Mine singt „Killer“: Was muss sterben, damit etwas Neues entsteht?

Shownotes

Alles auf Anfang: Musikerin Mine spricht in dieser Folge von „Was soll das alles?“ über ihr neues Album „Killer“ und das Gefühl, alte Versionen von sich selbst hinter sich zu lassen. Was musste sterben, damit etwas Neues entstehen kann? Musikalisch schlägt Mine ebenfalls ein neues Kapitel auf: Analoge Synthesizer treffen auf einen Sound zwischen Hyperpop, melancholischem Pop und elektronischer Musik. Wir sprechen über Politik und Gesellschaft, über Ungleichheit, performativen Aktivismus, Zivilcourage und das Verabschieden gesellschaftlicher Vorstellungen – und über ihre Lip-Sync-Videos, mit denen sie sexistische Aussagen und gesellschaftliche Machtverhältnisse parodiert. Ein Gespräch über Neuanfänge, Selbstzweifel und die Befreiung von alten Vorstellungen.

Die Podcast-Folge wurde am 27. August 2026 aufgezeichnet.

🤝 Wenn dir “Was soll das alles?” gefällt und du den unabhängigen Podcast unterstützenswert findest, kannst du dazu beitragen, dass er weiterhin besteht. Neben einer Weiterempfehlung oder einer 5-Sterne-Bewertung hast du auch die Möglichkeit, ihn finanziell zu unterstützen. Besuche dafür einfach diese Seite. Dort kannst du über PayPal einen Betrag deiner Wahl spenden oder den Podcast mit einer monatlichen Unterstützung fördern.

🎧 Audio-Optionen für Spotify, Apple, Audible und Co.

📺 Abonniert “Was soll das alles?” auf YouTube: YouTube.com/@philipdulle

📸 Follow “Was soll das alles?” auf Instagram: Instagram.com/philipdulle/

Was soll das alles? Philip Dulle spricht im Podcast mit Künstlerinnen, Musikern und Filmemacherinnen. Die dritte Staffel von “Was soll das alles?” erscheint jeden Freitag auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

Du hast Feedback oder einen Gesprächsvorschlag? Dann melde dich gerne per Mail an: philip.dulle@gmail.com

Wer spielt das alles? Die Spotify-Playlist zum Podcast.

Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich glaube nicht, dass meine Stimme jetzt wichtiger ist wie andere Stimmen.

00:00:04: Das glaub ich nicht!

00:00:05: Aber ich glaube das ist halt...jetzt jede Person die eigene Stimme irgendwie nutzen sollte gerade wenn es um so Alltagssituationen geht, dass man einfach diskriminierende Aussagen nicht so durchrutschen lässt, dass auch die Ohren und Augen offenlässt für Ungerechtigkeiten und dann halt versucht sich wirklich Zeit und Kraft zu nehmen und da einzuschreiten.

00:00:50: Es freut mich total, dass wir jetzt sprechen.

00:00:51: Es ist ja total aufregend, Mina weil es quasi der neuestes Album steht ja kurz vor der Veröffentlichung oder?

00:00:58: Sind ja nur noch wenige Tage

00:01:01: Ja tatsächlich noch acht Tage.

00:01:03: ich kann selber gar nicht glauben

00:01:06: In welcher Situation treffe ich dich da quasi jetzt an?

00:01:10: Mitten in der heißen Promo Phase.

00:01:13: Ich bin nur am Rennen und habe sechzehn Stunden Tage gerade Aber ich bin auch sehr wach irgendwie.

00:01:22: Ich glaube danach werde ich erst mal eine Woche schlafen.

00:01:26: Sechzehn Stunden Tage?

00:01:29: Ja, gerade ist auf jeden Fall wild ja, gerade es viel.

00:01:31: aber jeder weiß der auch Kids hat das ist einfach wo man alles unter einen Hut kriegen.

00:01:38: Da wird's auch gerne mal ein bisschen Nachtschicht geschoben.

00:01:41: ne

00:01:42: Bist du auch grundsätzlich jemand, der so Dinge dann gerne in die Nacht verschiebt?

00:01:47: Wo man so alle anderen schlafen vielleicht und man endlich Ruhe hat.

00:01:51: Ganz im Gegenteil ich bin auf jeden Fall ein Tagmensch und immer gewesen was mich leider auch am meisten falle von meinen kollegInnen unterscheidet.

00:01:59: Ich habe immer gemerkt dass ich immer die einzige bin die morgens früh aussteht Und nachts aber auch sehr müde ist.

00:02:05: ich bin noch immer die erste die geht.

00:02:07: Also eigentlich arbeite ich total ungernen nachts da bin ich nicht fit.

00:02:12: Das heißt, du brauchst dann auch diese Ruhe um dich auszuruhen und genug Schlaf zu bekommen.

00:02:17: Ja ich mag schlafen total gerne!

00:02:19: Also wenn ich unter sieben Stunden schlafe, dann geht es mir auch nicht gut.

00:02:23: also ich brauche wirklich regelmäßigen Schlaf.

00:02:25: Ich bin auch jemand...ich wache immer morgens auf.

00:02:27: Auch wenn ich jetzt um drei Uhr ins Bett gehe, bin ich trotzdem um sieben oder dreißig wieder wach.

00:02:33: Deswegen muss ich auch wirklich ins Bett gehen.

00:02:36: I feel you Kann ich nur sagen Aber kriegst du dann auch so Stress, möglichst genug Schlaf zu bekommen?

00:02:44: Also das kann man doch schon irgendwie auffüllen.

00:02:46: oder dass man schon so Panik bekommt wieder mal einen furchtbaren müden Tag vor sich zu haben.

00:02:52: Ja ich kriege es meistens eigentlich ganz gut hin und da ich ja ein Jahr lang mit zwei Säuglingen verbracht habe weil ich Zwillinge habe, das war so entgegner Schlafentzug, dass seitdem alles in einem ganz anderen Licht erscheint.

00:03:09: Aber das ist schon so eine Panik, die man nicht mehr so ganz los wird oder dieser Schlafentzug.

00:03:13: Habe ich zumindest so ausgeführt?

00:03:15: Ja aber so krass kann das ja gar nicht mal sein!

00:03:17: Also ich habe bei der Monate lang teilweise nur ne halbe Stunde am Stück geschlafen über Monate Das war SO krass, deswegen... Ich glaube es wird nicht mehr passieren in meinem Leben.

00:03:27: Es kann ich mir nicht vorstellen.

00:03:30: Wir sind ja übers Internet verbunden wie man so schön sagt.

00:03:34: Du sitzt wahrscheinlich im Berlin oder stimmt das?

00:03:36: Ja genau, ich bin in Berlin.

00:03:38: Ich sehe da bei dir hinten nur so ein kleines schönes Heimstudio, wenn ich das verraten darf.

00:03:43: Ist das so dein Arbeitsplatz dort wo du kreativ bist?

00:03:48: Ja!

00:03:49: Auf jeden Fall.

00:03:50: Also ich arbeite am liebsten schon immer zu Hause und ich habe hier meinen... Leider sind gerade fast alle meine Synthesizer unterwegs, weil wir gerade schon auf Proben sind für die Tour.

00:03:59: Und ich hab' den ganzen analogen Syntheseiser jetzt grade nicht da außer diesen einen.

00:04:03: Aber ja!

00:04:04: Ich mach eigentlich fast alles am liebsen Zuhause in meinem kleinen Wohnzimmer.

00:04:09: Ich hab mich ja ziemlich in dich eingelesen und mir alles Mögliche reingezogen auch in den letzten Tagen und Wochen.

00:04:17: Es ist ja total interessant bei dir, weil es gibt bei dir so total viele Features und wo du dich mit anderen kreativ austobst.

00:04:26: Auf der anderen Seite wirkst schon so als wer diese Song schreiben und sowas... Schon so ein Prozess bei dem du lieber alleine bist.

00:04:33: Stimmt das?

00:04:34: Stimmt diese Wahrnehmung?

