Laith Al-Deen: Von Iron Maiden bis „Bilder von dir“

Shownotes

Seit 25 Jahren gehört Laith Al-Deen zu den prägenden Stimmen des deutschsprachigen Pop. Zum Jubiläum schaut er allerdings nicht einfach zurück: Für sein Album „25 – Best Of“ hat er 15 seiner Songs komplett neu arrangiert, darunter auch „Ich will nur wissen“, den Titelsong seines Debüts. Im Gespräch erzählt Laith Al-Deen, wie sich seine Beziehung zu den Fans über die Jahre verändert hat, warum er eigentlich einmal Gitarrist in einer Rockband werden wollte und wie er sich an Konzerte von Ronnie James Dio und Iron Maiden erinnert. Wir sprechen darüber, wie es ist, mit Peter Maffay unterwegs zu sein, was 25 Jahre auf der Bühne mit dem eigenen Blick auf die Musik machen und warum ein Song wie „Bilder von dir“ auch nach all den Jahren noch immer zum Live-Programm gehört. Und natürlich geht es um die Frage, was passiert, wenn man seine eigenen Klassiker nach einem Vierteljahrhundert noch einmal neu entdeckt: Was bleibt vom ursprünglichen Song und was darf sich verändern? Laith Al-Deen über Erinnerungen, Rockmusik, Fans, alte Hits und die Kunst, nach 25 Jahren noch neugierig auf die eigene Musik zu sein.

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Was soll das alles? Philip Dulle spricht im Podcast mit Künstlerinnen, Musikern und Filmemacherinnen. Die dritte Staffel von “Was soll das alles?” erscheint jeden Freitag auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

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Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.

Transkript anzeigen

00:00:00: Manchmal stand das Publikum vor uns mit Fragezeichen.

00:00:03: Und du hast das Gefühl gehabt, die Leute fangen gleich an zu weinen weil sie den Song nicht mehr wieder erkennen.

00:00:07: und dann haben wir alles wieder zurückgeswitched ins Original und irgendwann bekam der Song aufgrund des Feedbacks aus dem Publikums seine Ursprungsberechtigung zurück und die ist nicht mehr wegzudenken.

00:00:17: also wenn ein Bilder von ihr jetzt stattfindet auf dem Live-Konzert, da lebt er für mich hauptsächlich von dem was vom Publikuum kommt.

00:00:24: Das ist wirklich erhebend tatsächlich!

00:00:26: Weil der Moment in dem wir alle springen, Tag kommen die Handys raus, das ist befremdlich.

00:00:32: Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt aber es wird immer noch der Moment festgehalten und teilweise von Leuten die das bestimmt schon zwanzig mal gefilmt haben in den letzten zehn Jahren.

00:00:42: Und es wird wieder gefilmt!

00:00:43: Es ist dann wieder dieses Springen im Moment und das finde ich beachtigt mir wieder erstaunlich gut mit möglichst wenig.

00:01:13: Ich finde als Musiker lernt man irgendwann alles was man dazwischen packt Es unter Umständen nicht unbedingt besser macht und wenn es so funktioniert, finde ich das total gut.

00:01:22: Obwohl ich Kopfhörer ist auch ein sehr Schätze aber ich mache das tatsächlich auch im Radio.

00:01:26: Also ich habe mich schon immer gefragt, wenn zwei Leute gegenüberstehen warum sie sich dann vorziehen mit Kopfhören miteinander zu sprechen also einen halben Meter voneinander entfernt?

00:01:35: Wenn der Pegel passt und von daher immer wenn ich kann lasse ich's weg

00:01:39: Du dann steige ich gleich mal so direkt auch in das Thema ein, was ist so?

00:01:43: wenn du so zurück denkst an die letzten fünf und zwanzig Jahre sind sie schon fast sechsundzwanzig jahre muss man ja sagen bei dir.

00:01:54: Dann auch diese technischen Dinge gewöhnt man sich als Musiker, du mit einer Band auch daran dass ständig vielleicht auch was schief lauft und irgendwie war es vielleicht nicht so klappt wie man sich das vorgestellt hat?

00:02:10: Man denkt glaube ich man würde eine Fehler-Toleranz entwickeln.

00:02:14: Ich glaub die Fehler-toleranz die man entwickelt ist eine gewisse Lässigkeit den Dingen gegenüber die passieren können weil es klar ist da sie passieren.

00:02:23: also ich mach jetzt Musik seit ich... Und es war immer in jeder Konstellation ein Musiker dabei.

00:02:33: Oft war das auch ich, der kein formschönes Brett mit alles klebt an der richtigen Stelle.

00:02:39: Jedes Kabel ist frisch gekauft und gelötet, sondern eher sein Harnepüchen sammelt Surium aus einer Tüte, dass man vor sich ausbereitet und schließt es an und man macht den Verstärker an uns, macht nur äääääh... ...und alle denken fuck!

00:02:54: Bring doch mal dein Zeug in Ordnung.

00:02:55: Von daher glaube ich gewöhnt man sich irgendwann dran, dass solche Dinge passieren können und geht die auch mit einer gewissen Lässigkeit an weil es oft auf den professionellsten Live-Bühnen verrutscht auch einfach mal ein Kabel.

00:03:08: Und was machst du denn dann?

00:03:09: Also wenn du empfindlich bist gerätst du ja sofort in Panik!

00:03:12: Und die Panik finde ich schleicht sich zumindest in meinem Gefüge irgendwann leicht aus.

00:03:17: Das heißt du hast so im Laufe deiner Karriere auch gelernt irgendwie gelassen den täglichen Herausforderungen werden umzugehen.

00:03:26: Unbedingt, unbedingt!

00:03:27: Also ist es immer noch so dass ich bin zum Beispiel nicht ärger mich wenn jemand sich gar nicht vorbereitet auf irgendwas was ich natürlich mit vielen durfte mit sehr vielen wirklich auch sehr begnadelten Musikern zusammen auf der Bühne stehen und klar je besser die Leute sind das so kleiner also nicht immer aber gerne mal ist da gerade der Vorbereitung Umgekehrt proportional wie man so schön sagt.

00:03:55: und dann kommen die Leute gerne mal.

00:03:56: also gerade wenn es leute sind, die aus der cover-Szene kommen zum Beispiel die viele Sachen kennen.

00:04:01: Und die wissen dass sie in der Lage sind ein Song, sagen wir mal irgendwie so darzustellen das niemand merkt, dass sie gar nicht wissen wie er eigentlich funktioniert.

00:04:09: Dann hat man natürlich eine riesen Freude dabei den Leuten zuzugucken wie sich durch den Song durchschwimmen Und dafür kommen unter Umständen aber auch Sachen, die man auf die man wartet als derjenige, der die Songs gut kennt.

00:04:21: Kommt dann vielleicht nicht und da kann man sich entscheiden in dem Moment kannst du sowieso nichts machen weil es ist dann so auf der Bühne gespielt an den Song so.

00:04:30: Auf der anderen Seite ist das sozusagen auch eine einzigartige Version aber schon so ein Level wo man sagen muss mach Du jetzt mal deins ich bin damit jetzt fein.

00:04:38: nach dem Konzert sprechen wir weiter wie sich das oder ob wir noch mal quasi dass wir nochmal zusammenarbeiten oder nicht.

00:04:44: Und das hat sich bei mir auf wie ich finde, glaube ich sehr entspanntes Niveau eingepäht.

00:04:50: Ist es dir dann auch irgendwann leichter gefallen vielleicht auch mal zu sagen stopp.

00:04:54: also so will ich nicht arbeiten.

00:04:56: oder ist das auch ein Prozess wo man erst quasi rein wachsen muss um quasi so sein eigenes Feld abzusichern und zu sagen nein so geht das mit mir nicht.

00:05:07: Es ist, wie du schon sagst.

00:05:10: Das Rheinwachsen ist sicherlich das Wichtigste.

00:05:12: also ich erinnere mich daran dass sich früher... Wow!

00:05:16: Dass ich im Groberaum stand.

00:05:18: wir hatten so einen Metallgestell mit einem Deckel wie eine sausfine orangen Mülltonne wo man große Müllsäcke dran hängen konnte und ich hatte dann ein Drumstick in der Hand.

00:05:28: Wir hatten sehr jungen Schlagzeuger sehr talentiert von der Musikschule Er kam irgendwann zu uns war unfassbar gut, aber was Tempo anging.

00:05:39: Also habe ich mir dann tatsächlich so einen Stock genommen und hab dann zwischendurch das Tempo vorgegeben.

00:05:45: Und das könnte ich mir heute gar nicht mehr vorstellen!

00:05:47: Ich kann mir gar nicht mir vorstellen dass ich versuche einem Gefügel von Musikern die ich für Guthalte sowieso vorzugeben was sie zu machen haben.

00:06:00: also für mich ist Musik inzwischen ein sehr großes kreatives fließen lassen was natürlich auch zur folge hat das mal cauda welch passiert.

00:06:11: aber ich bin deutlich mehr fan der geschau mal was passiert als der total konzert handen.

