Live vom Popfest Wien – mit Sofie Royer und Wolfgang Lehmann
Shownotes
Zum Abschluss des Popfest Wien 2026 sprechen die diesjährigen Kurator:innen Sofie Royer und Wolfgang Lehmann am Orgelbalkon der Karlskirche über vier intensive Festivaltage, die Kraft von Live-Musik und die Frage, was Pop im Jahr 2026 noch bewirken kann. Außerdem geht es um Marianne Mendt, die Anfänge des Austropop und die neuen Wilden der Wiener Popszene. Wir sprechen über Sofies neues Album "before/after", Wolfgangs Popmesse mit Exit Void in der Karlskirche und darüber, wie Künstler zwischen Krisen, Erwartungen und Euphorie ihren Blick nach vorne richten.
Das Gespräch wurde am 26. Juli 2026 am Orgelbalkon in der Karlskirche Wien aufgezeichnet.
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Was soll das alles? Philip Dulle spricht im Podcast mit Künstlerinnen, Musikern und Filmemacherinnen. Die dritte Staffel von “Was soll das alles?” erscheint jeden Freitag auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
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Wer spielt das alles? Die Spotify-Playlist zum Podcast.
Vielen Dank an den Kärntner Musiker Cherry Toast für das wunderbare Intro und Outro. “Slowly Moving Forward” könnt ihr auf Spotify und auf YouTube in voller Länge hören.
Transkript anzeigen
00:00:23: Hallo Popfest Wien, jetzt kann ich das endlich auch mal sagen.
00:00:26: Ich habe euch so oft gehört, dass zu sagen... Hallo Sophie Reuer und Wolfgang Lehmann, Dekoratorinnen der Kuratur des heurigen Popfests.
00:00:36: Herzlich willkommen!
00:00:37: Hallo!
00:00:39: Wie geht es euch heute?
00:00:40: Wie fühlt sie euch jetzt am letzten Festivaltag?
00:00:42: Ich bin mir nicht sicher ob das gerade wirklich passiert.
00:00:46: Bin total weich gekocht im Kopf, wirklich.
00:00:49: Brain Fog So viel, wie geht es dir?
00:00:56: Eigentlich gut.
00:00:56: Das ist das Beste was ich mich in den letzten vier Tagen gefühlt habe.
00:00:59: Da war ich ein bisschen erkältet.
00:01:03: Also ja, für mich ist das eines der besten Tage dieser Woche bis lang.
00:01:08: Es kann nur besser werden!
00:01:09: Wir haben jetzt die letzten Klänge vom Soundcheck von Theresa Rothschopf gehört, die jetzt dann um einundzwanzig Uhr hier auftentreten wird in der Kalskirche.
00:01:17: Was können so einen Ort wie die Kals-Kirche?
00:01:20: Ihr habt sie auch schon in unterschiedlichsten Konstellationen gespielt was kann denn so ein Ort mit Künstlerinnen und Künstlern, mit Kunst machen?
00:01:28: Also reinerkustisch mal gesehen finde ich verleiht die Kirche, wie man jetzt auch an meiner Stimme hört.
00:01:36: Einfach eine Größe und eine vielleicht Breite, die man in einer normalen traditionellen Venue nicht haben würde.
00:01:47: also es hat sofort etwas strukturell magisches episches einfach Einfach durch die Architektur schon mal.
00:01:57: Die Räume sind ja nicht nur für die Akustik gebaut, aber trotzdem auch mit dem Gedanken, dass das eben was Erhabenes hat wenn der
00:02:07: Herr Fahrer
00:02:08: herunterpredigt von der Kanzel oder wie sagt man das?
00:02:12: Ich
00:02:12: bin leider
00:02:13: aus der Kirche ausgetreten.
00:02:14: Kann das auch zufällig sein?
00:02:15: Vom Alltag, genau stimmt.
00:02:16: Alles
00:02:16: gut, ich bin dafür eingetreten!
00:02:19: Wir haben jetzt eine zweite
00:02:20: Idee getragen.
00:02:22: Aber die Nachhaltzeit, wie ich es vorgebracht habe, ich hab ein Soundcheck gehabt unten.
00:02:26: Es sind tatsächlich fünf Sekunden oder fünf, sechs Sekunden, das ist echt absurd!
00:02:31: Ich hab mit Ihnen hier gespielt und da war alles trocken und dann natürlich runtergenommen.
00:02:34: Das ist einfach nur eine Riesenwolke gewesen.
00:02:37: Allein deswegen ist es einfach unglaublich dass man das heute auch immer jedes Jahr passiert.
00:02:45: Ich glaube sowieso gar nichts mehr.
00:02:48: Kann das auch zu viel Energie abziehen?
00:02:50: quasi so ein Ort, wenn der schon mit zu viele Sachen aufgeladen ist?
00:02:55: Nein.
00:02:56: Das würde ich nicht
00:02:57: als
00:02:58: Rätikat sagen.
00:03:02: Der Reza Rothschopf ist ja ein gutes Beispiel weil sie hatte ihr aktuelles Album Ich glaube in einer steirischen Höhle Wolfgang Du weißt es wahrscheinlich.
00:03:10: Die Katerloch-Bitzequets,
00:03:12: das ist wirklich nicht weit weg von mir und ein sehr guter Freund wohnt sogar direkt vor dem Eingang dort bin.
00:03:16: Ich war noch nie drinnen, aber es ist eine der trockensten Höhlen.
00:03:24: Es stimmt wirklich, hat man Patrick Pulsinger vor erzählt dass sie deswegen dort hingegangen sind weil das immer in der Feuchtigkeit mit dem Mikros und Equipment gar nicht so easy ist.
00:03:33: Es war trotzdem so feucht, dass sich die Mikros immer abdecken haben müssen und so.
00:03:38: Aber es ist trotzdem kein Wasser drin.
00:03:40: also deswegen haben Sie sich für diese... Höhle entschieden, aber sie scheint anscheinend wirklich riesengroß zu sein und ich glaube das ist die größte in der Steiermark oder so.
00:03:49: Also er braucht Popmusik manchmal so verrückte Ideen quasi um aus dem Kreis auszubrechen quasi um mal irgendwie was anderes zu wagen also in eine HöhLE zu gehen und dort ein Album aufzunehmen.
00:04:10: Ja, bitte.
00:04:10: Ich weiß nicht ob es Popmusik braucht aber Engineers brauchen es auf jeden Fall.
00:04:15: immer wieder mal solche Herausforderungen und alleine schauen was möglich ist.
00:04:20: also wenn jetzt Joy Division am Dach vom Studium aufgenommen haben im Freien das Schlagzeug.
00:04:25: Also solche Experimente sind einfach für mich als Engineering-Techniker gesprochen extrem spannend.
00:04:33: Was sind so Orte wo ihr schon aufgenommen habt dass nicht so alltäglich ist?
00:04:39: Ich produziere ganz viel Musik auf meinem Handy, wenn ich unterwegs bin.
00:04:42: Auf einem App namens BandLab und das finde ich eines der besten Sachen.
00:04:47: irgendwie, wenn man schon so schnell irgendwie ungebunden an einem Ort auch schon produzieren kann und auch schon einiges an Vorarbeit leisten kann weil ich denke dann immer okay ja dann gehe ich nach Hause und dann nehme ich es unter besseren Bedingungen ordentlich auf.
00:05:05: Aber dann oft sind gerade diese temporalen Ortbezogenen, vielleicht Spannungsmomente, gerade das Interessante an der Aufnahme und es bleibt dann irgendwie das Original von was am Handy eingespielt wurde irgendwo vorhanden.
00:05:23: Und so finde ich generell Genere unabhängig ein Ortwechsel, egal ob man zum Schreiben, zum Produzieren, zum Engineering etwas Neues aus dem Die Perspektive ist immer gut.
00:05:38: Außergewöhnliche Ort, wo ich aufgenommen
00:05:40: habe?
00:05:42: Eine leerstehende Wohnung in Eisenerz beim Rostfest.
00:05:46: Gab
00:05:47: es einen Echo?
00:05:48: Gar nicht!
00:05:48: Das war eine kleine Wohnung mit Teppichboden drinnen und das Haus ist leer gestanden.
00:05:55: Es war außergewöhnlich, dass wir durchs Fenster reingestiegen sind und ein Studio aufgebaut haben.
00:06:01: Okay, das habt ihr besetzt quasi?
00:06:03: Nein.
00:06:03: Das kann man so nennen können.
00:06:09: Das war schon mit... Also es ist einfach ein Leerstand in Essen jetzt vor damals, vor zehn Jahren.
00:06:14: Es verjährt wahrscheinlich.
00:06:16: Da rüberredet jetzt keiner mehr, kräht kein Hahn mehr danach.
00:06:20: Ihr habt ja das Bobfest, zwanzig sechsundzwanzig gemeinsam kuratiert.
00:06:24: Soviel ich weiß, kanntet ihr euch davor aber nicht persönlich?
00:06:28: Wie ist es wenn man da plötzlich in seiner Schicksalsgemeinschaft ist und dann doch irgendwie so ein großes Festival gemeinsam aus dem Boden stampfen muss?
