My Ugly Clementine feiern Autonomie und Verbundenheit

Shownotes

Laut, verletzlich und voller Widersprüche: My Ugly Clementine sind zurück. Sophie Lindinger, Mira Lu Kovacs und Nastasja Ronck sprechen in dieser Folge von „Was soll das alles?“ über ihr neues Album „Apply Autonomy“. Es geht um die Ambivalenz eines glücklichen Lebens in einer Welt, die scheinbar aus den Fugen gerät. Um Autonomie und Verbundenheit, um Freundschaft als Lebenselixier, Beziehungen und die Gefahr, alles alleine schaffen zu wollen. „Apply Autonomy“ ist dabei auch eine Art Coming-of-Age-Geschichte und erzählt davon, wie drei eigenständige Musikerinnen als Band immer mehr zusammengefunden haben. Wir sprechen über die Mischung aus Humor und Wut in ihrer Musik, über verzerrte Gitarren und Popmelodien, aber auch über Beziehungsarbeit und sogar Supervision innerhalb einer Band. My Ugly Clementine schaffen es wie kaum eine andere Band, Härte und Verletzlichkeit, Wut und Zärtlichkeit zusammenzubringen und dabei nie zu vergessen, wie wichtig es ist, aufeinander zu schauen.

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Was soll das alles? Philip Dulle spricht im Podcast mit Künstlerinnen, Musikern und Filmemacherinnen. Die dritte Staffel von “Was soll das alles?” erscheint jeden Freitag auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

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Wer spielt das alles? Die Spotify-Playlist zum Podcast.

Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.

Transkript anzeigen

00:00:00: Das ist nämlich das Gefühl, dass es manchmal so dieses fröhliche Glück und dieses schöne Leben mit Menschen und dann aber auch diese Aussichtslosigkeit, wenn man sich anschaut wie die Welt gerade ausschaut.

00:00:10: Und ich glaube, dieses Album hat keine... Konklusio, das hat nicht einen... Wenn sie nicht gestorben sind, leben sie nach heute Dingen.

00:00:18: Das ist nicht ein so-is-es und das müsst ihr jetzt so verstehen und es ist unsere Lösung.

00:00:24: Es ist mittendrin sein in diesem Zwischentrinstecken in all dem Ganzen oder gibt's keine Lösungen dafür?

00:00:31: Das ist das was wir schupfen müssen.

00:00:33: Happy aber trotzdem irgendwo auch verzweifelt sein.

00:00:36: So ist das Leben einfach gerade!

00:00:38: Ich glaube, es soll einen Durchtragen durch die ganze emotionale Bandbreite.

00:00:43: ich sehe vor mir dass man sehr ausgelassen tanzen kann währenddessen schreit und dann aber eigentlich in lachen ausbricht also eher sehr los gelöst und das auch alles erlaubt ist und dass es auch miteinander geteilt wird.

00:00:58: der vermeintliche widerspruch zwischen autonomien verbundenheit Irgendwie ein ganz großes Thema in dem Album, nämlich dieses wieviel Autonomie kann in einem Gefüge sein.

00:01:09: Wie viel es soll sein weil es auch wichtig ist aber wie viele Platz nimmt was ein?

00:01:13: Wie viel Verbundenheit braucht man?

00:01:16: Wieviele Autonomien braucht man damit das alles gut funktioniert?

00:01:41: Danke dass ihr alle drei Zeit habt.

00:01:43: Freut mich total!

00:01:48: Was sofort so aufgefallen ist bei eurem neuen Album ist natürlich dieses Cover Artwork Und, glaube ich in so Kombination mit dem ersten Song auch.

00:01:59: Ist das irgendwie gemeinsam entstanden?

00:02:02: So ein... Das Gebiss, dass nach vorne geht, dass irgendwie angriffig ist.

00:02:09: Magst du was sein?

00:02:11: Es ist maglich.

00:02:12: deine Interpretation finde ich sehr gut.

00:02:16: In diesem Fall um ganz ehrlich zu sein, glaube wir dürfen euch ehrlich sein, war es eher so Process.

00:02:25: Also es war eher so, wir haben uns da langsam hingearbeitet zum KWA.

00:02:29: Es gab viele Inspirationen, die haben wirklich genau überlegt was sind so die Ästhetiken, die uns interessieren am viel.

00:02:35: Ich glaube die Nasty hat sehr viel gebrainstormt.

00:02:37: Wir haben überhaupt viele Bilder uns angeschaut und viele Sachen die uns einfach irgendwie ansprechen.

00:02:43: Und diese Perspektive... also wir haben dann ein paar Dinge gefunden, die sich einfach sehr angesprochen haben und diese Perspective aus dem Mund heraus fanden wir einfach irgendwie intim und gleichzeitig eben die Zähne, Zähnen zeigen.

00:02:56: Also da ist so viel Bedeutung dahinter.

00:03:01: also von dem her mir gefällt eine Interpretation.

00:03:04: es hat schon etwas Aggressives aber ohne jetzt wirklich gefährlich zu sein Gleichzeitig auch etwas Intimes weil ich finde Mund und hin in den Mund hineinschauen Oder auch in den Ausschauen.

00:03:18: Das sieht man so auch nicht, normalerweise?

00:03:21: Außerdem,

00:03:22: wenn man lacht, zeigt man auch Zähne und ich glaube das ist eine gute Kombi von dem wie auch der Sound oder generell der Vibe des Albums.

00:03:29: Sie ist nämlich so ein bisschen wütend, bisschen düster aber manchmal auch sehr lustig und lieb und leicht.

00:03:34: Und ich glaube dass es mit dem Zähneteigen ganz guter Kombi.