00:06:20: Lass mal in die partitur schauen also wenn überhaupt jemand partitor lesen kann von den Leuten mit denen ich arbeite war die meisten können es nicht, Und dann zu sagen, ja das muss da sein und das muss hier sein.

00:06:29: Du spielst dann das und dann hier kommt der rein.

00:06:31: also dass ist eine Version mit der ich nicht mehr leben kann weil Ich für mich festgestellt habe dass die Überraschung in der Musik Das ist Was was das live spielen mit am fruchtbarsten Beflügelt.

00:06:43: und das möchte ich zu jeder zeit haben und ich Möchte zu jeder Zeit Für jeden den größt möglichen Wohlfühl Faktor.

00:06:49: das ist ne auffassung funktioniert nicht immer aber sie ist wie ich finde Wenn sie funktioniert, ist sie großartig.

00:06:57: Dass quasi dieser Spirit oder dieser Vibe, wie man wahrscheinlich heute sagen würde sich auch auf das Publikum dann überträgt vielleicht?

00:07:04: Also wenn ihr schon verkrampft auf der Bühne steht und deine Mitmusiker Angst haben vor dir unter Umständen... Dann würde dass das Publikum wahrscheinlich auch merken!

00:07:15: Das ist genau so, ich war ja mal zwischendurch ein bisschen fester auch mit dem Maffai-Umfeld verwandelt und ich habe auf einer Tour von ihm, in seinem Set.

00:07:27: Das bedeutet man spielt seine eigenen Sachen mit seiner Band und dann machen wir noch ein paar Songs zusammen und dann geht mir wieder von der Bühne und lässt quasi die Maffaibands wieder ihr Ding machen.

00:07:37: und ich hab' mit ein paar Gästen vom Maffae gesprochen Die das immer sehr genau quittieren.

00:07:42: als Gast also wenn sie den gast nicht mögen dann halten Sie die Muffalltickets hoch.

00:07:45: Das kann ziemlich bitter sein, als Gast tatsächlich und da sagt man einer zum Beispiel Ja der Peter, wenn er auf der bühne steht, der guckt immer so böse wenn man die Hände nicht hoch nimmt beim klatschen.

00:07:58: Dann denkt mir immer okay, dann mache ich halt doch mit eidich wollte Ich nur zuhören und dann läuft sich so.

00:08:03: es kann Und ich weiß dass Peter das gar nicht so meint.

00:08:05: aber ich weiß ich weiß um das Gefühl des lasst uns diesen moment gemeinschaftlich gestalten und wenn jemand über dem leute nicht mitmachen im Publikum man schaut dann gerade dahin kann das schon vorkommen dass man das merkt den ich glaube das in gefüge auf der bühne das auch ausstrahlt.

00:08:22: Und mir ist es viel lieber die Leute merken gerade die stammen die stamm fans merken da hat doch gerade einer ein scheiß gespielt.

00:08:29: total cool sagen die einem ja auch danach wenn man sich trifft zum beispiel Ich finde das deutlich besser, wenn dafür auch Momente entstehen die aufgrund dieser lockeren Rangehensweise passieren.

00:08:43: Das ist ja auch das Schöne noch immer an Live-Konzerten oder dass man nicht genau weiß was da so passiert.

00:08:48: und vielleicht ändert sich auch plötzlich irgendwie der Set und irgendwie entsteht plötzlich eine ganz andere Stimmung und dann vielleicht muss auch einmal ein Song neu gestartet werden weil irgendwas daneben geht.

00:08:58: aber sonst kann man sich kleinen Konzertfilmen zu Hause anschauen.

00:09:03: Das ist sicherlich eine der Grächenfragen des Live-Spielens.

00:09:07: Also wenn ein Song von vornherein zu schnell, jemand fängt zu schnell an?

00:09:11: Was macht man?

00:09:12: Stoppt man unterbricht man?

00:09:14: Das dauert eine Weile glaube ich bis man das gelernt hat.

00:09:17: Weiß selber von Live-Versionen bei denen der Drama.

00:09:20: Wir haben ne Zeit lang neue Schlagzeuge getestet zwischendurch und hatten drei, vier von diesen Begegnungen das wir im Konzert anfangen.

00:09:27: Da steht ein voller Acker man spielt irgendwo keine Ahnung Stadtfest oder sonst.

00:09:31: was es richtig alle sind richtig gut drauf.

00:09:33: Der Drama zählt einen... ...zwanzig Beats zu schnell!

00:09:36: Das ist für manche Songs eine Katastrophe.

00:09:38: und dann schaust du dich an auf der Bühne hilfesuchend Und man spielt halt diesen Song oder man sagt ey stop Lass uns bitte von vorne anfangen.

00:09:47: Ich glaube, die Zeit kann man sich nehmen... Das Publikum Verzeiht es immer!

00:09:51: Die finden zu alle immer gut.

00:09:52: Sie finden es ja auch immer gut zu sehen dass das eben nicht so glatt läuft.

00:09:57: und das ist der Unterschied zwischen einem Live-Konzert und einer Live-Show.

00:10:02: Und ich finde Show auch cool.

00:10:03: Ich find's total spannend wenn jemand es schafft von vorn bis hinten durchgetaktet zu sein.

00:10:09: Und find aber deutlich coole zuletzt in Großgesehen bei Zucchetto zum Beispiel, wenn so eine Gemengelage auf der Bühne stattfindet.

00:10:20: Und dann fängt man mal irgendwie an und zwischendurch hast du das ein kleines Fragezeichen, weil du denkst was machen die denn da?

00:10:25: Also es ist auf jeden Fall meiner auch Fasse.

00:10:28: Wie hat sich das, wenn du früher gesagt hast auch zu dieses... also erstens hast du früher gesagt und dann so gelächelt.

00:10:34: Das ist ja doch schon ein Vierteljahrhundert dass du jetzt feierst.

00:10:40: Das klingt dann gleich schlimmer als vor zwei Jahren.

00:10:47: Also dieses Vierteljahrhundert, aber auch die Fans.

00:10:49: Weil du gesagt hast es gibt Fans, die halt noch immer auf deine Konzerte kommen, die schon von Anfang an dabei sind.

00:10:55: Aber wie hast Du so ein Gefühl dafür?

00:10:57: Wie sich überhaupt das Publikum Deine Fans Die Menschen, die dir vielleicht nachreißen wie sich das verändert hat oder wie Hast Du dein Gefühl dafür?

00:11:09: Es ist nicht leicht zu sagen Was gleich geblieben ist, ist das gegenseitige die gegenseitige Befruchtung auf der emotionalen Ebene.

00:11:20: Sprich, ich hab jetzt, sagen wir mal ... Die fünfundzwanzig Jahre laufen, du hast das im Einstieg schon gesagt, die laufen jetzt gefühlt seit letztem Jahr.

00:11:29: Das ist alles verrutscht mit diesem ... Ich find Jubiläen auch nicht so hartwichtig.

00:11:36: Und habe Menschen getroffen, die wirklich vom, also vielleicht nicht vom ersten Konzert aber aus dem ersten Jahr kommen und sind immer noch dabei.

00:11:43: teilweise haben sie geheiratet zu Musik von mir.

00:11:46: Teilweise haben schon ihre Kinder zu Musik von mir geheiratet.

00:11:50: Das macht mich jedes Mal sprachlos, wenn ich dann vor vier Personen stehe zwei Paaren, älter und Kind mit Ehepartnern die mir sagen hey dein Lied das ist unser Song du denkst dann wow!

00:12:02: Ich habe euer Leben in ca.

00:12:03: twenty fünf Jahre begleitet und dieses Mann gibt sich was ohne einander zu kennen.

00:12:10: Das ist glaube ich unveränderlich, weil das auf zwei verschiedenen Ebenen stattfindet.

00:12:14: Auf meiner Ebene und auf der Ebene desjenigen, der es für sich in Anspruch nimmt.

00:12:19: Und das ist glaub ich immer gleich und passiert im Mikrocosmos.

00:12:22: Und auf der anderen Seite ist zum Beispiel haben wir nicht mehr wie ganz am Anfang hatten wir Fans die sind die komplette Tour mit gereist komplett.

00:12:32: Da wurde dann schon drüber gesprochen, dass man sich einen dritten Job zulegen muss.

00:12:36: Weil es schwer wird das zu bezahlen, dass Ehepartner bestochen werden müssen weil man so lange weg ist und dann stehst du da ab und zu.

00:12:43: ich habe mich schon sagen hören auch zu Menschen ganz ehrlich wirklich beeindruckend.

00:12:49: aber bitte sagt mir das doch nicht.

00:12:50: Sag mir doch bitte nicht, dass du dir quasi das Leben zur Hölle machst an manchen Stellen nur damit ihr bei uns aus den Konzerten mit dabei sein könnt.

00:12:59: und die sammeln mal diese Dieses leicht teenyhafte, das hat sich wirklich zu einem großen Teil, hat sich das gelegt und hat sich in so eine spannende Verbundenheit gewandeln.