00:04:35: Ja ich kann nicht mit anderem schreiben!

00:04:37: Ich habe das schon mal probiert eine Weile lang, als ich angefangen habe Musik auch zu veröffentlichen.

00:04:43: Also ich hab schon immer geschrieben tatsächlich aber ich habe super lange das nicht veröffentlicht.

00:04:47: Aber ganz am Anfang, als sich so in die Musikindustrie eingestiegen bin sag' ich jetzt mal Da wurde mir das sehr ans Herz gelegt dass ich mal mit anderen Leuten zusammenschreiben soll und Ich hab aber herausgefunden dass mir das... also zum einen kann ich es nicht Und zum Anderen macht's mir auch keinen Spaß.

00:05:07: Also nicht wegen den Leuten.

00:05:09: Die sind ganz toll und es macht, ist auch voll inspirierend mit anderen Leuten über das Songwriting und Producing zu sprechen.

00:05:17: aber jetzt wenn's nur um den Songwriting-Prozess geht dann kann ich mich da irgendwie nicht überwinden so richtig zu öffnen wenn andere Leute im Raum sind und deswegen brauche ich da erstmal ein bisschen Zeit alleine.

00:05:28: also wenn der Song schon weiter fortgeschritten ist Dann kann ich auch anfangen mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten.

00:05:34: Aber vorher geht das nicht so gut.

00:05:37: Aber ist dir das dann irgendwie unangenehm oder so peinlich unter Anführungszeichen auf eine Art?

00:05:42: Ja, schon.

00:05:43: Irgendwie ist es so... ja ich trau mich dann irgendwie nicht so Ideen auszusprechen.

00:05:48: Ich trau' mich also wenn ich ganz alleine bin Dann habe ich halt überhaupt gar keiner Hürde.

00:05:53: Ich muss überhaupt nicht darüber nachdenken, wie Dinge ankommen die ich sage oder ob das jetzt in Ordnung ist für mich irgendwas Vorschlage?

00:06:00: Oder ob ich diese Idee gut finde bevor ich sie ausspreche?

00:06:03: Ich kann da einfach so für mich so werkeln und tun und muss mir keine Gedanken darüber machen wie es rezipiert wird.

00:06:11: Und das ist irgendwie was was ich brauche um kreativ zu sein.

00:06:13: Das habe ich aber auch erst in den letzten fünf sechs Jahren gemerkt.

00:06:18: Warum wurde dir das nahegelegt mit anderen zusammenzuarbeiten?

00:06:22: Es ist supergängig in der Musikindustrie, vor allem mit Leuten zusammenzuarbeiten die schon mal so Hits geschrieben haben.

00:06:28: Also die meisten KünstlerInnen arbeiten ja auch immer wieder mal mit unterschiedlichen Zwangreiter-Innen zusammen, die eben wissen wie Radio funktioniert und das klingt so ekelhaft bis denn kühl.

00:06:40: aber es ist halt nun mal so.

00:06:41: Sobald man das beruflich macht ist es für viele Leute eben auch wirtschaftlich relevant.

00:06:45: Und wenn jetzt zum Beispiel ein Label sagt ich bringe deine Platte raus und investiere so viel Geld dann wollen sie gewisse Art von Sicherheit.

00:06:53: Und sie haben mehr das Gefühl, Sicherheit zu haben wenn sie Songs haben die von Leuten geschrieben haben die bereits schon mal in den Charts waren.

00:07:01: und deswegen werden ganz oft Leute verknüpft dann mit SongwriterInnen die das eben so richtig drauf haben und diese jeden Tag drei Songs schreiben.

00:07:10: aber ich kann gar nicht auf Knopfdruck auch so richtig schreiben.

00:07:14: ehrlich gesagt

00:07:15: Könntest du das für andere vielleicht, also wenn du jetzt quasi den Auftrag bekommst jetzt für jemanden anderen zu schreiben?

00:07:22: Nee ich glaube ich traue mir das nicht so.

00:07:24: Also das Ding ist halt... Also da muss man ja auch erstmal so eine Welt erschaffen können, die einem vorgelegt wird.

00:07:34: Da müsste dann

00:07:35: z.B.,

00:07:35: wenn jemand ... also oft kriegt man einen Briefing drin und wir wollen ein Song, der klingt wie ne Mischung aus Taylor Swift und Rihanna, dann gibt's so'n Beispielsong oder Beispiel-Sounds oder so... Und dann schreibt man halt so drauf los!

00:07:47: Ich wüsste gar nicht, wie ich daran gehen soll damit ich das quasi nachmache außer dass ich wirklich was eins zu eins nachbaue.

00:07:54: aber das will man ja.

00:07:56: Also ich bin da auch nicht kompetent genug einfach für.

00:07:58: Ich glaube, ich würde das gar nicht wissen wie ich das machen soll.

00:08:02: Ja oder vielleicht ist die Musik auch also deine Musik dir auch so nahe?

00:08:06: Oder dein kreativer Output dass du quasi nach solchen Vorgaben jetzt gar nicht irgendwie werkeln könntest, oder?

00:08:13: Ich hatte ja auf jeden Fall noch nie jemanden der mir Vorgabe gemacht hat.

00:08:17: Also da habe ich auch großes Glück, obwohl ich jetzt drei Alben bei einem Major-Label rausgebracht hatte.

00:08:23: Das war von Anfang an klar dass ich das auch nicht kann.

00:08:25: also ich mache dann einfach so die Platte fertig und dann gebe ich sie ab und ab diesem Zeitpunkt steigt dann quasi das Marketing Team ein.

00:08:33: aber... Da kommt man bei mir ja auch nicht weit wenn man versucht.

00:08:39: Zum einen kann ich es nicht, zum anderen will ich's halt auch einfach nicht.

00:08:42: Dann ist mir der Erfolg irgendwie auch nicht wichtig genug.

00:08:49: Das heißt, die Plattenfirmen haben da quasi auch auf Stein gebissen.

00:08:52: oder sagt man das so?

00:08:55: Ich weiß jetzt nicht.

00:08:56: Aber die haben schnell gemerkt okay das macht keinen großen Sinn!

00:09:01: Ich hatte vorher, bevor ich bei Universal war, Gespräche mit anderen Major-Labels.

00:09:08: Und die haben es schon probiert, mir mal Tipps zu geben und zu sagen hey wär's schon cool wenn da irgendwie der Refka ein bisschen früher losgeht oder hast du den Song mal etwas schneller probiert?

00:09:16: Aber ich hab das halt gar nicht gefühlt was sie gesagt haben!

00:09:23: Also ich bin auch immer offen für Eindrücke weil wenn ich irgendwas Gefühl habe jemand sagt mir zum Beispiel was fühlt sich irgendwie so an, als wäre das halt valid.

00:09:32: Dann merke ich auch dass ich es selber auch so empfinde und dann gehe ich auch gerne noch mal ran an den Song.

00:09:37: aber wenn ich was einfach nicht so nicht so empfindet und es nicht so nachhörtigen kann, dann werde ich jetzt auch nicht bereit ein Song zu ändern weil wenn ich den schon geil finde am Ende ist mir halt wichtig dass ich das halt richtig gut finde weil es ja irgendwie auch so ein bisschen damit meine Identität verknüpft ist.

00:09:53: Aber Universal war's so, dass mein Team echt super, super, cool war und die wussten von vornherein wie ich arbeite und die haben mich immer machen lassen.

00:10:01: Die haben sich nie irgendwie eingemischt.

00:10:03: Sie haben halt immer nur gesagt was sie als Single sehen würden aber sie haben sich in den Kreativprozess eben nicht eingemischst sondern mit mir immer machenlassen.

00:10:12: Hast du dann in deinem engeren Umfeld auch Vertrauenspersonen, wo du quasi mal wenn du dir unsicher bist das vorallegst und legen kannst oder vorspielen kannst?

00:10:21: Oder schonmal früher irgendwie rein hören lässt.