00:06:37: Muss man sich da irgendwie auch zusammenfinden wie eine Band wie Künstlerinnen und Künstlern die plötzlich irgendwie zusammenarbeiten müssen sollen dürfen?
00:06:47: Ich glaube, Sophie und ich lernen gerne neue Menschen kennen.
00:06:50: Das haben wir irgendwie schnell gemerkt, wenn wir uns urschnell verstanden oder halt?
00:06:55: Ja, ich kann mir keine bessere Zusammenarbeit irgendwie oder einen besseren Krokorator gewünscht haben, glaube ich.
00:07:01: Ebenso, das kann ich nur zurückgehen... Sie ist eine voll unspannende Antwort!
00:07:05: Wir wurden schon aufgefragt jetzt mittlerweile ja und gab es Reibungspunkte, irgendwelche Überschneidungen oder Schwierigkeiten aber angenehmster?
00:07:16: Es war
00:07:17: so unkompliziert und schön eigentlich.
00:07:19: Ein sehr schöner Moment, weil am Anfang hat also Christoph von Christoph Möller und Daufer gemeint Katarina Seidlundt und Nino sind auf ganz viele Konzerte gemeinsam gegangen und haben sich urfühlt.
00:07:31: Und wir haben uns angeschaut, na wird telefoniert!
00:07:35: Also wir wollten das wirklich auch unkompliciert halten und ich glaube wir haben schnell gemerkt dass man Respektvoll und effizient miteinander irgendwie umgehen.
00:07:46: Gibt es da Parallellen zu?
00:07:48: Habt ihr ja schon in unterschiedlichsten Konstellationen Musik gemacht, aber gibt's da Parallellen von der Kuratorin eine Tätigkeit zu einer Band?
00:07:59: Ich muss sagen wahrscheinlich nein.
00:08:03: Im Sinne von Ja ist das eine Tättigkeit, in der man sich organisieren muss.
00:08:08: Aber man muss jetzt nicht irgendwie Stücke... Nein,
00:08:13: das kann man nicht.
00:08:16: Oder anders gefragt?
00:08:19: Anders gefragt habt ihr vielleicht auch so einen gemeinsamen Geschmack erst irgendwie finden müssen.
00:08:25: Tatsächlich war der glaube ich da.
00:08:26: also... Ich habe viele Sachen durch Wolfgang auch kennengelernt und ich glaube auch wie Zewerser.
00:08:32: Also es war zum Glück eines dieser ja vielleicht gut ausgesuchten von Gabi und Christoph Sachen wo die Überschneidungspunkte auch groß waren und signifikant, aber dann zum Glück auch die neuen Sachen einfach ergänzend und harmonisch war und jetzt nicht konfliktbehaftet oder so.
00:08:56: Total.
00:08:56: Ich glaube, mir scheint wir sind beide sehr interessiert generell an Musik und also sehr offen.
00:09:03: Kann ich
00:09:03: schon haben?
00:09:04: Ja eben.
00:09:06: Könnte sein dass das...
00:09:08: Ich glaube es ist ganz viel Plastizität vorhanden.
00:09:11: Nicht wirklich so festgefahren zum Glück!
00:09:15: Ich habe es so als Motto, Wiener Legenden alt und neu mal auf die Fahne geheftet.
00:09:21: Und dann stand am ersten Abend – es war eigentlich nur früher Abend, es war noch relativ schön warm, die Sonne war nach draußen, die wirkliche Legende Marianne Mendt auf der Bühne ... Die ursprüngliche
00:09:33: Legende!
00:09:36: Und sie war so charmant und witzig bei ihrem Auftritt, hat irgendwie gesagt.
00:09:41: Sie war total überrascht, dass sie gebucht wurde für das Wiener Popfest.
00:09:45: Sie hat wahrscheinlich zuerst gedacht es ist vielleicht ein Scherz oder da erlaubt sich jemand einen Scherzt aber wie seid ihr überhaupt auf sie gekommen?
00:09:52: Oder was war der erste Impuls um genau Sie als Opener zu buchen?
00:09:58: Also tatsächlich war glaube ich Marianne der erste Name.
00:10:02: wirklich viel auf den wir uns relativ früh geeinigt hatten.
00:10:07: Ich bin Toningenieur Maximilian Walch, durch ihn arbeitet auch mit Marianne Mann zusammen und er ist in ihren Studios eingemietet.
00:10:15: Er hat dort sein eigenes Studio.
00:10:18: Und durch ihn habe ich Marianne kennengelernt.
00:10:20: sie ist oft die erste Person, die mein Album zu hören bekommt einfach aus geografischen Gründen als dass sie da ist und wir im Studio sind Und ich, ja... Ich habe so eine vielleicht auch Ehrfurcht vor ihr.
00:10:36: Vor ihrer Person, für ihre Karriere und sehr der letztes Jahr in den Achtziger gefeiert.
00:10:43: Sie wird im September einundachtzig und hat auch im Rahmen dessen einige Konzerte wieder gespielt mit ihrer wahnsinnig tollen Mehrköpfung.
00:10:52: Ich glaube acht Personen sind das zu einer Wahnsinnigen Leid, weil sich jetzt da
00:10:56: die beste Band der Welt hat sie niemals gesagt.
00:10:58: Sagt man ja, sagt man es stimmt glaube ich auch.
00:11:02: Es ist sehr selten dass eine Band so lange und mit einer Leidenschaft zusammenspielt.
00:11:10: Und ja das war für uns einfach ein Name der nicht mehr wegzudenken war und auch eine Person um die sich dann das restliche Programm und auch bisschen das Motto gerichtet hat.
00:11:22: Also ich muss nur zu Marianne mein sagen, als so viele Namen getrobt hat war ich gerade im Begriff von Kaisermüllen wegzuziehen und ich habe dort vier Jahre gewohnt.
00:11:32: Und hab mir die ganze Zeit Kaisernmüllbluss angeschaut wieder mal!
00:11:36: Ich bin da zum Gitti-Schimmel super Fan geworden und hab mir dann ihre Livekonzerte von ihr angeschaudet und war so hei... Wir müssen unbedingt einmal Marianna im End live sehen Und das war dann so cool, wie Sophie das gesagt
00:11:53: hat.
00:11:54: Ja, das ist lustig dass du das sagst weil für mich war sie als Kind Jugendlicher auch einfach die... Das war halt das was alles überstrahlt hat.
00:12:02: aber das war wahrscheinlich auch diese Zeit der Kaisermilm bloß.
00:12:06: Ich meine wir hatten eine Zeit im Kilt bei einem Wort Batteries Bus in den Nullerjahren wo wir Glocken auf und runter gehört haben.
00:12:12: Das war irgendwie so ein Austro-Bob Sampler im Bus gehabt und da war die Nummer es einfach immer wieder der
00:12:22: Klassiker und Sophie, du hast ja wir Glocken mit ihr dann als letzte Nummer war es glaube ich.
00:12:29: Ja die Zugabe!
00:12:30: Die Zugabe gemeinsam gesungen und es wundert mich jetzt nicht nachdem ihr euch erkennt weil es hat wirklich so gewirkt das würde dir jeden Tag gemeinsam auf der Bühne stehen Obwohl du da, glaube ich schon ein bisschen angeschlagen
00:12:41: warst.
00:12:41: Das war tatsächlich das erste Mal.
00:12:42: Hat man nicht
00:12:42: gehört?
00:12:43: Danke!
00:12:44: Ich habe da auch wirklich mein bestes Versuch zu geben.
00:12:46: Wer hat einen muss sich ganz ehrlich auch zugestehlen Nicht so soliden Soundcheck meinerseits aus.
00:12:53: Ich hab mir das ganze Uni-Sono einstudiert und dann sagt Marianne zu mir Ja machen wir Zeile für Zeile, ich erinnere eine.
00:13:00: Und es ist so wie als ob jemand zu einem sagt Okay ja von eins bis hundert kannst du zählen aber zähle jetzt nur alle drei Nummern.
00:13:06: Sagt das nur so auf.
00:13:07: und so kam ich mir dann vor Und dann natürlich im Panik.
00:13:10: Ich war so, Gott hält das meine Stimme durch!
00:13:11: Aber ja... ich kenne das Stück auch, also so wahnsinnig und sieht mich da netterweise aus.
00:13:18: Wir haben telefoniert und versucht sie anzurufen am Samstag um mich zu bedanken nochmals.
00:13:29: Und natürlich rufe ich sich so, sie hebt nicht ab und dann schaue ich auf die Uhrzeit.
00:13:33: Natürlich war es die Minute wo ihr beim Talk gemeinsam wart.
00:13:37: Dann hat sie mich heute angerufen und dann haben wir sehr nett uns darüber auch unterhalten und sie gesagt ja Lampenfieber kriegt man immer.
00:13:44: Ich bin froh dass das bei der Auftritt so gut geklappt hat.
00:13:47: Das
00:13:48: war so gut!
00:13:49: Man hat echt die Kindladen gehört, die runtergeklappt sind.
00:13:52: Die erste Zeile gesungen.
00:13:55: Wir haben Argum.
00:13:58: Hat man da auch ein bisschen Bummer, wir sind ja unter uns hier aber dass das dann auch irgendwie aufgeht dieser Idee beim Popfest Marianne Mendt einzuladen?