00:13:10: Ich glaube, dass es die größte Veränderung erzählt.

00:13:14: Aber dieses im Rampenlichtzustehen war das etwas wo du schon quasi auch vor deinem ersten Hit, vor dem ersten Album hingestrebt hast.

00:13:26: oder ist das dann irgendwie auch dir irgendwie passiert?

00:13:29: dieses auch angehimmelt zu werden oder genau das was du jetzt erzählt hast, dass Menschen dir hinterher reißen und dich immer wieder sehen wollen.

00:13:38: Und du natürlich auch irgendwie zu einer Projektionsfläche geworden bist für viele Menschen.

00:13:44: Ich konnte ja am Anfang überhaupt nicht mit umgehen.

00:13:46: ich wollte ursprünglich habe ich mir eine Gitarre geliehen die ich immer noch besitze immer noch geliehn.

00:13:57: Damit hat es angefangen und ich wollte eigentlich Gehterist werden.

00:14:00: Ich wollte mit langen Haaren, Heavy Metal Soli spielend vor allem Ventilator mit möglichst Nebel stehen und Gitarren Soli abziehen und als Gehderist ein möglichst einer Rock Band quasi oft in zweiter Reihe am Start sein.

00:14:15: Zweite Reihe immer cool natürlich, möglichst Mädels am Start und ein Stück weit mystic slash wahrscheinlich ein ganz gutes Beispiel bisschen müstig und auf der anderen Seite natürlich ein Stück weit mit beeinflussen des Publikums, weil auf der Bühne.

00:14:33: Aber die Frontnummer habe ich zufällig bekommen, weil keiner sonst singen wollte in dem Gefüge damals.

00:14:39: Das hatte einfach keine Lust!

00:14:40: Und ich hab das dann übernommen im Platzhaltefunktion Mit der Überlegung wir werden schon noch eine Sängerin oder ein Sänger finden, die es übernehmen.

00:14:48: Dann hat sich das über die Jahre entwickelt und mir ist erst bewusst wie Spannend diese Rolle ist, als im Jahr.

00:14:58: meine Zeitrechnung als Musiker beginnt ja leider Gottes mit Bilder von dir.

00:15:03: Und also es gibt vor und nach Bilder von Dir und nach Bildern von Dir habe ich festgestellt über Gästebucheinträge.

00:15:11: damals waren es dann noch Gästebucheinträge das Menschen mich haben an ihren sozialen und psychischen Problemen teilhaben lassen.

00:15:22: Und dann schrieb dann irgendwann jemand und ich weiß noch, wir saßen da in großer Runde im Studio mit den Produzenten damals auch vor diesen Einträgen.

00:15:29: Ging es jemand sehr, sehr schlecht?

00:15:30: Da ging's darum ob er sich das Leben nimmt oder nicht.

00:15:33: Und der schrieb das dann alles relativ akribisch ins Gästebuch was ist schon schwierig fand weil das war das erste Mal.

00:15:40: Wir haben dann in großer runde mit allen überlegt zuviel tatsächlich was wir denn antworten damit wir bloß also wir kamen auch nicht auf eine private Ebene per Mail oder sowas und es lief dann alles weiter übers Gästenbuch was wir antworten können, um das irgendwie abzuwenden.

00:15:55: Und da ist mir zum ersten Mal klar geworden, dass sich Dinge total verändert haben aus dem ich mache total gerne Musik hinzu.

00:16:04: Manche Leute verstehen mich unter Umständen vollkommen fälschlicherweise als Auffangsschale für Lebensstress und das hat sich bis heute immer noch nicht so ganz eingepegelt tatsächlich.

00:16:17: Aber es ist natürlich grundsätzlich eine schwierige Doppelrolle die man dann wahrscheinlich, wenn man auf einer Bühne steht haben muss.

00:16:24: Weil auf der einen Seite natürlich ... Wahrscheinlich kennt das fast jeder, dass man Musik hört um Emotionen irgendwie zu verarbeiten und vielleicht Liebeskummer zu ver arbeiten, um Probleme mit den Eltern in der Pubertät zu verarbeitet oder überhaupt sich selbst zu finden auch in wichtigen Lebensphasen.

00:16:48: und auf der anderen Seite steht da halt jemand auf der Bühne zufällig.

00:16:51: Und zufältig landet man bei dieser Band oder diesem Künstler, also entsteht dann doch seine eigenartige Abhängigkeit von dieser Person.

00:17:02: aber du als der, der auf der bühne steht kann dir die auch eigentlich nichts dafür!

00:17:07: Du willst ja auch nur dich ausdrücken und... Also das ist, kann man gut vorstellen dass es schwierig ist dieses Hin-und-Herr Gerissen zu sein.

00:17:17: Es ist schwierig, weil man sich glaube ich auch an einem bestimmten Punkt fragen muss wie man das füttert oder ob man es versucht zu ersticken?

00:17:25: Oder wie man so eine Balance findet.

00:17:27: und wir haben zum Beispiel Anfangsversuch also auch auf Anraten von außen.

00:17:30: da kam ganz viel von Außen such den Fan Kontakt aber nicht zu sehr.

00:17:38: Dann ging es schon damals.

00:17:39: zu der Zeit gings dann noch.

00:17:40: also wir reden auch noch von tatsächlich da standen tatsächlich und noch teenager in den ersten drei rein.

00:17:44: was ich bin so froh als das aufgehört weil die haben eigentlich nur telefoniert.

00:17:48: Telefoniert und Fotos gemacht?

00:17:50: Und damals schon alles noch klapphandy, da wurden aber im Prinzip schon Bilder gemacht.

00:17:59: oder war das Gespräch mit der freundlich war zu der zeit.

00:18:03: Ich glaube, es gibt eine Bravo in der ich irgendwo stattfinde und Popcorn war bei The Dome.

00:18:10: Ich habe gerade ein Zuge des Jubiläums meinen Top of the Pops Aufkleber wiedergefunden.

00:18:16: Den gibt's noch aus dem August two thousand mit den allerersten Top-of-the-Pops Auftritts.

00:18:24: Das war schon vollkommen unwirklich!

00:18:26: Und dieses Missverhältnis zwischen also Bravoauftritte vor Bravo Bühnen Als sozusagen zu dem Zeitpunkt schon Musiker, der seit fast gut zehn Jahren schon an Musik machen war und eigentlich schon gewohnt war er ein Publikum zum Spielen.

00:18:41: Was eher kritisch ist was überhaupt nichts mit diesem Hype zu tun hat konnte damit nicht umgehen dass da Mädels stehen die letzten Endes eigentlich hauptsächlich ein Foto machen wollen oder einen tatsächlich anhimmeln.

00:18:53: Und das hat sich sehr lange entwickeln müssen.

00:18:56: Die Strategie für Fan-Kontakt hat sich lange entwickeln müssen, vor allem wenn sich dann so entwickelt als Fans bei uns im Hotel waren mit dem Hotel du stehst im Fahrstuhl plötzlich denkste hoch euch kenne ich doch.

00:19:07: und dann entwickeln sich Gespräche oder man fängt an ein Stück privater zu werden jemand aus der Band fängt auf irgendwelche Geschichten oder Kontakt nebenher laufen zu haben, einfach weil sie sich so gut verstehen.

00:19:19: Und es muss man alles ein bisschen im Blick haben und schauen wie weit kann ich jemanden ranlassen ohne dass sich eine Ebene noch dazwischen schiebt die ist eigentlich zwischen Leuten auf der Bühne oder vor der Bähne vielleicht schlauerweise nicht hat.

00:19:36: Wie hat sich das überkommt?

00:19:37: Hast du noch dieses Gefühl in dir quasi wo dieser diese erste Überhit Bilder von dir mit dem Du ja bekannt geworden bist?

00:19:46: also Obwohl das so wirklich explodiert ist, kann man das in diesem Moment überhaupt fassen?

00:19:56: Ein ganz schönes Beispiel ist glaube ich und ich weiß von vielen Kollegen dass sie das auch getan haben.

00:20:00: Ich gehe damals hieß es nicht Medienmarkt sondern ich weiß gar nicht wie das hier ist zu dem Zeitpunkt also im Prinzip der Vorläufer des Medienmarkts Und ich ging rein um meine eigene Single zu kaufen.

00:20:12: Das war mein Ziel und mein großer Traum war natürlich dass ich an die Kasse gehe Und halte das Ding hin und irgendjemand schaut mich an.

00:20:19: Oh, wow!

00:20:19: Das bist ja

00:20:20: du!".

00:20:21: Und dann stand ich da und armseligerweise mit dem gleichen Hemd quasi auf das Kaffer zierte, bin nicht an die Kasse gegangen... ...und dann hat der junger Typ das Ding drübergezogen ohne aufzuschauen, mich abkassiert.

00:20:38: Ich bin dann rausgelaufen und dachte, fuck!

00:20:40: Es hat überhaupt nicht geklappt, ist total nach hinten losgegangen und mir war zu dem Zeitpunkt klar dass das manche Entwicklungen also vor allen Dingen habe ich davor schon so viel muss.