00:03:39: Und in der Traumdeutung ist es ja auch so, dass wir an einem die Zähne ausfallen.

00:03:44: Dann ist das ein Zeichen für Kontrollverlust und ich habe einmal geträumt von einer Situation wo ich eine Person konfrontiere und hab mir die Zäne geputzt davor.

00:03:55: Also richtig... Es hat geschäumt, es war richtig krass!

00:03:58: Und dann hat meine Person gesagt, das ist eigentlich voll geil weil das heißt du wieder Kontrolle bekommst in deiner Sache wo du dich total unmächtig gefühlt hast.

00:04:06: lang Und das war eigentlich dann so ein zusätzliches Bild, dass ich irgendwie ganz schön fand.

00:04:11: Rund um Zähne und rund um auch den Albumtitel nämlich Apply Autonomy, Selbstbestimmung, Autonomie wo es viele Ebenen dazu gibt zu dem Titel bei uns aber eine Ebene ist eben auch Selbstbestimmung.

00:04:25: Genau also ich glaube der Album Artwork ist eher assoziativ und intuitiv zu verstehen.

00:04:36: Träumen, Ideen, Fragen, Sachen die wir lustig finden.

00:04:42: Sachen, die wir gruselig finden, zusammengeschustert ein bisschen und insgesamt hat es was ergeben, was uns einfach total Sinn gemacht hat einfach und sehr angesprochen hat genau.

00:04:54: Und vielleicht auch ich finde das Bild Schauben vom Mund her sehr gut aber vielleicht auch so.

00:04:59: man hört das oder sieht das Cover-Artwork und die Songs auch immer ein bissel Stimmungsappen hängig, oder?

00:05:05: Also das ist mir auch aufgefallen jetzt beim wiederholten Durchhören.

00:05:09: Wenn man wenn es besser geht dann hört man vielleicht eher diese lustigen Sachen raus und wenn wir irgendwie gerade nicht so die gute Zeit hat, dann hört mal vielleicht irgendwie so die darkeren Sachen

00:05:20: raus.

00:05:21: Ich finde es recht trippig dass ich find das coverart ziemlich trippigt.

00:05:25: ja so wie du sagst es an manchen tag ja weil es halt auch diese von der Lichtgebung, von dem was alles außerhalb vom Mund.

00:05:36: Manchmal konzentriert man sich mehr auf das Pferd.

00:05:38: Es sind so die besseren Tage wahrscheinlich und manchmal konzentriet man sich eher auf diese Hand und den aufgerissenen Mund und stellt sich vor wer ist es?

00:05:46: Und warum reißt du so den Mund auf und zu?

00:05:48: Also ja, so wie du sagst, stimmungsabhängig!

00:05:52: Man versucht sich ja vor so einem Gespräch immer so ein bisschen Sinn zu machen, vor dem ganzen Werk und diese quasi Aggressivität und Intimität finde ich total irgendwie passend für das Album.

00:06:06: Weil ich habe versucht es mit den anderen beiden Alpen auch irgendwie zu vergleichen oder nicht zu vergreichen aber irgendwie so einen Weg irgendwie zu erkennen Und natürlich hat jetzt eher immer auch dieses Poppige in den Songs sehr nach vorne gekehrt, finde ich beim neuen Album.

00:06:22: Aber auch das Aggressive was lustig ist also man kann es dann gar nicht so eindeutig sagen oder ich konnte es nicht.

00:06:30: Es ist schon eben bei einem Vergleich schon ein bisschen konträrer als Album jetzt.

00:06:38: Wir haben eher zwei Ecken und nicht alles so mittig und ähnlich vom Weib her sondern es ist wirklich düster und wütend und lustig und leicht Süß, also das sind wirklich zwei so Pfeiler.

00:06:55: Es gibt nicht wirklich Songs die ein bisschen dazwischen sind, sondern es ist eigentlich so oder so... Also ich würde gar nicht sagen Ambivalenz weil das stimmt nicht, denn als Person ist man immer wieder mal bei dir.

00:07:09: Ich glaube wir haben einfach mal ein bisschen mehr von einer Persönlichkeit rein gebraucht, die hier der Mensch so hat und nicht nur so an Aspekt beleuchtet.

00:07:20: We contain multitudes, ich hatte jetzt gerade auch das Bild Sailor Moon vor mir.

00:07:28: Ja weil die ja auch so, da ist ja auch alles drin.

00:07:32: irgendwie sind ja auch also dieses vermeintliche diese overly cute Sachen und wenn sie ein süßes Tier sehen dann sind sich auch so irgendwie so und haben diese großen Augen und so und dann bekämpfen sie aber die düstere Macht oder so.

00:07:47: Also daran habe ich jetzt gerade denken müssen.

00:07:50: Ja, und vor allem das ist ja auch oft einmal von Minuten oder Sekunden oder dass

00:07:54: man

00:07:56: von totaler Glücksphase irgendwas Kleines bringt einen aus der Spur und das ist quasi der Songwechsel bei euch.

00:08:03: Genau!

00:08:04: Now I feel like this.

00:08:08: Is es so beim dritten Album?

00:08:10: Das erste Album hast du eigentlich alleine mehr oder weniger geschrieben Das zweite Album mit Good Life, was ja auch so ein lustiger Titel ist.

00:08:20: Wenn ich es damals richtig gedeutet habe war's halt immer so ein okayiges Live aber man will es doch irgendwie eine Good Life haben.

00:08:27: Ist dann das dritte jetzt das logische Nachfolgenwerk für euch?

00:08:34: Eigentlich spannend weil darüber haben wir glaube ich noch nie wirklich nachgedacht.

00:08:40: Das ist halt rauskommen aus uns!