00:10:25: Also wenn ich euphorisch bin wird es eigentlich immer werden wenn ich gerade ein Song geschrieben habe Dann zeige ich die Songs voll gerne, aber es ist nicht so dass ich das mache um irgendwie Feedback zu bekommen weil ich unsicher bin sondern eher weil ich das dann so gerne teilen will.

00:10:38: Weil ich das so geil finde.

00:10:40: Weil tatsächlich wenn ich unsich bin dann will ich's eher nicht zeigen Sondern dann will Ich das eher solange bearbeiten bis ich nicht mehr unsicher Bin und dann erst will ich das zeigen.

00:10:51: Bist du denn auf eine Art subperfektionistisch?

00:10:53: Also anders gefragt ist es für dich schwer seinen Song abzuschließen Also zu sagen, okay jetzt ist er für mich fertig.

00:11:00: Jetzt kann ich ihm vielleicht mal herzeigen?

00:11:03: Nein eigentlich nicht!

00:11:05: Ich zeige auch oft Songs die noch wirklich ganz am Anfang sind weil ich den ja meistens dann von Anfang an irgendwie cool finde oder halt irgendwas daran cool finde und meistens weiß ich ja noch gar nicht wohin der Song sich weiterentwickelt.

00:11:18: Ich bin schon irgendwie perfektionistisch aber ich würde eher sagen, dass ich eine Teil verliebt als das ich perfektionistasch bin.

00:11:29: Für mich persönlich muss alles perfekt sein, aber nicht für jemand anders.

00:11:33: Aber ich habe gar kein Problem, Songs abzuschließen!

00:11:36: Ich bin eigentlich jemand der sehr linear arbeitet und ich verzettel mich selten irgendwie so, dass ich Dinge ausprobiere – das macht mich eher nur wirr.

00:11:45: Meistens entscheide ich mich für einen Sound oder irgendeine Komponente in einem Song und dann bleibt es auch so.

00:11:50: Also es ist selten so, da sich noch mal rangehe und dann nochmal Dinge ändere, für die ich mich bereits entschieden

00:11:56: habe.".

00:11:57: Aber so linear zu arbeiten, wie kann man sich das vorstellen?

00:12:02: Naja wenn was scheiße ist schmeiß ich es halt direkt weg.

00:12:06: Also ich habe noch nie ein Song geschrieben und den nicht rausgebracht.

00:12:10: also wenn ich den Song bis fertig mache komplett dann ist er auch... Dann will der auch.. Dann darf ich den auch veröffentlichen, dann finde ich ihn auch gut!

00:12:18: Also in dem Prozess selbst treffe ich schon Entscheidungen die dann auch so bleiben.

00:12:24: Und ich gehe da nicht wieder an den Anfangspunkt zurück, das meine ich mittlerweile ja, dass es so die ganze Zeit sofort laufend ist und es so gut wie nie vorkommt, dass sich jetzt doch mal zu einer alten Version zurückgehe.

00:12:36: Das heißt, es gibt von dir gar nicht so viel Ausschussware oder so B-Seiten Songs?

00:12:41: Nee, nix gibt's gar nichts!

00:12:44: Und da will ich ehrlich sagen auch ein bisschen froh, ich denke mir immer wenn ich sterbe kann man kein Album mehr rausbringen mit B-seiten weil das finde ich ja immer das allerletzte, wenn Leute sterben tut man ohne deren go Sachen veröffentlichen, die diese Person vielleicht gar nicht veröffentlicht wollte.

00:12:59: Das finde ich eine Unart.

00:13:00: also da gibt es bei mir auf jeden Fall nix zu holen!

00:13:05: Das ist jetzt schon mal fest, also das ist quasi jetzt einmal aufgenommen und bitte dann auch zu berücksichtigt.

00:13:13: Ja!

00:13:14: Bitte!

00:13:16: Aber du veröffentlicht ja eigentlich so alle zwei Jahre ein Album oder kann man das so sagen?

00:13:21: Das ist nun der sechste Album.

00:13:24: Sogar die siebte Album schon.

00:13:25: Der siebten

00:13:25: Album

00:13:26: stimmt.

00:13:27: Mit Vertoni, glaube ich noch.

00:13:28: Ich weiß gar nicht ob das siebte mit Vertoni oder ohne es?

00:13:31: Ich glaub' ohne Vertonis ist es... äh, mit Vertonies ist es.

00:13:34: Egal!

00:13:34: Auf jeden Fall, ja, ich hatte zuerst immer so einen eineinhalb Jahresrhythmus und seit ich Mama bin habe ich ein zweijahres Rhythmus.

00:13:45: Das gönnst du dir quasi.

00:13:47: Ja naja, es geht auch nicht anders.

00:13:48: aber ich mach jetzt auch nach dem nächsten Album mache ich ne runde Pause.

00:13:51: Ja das ist schon fix eingeplant.

00:13:53: Ja, ich mach ein halbes Jahr und mache Pause.

00:13:55: Ich brauch mal unbedingt Pause!

00:13:57: Ich bin viel gemacht und getan und jetzt hätte ich mal Bock, bisschen auszuruhren.

00:14:05: Aber bist du so der Typ, der das auch gut aushält?

00:14:08: Weil das muss man ja auch...

00:14:10: Also eigentlich nicht, ich hab noch nie länger als zwei Wochen Urlaub gemacht am Stück aber ich habe ja auch die Motorschaft und das ist ja auch ein Job

00:14:21: Das ist ein Job hier Das stimmt.

00:14:26: Ja, das hat unser österreichischer Bundeskanzler letztens anders gesehen aber wurde damit auch mit einem ordentlichen Shitstorm

00:14:34: bedacht zurecht.

00:14:36: Ich

00:14:36: habe

00:14:36: es auch mitbekommen.

00:14:37: Es war auf jeden Fall peinlich für ihn sagen wir mal.

00:14:41: Sehr peinlig!

00:14:42: Okay, ist aber schön dass man das in Deutschland auch mitbekommt.

00:14:45: Das freut mich ja zu hören.

00:14:49: Der neue Album Killer heißt Killer Und auch mit einem sehr, ich weiß nicht ob das der richtige Ausdruck ist aber sehr martialischen Cover-Artwork.

00:14:59: Also man sieht dich angeschnitten oder ich glaube dass bist du auf dem Album.

00:15:04: Das bin ich!

00:15:05: Das bist Du Blutverschmiert.

00:15:09: Ja

00:15:10: Ist das die richtige Beschreibung?

00:15:13: Ja

00:15:14: Es ist ein Hingucker also man kann nicht wegschauen.

00:15:19: Das freut mich.

00:15:21: Das soll Kunst nämlich machen.

00:15:23: Sollte das auch so sein?

00:15:26: Ja, ich gehe da jetzt nicht so danach damit Leute unbedingt kleben bleiben an Covers.

00:15:31: Sondern ich gehe tatsächlich danach was mir persönlich am besten gefällt und was sich schön finde und passend.

00:15:36: Und ich mag auch gerne wenn etwas sehr laut ist und etwas sehr schreit oder einen sehr einnimmt.

00:15:46: Das mag ich insgesamt gerne!

00:15:47: Und das finde ich macht das Cover auch mit mir.

00:15:50: aber schön dass es das auch mit dir macht.

00:15:53: Ja, also es ist natürlich auf eine Art sofort verstörend.

00:15:58: Wenn man sich denkt okay was ist da passiert?

00:16:00: Also da kann ja alles mögliche passiert sein mit dieser Person auf diesem Album.

00:16:04: Es ist zumindest etwas passiert.

00:16:06: das löst sofort was aus.

00:16:07: Auf der anderen Seite spiegelt's glaube ich auch sehr schön die Musik wieder, wo du doch irgendwie auf einer Art neuen Weg einschlagst oder

00:16:17: Ja, also ich bin da selber ja viel zu nah dran.