00:20:52: Ich hab ja da vorne wirklich nur Musik gemacht.

00:20:53: Ich habe mich mit meinen Eltern rumgeplagt wie viele andere Musiker auch.

00:20:57: zurecht weil die Eltern natürlich den Anspruch hatten, dass man den sicheren Hafen wenigstens ein Stück weit ansteuert und irgendwas Vernünftiges macht und ich habe hart dagegen gearbeitet angefangen zu studieren Mit Gelegenheits-Jobs noch.

00:21:13: Dieses ganze Programm hat sich mit dem Plattenvertrag nicht erübrigt, sondern irgendwann kam das erste Geld und das erste Mal das Gefühl Hey!

00:21:21: Das was ich da tue könnte vielleicht dazu führen dass ich wirklich irgendwo hinkomme.

00:21:26: Und vom Achtungserfolg entwickelte sich das alles.

00:21:31: und letzten Endes Äh, letzten Endes saß ich dann irgendwann im Auto mit Freunden und da lief Bilder von dir das erste Mal im Radio.

00:21:42: Ich musste alle bitten, dass du bitte abzustellen weißt nicht ertragen habt es selbst zu hören.

00:21:46: also von daher... Das ist alles so an mir vorbeigerauscht weil der ganze Prozess von Veröffentlichung bis es dann mal im Radio lief war so schwierig.

00:21:54: was wollte überhaupt niemand spielen?

00:21:56: zwar bei Xavier Neidow war sehr ähnlich zu der Zeit Das fing an zu laufen und ein ganzes Jahr lang wollte, dass niemand spielen im Radio.

00:22:03: Es hat ewig gedauert bis das mal losgingen.

00:22:05: Das kann man sich heutzutage so gar nicht mehr vorstellen was ich ganz cool finde Und von daher hat es trotz langer Vorbereitungszeit sehr lange gedauern bis mir klar wurde, dass ich jetzt in diesem Business mitspiele.

00:22:16: Das war jetzt eine sehr lange Erklärung.

00:22:18: Aber warum glaubst du, dass das... Also warum hat's so lange gedauert bis es gespielt wurde?

00:22:24: Weil wir reden jetzt von neunundneunzig, zweitausend und letzten Endes lief.

00:22:31: Xavier fand im Radio statt.

00:22:33: als ich komme aus einem Hip-Hop Umfeld.

00:22:36: Ich bin eigentlich ein ziemlich cooler Typ.

00:22:37: Wir reden von Moses Pelham Sabrina Settler zu der Zeit sehr groß.

00:22:42: Die waren schon sehr sehr angesagt Und trotzdem war

00:22:44: es... Du warst damals auch schon in Mannheim?

00:22:46: Ich war in Manheim genau hatte aber mit dem Lager, mit dem Söhnelage noch nie so richtig viel zu tun.

00:22:53: Und es gab noch ein paar andere deutschsprachige Sachen, die stattfanden.

00:22:58: Das war alles eher so um wie wir.

00:23:00: bravo MTV kam das langsam auf und trotzdem war deutschprachige Musik war klar auf der Schlagerseite ganz klar auf den Schlagers Seite außer man hat sich wirklich durch R&B Einflüsse versucht ganz stark abzusetzen.

00:23:13: Es waren alles vor Einzelhit-Geschichten Eiman du bist mein Stern und so weiter und sofort Und letzten Endes kam von radio immer das gleiche.

00:23:21: Also wir haben an Bilder von dir drei Monate, wir haben drei Monate an dieser Single.

00:23:26: Ich habe vor zwei Monaten Kassetten gefunden.

00:23:29: Kassettentapes gefunden weil ich mir ein Walkman gekauft habe letztes Jahr und hab angefangen Kassette durchzuhören was ein Riesenspaß braucht.

00:23:36: Stunden weil man immer am Spulen ist und hört die ganze Zeit.

00:23:40: wo könnte es sein?

00:23:41: Spul spul spül und habt dann verschiedenste Versionen von Bildern von dir gefunden in anderen Tonarten leicht anderes Tempo ein bisschen andere Fasierungen im Gesang, also wir haben uns wirklich wahnsinnig viel Mühe gegeben die Nummer auf den Punkt zu bringen und wenn ich die Nummer heutzutage höre weiß ich dass sich das tatsächlich gelohnt hat so lange an dem Song zu feilen bis er dorthin gekommen ist wo er jetzt isst.

00:24:03: Und trotzdem sagen die Leute ah das doch Schlager das ist doch kein Soul oder Das ist keine zeitlose Musik, das ist irgendwie zu Deutsch.

00:24:14: Da kam das ganze Feedback und dann war es das Fernsehen.

00:24:16: Es war Big Brother.

00:24:17: Big Brother Rückblenden von Big Brother und die wurden unterlegt mit Bilderverdielen Und plötzlich machte das Bang!

00:24:26: Ich habe bei Big Brother zwischendurch in so einer Sendung von denen gab's ein Live-Auftritt für Musiker und Bands.

00:24:36: Dann hab ich dort gespielt Und dann ging alles los.

00:24:39: In einem Schlag, plötzlich kam der Funk und alle fanden es tierisch und super!

00:24:43: Und sie haben's immer schon gewusst.

00:24:44: das ist ein toller Song... ...und dann stehst du da und wir reden jetzt von drei Monaten später.

00:24:49: Drei Monate nachveröffentlichung ging es dort erst los im Radio.. ..und das war ein total komisches Gefühl dann dazustehen und zu denken wieso denn das jetzt?

00:24:58: Also ihr fand jetzt doch alle Scheiße, jetzt findet ihr es alle super!

00:25:01: Das war der Anfang sozusagen meiner Musikkarriere, meine offizielle

00:25:07: Ist eigentlich lustig, weil einerseits hast du anscheinend überhaupt nicht in diesem Zeitgeist gepasst damals und hast einfach dein Ding gemacht was Du halt machen wolltest oder musstest.

00:25:18: Und andererseits hast Du dann aber etwas losgetreten was dann plötzlich doch einen großen Anklang gefunden hat.

00:25:24: Also das ist ja auch ein gutes Zeichen dass man als Künstlerinnen dann doch auf sich hören sollte und Eigentlich nur das machen sollte für das man wirklich steht.

00:25:36: Das ist bestimmt die beste Antwort auf die Frage, mich gerade gestern in dem Interview gestellt bekommen.

00:25:41: wieder mal was ich meine jüngeren Ich mitgeben würde.

00:25:44: Das ist sicherlich genau das.

00:25:46: also Lass nicht.

00:25:48: man liest es ja relativ häufig und man verinnerlichtes.

00:25:51: aber es ist Man verinnerlicht es auch wenn man hört lasst nicht zu viele fragt nicht so viele leute nach ihrer meinung nach frag nicht zu viel leute Nach deiner eigenen meinung vielleicht so rum Und das ist aber schwer dass es schwer wenn Je nachdem wie man ins Business einsteigt, wenn man das nicht so macht die ganz viele Musiker heute was ich beeindruckend finde.

00:26:10: Wenn Leute das alles selbst machen ohne Plattenfirma, ohne Promotion und letzten Endes übers Netz Das hat natürlich unter Umständen auch seine Grenzen aber... Letzten Endes bist du dann gerne mal der dir du bist Und du kriegst ja schon genug Feedback von Von den Konsumenten.

00:26:26: Die hauen ja schon aus ohne Ende.

00:26:27: Man muss sowieso schon glaube ich schauen dass man sich nicht nicht verbiegen lässt durch das viele Feedback was man bekommt.

00:26:34: Und genauso ist es auch gewesen damals.

00:26:36: Ich habe es nicht ganz geschafft, ich kam ja aus Band-Verhältnissen sozusagen und hatte eine relativ klare Idee.

00:26:42: Plötzlich mischten sich meine Titel die ich über lange Jahre mit meinen Kumpels und Freunden, mit denen ich Musik gemacht hab selbst geschrieben hat vermischt mich mit Songs von anderen und ich bin quasi aus einer getrennten Band rausgekommen.

00:26:58: also ich habe jetzt nicht gefühlt Die Seele verkauft hat gesagt, Jungs ich hab hier die Solo Chance.

00:27:02: Ich zieh die sondern uns gab's einfach nicht mehr und ich habe das dann einfach genutzt Und würde sagen dass ist sicherlich einer der der Eckpfeiler möglichst lange zu sich zu stehen weil es wird immer schwieriger das durchzuziehen hinten raus.

00:27:18: Aber das heißt du hast die ganzen neunzige eigentlich in eine Rock Band verbracht.

00:27:23: Kann man das?

00:27:24: Ja Rock Was was alles so kam ein bisschen Chili Peppers.

00:27:30: Man wollte dann doch fangen, dann wollten wir relativ hart sein.

00:27:35: Wir waren irgendwann alle YouTube-Fans, wir waren alle Depeche Mode-Fan.