00:14:07: Nicht dass es total abwegig ist aber trotzdem kann vielleicht auch nicht so funktionieren wie man sich's vorstellt.
00:14:14: Ich glaube Anfangs vielleicht war so ein bisschen am Zweifeln, war ich zumindest immer wieder aber irgendwie hat sie dann sofort so eine Furchtlosigkeit eingestellt.
00:14:23: Ja für mich ist auch so muss ich dazusagen Ich weiß, was für eine Performerin sie ist und was für ein Bühnenpräsenz sie hat.
00:14:32: Und das ist irgendwie für mich eine Universalität.
00:14:35: also da gibt es nicht viel dass man nicht mögen kann.
00:14:38: auch wenn man sagt ja gut ist nicht meine Musikrichtung einfach das reine Talent dass Sie und Ihre Musiker darstellen kann es auch einfach nicht in die Musik Richtung sein und man hat trotzdem einen gewissen Respekt davor und eine Anerkennung, dass da einfach gerade gute Musik gespielt wird von talentierten Menschen.
00:14:59: Ich fand es auch so schön das das Publikum dann auch so schon durchmischt war sagen wir mal so also es waren doch ein bisschen älteres Publikums vor der Popfestbühne am Eröffnungstag, dass sich natürlich damit dem jungen Publikium vermischt hat.
00:15:13: aber war das auch irgendwas was ihr erreichen wolltet mit dem Programm?
00:15:19: Haben wir das?
00:15:20: Ich glaube über das Publikum haben wir tatsächlich nicht so viel geredet, aber wir haben schon über, ja die... Das ist eigentlich jetzt notwendigerweise das Alter der Künstler.
00:15:32: Aber wir wollten unabhängig von alter Genre Herkunft, Musikrichtung irgendwie schon auf das Programm zusammenstellen und deshalb überrascht es uns eigentlich wahrscheinlich nicht dass sich das im Publikum widerspiegelt.
00:15:49: Ich glaube wir sind irgendwie unterbewusst davon ausgegangen, dass das Publikums so neugierig und offen ist wie wir's sind und keine Ahnung.
00:15:57: Was muss denn grundsätzlich passieren?
00:15:59: Dass man bei einem Festival quasi mit Überraschungen zulässt und das war wahrscheinlich doch für viele Überraschen ohne quasi das Stammpublikum jetzt irgendwie zu verlieren?
00:16:10: Gibt es ein Stammpublikum?
00:16:12: Ich weiß nicht.
00:16:13: Ja, also für mich war immer das Stammpublikum schon einfach Musikinteressierter Menschen.
00:16:21: Es ist ein gratis Musikfestival am Wiener Karlsplatz und dass auch sehr öffentlichen Prominent die Kuratorinnen wechselt und dadurch auch bis zu den silistischen Einfluss.
00:16:35: Wenn
00:16:35: es einen Stammpublikum gibt, dann ist das eh offen für so was.
00:16:38: Also sonst wird's popfest ja nicht in der Form bestehen wie es jetzt heute besteht.
00:16:44: Du hast früher schon diesen Talk angesprochen, der mit Marianne Mendt und Josi Brokupetz stattgefunden hat.
00:16:50: Robert Rothifer, der auch da im Publikum sitzt, hat das moderiert.
00:16:54: Und da war ein bisschen so das Thema oder Robert hat das gemeint dass quasi für die jüngere Generation damals wo er sich dazu gezählt hat oder tut, war quasi der Ausdrop-Pop dann ein bisschen auch der Feind und das Establishment.
00:17:13: Gibt es diese Spannungen zwischen Jung und Alt?
00:17:15: Zwischen, sagen wir mal, Establichement und den jungen Wilden gibt's heute nicht mehr so?
00:17:21: Ich würde fast nicht sagen... Wir haben das kurz vorhin auch angesprochen.
00:17:24: ich würde fast nichts sagen dass der Spannungsmoment zwischen dem ist sondern für mich als Musikerin ist momentan der größte Spannungsmoment zwischen Songs zu machen, die dann aber mit irgendwie den digitalen Einflüssen zu beachten sind.
00:17:36: Also zum Beispiel ich habe auf Songs diesen sechs Minuten lang.
00:17:39: mir wird dann gesagt wenn du eine lange Intro hast ist das vielleicht schwierig ein Playlisting zu bekommen auch auf Plattformen wie Spotify Apple und da es oft jetzt der Trend der weiß ich nicht... sehr kontemporären Musik momentan, also die jetzt vielleicht nicht so einen zeitlosen Anspruch hat.
00:17:59: Ist ja auch das die Länge so kurz ist.
00:18:02: So oft gibt es einen Verse in Chorus und dann eine kleine Bridgend in Chorus zweimal.
00:18:06: Also diese Pop-Strukturen werden so auf das algoritmische Vierale runtergebrochen und das reflektiert sich halt in der Musik.
00:18:14: und da ist für mich persönlich der größte Spannungsmoment, dass man so das mit einbeziehen muss Diese Panameter.
00:18:31: Das ist ursprünglich spannend, aber für meine Musik spielt das überhaupt keine Rolle
00:18:38: mehr.
00:18:39: Es ist so weit weg von Tiktok-Fähigkeit
00:18:45: zu sehen.
00:18:45: Kurz hinein geschaut ob es möglich wäre für mich, aber dann herausgefunden dass das nicht für mich ist.
00:18:56: Du, euer Anspruch war es ja jetzt beim Kuratieren auch keine Acts einzuladen oder Künstlerinnen und Künstlern die schon so in dieser Formation sagen wir mal so am Bobfest stattgefunden haben.
00:19:07: Ich glaube das ist die sechzehnte Ausgabe stimmt das?
00:19:10: Siebzehntel,
00:19:11: siebzehnter Ausgab.
00:19:12: Na, Sechzehnthel, stimmt, Sechszehnten.
00:19:17: Die
00:19:17: siebzente, das sind
00:19:19: Zähnen natürlich.
00:19:21: Natürlich haben Künstlerinnen und Künstlern, ob es beide auch schon am Popfest gespielt, aber in unterschiedlichen Varianten.
00:19:28: Das war der Anspruch, dass so jetzt keine Band die so schon einmal da gespielt hat wieder zu bohren.
00:19:34: War es überhaupt schwer?
00:19:35: Das sind ja doch einige Acts, die dazu standekommen.
00:19:38: War's überhaupt schwer, so viele coole Acts zu finden in der giesigen Szene?
00:19:44: Nein, ich glaube es war eher schwerer dadurch.
00:19:47: Also erleichtert hat das gar nix.
00:19:49: Es hat uns nur eröffnet wie viele andere Äxte, dass es gibt die man vielleicht jetzt nicht gleich am Schirm gehabt hätte.
00:19:55: Ja und ich glaube wenn wir uns auch... es gab schon noch Künstler wo wir sie gerne dabei gehabt hätten und es sich einfach organisatorisch einfach nicht ausging.
00:20:05: Wir haben die Tür der Bewerbungen geöffnet und das war wirklich sehr überwältigend was da reingekommen ist.
00:20:11: Wir haben das eh immer wieder erwähnt, leider haben wir dafür Sachen die uns gefallen hätten und nichts mit reinnehmen können.
00:20:19: Haben wir nicht!
00:20:21: So am ersten Tag.
00:20:23: die Anna Buchecker war dann gleich nach der Marianne Mend auf der Seebühne, auf der großen Bühne Und diese ist ja jemanden die auch im Dialekt singt vorstreicht und quasi ein bisschen damit angetreten ist, auch diesen Begriff Heimat irgendwie neu zu deuten.
00:20:42: Irgendwie frei von irgendwelchen Dünkeln also eine Heimat für alle irgendwie zu machen.
00:20:50: Habt ihr da auch irgendwie bewusst oder wolltet sie auch bewusst so gesellschaftspolitische Themen durch Acts in das Programm bringen?
00:21:05: Nein!
00:21:05: Ja ich glaube absichtig war es nicht.
00:21:08: Es war keine Deliberate-Wahl, aber natürlich selbstverständlich jeder Entscheidung kann man als eine politische interpretieren.
00:21:21: Aber es war jetzt nicht...
00:21:22: Also ich finde das bei Anna Bucherke ist ja eher ihre Message, die
00:21:26: sie
00:21:27: hat.
00:21:29: Aber natürlich habt
00:21:29: ihr ein Fluss?
00:21:31: Ja, es ist eher um Ihre Musik gegangen, an der Position super gepasst hat nach Marianne Mendt.
00:21:38: Das heißt, ihr habt es keine Stricherliste und gesagt okay wir müssen das noch unterbringen.
00:21:47: Sehr undogmatisch.
00:21:49: Das einzige Dogma waren die Acts... Und
00:21:53: schon auch eine Geschlechteraufteilung also das war uns auch wichtig von Musikerinnen.
00:21:58: Aber selbst dieses Ding hat sich von selbst gefügt irgendwie so was sehr viel.
00:22:03: Das ist jetzt kein Thema mehr, das man jetzt groß behandeln muss.
00:22:05: Sondern es passiert quasi automatisch... Sehr
00:22:07: intuitiv eigentlich!