00:16:20: Ich habe auch das Gefühl oder ich wollte auf jeden Fall dieses Album mal was Neues machen weil ich die letzten drei Alben so ein bisschen als eine Reihe verstanden habe und es halt so soundtechnisch oder auch wie ich beim Songwriting beim Producing rangegangen bin alles sehr aufeinander aufgebaut hat ich da ähnlich gearbeitet habe und dieses mal wollte ich irgendwie noch was Neues machen.

00:16:43: Und hab deswegen mich so ein bisschen in diese analoge Synthesizerwelt eingetaucht, und hab auch beim Songwriting immer wieder Sachen gemacht die ich vorher noch nie gemacht habe.

00:16:56: Und deswegen war für mich auf jeden Fall etwas Neues.

00:16:59: Ich bin aber zu nah dran um mir jetzt von außen zu sagen ob es wirklich so anders klingt oder nicht.

00:17:05: Also dieses Hyperpoppige, würde ich mal sagen.

00:17:08: Also es ist noch mehr Wucht habe ich das Gefühl auch bei den ruhigen Songs.

00:17:14: also du schaffst es... Du meinst fast etwas schwer das in Worte zu fassen aber du schaffe es auch bei dem.

00:17:19: ruhigeren Songs oder immer melancholisch sind deine Songs ja auf eine Art immer wenn ich das sagen darf Aber auch bei die ruhigeren Songs kommen sie mit einer ganz neuen Wucht aber auch teilweise mit Wut daher.

00:17:34: Aber mit seiner positiven Wut würde ich fast sagen, die also eine Wut, die auch was verändern möchte.

00:17:41: Ja, so ein bisschen befreiend.

00:17:42: Aber das trifft auch ganz gut zu meinem Leben in den letzten zwei Jahren zu.

00:17:46: Ich habe auch das Gefühl... Also ich schreibe ja nie so Konzeptalben.

00:17:48: Ich denke mir vorher nie, oh jetzt möchte ich dass das Album so klingt oder ich möchte dass das album dieses Thema hat inhaltlich?

00:17:56: Ich merke dann aber wenn ich fertig geschrieben habe womit ich mich die letzten zwei Jahre befasst habe und da ging es auf jeden Fall sehr viel um dieses heraus emanzipieren aus gewissen gesellschaftlichen Strukturen sowohl von außen als auch von innen.

00:18:09: Und irgendwie ... ja, passt das auf jeden Fall so diesen positiv wütenden?

00:18:15: Weil man braucht ja, um diese Energy zu haben und sich so rauszuholen, braucht man ja auch immer so ... Also kann Wut helfen auf jeden fall!

00:18:26: Um Kraft genug zu haben.

00:18:29: Aber quasi die eigene Sozialisierung auch also wie man gelernt hat zu leben oder wie halt... wie man es auch vorgelebt bekommen hat etc.

00:18:40: Also sind das solche Themen, die dich da umgetrieben haben?

00:18:44: Ja also genau das eigentlich dieses vorgelebten Bekommen aber auch natürlich Teil dieser Gesellschaft zu sein.

00:18:51: und das hat man ja immer um sich Und auch irgendwie anzuerkennen dass egal wie sehr man Dinge versteht oder wie sehr Man Dinge in Anführungsstrichen so durch leuchtet und schaut ist man trotzdem immer noch Teil des Systems und Teil dieser Strukturen, und dementsprechend hat man auch Denkmuster sehr tief gefressen und in sich verankert.

00:19:16: Und nun weil man Dinge versteht heißt es halt noch lange nicht dass man sich deswegen da lösen kann oder automatisch gelöst hat.

00:19:24: Ja das verändert sich ja auch fast täglich.

00:19:27: bei einem also manchmal fühlt man sich ja sehr frei würde ich mal sagen und sagt okay möge die Gesellschaft so funktionieren, wie sie funktioniert.

00:19:37: Und ich und mein engeres Umfeld – sei das mit Kindern oder Partnerinnen, Partnern

00:19:42: etc.,

00:19:43: macht das auf.

00:19:45: nach meinen Vorstellungen, nach unserem Weg am nächsten Tag fällt es dann wieder so ein Kartenhaus über einem Zusammenhang und man hinterfragt alle seine

00:19:54: Lebensentscheidungen.".

00:19:56: Ja, absolut.

00:19:57: Das ist ja auch dynamisch und wie du auch selbst sagst, das hängt damit zusammen.

00:20:03: Welche Perspektive hat man?

00:20:05: Und es ändert sich auch total weil das Hirn auch so funktioniert dass gewisse Synapsen einfach miteinander verbunden sind.

00:20:11: Ich habe meine Therapie gelernt, das fand ich sehr hilfreich Dass wenn man zum Beispiel gerade in einem Konflikt ist mit einer anderen Person dann treten alle Dinge die Ein ähnlicher Konflikt war mit dieser Person an die Oberfläche im Hirn.

00:20:26: Das heißt, das Hirn kann in dem Augenblick gar nicht zugreifen auf eine andere Perspektive manchmal sondern man muss sich dann erstmal so bisschen runterkühlen und ein bisschen Zeit vergehen lassen damit man überhaupt differenziert wie da auf die Beziehung gucken kann.

00:20:40: Das betrifft aber auch positive Sachen.

00:20:42: also wenn man zum Beispiel ein sehr sehr positives Ereignis hat mit jemanden oder auch alleine, dann erinnert man sich gleichzeitig an viele andere Dinge die ähnliche Gefühle in einem ausgelöst haben.

00:20:53: Und allein das, wenn man allein das schon weiß, dann merkt man ja auch dass die eigene Wahrheit immer von einer Perspektive abhängt, die halt situativ ist und der man ja quasi auch ausgeliefert hat dem eigenen Hirn sozusagen.

00:21:07: Ist es denn auch bei dir ein wenig so, dass man ab seinem gewissen Alter sich vielleicht selber mit sich selber mehr im Reinen ist, vielleicht auf eine Art und Weise.

00:21:17: Und dadurch auch mehr Konflikte entstehen mit anderen Personen?

00:21:21: Weil man sich halt auch vielleicht weniger anpasst oder überhaupt nicht mehr anpassen will?

00:21:28: Ja, finde ich schon!

00:21:29: Also ich glaube das ist sehr, sehr individuell aber es ist auf jeden Fall ein Muster zu erkennen dass ich das Gefühl habe alle beim Umfeld die älter werden sind immer mehr okay mit sich selbst und wenn sie das nicht sind dann sind soweit, dass sie daran schon viel gearbeitet haben oder sind sich halt deren Problemen oder deren Dingen bewusst, mit denen Sie vielleicht zu kämpfen haben.

00:21:55: Und dadurch kommt natürlich auch ein Selbstwertgefühl und mehr Selbstbewusstsein.

00:22:02: Ich kann auf jeden Fall bei mir selber beobachten, dass ich viel besser aushalten kann wenn mich jemand scheiße findet weil ich mir dann auch denke ist ja okay Das war lange Zeit für mich eher schwieriger und jetzt habe ich den Eindruck, es wird auf jeden Fall einfacher.

00:22:20: Merkst du das auch?

00:22:21: Oder kriegst du da auch negatives Feedback auf deine Lieder, auf deine Songs?

00:22:27: Na klar!

00:22:28: Also vor allem kriege ich auf meine Existenz sehr viele negativen Kommentare.

00:22:33: Meistens geht's entweder um mein Aussehen oder um politische Aussagen.

00:22:38: Aber wenn ich halt politische Aussagen mache, dann versuche ich.

00:22:41: Was mir natürlich nicht immer gelingt aber dann versuchte ich nur dann was zu sagen Wenn ich wirklich das Gefühl habe dass ich weiß wovon ich rede und Dann stehe Ich eigentlich auch immer relativ fix hinter dem was ich gesagt habe.

00:22:54: was aber nicht heißt dass wenn ich etwas falsch sage Und mich jemand darauf aufwachsen macht dann freue ich mich immer noch sehr.

00:22:58: ich bin sehr offen für Kritik weil ich muss auf jeden Fall noch viel lernen.