00:08:42: Ich glaube, das sind einfach Themen die uns sehr beschäftigen.

00:08:46: Das sind musikalische Gefühlsrichtungen, die uns gerade irgendwie mitnehmen... Es ist nie ein Konzept Album per se, dass man sich dann vorhin hinsetzt und sagt ich will jetzt ein Album über dieses Thema schreiben oder ich will, dass das Album so und so klingt vom Songwriting her und das passiert dann einfach.

00:09:08: Und vielleicht ist es deswegen ein logischer Nachfolger, es kann schon sein weil es ist das was für uns sich normal oder richtig angefühlt hat, wo wir uns hinentwickelt haben.

00:09:21: also wahrscheinlich nennt man es dann einfach auch logisch.

00:09:24: aber ich glaube so thematisch bzw konzeptionell ist es nicht bewusstlogisch.

00:09:34: Ich habe mir das jetzt gedacht, wenn man sich so anschaut diese drei Alpen in welcher Zeitspanne die auch erschienen sind.

00:09:39: Was da alles passiert ist quasi auch also wie sich die Welt verändert hat im Großen wie im Kleinen und das spürt man wahrscheinlich auch jetzt auf dem dritten Album enorm?

00:09:52: Ja

00:09:54: ja ich meine ich glaube auch die Zeit wie alt wir waren zum Zeitpunkt des ersten Albums Was in der Zwischenzeit passiert ist, was sich in der Welt passiert aber auch welche Leben wir führen und in welchen Lebenszyklen und Lebensphasen wir sind.

00:10:13: Ist ja auch nicht davon losgelöst.

00:10:15: und all diese Themen rund um Verbundenheit und womit man sich gerade verbunden fühlt wie der Kontext um einen herum ist das einfach nicht wegzudenken.

00:10:26: und ich glaube auch Ich habe schon persönlich so das Gefühl gehabt dass bei dem Bei dem Album hatten wir jetzt einfach auch mehr Zeit.

00:10:37: Mehr Zeit im Sinne von, wir haben einfach mal fließen lassen eben die Songs und beim zweiten Album kann ich mich erinnern da hatten wir nicht so viele mehr Songs übrig unbedingt.

00:10:49: Und jetzt ist es so dass wir einfach mal geschrieben haben und geschaut haben was das Album kommt.

00:10:52: das haben wir schon gesagt

00:10:55: Das heißt es gibt noch viel mehr Songs die jetzt gar nicht.

00:10:59: Vielmehr Ja, wir haben auch ein paar im Ehrmüll würde ich sagen.

00:11:06: Was ich ja auch noch sagen wollte zu der Entwicklung von diesen... Also ich habe das heute schon mal gesagt aber für mich ist es schon ein bisschen oder es ist eh immer so weil wenn man seinen großen, seinen großen Brocken release also nicht nur eine Single oder eine EP sondern ein ganzes Album sie sind immer so eine größere weite Entwicklung auch persönlich und zu dritt ist das dann nochmal viel schichtiger, aber dadurch ist es für mich ein bisschen ein Coming-of-Age Ding.

00:11:35: Und ich genieße das sehr dass wir da so diesen interessanten oder einen weiteren interessanten Schritt machen von einem sehr... wie soll ich sagen?

00:11:44: Es ist eines jetzt sehr ernsthaft und sehr düster und daneben, so wie du vorher noch schon gesagt hast Sophie eben was verspielt ist und ich find's schön, dass sich das nicht ausschließt.

00:11:56: Und von dem her unterscheidet es sich vom letzten Album.

00:11:59: besonders finde ich weil es einfach... Also ich kanns... weiß ich nicht... Ich will das Wort erwachsen nicht so oft sagen

00:12:09: aber... Ich hasse es jetzt gerade im Kopf aber ich wollte es auch nicht

00:12:12: aussprechen!

00:12:13: Ja, ich weiss auch nicht.

00:12:15: Es kommt mir sehr nahe.

00:12:19: Ich fühle es sehr.

00:12:20: Es ist sehr greifbar für mich, es sind sehr relevante Themen auch für mich drinnen und ich glaube wir sind ja alle Menschen.

00:12:32: Also es gibt Menschen die beschäftigen sich vielleicht mehr mit dem Universum und mit Space und so Sachen aber ich war immer jemand... Ich bin am allermeisten interessiert an den menschlichen Unternehmen Gründen, warum Menschen was machen und wie sie sich entscheiden.

00:12:47: Und wie Sie sich verhalten.

00:12:48: Dadurch sind einfach menschliche Beziehungen, zwischenenbeziehungen das um-und auf.

00:12:52: Daher wird es sich... Es ist eigentlich zu ninety-neinzig Prozent darüber.

00:12:56: Ich persönlich schreibe und nachdenke und ich glaube, da treffen wir uns zutritt auch sehr.

00:13:01: So ist es eben interessant in dieser bei diesem Album zu sehen, wie sich der Umgang mit Ingewissen zwischen natürlichen Beziehungen für Seins, Freund, Ehrenschaft und Familie, Liebesbeziehungen oder alles dazwischen was man nicht labeln kann und sollte.

00:13:16: Wie sich das jetzt verhält?

00:13:17: Also ich finde es sehr interessant und wahrscheinlich ist auch ein bisschen ein Symptom... also bilden wir vielleicht ein paar Symptome in der Gesellschaft ab, was vielleicht gerade sich entwickeln möchte nämlich zum Beispiel das gewisse Label nicht notwendig sind.

00:13:36: Wir haben heute schon viel gesprochen über Situationships und wie negativ die konnotiert sind, und wie das nicht eigentlich etwas sehr Positives sein kann, sich ohne dass es jetzt die große Liebe oder die schönste Freundschaft der Welt ist, sich schön halten können und Companionship haben können usw.

