wenn man das täglich ein bisschen spürt, dann ist man nur am Leben.

00:51:54: Stimmt, stimmt.

00:51:56: Die Dosierung macht halt das Gift.

00:52:00: Zu viel Leidenschaft ist auch nicht gut.

00:52:02: Vielleicht...

00:52:03: Ja, also

00:52:05: ein feines

00:52:06: Gefühl ist halt wichtiger so dass man einfach und eben ja das war so bisschen mal ansinnen was vielleicht groß klingt.

00:52:14: jetzt aber so mit meinem Gefühl die Menschen ein bissel zum Fühlen zu bringen und eben dass wir schon viel Gefühl haben und Intuition und durchaus dem wieder Vertrauen lernen können, dass man da auch nicht drüber hinweggeht und immer mal schaut wie fühlt sich das an?

00:52:35: Ja.

00:52:37: Du vielen Dank, ich finde es ist total schönes Abschluss.

00:52:43: Schöner Abschlusssatz!

00:52:45: Dass das voll gut gemacht wird.

00:52:47: Darf ich dir noch ein paar kurze Fragen stellen zum Abschluss?

00:52:49: Alle liebe Fragen.

00:52:52: Okay.

00:52:53: Bist du vorbereitet?

00:52:55: Ich glaube, ich habe alles vergessen.

00:52:56: Aber ich bin total vorbereitet!

00:53:00: Soll ja spontan sein?

00:53:01: Ja ist es.

00:53:03: In welcher Stadt würdest du immer wieder gerne reißen?

00:53:05: Cool.

00:53:06: Ich glaube Kappstadt finde ich gut.

00:53:08: Weil da gibt's ein Laion-Set und findest einen guten Platz.

00:53:11: Und ich glaube San Francisco... ...und natürlich Kuchel wo ihr aufgewachsen seid.

00:53:17: Wobei das keine Stadt, sondern Marktgemeinde.

00:53:21: Aus.

00:53:22: Ist eine Antwort?

00:53:23: Das ist eine super Antwort.

00:53:26: Gibt es ein Film oder eine Serie, die dich zuletzt verstört haben?

00:53:30: Ich versuche wirklich Verstörungen für mein Hirn aus, also wegzuhalten eher.

00:53:36: Aber so Filme mache ich halt wenn's irgendwie so romantisch ist.

00:53:41: Aber tragisch und irgendwie smart und gut erzählt.

00:53:46: Also ich mag gerne gute Wörter.

00:53:53: Gibt's ein Buch das du uns gerade empfehlen kannst?

00:53:56: Das ist peinlich.

00:53:58: Aber ja, immerhin... Ja, ihr dürft... Also, Nazis und Goldmund finde ich auch schon echt schöne Passagen.

00:54:04: Ja, mein erstes Jahr.

00:54:05: Weißt du irgendwie um diesen Weg vom Künstlenk?

00:54:08: Wie es so geht!

00:54:10: Und, ja ... Ein Buch reicht oder?

00:54:13: Ein Buch reicht.

00:54:14: Ich habe noch nie mehr gelesen.

00:54:16: Also, ich liess Biografien selber.

00:54:18: Und das liesse wirklich.

00:54:20: Weil mir Menschen interessieren hat, wie halt wer was gemacht und ein Lande halt so immer Was hast du denn hinkriegt?

00:54:28: Okay.

00:54:28: Weil da ist also das wahrscheinlich so die Verletzlichkeit und aber den Mut zu haben, es trotzdem zu machen oder sich reinzulehnen.

00:54:37: Und ...

00:54:38: Ja, James hat ein tragisches kurzes Leben dann auch, oder

00:54:42: was?

00:54:42: Also ich denke gar nicht.

00:54:44: Ich denke nur an den Mut in der Kaptur.

00:54:47: In der Schauidenklausche wieder an den schlimmen Unfallglocken

00:54:51: in der Kapazität.

00:54:51: Weil ich sage, ich hab trage

00:54:52: gefeuert bei Film.

00:54:57: Was ist das schönste Liter Welt?

00:54:59: Ja, haben wir natürlich überlegt.

00:55:03: Also ich möchte es so sagen... Ich sag mir immer vor der schönsten Liter Welt ist das was ich gerade schreibe weil dann steckt so irgendwie die Möglichkeit in dem Song.

00:55:15: und ja das kennt dann natürlich noch keiner.

00:55:20: aber sonst finde ich was finde ich denn gut?

00:55:24: Ich finde, Bon Iver hat eine ganz gute Idee der Krim.

00:55:26: Die sind ein bisschen... A

00:55:29: Blood Bank oder Stacks finde ich super!

00:55:31: Oder Ben Howard, forget where we were?

00:55:34: Or do i forget where are

00:55:38: you?

00:55:39: Hast du schon so gefühlt dafür?

00:55:40: Du hast das eh früher glaube ich so ein bisschen irgendwie schon verraten was von dir und von deiner Kunst einmal bleiben soll.

00:55:47: Was habe ich gesagt, was war noch anders?

00:55:48: Naja, du hast gerade früher irgendwie gesagt dass du doch ... die Menschen ein bisschen ein Gefühl geben willst, oder?

00:55:54: Für sich selber.

00:55:55: Wenn du was andregen

00:55:56: willst.

00:55:57: Ein Weib heute vielleicht

00:55:58: ja...

00:55:59: Ja.

00:56:01: Vielleicht aufs eigene Herz zu hören auch ein bisschen, oder...?

00:56:04: Ja.

00:56:06: Zumindest habe ich so verstanden.

00:56:08: Gut gesagt, gut verstanden!

00:56:11: Romantisch verstanden... Ja aus.

00:56:19: und irgendwelche letzten Worte für heute?

00:56:21: Oh... Vom Rehren wachsen die Kartoffeln einem besser am

00:56:58: Ocker.

00:57:03: Vielen Dank, danke!

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