00:22:08: Ja, es ist auch was man sich wünscht.
00:22:12: Als Musikerin selber wird man viel zu oft in Ah ja heute Abend nur Frauen-Lineup oder so und wo ich die Message dahinter zum Beispiel selbstverständlich wichtig finde, ist es dann wieder auch etwas abgrenzend weil man will doch einfach als Musiker wahrgenommen werden nicht als nur weibliche Musikerin.
00:22:31: also Ja, war das für uns auch einfach der Anspruch?
00:22:35: Es spielen gute Musiker.
00:22:38: Darunter zählen natürlich Frauen!
00:22:42: Also es sollte eine... Für mich gegeben halt sein.
00:22:47: Wir machen ja so ein bisschen einen Recap der letzten Tage und für mich wenn ich kurz erzählen darf, war am ersten Tag noch Purple so eine Band.
00:22:54: Ich hoffe die waren jetzt am ersten tag, wirklich zwei
00:23:01: im Tag Das
00:23:02: ist dieser Brainfork, aber die sind mit solcher Euphorie auf die Bühne gekommen und mit so einer jugendlichen Euphorie würde ich fast sagen.
00:23:12: Und haben einfach diese Bühnen für sich erobert und damit glaube auch das Publikum.
00:23:17: Ich fand es so schön weil irgendwie so dieses... das ist ja eher eine Band, die wahrscheinlich sehr gitanlastige Band die eher so im Club wahrscheinlich man entdecken könnte.
00:23:30: Und für die war aber diese Bühne quasi wirklich die Welt.
00:23:35: dann, also das größte Konzert dass man vielleicht spielen kann und habt sie auch einen Moment gehabt oder können Sie mit diesem Gedanken was anfangen?
00:23:44: Ja, das ist für mich das Popfest.
00:23:46: Das eigst die normalerweise eben nicht diese Chance bekommen von so vielen Leuten zu spielen vor einem willigen Publikum zu stellen.
00:23:53: Das macht das Popfests so einmalig und das war für mich seit dem ersten Popfest als ich in den Jahr zwei Jahrzehnten gespielt habe.
00:24:01: Es war immer wieder ein Moment, wenn man dachte, dass das Konzertheil des Jahres eigentlich was sonst spielt man dann im Ritz?
00:24:08: Was auch immer super ist!
00:24:12: Wie viele Menschen passen in das Ritz?
00:24:13: Ich glaube, ich glaube,
00:24:14: es sind ca.
00:24:14: hundert und zwanzig oder so.
00:24:16: Auch schön!
00:24:16: Ja
00:24:17: auch schön, extrem super.
00:24:18: Ich liebe es aber ist immer ein schöner Boost dann auf einmal im Sommer gegen den Sommerloch.
00:24:29: Purple ja genau, purple ist es gar nicht.
00:24:33: Ihr habt es schon ein bisschen anklingen lassen aber ihr habt sehr unzählige Demos wahrscheinlich bekommen... Raumaufnahmen, Leute die sich vorgestellt haben von denen ihr wahrscheinlich noch nichts gehört habt.
00:24:45: Purple
00:24:45: war eben eine der Bands und das war so die im Soar-Liebe Mail geschrieben und gleich eine DIP in einem Roughmix mitgeschickt und ich bin gleich voll reingekippt und die waren so lieb und das Coole war bei denen.
00:24:58: Ich habe dann ein bisschen bei weiteren Bewerbungen gemerkt.
00:25:02: Das sind immer wieder die gleichen mit David Römmel von Exit-Waltgridert, der kennt so ein paar Leute.
00:25:13: Das sind schon die Freunde von seinen Kindern irgendwie.
00:25:17: Wir haben eine riesengroße Klicke eingeladen.
00:25:19: Die sind mit Lusterboden verbandelt und mit einer Grop.
00:25:24: Also es ist sehr lustig!
00:25:26: Es hat mich sehr an meine Bubble der Zehnerjahre erinnert...
00:25:32: Aber so wird's beim Auswählen wenn man da irgendwie das E-Mailfach übergeht interessante Bewerbungen bekommt.
00:25:41: Was war denn euch so wichtig?
00:25:44: Ist es einfach der erste Moment, dass jetzt irgendwie Musik auf irgendeine Art packt würde ich sagen oder sind das die Persönlichkeiten, ist es eine gewisse Haltung was Künstlerinnen und Künstlern einnehmen?
00:26:01: Ja, ich glaube der erste Eindruck macht schon viel aus besonders...
00:26:06: Ja, sehr intuitiv.
00:26:07: Das Musik ist halt einfach... Da muss man intuitiv bewerten und das war... Dann schaut man natürlich auf die Klickzahlen.
00:26:15: Instagram-Pollower.
00:26:17: Es ging uns
00:26:18: nur darum ja!
00:26:21: Wie lässt sich das monetarisieren?
00:26:25: Gab es eigentlich Bands Künstlerinnen und Künstlern, die ihr nicht bekommen habt oder gerne gehabt hättet?
00:26:29: Ja,
00:26:30: natürlich.
00:26:32: Sagen
00:26:33: wir's.
00:26:34: Da kann man schon sagen, oder Harry Stolker?
00:26:37: Genau.
00:26:38: Der
00:26:40: hat Dynameter statt glaube ich gespielt.
00:26:42: Stimmt
00:26:43: jetzt gestern und vorgestern,
00:26:45: Konkurrenzveranstaltung.
00:26:49: Also ich denke schon das ist natürlich immer das Netz auch weit ausgeholt.
00:26:54: Ich hätte Harry wahnsinnig gerne dabei gehabt.
00:26:56: ja also es sind halt schon auch einfach.
00:26:59: Ja Es ist auch zeitlich vielleicht am Ektz nicht immer
00:27:03: weiter.
00:27:04: Aber so viel waren es eigentlich
00:27:05: gar
00:27:05: nicht, das war wirklich im Endeffekt die Liste, die wir dann final abgegeben haben.
00:27:11: quasi da waren alle
00:27:13: sofort dabei.
00:27:16: Der einzige Ekt-Knockknock der hat im Wienmuseum oben gespielt, der war der coolste Ekt von allen, der hat nämlich gesagt ja schau mal, magst
00:27:23: du
00:27:25: mein Popperspiel?
00:27:26: Muss ich mir überlegen!
00:27:27: Das hat auch was, oder?
00:27:28: Es
00:27:29: ist ein Solo-Projekt muss man dazu sagen.
00:27:31: Der hat eine Band extra dafür zusammengestellt mit seiner Schwester die zum ersten Mal auf der Bühne gestanden ist.
00:27:37: Also es war wirklich sehr herzbar und das war urgut also richtig am Delivered.
00:27:43: Du hast am Tag zwei wenn wir da so zurück schauen das war dann der Freitag.
00:27:48: Rahel auf der Hauptbühne ist mir so wahnsinnig in Erinnerung geblieben.
00:27:53: Joshua Pepe hat gespielt auch noch glaube ich sehr jung N-SexO, habe ich es richtig ausgesprochen?
00:28:00: Ja genau.
00:28:02: Quasi junge heimische Musikszene oder was überrascht euch quasi an diesen jungen Künstlerinnen und Künstlern?
00:28:11: Gibt's da irgendwas verbindendes?
00:28:13: Ich denke alle machen unkompromisslos ihre Leben, ihre Visionen aus und das ist glaube ich für uns beide einfach komplett spannend auch gewesen das zu vertreten.
00:28:26: also die verfolgen alle ihr eigenes Genre, ihre eigene Ästhetik.
00:28:32: Haben ihre eigene Bühnenpräsenz?
00:28:34: Alle eine sehr große.
00:28:35: Also das hat man auch irgendwie an den ...
00:28:39: Ja schon Bebe, der ist einfach ein Superstar und hat zwei Songs draußen.
00:28:42: Das ist so cool!
00:28:43: Der ist raufspaziert.
00:28:44: Das war echt richtig beeindruckend.
00:28:47: Und eben auch das Kompromisslose ist schon sehr super, weil dann sehr viele Jungen eignet.
00:28:52: Rahel hat eine
00:28:53: tolle
00:28:53: Band also da sind ja glaube ich sieben Musikerinnen auf der Bühne gestanden mit ihr und ja N-Sex oder das hat man einfach gesehen was für ein Publikum er gebracht hat.
00:29:05: also wirklich so eine Stimmung zu haben.
00:29:10: Ja also ich war jetzt oft am Popfest schon schön auch das mitzuerleben
00:29:15: Das heißt wiederum ein anderes Publikum, vielleicht das zusätzlich dazugekommen ist.
00:29:20: Wenn man jetzt Marianne Mendt auf der einen Seite nimmt und ins Sechs Ohr oder dann auf der anderen Seite eines Spektrums oder einer...
00:29:30: Ja, dass jenen und die Jagen es am Pop-West-Zwanzig-Saxon-Zweck!
00:29:36: Aber ja, Marianne Mendt hat da auch dazu was Schönes gesagt während ihrem Auftrittsjagd.
00:29:40: Gute Musik ist gute Musik, unabhängig von Genre und ich glaube das haben wir halt versucht so gut wie möglich auch festzuhalten...
00:29:48: Unabhängige von Alter, unAbhängige vom Schaure.