00:13:52: Aber da komme ich jetzt vom Hundertsten ins Tausendstegel!

00:13:57: Unlawfully!

00:13:59: Es

00:14:00: ist aber ein Freundschafts-Zon, es ist nicht die Situation in diesem Fall.

00:14:03: Aber das ist auch möglich oder?

00:14:05: Natürlich und das ist genau das wieder wo wir wieder bei einer Label sind, wo's einfach darum geht dass Freundschaften oder dass die Gesellschaft irgendwie für Freundschafte oder unter anderem für auch für Situationship sind in den letzten Jahren bestimmte Regeln aufgestellt hat und da müssen Freundschaftene oder eben andere Sachen reinfallen.

00:14:23: Die Realisation, dass aber Freundschaften vor allem viel größer sind als wie diese kleine Boxen die sie immer gesteckt werden.

00:14:31: Und auch die Realisation das man die Regeln eigentlich selbst gestalten kann ist eine ganz große.

00:14:37: auf diesem Album und bei Unlawfully Wedded geht es eben auch darum mal auszusprechen, dass eigentlich auch Freundschaft in oft die große Liebe sein können, die Liebe des Lebens sein können weil Freundschafts ganz viel halten und Freundinnen einfach immer da sind.

00:14:54: Und manche Leute einfach viel engere Beziehungen zu Freundinnen haben, denn also wie zum Beispiel zu Blutsverwandten.

00:15:03: Und das ist was, dass so diese Labels eigentlich mal so runternehmen von zwischenmenschlichen Beziehungern.

00:15:10: Das ist ein ganz großes Thema am Album.

00:15:14: Ja und auch dieses... Ich fand es im Video auch schön zu diesem Song.

00:15:19: Ist das in Prater?

00:15:22: getreten worden, wo sie ja eigentlich dann diese Freundschaft so zelebriert wird und es auch quasi so Art Hochzeiten kommt auf eine Art.

00:15:31: Und einfach ein großes Miteinander ist.

00:15:34: aber was ich mir noch gedacht habe ist dass dieses Freundschaft ist das eher etwas was man so Kindern irgendwie zugesteht vielleicht und dann Erwachsene.

00:15:43: also Man wünscht sich ja für, oder in Kindesalte ist es total wichtig irgendwie.

00:15:48: Sich auszuprobieren und dann ist man mal mit den besten Freunden und dann mit dem anderen.

00:15:53: Das wechselt sich auch so oft so wöchentlich... Däglich!

00:15:57: Ich glaube schon.

00:15:57: Es kann sich täglich ändern.

00:15:59: Das

00:16:00: geht sehr schnell hin und wieder.

00:16:02: Und dann irgendwie wird man erwachsen unter Anführungszeichen und dann begibt man sich halt in andere Beziehungsformen die die Gesellschaft halt so vorsieht.

00:16:12: Nur so ein Gedanke.

00:16:13: Also ich habe davor, bevor wir dieses Musikvideo gedreht haben was ja es ist eine Begleiterscheinung dass das ein Musikvideo ist.

00:16:21: Weil das Event selber wurde zwar gefilmt aber da ging's gar nicht darum dass er sein Dreh ist.

00:16:27: tatsächlich Wir haben da über fünfzig Gruppen slash Paare vermählt Haben davor auch Geschichten gesammelt von denen die sie uns per Mail geschickt haben und haben das vorgelesen dort vor Ort Und jede freundinnenschaftliche Erfahrung quasi ein bisschen portrayed dort und ich habe davor in ein bisschen zur Geschichte von Freundschaften und Freundinenschaften gelesen, historisch.

00:16:53: Und es war ja so ... In der Antike gab's Aufzeichnungen über Freundschaft zwischen Männern und Philosophen und da, da, dann kam vielleicht das Frauen, jetzt historisch gesehen Freundschaften geführt haben.

00:17:13: Da gab es als relativ spät Aufzeichnungen darüber weil Geschichte natürlich lange Zeit vor nämlich von Männern geschrieben wurde und dann im fünften Jahrhundert so Nonnen, die dann so Briefwechsel hatten.

00:17:25: Und dann im achtzehnten Jahrhunderte zu den bürgerlichen Wohlhabendaren Frauen, wo man auch Briefwechsel gefunden hat, wo sie auch wirklich ein Thema miteinander geschrieben haben – also wirklich meine Liebste und dieses Nahe und dieses Emotionale.

00:17:43: Das ist dann in Laufe des zwanzigsten Jahrhunder vor allem durch Queerebewegungen sehr stark.

00:17:50: Ja, halt Gefüge hinterfragt haben und Strukturen hinterfragt haben.

00:17:55: So viel zum Historischen!

00:17:58: Weil ich finde es ganz interessant dass das ja nicht immer so war.

00:18:00: also Dinge die man heute hat und so naja sicher gibt's Freundschaften oder das war nicht immerso dokumentiert zumindest.

00:18:08: Und heutzutage während es halt erst spät dokumentiert wurde ist ja so Freundschaftens ist ja was wird oft halt Weiblich sozialisierten Personen und Frauen zugeschrieben so.

00:18:20: Und dann gibt es doch viel Gedanken, die ich habe zum Thema Männerfreundschaften.

00:18:25: wie sehr hat auch Zärtlichkeit da einen Platz?

00:18:29: Wie sind die Umarmungen?

00:18:31: Sind sie fangen die sich auf, weinen Leute

00:18:35: etc.?

00:18:36: Ich finde auch, dass es schön war bei diesem Event zu sehen.