00:23:02: Aber ich versuche mich eigentlich immer nur zu äußern, wenn ich mir sicher bin, dass ich dahinter auch wirklich stehen kann und auch Argumente habe.

00:23:09: Warum?

00:23:09: Ich das sage!

00:23:11: Und dann geht's eigentlich man sollte halt einfach bevor man was sagt nachdenken.

00:23:16: Das ist ehrlich gesagt nicht so mein Starke aber ich arbeite stark.

00:23:23: Aber diese Bühne quasi die du jetzt auch hast oder schon länger hast, hast du da auch irgendwie oder spürst du da eine gewisse Verantwortung auch?

00:23:35: Dann quasi mit Meinungen, oder mit politischen Aussagen nicht hinter dem Zaun zu halten.

00:23:43: Also ich habe auf jeden Fall schon das Gefühl dass ich ne gewisse Verantwortung trage weltpolitisch aber vor allem gerade in Deutschland weil ja grade schon sehr viele Menschen leben einfach in Gefahr sind.

00:23:57: wenn man sich die politische Situationen anguckt und auch sieht wohin wir uns gerade bewegen dann wird es auf jeden Fall sehr gefährlich für viele Personen und ist es ja auch bereits schon, aber es wird immer gefährlicher für Personengruppen.

00:24:13: Und ich sehe das dann schon in meiner Verantwortung dafür zu sorgen dass sich die Geschichte zum einen nicht wiederholt und aber auch halt mit gesellschaftlich dafür Verantwortung zu tragen dass das halt sichtbar gemacht wird.

00:24:29: Weil ich weiß, wir wissen ja alle wie unsere Großeltern über den Zweiten Weltkrieg gerittet haben.

00:24:37: von wegen Ja, ich habe das nicht mitbekommen.

00:24:39: Keiner hat irgendwie was gewusst und ich glaube es ist eben nicht so.

00:24:44: Und ich glaube, es ist gerade schon sehr, sehr sichtba, aber ich glaub viele Leute wollen das irgendwie auch nichts sehen weil das natürlich auch bedeutet, dass man sich miteinander setzen muss und viele Leute haben diese Kapatität Kapazität ja auch gar nicht, weil sie müssen erst mal gucken, dass sie überhaupt ihre Scheißmitte bezahlen können.

00:24:58: Weil die soziale Ungleichheit halt so dermaßen reinkickt.

00:25:02: Aber ja und gerade ich, die halt die Möglichkeit hat sich damit auseinanderzusetzen sollte das dann halt schon nutzen.

00:25:11: Hast du da auch den Anspruch irgendwie vielleicht was verändern zu können oder Menschen auch irgendwie was weitergeben zu können?

00:25:20: Nee soweit würde ich nicht gehen.

00:25:21: also... Ich glaube nicht, dass meine Stimme jetzt wichtiger ist wie andere Stimmen.

00:25:27: Das glaub ich nicht!

00:25:28: Aber ich glaube das ist halt...jetzt jede Person die eigene Stimme irgendwie nutzen sollte gerade wenn es um so Alltagssituationen geht, dass man einfach diskriminierende Aussagen nicht so durchrutschen lässt, dass auch die Ohren und Augen offenlässt für Ungerechtigkeiten und dann halt versucht sich wirklich die Zeit und Kraft zu nehmen und da einzuschreiten.

00:25:51: Also quasi die Fehler vielleicht auch nicht nur bei sich selber zu suchen oder vielleicht auch doch selber auf die eigene Sprache vielleicht zu achten, auf den eigenen Umgang aber auch vielleicht einzuschreiten wenn Zivilcourage gefordert ist.

00:26:06: Ja, in allererster Linie sollte man natürlich bei sich selbst anfangen.

00:26:09: Und vor allem sollte man auch wenn man das schon lange angefangen hat immer wieder offen sein, sich auch kritik anzuhören, wenn es um die eigene Person geht weil ich habe auch das Gefühl dass es bei manchen Leuten dann irgendwie darum geht einfach nur besser zu machen wie jemand anders und die Personen sind dann auch nicht mehr so ganz so offen sich dann Anzuhören dass sie vielleicht was falsches sagen.

00:26:32: Also ich weiß ja auch, obwohl ich versuche daran immer zu arbeiten.

00:26:36: Es hat gegeben und es wird in Zukunft auch noch sehr viele Situationen geben wo ich dumme Scheiße sage... ...und mich blöd verhalte!

00:26:44: Und ich freue mich dann wenn.. also das freu mich aber ich bin natürlich dankbar dafür wenn Leute mich darauf aufwachsen machen und mir halt Dinge zeigen von denen ich vielleicht keine Ahnung habe und sich halt die Kraft und Zeit nehmen mir das dann halt zu sagen

00:27:00: Ja, und das dann auch anzunehmen oder?

00:27:01: Und vielleicht einen Schritt zurück zu machen und einfach zu sagen okay da liege ich falsch.

00:27:08: Da bin ich falsch gelegen!

00:27:09: Das ist ja auch nicht immer so einfach.

00:27:11: Nee es ist übel zu schwer.

00:27:13: Es hat ja viel mit Scham zu tun und keiner schämt sich gerne.

00:27:17: aber ganz ehrlich wenn ich denke mir immer in solchen Situationen denke ich mir mal Wenn ich mich gerade schämme Dann ist das Gefühl was andere Leute wegen Diskriminierung aushalten müssen vermutlich um zehnfacher höher.

00:27:29: Das ist ja auch ein bisschen der Inhalt deines Songs It The Rich, oder?

00:27:35: Ja bei It the Rich geht es mir halt vor allem um so Leute die diesen Slogan für sich nutzen, um wiederum selber Kapital daraus zu schlagen.

00:27:45: Ich kenne das halt auch total viel in der Musikindustrie dass so Leute immer Antifa und It the rich und dann alles voll nach vorne brechen und dann guckt man aber in deren Umfeld Nur weiße Typen, die alle irgendwie schlechter bezahlt sind.

00:28:00: Je niedriger der niedrige an Anführungsstrichen der Job ist obwohl es was für mich eigentlich nicht geben sollte und da fühle ich mich dann manchmal so ein bisschen verarscht oder habe das Gefühl dass wird dann so genutzt um zu ein Bild zu schaffen das aber eigentlich in einem eigenen Umfeld gar nicht richtig durchgesetzt wird

00:28:19: dieses so performatives gut Menschen sein und im eigenen quasi.

00:28:25: Und selber eigentlich nicht besser zu sein als die Menschen, die man vielleicht kritisiert.

00:28:29: Ja und da kann man ja auch super Leute an sich binden und Kapital draus schlagen.

00:28:35: Absolut!

00:28:36: Das ist in der kapitalistischen Verwertungsgesellschaft funktioniert das wahrscheinlich auch ganz gut.

00:28:44: Ist dieser Titel Killer?

00:28:46: Ist es dann auch ein bisschen... gegen dich selbst gerichtet, also quasi bist du dein eigener Killer jetzt ein bisschen blöd gefragt aber quasi mit diesem Abschließen eines früheren X vielleicht?

00:28:58: Ja genau so habe ich das gemeint.

00:29:00: Also es gibt auch einen Song der Killer heißt und da geht's genau darum halt... Also der Refrain geht auch.

00:29:07: Ich kielte mich selbst weil es genau eben darum geht sich selber so Dinge anzugucken um zu versuchen sie halt zu bearbeiten zurückzulassen.

00:29:19: Ich glaube so ganz abkillen kann man das gar nicht, weil... Man kann bewusst damit umgehen und versuchen halt Strukturen zu erkennen und sich dann vielleicht ein bisschen besser zu verhalten.

00:29:33: Kämpfst du da?

00:29:35: Also ich habe von dir gelesen dass du früher dass es dir schwer gemacht hast, überhaupt auf die Bühne zu gehen.

00:29:43: Oder halt mit Lampenfieber gekämpft hast oder so.

00:29:46: Und das ist ja auch ein Widerspruch, weil wenn man sich bei dir eingließt, dann wolltest du immer auf Bühnen stehen?