00:27:39: Wir wollten ein bisschen Elektro, wir wollten plötzlich alle Drum & Bass in den Songs haben und ich glaube, wir wären auch gerne alles ein bisschen faithless gewesen, die es zu dem Zeitpunkt noch gerade gab Und von daher wurde viel gemischt musikalisch.

00:27:58: Aber ich erinnere mich auch noch daran, dass alles sehr sauber sein musste.

00:28:01: Und deswegen hatten wir alle Grenzen.

00:28:03: Also da gab es dann Bands, Vivid zum Beispiel ein ganz gutes Beispiel, so eine Band die mit Loops gearbeitet hat und Band-Einsatz... Das konnte man nicht einfach machen, sondern das wurde dann produzentenmäßig, das Muster, da wurde alles weggeschnitten, da durfte nicht zu viel Musikalität, gar keine Solos.

00:28:19: Und der Schnickschnack der Stadt finden musste, musste ganz bestimmter Schnickschnacks sein und das waren doch die Neunzige!

00:28:25: Das heißt aber so, wenn du früher Slash auch angesprochen hast wie du damals auch sein wolltest.

00:28:32: Also so ganzen Roses war so eine Band mit der du aufgewachsen bist oder die dir wichtig war?

00:28:39: Die mir wichtig war eigentlich nicht Slash war, aber Slash ich bin offenbar... Mein erstes Konzert war Iron Man.

00:28:45: Nein Dio!

00:28:46: Das ist mein allererstes Konzert Dio Ludwigshafen-Eberthalle.

00:28:52: Einer meiner großen Momente, ich hatte keine langen Haare.

00:28:55: Ich habe mir extra die Haare auf das Stirn nach vorne gekämmt, dass sie so bis hier ging und Streit mit meiner Mutter zu haben.

00:29:10: Ronny James, die eine unfassbare Tour.

00:29:12: Also wir reden von.

00:29:13: ich glaube dass sich nie vergessen wurde das irgendwann der Schlagzeug gefuhr in seinem Schlagzeuge hoch und dann bewegte sich das Ding und es gab eine Lasershow und es war plötzlich in der Ebertalle Drachenprojektion mit Laser und wir waren so unglaublich geflasht!

00:29:27: Und ich glaub ist das einzige einer der wenigen Merchants... Ich muss mal gucken ob ich den denn habe mich noch nicht gefunden.

00:29:31: Ich hab mir damals tatsächlich einen Dio Schal gekauft in meinem letzten Geld Und bin dann den Jahr später auf einem Iron Maiden-Konzert.

00:29:38: und Iron Maidens gehört sicherlich zu den Bands, die mich mit am meisten beeinflusst haben.

00:29:44: was meine Rock Anlege angeht.

00:29:46: New Wave Heavy Metal hieß das ja damals war gar nicht rock.

00:29:50: Also dieses britische oder dieses new wave British heavy metal oder so?

00:29:55: Genau eigentlich die Gitarren freundlich gestimmt aber nicht zu hart irgendwie melodisch.

00:30:00: dann so ein Sänger wie Bruce Dickinson Also Rodney James Dio und Bruce Dickinson, zwei meiner Gesangshelden aller Zeiten.

00:30:09: Und das hat sich so direkt mündete in Overfaith No More mit Mike Patton.

00:30:14: wieder ein Monster-Monster-Sänger tatsächlich oder inter... Ich weiß gar nicht, ob man zu Mike Pattons Sänger sagen kann?

00:30:21: Und dann wurde das ein bisschen härter.

00:30:22: Dann habe ich angefangen, Celtic Frost zu hören, ein bisschen Slayer zu hören.

00:30:25: Creator zu hören weil... Deutsch Metal war dann natürlich auch noch angesagt und da wurde es ein bisschen härter, ein bisschen schneller.

00:30:35: Aber letztendlich blieb ich immer so ein bisschen an der Melodie kleben.

00:30:39: Und das wars was es so werden sollte in eine ganze Zeit lang und dann kamen immer mehr Einflüsse von außen also der Funk oder das Poppigeel dass vielleicht auch ein bisschen zugängliche Das sozusagen letzten Endes in den Kopf bündete, den ich selber nicht erwartet habe als ich mit Bilder von dir angefangen hab.

00:30:58: Ja das ist schon ein ziemlicher Bruch also so von...

00:31:02: Welcome!

00:31:04: Auch wenn du gesagt hast härtere Sachen wie Slayer oder Creator oder so

00:31:10: dann... Wieso versteh' ich jetzt ja wieso?

00:31:12: Also Bilder von mir sind doch Metal.

00:31:16: Gibt's vielleicht auch irgendwo eine Metal-Version von dir?

00:31:19: Es gibt noch halbe Eine halbe.

00:31:21: Die halbe Metal-Version, die wir bei Zärtlichkeit mit Freunden, die Sendung gibt es leider im MDR nicht mehr von zwei ganz großartigen Typen, die auch immer noch eine Band haben, die alles moderiert und wir haben mal ne Metal Version davon gebaut, ein halbes!

00:31:32: Ganz großartig.

00:31:33: Ah,

00:31:33: schön.

00:31:36: Du und diese Musik, die du damals gehört hast und doch spielen wolltest ist das was du heute auch nochmal auflegst.

00:31:42: also weil das ist ja oft so oder dass man diese Jugendliebe, diese Musikliebe nicht wirklich los, habe ich so das Gefühl.

00:31:52: Also was mir aktuell geblieben ist an Sport, ist ein halbwegs regelmäßiger Besuch in einem Fitness-Laden der nicht allzu weit weg ist, indem sowieso alle Katastrophe, finde ich, alle mit Kopfhörern unterwegs sind.

00:32:05: Das musste ich erst mal lernen

00:32:08: und das ist komisch, oder?

00:32:12: Also, was ich zum Beispiel ganz strange finde ist wenn zwei klar jetzt hier gibt's noch aktuell zwei Teenager im Haus also wir sind alle dort.

00:32:23: Und mein ganzes Umfeld ist gefühlt dort.

00:32:25: und dann die Teenage sich ganz kurz unterhalten zwischen euch ganz kurz nur um sich dann wieder in die Musik oder keine Ahnung eine Serie zu vertiefen beim beim drücken.

00:32:34: das finde ich total befremdlich.

00:32:36: meine Fitnesszeiten liegen Ein paar Jahre zurück und klar, wir sind natürlich ohne Musik ins Studio und waren hauptsächlich am quatschen.

00:32:43: Ich weiß gar nicht ob es besser ist oder nicht?

00:32:46: Natürlich ist man produktiver wenn man weniger quatscht unter Umständen aber diese Kopfhörer Gesellschaft finde ich total befremdlich weil so wenig gesprochen wird.

00:32:55: also man hört natürlich hauptselig Geräte und hört noch ein bisschen musik und reden.

00:32:59: Reden hört man kaum und das finde ich Total seltsam in der total seltsame Stimmung und deswegen passe ich mich an Iron Maiden, Powerslave.

00:33:13: Meistens Powerslaves, Seven Sun of the Seven Sun sind meine Trainingsplatten die grundsätzlich durchlaufen und das ist auch so meine Länge.

00:33:22: Die Powerslave, Iron Maid and Powerslave ist in den Top-Drei meiner All Time Favorite Alben und das finde ich wirklich... Das erste Mal, dass ich das... Du bist der erste Mensch dem ich das sage weil es mir gerade wieder klar geworden ist und ich finde man kann solche Tops kaum machen Aber bei der Platte würde ich das tatsächlich mal sagen.

00:33:42: Das heißt, man kann dich im Fitnessstudio treffen und zu Iron Maiden Workout machen?

00:33:49: Genau!

00:33:50: Aber wie ist es denn wirklich passiert?

00:33:52: quasi dieser Bruch auch für dich als Künstler.

00:33:59: dann... Wie würdest du Deutsch Bob zumachen?

00:34:03: Ich bezeichne es jetzt ein bisschen unbeholfen als Deutsch Bob.

00:34:08: Das ist wirklich einfach, als wir mit dem Schulgefüge losgingen.

00:34:15: Wir waren total sprachbefreit über den damaligen Bassist, immer noch ein guter Freund von mir.

00:34:23: Es ging damit los, dass er einen englischen Text über den Falklandkrieg geschrieben hat.

00:34:27: Wir sind mitten im Falklands Krieg und der hat ihn aufgrund einer Doku, die er gesehen hat, extrem mitgenommen damals den wir im englischen Unterricht besprochen haben.

00:34:39: Und damit... und wir haben dann angefangen, da zu Musik zu machen.

00:34:42: Wir waren schon so ein bisschen am Basteln und haben auf der anderen Seite aber vollkommen selbstverständlich deutschsprachige Texte geschrieben.

00:34:49: Die waren jetzt auch nicht besonders gut, aber sie waren Deutsch weil wir wussten dass unser Englisch einfach zu schlecht ist um fundierte Texten zu schreiben.