00:29:50: Das war ein sehr schöner Satz.
00:29:52: Sieht es eigentlich genau zusammen?
00:29:53: Es sieht eigentlich
00:29:55: unser Motto hier.
00:29:58: Eigentlich was!
00:30:00: Nein du wirst ja, es war wunderschön von ihr zusammengefasst und absolut zutreffend
00:30:05: Alles exhausted habe ich mir einfach noch so als Stichwort da hab' ich dich glaube auch getroffen dann im Publikum.
00:30:12: Du hast sehr begeistert gewirkt,
00:30:15: du
00:30:15: warst sehr begeistet.
00:30:16: nicht nur so gewirbt eigentlich auch eine wild zusammengewürfelte Band mit aus unterschiedlichen Bands oder?
00:30:26: Ja ja zwei aus zwei Bands,
00:30:28: Jancki
00:30:29: und
00:30:30: Kalk.
00:30:31: Eigentlich war fast also Sophie war auch da Und also es war fast die ganze Kalkband auf der Bühne.
00:30:39: Sophie Löw?
00:30:40: Genau,
00:30:41: die auch als Sophie Blender Musik machte.
00:30:47: Wir sind doch bei du, das ist der Singer wieder.
00:30:49: Das ist
00:30:49: nicht so genannt.
00:30:52: Nein, das war super ja!
00:30:53: Es war extrem guter Sound.
00:30:54: Deshalb mich auch... Also das ist jetzt vielleicht etwas wie interessant, aber der Brechtelsaal-Sound hat sich so gebessert in den letzten Jahren.
00:31:02: kann ich mich erinnern, mal anders.
00:31:04: Es war ein
00:31:07: Faktor auch als wir das Line-Up gemacht haben, was geht sich akustisch im Brechtelsaal aus?
00:31:15: Welche
00:31:15: Band funktioniert gut dort aufgrund der Gebenheiten?
00:31:21: Warnungen oder ja, muss man schon noch den zukünftigen Korrektoreninnen dazu sagen.
00:31:27: Also es gab jedenfalls wirklich Jahre wo kann ich mich erinnern zumindest vielleicht täusche ich mich aber wo eher lautere getan bennst eben nicht im Brechtelsaal gespielt haben.
00:31:35: Zumindest habe ich mich mal mit Händen und Füßen gewährt und dann hat's den Kuppelsaal auf einmal gegeben wegen mir.
00:31:44: Es war schöner Bravo!
00:31:48: Aber es war ein schöner Abriss oder so eines Festivals.
00:31:50: Das braucht man halt auch, oder?
00:31:52: Die Katase ist nicht zu knapp gekommen gestern auch mit... Also da kann man vielleicht die noch hin.
00:31:58: Das war so
00:31:59: supergestern.
00:32:00: Kannst
00:32:00: du dich noch erinnern?
00:32:02: Ja, das gestern geht noch voll.
00:32:06: Wir haben früher schon gesagt, ihr habt in unterschiedlichen Konstellationen schon am Popfest selber gespielt.
00:32:12: Wie anders nimmt man dieses Festival-Welt wahr?
00:32:16: Wenn man jetzt quasi in so einer offiziellen Rolle hier auftritt und natürlich auch das repräsentiert aber auch irgendwie hofft dass das alles aufgeht was man sich so gedacht hat wie der Unterschied für euch.
00:32:31: Schon eine wahnsinnige Verantwortung
00:32:33: würde ich sagen.
00:32:34: Als Band hat man da, gefreut man sich halt über den Auftritt.
00:32:38: Da hat man den einen Auftritt und dann... Dann
00:32:41: ist das auch schon wieder vorbei!
00:32:42: Es war schon durchgehend so angespannt eigentlich jene, aber es war immer irgendwas zu tun.
00:32:47: Und ich muss sagen, ihr merkt, bei Popfest bin ich schon der Typ, der vor der TU Bicken bleibt und dort sind nicht mal weg bewegt.
00:32:55: Ich habe sehr viele Schritte gemacht, ich glaube jeden Tag, die sind ca.
00:32:57: neunzeigtausend Schritte.
00:32:59: Was für meine müden alten Beine?
00:33:01: Sehr viel.
00:33:02: Das finde ich nicht so gut.
00:33:04: Aber es war sehr lustig.
00:33:05: Es war sehr schön, ich habe wirklich am Freitag fast jedes Konzert angeschaut.
00:33:11: Deswegen bin jetzt ein bisschen lettiert im Gehirn.
00:33:17: Am gestrigen Tag fand ich dann so schön dass wir auf einer Seite auf der Hauptbühne Rosemey Alaba erlebt haben die Ich würde mal sagen, mit so einer Energie auch auf diese Bühne gegangen ist und irgendwie das Leben feiern wollte.
00:33:33: Es war total schönes Sommerwetter, perfekter Sommertag eigentlich.
00:33:38: Und irgendwie einfach Party machen wollte und die Leute sollen tanzen und irgendwie ja ... Das Leben feieren!
00:33:45: Auf der anderen Seite dann glaube ich eine Stunde später hat Robert Stadelober eben im Museum sein eigentlich antifaschistische Pop-Lieder gespielt mit einhundertjahr alten Texten, die von Kurto Holski waren.
00:34:03: Was braucht es quasi?
00:34:06: Also das waren so zwei Gegensätze, die wir gestern irgendwie so aufgefallen sind.
00:34:09: Das
00:34:09: finde ich gar nicht.
00:34:10: Das
00:34:10: Faschismus
00:34:11: ist jetzt nicht unbedingt was Negatives, sondern
00:34:14: etwas
00:34:14: Positives.
00:34:16: Absolut!
00:34:18: Aber dass es so quasi da auf der einen Seite die die große Partie zum Abschalten auf der anderen Seite doch sehr nachdenkliche Texte und Lieder.
00:34:29: Also es gibt ja auch ein
00:34:30: bisschen Chorisauf- und Abkürzung gegen Polen.
00:34:33: Kann man ja auch beides als antifaschistische Haltung interpretieren, also einen Abschalten vom System sich ausklinken zu können ist ja auch eine gewisse... eventuell.
00:34:51: Aber man könnte es ja auch so nicht unbedingt als Gegensatz wahrnehmen.
00:34:57: Also Faschismus ist nicht unbedingt lebensbejahend, deswegen
00:35:01: gar nicht eigentlich.
00:35:03: Ich fand es schön dass wir quasi innerhalb von zwei Stunden doch irgendwie so anbreiten.
00:35:10: Ja
00:35:12: das war unser Anspruch!
00:35:15: Der Robert Stadlober hat auch noch vorgeschlagen, er wollte ein bisschen so diesen gesamteuropäischen Raum irgendwie mehr bespielen.
00:35:23: Er hat dann irgendwie vorgeschlagt ob man das Popfest nicht etwas ausweiten sollte und irgendwie auch in Bratislava im Budapest runter bis nach Sargreppe quasi irgendwie popfeste veranstalten soll gemeinsam kuratieren sollen.
00:35:35: Habt ihr da irgendwie eine Meinung dazu?
00:35:38: Also ich finde
00:35:39: Es muss nicht immer alles expandieren und größer werden,
00:35:43: aber
00:35:43: prinzipiell.
00:35:46: Wir haben eh kurz das angesprochen, als wir die Fragen kurz vorgelesen bekommen.
00:35:50: Ich finde es so ein Franchising ist immer halt gefährlich und ich find dass das Schöne am Popfest ist mit einer Hingabe von den allen Beteiligten, die ich jetzt miterleben durfte, die da mitwirken also mit wirklich einer Sorgfalt in der Hingage.
00:36:09: Das ist halt immer die Gefahr wenn man... etwas dann versucht weiter zu transponieren.
00:36:15: Aber natürlich wäre es cool, wenn ein Pratislava ein gratis Festival veranstalten
00:36:19: würde.
00:36:19: Vor allem das Konzept der Kuratorinnen und KuratorInnen-Teams kann man schon in die Welt austragen.
00:36:30: Das ist extrem super!
00:36:32: Wenn es Städte gibt, die das annehmen, so wie Wien, das ist einfach echt so arg dass das ein gratises Musikfestival ist.
00:36:39: Man stellt Shakespeare als Hauptakt und das letzte Act auf die Seebühne.
00:36:46: Das wird da all angenommen, also wenn es möglich ist in irgendeiner Stadt dann why not?
00:36:53: Gutes Stichwort!
00:36:55: Wie würdet ihr die Musik beschreiben?
00:36:57: oder dass was sie auslöst von Shakespeare?
00:37:01: Was löst das bei euch aus?
00:37:02: quasi?
00:37:04: Vom Franchisingen Shakespeare?
00:37:07: Also das erklären wie's mir geht, wenn ich Shakespeare... Nein, es war super.
00:37:11: Es war einfach extrem trippy at some points.
00:37:18: Es ist einfach eine guter Jazz.
00:37:21: Das ist ja eine komische Frau!
00:37:24: Na ja, auch schön.
00:37:25: Wir können vielleicht das jetzt so als die Buchenden nehmen?
00:37:27: Super band!
00:37:29: Wir haben diese Ebenen mit Jazz begonnen und haben sie mit Best-Jazz verändert.