00:29:52: Ist das so ein Paradox-Widerspruch auch?

00:29:55: Oder hat sich das irgendwie verbessert?

00:29:58: Das ist auf jeden Fall Paradox!

00:30:00: Aber ich hab früher schon sehr ... Ich habe schon sehr früh auf Böhnen gestanden als ich ein ganz kleines Kind war und fand das immer ... Megagal.

00:30:09: Es fascht immer voll mein Ding, aber zu dem Punkt wo ich dann eigene Musik auf Bühnen gespielt habe bekam da ein ganz ganz krasses Lampenfieber dazu.

00:30:18: Das ist irgendwie für mich was anderes weil das sich so privat anfühlt und dass es dann halt sehr viel Überwindung oder überhaupt vor irgendwelchen anderen Leuten zu tun.

00:30:34: Es ist ein bisschen wie dieses Songwriting, was ich vorhin erzählt habe.

00:30:36: Das ist halt so privat irgendwie!

00:30:41: Aber auf der Bühne stehe ich eigentlich total gerne und ich muss aber auch sagen dass ich einfach eine sehr tolle Crew hab' und eine tolle Band hab', mit denen ich mich sicher fühle und mit dem ich schon seit fünfzehn Jahren spiele Und das macht natürlich ganz anders Spaß.

00:30:56: Also, sobald ich auf der Bühne bin ist es auch alles richtig cool aber davor habe ich halt super starkes Lampentieber da habe ich immer sehr große Lust weg zu rennen.

00:31:06: Das ist immer noch so?

00:31:08: Ja schon!

00:31:09: Aber vielleicht ist dir das auch so wichtig... dass das also deine Lyrics auch und deine Musik, und auch das was du quasi preisgibst von dir.

00:31:19: Und mit dem du an die Öffentlichkeit gehst, dass das halt vielleicht auch ein positives Zeichen ist dieses Lampenfieber weil wenn das vielleicht weg wäre dann wirst du vielleicht doch irgendwie egal

00:31:29: Ja weg wäre wahrscheinlich auch nicht gut aber ein bisschen weniger wär manchmal schon hilfreich Weil ich hab so richtige körperliche körperliche anzeichen und das ist manchmal wirklich sehr nervig.

00:31:42: Wenn ich das Gefühl habe, mir geht es dann richtig schlecht, bin so übel, hab mich auch früher mal übergeben... Das ist schon ein bisschen zu doll.

00:31:51: Es ist schon besser wenn man ein bisschen entspannter auf der Bühne ist, auch geil!

00:31:55: Hab' ich auch manchmal aber es ist ein bisschen Tagesform abhängig.

00:31:58: manchmal

00:32:00: Aber legt sich das nach dem ersten Song oder so?

00:32:03: meistens.

00:32:04: Meistens ist es eigentlich direkt weg, sobald ich auf der Bühne bin.

00:32:07: aber es gab auch schon Konzerte zum Beispiel I Will Never Forget das Orchesterkonzert zehntausend siebzehn.

00:32:13: da habe ich von vorne bis hinten komplett gelitten ey!

00:32:16: Das kann ich mir auch gar nicht mehr angucken oder anhören weil ich das so schlimm empfunden habe.

00:32:21: Ich hatte das so ein krasses Lampenfieber Weil das Intro damals bisschen schief gegangen ist und ich hab einen Jahr ein Jahr vor dieses Konzert gearbeitet und all meine Ersparnisse ausgegeben.

00:32:30: Und es war wirklich für mich persönlich eine emotionale Vollkatastrophe, aber da muss man halt mit leben!

00:32:37: Aber das hängt einem dann so ewig nach... Also immer noch wenn ich daran denke, ist ganz unangenehm das Gefühl.

00:32:46: Hast du denn mittlerweile auch Rituale die du anwenden kannst?

00:32:52: Nee, ich hab's mal probiert Auto gehen im Training oder so, aber das hat nicht ... es hat irgendwie nicht richtig gezündet.

00:33:02: Also was ich merke ist, ich kann vorher nicht viel reden mit Leuten die ich nicht kenne.

00:33:07: Ich brauch da soviel Abschottung wie möglich!

00:33:13: Aber ich kann mich auch gar nicht konzentrieren.

00:33:15: Wenn der Leute mit mir sprechen, dann gehen die Worte durch mich durch und ich kann nicht mehr zuhören weil ich auf Adrenalin bin.

00:33:23: Du hast früher gesagt, du wolltest eigentlich immer auf Bühnen stehen.

00:33:26: Wie kann man sich dann quasi dieses Paradox vorstellen?

00:33:31: Also woher kommt auch diese Lust vor Menschen aufzutreten?

00:33:36: Weißt du das noch wie sich das angefühlt hat?

00:33:40: Ja, das hat mich einfach schon immer so gehypt.

00:33:42: ne!

00:33:42: Ich glaub es hängt vielleicht auch mit meinem ADHS zusammen.

00:33:45: also weil ich... Das gibt natürlich ein Ultrakick und ich bin immer auf der Suche nach

00:33:50: Kicks.

00:33:53: Ähm, das könnt ihr schon damit zusammenhängen.

00:33:56: Aber ich hab ja schon so mit fünf, sechs den ersten Gesangzeptbewerb mitgemacht und für mich war das immer wichtiger wie Ostern Weihnachten- und Geburtstagzusammen.

00:34:05: Das war einmal im Jahr auf dem Kinderfasching im richtigen Dorfrahmen.

00:34:09: aber für mich ist mein absolutes Highlight hat mir so großen Spaß gemacht.

00:34:13: Ich habe auch immer so gerne Shows vorbereitet von meinen Eltern und dann so... Ich weiß es auch nicht!

00:34:19: Ich stand, glaube ich auch einfach sehr gerne im Mittelpunkt.

00:34:23: Auch wenn das Unangenehme ist, das zuzugeben!

00:34:25: Aber es ist, glaub ich, einfach so...

00:34:29: Und das waren wirkliche Wettbewerbe?

00:34:31: Ja, das war ein Kindergesangswettbe Werbe.

00:34:34: Damals in Baden-Württemberg oder...?

00:34:38: War das auch schon irgendwie sowas?

00:34:41: Du bist ja in einer kleinen Stadt aufgewachsen,

00:34:44: oder?!

00:34:44: Ja, da war kein Stadt.

00:34:45: Richtig Dorf

00:34:47: Wirklich Dorf, okay.

00:34:48: Aber war das auch so dann irgendwie schon quasi in dir verankert.

00:34:53: da ausbrechen zu wollen auf eine Art und wie man dann auf so eine Bühne zu gehen ist ja vielleicht der erste Versuch dort auszubrechen?

00:35:01: Na weg wollte ich da auf jeden Fall schon immer!

00:35:06: Ja... Ich war schon immer sehr experimentierfreudig in allem und sehr laut war ich auch immer Und damit hatte ich so ein bisschen...

00:35:16: Anstrengend?

00:35:17: Ja.

00:35:18: Ich war auf jeden Fall anstrengen, das wurde mir auch schon sehr viel gesagt und ich glaube es ist gerade in so einem Ort wo es halt sehr viel um Anpassung geht wenn jeder kennt jeden da möchte man nicht so gerne auffallen und ich bin auf jeden fall schon immer sehr aufgefallen.

00:35:39: Da habe ich anderen Leuten das Leben bestimmt nicht leicht gemacht und mir selber aber auch nicht.

00:35:45: Aber vielleicht kann so große Kunst entstehen dann in weiterer Folge.

00:35:51: Ja, ich würde nicht sagen dass Kunst automatisch laut sein muss.

00:35:55: Es gibt auch viele leise Personen die sehr tolle Kunst machen.

00:35:58: aber vielleicht steckt in dir auch beides.

00:36:00: habe ich ein bisschen das Gefühl oder also quasi dass die laute Person das exaltierte und dann aber wieder diese ruhige zurückgezogene Person

00:36:10: ja schon auch ein bisschen.