00:34:56: Seiner war der erste, der allen das Gefühl gegeben hat deswegen wurde er ja auch mit dem englische Unterricht tatsächlich besprochen dass wir vielleicht doch auf Englisch irgendwas sagen können, was irgendwie nicht komplett lächerlich ist.

00:35:09: Und dann zog sich in der ganze Weile diese Zweisprachigkeit bis wir uns im englischen ein Stück weit verloren haben und man sich natürlich auch im Englischen ganz gut verstecken konnte zu der Zeit.

00:35:20: Ich konnte es irgendetwas hinschreiben.

00:35:22: ich habe lange Jahre als Coverband-Sänger nur die Réfrence original gesungen und in den Strophen irgendwas auf dem Konzert hat niemand gejuckt hat mich bis heute beeindruckt und ist natürlich fragwürdig, tatsächlich auch als Respekt den Songs gegenüber.

00:35:37: Hab ich inzwischen auch eingestellt natürlich aber die Sprache kam erst wieder zurück Als wir später versucht haben wieder ein ernsthaftes Bandprojekt an den Start zu bringen Und wir waren uns bewusst Wir wollen eine Identität und die Identität war dann halt einfach deutschsprachig Auch wenn es zurzeit noch nicht angesagt war weil wir sind immer noch.

00:35:55: Ich rede immer noch von Mitte der neunziger Jahr und da blieb das.

00:36:00: Das bleibt dann

00:36:01: Ja.

00:36:03: Du hast ja jetzt, quasi dieses Jahr ist ein Jubiläumsjahr auch so ein bisschen außer Korn und hast schon drei Singles.

00:36:08: sind es glaube ich jetzt aus dem... Es ist ja kein vier?

00:36:12: Drei?

00:36:14: Ja.

00:36:17: Mit

00:36:17: mir alles an dir und Paket am Oster.

00:36:20: Dein Lied!

00:36:21: Und dein Lied noch das war die erste.

00:36:24: Also das Ziel ist tatsächlich wir veröffentlichen...

00:36:27: Vier schon März

00:36:28: Jeden Monat eine zu veröffentlichen bis zum Oktober, wo das Album kommt.

00:36:32: Das war die Idee dahinten

00:36:35: und du hast ja Songs von dir Klassiker von dir kann man ja schon sagen quasi quasi neu eingespielt.

00:36:44: Und was ich mir so gedacht habe war dass sie mit mehr Wumms Daher kommen.

00:36:53: Mir fällt kein besseres Wort gerade ein Ja

00:36:55: sogar

00:36:55: vielleicht ein bisschen.

00:36:58: Es klingt mehr.

00:36:59: Also wäre man live dabei, obwohl es ja Studio-Versionen sind.

00:37:05: War das vielleicht ein bisschen die Intention auch?

00:37:10: Das war tatsächlich eigentlich sogar noch mehr die Intension und wir haben beim im Studio wieder festgestellt, man kann einen Teil davon nicht mitnehmen.

00:37:16: Die Idee war aufgrund des Feedbacks Live, dass uns verfolgt ist, ey!

00:37:23: Das gefällt mir viel besser als auf der Platte Und das ist auf der einen Seite toll als live als Liveklangkörper.

00:37:31: Und natürlich von Produktionssicht ist es jetzt nicht das schönste Feedback, aber die twenty-fünf Jahre, die wir auf der Bühne zusammen verbringen – fast die gleiche Besetzung immer noch aus.

00:37:45: der Zeit sollte festgehalten werden.

00:37:47: Das war der Plan, dass wir Songs live mitnehmen, die in schon so vielen verschiedenen Versionen auch auf Bühnen gespielt haben Und haben dann noch jemand dazugenommen.

00:37:57: von außenfläuern sitzt man im produzenten der uns alle kennt den wir kennen aber Der ordentlich abstand hatte auch zur musik um zu sagen das sind die live versionen die wir so in kopf haben oder Das ist eine variante dass ein song da wissen wir gar nicht wie wir ihnen noch anders darstellen sollen Werft doch mal einen auger drauf und wir schauen was mit der live energie passiert Die wir jetzt seit fünf zwanzig jahren mit uns tragen und genauso sind die versionen zustande gekommen.

00:38:25: Habt ihr dann hauptsächlich Songs ausgewählt, die ihr selber gerne spielt?

00:38:29: Oder auch ein bisschen darauf geschaut was das Publikum, was die Fans auch gerne hören wollen.

00:38:35: Wir haben tatsächlich in einem halben Jahr vorher einen Fan-Voting gemacht und haben Songs vorgegeben.

00:38:44: ich glaube ich weiß gar nicht wirklich viele also siebzig Stück oder so vor gegeben Und letzten Endes wurden es dann immer weniger und sind die üblichen übrig geblieben.

00:38:54: Also es ist wie, ja.

00:38:57: Es ist tatsächlich erstaunlich was übrig bleibt natürlich klar immer wieder ein paar Exoten dabei und haben dann ein paar Lieblingssongs genommen haben geschaut es gab schon mal eine best of was war auf der?

00:39:06: oder es gab live album was müssen wir vielleicht nicht nochmal abbilden?

00:39:09: oder auch die frage welche songs aus der vergangenheit wollten wir als klangkörper auch wollten wir immer schon noch mal anderes leben einhauchen und versucht daraus quasi das eigene Bestoff zu bestellen, weil ich glaube wir hätten auch locker fünfzig Titel aufnehmen können.

00:39:28: Aber die Zeit hätte es nicht hergegeben und bezahlen tut das ja inzwischen auch keiner mehr.

00:39:32: Das wollen keine Ahnung.

00:39:33: drei Alben gleichzeitig machen möchte muss man auch sagen.

00:39:37: Gibt's so Songs aus deinem Katalog, den du eigentlich nicht mehr spielen willst?

00:39:43: Ja, die gibt es immer wieder mal Und das kommt immer wieder zurück.

00:39:51: Bilder von dir bleiben wir da.

00:39:53: Gutes Beispiel, weil es der Song ist, den wir zwischendurch auf der Bühne auch mal weggelassen haben.

00:39:59: Auf Konzernen.

00:40:00: Wir haben eine tourlang beschlossene Spielenbilder von dir nicht und haben nach drei Konzern beschlossen festgestellt – das geht nicht!

00:40:07: Wir können's nicht machen, wir fühlen uns total schlecht.

00:40:10: Und es waren jetzt nichts des Publikums, also kein Gästebucheintrag, kein Feedback in den Socials... Was ist denn

00:40:17: los?

00:40:18: Nicht mit Bier beschmissen worden.

00:40:19: Nicht

00:40:20: mit Beer, keine Eier, keine Tomaten….

00:40:21: Wo ist denn das

00:40:22: Lied?!

00:40:23: Weil das ist der Klassiker.

00:40:24: Ich mochte dein Lied schon immer, mich diesen Satz... Auf den Satz reagiere ich manchmal ein bisschen komisch, gebe ich zu Das eine Lied was ich gemacht habe in dreißig Jahren Und ich hab ihn ja nicht mal gemacht, dass es ja das Schöne dabei Aber den haben wir weggelassen und dann haben wir ihn wieder gespielt.

00:40:41: Dann hat er zwischendurch ein paar Jahre lang wirklich gelitten weil Wir haben sogar das Wing-Version gespielt.

00:40:46: Wir haben den auch einmal als sechsachteltack gespielt.

00:40:48: Da stand das Publikum vor uns mit Fragezeichen Und du hast das Gefühl gehabt, die Leute fangen gleich an zu weinen.

00:40:55: Weil sie den Song nicht mehr wieder erkennen.

00:40:56: und dann haben wir alles wieder zurück geswitched ins Original und irgendwann bekam der Song auf Kultus Feedbacks aus dem Publikum seine Ursprungsberechtigung zurück und die ist jetzt inzwischen... Die ist nicht mehr wegzudenken.

00:41:09: also wenn ein Bilder von dir stattfindet auf dem Live-Konzert, da lebt er für mich hauptsächlich von dem was vom Publikums guckt.

00:41:16: Und dass es wirklich erhebend tatsächlich weil der Moment in dem wir alle springen, wenn der Song losgeht Tag kommen die Handys raus, das ist befremdlich.

00:41:24: Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt aber es wird immer noch der Moment festgehalten und teilweise von Leuten die das bestimmt schon zwanzig mal gefilmt haben in den letzten zehn Jahren und es wird wieder gefilmt und es ist dann wieder dieses Springen im Moment und das finde ich beachtlich.

00:41:39: natürlich gibt's ein paar Titelimportfolio die stecken auch in dieser Phase.

00:41:43: nein ich möchte dich jetzt nicht spielen die nächsten drei vier fünf Jahre aber ich bin sicher auch die floppen irgendwann wieder zurück.

00:41:51: Ist das ein natürlicher Prozess quasi?

00:41:54: Vielleicht wächst man auch aus gewissen Songs raus, oder?

00:41:57: Genau.

00:41:58: Auf jeden Fall!

00:42:00: Und entdeckt sie dann aber vielleicht doch in einer neuen Lebensphase auf eine Art wieder...