00:37:33: Stimmt, das
00:37:34: ist eine gute Antwort.
00:37:39: Gibt es eigentlich Musik auch, die ihr privat liebt oder feiert?
00:37:43: Die jetzt nicht so Platz gefunden hätte oder nicht so platz findet am Popfest?
00:37:47: New Age.
00:37:49: Aber das hätt' auch in der Kirche passt zum
00:37:51: Beispiel.
00:37:51: Hätte auch in eine Kirche gepasst beziehungsweise Medizin und hat eh auch im Club oben gespielt als New Age gespielt.
00:37:55: also ich glaub schon und technisch waren wir schon...
00:37:58: Oder eher Nazi Rock vielleicht.
00:38:01: Das hört sie
00:38:03: her!
00:38:04: Hast du das
00:38:05: privat?!
00:38:07: Naja Moment Da
00:38:08: kommen die dunklen Geheimnisse drauf.
00:38:11: Jan
00:38:11: Müller von Dokatronica hat ja angeblich die größte Nazi-Punk-Sammlung der Welt.
00:38:17: Einfach so als, naja... falsch abgewogen, Entschuldigung!
00:38:22: Na aber sonst Musikrichter ist was gibt?
00:38:25: Das wäre absurd wenn wir uns da irgendwie beschränkt hätten auf irgendeiner Chance dass das nicht möglich wäre.
00:38:32: Was wäre es?
00:38:35: Du machst dir selber New Age Musik.
00:38:39: Was liebst du so daran?
00:38:41: Ich muss da kurz nachfragen.
00:38:46: Also ich kann das echt urschwer... Ich glaube, New Age als ich die Zeit in diese Musik reingekippt bin war sehr wichtig für mich weil ich bis dahin mich auf Einschore festgelegt habe.
00:38:59: Das waren gitarren, neusige Gitarrenmusik in jeglicher Form Pop aber es hat immer eine neue Gitarre gebraucht irgendwie.
00:39:06: Bis zu meinem dreißigsten Geburtstag-Zirkler wirklich zelebriert und habe mich da nur in dieses Genre reingefugst.
00:39:13: Und hab die Musik, jede andere Musik auch danach bewertet und wie ich selber spielen wird oder was ich anders machen würde.
00:39:22: Und New Age war irgendwie so zuerst eher aus ästhetischen Gründen weil ich die Tapes schön gefunden habe also... Das hat noch eine längere Geschichte mit Waipa Wave zu tun.
00:39:35: Aber das war so ein Reset, also auf einmal Funktionsmusik die nichts mit dem zu tun hat, mit dem ich sozialisiert worden bin oder mit dem mich aufgezogen wird, mit irgendwas im weitesten Sinne Rock-Musik oder Euro Dance was ich natürlich auch gerne kenne.
00:39:51: Also es war für mich ein Neuerlernen von Musikhören also wirklich sich hinsetzen und eine Ambientplatte anhören und nicht durchdrehen dabei.
00:40:03: Oder sich überlegen, was das für eine Gitarre ist die da verwendet wird?
00:40:10: Das Popfest Wien steht ja vom ersten Tag an eigentlich genau für dieses Live erleben ist.
00:40:15: Dass man es quasi vielleicht auch runterbrechen kann.
00:40:20: Man kann alles hier und jetzt erleben und nicht später oder zeitversetzt.
00:40:27: Was kann denn so ein Konzert heute quasi noch auslösen in Zeiten von Tiktok-Streams, von Social Media, vom Doomscrolling?
00:40:37: Ich glaube was ich jetzt auf dem... Entschuldigung dafür.
00:40:39: Bitte, bitte, bitte.
00:40:41: Was ich bei den Preisen wie letzt gelernt habe, weil es wirklich alles so schnell gegangen ist und ich bin echt uhr von einer Bühne zur nächsten und das ist jetzt im Nachhinein so vorbei gerauscht und es ist genau das, was ich mir vorhin gedacht hab wenn's vorbei ist, dann bin ich, wow, es ist schon wieder vorbei.
00:40:56: Aber die Momente, wo ich mir eine Band ein Eigt angeschaut habe, es wird die Zeit kurz stehen bleiben.
00:41:02: Es ist extrem pochen, aber es war schon lange nicht mehr so erlebt dass diese Momente wirklich so kurz das angehalten haben.
00:41:10: und ich glaube, dass man da mal kurz Ruhe im Kopf herrscht.
00:41:17: Schadet nie!
00:41:17: Und gerade in Zeiten von Dauerbeschallung und den Zeiten, in denen wir halt leben.
00:41:25: Sophie?
00:41:27: Ja, ich schließe mich dem an.
00:41:28: Ich glaube der Live-Moment ist immer notwendig war in den Sechzigerjahren, waren in zwanziger Jahren.
00:41:38: Musik, Vibrationen, Frequenzen machen ja was mit einem und wenn man die vor Ort wahrnehmen kann umso besser.
00:41:49: Wir haben da kurz auch im Vorgespräch quasi drüber geredet, aber Wien wurde ja so ich sage mal vielleicht vor zehn Jahren, fünfzehn Jahren wahrscheinlich jetzt schon als Pop-Wunder statt irgendwie gefeiert.
00:41:59: Plötzlich gab es Bilderbuch der Nino aus Wien, Wander und so beinzt und plötzlich war Wien die heißeste Stadt dem deutschsprachigen Raum.
00:42:08: zumindest brauchen wir, wie blickt ihr heute auf diese Erzählungen von damals?
00:42:14: Wo Wien so gefeiert wurde oder braucht es das überhaupt noch?
00:42:18: Mir kommt vor wenn man sich dieses Line-up anschaut und ich habe versucht wirklich mir viel in den vergangenen Tagen anzuschauen um einen guten Überblick zu kriegen.
00:42:26: Irgendwie braucht's so eine Erzählung gar nicht mehr weil es einfach so da ist und es muss nicht mehr... Es ist nicht mehr so angeheftet auf ein paar Aushängeschilder irgendwie.
00:42:36: Es kommt zyklisch immer wieder wahrscheinlich irgendwelche Acts, die wirklich weiter mehr...
00:42:41: Das ist auf jeden Fall eine breit aufgestellte Musikszene hier.
00:42:48: Die weit hinaus geht über ein paar eventuelle Acts, den einen größeren Erfolg genießen als andere.
00:42:57: Ist ja auch nicht immer nur die Größe eines Acts der bestimmenden Faktor.
00:43:04: Eine gute Musik-Szene ist oder nicht?
00:43:06: Das sind extrem schlechte Bands.
00:43:08: Sehr erfolgreich!
00:43:10: Und das Schöne an einer Stadt wie Wien ist, für mich ist es wirklich eine musikalische Weltstadt.
00:43:16: also es sind so viele Sachen hier vertreten die man eventuell in einer anderen Stadt nicht so hat einfach weil es hier doch einen socioökonomischen Spielraum gibt indem Leute eher sich musikalisch ausleben können als in Teilen von den USA, wo ich gelebt habe.
00:43:36: Ja für mich ist es Wien und war auch immer historisch.
00:43:41: wenn man sich das ansieht ist Wien eine zutiefst musikalische Stadt.
00:43:46: Österreich insbesondere wenn wir einfach zurück zur Klassik gehen und geht ins AKM Gebäude und die Legenden der klassischen Musik stehen da auf die Wand geschrieben.
00:43:55: also ist glaube ich die Musik und Wien gar nicht wegzudenken voneinander.
00:43:59: Du hast ja auch in Interesse, du bist dir in Kalifornien geboren und hast glaube ich mit vier Jahren schon zum Geige spielen angefangen.
00:44:05: Du bist auch klassisch ausgebildete Musikerin?
00:44:10: Ja genau, ich bin Konservator im Wien, schuldeert ja!
00:44:15: Aber das ist das für jemanden für dich wenn der Wolfgang strahlt dann vielleicht eher so nach Innen würde ich vielleicht sagen oder es eher so im österreichischen Raum eher verhaftet wenn ich das so sagen darf Während du so viel strahlst, dann doch viel auch
00:44:31: ins Internationale... Man kann ruhig sagen dass ich in Österreich nicht sehr erfolgreich bin.
00:44:38: Ich finde das ist schon eine richtige Aussage.
00:44:41: Also es spricht was Wichtiges an.
00:44:45: Das Popfest war tatsächlich mein erstes Konzert wo ich in Wien immer gebucht wurde.
00:44:50: War das Popfest?
00:44:55: gespielt.
00:44:59: Das sagt auch einiges über das Popfest aus, sonst habe ich viel mehr Arbeit im Ausland und es ist euch eigentlich kaum.
00:45:08: Trotzdem lebst du in Wieden?
00:45:09: Absolut ja!
00:45:11: Also das ist aber auch dann irgendwie die Erzählung, dass es irgendwie wurscht ist wo du jetzt lebst oder wo du deinen Lebensmittelpunkt hast.
00:45:17: Ja und es gibt das wahnsinnig schönes in Wien Musik kreieren zu dürfen und mittlerweile ja finde ich ist es auch so, dass ich sehr wohl einen Anschluss gefunden habe
00:45:29: wieder ein bisschen den Bogen zurück zu Marianne Mensch lagen jetzt am letzten Festivaltag.