00:18:39: Dass diese Freundinenschaften... Manche waren erst ein halbes Jahr alt.

00:18:44: Manche kennen sich schon seit dem Sandkasten.

00:18:48: Es waren sehr wenige Männer beim Event aber es war urschön zu sehen, dass das genau so schön ist und wichtig ist und noch viel wichtiger sein sollte.

00:18:59: Und deswegen finde ich, Das was es bei Kindern ist, die Kinder haben ja oft wirklich den richtigen Riecher und wir gewöhnen ihnen dann Sachen ab.

00:19:08: Und die Welt gewöhnt ihnen Sachen ab.

00:19:12: Die wissen schon, was sie machen indem sie jeden Tag wirklich Leuten die Arme aufmachen und sagen du bist jetzt meine Freundin nach fünf Minuten.

00:19:20: Und ich finde da kann man sich auf jeden Fall etwas mitnehmen nämlich dass Freunde derenschaften ein ganzes Leben lang geboren werden können und das Sie ganz viel in der Welt zusammenhalten was strukturell nicht so gesehen wird und keine Rechte hat.

00:19:32: Das ist das was der Song einfach auch hinterfragt.

00:19:34: Nämlich das für das wieviel sie zusammen halten.

00:19:37: Nicht jetzt staatliche Kontrolle, das wollen wir nicht.

00:19:40: Aber ja einfach anzuerkennen was das zusammenhält und wie wichtig es ist.

00:19:45: Und ich meine, wenn einer meiner besten Freundin im Krankenhaus ist, wenn ich dich besuchen kann... Das ist einfach nicht richtig!

00:19:53: Ja um diese Gedanken geht's.

00:19:56: Sorry for the next question.

00:19:58: Total spannend.

00:20:00: Wie hat sich denn eure Band-Freundschaft so verändert seit dem ersten Album?

00:20:09: Ich

00:20:09: finde, wir sind ja sehr...

00:20:13: Ein

00:20:14: Bandchip.

00:20:17: Vielleicht brauchen wir einen Boot kaufen gemeinsam und da ist ein Bandchhip.

00:20:25: Wir sind ja... ich finde es voll schön dass wir alle den Wunsch glaube ich das etwas... gut funktioniert und nachhaltig ist, dass wir kümmern uns alle.

00:20:42: Wir übernehmen alle drei auf unsere eigenen Arten und weisen Verantwortung sowohl für uns einzeln als auch für Zutritt.

00:20:56: Und daher nehmen wir uns ja als Band seit einiger Zeit auch schon Supervision, weil wir als Team uns einfach sehr wichtig sehen und wir wollen dass das lange hält und gut hält.

00:21:09: Wenn es irgendwann nochmal nimmer ist dann wird das auch okay sein und also Beziehungsarbeit wirklich wollen wieder leisten.

00:21:19: Wir haben damit begonnen gar nicht, wenn man jetzt einen Brennen das Problem hatten, sondern wenn wir einfach gemerkt haben,

00:21:25: okay.

00:21:26: Wir müssen das pflegen und uns auch einfach vornehmen.

00:21:30: Wenn wir uns nämlich so treffen, dann kommen alle möglichen Arbeitssachen dazwischen.

00:21:33: Da muss man besser legen, besser ledigen.

00:21:35: Und es ist wirklich ein Rahmen, wo wir uns um das kümmern können.

00:21:38: Ich finde, dass es auf einer zwischenmenschlichen Ebene, auf einer professionellen Ebene... Es gibt so viele Ebenen, die man miteinander teilt.

00:21:46: Man ist befreundet.

00:21:48: Man kriegt die ganze Zeit die Bedürfnisse voneinander mit.

00:21:50: Man hat Finanzen, man hat kreative Themen

00:21:53: etc.,

00:21:53: das ist einfach so viel was man miteinander ausmacht und es wundert mich... Also es ist eigentlich immer ein Wunder wenn Bands länger als ein paar Jahre bestehen weil es zwischenmenschlich so viel Arbeit ist Und wir haben das gesehen und nehmen es ernst.

00:22:08: Das ist eine extrem schöne Sache, also wir lieben diese Supervision.

00:22:12: Ja,

00:22:13: das ist wirklich ein sehr schöner Schuhfix den wir da haben alle paar Wochen.

00:22:19: Was ich damit sagen wollte, ist dass wir sehr gewachsen sind in unserer gemeinsamen Freundinenschaft.

00:22:27: Es ist halt sehr vielichtig, weil wir eben so viele verschiedene Sachen miteinander machen und soviel miteinander teilen.

00:22:34: Natürlich steht die Arbeit auf dem Vordergrund, vor allem wenn ein Album gemacht wird und so weiter.

00:22:44: Ich weiß nicht genau wie ich es beantworten soll, außer dass ich mich halt sehr wohl fühle und das finde ich eine sehr... Wir kümmern uns aber sehr gut umeinander und haben dieses Verständnis Und das

00:22:57: gibt

00:22:57: so ziemlich selten.

00:22:59: Da kenn'n auch Paare, die sich weniger miteinander sich Sachen ausmachen.

00:23:07: Und das hat eine Qualität, die ist unvergleichbar finde ich.

00:23:12: Du weißt nicht was an der ist?

00:23:16: Das ist unglaublich.

00:23:17: Humor ist auch sehr wichtig, dass man miteinander lachen kann.

00:23:21: Ich werde regelmäßig dafür vorerst wie ich Sachen ausspreche.

00:23:23: Das find' ich ziemlich unfair aber...

00:23:24: Hallo!

00:23:25: Ich bin die Oberösterreicherin von uns.

00:23:28: Also ich bin die Idee am meisten zurück.