00:42:06: Also es gibt zum Beispiel Songs von dem Album was wenn alles gut geht, quasi auf den am meisten Burnout mitverarbeitet.

00:42:17: verhexelt ist tatsächlich nicht verhexxelt doch verhexelt.

00:42:22: Es ist ja nicht ausgelöscht, sondern mal hingepinnt und da sind Songs dabei die kann ich schlecht anfassen weil sie die Problematik aus meiner Sicht von zwei tausend vierzehn zwölf Jahre her beleuchten und ich sehe das unter Umständen nicht mehr so.

00:42:39: Die spiele ich dann auch nicht gern und lasse sich auch gerne im Koffer als kleines Mal für mich selbst.

00:42:46: Das finde ich immer super.

00:42:47: also ich find super dass es dieses dieses emotionale Archiv gibt was man sich anschauen kann und sagen hey guck mal, hat es damals die große Chance das zu nehmen in einem Song wegzupacken um mit jemandem zum Beispiel zusammen die Thematik zu schreiben.

00:43:00: Und zu bearbeiten ein Stück deines Lebens da einfach mal abzustellen also und die bleiben dann auch da.

00:43:06: Also besser einen Song daraus zu machen und ich finde sehr toll dann auch mit solchen Themen an die Öffentlichkeit zu gehen weil ich glaube dass kann ja andere Menschen nur helfen auf sich zu schauen sich Hilfe zu holen in Therapie zu gehen, etc.

00:43:22: Aber dann trotzdem das in einem Song zu verarbeiten und man zu sagen okay das kommt jetzt einmal ins Regal und vielleicht braucht sie jemand anderes?

00:43:30: Ich brauche es jetzt vielleicht gerade nicht!

00:43:33: Das ist ja auch...

00:43:36: Jedes Zeichen mehr glaube ich an solchen Stellen ist ein dankbares Relikt für irgendwas.

00:43:42: also seien's jetzt Songs für den Frieden.

00:43:47: Wir langen jetzt in den letzten zwei Jahren oft Skippenzong, der neu ist eigentlich Paket Hoffnung.

00:43:54: Den wir auch nochmal neu aufgenommen haben weil ich das Gefühl hatte, obwohl er auf der letzten Platte ist muss er noch auf diese Platte mit drauf, weil wir in Zeiten leben wo Songs für den Frieden wieder zwingend notwendig sind egal wie sehr sie auf eine Materie eingehen.

00:44:09: es geht um Grundgedanken und um Sensibilisierung Für die zustände um uns rum und ich glaube selbst der unpolitischste menschen.

00:44:18: Ich bin jemand, der Der wollte eigentlich politik und musik immer immer trennen weil ich finde musik sollte Sowieso also überparteilich im sinne von partei ergreifen Seinen Und eher ein gesamtzeichen für offenheit und für den humanitären gedanken.

00:44:37: fertig kann seine Augen natürlich nicht mehr verschließen, wenn du merkst, dass du quasi in der Welt lebst.

00:44:44: In der sich an vielen Stellen die Schlinge so zuzieht von Zuständen, die glaube ich ganz viele Menschen, die ein demokratisches Lebensgefühl haben, nennen wir es vielleicht mal so auch sehen.

00:44:57: Die muss man sehen und man kann ja irgendwann nichts mehr sagen.

00:45:00: Und deswegen finde ich's schön das man im Prinzip die Möglichkeit hat solche Zeichen zu setzen.

00:45:05: dann soll man das doch einfach machen.

00:45:07: Man schadet keine Und wenn man Glück hat, gibt man jemandem irgendwas an die Hand in einem bestimmten Moment.

00:45:12: Find ich toll!

00:45:13: Das geht...

00:45:14: Wie blickst du denn das Album?

00:45:17: Das jetzt erscheint ist ja nicht nur ein Rückblick weil sonst hättest du einfach die alten Versionen verwenden können sondern du interpretierst sie auch neu.

00:45:26: aber wie ist es auch ein Stück Blick nach vorne auch.

00:45:30: also was kommt in den nächsten Jahren oder wie du quasi in den in der nächsten fünf und zwanzig Jahre sozusagen mal starten willst

00:45:39: Wenn es gut läuft, ja.

00:45:41: Also so ein bisschen Zäsur mal nach... Nach dem Vierteljahrhundert haben wir schon festgestellt ist eine gute Idee und musikalisch die Pfade auch ein Stück weit zu ändern steht auf dem Plan.

00:45:56: Und das ist immer sehr spannend weil ich glaube in den letzten zehn Jahren festgestellt habe dass die musikalische Veränderung manchmal im Kopf stattfindet Und auf der Platte dann deutlich weniger hörbar ist, als man es gehofft hat.

00:46:09: Weil sich die ganze Produktion wieder in die Richtung entwickelt und das glaube ich ein Stück weit Komfortzonen denken.

00:46:17: Manchmal liegt's auch so ein bisschen am Umfeld.

00:46:18: also man arbeitet auch gerne mit dem Umfeld was so sehr dran glaubt dass man zum Beispiel mit dem und dem erfolgreich isst.

00:46:26: Das ist einen ganz ohne dass man selbst merkt einfach weil sie auch Pro-Musik machen macht schon Spaß finde ich.

00:46:31: Es macht Spaß, es macht Laune.

00:46:33: Was kannst du denn nicht machen, als Popmusiker?

00:46:36: Du kannst ja eigentlich alles machen.

00:46:39: Man könnte jetzt genauso gut eine Rocknummer machen und sagen, komm, ist Popmusik mit harten Gitarren!

00:46:43: Okay!

00:46:44: Und ich bin ja eigentlich mit relativ viel schwarzen und weißem Soul & Blues groß geworden.

00:46:58: Ein Stück weit arabischer Musik auch das aber wirklich leider Gottes nur in einem kleinen in so einem kleinen Teil, was ich wirklich ein bisschen bereue.

00:47:07: und davon wieder ein bisschen etwas auf die Straße zu bringen.

00:47:11: Habe ich große Lust!

00:47:12: Ich bin gespannt aufs Klapp, weil ich habe mir das schon dreimal vorgenommen und wir haben es noch nicht auf den Fonds gekriegt.

00:47:16: also vielleicht bin ich inzwischen jetzt alt genug um das mal zu schaffen.

00:47:21: Ja vor allem du hast ja auch eine spannende Zeit quasi mit erlebt.

00:47:24: Du hast quasi noch so den Schluss der goldenen Albumzeit glaube ich miterlebt oder?

00:47:31: Dann beginnt das ja alles mit, auch illegale Downloads wurden dann plötzlich irgendwie möglich.

00:47:36: Genau!

00:47:37: Und gebrannte CD-Rollinge waren plötzlich im Umlauf bevor dann... Lustigerweise hier gerade früher in einem gesehen.

00:47:49: Ich weiß nicht woher der kann.

00:47:52: Ist total geil, habe ich gerade auch verräumt.

00:47:54: In Silber und in Gülden sehr

00:47:56: schön.

00:47:57: Und quasi über die ersten iPods die dann quasi MP-Dreis und jetzt halt, wo sich alle oder vieles über Streaming halt abläuft.

00:48:07: Also du hast ja auch eine spannende Zeit miterlebt als Künstler.

00:48:14: Total!

00:48:15: Es reißt ja nicht ab mit der aktuellen Entwicklung.

00:48:19: also wir wollen gar nicht anfangen über KI zu reden... Ja ich sehe das vor allem um es so vielleicht so mitzunehmen.

00:48:26: Ich habe mir zwischen meinen Frieden damit gemacht weil die Entwicklung ist sowieso da.

00:48:31: Das Lamentieren ist lästig.

00:48:34: Und dass sich damit anfeuern und nutzen, das Eingrenzen oder es irgendwie in Bande bringen muss das Ziel sein... Ich habe dieses Gespräch geführt über iTunes vor fünfzehn Jahren, weil ich weiß noch alles.

00:48:52: Dass iTunes verstrickt war in Gerichtsprozesse wegen der Download-Richtlinien.

00:49:00: Ich glaube, das meiste davon ist wahrscheinlich im Sand verlaufen von diesen Prozessen unterprozentig.

00:49:06: Und ich weiß noch, dass wir alle fest da saßen und festgestellt haben, shit!

00:49:10: Irgendwie haben wir allen Fehler gemacht.

00:49:12: Wir haben irgendwie Sachen nicht bedacht und haben einfach mal angefangen.

00:49:15: Der Prozess ist immer noch am Laufen.

00:49:17: Inzwischen hat er sich ein bisschen verlagert was die Medien angeht oder das Medium.

00:49:23: Von daher ist die Veränderung eigentlich gleich geblieben.

00:49:26: Ich finde es ehrlich gesagt total spannend, ich bin für viele junge Leute total froh dass die, das die Plattformen, die weltweite Plattform da ist, dass man sich darstellen kann und dass man ohne Major Labels, die sich wieder mal in der Musikhistorie bereichern an allem was geht.