00:45:36: Habt ihr auch ein bisschen jetzt so den Wunsch oder ist das in euch drinnen, auch ein wenig zeitlos zu werden?
00:45:43: Zu sein mit eurem Musik?
00:45:45: Für mich ist es der immer bestehende Anspruch.
00:45:47: also ich kriege oft einen Vorwurf in Interviews und so... Ah ja!
00:45:55: schon nicht so kontemporäre Musikrichtungen, die ich nachgehe und dann denke ich mir so weshalb kann einfach eine vielleicht traditionellere Produktion oder herangehensweise nicht kontemporär sein.
00:46:10: Ich weiß nicht, ich glaube wir leben halt in der Postmoderne und da bedeutet der Zeitgeist so viele unterschiedliche Sachen und ja zeitlosigkeit definiert ja auch jeder unterschiedlich ist jetzt nicht irgendwie notwendigerweise im hier und jetzt quantifizierbar, sondern erst in der Zukunft weiß sich dann auf etwas so wie beispielsweise Marianne Mentz Projekt.
00:46:33: Ich bin wahnsinnig zeitlos aber hätte das... ein Robert Rotever damals gesagt, wir wissen das nicht.
00:46:46: Das kann es schwer einzuschätzen oder?
00:46:48: Es hätte auch
00:46:49: niemand gedacht dass Toto von Afrika ein Riesenhit wieder wird.
00:46:53: also das gilt jetzt als zeitlos.
00:46:56: aber war es als schlimmster achtziger Jahre und ich glaube ich bin sowieso sehr anakronistisch unterwegs immer schon Ich hab mir da eher wenig Gedanken über so was gemacht.
00:47:08: Ich habe das sowieso nie reingepasst.
00:47:10: Also nicht nie, aber die meisten Sachen, die ich gemacht habe, haben eigentlich eher nicht in irgendwelche Terrenz reingepasst.
00:47:17: Also ist es automatisch zeitlos hätte
00:47:19: ich gesagt.
00:47:20: Habt ihr auch so Ambitionen nach einer lebenslangen Karriere?
00:47:24: Marianne Mend wird ja ein und achtzig glaube ich jetzt im September schon.
00:47:28: bemerkenswert auch und bewundernswert Absolut.
00:47:34: Ich wüsste nicht, ich spiel seit dreißig Jahren Instrumente und Musik, ich wüsst ihr jetzt mittlerweile gar nicht mehr was ich sonst machen sollte?
00:47:42: Ja
00:47:43: absolut, ja voll.
00:47:45: Zweiter Bildungsweg!
00:47:47: Kein Plan B. Außer wir haben letztens gerade beim ORF, dass wir bei dem ORF anfangen würden.
00:47:53: Ja
00:47:53: genau, wir waren im ORF Gebäude Es war sehr beruhigend, eine tranquille Umgebung und wir waren beide so.
00:48:00: naja hier kann
00:48:01: ich.
00:48:02: Du hast ja von einem Freund von dir erzählt der dort arbeitet oder?
00:48:05: Und sein Job ist es Fernsehsendungen anzuschauen und zu prüfen?
00:48:09: Genau das schaut sich den ganzen Tag sehrend überspielt aufs AF-Format überspielt werden.
00:48:15: Solche Jobs gibt's tatsächlich beim AF.
00:48:18: Love it!
00:48:19: Eine Kantine, wo man immer essen kann.
00:48:21: Der A-Decke!
00:48:21: Es gibt einen A-Deck
00:48:23: in der Trophie.
00:48:24: In
00:48:24: Armin Wolf haben wir dort gesehen, wie er ein Adecker entspaziert ist.
00:48:28: Solche Sachen erlebt man dann da.
00:48:30: Also ich...
00:48:35: Wir hören auf als ein Unsinn.
00:48:39: Jetzt stehen wir ja so am... Ende schon.
00:48:41: Das Bobfest.
00:48:42: Wolfgang Durst früher gesagt, das ist irgendwie wie so ein Rausch vorbei gezogen und dann bleiben doch irgendwie so manche Sachen hängen wo kurz die Zeit stehen bleibt.
00:48:51: Wir haben jetzt noch die Theresa Rothschöpf da wir früher ganz kurz nach den Soundcheck gehört.
00:48:55: Martin Klein und Exit Void.
00:48:58: seid ihr jetzt irgendwie auch erleichtert?
00:49:01: bald so Ende ist oder seid ihr schon irgendwie mehr wehmütig?
00:49:04: Traurig,
00:49:05: ja.
00:49:06: Ich bin tatsächlich jetzt schon wehmütiger.
00:49:08: Es ist dann so schnell vergangen wie ich es erwartet habe.
00:49:13: Es ist echt unglaublich viel passiert.
00:49:16: Ehr schon ein paar Mal gesagt mein Gehirn ist wirklich etwas überfordert geworden teilweise.
00:49:20: Ich werde wahrscheinlich nächste Woche reizüberflutet.
00:49:26: Nein, ich bin total reizwürfen.
00:49:27: Sie werden wahrscheinlich die nächsten Wochen brauchen um das alles zu verarbeiten und dann können wir das interview gern nochmal führen.
00:49:35: Wie merkt man denn jetzt am Schluss quasi?
00:49:37: Jetzt sind ja doch drei Tage vergangen, jetzt sind die drei letzten Konzerte.
00:49:42: ob sein Booking funktioniert hat bzw wie misst man Erfolg oder ist das überhaupt eine Kategorie beim Bobfest?
00:49:51: Ich glaube nicht dass... sich wer getraut hat zu mir sagen, dass das line-up schlecht ist.
00:49:56: Alle Leute haben gesagt, dass es super war.
00:49:59: Außer die paar Leuten im Standortvorraum da hat's ein paar gegeben, die ich aufgeregt habe.
00:50:05: Ich glaube, es war wirklich ein Erfolg!
00:50:06: Es war wirklich extrem super!
00:50:10: Es hat jede Idee, die wir gehabt haben, irgendwie in irgendeiner Form funktioniert...
00:50:15: Ich denke für uns ist es wirklich aufgegangen, das Programm.
00:50:17: Also
00:50:18: so wie wir es uns im besten Fall vorgestellt haben, ist es passiert und Das würde ich als Erfolg werden.
00:50:23: Weil man kuratierte ein bisschen auch ins Blaue hinein oder man weiß ja nicht, ob das auf der Bühne funktioniert?
00:50:29: Total
00:50:29: abstrakt und theoretisch.
00:50:31: und dann... Ich habe das eh gesagt auf der bühne mal, dass es so absurd ist, dass man so eine Liste abgibt Und dann mit Namen und auf einmal erscheinen diese Namen und die erste Band oder die ersten Leute von Pants, die auf einmal eingetrudelt sind, oh mein Gott!
00:50:46: Die kommen jetzt wirklich... So schräg.
00:50:52: Wir müssen schon, glaube ich, ein bisschen auf die Urschuhe zumindest.
00:50:56: Aber Sophie du hast diesen Freitag was ja auch verrückt ist, auch eine neue Single rausgebracht weil du ein neues Album veröffentlicht im September, vierter September stimmt das?
00:51:08: Bevor After heißt es.
00:51:10: Ich glaube jetzt die vierte Single die erschienen ist.
00:51:12: Dritte
00:51:13: Ja
00:51:13: Die dritte Entschuldigung, die dritte
00:51:15: aber kommt noch.
00:51:17: Das ist jetzt normal, oder?
00:51:19: Ich glaube Charlie XCX hat jetzt auch vier Singles veröffentlicht bevor dann das Album kommen ist.
00:51:24: Es
00:51:24: war relativ ja... Also das wird von meinem Label auch so eingeteilt habe ich für die letzten drei Alben war es auch so.
00:51:32: Aber hat quasi diese Kuratorinnen-Tätigkeit sich das irgendwie aufs Album ausgewirkt oder hat sich das gar nicht zu überschnitten?
00:51:41: Also tatsächlich war der Großteil des Albums bereits aufgenommen und produziert im September, wo ich den Anruf erhalten habe.
00:51:50: Und dann ging es eigentlich nur ums Abmischen- und vielleicht Sachen neu aufnehmen.
00:51:54: Aber im Laufe des Kurationsprozesses... ...habe ich dann auch ein bisschen sagen wir's mal so Ich hatte eine größere Auswahl an Songs die... Wo ich vielleicht nicht wusste, da sind mir entscheidende Momente welche Songs packst du auf das Album?
00:52:10: Welche nicht!
00:52:12: Und ich hatte auch bisschen Sorge dass doch die Songs vielleicht zu unterschiedlich voneinander sind, genretechnisch.
00:52:17: Und dann habe ich mir gedacht, wenn wir es doch beim Programm auch so machen kann, kann ich einfach meine Lieblinge auswählen und vielleicht nicht so achten darauf.
00:52:24: So müssen sie jetzt alle notwendigerweise den selben Parametern irgendwie ja keine Ahnung.
00:52:31: Ich habe das sehr intuitiv gemacht und ich glaube so haben wir auch das Programm gestaltet.
00:52:35: Das ist vielleicht ein
00:52:36: Aspekt.