00:23:30: Einfach sterisch.

00:23:32: Stimmt, also ja ich bin eigentlich die ohne Dialekt.

00:23:36: Aber trotzdem werde ich eben vorerst weil ich sage cheleste statt celest und ich sag grätsch statt gratsch und so Sachen und ich finde aber ich habe recht, ich hab recht find' dich grundsätzlich

00:23:48: Ich halt mit daraus.

00:23:50: Naja das ist ein bisschen ein Einblick in unsere Dynamik.

00:23:52: So viel wolltest du was sagen?

00:23:54: Wolltest du mir etwas ins Gesicht sagen?

00:23:58: Du hast dich nur grad selbst geautet und es werden da nicht Zuhörerinnen entscheiden.

00:24:02: Ja, ich will dann wissen wie viel Prozent Cheleste sagen.

00:24:04: Außerdem klingt Chelest viel cooler als Celeste.

00:24:07: Na warte mal jetzt hab' ich's gerade Celeste so cool gesagt.

00:24:11: Egal was ich sage klingt einfach gut wenn ich's... Entschuldigung okay please next question sonst rede ich weiter.

00:24:16: Ist das auch manchmal vielleicht ein bisschen nach dem dass ja schon das dritte Album ist doch In manchen Situationen Autonomie und natürlich ihr habt alle eure eigenen Projekte auch.

00:24:28: Und dann findet ihr wieder zusammen, macht es auf der einen Seite leicht das ein gemeinsames Sound zu finden?

00:24:34: Oder ist es manchmal dann auch schon weiß ich wahrscheinlich die Rollen noch immer ein bisschen tauschen oder wird's dann auch manchmal schwieriger sogar je länger man zusammen zusammen ist in einer Beziehung

00:24:44: sicher.

00:24:45: also schwieriger weiß ich nicht.

00:24:46: Ich finde es eben dass sound suche Ich weiß nicht, man muss halt offen sein für einander.

00:24:52: Wenn man jetzt sagt... Nein!

00:24:54: Ich will das genau so machen wie beim ersten Mal.

00:24:56: Und ich meine, dass ist mein Sound und der ist immer so und... maybe that's me actually.

00:25:04: Und das Lachen ist deswegen so laut weil das leider ein bisschen wahr

00:25:07: hat.

00:25:16: Genau, man musst halt offen bleiben, kannst du?

00:25:19: Ich weiß halt, was ich mag.

00:25:21: Das ist halt das.

00:25:22: Wenn man sich selber gut kennt, dann weiß man, wie man gern klingt.

00:25:25: Confident.

00:25:25: Anconfident.

00:25:27: Und ich übergebe jetzt bitte.

00:25:33: Also ich glaube, was ich so schön finde ist dass wir alle so ein Gefühl haben wenn wir einen Song schreiben und dann spülen wir so ah das ist für die Clementines.

00:25:41: Ah da spüre ich schon.

00:25:42: Da kitzeln die Clementine sehr vor.

00:25:44: oder wenn man ein Song hat und uns sagt sind es Clementines?

00:25:47: Dann gibt's die Möglichkeit einen Song zu ver-clementinen.

00:25:51: Das haben wir ja auch schon gemacht.

00:25:52: Wie

00:25:52: funktioniert das?

00:25:54: Meistens

00:25:55: mit einer Zähre.

00:25:58: Es macht schon ganz viel Auspowerchorz, Zähren Genau Und meistens ein paar Akkorde rausstreichen manchmal.

00:26:06: Ich wurde gezwungen, mein Bridge-Pickup zu verwenden.

00:26:11: Zum Beispiel?

00:26:12: Aber ja so würd ich das beschreiben.

00:26:14: Sophie, magst du auch noch deinen Senf?

00:26:17: Also es ist lustig weil... ...ich finde es ist einfacher geworden jetzt über die Jahre.

00:26:21: To be honest!

00:26:23: Ich glaube wir uns jetzt immer mehr schon finden in unserer Dynamik und unsere Freundschaft.

00:26:29: tatsächlich.

00:26:30: also ich glaub wie werden einfach.

00:26:32: Also am Anfang hat es einfach so ein bisschen noch Rollen gegeben, weil ich habe das Album das Erste von mir und dann war das alles noch in meiner Hand.

00:26:39: Und dann war es oft nicht ganz eher so unausgesprochen.

00:26:43: was jetzt wäre eigentlich wie Contributen kann quasi.

00:26:48: Ich finde dass ist viel einfacher geworden, weil wir jetzt viel mehr reingeflossen sind in welche Positionen wir haben und viel demokratischer Sinn in ganz vielen Dingen und wie wir Musik schreiben und deswegen Ja, leichter geworden.

00:27:02: Natürlich Sound-Sachen finden und so... Ich glaube das ist auch ganz spannend weil wenn wir dadurch dass wir eigene Projekte haben, ist es immer voll schön dann wieder zu einem Clementine Sound zurückzukommen.

00:27:14: Weil das ist der Clementines Sound!

00:27:15: Und dann kann man sich ausleben woanders und dann kommt man wieder zurück zu diesem Sound und er verändert sich natürlich auch.

00:27:20: aber bei diesem Album ist es natürlich auch ein anderer Sound als das zweite.

00:27:25: Aber eben dieses Verklemmenteinen hat dann einfach schon einen eigenen.

00:27:29: Das ist ein eigenes Ding geworden.

00:27:31: Und das einzige, wo ich mir denke okay den Sound für jedes Album so zu finden und der Anführungszeichen ist vielleicht das Schwierigste so aber ich finde alles andere ist eigentlich viel leichter geworden.

00:27:43: über die Jahre

00:27:44: War es dann relativ schnell klar dass das weitergeht mit euch drei auch?