00:49:44: Es wird sich nicht ändern auf Kosten der Musiker, dass es möglich ist an ihnen vorbei eine musikalische Karriere zu haben.

00:49:53: Also Musik als Beruf streichen wir mal dieses Star-Karriere sondern mit Musik den Lebensunterhalt zu verdienen was auf der Live Seite deutlich schwieriger geworden ist als früher.

00:50:03: Das muss man einfach auch mal sehen und das finde ich total gut.

00:50:07: Und ich bin voll mit Demut an dieser Stelle.

00:50:12: also jedes Mal wenn ich drüber rede dieses Jahr noch deutlich mehr als in den letzten Jahren bin ich sehr demütig im Rückblick, weil ich das alles mitnehmen konnte.

00:50:20: Ich konnte es miterleben und kann noch mitmischen.

00:50:25: Und kann das mitbestimmen?

00:50:26: Ich bin in der Lage davon, mein Leben zu bestreiten.

00:50:29: Es ist ein verfluchtendes Hobby zum Teil auch.

00:50:33: Wenn man quasi die ernsthafte Version, man studiert Musik, man versucht in einen Orchester zu kommen... Diese Laufbahn gibt's auch!

00:50:41: Die ist bei uns deutlich weniger angesehen wie ganz vielen anderen Ländern in Europa.

00:50:46: Katastrophe eigentlich, dass man hier als Chalist einfach viel deutlich weniger angesehen ist.

00:50:51: Als zum Beispiel in Rumänien.

00:50:53: ganz cooles Bad.

00:50:54: Ich glaube mit jemandem drüber gesprochen und deswegen ist es so wie du es gesagt hast gerade der Wandel findet statt und man kann eigentlich froh sein wenn man in dem Wandel als Musiker seinen Platz finden kann.

00:51:11: Hast du da auch eine gewisse Verantwortung gegenüber deinen Fans quasi auch weiter zu machen und diesen Traum auch weiterzuleben?

00:51:21: Also hat sich das auch irgendwann eingestellt, nicht plötzlich von der Bildfläche zu verschminden.

00:51:28: Ja aber nein!

00:51:32: Das Gefühl... also wenn man dreißig Jahre Musik macht oder fünfdreißjahre Musik macht, denkt man oft über es aufhören nach.

00:51:40: oft aus meiner Sicht.

00:51:42: Also vor allen Dingen, wir reden jetzt vom Business.

00:51:44: Nicht mit dem Musikmachen.

00:51:46: Musik machen hört nie auf Spaß zu machen, finde ich Gott sei Dank und das Musikbusiness verübelt einem das in regelmäßigen Abständen.

00:51:55: Und man... Ich find' dass man da Verantwortung gegenüber seinem Fan-Umfeld aufbaut.

00:52:02: also ich zumindest mal.

00:52:04: und nein!

00:52:04: Ich finde nicht, dass man diese Verantwortung auch hat.

00:52:09: dass wenn man das für sich beansprucht, dass man den Leuten Dinge mitgibt und dass man die Leute beeinflusst.

00:52:14: Und dass man ein Lehrauftrag hat woher auch immer man diese Arroganz nehmen möchte.

00:52:20: Wenn man glaubt das alles zu haben dann ja hat man sicherlich eine Verantwortung.

00:52:23: wenn man sich natürlich klar, wenn man von mir aus auch noch eine bestimmte soziale Aktivität erfüllen möchte bis zu einem bestimmten Punkt dann bestimmt gibt es diese Verantwortung oder dieses Diese Verbindung.

00:52:38: und ansonsten muss man ehrlich sagen, es gibt diese Verbindung nur auf den jeweiligen Ebenen.

00:52:43: Die gibt's halt nur dort die ist nicht real Und das macht das ganze ja so schön.

00:52:49: Vielleicht noch so abschließend, aber wie hast du dir das?

00:52:53: oder bewahrst du dir quasi diese reine Lust an Musik machen?

00:52:57: Also abgesehen von diesem ganzen Business und dass dann irgendwie ein fertiger Song entstehen muss.

00:53:01: Oder ein Album oder eine Tour, sondern einfach das reine Musik machen.

00:53:05: Gibt es deinen Trick oder irgendwie wie du das bewahrt hast über die Jahre?

00:53:12: Zwischendurch war's... Neben Projekte, also vielleicht irgendwo auch mal ein Konzertspiel mit oder als Gast mit irgendjemandem Musik machen.

00:53:21: Oder eine ganze Zeit lang war es zum Beispiel, dass irgendwo produzieren von anderer Musik im Keller so kleines Projektstudio wo ich meinen eigenen Kram zusammen basteln Mal mit alten Freunden zusammen musizieren hat immer wieder einmal geholfen was sehr gut geholfen hat.

00:53:42: und obwohl es nicht so viel Spaß gemacht hat, war zwei drei Jahre fast gar keine Musik nebenher zu machen.

00:53:48: Ganz befremdlich!

00:53:49: Das hat sich einfach ergeben.

00:53:50: ich habe dann irgendwann hier Zuhause nicht mehr mehr Musik gehört.

00:53:53: Und das haben mich ehrlich gesagt wieder auf eine gute Spur gebracht weil ist einen alten mein einzigen echten ever echten WG mit Bewohner Jochen der mir in.

00:54:04: also wir sehen uns eigentlich nicht mehr und ab und zu schicken wir uns so aus dem Nichtshaus nachts zwei Uhr kommt plötzlich ein Musik-Tipp Weil er jede gegrane und mit irgendeinem Sonder anbindet.

00:54:14: Da ist irgendjemand gerade in der komischen Phase oder sonst ein Schickenlitz zum Musik-Tipp, dann erinnere ich mich daran dass es Musik gibt die mit dem was ich zu tun habe gar nichts zu tun hat.

00:54:24: und wie viel Spaß Musik macht die quasi auch im Popkosmos im großen Ganzen überhaupt nicht stattfindet.

00:54:35: Und das holt dann immer wieder zurück finde ich einfach zu sehen Eine Tradition ist die uns seit Tausenden von Jahren begleitet und emotional immer wieder an bestimmte Stellen mitnimmt.

00:54:47: Das

00:54:48: ist so total schönes, schöner Abschluss.

00:54:51: Vielen Dank!

00:54:53: Ebenso

00:54:54: Ich würde dir zum Abschluss aber trotzdem noch gerne ein paar ganz kurze Fragen stellen falls du noch ganz kurz Zeit hast.

00:54:59: für mich

00:55:00: Ja

00:55:01: Und zwar in welche Stadt würdest du immer wieder gerne reisen?

00:55:05: Hamburg

00:55:06: Hamburg Okay Schön Welcher Film oder welche Serie haben dich zuletzt verstört?

00:55:15: Die Dokumentation, die Zeudodoko über Jeffrey Dahmer ist das letzte gewesen tatsächlich was mich verstört hat.

00:55:23: Gibt es ein Buch dass du uns gerade empfehlen kannst?

00:55:25: Jetzt

00:55:29: muss ich.

00:55:29: den Titel sage ich dir gleich und zwar ja beziehungsweise.

00:55:35: Ich kann mich einfach mal Karl Oldsberg mit in die Runde schmeißen der war sie aus der KI Industrie kommt, aus den Achtzigern und inzwischen darüber schreibt Sach-und Fiktion.

00:55:49: Und sich mit dem Thema auseinandersetzt.

00:55:51: und ja ich finde es spannend was er so von sich gibt.

00:55:54: Das war Markal Oldsberg, checken!

00:55:56: Das ging spannend.

00:55:57: Du, was ist das schönste Lied der Welt?

00:56:01: Kann nicht sein... Einen Fall kann ich dir das verantworten.

00:56:05: No way!

00:56:05: Soll ich denn da sagen November Rain?

00:56:07: Nein, nein, nein...

00:56:10: Gibt es heute ein schönstes Lied der Welt?

00:56:12: Gibt's heute ein Schönes Lied ...der Welt?

00:56:16: Nein.

00:56:17: Nein, na na na...

00:56:20: Lass du dich nicht aus der Reserve lockern.

00:56:22: Nein es geht nicht.

00:56:23: Es ist zu viel Top-Eins.

00:56:25: Ist nicht möglich.

00:56:28: Was soll von dir und deiner Kunst immer bleiben?

00:56:35: große frage

00:56:36: wenn es gut läuft eine positive energie verbunden mit einer musikal mit nur dann zeitreise wenn man meine musik hört.

00:56:45: und irgendwelche letzten worte für heute

00:56:55: was schon alles gut geht ist ein schönes motto wenn man das hin kriegt.

00:57:03: vielen dank

00:57:04: danke dir sehr schönes gespräch viel lehr.

00:57:30: Folgen gibt es jeden Freitag überall, wo es Podcasts gibt.

00:57:34: Damit ihr keine Folge verpasst folgt dem Podcast auf der Plattform eurer Wahl.

00:57:39: Vielen Dank fürs Zuhören und ich freue mich schon auf kommende Woche!

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