00:36:11: beides ja aber sichtbar ist es natürlich nicht.

00:36:14: Sichtbar sind immer die lauten, lautenteile.

00:36:18: Ich meine das kann man jetzt bei unserem Gespräch trägst und nicht diese auffallende Brille oder eine dieser auffallen Brillen, die du sonst gerne trägest.

00:36:28: aber sind diese diese Brillen auch so ein bisschen um dich auch ein bissel zu verstecken?

00:36:33: Oder quasi auch eine Art Kunstfigur zu kreieren?

00:36:37: Nö ich trage dir auch in meiner Freizeit!

00:36:39: Ich habe jetzt nur zwei Minuten später dran.

00:36:40: Ich hab tatsächlich gerade selber gemerkt oh ich habe vergessen eine Brille anzuziehen.

00:36:44: Ich weiß nicht, ich habe einfach Spaß daran mir ein neues Gesicht anzuziehen.

00:36:48: Das würde ich aber auch in meiner Freizeit machen.

00:36:50: Es ist einfach... Ja das macht Spaß einfach!

00:36:56: Ist es ein bisschen Auszeit vom eigenen Ich-Auch zu suchen?

00:36:59: Weil man sich so, jetzt sage ich mal, ein bissel sein Wobbhaber sich so ein bisschen verkleidet vielleicht?

00:37:05: Ich frag mich, was ist überhaupt das eigene?

00:37:07: Ich glaube man ist ja so facettenreich und so unterschiedlich.

00:37:11: Und so ist es eben auch wenn ich so unterschiedliche Brille anziehe.

00:37:14: An einem Tag habe ich das Gefühl die Brille sieht komplett scheiße aus.

00:37:17: Das hab' ich mir dabei gedacht.

00:37:18: Am nächsten Tag denke ich mir oh mein Gott!

00:37:20: Das ist die schönste Brille, ich werde sie nie wieder ausziehen.

00:37:24: diese beiden Personen, es gibt ja auch Dinge die sich widersprechen und trotzdem beide wahr sein können.

00:37:29: Und ich glaube so ist das auch mit einem selber.

00:37:31: Das ist ja tagesformabhängig und ich würde auch nicht sagen dass es eine Brille gibt die bin ich und ne andere Brille die ist dann aufgesetzt so sondern man ist halt irgendwie manchmal so drauf und manchmal ist man eher so drauf.

00:37:48: Ich finde das darf ruhig gleichzeitig existieren.

00:37:50: Du kannst dich natürlich mit sowas auf eine Art verstecken, auf irgendeine Art und Weise.

00:37:55: Auf der anderen Seite wirst du wahrscheinlich dadurch auch überall erkannt oder?

00:38:00: Naja... Kommt drauf an wo ich unterwegs bin!

00:38:06: Aber genießst du das dann auch wenn du erkannt bist?

00:38:09: Nee, das ist mir ehrlich gesagt unangenehm.

00:38:12: aber weil ich das immer noch so verrückt finde.. Also irgendwie weiß einem gar nicht was ich dann sagen soll.

00:38:24: Ist das sowas, was man vielleicht lernen muss?

00:38:28: Ja.

00:38:29: Wahrscheinlich!

00:38:33: Ich weiß nicht... Also die meisten Leute sind ja zum Glück sehr, sehr respektvoll.

00:38:36: Ich muss schon sagen ich habe ein sehr freundliches, ähm... ... der freundliche Zuhörerschaft Die immer auch freundlich fragen und so Und ähm Das sind immer sehr angenehme Begegnungen.

00:38:50: Aber trotzdem ist es immer komisch wenn jemand einen Wenn ich jemanden nicht kenne und jemand kennt einen aber und findet das toll, was man macht.

00:38:59: Dann ist es einfach eine komische Situation!

00:39:02: Ich weiß gar nicht wie's beschreiben soll.

00:39:05: Wahrscheinlich ist das auch etwas auf das man nicht vorbereitet wird oder dass man jetzt nicht lernen kann?

00:39:10: Oder also quasi so eine Bob-Star-Werdung wenn ich das mal sagen kann.

00:39:15: Das sagt dann ja niemand wahrscheinlich, wie sich das wirklich anfühlt.

00:39:19: Ja vor

00:39:20: allem... Wenn man ein Person des öffentlichen Lebens auch isst

00:39:24: Ja, vor allem muss man glaube ich auch das nicht mit sich selber mit der eigenen Identität verknüpfen.

00:39:30: Sondern es ist ja nichts Persönliches.

00:39:35: also sowohl wenn jemand was scheiße findet als auch wenn jemand etwas gut findet hat es Nichts.

00:39:42: Erstmal Wenn es nur um die Kunst geht erst mal nichts mit mir als Person zu tun sondern nur mit Geschmack.

00:39:51: Das heißt dass du bist dann eine Art Projektionsfläche für die Menschen.

00:39:57: Ja, oder ich meine es ist ja dann eher so dass jemand mir halt sagt hey Ich finde das was du machst trifft auch meinen geschmack.

00:40:04: Das ist es ja eigentlich.

00:40:05: Es ist eigentlich nicht sowas wie du bist total toll Sondern es ist das was Du machst.

00:40:11: es schwimmt auf der gleichen Geschmackswelle wie das was ich gut finde gerade So.

00:40:15: es war anderes natürlich wenn's jetzt irgendwie um Aussagen geht oder um Dinge die man macht aber wenn sie jetzt nur um die nur in anfangen strichen um die kunst und die musik geht Ist das schon so ein bisschen zu trennen von der eigenen Person?

00:40:31: Was mich noch interessieren würde, wie hat es eigentlich angefangen oder was war so der ausschlaggebende Punkt auch mit diesen Lübsink-Videos anzufangen.

00:40:40: Wo du so fragwürdige Aussagen von Menschen aus dem öffentlichen Leben quasi nachsynchronisierst im Internet.

00:40:48: Was war da die Initialzündung um das zu machen?

00:40:53: Das hat dir schon nochmal einen ganz anderen oder dich wahrscheinlich mit Menschen in Kontakt gebracht, die dich vorher vielleicht gar nicht kannten.

00:41:01: Auf jeden Fall!

00:41:03: Ich glaube es gibt viele Leute, die wissen auch gar nicht, dass ich Musik mache, wie du das gesehen hast.

00:41:07: Ist auch völlig okay.

00:41:09: Das Internet ist einfach das Internet.

00:41:12: Also aus einem sehr situativen Momentum heraus... Ich habe einfach Fernen geguckt und habe etwas gesehen, was ich total witzig fand.

00:41:27: Also lächerlich fast schon!

00:41:29: Und ich fand es einfach lustig noch so eine zweite Ebene reinzubringen weil das war halt super lange Sprachnachricht von Alex Petrovic die halt komplett auch ausgestrahlt wurde wo ich dachte dass ist einfach an sich schon so witzigt und ich hab ja Synchronisieren nicht erfunden Das gibt ja schon super viele Leute Synchro-Videos machen und ich fand diese zweite Ebene dann das doch zu synchronisieren irgendwie witzig.

00:41:50: Da habe ich vier Tage dafür geübt, aber ich hätte niemals gedacht dass es die Leute, dass so viele Leute gucken und dass es so viel Leute interessant finden.

00:41:57: und dem Augenblick wo ich aber gemerkt habe Dass er so Wellen schlägt hab ich Dann spontan entschieden dass ich nochmal ein Video mache und es ging dann wieder so ab.

00:42:07: Und dann habe ich gedacht okay ist für mich gar kein Problem Aussagen rauszusuchen die ich für problematisch halte oder Wo ich denke, schade dass da niemand drauf reagiert hat.

00:42:19: Weil es gibt ja oft so Situationen wo Leute was sagen und ich hab dann schon das Gefühl viele in der Runden finden das scheiße was die Person gerade sagt aber es reagiert irgendwie niemand.

00:42:27: Und dann finde ich's irgendwie gut das noch mal zu beleuchten sag' ich jetzt mal.