00:27:49: Dass das jetzt nicht nur so ein zwei halben sind vielleicht und dann geht jeder von euch wieder quasi den eigenen Weg.

00:27:57: Ja also Ich kann von mir sprechen, aber ja das ist cool.

00:28:00: Wir sind gekommen um zu bleiben!

00:28:02: Also wir werden solange miteinander Musik machen bis wirklich irgendwer keinen Bock mehr hat und dann ist es auch okay.

00:28:08: Aber es war nie einfach nur so ein... Das machen wir jetzt einfach und in zwei Jahren ja dann gefreuten sie nicht mehr sondern wir sind alles schon sehr committed was dieses Projekt betrifft Und wir gehen natürlich durch unsere Höhen und Tiefen und müssen uns anpassen an bestimmte Lebensphasen und Zyklien die einfach passieren in den jeweiligen Leben.

00:28:27: Wir werden nie in derselben Phase sein, klarerweise und dann wird das Projekt damit natürlich immer mitgenommen und dann ist es mal vielleicht schwieriger und leichter und mal mehr, einmal weniger.

00:28:37: aber die Grundentscheidung dass dieses Projekt so lange laufen soll und deswegen machen wir auch so eine Provision.

00:28:42: Deswegen kümmern wir uns auch um die Freundschaft Die gibt's Und das bleibt so lang bis wirklich irgendwer dann sagt So ich bin jetzt Achtzig Jetzt habe ich keinen Bock mehr auf Bühne zu sein.

00:28:54: Ja, idealerweise aber keine Ahnung.

00:28:55: Aber voll!

00:28:58: Es wäre so ikonik mit Achtzig.

00:29:03: Absolut ich werde auf dem Bühne sitzen im Schneidersitz wie sonst auch in meinen Solosachen und dann gibt es...

00:29:10: Also ich glaube.. Ich stelle jetzt mal die Behauptung auf meine Festing Das beste und interessanteste Album kommt wenn wir Achtzig sind Und dann sind wir die Clementants die wir immer sein wollten Weil ich glaube darum geht es.

00:29:25: Ja, das ist ein Ziel.

00:29:29: Ist das Science-Fiction?

00:29:31: habe ich mir so groß auch rausgestrichen den Song?

00:29:35: Der beschreibt wollte sie damit irgendwie auch die aktuelle Gegenwart beschreiben dass wir in einer Welt leben in der man sich schon selber oft etwas fremd fühlt mit allem was passiert und eigentlich irgendwas ist was vielleicht in der Zukunft liegen sollte.

00:29:53: Aber wir schon mittendrin sind in so einer dystopischen Science-Faction auf eine Art und Weise.

00:29:59: Ich finde, es sind ja so viele Dinge die gleichzeitig passieren, die absurd sind – Dinge, die eigentlich nicht einmal gestrick sein dürfen!

00:30:09: Und Dinge, wo sich dann wieder so progressive Ideen und Kämpfe passieren und Fortschritte und dann wieder krasse Rückschritten.

00:30:21: In dem Song geht es auch darum, dass man oft in diesem Widerspruch lebt im Umgang damit nicht immer ganz konsistent zu sein.

00:30:29: Weil in einem Kontext zum Beispiel ist man mal ganz arg streng und setzt sofort die Grenze.

00:30:36: Und im anderen Kontext denkt man sich nach für das Gespräch noch und versucht vielleicht jemanden dort abzuholen oder weil ich mir selber zugestehe, dass ich ja auch dazu lerne Und dann aber wieder ärgert man sich drüber, weil man sich denkt so naja irgendwann muss man muss ja Grenzen ziehen und vielleicht muss es einmal ein ganz klares Nein sein.

00:30:56: Diese Inkonsistenz manchmal diese Komplexität auch bei sich selber zuzulassen.

00:31:03: Das sollt einen nicht daran hindern dass man trotzdem einfach immer weiter macht.

00:31:07: um das geht's glaube ich in diesem Song, dass er alles nicht in einem luftlernen Raum ist auf der selben Welt, am selben Planeten wo Dinge gleichzeitig passieren und die haben alle miteinander zu tun.

00:31:24: Das ist alles miteinander verbunden.

00:31:26: Und entsprechend spürt man auch diese Verantwortung und die Unmacht und die Komplexität und den Widerspruch und danach wieder dieses Drängen nach eigentlich muss es jetzt passieren und das muss jetzt gemacht werden.

00:31:36: und dann denkt man sich wie solls klappen?

00:31:39: Also ja!

00:31:40: Das sind zwei Schritte nach vorne und mindestens einer zurück und manchmal sogar dann gefühlt ihr drei Schritte wieder zurück, diese Frustrationen wahrscheinlich auch die sich da manchmal aufbaut bei vielen Themen.

00:31:55: Wie wirkt sie oder was soll quasi dieses Album so offene Frage aber so bei den Hörerinnen und Hörern irgendwie auch auslösen oder bewirken?

00:32:04: Oder was soll... Was wollt's ihr anzünden?

00:32:08: vielleicht oder dieses Gebiss dass man das sieht auf dem Albumcover?

00:32:12: Ich glaube, es soll einen Durchtragen durch die ganze emotionale Bandbreite.

00:32:19: Also ich sehe vor mir dass man sehr ausgelassen tanzen kann währenddessen schreit und dann aber eigentlich in Lachen ausbricht also eher sehr los gelöst und das auch alles erlaubt ist und dass es auch miteinander geteilt wird.

00:32:34: Ja ich glaube es soll natürlich zum Nachdenken, Anregen irgendwie Labels aufzubrechen.