00:52:37: Sehr schön.
00:52:38: Intuition hat mitgespielt.
00:52:41: Wolfgang, du hast früher angesprochen dass du beim Soundcheck so überrascht warst auch von dem Halt hier drinnen.
00:52:48: Du wirst beim letzten Eck mit auf der Bühne stehen obwohl Eck kann man nicht zu wirklich sagen was ist
00:52:54: eine Soundinstallation?
00:52:56: Eine Sound Installation.
00:52:57: Das
00:52:57: ist keine Band.
00:52:58: Ist ein Kollektiv und das ist eine sound installation.
00:53:02: ja es ist also.
00:53:03: ich glaube wir haben uns auch mit der Idee gegründet, dass wir eben nicht in klassischen Venues spielen und das war tatsächlich gleich einmal die Idee, dass man nur in Kirchen spielen.
00:53:12: Das ist so mal herumgeflogen und es war irgendwie unvermeidbar als die Anfrage fürs Korratieren kamen, dass da Exitwald reinbringen weil ... why not?
00:53:27: Man muss eigentlich diese Chance quasi ergreifen um das hier zur Installation bringen.
00:53:34: Jetzt habt ihr Monate lang oder September hast du gesagt, da hast du den Anruf bekommen für das Korratieren.
00:53:40: Das ist ja dann nicht zehn Monate sagen wir jetzt einmal und wahrscheinlich fangt sie dann sofort zum Rattern an okay erste Namen, erste Ideen was man sich vielleicht vorstellt wenn man dann zugesagt hat.
00:53:52: Jetzt arbeitet man fast ein Jahr also im Programm und dann ist es so wieder so schnell vorbei innerhalb von vier fünf Tagen.
00:54:00: Ja seit viel länger da und so Ja, ein
00:54:02: Monat.
00:54:04: Ein Act pro Tag oder halt vier von mir aus vier, maximal!
00:54:12: Können Sie schon im Worte fassen was vom Popfest zwanzig sechsundzwanzig bleibt?
00:54:19: Ich hoffe alles, ich hoffe alles so wie ich es erleben konnte und leider hätte ich viel mehr davon miterleben wollen.
00:54:26: im Idealfall also Wolfgang ich glaube ich muss hier an dieser Stelle an dich übergeben
00:54:33: Und ich muss noch mal nach der Frage fragen.
00:54:36: Was vom Popfest bleibt, kannst du das schon sagen?
00:54:40: Also von der heurigen Ausgabe?
00:54:41: Ja, ich glaube schon diese... Das ist schon sehr bunt zusammengewürfelt und hat wirklich ein Fokus auf... vielleicht in andere Ecken einmal geblickt und ich weiß ja nicht, wie das andere Leute vor uns gemacht haben mit den Bewerbungen.
00:54:57: Wie fühlst du dich sehr mausicher?
00:54:58: Aber wir haben uns wirklich voll viel... Ich glaube
00:55:00: dadurch dass wir beide so oft auch gespielt haben war der Anspruch für uns, wie bewegen wir uns aus unseren respektiven musikalischen Kreisen etwas heraus?
00:55:10: natürlich sind extra bei, die wir bereits kannten und mit denen wir vertraut waren.
00:55:15: Aber ich finde, wir haben schon also dediziert Mühe gegeben auswärts zu schauen wirklich
00:55:21: genau wenn man es irgendwie dadurch Ich glaube, man hat halt schneller mal viele Booking-Agenturen an der Backe, die Artists aufdrücken und die man dann irgendwie wo man dann zu sein ist.
00:55:32: Und ich glaub dieses Dogma das wir uns auferlegt haben, hat uns da schon dabei geholfen dass wir den Prozess ein bisschen demokratisieren, dass er wirklich bei uns einfach eine Bewerbung schicken und passt!
00:55:46: Das ist cool, das kommt rein also im Purple so...
00:55:50: Ein schönes Beispiel.
00:55:52: Also ihr
00:55:53: habt auch einen Nein sagen gelernt auf eine Art?
00:55:57: Ja, wir haben halt das vorgeschoben dieses...
00:55:59: Wir haben unser sehr praktisches Dagen mal hier ein bisschen vorgeschoben.
00:56:04: Das war eigentlich ne gute... Ausrede ist es ja nicht, weil es auch etwas das uns am Herzen
00:56:14: war.
00:56:16: Das war wirklich von uns beiden im gleichen Tag mehr oder weniger die Idee gehabt.
00:56:21: Ich habe mir so gedacht, das wäre so cool!
00:56:24: Ganz was anderes Buch, total in der absurderen Richtung.
00:56:28: Nicht absurd aber jetzt irgendwie das anders angeht weil wir gleich mal gemerkt haben wie viel man da schon reindrückt kriegt.
00:56:34: Also von den ja wurscht.
00:56:36: und am gleichen Tag hat Sophie, ich würde jetzt nicht zuhören, also Sophie hat mir dann geschrieben sie will gern telefonieren, sie hätte eine Idee und dann war genau diese Idee eben dass wir uns auf Acts konzentrieren nie gespielt haben und das war der coolste Moment irgendwie schon
00:56:50: am Anfang wenn wir beide das streng durchziehen.
00:57:00: Ich finde es auch toll, dass mein Podcast in diesem Rahmen vor allem hier im Orgelbalkon in der Kalskirche hätte.
00:57:05: nie gedacht das ich mal hier sitzen werde und quatschen werde.
00:57:11: Der Podcast heißt was soll das alles?
00:57:13: Gerne abonnieren empfehlen anhören.
00:57:16: vielen Dank euch Wer meinen Podcast kennt, ich stelle zum Abschluss und mir müssen uns ein bisschen beeilen.
00:57:22: Ich stelle immer bei kurzen Fragen sind seit zwei Jahren die gleichen Fragen gerne mit kurzen Antworten und dann gehen wir uns die letzten Bands anschauen würde ich sagen.
00:57:34: Und zwar Sophie Wolfgang was in welche Stadt würdet ihr immer wieder gerne reisen?
00:57:40: Paris und Los Angeles?
00:57:43: Ich hasse so was.
00:57:46: Weizweitz, danke!
00:57:54: Manzwert?
00:57:54: Nein also ich glaube es klingt jetzt bochen.
00:57:58: aber New York oder so, ich bin nicht so... Tokio blödsinn, Tokio ist das genau sicher.
00:58:05: Hast du schon gespielt oder?
00:58:07: Gespielt nicht, ein Musikvideo gedreht.
00:58:11: Gibt's einen Film oder eine Serie die euch zuletzt verstört haben.
00:58:15: Ja, in meiner Krankheit habe ich ganz viel Law and Order Special Victims Unit geschaut und manchmal bin ich dann eingeschlafen und dieses Tudum hat mich dann immer aufgeweckt mit meinen Fieber und so.
00:58:32: Backrooms hat mich ein bisschen verstört aber auch sehr begeistert.
00:58:37: Sehr gut dafür.
00:58:38: Gibt es einen Buch das ihr uns empfehlen könnt?
00:58:42: Ja, ich lese momentan Summer's Crossing von Truman Capote und es ist ein wahnsinnig schönes leichtes aber doch auch präsentes Sommerbuch.
00:58:53: Also falls ihr was thematisch passendes sucht kann nicht so fehlen!
00:59:00: Ich lese gerade zum zehnten Mal der Verschollene von Franz Kafka aus irgendeinem Grund.
00:59:04: Ich weiß nicht warum ich dieses Buch so gerne habe.
00:59:07: also das lese ich wirklich immer wieder gern.
00:59:09: Was
00:59:10: ist das schönste Lied der Welt?
00:59:14: The times they are changing.
00:59:17: Playground love, Vibraphone Version von Air.
00:59:20: Oh,
00:59:21: sehr gut!
00:59:22: Hast du mit Err schon zusammengearbeitet oder?
00:59:25: Ja.
00:59:27: So zwei Fragen habe ich noch... Was soll von euch, von eurer Kunst einmal bleiben?
00:59:32: Habt ihr da schon eine Idee?
00:59:34: Plastikmüll
00:59:37: Altesvinül.
00:59:38: Das wird sich lange nicht auszusetzen.
00:59:42: Die Frage habe ich aber schon beantwortet.
00:59:43: Ich
00:59:44: weiß die Antwort nicht mehr!
00:59:46: Das war meine Antwort beim letzten Mal.
00:59:50: Ich hoffe, dass den Leuten Freude bleibt... ...aber ja wahrscheinlich hab' ich auch viel Plastik-Müll organisiert oder nein?
00:59:57: Aber das ist jetzt
00:59:58: zu dark.
00:59:59: Ja, ich hoffe einfach keine Freude.
01:00:01: Das ist alles, was ich...
01:00:03: Freude, Motivation selbst Musik zu machen vielleicht.
01:00:07: Egal wie gut man irgendwas spielen kann
01:00:10: quasi auch als Ansporn für das Publikum selbst Musik zu machen.
01:00:16: Und irgendwelche letzten Worte für heute?
01:00:20: Gute Nacht!
01:00:22: Vielen Dank fürs Zuhören.
01:00:25: Danke, dass wir dabei sein durften.
01:00:27: Ich muss
01:00:29: schlafen.
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