00:42:32: Naja

00:42:33: vor allem ist sie auch so schön selbst entlarvend oder dass sich halt das große Ding nur oder dass es einfach selbst entlavend ist.

00:42:39: also du machst jetzt sehr...

00:42:41: Mach eigentlich nix.

00:42:42: Du machst ja, also du sprichst das ja nur nach

00:42:44: quasi.

00:42:45: Ja!

00:42:45: Ich denke auch... Du veränderst dir auch nichts.

00:42:47: Das ist auf jeden Fall für mich auch so.

00:42:49: Was willst du denn da angreifen?

00:42:50: Weil wenn sich da jemand auf die Füße gedrehten fühlt dann ob wir es lier nur wegen den eigenen Worten und dann denk ich mir okay dann wär das vielleicht ein Moment wo man vielleicht jetzt mal darüber nachdenkt ob man das was man gesagt hat ob man dass irgendwie wirklich geil findet oder nicht.

00:43:08: Wenn du jetzt dein Album, was wir ganz am Anfang gesagt haben steht ja quasi in den Startlöchern.

00:43:14: Es erscheint jetzt Anfang September.

00:43:16: Was gibt's so etwas, was du dir wünschst?

00:43:18: Was jetzt passieren sollte mit dem Album und diesen neuen Songs?

00:43:22: Und was denkst du da?

00:43:24: Ich denke daran dass es ganz geil wird die live zu spielen!

00:43:26: Wir hatten nämlich schon mal eine Probe.

00:43:27: aber ich habe jetzt irgendwie nicht so ein Anspruch das.

00:43:31: ich denke ich würde gerne mit dem album dieses und jedes erreichen.

00:43:34: was jetzt damit passiert ist mir ehrlich gesagt relativ egal Das darf man so sagen, aber ich habe viel wichtiger ist für mich irgendwie so ein Album abzuschließen.

00:43:42: Das war für mich der magische Moment das Mastering fertig zu machen und jetzt bin ich gerade schon mit dem Kopf vor ganz anders weil ich die Tour vorbereite und da gerade schon sehr großen Spaß habe.

00:43:56: wir haben ja eine Probe gehabt und es klingt alles so geil!

00:43:59: Wir haben einen komplett neuen Setup Und haben jetzt keine Gitarre mehr und kein Bass mehr auf der Bühne, sondern nur noch analoges Synthesizer.

00:44:05: Da bin ich gerade voll drin!

00:44:08: Und zwei Drummer... Das hört richtig geil.

00:44:11: Es klingt fett.

00:44:12: Wird's auch.

00:44:17: Du klingst sehr euphorisiert das ist schön.

00:44:20: Aber ich hatte auch gerade erst am Wochenende die ersten Proben und es war so geil.

00:44:25: Deswegen bin ich noch voll.

00:44:26: Ich fliege noch voll auf dieser Welle grade.

00:44:29: Das klingt schön.

00:44:30: Und dann mit der Aussicht auf deine kleine Kreativpause ist das wahrscheinlich noch schöner.

00:44:36: Ja, voll!

00:44:37: Absolut.

00:44:39: Domine vielen Dank für diesen tollen Einblick.

00:44:44: Wenn wir noch Zeit haben würde ich dir noch ganz kurz ein paar kurze Abschlussfragen stellen und zwar in welche Stadt würdest du immer wieder gerne ziehen?

00:44:52: Witzigerweise nach Wien tatsächlich weil meine beste Freundin... Also meine Freundin die schon seit ich Ich kenne es, seit ich vier bin.

00:44:59: Wir sind zusammen aufgewachsen aber wir haben noch nichts damit in einer Stadt gewohnt und sie wohnt in Wien.

00:45:04: Und wir haben immer gesagt wenn wir sechzig sind dann ziehen wir in dieselbe Stadt und vielleicht würde ich nach Wien ziehen.

00:45:09: Ich mag Wien gerne.

00:45:10: Perfekt, perfekt Du spielst ja auch bald den Wien.

00:45:13: Ja

00:45:14: Absolut Welcher Film oder welche Serie haben dich zuletzt verstört?

00:45:18: Verstört!

00:45:21: Wie auch immer verstört.

00:45:22: Ich habe schon so, so, solange keiner Kein Film und keine Serie geguckt, das ist wirklich krass.

00:45:29: Keine Zeit!

00:45:31: Aber doch ich hatte doch... Warte mal.

00:45:33: letztens habe ich einen Serie geguckt.

00:45:34: die fand ich richtig richtig geil.

00:45:36: wie hießen die nochmal?

00:45:37: Da ging es um vier Personen die ihr arbeitsig von sich selbst ab...

00:45:44: Severance?

00:45:44: Ja Severance Das war großartig, das fand ich super.

00:45:49: Ja sehr verstörend absolut Erschreckend.

00:45:55: Gibt es ein Buch, das du uns gerade empfehlen kannst?

00:46:00: Ich muss ehrlich zugeben ich lese überhaupt nie Bücher.

00:46:03: Weil ich einfach nicht... also ich brauche dafür komplette Ruhe und Zeit und das habe ich irgendwie seltenst.

00:46:10: aber wenn ich euch was empfehle darf dann würde ich euch von Henry Maximilian Jakobs das Buch empfeheln.

00:46:21: Ich hab das sogar hier.

00:46:23: Warte mal, wie heißt das?

00:46:24: Mir fällt

00:46:24: jetzt der Titel nicht ein.

00:46:25: Ja, Moment!

00:46:26: Ich wollte gerade selber gucken... ...ich weiß es eigentlich aber irgendwie, wenn ich grad'n bisschen müde.

00:46:31: Paradiesische Zustände

00:46:32: ist das was?

00:46:33: Genau, paradiesische Zustände.

00:46:34: Jaa, ich habe das auch zu Hause liegen und hab's noch nie gelesen.

00:46:38: Wo soll

00:46:38: ich nachhören?

00:46:38: Das Hörbuch, das Hörbuch habe ich gehört.

00:46:41: Was ist das schönste Lied der Welt?

00:46:43: Es gibt kein schönstes Lied.

00:46:45: Ich bin ja sowieso nicht Fan von so superlattiven oder Lieblings irgendwas.

00:46:50: Mir ist jetzt ganz spontan eingefallen.

00:46:52: Wonderful Life von Black, ist es glaube ich?

00:46:58: Weil das melancholisch ist und gleichzeitig aber irgendwie so hoffnungsvoll... Wenn ich was nennen müsste dann würde ich das jetzt spontan machen.

00:47:06: Aber wenn du mich morgen fragen würdest, würde ich vermutlich etwas anderes sagen

00:47:09: Das ändert sich ja auch täglich.

00:47:11: Du, was soll von dir und deiner Kunst einmal bleiben?

00:47:15: Da nichts.

00:47:17: Das ist mir völlig egal.

00:47:18: Ich glaub nicht an Leben nach dem Tod oder an sowas zurücklassen, das ist mir eigentlich egal.

00:47:24: Solange.

00:47:24: ich will nur nicht dass ich irgendjemanden verletze mit dem was ich mache.

00:47:27: Das ist mein Anspruch, mein einziger!

00:47:30: Eine schöne Brillensammlung!

00:47:32: Oh ja!

00:47:35: Dominer.

00:47:35: und irgendwelche letzten Worte für heute?

00:47:38: Ähm... Letzten Wort der für Heute Genießt die letzten Sommertage.

00:47:45: Bitte wählt nicht rechts.

00:47:48: Vielen Dank!

00:47:49: Ich danke!

00:48:11: Was soll das alles?

00:48:12: Ist eine Produktion von mir, Philipp Dulle.

00:48:14: Folgen gibt es jeden Freitag überall wo es Podcasts gibt.

00:48:18: Damit ihr keine Folge verpasst folgt dem Podcast auf der Plattform eurer Wahl.

00:48:23: Vielen dank fürs Zuhören und ich freue mich schon auf kommende Woche.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.