00:32:41: Zwischenmenschliche Beziehungen viel andere Art und Weise zu betrachten.

00:32:48: Natürlich das Album heißt auch Apply Autonomy.

00:32:50: wir haben natürlich auch gibt es gibt das overall Thema dass vielleicht auch was ist dass die Leute vielleicht mal sich ja überlegen können nämlich diese schöne Satz dem ihres Freundinnen in der Masterarbeit verwendet hat Der vermeintliche Widerspruch zwischen Autonomie und Verbundenheit.

00:33:10: Und das ist auch ein ganz großes Thema in dem Album, nämlich dieses wieviel Autonomien kann in einem Gefüge sein?

00:33:19: Wie viel soll es sein?

00:33:20: Weil's auch wichtig ist aber wie viele Platz nimmt was ein?

00:33:23: Wieviel Verbundenkeit braucht man?

00:33:26: Wieviele Autonomie braucht man damit alles gut funktioniert?

00:33:32: Und dieses eben vermeintliche, dass das eigentlich gar nicht zusammengehen kann.

00:33:36: Das ist einfach nicht stimmt weil man braucht Autonomie um verbunden sein zu können.

00:33:40: Weil wenn man sich nur aufgibt für andere dann funktioniert es nicht.

00:33:43: Wenn man nur auf sich selbst schaut dann funktioniert's nicht.

00:33:46: und das ist eben diese schmale Grad... ...und ich glaube auch ein Thema das finde ich voll anregen soll und vielleicht auch sehr... modern ist oder halt auch grad ganz groß ist, nämlich man hat immer dieses Self-care.

00:33:59: Man muss sich selbst in erster Stelle stellen und so ja voll ist auch voll wichtig.

00:34:04: aber ich glaube es wird dann ganz oft auch sehr viel fallen gelassen dass voll wichtig wäre auch eigentlich für das self-care weil Freundschaften oder Verbindungen voll wichtig sind für einen Selbst und das gehört genauso zur Self-Care.

00:34:17: da muss man natürlich die Schritte zu den anderen gehen.

00:34:21: genau und das ist auch ein Thema finde Ich finde, dass Leute mitnehmen könnten, über das sie nachdenken könnten.

00:34:29: Wenn Sie Album anhören,

00:34:30: dass sich das nicht ausschließt.

00:34:33: Diese

00:34:35: letzten zwei Songs auf den Album, die runden, das finde ich das Thema gefühlt noch mal so schön ab.

00:34:41: No Rescue ist glaube ich der vorletzte, bin ich jetzt richtig im Blitt und Apply Autonomy dann der Abschlusssong Und No Rescue sind wirklich irgendwie so raue Fast wütende, manchmal habe ich es zumindest so gehört.

00:34:57: Wütende Hymne, Eye Apply Autonomy und dann dieser Brückenschlag auf das letzte ruhigere Lied, dass man mal ein bisschen in so a happy end für mich hineingeschlittert ist.

00:35:10: Manchmal habe ich's zumindest so gehört aber auch so eine Aussichtslosigkeit widerspiegelt.

00:35:17: Können Sie da mit diesem Gedanken was anfangen?

00:35:22: Also ich finde... Vor allem, wenn du das so beschreibst beim letzten Song heißt ja auch Apply Autonomy.

00:35:29: Also dieses Happy End und diese Aussichtslosigkeit ist einfach genau das was mich vor allem, dass ich so fühle.

00:35:39: Auch dieses Gefühl in dieser Gesellschaft manchmal fühlt sich so aussitzlos an den ganz vielen Hinsichten.

00:35:44: aber dann dieser Wunsch nach Happy End, dann manchmal fühlt es sich an wie ein happy end Ich meine end.

00:35:48: wir sind jetzt noch nicht so alt Aber es soll ja auch nicht ein happy end sein, sondern ein good life sein wenn man jetzt den Brück geschlagen will zum folgen Album.

00:35:59: Das ist nämlich das Gefühl, dass manchmal so dieses fröhliche, diese Glück und dieses schöne Leben mit Menschen und dann aber auch diese Aussichtslosigkeit, wenn man sich anschaut wie die Welt gerade ausschaut und ich glaube deswegen ist es auch ein guter Schlusssong weil dieses Album hat keine Konklusio, das hat nicht einen... Wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute.

00:36:21: Das ist nicht ein So-is-es und das müsst ihr jetzt so verstehen und es ist unser die Lösung sondern es ist einfach... Es ist einfach so wie bei Science Fiction, es ist mittendrin sein in diesem Zwischen drinstecken in all dem Ganzen oder gibt's keine Lösungen dafür?

00:36:40: Das ist das was wir schupfen müssen Und ich glaube, das ist deswegen auch ein guter Schlusssagen.

00:36:45: Wenn du das gerade so verstehst wie du es gesagt hast mit diesem Happy Aber trotzdem irgendwo auch verzweifelt sein So ist das Leben einfach grad und wir haben die Lösung nicht dafür.

00:36:55: Es ist schön die Leute so dann mit dem irgendwie wieder auszuladen bei dem Album

00:37:01: Der eine fährt nach Paris der andere fahrt nicht nach Paris.

00:37:10: Ja, vielen Dank für das tolle Gespräch.

00:37:12: Wir danken!

00:37:13: Danke schön!

00:37:35: Was soll das alles?

00:37:36: Ist eine Produktion von mir, Philipp Dulle.

00:37:39: Folgen gibt es jeden Freitag überall wo es Podcasts gibt.

00:37:43: Damit ihr keine Folge verpasst folgt dem Podcast auf der Plattform eurer Wahl.

00:37:48: Vielen Dank fürs Zuhören und ich freue mich schon auf kommende Woche.

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